zelraiThemenstarter5 Beiträge · seit 201502. März 2015 · #1Hallo an Alle!
ich bin neu hier und möchte mich kurz vorstellen:
Mein Name ist Rainer und ich komme aus Südtirol. Bin begeisterter Afrika- Reisender der bisher die Wüsten Nordafrikas bereist hat, und zwar immer mit dem Motorrad.
Jetzt bin ich auf der Suche nach neuen Zielen, und da ich fasziniert von der Tierwelt und Landschaft Afrikas bin, war meine Idee den gesamten südlichen Teil dieses Kontinents in Etappen (jedes Jahr 4-5 Wochen) zu bereisen.
Hierfür möchte ich mir ein eigenes Fahrzeug zulegen, u.z. einen gebrauchten Landcruiser, mit welchem ich nach und nach die Länder bereisen möchte, ausgehend von Namibia, Botswana, Südafrika, etc. etc.
Kann mir jemand von Euch ein paar Tipps zu ehrlichen und verlässlichen Händlern geben mit denen ich schon mal vorab per email Kontakt aufnehmen kann?
Vielen Dank und freundliche Grüße aus Südtirol
Rainer
Gerd19425'538 Beiträge · seit 200802. März 2015 · #2Hallo Rainer,
es ist wir überall auf der Welt - die großen und guten Neuwagenhändler bieten meist auch die guten Gebrauchtwagen. Da gibt es Pupkewitz, Indongo, M & Z usw. Auf jeden Fall solltest Du den Wagen im Inland kaufen und Du solltest Dir den Service-Nachweis erbringen lassen. Denn regelmäßige Wartung ist nicht unbedingt üblich.
Liebe Grüße
Gerd
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200902. März 2015 · #3Hallo Rainer,
ich kann dir folgenden Rat geben: Schau nach Gebrauchtwagen in Südafrika, das Angebot ist grösser, die Fahrzeuge sind nicht so strapaziert wie die in Namibia weil es in Südafrika einfach weniger Schotterpisten gibt. Schau mal unter www.gumtree.co.za da findest du auch private Anbieter, oder googel mal Autokauf Südafrika, da gibts eine Menge Hinweise wie man das Projekt angeht. Von einem Kauf in Namibia kann ich nur abraten, zu teuer und zu geringes Angebot.
lg sasowewi
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201203. März 2015 · #4Es gibt in Windhoek einen seriösen Händler, der sich Fahrzeuge aus Südafrika holt, und dieses seit bald 40 Jahren:
Danlou Motors in Windhoek.
Gum Tree in Südafrika ist eine Plattform, auf der sich auch das Verbrechertum Südafrikas tummelt.
Dazu gibt es entsprechende Warnmeldungen und Warnhinweise im Forum der südafrikanischen 4x4 Community.
Hier ist äußerste Vorsicht geboten!!!
Es ist richtig: Fahrzeuge sind meistens über Südafrika nach Namibia eingeführt, und in der Beschaffung auch teurer als in Mitteleuropa. Aufgrund eines größeren Marktes sind Gebrauchtfahrzeuge in Südafrika auch kostengünstiger als in Namibia. Und leider sind die meisten Autohändler auch Betrüger, und die Tachos werden dort genauso zurückgedreht wir in Europa.
Wie Gerd richtig schrieb: die "ehrlichen" Fahrzeuge bekommt man oftmals nur bei den Vertragshändlern oder durch persönliche Beziehungen, und man kann sich aber auch dort nur bei lückenlosem Scheckheft einigermaßen drauf verlassen.
Was Du auch tun kannst: Kaufe Dir einen Landcruiser als Rechtslenker in England, und nimm ihn mit Carnet ins südliche Afrika. Mit Carnets kann man etwas tricksen und sie auch verlängern. Und Du hättest am Ende die Möglichkeit, das Fahrzeug als Rechtslenker zu verkaufen, was bei Linkslenkern völlig ausgeschlossen ist. Im Übrigen stammt mein Landcruiser Prado aus Cardiff in Wales. War ein traumhaft günstiger Kauf. Am besten ein Fahrzeug auswählen mit überholten Abgaswerten oder ein Grauimport, wo die Steuern aufgrund fiktiver Abgaswerte recht hoch sind. Das spielt in Namibia dann auch beim Weiterverkauf nicht mehr die große Rolle. Nur wirst Du das Fahrzeug an Deinem Wohnsitz anmelden müssen für ein Carnet.
Alex380129 Beiträge · seit 201303. März 2015 · #5Hallo Rainer,
wir haben vor kurzem einen Land Cruiser in Botswana gekauft, von Privat. Ist ein Japan-Import, wie so viele dort. Die Importfahrzeuge sind relativ "günstig", dazu musst du aber mal google bemühen und dir ein eigenes Bild machen, konkrete Seiten kann ich dir im Moment nicht nennen.
Für Namibia ist ansonsten namcars.net ein guter Ansatz, es gibt immer wieder mal interessante Angebote, je nach Budget.
Falls du mehr Details willst, kannst du mich gerne per PN oder Mail kontaktieren.
Grüße
Alex
PS: Wir hatten zuvor jahrelang einen deutschen Patrol auf Carnet in Namibia. Aufgrund der Nachteile die ein Carnet mit sich bringt, haben wir uns letztendlich gegen das Carnet und für einen Kauf im südlichen Afrika entschieden.
zelraiThemenstarter5 Beiträge · seit 201503. März 2015 · #6hallo Alex,
genau das war auch meine Überlegung, ich wollte eigentlich ein Fahrzeug vor Ort erwerben, um nicht ständig den Stress mit dem carnet zu haben.
Durch die Zollunion zwischen Südafrika-Botswana-Namibia lassen sich schon mal 3 wunderschöne Länder ohne carnet bereisen. Wenn es dann weiter weg geht wie Sambia, Tansania, Uganda oder so dann kann ich immer noch ein carnet machen.
eventuell kontaktiere ich dich mal per mail.
grüße
Rainer
Chrisontour12 Beiträge · seit 201303. März 2015 · #7Hallo
ich hänge mich auch noch an diesen Thread, da ich mich auch mit dem Thema befasse.
Hier sind meine Links die ich momentan beobachte:
http://www.icars.com.nahttps://www.namcars.nethttp://www.4x4community.co.zahttp://www.surf4cars.co.zahttp://www.automart.co.zahttp://www.cars.co.zaAlso über ein Mangel an Angebot kann man sich ja nicht beklagen und hilfreich für die Orientierung im bereich der Preise und Kilometer.
Es stellt sich jedoch die eine oder andere Frage..
kann ich auch ohne eine Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung (ZA& NA) ein Fahrzeug kaufen und exportieren respektive nach Namibia importieren?
Kauft man das Fahrzeug bei einem Händler würde da die MwSt. wegfallen oder müsste man diese nach den Zollformalitäten rückfordern?
Wie hoch wären die Zollgebüren in etwa, und natürlich die allfällige MwSt. Müsste man das Fahrzeug noch Prüfen?
Für die hilfreichen Antwort danke ich jetzt schon.
Gruss
Christian
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200903. März 2015 · #8@ Christian,
in ZA ist es problemlos möglich ein Fahrzeug zu kaufen auch wenn du "nur" ein Touristenvisum hast, wie das funktioniert kann ich dir gern per pm erzählen. Melde dich wenn es interessant für dich ist.
lg sasowewi
zelraiThemenstarter5 Beiträge · seit 201503. März 2015 · #9Hallo,
was spricht außer dem Preis noch gegen einen Fahrzeugkauf in Namibia? Wobei das relativ ist denke ich, denn wenn man irgendwann das Fahrzeug wieder verkaufen will wird man in Namibia auch einen höherern Verkaufspreis erzielen als in Südafrika, und vielleicht den Wagen auch leichter verkaufen können da weniger Angebote?
Was sind denn sonst noch die Unterschiede bei der Zulassung im Vergleich zu Südafrika?
Jährliche Fahrzeugsteuer oder so? Ist die in Südafrika nicht auch zu bezahlen?
mir freundlichen Grüßen
Rainer
MAmartin6154 Beiträge · seit 201503. März 2015 · #10Guten Tag,
zelrai schrieb:was spricht außer dem Preis noch gegen einen Fahrzeugkauf in Namibia?
Bei nur 4-5 Wochen Nutzung pro Jahr wird sich das gegenüber einem Mietwagen niemals rechnen. Zumindest nicht, wenn man realistisch rechnet, inklusive Anschaffungskosten, Aus-/Umbau, Wartungskosten, Unterstellung, Versicherung/Carnet uvm. Zusätzlich ist man dann noch eingeschränkt bei den Flügen und muss immer zu dem einen Ort fliegen, wo das Auto gerade steht und kann nicht flexibel den preislich oder geografisch besten Startort für eine Tour wählen.
Ein eigenes Auto hat aber auch Vorteile. Du kannst das Auto bei entsprechendem Budget komplett nach Deinen Wünschen anpassen. Du kennst irgendwann den Zustand des Fahrzeuges in allen Einzelheiten. Wenn Du viel hartes Offroad fährst, hast Du den Vorteil, die Eigenschaften von Auto und Reifen irgendwann genau zu kennen. Bei Mietwagen fängst Du mit der Lernkurve immer wieder von vorn an. Diese Vorteile muss man sich leisten wollen.
Gruß
Martin
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200903. März 2015 · #11Na ja, wenn du das Auto nach Johannesburg stellst bist du nicht unbedingt eingeschränkt was die Flüge angeht. Da ist das Angebot groß genug und man findet immer mal einen Schnapper.
Sonst hat Martin gut argumentiert, am einfachsten ist es halt ein Fahrzeug zu finden dass schon reisefertig ist oder die Ausrüstung dabei hat die man gerne hätte, auch da gibt es eine Lernkurve, einiges ist sinnvoll, anderes ist einfach nur Spielerei.
Die Variante mit dem Carnet ist übrigens die Teuerste und da bist du wirklich zeitlich eingeschränkt denn du musst einma im Jahr aus der Zollunion raus und wieder rein, ich habe mich deswegen dagegen entschieden. Auch die Frage Rechts- oder Linkslenker ist zu beachten, in Namibia nicht ganz so wichtig aber im Stadtverkehr von Johannesburg bin ich froh auf der "richtigen" Seite zu sitzen...
lg sasowewi
pascalha160 Beiträge · seit 201103. März 2015 · #12Hallo Rainer
Wir haben unser Auto in Windhoek bei einem Autovermieter gekauft. Auch ich war zuerst etwas skeptisch bezüglich der Qualität von Mietwagen. Jedoch konnten wir das Auto für 4 Wochen mieten und uns anschliessend entscheiden ob wir das Fahrzeug kaufen möchten. somit hatten wir die Möglichkeit unser zukünftiges Fahrzeug für 4 Wochen Probe zu fahren. Allfällige Schwachstellen wären uns ziemlich sicher während den 4 Wochen Offroad Einsatz aufgefallen. Ein Restrisiko bleibt natürlich. Das Fahrzeug hatte Jahrgang 2010 und beim Kauf ca. 131‘000 km.
50 % des Mietpreises wurde uns anschliessend vom Verkaufspreis abgezogen. Alles in allem empfanden wir dies als ein sehr faires Angebot. Bei der Ummeldung war uns dann ein Mitarbeiter der Autovermietung behilflich.
Gruss Pascal
zelraiThemenstarter5 Beiträge · seit 201503. März 2015 · #13Hallo Pascal,
das ist eine gute Idee, das Auto zuerst zu mieten und dann zu kaufen.
Habt ihr das so vorher mit dem Vermieter abgesprochen, oder war der Wagen zum Verkauf angeboten und ihr habt dann vereinbart ihn zu mieten und eventuell dann zu kaufen?
Und wie regelt ihr das mit der jährlich zu bezahlenden Steuer?
beste Grüße
Rainer
pascalha160 Beiträge · seit 201103. März 2015 · #14Hallo Rainer
Ja das Fahrzeug war zum Verkaufen ausgeschrieben...gefunden haben wir das Fahrzeug auf www.namcars.net. Wir haben einen 2010 Toyota Hilux D4D 3.0 gekauft. Das war alles so mit dem Vermieter (ASCO) abgesprochen und hat alles bestens geklappt.
Wir haben das Fahrzeug bei der Elisenheim Guestfarm untergestellt und die Besitzer kümmern sich jeweils einmal im Jahr um das erneuern der ‚Disc‘. Hat bis jetzt immer bestens geklappt. Ich bin mir grad nicht sicher was das kostet...glaube ca. 100 Euro pro Jahr!?
Versicherung ist ein anderes Thema...da habe ich auch noch nicht die ideale Lösung gefunden. Im Moment zahle ich wohl deutlich zu viel. Da können dir sicher die anderen bessere Tipps geben.
Gruss Pascal
zelraiThemenstarter5 Beiträge · seit 201503. März 2015 · #15Hallo Martin,
das mit dem eigenen Fahrzeug im Vergleich zu Mietwagen ist mir teilweise schon bewusst, ich habe es schon öfters hin-und hergerechnet, und es kommt mehr oder weniger aufs gleiche hinaus, vorausgesetzt man behaltet das Fahrzeug längere Zeit (mehrere Jahre).
Ausbau wäre mir wurscht, bin als Motorradfahrer mit Dachzelt + ein paar sonstigen Kleinigkeiten zufrieden, habe nie an einen Camperausbau gedacht.
Da ich allerdings auch Länder wie Sambia, Uganda, Ruanda, Tansania, Kenia, Äthiopien, usw. bereisen will, denke ich schon dass ein eigenes Fahrzeug Sinn macht, da es in diesen Ländern teilweise nicht so einfach ist ein Fahrzeug ohne Fahrer zu mieten, bzw. man mit Leihfahrzeugen auch nicht überall hin darf.
Deswegen wäre es auch meine Idee die ersten paar Jahre in der Zollunion herumzustreifen, und anschließend in die vorhin genannten Nachbarländer. Ich kenne einen Italiener der dies nun mittlerweile schon seit mehr als 7 Jahren so macht, er hat sein eigenes Fahrzeug unten (allerdings ein Linkslenker, und auf carnet). Ich habe mich mit ihm unterhalten, das klappt ganz gut so wie er fährt.
mit freundlichen Grüßen
Rainer
Alex380129 Beiträge · seit 201303. März 2015 · #16Hi,
ich finde ein großer Nachteil wurde noch nicht genannt. Bei einem Mietwagen hat man einen 24h Service, im Notfall wird der Wagen getauscht und es geht weiter. Das hat man mit einem eigenen Fahrzeug nicht. Bleibt man mit einem größeren Schaden liegen, oder bekommt kein Ersatzteil, sitzt irgendwo in der Pampa fest, ist der ganze Urlaub futsch.... Daneben muss man sich Gedanken machen welche Ersatzteile man wohl im Auto haben sollte, wer den Service und die Wartung macht, wie viele Tage für die Aktivierung des Wagens am Anfang der Reise und das putzen und Abstellen am Ende der Reise benötigt werden, usw.
Kauf eines Fahrzeuges rechnet sich erst ab mehrwöchiger Nutzung, jährlich. Am besten zwei Parteien, die das Fahrzeug beide jedes Jahr nutzen, das ist finde ich die beste Kombination. Ansonsten würde ich mittlerweile einen Kauf im südlichen Afrika dem Carnet immer vorziehen. Oder aber eben Mietwagen und sorgenfrei Reisen ohne lästige Tage in Werkstätten und beim putzen zu verbringen, die dann letztendlich vom Urlaub abgehen...
Will man aber nach Tansania usw. reisen, muss man auch bei einem Nam-Fahrzeug wieder ein Carnet lösen.
Grüße
Alex