Reisebericht

Die Märchen-Tour

von fotomatte · begonnen 03. Feb. 2015 · 41 Teile

Teil 2127. Feb. 2015
Na schön, nun also Erdmännchen, oder Surikate, oder Meerkat, oder Scharrtier :

Von meinen vorherigen Besuchen hier kenne ich mindestens zwei Baue, die von den umtriebigen Kerlen bewohnt werden.
Das Problem mit diesen Flitzern ist, dass sie permanent die Baue wechseln. Aber beim Postenfahren sehe ich, wie ein Wächter auf einem Bau ziemlich nahe beim Haus steht. Da es gegen Sunset geht, bin ich mir sicher, dass sie hier übernachten werden.
Und so habe ich mir mittels zweier Stangen und einem Camouflage-Gewebetuch, welches ich extra für diesen Zweck mitgebracht habe, ein einfaches Hide gebaut. Runde dreissig Meter entfernt, das sollte reichen, damit die Tiere nicht gleich Reissaus nehmen. Noch ein Campinghocker dahinter gepackt, und der nächste Morgen kann kommen.

Da die Erdmännchen keine Frühaufsteher sind, reicht es völlig, so ab Sonnenaufgang vor Ort zu sein-- wenn es denn einen Sonnenaufgang gibt. Heute nicht, und so dauert es eine ganze Weile, bis der Wächter mal die Lage sondieren kommt.

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Wenn er die Übersicht hat, und keine Gefahr zu erkennen ist, kommt nach und nach die ganze Truppe raus. Die Jüngsten zum Schluss.

Eine Überprüfung am Abend hat ergeben: die Erdmännchen sind nicht da.
So widme ich mich ein paar Vögeln und finde rein zufällig die Truppe bei ihrem neuen Zuhause, rund fünfhundert Meter weiter.

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neuer Morgen, neuer Bau. Heute mit Sonne. Und da ich hier ja keinen Hide habe, nähere ich mich langsam und ganz offen und setze mich ca. zwanzig Meter entfernt an einen Baumstamm. Die anfängliche Nervosität legt sich schnell, und bald wuselt es nur so um mich rum.


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scharfe Krallen


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da ich sitzend nur wenig von dem Bau einsehen kann, stehe ich langsam hinter dem Stamm auf, und mit erhöhter Position lässt sich jetzt noch mehr Einblick in das Familienleben nehmen. Mindestens aus zwölf Tieren besteht die Familie, davon sind fünf Junge.


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bald lässt das Interesse an mir nach, und man widmet sich wieder den Dingen, die für ein Erdmännchen essentiell sind.


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Scharren


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Fellpflege

Auch dieser Bau bleibt nicht langfristig das Domizil, aber schon am nächsten Morgen finde ich sie wieder.


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Die abendliche Kontrolle ergibt: die Truppe wird hier übernachten. Gut so. Denn mittlerweile ist Stefan wieder aus Swakop zurück gekehrt, und er hat noch immer keine echten, also einheimischen Surikate gesehen. Sie sind extra eine Nacht bei der Blutkoppe gewesen -war ein Tipp von mir- aber auch dort : keine Erdmännchen. Nun aber, endlich soll es gelingen.


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derselbe Bau abends


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plötzlich kommt der Weisse angeprescht, und die Erdmännchen wenden ihm ihre Aufmerksamkeit zu. Naja, alle bis auf Einen.


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die Augään links


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vier Minuten später ist die Sonne hinter einer Wolkenbank verschwunden.


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Schwänzchen in die Höh.


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es gibt sie tatsächlich. Echte, namibische Erdmännchen. Ein Fluch ist gebannt--Stefan muss anerkennen, es gibt sie wirklich, sie sind keine Fabelwesen. Ein Märchen.


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und wiederum mit dem Wächter beende ich das Kapitel Erdmännchen, denn wir haben zwar am nächsten--unserem letzten Morgen auf der Farm--nochmals nach ihnen gesucht, sie waren aber wieder umgezogen. Warum, das gibt es im nächsten Kapitel zu lesen und zu sehen.

bis dahin,
Matthias
Teil 2201. März 2015
Nun also der letzte Morgen auf der Farm. Stefan und Annette fliegen heute Abend zurück in den Winter, während Hilde -Annettes Mutter, die ich zwischenzeitlich mal am Flughafen abgeholt hatte - und Bastian mit mir aufbrechen werden, den Caprivi zu rocken.

Noch einmal machen Stefan und ich uns auf zu den Erdmännchen, aber schon von Weitem sehen wir Dampf aufsteigen aus dem Bau. Was ist denn hier los? Wir können uns keinen Reim auf diese Erscheinung machen und schleichen langsam näher.


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eine Dreiergang jugendlicher Punker hat den Bau übernommen, die Erdmännchen haben ob der vermutlich streng riechenden Bande das Weite gesucht. Jedenfalls haben die Schweine aus dem Bau eine Sauna gemacht, so dampft es. Und zwar mehrere Minuten lang.


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völlig unbekümmert äsen die Drei immer näher an uns heran, bis sie fast schon um uns rum sind. Dann bekommen sie Wind von uns, und mit steil aufgerichteten Antennen geht die Post ab in den Busch.


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Was bleibt noch zu erwähnen?
Ah ja, Löffelhunde habe ich zweimal gesehen. Einmal waren sie zu dritt, einmal waren es zwei Elterntiere mit drei Jungen.


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Und Hartebeester stehen in den Tagesrandlagen gerne auf den Weiden. Sie haben jede Menge Nachwuchs dabei.


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Das soll es mal mit Viehzeugs gewesen sein.

Aber ein paar Stimmungsbilder will ich noch zeigen. Die Wolkenformationen haben teils für dramatischen Himmel gesorgt.


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Morgenstimmung


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hier habe ich geraume Zeit auf dem Boden gesessen, den Ameisen getrotzt, und auf einen dekorativen Blitz gewartet. Aber entweder war ich zu langsam, oder es wollte sich einfach kein Blitz zeigen, bis ich mit erschöpftem Zeigefinger halt ohne diesen ausgelöst habe.


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Gewittermorgen, sogar ein paar Tropfen haben es bis auf den Boden geschafft.


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nun denn: der letzte Morgen, die schmale Sichel des Neumonds steht hoch am Himmel.


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eine Eiswolke ( so kenn ich das normalerweise, aber geht das im Hochsommer in Namibia ? ) steht über der Farm, die aufgehende Sonne zaubert die Spektralfarben hinein.


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der letzte Sonnenaufgang des diesjährigen Aufenthalts hier.

Am Abend zuvor gab es noch einmal ein Braai in geselliger Runde, und vom letzten Sunset stammt dieses Sundowner-Stilleben.

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Und da sich an diesem Abend alle Gewitterwolken aufgelöst haben, und der Mond ja erst gegen Morgen als schmale Sichel aufgehen wird, habe ich mich mithilfe von Stefans Stativ mal an ein paar Sternenbildern versucht. Ich probiere ein paar Einstellungen mit unterschiedlicher ISO-Zahl und Belichtungszeiten, und ich bin nicht unzufrieden mit meinen Erstlingen.


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Sogar eine Sternschnuppe ist ganz rechts mit drauf.


Das nächste Kapitel sieht uns auf Pad in Richtung Norden.
Bis dahin,

schönen Sonntag,
Matthias
Teil 2303. März 2015
17. Januar :

Nachdem wir also unseren letzten Begang abgeschlossen haben, gilt es zu packen.
Zuerst der ganze Camping-Krempel für uns drei und schliesslich noch das Gepäck der zwei Heimkehrer obendrauf, so ist der Condor voll bis unters Dach.
Nach einem letzten Mal im Pool und dem ganzen Verabschiedungsbohei--man kennt das ja, Küsschen hier, Küsschen da, Keiner will sich so richtig losreissen, war halt wieder Mal soo schön hier-- geht es pünktlich auf die Minute um 16.00 Uhr durch´s Tor, und völlig ereignislos bringen wir die rund hundertdreissig Kilometer bis zum Intern. Flughafen hinter uns. Hier setzen wir Stefan und Annette ab. Tschüüss, und guten Flug.
Dann eilen wir zur Christuskirche, wo Hilde sich mit ihrer Schwester verabredet hat, die hier im Chor singt. Die Probe ist pünktlich aus, die Mitbringsel werden übergeben, und wir verlassen Windhoek in nördlicher Richtung.

Dank der Vermittlung von Daxiang habe ich auf der Teufelsbach-Farm die Campsite reserviert und auch ein Abendessen bestellt. Auf die Minute um 19.00 Uhr, so hatte ich mir das grob ausgerechnet, sind wir am Haupthaus. Alles Bestens. Kurze Begrüssung, und Bruno erklärt uns, wie wir zur Campsite finden, denn ich möchte noch im Hellen die Zelte aufbauen. In einer Stunde wird´s dunkel, also hingemacht. Ist eigentlich ganz einfach, durch drei Gates hindurch, je zweimal rechts halten. Das kann sogar ich mir merken.

Wir fahren los, und irgendwann nach einem Tor kommt ein merkwürdiges Hinweisschild mit einem Pfeil geradeaus und einem nach rechts. Dazwischen steht "4x4 only". Ja wie jetzt. Na, ist doch klar. Bruno hat gesagt: "Zweimal rechts". Einmal haben wir schon, nun also der zweite Abdreh. Bald windet sich die Pad in Richtung Flussbett. Zwei Fahrspuren gibt es hier. Eine geht geradewegs ins Rivier, da mag ich nicht reinfahren, das sieht nach Sand aus-nach viel Sand. Die wiederum rechte Spur geht in Serpentinen den Hang hoch und führt eher zurück. Ich steige mit Bastian aus und will die Lage sondieren.
Wir treffen auf einen Arbeiter der Farm, der aber nur schlecht englisch spricht. Aber er will uns den Weg zeigen. Er setzt sich auf den Beifahrersitz, und lotst mich geradewegs ins Bachbett. Der Weg wäre gut, und es ist auch nicht weit bis zum Camp. Na gut, also los. Zum Teil geht es über recht blockiges Gelände, wo ich nur ganz langsam drüber hoppeln kann, um nicht aufzusetzen. Dann folgen ein paar Stücke über festen Kies, jedenfalls sind wir schon mehr als zwei Kilometer im Bachbett unterwegs. Klarer Fall von afrikanischem "nicht weit". 🙄 😕
Und dann sehe ich vor mir eine ausgewachsene Sandbank, und die Fahrspur geht mittendurch. Ich weiss genau, dass ich da ohne 4x4 nicht durchkommen werde, aber Alles wieder zurück fahren? 🤢 Die Sonne geht gerade unter, und ich gebe Gas. Wir schaffen die halbe Sandbank, dann hängen wir fest. Sofort lasse ich Luft aus den Reifen, Bastian und der Arbeiter schieben, und so hoppeln wir noch etwas weiter, aber der Sand ist zu tief. Keine Chance. 😈 😈 😈

Mit Hildes Cellphone rufe ich bei Bruno an, die Verbindung ist nicht dolle, nur ein Balken, aber es reicht, um zu erklären, wo wir stecken.
Bruno´s Neffe will sich auf den Weg machen und uns retten. Die Perlhühner baumen lautstark auf, ein Perlkauz ruft. Es wird dunkel. 😗
Ich laufe im Bachbett zurück und dem Auto entgegen. Im letzten Licht kommt unsere Rettung, wir hängen ein schon ziemlich zerschlissenes Seil ein, das auch prompt reisst. Seil abgebunden, nächster Versuch, der Condor kommt frei.

Es geht nun bei Dunkelheit immer weiter das Rivier abwärts, und noch einmal kommt eine kleinere Sandbank, wo ich nochmals Schlepphilfe brauche. Dann endlich stehen wir an der Campsite. 🤩 Jedenfalls weiss ich jetzt, wie der Bach hier zu seinem Namen kommt. 😊 😈 😣

Nun aber schnell die Zelte aufgebaut, und dann fahren wir wieder zurück zum Haupthaus.
So runde eineinviertel Stunden sind wir verspätet zum Abendessen.
Aber Bruno hat mitgedacht, denn es gibt Szegediner Gulasch mit Nudeln, und Gulasch wird ja eigentlich immer besser, je länger es köchelt. Dazu ein kaltes Bier, und wir können ankommen.
Es schmeckt vorzüglich, und nach dem Essen verquatschen wir uns noch eine ganze Weile, dazu schaue ich mir Daxiang´s Fotobücher an. Nach einem weiteren Bierchen nehmen wir den Weg zurück zu den Zelten unter die Räder.
Ist überhaupt kein Problem, wenn man das seltsame Schild richtig interpretieren kann. ( Bruno hat versprochen, dass Schild so abzuändern, dass es eine klare Aussage erhält. 😁 😎

Kurz vor 23.00 Uhr kriechen wir in die Schlafsäcke, gute Nacht.

Bilder gibt es heute keine, ich habe einfach nicht dran gedacht. 😈

Der nächste Tag ist ein reiner Fahrtag. Wir fahren in einem Rutsch durch bis Rundu an den Okavango--endlich wieder.
Bis dahin,
Matthias
Teil 2405. März 2015
18.Januar :

Wir haben herrlich geschlafen, denn hier zwischen den Bergen hat es nachts deutlich abgekühlt.
Jetzt bei Tageslicht können wir endlich etwas vom Camp und der Umgebung erkennen.
In südwestlicher Richtung steht ein markanter Berg, der mich reizen könnte, da mal hochzusteigen. Es ist der Teufelsberg, wie mir Bruno später sagt. Beim nächsten Mal dann.
Ich nutze die schönen Ablutions, und da wir nicht so lange warten wollen, bis das Wasser im Donkey warm wäre, stelle ich mich unter die kühle Dusche. Recht erfrischend.
Da heute Sonntag ist, und wir nicht vor 8.00 Uhr am Haupthaus auftauchen wollen, reicht die Zeit für ein Müsli-Frühstück und einen heissen Tee, dann brechen wir die Zelte ab und rumpeln langsam zurück.
Bruno pumpt uns die Reifen wieder auf, wir schnacken noch kurz. Das war ein perfekter Stop-Over für uns hier, und ich werde sicher wieder hier her zurück kommen. Ab 8.20 Uhr sind wir zurück auf der B 1, und es hat heute erstaunlich wenige LKW´s. Ach ja, ist ja Sonntag.
Die Fahrt über Okahandja und Otjiwarongo ist ereignislos, sieht man mal von zahlreichen Mäusebussarden, welche gerne auf den Masten neben der Strasse ansitzen, und hunderten von Schmarotzermilanen ab, die sich in der aufkommenden Thermik in grossen Pulks ohne Flügelschlag nach oben schrauben.
Hinter Otji versucht vor uns ein solcher Milan eine überfahrene Schlange von der Pad zu klauben, und ich drehe extra um, um zu sehen, wen es da erwischt hat. Es war eine etwa zweieinhalb Meter lange Black Mamba. Der Kopf ist total platt, das dürfte nicht so einfach werden für den Vogel, die Schlange hier weg zu bekommen.
In Grootfontein tanken wir, und weiter geht es durch langweiliges Farmland entlang nicht endenwollender Zäune.
Endlich ändert sich das Landschaftsbild, die ersten Palmen tauchen auf. Sie sehen ziemlich schlecht aus, ziemlich vertrocknet. Vielleicht hatten sie auch Frost abbekommen.
Mit dem Durchfahren des Vet-Zauns am Mururani-Gate ändert sich das Bild komplett. Hier gibt es keine kommerziellen Farmen mehr, Subsistenz-Landwirtschaft prägt das Bild. Die Dörfer stehen direkt an der Strasse, oftmals gibt es Verkaufsstände mit Feuerholz, Bauholz, gebündeltem Gras oder Schnitzereien und getöpferten Tonkrügen. Willkommen in Schwarz-Afrika.


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Überall gibt es kleine Shops und Shebeens, und die Menschen sitzen im Sonntagsstaat im Freien in geselliger Runde.


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"Paint Namibia"


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Töpferei-Stand


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Herden von Nguni-Rindern werden nach Hause getrieben.


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Die B 1 ist die Pulsader für zahlreiche Menschen im Caprivi, aber auch in Sambia, Botswana, Malawi und Zimbabwe.
Viele Güter werden hier nach oder von Walvis Bay transportiert.

Am Nachmittag erreichen wir Rundu, und zuerst fahren wir an den Look-out-Point am westlichen Ende der Stadt, um einen ersten Blick auf den Okavango River zu werfen. Endlich, nach zwei Jahren, wieder hier.


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Wir steuern die Tamboti-Lodge an, die ich ja von meinem letzten Aufenthalt kenne. Aber das neue Management will keine Camper mehr, und so fahren wir weiter bis zur Sarasungu River Lodge. Mit 75.-Nam$ pro Nase ist der Platz angemessen preiswert. Es gibt zwar einen schönen grünen Rasenplatz für die Zelte unter schattenspendenden Bäumen, aber die Ablutions könnten etwas mehr Aufmerksamkeit vertragen. Die Gebäude versprühen den späten "Charme" von FDGB-Ferienheimen. Die Chalets jedoch sehen ganz nett aus.
Aber für uns ist es OK. In den Bäumen sind zahllose Vögel unterwegs wie Paradiesschnäpper, Pirole, Grautokos.
Wir stellen die Zelte auf, und bereiten das Abendessen vor, dann müssen wir aber schnell ein paar Schritte zum Fluss machen, denn ein wahres Spektakel zeichnet sich am Abendhimmel ab. Unser erster Sundowner am Okavango.


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Nach diesem flammenden Inferno bereiten wir unser Nachtmahl zu. Die Security--immerhin drei Mann-- kommt vorbei und stellt sich vor. Scheint nötig zu sein, so in Steinwurf-Entfernung zu Angola. Dann kriechen wir in die Zelte. Die rund 700 KM lange Fahrt hat doch angestrengt.

Der nächste Tag führt uns weiter östlich wiederum an den Okavango.

viele Grüsse,
Matthias
Teil 2507. März 2015
19. Januar :

Wir verlassen die Sarasungu Lodge-- oder heisst sie doch Sarusungu Lodge, denn so steht´s hier angeschrieben-- und fahren zurück nach Rundu, um zu tanken.

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Dann fahren wir vor die Tore der Stadt an die Sewage Ponds, wo ich vor zwei Jahren war und eine mannigfaltige Vogelwelt angetroffen hatte. Mittlerweile sind die Ponds eingezäunt, und die wilden Müllkippen sind noch grösser geworden. Schade.

Über eine Querverbindung fahren wir zurück auf die B 8, um von nun an zweihundert Kilometer geradewegs nach Osten zu steuern. Steuern ist nicht ganz richtig, eigentlich könnte man das Lenkrad festketten, denn auf die gesamte Länge hat´s keine zehn Kurven.

Einmal muss ich bremsen und wenden, denn ein Flap-neck Chameleon tapst auf der Pad rum. Hier müssen wir helfen, Bastian trägt den kleinen Drachen über die Strasse, dafür muss er nun bikkie modeln. Und er macht seine Sache gut, er zeigt uns sogar, wie man eine Heuschrecke fängt. Und obwohl man genau ahnen konnte, was passieren wird, war ich doch zu langsam, um die Zunge im Einsatz zu knipsen.

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auf dem Hochstand

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auf der Pirsch


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Waidmannsheil


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Waidmannsdank


Noch einmal halten wir, weil über der B 8 ein Weissstorch kreist--ist mein Erster in Afrika.

In Divundu halten wir bei der Tanke, um im Shop ein paar Sachen zu kaufen, aber der Laden ist praktisch leergefegt. Es gibt kein Fleisch, keine Milch, Joghurt sowieso nicht. Nur einen Beutel Eis für die Coolbox können wir erstehen.

Dann nehmen wir die C 48 an Bagani vorbei Richtung Botswana. Wir steuern das Ngepi Camp an, denn ich will mir mal die Campsites hier ansehen. Aber das Camp ist wohl mehr für Overlander ausgelegt. Jedenfalls sagen mir die Stellplätze nicht zu, ziemlich klein inmitten dichter Vegetation. Vom Fluss sieht man nicht viel.

Wir drehen um und fahren zur Mahangu Safari Lodge, hier kenne ich mich aus, hier ist alles fest in deutscher Hand.

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Nachdem wir unsere Zelte aufgestellt haben, erkunden wir ein bisschen das Gelände. Dabei muss die Kamera mit, denn es hat viele verschiedenste Vögel hier. Doch zuerst erwische ich einen Charaxes jasius saturnus--wenn das nicht ein toller Name für einen tollen Falter ist.

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Foxy Emperor, der offensichtlich schon mal "Kontakt" mit einem Insektenfänger hatte.


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ein Flussuferläufer sucht hier im trockenen Laub nach Insekten, nicht gerade typisch.


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ein Blue-eared Glossy Starling


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der Heuglin´s Robin-Weissbrauenrötel ist eine wahre Augenweide.


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Marula-Früchte

Vor dem Abendessen schlendern Basti und ich noch etwas über die vor der Lodge befindlichen Floodplains. Hier grasen Herden von Nguni-Rindern, teilweise mit mächtigen Hörnern.


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prächtiger Harley-Lenker

Ein Gewitter ist im Anmarsch, und schleunigst sprinten wir zurück ins Camp. Gerade noch rechtzeitig, um das Überdach übers Zelt zu ziehen, dann fängt es zu pladdern an. Wir suchen die Bar auf und bestellen uns eine Runde Gin-Tonic, die wir genüsslich unter der Lapa über dem Fluss süffeln.
Dann kochen wir noch eine Thermoskanne voll Tee, denn morgen wollen wir in aller Frühe aufstehen, damit wir pünktlich um 6.00 Uhr am Gate des Mahango Parks sind. Es dauert ewig, bis das Wasser kocht, denn mit dem Regen hat ein ziemlicher Wind eingesetzt, der uns fast den Kocher auspustet.

Mein Besuch der Dusche wird noch mit drei Reed-frogs gekrönt, denen es wohl hier im Trockenen mehr zusagt als draussen im Regen.


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Endlich kriege ich mal die so herrlich melodisch klickenden "Xylophon-Frösche" zu sehen.

Der nächste Tag sieht uns wie gesagt im Mahango Park, vorausgesetzt es hört auf zu regnen.

Schaun mer mal.

Matthias
Teil 2611. März 2015
20. Januar :

Irgendwann in der Nacht hat es aufgehört zu regnen, und als wir kurz nach fünf Uhr aufstehen, sind die meisten Wolken abgezogen. Es verspricht wiederum ein schöner Tag zu werden.
Nach einer Katzenwäsche und einem heissen Tee aus der Thermoskanne starten wir den Condor und fahren bis zum Gate, das aber noch geschlossen ist. Punkt sechs Uhr wird aufgeschlossen, und wir fahren gleich durch bis kurz vor den Grenzposten Mohembo, um dann nach links Richtung Okavango River abzubiegen. Nun fahren wir "mit dem Licht", was natürlich zum Beobachten angenehmer ist.

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Plan vom Mahango Park. Ich habe die C 48 und die Loop-Road sowie die Pad zum Wasserloch gelb unterlegt.

Noch vor Sonnenaufgang finden wir das erste Wild.

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ein Kronen-Duiker

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als wir bei Kwetchi an den Okavango kommen, ist die Sonne aufgegangen.


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ein Schmarotzermilan putzt sich in der Morgensonne.


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Grey-headed Kingfisher im vollen Gegenlicht


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immer wieder schön: Little Bee-eater


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Coppery-tailed Coucal

Wir fahren weiter bis zu den beiden riesigen Baobabs, aber es ist nur noch der Dicke, etwas kleinere an seinem Platz. Der Höhere liegt am Boden, die Äste sind von den Elefanten schon weitgehend abgeäst worden.


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ein wahrer Gigant von Baum


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Woodland Kingfisher


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Blue-cheaked Bee-eater


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Smoky Orange Tip


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Fawn-coloured Lark


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Blacksmith Plover

Natürlich gibt es nicht nur Flattermänner zu sehen, so früh am Morgen sind auch jede Menge Vierbeiner unterwegs.


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Red Lechwe Bock


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wir geraten in ein Rudel Impalas, sicher sind es mehr als hundert Tiere. Dabei ist ein ganzer Kindergarten voller Kitze.
Sie stehen nur drei, vier Meter neben dem Auto und lassen sich nicht stören. Wir geniessen die friedliche Atmosphäre inmitten dieser grazilen Antilopen.


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Vervet Monkey

Fortsetzung folgt

Grüssle, fotomatte
Teil 2712. März 2015
weiterhin 20.Januar vormittags :

noch ein paar Vierbeiner aus dem Mahango Park :


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Grosser Kudu


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Riedbock


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Steppenzebra


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Streifengnu

jetzt müsst ihr noch ein paar mehr Vögel ertragen, fangen wir mit einem Übergangsbild an.


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junger Gaukler


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dito im Flug


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erstmals gelingt mir ein Bild vom Long-tailed Starling


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den kennt nun Jeder: Crimson-breasted Shrike


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sein europäischer Verwandter ist der Neuntöter, hier ein Männchen


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Carmine Bee-eater


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weil sie so schön sind, gibt es noch einen solchen Vogel.


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auch ein ganz bunter Vertreter, den natürlich auch alle Besucher des südlichen Afrikas kennen: die Gabelracke. Zu dieser Jahreszeit allerdings ohne die typischen langen Schwanzfedern. Diese tragen sie nur zur Brutzeit.


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Elefantendung ist ein äusserst beliebter Stoff bei Mistkäfern, und deshalb sitzen hier gerne die Racken an, um sich einen dieser dicken Käfer zu greifen.


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einer Farbexplosion gleich kommt es, wenn die Vögel ihre Schwingen öffnen.

Nun bleiben wir beim Elefantendung, denn der ist auch für andere Tiere interessant. Zum Beispiel saugen gerne Schmetterlinge daran, um Salze aufzunehmen.

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dieser Bushveld Emperor saugt aber auf einem Mistkäfer, der tot auf dem Dung liegt.


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nochmals ein Foxy Emperor, nun aber ein Exemplar im Bestzustand. Und sogar mit leicht geöffneten Flügeln.


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ein Blue Pansy-Weibchen. Diese sind sogar "schöner" als die Männchen--denen fehlen die rotgerandeten Augenflecken.


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bleibt noch ein Dickkopffalter, ein Sandman der Gattung Spialia, der auf feuchtem Sand beim Wasserloch Thingwerengwere saugt.

ein Reptil bleibt noch zu erwähnen--eine Leopardenschildkröte

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Normalerweise beenden wir unsere Gamedrives so gegen elf Uhr, denn es wird dann zu heiss, und die Tiere verstecken sich im Schatten unter Bäumen. Aber heute ziehen immer wieder Wolkenfelder durch, und so ist es "nur" gut warm, deshalb ist es schon bald zwei Uhr mittags, als wir aus dem Park und zurück zur Mahangu Lodge fahren, um endlich etwas zu Essen.
Danach wollen Bastian und ich gleich wieder in den Park, während Hilde es vorzieht, am Pool zu relaxen.

Den Abenddrive gibt´s demnächst in diesem Theater,
bis dahin

Matthias
Teil 2818. März 2015
20. Januar Nachmittag :

Gegen drei Uhr mittags fahren also Bastian und ich wieder in den Mahango Park ein , während Hilde es sich am und im Pool bequem macht.
Wir nehmen gleich linksabbiegend die Loop-Road, wo neben den üblichen Vierbeinern auch einige noch nicht gesehene Vögel zu beobachten sind.

Als erstes entdecke ich einen ganzen Trupp Pratincoles, also Brachschwalben, wobei ich meinte, es handele sich um Rotflügelbrachschwalben. Nach Durchsicht der Fotos bin ich mir nicht mehr sicher bezüglich dieser Spezies, zumal ich nur wieder so verflixte Jungvögel abgelichtet habe.

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bei dem gibt es kein Vertun, es ist ein African Hoopoe.


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Rotschnabelfrankolin


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Wattled Cranes-Klunkerkraniche
Beim Anpirschen an die Kraniche bemerken wir ein Nilpferd unterhalb von uns, welches schon vor der Zeit an Land gekommen ist, um seinen Hunger nach frischem Gras zu stillen.


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es wird von Madenhackern begleitet, die ihm rechts und links am Hals hängen und nach Parasiten Ausschau halten.


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Wattled Plover-Senegalkiebitz

Als Nächstes finden wir ein paar Giraffen. Zuerst sehen wir einige Tiere weiter entfernt. Auch dass davor noch Antilopen im Gras liegen, habe ich erst jetzt gesehen.


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Dann bemerken wir aber, dass unmittelbar neben uns eine weitere Giraffe ihren Hunger an einem Weissdorn stillt.

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Kurz bevor wir zu den Baobabs kommen, pirschen wir uns noch an einen Fish Eagle ran, der dekorativ auf einem waagerechten Ast aufgeblockt hat.

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Gewitterstimmung über dem Okavango. Aber heute bleibt es trocken, der Regen zieht südlich vorbei.


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dann finden wir einen Herrenclub Kudus, es sind mindestens sieben Spiralhornträger versammelt.


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die Tsessebes stehen leider in sehr hohem Gras.


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Grautoko-Weibchen, das gerade eine Libelle gefangen hat.

Auf dem Rückweg--das Gate wird leider schon um 18.00 Uhr geschlossen--kommen wir wieder bei den Kranichen vorbei, die nun deutlich näher am Weg nach Nahrung suchen und das haltende Auto nicht aushalten.

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einen sonnenbadenden Water Monitor entdecken wir zufällig neben der Strasse, und kurz bevor wir den Park verlassen, bekommen wir noch ein Dessert serviert--Büffel an Schweinen.

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Etwas abseits steht ein übellauniger Dagga-Boy und mustert uns eindringlich.

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Dann verlassen wir den Park, aber wir werden nochmals wiederkommen. Einen Tag haben wir noch "in Reserve", und wenn alles glatt läuft, dann wollen wir die Reserve hier aufbrauchen, darüber sind wir uns schnell einig. Denn so klein dieser Park ist, so viel hat er zu bieten.
Dieser Plan sollte sich noch mehrfach bezahlt machen.

Im Camp hat Hilde schon das Abendessen vorbereitet, und anschliessend gehen wir zum Sonnenuntergang auf den Aussichtsturm, wo wir am gegenüberliegenden Ufer eine Buschbock-Geiss mit einem Kitz an einer Salzlecke beobachten können.
Danach folgt der so geliebte Gin-Tonic auf dem schönen Deck über dem Fluss, dazu grunzen die Hippos, es klicken die Frösche, und ein paar Fledermäuse huschen übers Wasser.

Morgen wollen wir weiter Richtung Osten an den Kwando fahren,

bis dahin.

Matthias
Teil 2921. März 2015
21. Januar. Wenn einmal der Wurm drin ist, geht er nimmer naus.

Der Morgen startet stark bewölkt, und so starten wir ganz gemütlich mit einem ausgiebigen Frühstück mit Milliepap und Broten.
Ein kleiner Rundgang ergibt eine Raupe, die ich noch nicht gesehen habe,

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sowie diese abgefahrene, auf-Blatt-machende Gottesanbeterin.

Direkt am Zelt finden sich Fussabdrücke unseres nächtlichen Besuchers, den ich zwar ein paar Mal habe schmatzen hören, aber dass er soo nahe war, hätte ich dann doch nicht gedacht.


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Dann brechen wir die Zelte ab, zahlen unsere Rechnung und verabschieden uns vom Mahangu Camp mit der geäusserten Vermutung, dass wir ja schon bald wieder auf der Matte stehen werden.

In Divundu tanken wir voll und gehen im Shop einkaufen. Hier hat sich-oh Wunder- was getan, die Regale sind komplett aufgefüllt. Wir fahren über die Bagani Bridge, und biegen sogleich, direkt vor dem Knast, rechts ab auf eine unscheinbare Buschpiste zur N//Goabaca Campsite. Der Regen von vorletzter Nacht hat den Sand teilweise sehr tief werden lassen, und nachdem ich das Auto festgefahren habe, lassen wir es stehen und gehen die restlichen Meter zu Fuss bis zum "Office".

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im feuchten Sand stehen auch die Abdrücke von Hippos. Mehrfach findet sich frischer Hippodung, und auf diesem sitzen einige Schmetterlinge um zu saugen.


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Common Dotted Border, dahinter noch ein Veined Swordtail.


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Darker Commodore, der auf den schönen Namen Precis antelope hört.


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weiters finden wir dieses hübsche Chamäleon, das im Zeitlupentempo durch den Busch klettert.

Dann bezahlen wie die Day-Use-Fee von 20 Nam$ pro Person-vor zwei Jahren waren es noch 10 $- und laufen bis zu den Popa Falls.
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Am Ufer finden sich zahlreich diese feuerroten Libellen


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und auf dem Rückweg entdecken wir wiederum eine nochmals komplett andersartige Gottesanbeterin.


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Wir fahren zurück auf die B 8. Nun geht es weitere zweihundert Kilometer geradeaus Richtung Osten. Ein paar Mal sehen wir Elefanten, sie stehen aber ziemlich versteckt im Busch.
Wir kommen an die Brücke über den Kwando, dann folgt der Polizeiposten und neuerdings eine Viehseuchen-Desinfektionsstelle. Dazu werden die Räder mit einer Lösung abgesprüht, und wir dürfen über eine getränkte Matte stiefeln. In Kongola besuchen wir die zwei von den örtlichen Communities betriebenen Souvenirläden, dann fahren wir auf der nagelneu geteerten C 49 Richtung Süden.
Wir passieren den Abdreh zum Mavunje Camp, aber es liegt ein Busch quer über der Zufahrt, das Camp ist geschlossen.
So fahren wir weiter, denn als Alternative habe ich mir das Malyo Wilderness Camp rausgesucht. Es liegt unmittelbar vor dem Mudumu NP.


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Cross the bridge ( it is very safe to cross with vehicles ) , so steht es auf den Plakaten von Malyo.

Als wir an die Brücke kommen, steigt Bastian aus, um mir die beste Spur zu zeigen, und ich fahre langsam über die Knüppelbrücke. Das geht auch ganz gut, bis etwa zwei Drittel zurück gelegt sind, und mit einem Mal schieben die hinteren Antriebsräder die Knüppel nach hinten durch, und beide Räder hängen frei.


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Der Condor liegt auf den Blattfedern auf. Oha! Ich steige aus und besehe mir die Misere. Dann mache ich erstmal ein paar Fotos, anschliessend bringen wir die Taschen mit den Papieren, Kameras und anderen Wertgegenständen ans rettende Ufer, nur für den Fall, dass das Auto noch weiter einbricht. Denn dass wir nun ein Problem haben, ist klar. Hilde macht sich zu Fuss auf, um ins Malyo Camp zu gehen und Hilfe zu organisieren. Derweil versuche ich mit Bastian, den Condor mithilfe des Jacks so hoch zu bocken, dass die Hinterräder frei kommen, und wir weitere Knüppel einfügen können. Das Problem ist: wir müssen einen Knüppel für den Jack finden, der so stabil ist, dass er nicht durchbiegt und womöglich bricht. Das Prozedere wiederholen wir auf der anderen Seite, und als wir ein paar Knüppel eingefügt haben, und von Hand sich da nichts weiter bewegen lässt, lassen wir das Auto ab, und ich wage einen Versuch. Etwa einen knappen Meter gewinnen wir, dann verrutschen die Stämmchen wieder nach hinten durch, und der Condor liegt noch tiefer.


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der hübsche Channel von der Brücke aus gesehen.

Es ist jetzt kurz vor 17.00 Uhr, in zweieinhalb Stunden wird´s dunkel.
Hilde kommt zurück, im Camp war nur eine Person, er hat aber versprochen, ein paar Arbeiter zu organisieren.
Derweil versuchen wir wiederum, den Condor hoch zu bocken. Das Stämmchen ist aber wohl zu dünn als Widerlager, es biegt durch, dadurch kommt der Jack schräg, rutscht ab und verkeilt sich unterm Bodenblech. Blöd ist auch, dass dabei die Kurbel abgerutscht ist und sich plingplong zweimal aufschlagend in die Fluten des Channels verabschiedet. Das Wasser ist klar, und wir können ihn in rund anderthalb Meter Tiefe liegen sehen. Gibt´s hier Krokos?
Als wir gerade resümieren, was uns nun noch an Möglichkeiten verbleibt, vernehmen wir aus dem Nichts Motorengeräusch. Zwei Typen vom nebenan befindlichen ( vier Kilometer entfernten ) Camp Kwando kommen mit einem Toyota LC angefahren. Sie halten nicht einmal, sondern fahren gleich weiter und etwa fünfzig Meter entfernt durch eine Furt. Das Wasser spült über die Motorhaube, aber der LC hat ja einen Schnorchel.
Dann kommen sie bis ans Ende der Brücke, steigen aus und fangen an zu machen. Keine Fragen, kein Lamentieren.
Zuerst wird die Seilwinde abgespult, das Seil ist aber nicht lang genug. Macht nichts, es wird mit einem Bergegurt verlängert. Dann werden noch die Knüppel mittels Zurrgurten fixiert, sowohl nach vorne wie auch nach hinten, damit sie nicht weiter verrutschen können, und dann versuchen wir langsam mit der Winde den Condor ans rettende Ufer zu ziehen. Geht aber nicht, die Winde ist zu schwach. Nun wollen wir versuchen, mit dem rückwärts fahrenden LC das Auto frei zu schleppen. Es gelingt beim zweiten Versuch. Riesige Erleichterung. Ich kontrolliere den Unterboden, die Federn, die Räder, halt alles, was man so erkennen kann. Ich kann nichts fehlerhaftes entdecken, scheint so, als hätte der Condor den Ausflug unbeschadet überstanden. Die Sonne ist untergegangen, es wird schnell dunkel.
Wir laden unsere Taschen ein und folgen dann dem LC bis zur Furt. Hier wollen wir den Condor anhängen, denn wir haben Bedenken, durch das rund 80 Zentimeter tiefe Wasser durchzufahren. Als das Auto in der richtigen Position steht und angehängt ist, lässt sich der LC nicht mehr starten. Er hat zwar zwei Batterien, aber jetzt in der Low Season ist er schon länger nicht mehr gefahren worden, und entsprechend leer sind die Batterien.
Mit dem Cellphone wird ein weiteres Fahrzeug vom Camp Kwando herbeordert, das Überbrückungskabel an Bord hat.
Es ist stockdunkle Nacht, und die Riedfrösche klicken am Ufer des Channels. Sie lassen sich wunderbar von der Kopflampe angestrahlt, beobachten.
Ferner hat es zahlreiche Glühwürmchen, die mit einer intelligenten Intervallschaltung blinkend herumfliegen.
Das Auto kommt, und mittels Ladekabel versuchen wir vom Condor Starthilfe zu geben. Das muss scheitern, denn die kleine Batterie ist einfach zu poplig für die grossen Powerpacks des LC.
Das andere Auto, ein Isuzu-Bakkie, wird auf unsere Seite gefahren. Ich räume den Platz neben dem LC, dafür probieren wir den Starthilfevorgang nochmals mit dem Isuzu. Aber auch diese Prozedur führt nicht zum Erfolg, der LC lässt sich nicht starten.
Na gut, dann hängen wir den Condor an den Isuzu, fahren durchs Wasser, und holen den gestrandeten LC am nächsten Morgen.
Der Isuzu fährt los und ich versuche, das Seil schön auf Spannung zu halten, dabei aber möglichst selber zu fahren und nicht nur geschleppt zu werden. Mitten in der Furt bremst der Isuzu abrupt, im letzten Moment kann ich auch bremsen, ohne aufzufahren. Was ist denn nun los?
Aha, der Isuzu ist abgesoffen, der hat keinen Schnorchel. Wir lösen das Seil, und ich fahre den Condor ohne Probleme rückwärts wieder aus dem Wasser. Wurde auch Zeit, denn unten am Türschweller fing es schon an, rein zu drücken.
Nun sind also drei Autos gestrandet. Eines im Wasser, und zwei am falschen Ufer.
Ein neuerlicher Anruf, ein weiteres Fahrzeug wird benötigt.
Irgendwann kommt das Gamedrive-Auto der Lodge, und wir tragen unsere wichtigen Sachen durch die Furt--scheinbar gibt´s hier doch keine Krokos-- ans andere Ufer.
Alle Mann fahren wir nun endlich, es geht schon auf 22.00 Uhr zu, in Richtung Camp Kwando, wo wir ohne grosses Palaver die Chalets 1 und 2 bekommen.
Morgen um 8.00 Uhr werden wir uns dann um die Auto-Rettung kümmern.
Wir duschen noch, und gehen dann ohne Abendessen, und was schlimmer ist, ohne Sundowner in die Betten. Was für uns als Camper ganz ungewohnt ist, aber die sehr gemütlichen Betten erweisen sich als gerade richtig nach solch einem Tag. It is very safe to cross with vehicles. Ahja.

Aber ich bin selbst schuld, ich hätte mir die Brücke zuvor ansehen sollen, dann hätte ich schon merken können, dass die Knüppel nicht richtig ( eigentlich gar nicht ) fixiert sind.
Nun, jetzt jedenfalls ist das Teil so desolat und weist derart grosse Löcher auf ( wegen unserer Stammeinflechtungen, die mussten wir ja weiter hinten ausbauen ),dieses Schicksal sollte weiteren Aspiranten versagt bleiben. Denn dass wir nicht das erste gestrandete Auto auf dieser Brücke waren, haben uns die Jungs vom Camp Kwando erzählt.

Vom Camp Malyo übrigens hat sich niemand blicken lassen.

bis demnächst,
Matthias
Teil 3030. März 2015
22. Januar :

Nach einer guten und wohl verdienten Nachtruhe stehe ich gegen 6.30 Uhr auf und nutze die Zeit, bis die Jungs vereinbarungsgemäss kommen wollen, um mir etwas das Gelände des Camps anzusehen.
Alles sehr ordentlich und aufgeräumt, die Chalets in einem akzeptablen Abstand zueinander, sodass ein bisschen Privatsphäre garantiert ist. Etwa fünfzehn Chalets liegen direkt an der Riverfront eines Kwandoarmes, ein recht grosser Camping befindet sich weiter hinten unter grossen Schattenbäumen mit Rasen.


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Baumhörnchen spielen "Fangen" auf den Geländern und Dächern


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Jacanas stolzieren auf den Seerosen umher, leider ist die Sonne noch nicht hoch genug.


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aber dieses Chin-spot Batis-Männchen, von dem mir nur dieses eine Bild gelingt, hat schon ein paar Sonnenstrahlen getankt.


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schöne, üppig blühende Frangipani-Bäume ( vielen Dank, Mädels ) gibt es hier in der Anlage. (Leider habe ich keine Ahnung bezüglich der Art.)

Dann ist es auch schon acht Uhr, und pünktlich erscheint einer der beiden "Macher", um sich den Schlüssel des Condors zu holen. Basti und ich wollen aber gerne mit, um ein paar Bilder zu schiessen.
Mit dem Gamedrive-Wagen fahren wir wieder zurück an den Tatort. Während der Fahrt erfahren wir, dass die Jungs gestern Abend noch bis 0.30 Uhr geschuftet haben, um den Isuzu wieder aus dem Wasser zu bergen und aufs Lodgegelände zu schleppen. Dort steht er jetzt mit offener Motorhaube, und sie haben in aller Frühe begonnen, den Motor zu zerlegen, um das Wasser zu entfernen.
Wir erreichen den Channel, und da stehen die beiden Gestrandeten im schönsten Sonnenlicht--nur auf der falschen Seite.


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Hilfe ist im Anmarsch


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in der Ferne steht die Knüppelbrücke ohne Unrechtsbewusstsein


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die neue Batterie ist im Anmarsch.

Nachdem die Jungs eine der pappen Batterien ausgebaut haben, holen sie aus dem Gamedriveauto eine volle Batterie und schliessen sie im LC an. Ohne Zögern startet der Motor, und wir können wie geplant den Condor anhängen und im Konvoi ohne weitere Probleme durch die Furt auf die richtige Seite zurück fahren--alles ganz easy. Manchmal muss man tatsächlich erst eine Nacht über eine Angelegenheit schlafen, und -trara-am nächsten Morgen sieht alles anders aus.


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unsere "Helden der Arbeit"

Während die Jungs gewerkelt haben, nutze ich die Zeit, um ein bisschen zu fotografieren.


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Barn Swallows-Rauchschwalben sitzen auf einem abgestorbenen Baum direkt neben dem LC und tanken die Morgensonne.


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Waterlily


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im Gegenlicht


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Jetzt könnten wir eigentlich zurückfahren zum Camp Kwando und ein wohlverdientes Frühstück zu uns nehmen. Der LC fährt voraus, ich fahre als Zweiter, warte allerdings, bis der Gamedrive-Wagen folgt. Macht er aber nicht, also steige ich aus und frage, was los sei. Der Fahrer wollte losfahren, hatte aber die Leitern für den Aufbau nicht wieder hochgeklappt, und diese haben sich jetzt wie ein Pflug in den Boden eingegraben, und der Wagen lässt sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen.
Ich frage, ob ein Spaten an Bord sei. Auf die Verneinung eile ich mit dem Lächeln des Triumphes zum Condor, hole den Klappspaten und buddle die Leitern aus. Die erste der Beiden ist abgerissen und hängt nur noch am seidenen ( Metall )Faden, die Zweite hochgeklappt und eingeklinkt, und dann können wir endlich zurück fahren.

Dort angekommen. setzen wir uns in den offenen Dining-Bereich direkt überm Wasser und geniessen ein schönes Frühstück mit Eiern, Speck, Bohnen und Toast.

Dann möchte ich gerne bezahlen, und der Manager--wie ich jetzt bemerke, ist er der Fahrer des Isuzu--meint, wir wollten ja eigentlich Campen, also sollten wir fürs Campen bezahlen.
Ich sage daraufhin, dass wir in Chalets geschlafen hätten, und selbstverständlich bezahlen wir die Chalets.
Fürs Frühstück will er Nichts verlangen, und die Frage nach den Kosten unserer Errettung will er überhören. Das sei schon OK. Ich runde die Rechnung daraufhin grosszügig auf, und frage noch nach dem Isuzu. Es wäre noch nicht sicher, ob sie ihn wieder zum Laufen bringen, wäre sonst halt ein Fall für die Versicherung.

Ich weiss nicht, wie die Geschichte ( mit dem Isuzu ) weiter und ausgegangen ist, ich weiss aber, dass wir den Jungs vom Camp Kwando unermesslich dankbar sind, dass sie so plötzlich aus heiterem Himmel aufgetaucht sind und uns so selbstlos geholfen haben.

Wir packen unsere Sachen und verabschieden uns noch vom Caretaker, der schon darauf wartet, die Chalets sauber zu machen.


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Dann verlassen wir das Camp Kwando und fahren auf die C 49 zurück, um via Mudumu NP nach Katima Mulilo zu gelangen.
Anfangs fahre ich noch sehr vorsichtig, um rechtzeitig zu bemerken, sollte mit dem Wagen was nicht in Ordnung sein. Aber alles ist Bestens, er zieht nicht einseitig, die Bremsen funktionieren einwandfrei, keine Unwucht ist zu bemerken-der Condor hat den Ausflug über die Knüppelbrücke ohne jede Macke überstanden.

liebe Grüsse,
fotomatte
Teil 3131. März 2015
weiter der 22. Januar :

An der frisch geteerten C 49 gibt es rechts und links noch viele offene, sandige Stellen von den Bauarbeiten, und in einigen Fahrspuren hat sich Regenwasser gesammelt. An den Pfützenrändern und auf feuchtem Sand sitzen zahllose Schmetterlinge, sodass wir gleich mal wieder halten müssen.


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Angola White Lady


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zwei Veined Swordtails. Dass ich hier gleich zweierlei Arten geschossen habe, ist mir auch erst jetzt aufgefallen.

Etwas weiter südlich fahren wir ein kurzes Stück durch den Mudumu NP, was man daran merkt, dass es neben der Strasse nun Zebras, Gnus, Impalas und Baboons hat anstelle von Bokkies und Nguni-Rindern.


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Wir folgen der C 49 durch eher unspektakuläres Gelände, ein Dorf folgt auf das Nächste. Alle paar Kilometer kommt wieder eine Vet-Control mit Desinfection.

In Katima gehen wir mal wieder reell einkaufen, vor allem soll es endlich wieder ordentlich Fleisch geben, nachdem wir seit Divundu ja eher spartanisch gelebt haben.
Dann versuche ich vergebens, mit meiner EC-Karte Geld abzuheben. Letztlich bleibt mir nur der Bargeldtausch, der Euro hat ziemlich verloren seit Dezember.

Dann fahren wir noch ein paar Kilometer Richtung Osten und biegen dann zur Caprivi Houseboat Safaris Lodge ab, die direkt oberhalb des Zambesi Rivers liegt.
Ein Mädel aus Südafrika, die seit einem Jahr hier jobt, zeigt uns die Anlage sowie die drei Campsites. Bei der Nr. 3 erwähnt sie ganz beiläufig, dass in dem Gestrüpp hier ein Pärchen Schalow´s Turakos wohnen würden. Sofort steht fest, wo wir unsere Zelte aufbauen werden, denn der Turako ist für mich ein Vogel meiner Top-Five-Liste, auf der sonst noch der African Finfoot, Pel´s Fishing Owl, der African Harrier-Hawk sowie der Ground Hornbill stehen.
Kaum dass wir unser Lager aufgebaut haben, hören wir den Turako gleich nebenan krächzen.
Foto geschnappt, und etwas durchs Gebüsch gekrabbelt, und dann habe ich ihn vor mir: Schalow´s Turako. Ich bin schwer begeistert und muss mich ziemlich zusammenreissen mit dem Bildermachen, um sie nicht zu verwackeln. Ausserdem hockt er ziemlich verdeckt, auf jeden Fall im Schatten.


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egal, so also sieht er aus. Ist er nicht ´ne Beauty.


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Afrikanischer Tulpenbaum ( Spathodea campanulata )

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Passionsblume. Hier habe ich ziemlich lange gewartet, weil ich gesehen hatte, dass ein paar Nektarvögel die Blüten angeflogen hatten--aber nicht, solange ich schussbereit da stand.


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so muss halt der Hagedasch-Ibis dran glauben


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Yellow-bellied Bulbul

Nachdem wir in der Lapa mit herrlichem Blick auf den Zambesi und rüber nach Sambia endlich wieder einen Sundowner geniessen können, brennt zwischenzeitlich unser Feuer runter, und als es eine schöne Glut hat, werfe ich eine ordentliche Portion Fleisch auf den Grill-endlich wieder.
Derweil bändigt Basti die hungrige Hundemeute, aber betteln iss nich, das macht ein braver Hund doch nicht.


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Nach unserem opulenten Mahl nehmen wir noch einen Gin-Tonic überm Fluss, lauschen den Hippos in Selbigem und freuen uns auf den morgigen Tag, den wir mit einer Birding-Tour auf dem Zambesi starten wollen.

bis dahin,
gefiederte Grüsse
Matthias
Teil 3202. Apr. 2015
23. Januar :

Für heute Morgen haben wir eine Birding-Tour auf dem Zambesi gebucht, um sieben Uhr soll´s losgehen. Schon vor der Zeit bin ich am Bootssteg. Auf dem Wasser schwimmt ein Finfoot in der schönsten Morgensonne, ist auch gar nicht weit weg. Dumm nur, dass die Kamera noch im Auto liegt, ich wollte ja nur mal schaun, was so geht.
Also flugs zurück gerannt, aber bis ich bewaffnet wieder am Steg bin, schwimmt der Finfoot schon weit draussen und zeigt mir (s)eine lange Nase.


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ein Paar der äusserst hübschen Pygmy Geese- Afrikanische Zwerggänse fliegt vorbei, aber ich bin mal wieder zu langsam und erwische nur noch die Nachhut.


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Sonnenaufgang auf dem Zambesi

Pünktlich erscheint unser Guide und Bootsführer und wir starten unseren Game-Drive per Aluboot. Und kaum dass wir abgelegt haben, geht es Schlag auf Schlag.


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wir starten gleich mal mit einem Giant Kingfisher, der auch noch dekorativ einen Fisch im Schnabel hält, aber auch hier bin ich zu langsam.


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als nächstes überraschen wir dieses Finfoot-Männchen an Land. Das bekommt man nicht oft zu sehen, sagt unser Guide. Ausserdem ein weiterer Vertreter von meiner Top-Five-Liste.


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dann finden wir diesen Half-collared Kingfisher. Eine neue Art für mich, so kann es weiter gehen.


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Water-Dikkop oder Wassertriel


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Zur Abwechslung gibt es dann ein Krokodil zu sehen, welches sich ganz ruhig im Wasser liegend ein Sonnenbad gönnt.


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einen Hamerkop habe ich bislang auch noch nicht gezeigt--nun gut, hier ist er.


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Black-crowned Night Heron


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Green-backed Heron oder Mangrovenreiher


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Common Sandpiper oder Flussuferläufer


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Brown-hooded Kingfisher


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auf der sambischen Seite finden wir diesen Trupp Ruffs-Kampfläufer.


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Cattle Egret-Kuhreiher


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wiederum auf sambischer Seite liegen diese White-faced Ducks auf einer Sandbank.


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Dann entdecke ich diesen Water Monitor, der äusserst lässig mit nach oben gedrehter Vorderhand Sonne tankt. Wir fahren immer näher heran, und nur deshalb bemerken wir zwei Vögel gleich nebenan im dichten Uferbewuchs, denen es offensichtlich nicht gefällt, dass wir sie entdeckt haben.


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was für Augen!


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es sind White-backed Night Herons, also Weissrückennachtreiher, die nicht gerade häufig sind und dazu eher heimlich leben. Ich habe in vorher erst einmal gesehen, und drum freue ich mich tierisch, dass ich diesmal ein paar Bilder machen kann.


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da der Hagedasch-Ibis im schönsten Sonnenlicht steht, wird er auch verewigt.


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die hätte ich wahrlich hier auf Sand nicht vermutet. Die Rock-Pratincole-Weissnackenbrachschwalbe lebt eigentlich auf Felsen in Stromschnellen, etwa bei Popa Falls. Dort habe ich sie auch schon gesehen, aber sie waren immer viel zu weit, um ein Bild machen zu können. Umso besser, dass es hier klappt.

Auf einer Insel legen wir an, hier können wir aussteigen und ich versuche gleich, an ein paar Southern Red Bishop-Männchen ranzukommen. Die habe ich zwar schon mal gesehen, aber auch noch nie fotografiert. Da diese Vögel höchst aktiv sind und selten zwei Sekunden ruhig sitzen, brauche ich eine ganze Weile und viel Geduld von meinen Mitreisenden, aber letztlich landen einige brauchbare Aufnahmen auf dem Chip.

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Dann tuckern wir langsam zurück, denn es wird mittlerweile auch hier auf dem Fluss trotz kühlendem Fahrtwind ganz schön heiss. Wir genehmigen uns ein, zwei Drinks, sogar ein Gin-Tonic ist dabei. Ist zwar noch vormittags, aber auf diesen überaus erfolgreichen Game-Drive müssen wir einfach anstossen.


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Nochmals finden wir einen schön aufgeplusterten Half-collared Kingfisher-Kobalteisvogel.

Nach etwa vier Stunden docken wir wieder am Steg der Caprivi Houseboat Safaris Lodge an, und wir nehmen erst mal ein verspätetes Frühstück mit Spiegeleiern, Speck, Bohnen und getoasteten Brötchen ein.

Schöne Ostern,
Matthias
Teil 3301. Mai 2015
weiterhin 23. Januar :

Nach dem späten Frühstück-es geht auf Mittag zu- ist erst mal eine Siesta angesagt, dann fahren wir nochmals nach Katima rein um einzukaufen, und wieder zurück setzen wir uns in die Lapa direkt über dem Fluss und lesen ein bisschen bei anregenden Getränken, die man sich selbst an der Bar holen kann. Man trägt sich dazu auf einer Liste ein-fertig. Alles super entspannt hier.


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Lapa der Caprivi Houseboat Safaris Lodge direkt über dem Zambesi


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die Bar ist in zahllosen ausgemusterten Mokoros Mekoro (Danke Bele) untergebracht. Die Einbäume werden nur gut ein Jahr gebraucht, bevor sie anfangen zu reissen und dann irgendwo verrotten, so dienen diese hier wenigstens noch einem guten Zweck.


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auch einen dieser märchenhaften, jedenfalls sagenhaften Tigerfische gibt es hier. Wegen diesem Fisch, der wohl ein grosser Kämpfer sein soll, kommen viele Angler aus der ganzen Welt in den Caprivi, um so Einen an Land zu ziehen.
Basti ist schwer beeindruckt, so einen will er auch an der Leine haben.

Im schönen spätnachmittäglichen Licht mache ich mich auf die Suche nach Fotomotiven und entdecke direkt bei der Lapa oben in einem Baum einen


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Woodford- Kauz, oder African Wood Owl. Er sitzt den ganzen Tag da oben und quittiert meine Bemühungen, ihn zu fotografieren mit einem müden Blinzeln, manchmal nur mit einem geöffneten Auge.


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direkt neben unseren Zelten steht ein grosser Baum mit einem abgebrochenen, hohlen Ast, den sich eine Familie Buschhörnchen als Domizil rausgesucht hat, und hier ist immer Action angesagt.


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das letzte Bild des Tages gilt wiederum den Turakos, aber sie wollen sich einfach nicht in einen noch von der Abendsonne beschienenen Bereich setzen. Sind wohl ausgesprochene "Schattenparker".

Mit Kurt, dem Besitzer der Lodge, beobachten wir noch einen Kampfadler auf der sambischen Seite. Die sind eher selten hier zu sehen laut Kurt. Beim scrollen durch seine Vogel-App auf dem Handy ( oder wie das heisst ) fällt mir auf, dass der deutsche Namen bei den Milanen vertauscht wurde, der lateinische und der afrikaanse Namen aber stimmen. Kurt will den Verlag darauf aufmerksam machen.

Gemütlich am Feuer sitzend lassen wir den Tag ausklingen.
Morgen soll es weiter gehen bis direkt an die botswanische Grenze.

24. Januar :

Unser letzter Morgen hier in Katima bricht an mit weiterhin traumhaft schönem Sommerwetter, und so nutze ich wieder den frühen Morgen, wenn fast alle im Camp noch schlafen, um den morgendlichen Frieden vom Bootssteg aus zu geniessen.


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auch die Hippos, die die Nacht auf Hippo-Island zum Grasen zugebracht haben, liegen jetzt ganz entspannt im Wasser und geniessen den Morgen.


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Sonnenaufgang über dem Zambesi-wer da nicht eine gewisse Sentimentaliät zeitigt, ist wohl ein ganz harter Hund...


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mit diesem Bild verabschieden wir uns von dieser Oase der Ruhe. Hier hat es uns ausgesprochen gut gefallen, und der nächste Besuch ist schon fest eingeplant.

Nach einem ganz entspannten Frühstück packen wir gemütlich zusammen und nehmen dann die rund siebzig Kilometer in südöstlicher Richtung nach Ngoma Bridge unter die Räder. Basti glaubt, im Flug einen Trumpeter Hornbill gesehen zu haben, aber bis ich angehalten habe, ist von dem Vieh nichts mehr zu sehen. Schade, der wäre auch neu gewesen...
An der Bridge können wir leider nicht auf selbige gelangen, denn der namibische Grenzposten liegt davor. So gibt es keinen Blick von der Brücke. Auch der Curio Shop der lokalen Community ist geschlossen, obwohl laut Öffnungszeiten offen sein sollte. Nun, wir kommen ja auf dem Rückweg wieder hier vorbei.
Dann rumpeln wir über eine ziemlich ausgefahrene Spur--Pad kann man das nicht nennen--mit zahllosen, grossen und noch immer vom letzten Regen gefüllten Löchern voller Wasser in Richtung Camp Chobe. Wir landen in einem Dorf und müssen nach dem Weg fragen, denn die Ausschilderung ist sehr spartanisch, und wegen der miserablen Zufahrt sind zahllose Varianten entstanden, sodass man nicht weiss, wo´s eigentlich lang geht.
Am Gate angekommen, ist dieses abgeschlossen. Ein Schild sagt: Lodge closed. Nee jetzt, das geht gar nicht, hier am Chobe wollen wir doch Basti zum Mann machen.
Nach einer Weile kommt ein hübsche, jüngere und hochschwangere Frau und erzählt uns, dass die Lodge offiziell für drei Wochen geschlossen sei, und nur Opi-der Senior- sei anwesend, im Moment aber in Katima. Sie ruft Opi via Handy an, und er sagt, er sei auf Rückweg und in einer halben Stunde da.

Wie´s weiter geht, und wie es um die Mann-Werdung von Basti steht, gibt es ( hoffentlich) in Bälde hier zu lesen... 😗 🙂

Schönen Tag der Arbeit allseits,
Matthias
Teil 3420. Mai 2015
weiter der 24. Januar :

Während wir uns mit der jungen Frau unterhalten und nebenbei ein bisschen nach den Vögeln schauen, die hier so rumfliegen, tuckert bald Senior Liebenberg in seinem bakkie ums Eck und steigt aus.
Und dann passiert etwas, was zumindest mir noch nicht so oft passiert ist. Wir sehen uns an, und im selben Moment weiss ich, dass wir hier im Camp Chobe mit Opi eine grandiose Zeit haben werden. Irgendwie sind da Schwingungen in der Luft, ich kann es nicht erklären, aber mit Opi verstehen wir uns von der ersten Sekunde an, als ob wir uns schon ewig kennen würden.


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"Opi" Liebenberg

Er sagt uns, dass das Camp zu sei, das Restaurant auch geschlossen habe, da ja auch die Leute Urlaub hätten, aber wenn wir auf Selbstverpflegung eingerichtet wären, könnten wir gerne bleiben. Na, und ob wir wollen.
So haben wir das gesamte Campareal für uns alleine. Wir können unsere Zelte unter einem riesigen Baum auf einer Rasenfläche aufstellen.
Wir richten uns häuslich ein, und während Hilde etwas lesen und ruhen will, erkunde ich mit Bastian das weitläufige Gelände, das direkt am Chobe River liegt. Nun ja, River ist zu dieser Jahreszeit etwas hoch gegriffen, viel mehr als ein kleiner Channel ist nicht übrig geblieben. Dahinter erstreckt sich eine grosse, offene Graslandschaft, um dahinter dann als lückiger Wald mit einzelnen, riesigen Baobabs anzusteigen--der Chobe National Park.

Es ist brüllheiss, wir versuchen, uns möglichst im Schatten von Bäumen zu halten und beobachten die hier vertretene Vogelwelt.


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Elsterwürger


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Kingfisher mit erbeuteter Libelle


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Trauerdrongo


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Blue Waxbill


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Maskenweber


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Blauwangenspint, wohl ein immaturer. Auch ihm ist heiss.


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Klaffschnabel mit erbeuteter Dickpans


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"surfender "Skink

Dann beenden wir das birden, denn zum Einen ist das Fotografieren wenig erfolgreich mit der steil von oben scheinenden Sonne, zum Anderen gelüstet uns nach einem Kaltgetränk, welches wir bei Opi in der zweistöckigen Lapa einzunehmen gedenken.
So sitzen wir dann im Obergeschoss im Schatten und schauen genau auf den bewaldeten Hang des Chobe NP, ergänzen unseren Flüssigkeitshaushalt und beobachten dabei rund zwanzig Giraffen, zwei Herden Elefanten, Impalas sowie zwei grosse Clans Baboons. Dazu unterhalten wir uns angeregt mit Opi, der als gebürtiger Südwester über dreissig Jahre in Südafrika gelebt hat und jetzt hier am Chobe sein Paradies gefunden hat.

Bastian wird das irgendwann zu langweilig, und er will die Angelruten ausprobieren.
Dauert gar nicht so lange, und er hat den ersten Biss. Der Fisch liefert einen ordentlichen Kampf, und bald kann Basti seinen ersten "Tiger" anlanden. Kein Vergleich mit dem Präparat, aber Basti ist stolz.


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Nach ein paar Erinnerungsfotos lassen wir den Fisch wieder ins Wasser gleiten, denn hier gilt "catch-and-release".

Der nächste Biss ist wiederum ein Tigerfish, diesmal ein noch Kleinerer. Aber auch er wird verewigt, bevor er wieder zurück gesetzt wird.

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Zwischenzeitlich habe auch ich mir eine Rute startklar gemacht, und mit einem Blinker habe ich bald einen Biss. Das Vieh geht ab wie ein Hai, und nach längerem Drill kann ich erstmals meine Beute sehen. Es ist kein Tiger, sondern ein etwa 1,20 Meter langer Wels. Jedes Mal, wenn ich ihn endlich längsseits des Boots habe, geht er wieder mit einem langen Ruck ab ins tiefe Wasser. Basti eilt mir mit einem Käscher zu Hilfe, aber das Tier ist zu groß, er passt einfach nicht in das zu kleine Netz. Und als er gerade mal wieder neben dem Boot liegt, springt er mit einem enormen Satz aus dem Wasser und ist frei. Drum gibt´s auch kein Foto von dem Monster, aber bald darauf gelingt es Bastian, ebenfalls einen Wels zu fangen. Da dieser den Haken weit hinten im Schlund hat und wir ihn nicht ohne Verletzungen entfernen können, wird der Wels getötet. Ein Arbeiter freut sich sehr über das unvermittelte Nachtessen.


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nicht ganz so gross, aber runde siebzig Zentimeter hat der Fisch gemessen.

Nach einem Sundowner mit Opi gehen wir zurück zu den Zelten, wo wir ein Abendessen kochen, und dann sitzen wir noch eine ganze Weile in der lauen afrikanischen Nacht. Leider hört man keine Löwen, das hatte uns Opi eigentlich angekündigt.
Aber irgendwann in der Nacht wache ich auf, weil auf der botswanischen Seite eine Hyäne "lacht". Auch keine schlechte Geräuschkulisse.

viele Grüsse,
Matthias
Teil 3524. Mai 2015
25. Januar. Heute ist Basti´s grosser Tag--er wird -endlich- 18 Jahre alt. Happy Birthday.

Im Morgengrauen gehe ich vors Zelt, um das Wetter zu checken, aber das ist wie immer-einfach schön.
Also schnell angezogen und die Ausrüstung geschnappt und immer am Ufer längs des Chobe spaziert, geradewegs der Sonne entgegen. Die legt sich auch, schliesslich ist Sonntag, ordentlich ins Zeug und bietet ein schönes Szenario.


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Sonnenaufgang am Chobe "River", der Schwabe würde sagen "Riverle"


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Blick zurück auf das Camp


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die Floodplains auf namibischer Seite


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Blick über den Chobe nach Botswana

Dann widme ich mich den vielen Vögeln, die hier überall dekorativ gegen den sattblauen Himmel auf irgendwelchem Geäst sitzen und meist gefiederpflegend die frühe Morgensonne geniessen.


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etwa dieser Seidenreiher mit langen Schmuckfedern,


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der dann aber doch die Biege macht.

Auf der botswanischen Seite kommen plötzlich vier im Flug Schwarz-weiss scheinende Vögel angeflogen und landen am Fuss des Abhangs, leider ziemlich weit weg. Es sind vier Ground Hornbills, also Hornraben. Es sind meine Ersten und zudem eine weitere Sichtung von meiner Top-Five-Liste, deshalb das folgende Bild, auch wenn es nicht mehr als Doku-Charakter hat.


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Klaffschnabel sind recht häufig hier.


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mit der tiefstehenden Sonne sehen die Elsterwürger auch gleich besser aus.


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hier noch mit bettelndem Jungvogel.


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der Kingfisher ist schon auf seinem luftigen Ausguck.


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ebenso der Blauwangenspint, diesmal ein adultes Tier.


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eine winzige Lilienblüte vertritt die Flora.


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zum guten Schluss finde ich noch ein Paar Zimtracken. Die habe ich zwar schonmal gesehen, aber ein Foto ist mir bislang nicht gelungen.

Dann schlendere ich wieder zurück zu den Zelten, und mit einem schönen, gemütlichen Frühstück feiern wir Basti´s Geburtstag. Endlich achtzehn, endlich offiziell Autofahren dürfen, nicht nur auf der Farm.

Dann, bei den mittlerweile wieder Richtung vierzig Grad marschierenden Temperaturen, ist etwas Lesen im Schatten angesagt, auch ein Nickerchen kommt zu seinem Recht. Danach geht Basti wieder die Angelrute ausprobieren, und nach einem kleinen Imbiss gehen wir gegen 16.00 Uhr Richtung Lapa.
Anlässlich des Freudentags habe ich Opi gefragt, ob denn eine Boatcruise auf dem Chobe möglich wäre. Und Opi hat gemeint, mit dem Jetboat sollte es trotz des Niedrigwassers gehen.

Das gibt es dann beim nächsten Mal.

Bis dahin,
schöne Pfingsten,
Matthias
Teil 3626. Mai 2015
weiterhin 25. Januar :

Pünktlich um 16.00 Uhr stechen wir in See, also will sagen, schippern wir auf den Fluss hinaus, der manchmal durchaus breit und tief ist, an manchen Stellen aber nur ein enger Kanal, der zudem mit allerlei Wasserpflanzen zugewuchert ist. Zwar hat das Boot keine Schraube, die sich ständig zusetzen kann, aber auch der Jetantrieb muss immer wieder mal von allerlei Grünzeug befreit werden.


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on the river.

Unser Guide ist durchaus fit in Sachen Ornithologie, und als er bemerkt hat, dass wir in dieser Hinsicht nicht ganz unbeleckt sind, überlässt er uns das Vogelentdecken und reagiert sofort auf unsere Wünsche, indem er das Boot in gute Fotopositionen bringt.

Und Vögel sind viele zu entdecken, es geht Schlag auf Schlag.


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wir starten mit einem Water Dikkop.


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Grünschenkel


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Pied Kingfisher, ein Männchen


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Rallenreiher

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Lesser Moorhen-Zwergteichhuhn


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Reed Cormorant


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unser Skipper beherrscht das Boot perfekt, nur selten muss mal gestakt werden, und nur einmal müssen wir ins Wasser springen und das Boot über eine flache Sandbank schieben.


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wir sind nicht alleine unterwegs, ein Fischer stakt sein Mokoro durchs seichte Wasser--leider just in dem Moment, wo wir uns an einen Malchiteisvogel ranpirschen. Und so gibt es von dem kleinen Kerl leider kein Bild.


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Chobe NP


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wir sehen nichts wirklich Aufregendes, Zebras halt, und einige Giraffen, dazu Impalas, und weiter oben am Hang ein paar Elefanten. Wir geniessen die Bootstour mit dem herrlich kühlenden Fahrtwind, und-hey, wir feiern doch Geburtstag, also geniessen wir ein paar kühle Bierchen, dadurch wird die Stimmung noch relaxter.


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Redwinged Pratincoles-Rotflügelbrachschwalben, links ein diesjähriger Vogel, rechts ein adultes Exemplar.


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Abendfriede am Chobe


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das Geburtstagskind geniesst offensichtlich die Tour


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fehlt nur noch das "Finale grande", der Sonnenuntergang. Er steht dem Aufgang heute morgen nicht nach, und unser Guide hat das Boot an einer breiteren Stelle auslaufen lassen, damit wir den sunset auch gebührend würdigen können.


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praktisch mit der einfallenden Dunkelheit legen wir wieder am Steg an der Lapa an und trinken mit Opi noch einen Geburtstags-Absacker, bevor wir dann zu den Zelten zurück gehen und noch ein Nachtessen kochen. Anschliessend sitzen wir wieder in der warmen Nacht, starren ins Feuer oder in den Sternenhimmel, und auch heute meldet die Hyäne wieder von der anderen Flussseite.
Was für ein cooler 18ter-Geburtstag. Davon habe ich damals, früher, in grauer Vorzeit, nur von träumen können--de facto war es ein normaler Schultag damals.

viele Grüsse,
Matthias
Teil 3701. Juni 2015
26. Januar :

Wiederum habe ich herrlich geschlafen, denn so warm es tagsüber wird, kühlt es hier am Wasser nachts gut ab.
Leider haben wir auch diese Nacht kein Löwengebrüll geboten bekommen, es bleibt bei der Hyäne.
Im ersten Licht bin ich wieder auf den Beinen, denn der letzte Morgen hier am Chobe will genutzt sein.
Gerade vors Zelt getreten, höre ich wie gestern schon ein paar Meyer´s Parrots tschilpen. Diesmal sind sie aber nicht bloß überfliegend, sondern rufen aus einem grossen, toten Baum. Ich pirsche mich vorsichtig an, und entdecke sie dann an einer grossen Höhle, für die sie sich sehr interessieren.


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Meyer´s Parrot-Goldbugpapagei

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in der Höhle

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das Paar

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vor der Höhle

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...und ab.

Auf dem Rückweg zum Zelt nehme ich noch einen aufgeblockten Fish-Eagle mit,


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dann ruft das Frühstück, denn mittlerweile sind auch meine Mitfahrer aufgestanden. Hilde hat schon den Tee und einen Milliepap vorbereitet.


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unser schöner Platz unter dem weit ausladenden Schattenspender.

Dann packen wir zusammen, denn wir wollen zurück in den Mahango Park. Wir gehen zum Hauptgebäude und bezahlen bei Opi unsere Rechnung. Natürlich verquatschen wir uns noch eine ganze Zeit, wir kaufen auch noch ein paar Kleinigkeiten im campeigenen Curio-Shop, und Opi zeigt uns stolz auch noch eines der wirklich schicken Zeltchalets. Sie zeigen alle Richtung Chobe und besitzen eine grosse Glasfront, sodass man vom Bett aus Elis kucken kann, oder was halt gerade so ans Wasser zieht.

Dann heisst es Abschied nehmen, und wir rumpeln die ausgwaschene Spur zurück bis Ngoma Bridge.
Diesmal hat auch der Curio Shop auf, und auch hier erstehen wir ein paar aus Gras geflochtene Schalen.

Ereignislos geht die Fahrt über Katima und Kongola bis an den Kwando. Nach der Polizeikontrolle und der Vet-Control halten wir noch auf der Brücke, Wild ist aber keines zu sehen.
Aber kurz nach der Brücke sehe ich links einen grauen Schatten im Wald, und ich lasse Bastian, der fahren darf, anhalten. Tatsächlich, Elefanten. Es sind drei oder vier Bullen, die sich gemütlich grasend im angenehmen Schatten der grossen Bäume aufhalten.


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ein zweiter Bulle erscheint in einer Lücke auf rund dreissig Meter und versucht, Wind von uns zu holen. Wir scheinen aber Okay zu sein, er grast ruhig weiter.


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Immer wieder passieren wir an der B 8 kleine Dörfer, und manchmal sieht man noch alte, traditionelle Ochsenschlitten im Einsatz.


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Kurz vor Divundu fahren wir fast an einem Eli, der unmittelbar neben der Strasse steht, vorbei. Im letzten Moment registriere ich den Koloss. Auch er ist völlig entspannt und frisst Gras.


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Nachdem er direkt vor uns die Strasse quert und weiter zieht, fahren auch wir weiter bis nach Divundu, wo wir unsere Vorräte ergänzen, um dann wieder ins Mahangu Camp einzufallen.

Direkt vor dem Camp halten wir, denn da segelt im schönsten Nachmittagslicht niedrig ein Greif mit charakteristischer weisser Binde im Stoss. Ich springe aus den Auto und kann ihn sofort als Gymnogene oder African Harrier-hawk ansprechen. Super, noch einer aus meiner Top-Five-Liste. Irgendwie hatte ich abgespeichert, dass die Höhlenweihe dämmerungs- und nachtaktiv sei. Offensichtlich nicht.
Bild gibt es keines von dem Vogel, da ich es vorgezogen habe, ihn im Fernglas so lange als möglich zu beobachten.

Dann bauen wir die Zelte auf, wir kennen uns ja aus.
Nach einem Besuch im Pool gehe ich noch eine Runde durch die Floodplains drehen, denn das milde Abendlicht ist einfach zu schön.


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Woodland Kingfisher-Senegalliest


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Zwei Coucals


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Grey Lourie


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White-faced Ducks-Witwenenten

Den Sonnenuntergang geniessen wir vom Beobachtungsturm, um dann wieder einen Drink überm Fluss zu nehmen.
Unser Abendessen nehmen wir auf unserem Platz ein, dazu unterhalten uns die Reed-frogs, die Hippos sowie von genau gegenüber des Flusses eine Hyäne.

Den nächsten Tag werden wir nochmals ausgiebig gamedriven.

bis dahin,
fotomatte
Teil 3805. Juni 2015
27. Januar : last call--unser letzter Tag im Caprivi

Ein wolkenloser Tag kündigt sich an,


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und nach einer kalten Dusche und einem heissen Tee starten wir Richtung Gate vom Mahango Park, wo wir pünktlich um 6.00 Uhr einfahren.


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Direkt hinter dem Tor kreuzen drei Roan die Pad, und knapp bevor der Busch sie wieder verschluckt, kann ich die letzte erlegen.


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die Sonne geht theatralisch auf und taucht die Zebras in ein oranges Licht.

Wir schauen zunächst auf den Wiesen entlang der Fahrspur Richtung Wasserloch nach Wild, aber ausser Zebras, Gnus und Büffeln finden wir nur einen Grautoko.


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junger Bulle


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Bulle und Kuh


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die Kuh ist ein ausgemachtes "Schlitzohr"


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Grautoko

Dann drehen wir um und sehen auf der grossen Wiese, die an den Okavango grenzt, nach. Aber auch hier sehen wir nur die üblichen Verdächtigen, allerdings im schönsten Morgenlicht.


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Impala-Bock


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und sein Ende.

Auf der Pad lässt sich aber ablesen, dass hier in der Nacht auch andereTiere unterwegs gewesen sind...


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Gegenverkehr

Wir drehen wiederum um und wollen schnell bis zur Grenze fahren, um dann wieder "mit Licht" unsere Runde zu beenden.
Kaum gewendet, entdecken wir einen prächtigen Sable-Bullen. Sofort muss Bastian anhalten, und zu Fuss schleichen wir uns an.

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Der Bulle hält nicht allzuviel von unseren "Annäherungsversuchen", und entzieht sich der Beobachtung durch feige Flucht.


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Nach dieser Episode setzen wir unseren Weg fort in Richtung botswanischer Grenze. Ich sitze hinten, und eben, als wir einen mächtig ausladenden Kameldorn passieren und ich so für mich denke, dass dieser eine waagerechte Ast eigentlich prädestiniert für einen Leo wäre, kreuzt so auf runde siebzig Meter vor uns Etwas die Strasse. Keine Antilope, nein, eine Katze, soviel ist gleich klar. Basti hält, ich springe aus dem Auto, und im Fernglas lässt sich eine wunderschöne Leopardendame einige Zeit, um über den Weg zu wechseln, und wir können sie gut beobachten. Klar, letztlich dauert das Vergnügen nur ein paar Sekunden, aber ich kann nun behaupten, endlich einen Leo gesehen-und nicht nur geahnt wie damals im Damaraland-zu haben. Es ist gerade mal sieben Uhr durch, und für mich ist der Tag eigentlich schon gelaufen. Kann da noch viel ( Besseres ) kommen? Abwarten.

Wir kommen wieder runter und beachten auch das "Normale".


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Steppenzebras


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Baobab


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Riedböcke, die sich in einer Suhle abkühlen.


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die Klunkerkraniche sind auch wieder da


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auch der alte "Dagga-Boy" hat sich gesuhlt und sieht jetzt noch ungemütlicher aus.


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zum guten Schluss finden wir noch diese Buschbockdame.
Es ist nun gerade zehn Uhr vormittags, und da es heute keine Wolken hat, ist es schon mächtig "warm", sodaß wir beschliessen, ins Camp zu fahren und erst mal zu frühstücken und dem Pool einen Besuch abzustatten.

Ob dann der finale Gamedrive nochmal einen drauf setzen kann, gibt´s im nächsten Kapitelchen zu lesen.

bis dahin,
hochsommerliche Grüsse

Matthias
Teil 3911. Juni 2015
Während des Frühstücks bemerke ich einen African Paradise Flycatcher, der in den Bäumen neben unseren Zelten Insekten fängt-natürlich bestens gedeckt im Wirrwarr der Zweige. So gelingt mir nur ein Notschuss.


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Paradiesschnäpper

Dann wechseln wir zum Aussichtsturm und beobachten an der Salzlecke am anderen Ufer wieder eine Buschbockgeiss mit ihrem Kitz, während davor an der Wasserlinie ein Krokodil sonnenbadet.
Neben uns in einem Mangobaum sitzt ein Black-eyed Bulbul und pickt an einer reifen Frucht.


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Graubülbül


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haarige Raupe

Nachdem wir uns herrlich im schattig gelegenen Pool erfrischt haben, starten Basti und ich zum finalen Gamedrive, während Hilde es angesichts der immer noch hochsommerlichen Temperatur vorzieht, lesend im Schatten zu entspannen.
Zuerst halten wir schnell am Office. Die Dame meint, wir müssten den Park aber wirklich lieben, wenn wir schon wieder hier wären. Jepp, das stimmt.
Wir wählen den Weg nach rechts Richtung Wasserloch. Längere Zeit tut sich gar nichts, jetzt um kurz nach 15.00 Uhr ist es den Tieren wohl noch zu heiss. Doch dann steht ein prächtiger Sablebulle direkt vor uns auf dem Weg. Da ich als Beifahrer so nicht fotografieren kann, steige ich vorsichtig aus und schleiche hinten ums Auto rum. In dem Moment setzt sich ein Guineafowl-Schmetterling auf meine Wade und saugt Schweiss. Jetzt stecke ich in einem Dilemma, denn den Falter habe ich noch nicht fotografiert. Trotzdem entscheide ich, es zuerst mit der Rappenantilope zu versuchen. Als ich gerade fokusiert habe, öffnet Basti die Tür, und die prächtige Antilope dreht auf der Hinterhand und ist weg.
Müssig zu erwähnen, dass der Guineafowl auch verschwunden ist. Ich bin angesäuert und brauche etwas Ruhe, so fahren wir bis zum Wasserloch, wo wir uns ins Hide-oder das, was davon noch übrig ist- setzen und warten.

Da sich die nächste halbe Stunde kein Tier am Wasser zeigen will, fahren wir zurück Richtung Kavango Floodplains.


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auch die Giraffe mag ihren Schattenplatz noch nicht verlassen.


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Black Egret-Glockenreiher


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dann betreten Elefantenbullen die Szenerie. Zuerst Einer, der sich gleich mal nassmacht.


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dann zwei


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dann drei. Zuerst trinken sie, danach verpassen sie sich Schlammduschen, und schliesslich pudern sie sich noch mit Staub.

Nach Beendigung des Wellness-Programms steht etwas Lechwe-Mobbing an, denn das geht ja mal gar nicht: dass die Viecher seiner Majestät nicht die entsprechende Ehre erweisen und einfach liegen und verdauen.


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nachdem alle Lechwe aufgemüdet sind, trollen sich die drei Bullen in den Busch-sichtlich zufrieden.

Nun haben wir mehr als eine halbe Stunde bei den Elefanten zugebracht, mittlerweile ist es 17.00 Uhr durch, und uns bleibt noch eine knappe Stunde. Das Licht wird besser, und wir fahren etwas Richtung Baobabs.


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wir finden wieder einen verzierten Büffel,


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und die Reedbucks liegen immer noch in ihren kühlen Erdsuhlen.

Wieder passieren wir die riesige Impalaherde mit dem ganzen Kindergarten voller Kitze, wir kennen sie schon vom Besuch letzte Woche.
Ein kurzes Stück weiter, bemerken wir einen Roanbullen, der aufmerksam und unentwegt in eine Richtung sichert. Da scheint wohl eine Katze im hohen Gras verborgen zu sein. Ich steige aufs Dach des Condors, kann aber auch von oben nicht den Grund erkennen.


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Da sich zehn Minuten lang nichts an der Situation ändert, drehen wir und fahren zurück Richtung Tor.
Wir kommen wieder zu den Impalas. Sie stehen teils direkt neben der Strasse, fast könnte man sie berühren. Aber was ist hier los. Auch sie sichern alle in eine Richtung, dazu schnauben sie unaufhörlich. Ich sage zu Bastian, dass wir hier jetzt stehen bleiben, Gate-closing-hour hin oder her, denn hier liegt was im Busch, und ich denke, wir stehen kurz davor, eine Löwenjagd zu erleben.
Ich versuche, in der Richtung, in die die Impalas sichern, etwas auszumachen-erfolglos.
Da kuckt mich Basti plötzlich wie entgeistert an, und stammelt: "Im ( linken ) Spiegel ( der seit vielen Jahren sich nicht mehr bewegen lässt und so etwas zu tief schaut ) hab´ich nen Leppard, der kreuzt direkt hinterm Auto die Pad."
Tatsächlich, vielleicht zehn, zwölf Meter hinter uns schleicht der Kuder tief geduckt über den Weg und will sich an die Impalas ranmachen, das ist offensichtlich.
Ich gleite aus der Tür und schleiche bis ans Heck, zeitgleich stelle ich die Kamera ein, der Leo verhofft und muss erst mal die neue Situation eruieren, in dieser Zeit drücke ich drei Mal auf den Auslöser, und der Leo ist mit einem Satz unter einer Sägeblattpalme verschwunden.


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Es ist fünf vor sechs. Höchste Zeit. Aber was für ein Abschied vom Mahango Park. Einfach märchenhaft.
Aber noch sind wir nicht so weit. In Höhe der grossen Wiese, da, wo vorhin die Elis waren, steht wiederum ein riesiger Bulle auf dem Weg. Auf unserem Weg.
Er weiss, dass es sein Weg ist.
Gerade denke ich laut:" Äähm, Eli, sorry, wir müssten mal...", da zeigt er uns, dass er mal muss, erst klein ( was für ein Strahl ), dann gross. Gut, das ist natürlich ein Argument, wir warten also. Irgendwann ist er fertig, und ganz langsam gibt er die Strasse frei.
Wir fahren weiter, es ist sechs Uhr durch, da überfällt direkt vor uns ein Roanbulle die Strasse. Wir halten an, nicht so jedoch die Pferdeantilope. Also, dann halt kein Bild.
Und jetzt aber wirklich: Mahango Good-bye.

Völlig beseelt fahren wir zurück. Direkt vorm Mahangu Camp sitzt auf der Leitung ein ganzer Trupp White-fronted Bee-eater. Die hatten wir bislang auf dieser Tour auch noch nicht.


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Hilde hat schon das Abendessen zubereitet, und während wir essen, erzählen wir in allen Einzelheiten von unserem Erlebnis.
Dieser Abend verlangt geradezu nach einem Sundowner auf der Terrasse überm Okavango, und wir lassen unseren überaus erfolgreichen-so finden wir einmütig-Aufenthalt in der Sambesi-Region Revue passieren.

Der nächste Tag sieht uns auf Pad zurück Richtung Windhoek.

Bis dahin,
viele Grüsse

Matthias
Teil 4015. Juni 2015
28. Januar :

Noch einmal stehe ich im ersten Licht auf, leider nicht, weil wir wieder in den Park wollen, sondern ich will einfach den frühen Morgen am Okavango geniessen. Und den Sonnenaufgang natürlich. Et voila.


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Ringsum erwacht das vielfältige Vogelleben, im Schilf neben dem Zelt sitzen die Zwergspinte tratschend und putzen sich.
Leider sind sie schwer durch die Schilfhalme zu fotografieren.


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In aller Ruhe sitzen wir in der schönen Morgensonne und geniessen unser letztes Frühstück im Caprivi.
Endlich gelingt mir auch mal ein Bild einer Black Crake, von denen hat es zwar einige hier auf dem Campground, aber mit ihren hektischen Bewegungen sind sie gar nicht so leicht zu kriegen.


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Dann packen wir zusammen und bezahlen unsere Rechnung, und etwas schwermütig rumpeln wir letztmalig über die ausgefahrene Spur der Zufahrt zur Mahangu Lodge.
Unspektakulär geht es über die B 8 an Rundu vorbei. Einen Stop legen wir noch an einem Töpferstand ein, wo es diese herrlichen Tonkrüge und die blau-schwarz-weissen Perlhuhn-Blumentöpfe gibt. Schon oft habe ich beim Vorbeifahren gedacht, da müsste man mal halten. Heute also ist es soweit.


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"Perlhühner" in allen Variationen


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der Verkäufer ist der Künstler selbst, wie seine lehmverschmierten Hände verraten, und er ist überglücklich, als zwei seiner Hühner den Besitzer wechseln.
Wir fahren weiter bis zum Vet-Fence. Dort werden wir gebeten, ob wir einen Landsmann mitnehmen könnten, der hitchhikend und couchsurfend unterwegs ist und nun schon einige Zeit hier gestrandet ist.
Je weiter wir Richtung Südwesten fahren, desto bedrohlicher sieht die Gewitterfront aus, in die wir letztlich hineinfahren, und es regnet tatsächlich--zum zweiten Mal auf dieser Reise. Achja, ist ja auch Regenzeit.
Schon bald kommt unser Abdreh zu Roy´s Rest Camp, wo wir übernachten wollen.
Wir verabschieden den Hitcher, er will noch bis Grootfontein heute.

In Roy´s Camp stellen wir letztmalig unsere Zelte auf, wir haben freie Platzwahl, denn ausser einem Tourbus mit jungen Engländern sind wir die einzigen Camper.
Dann gehen wir uns abkühlen im Pool, später gibt´s einen Gin-Tonic an der Bar.
Letztmalig kochen wir ein Abendessen, nebenher fallen mir ein paar Schmetterlinge auf, die offensichtlich zum Schlafen einen Baum aufsuchen.


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es müsste sich um Wandering Donkey Acraeas handeln, jedenfalls eine noch nicht fotografierte Spezies. Freut mich.

Nach dem Abendessen gehen wir nochmals an die Bar, und da ein schönes Campfire brennt, nehmen wir hier einen weiteren Absacker.
Dann verkriechen wir uns in die Zelte, aber bald schon müssen wir ganz fix nochmal raus, denn das Gewitter ist zurück. Es regnet, und ohne Überzelt-nur mit Mossienetz- wird´s doch schnell ungemütlich.
Als das Überzelt drauf ist, hört es auch schon bald wieder auf zu regnen.
Egal, unsere letzte Nacht gibt es also keinen Blick in die Sterne.

Fehlt nur noch der Tag des Heimflugs,
bis dahin.

liebe Grüsse,
Matthias

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