amazingviewsThemenstarter93 Beiträge · seit 201031. Jan. 2015 · #1
Teil 1 – die Anreise
Kurz vor Weihnachten 2014 zog es uns wieder einmal in die Kalahari. Unter anderem verbrachten wir vier Tage in Mabuasehube.
Nachdem wir einen wundervollen Weihnachtsabend in Nossob verbracht haben, inklusive Weihnachstlieder von den SAN Parks Mitarbeitern vorgetragen und Gewitter und Wetterleuchten als Weihnachtsgeschenk bekamen, nahmen wir die Strecke nach Mabuasehube unter die Räder. Dank des Regens war der Sand kompakt und die Piste sehr gut zu befahren.
Nach dem Mittag erreichten wir unsere Campsite Mabusehube Nr. 2 und richteten uns ein.
Aufgrund der Weihnachtsferien erwarteten wir voll besetzte und ausgebuchte Campsites. Überaschenderweise war es aber sehr ruhig. An der Mabuasehube Pan waren nur 2 von 4 Campsites besetzt. Bereits vor unserer Anreise sagten wir uns, dass wir vor allem wegen der Landschaften in den Mabua Teil des KTP fahren. Bei unseren bisherigen Besuchen, sahen wir jeweils nur wenige Tiere. Dieses Mal sollte alles anders kommen….
sternschnubi1'137 Beiträge · seit 201131. Jan. 2015 · #4
Hallo, sind auch dabei, sitzen aber im Auto vorne... 😗 Sehen "unser" gebuchtes Auto auf "unserer" gebuchten Campsite, wie cool ist das denn... Freuen uns auf auf ein paar "Vorausblicke"... Lg Uwe
amazingviewsThemenstarter93 Beiträge · seit 201001. Feb. 2015 · #8
Hallo zusammen
Schön, dass ihr alle mit dabei seid! Das freut uns sehr. Es hat genug Platz für alle 😉 Vielen Dank auch für eure Komplimente. Wir hoffen wir können die Erwartungen erfüllen. Gleich geht es weiter. Versprochen.
amazingviewsThemenstarter93 Beiträge · seit 201001. Feb. 2015 · #9
Teil 2 – „die Ruhe vor dem Sturm“
Nach einer ausgedehnten Mittagspause, unternahmen wir am späteren Nachmittag einen Game Drive an die Khiding und Mpayathutlwa Pan. Es war sehr ruhig. Die Hitze machte nicht nur uns zu schaffen. Die Tiere versteckten sich alle im Schatten. Lediglich ein paar Springböcke kreuzten ab und zu unseren Weg.
Gemütlich kehrten wir zur Mabuasehube Pan zurück und genossen einen schönen Abend mit toller Wetterstimmung.
Wir gingen früh zu Bett und schliefen tief und fest. Die Nacht war sehr still, wir hörten lediglich ein paar Eulen rufen.
Mit dem Sonnenaufgang waren wir bereits wieder unterwegs. Wir versuchten unser Glück an der Mpayathutlwa Pan. Wir warteten eine ganze Weile am Wasserloch, doch nichts regte sich. Auch eine anschliessende Umrundung der Pan, brachte keine grossen Tiersichtungen mit sich. Das einzige Highlight dieses Morgen war ein balzender Kori Bustard, der jedoch zum Fotografieren viel zu weit weg war. Trotzdem ein tolles Sighting!
Da es momentan bei der Mabuasehube Pan kein Wasser gibt, beschlossen wir bei der Mpaya Campsite Nr. 1 zu duschen. Wir sahen ein paar Löwenspuren und parkten unser Auto gleich neben der Dusche. Wir wechselten uns ab mit duschen und Wache schieben. Alles blieb ruhig und auch der Rest des Tages verlief ereignislos.
Am Abend genossen wir wiederum wunderschöne Wetterstimmungen von unserer Campsite aus. Mittlerweile haben wir Nachbarn auf der Campsite Nr. 3 erhalten.
Beim Nachtessen stellten wir etwas enttäuscht fest, dass es wie bei unseren vorherigen Besuchen in Mabuasehube sehr ruhig war und wir überlegten uns kurz sogar früher nach Nossob zurück zu fahren. Wir wünschten uns für den nächsten Tag wenigstens einen Löwen oder sonst eine spannende Tierbeobachtung.
Wir gingen wieder früh ins Bett. Kaum hatten wir uns hingelegt, bemerkten wir die Scheinwerfer unserer südafrikanischen Nachbarn an unserem Auto vorbeileuchten. Wir setzen uns wieder auf und schauten aus dem Zelt raus. Wir hielten den Atem an. Da spazierte doch tatsächlich in aller Ruhe eine Löwin an unserem Auto vorbei. Keine 10 Minuten nachdem wir die Autotür geschlossen haben! Sozusagen unter uns, direkt neben dem Vorderrad des Autos blieb sie stehen. Dann schnüffelte sie neugierig unseren Campingtisch und den Gaskocher ab. Alles andere hatten wir im Auto verstaut. Als sie nichts weiter entdeckte, trottete sie in Richtung der Pan und war im Nu verschwunden. Unser Wunsch ist schneller in Erfüllung gegangen als erwartet! Zufrieden schliefen wir ein. Nicht im Traum hätten wir gedacht, dass dies erst der Auftakt zu einem der aufregendsten Tage unserer doch schon zahlreichen Afrika-Reisen war.
Schön zu lesen, dass Mabua immer noch ein "Garant" für Löwen ist....werde an meinem Geburtstag hoffentlich auch wieder ein paar Löwen auf der CS haben....
amazingviewsThemenstarter93 Beiträge · seit 201002. Feb. 2015 · #13
Hallo zusammen
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Leider komme ich erst am nächsten Wochenende wieder dazu weiter zu schreiben. Schliesslich müssen unter der Woche Brötchen für weitere Afrika-Reisen verdient werden 😉
@Fleur: dann drücken wir die Daumen, dass sich die Löwen bei euch auch so zahlreich zeigen. Die zum "Wasserloch" umfunktionierte Dusche auf Mpaya 1 ist auf jeden Fall einen Besuch wert!
@Uwe: Die Farben im letzten Bild waren vor Ort tatsächlich so! Für Landschaftsfotografie verwenden wir oft einen Grauverlaufsfilter, das hilft für eine ausgewogene Belichtung von Himmel und Vordergrund. Gerade Wolkenformationen können so schön hervorgehoben werden.
amazingviewsThemenstarter93 Beiträge · seit 201015. März 2015 · #16
Hallo zusammen
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Entschuldigt die lange Pause, die Skisaison funkte ein bisschen dazwischen 😎 Nun geht es gleich weiter mit dem Mabuasehube Abenteuer.
amazingviewsThemenstarter93 Beiträge · seit 201015. März 2015 · #17
Teil 3 – Das Once-in-a-lifetime-Sighting beginnt
Am nächsten Morgen waren wir wieder früh auf der Piste. Wir fuhren als erstes zum Wasserloch an der Mpayathutlwa Pan. Es standen bereits 2 Autos dort. Es war jedoch nichts los. Die Südafrikaner im Auto neben uns machten uns dann auf Löwen mitten in der Pan aufmerksam. Sie waren sehr weit entfernt und nur mit dem Feldstecher klar zu erkennen. Nach einer Weile brach plötzliche Hektik aus. Die Leute im Auto neben uns hatten einen Leoparden gesehen. Nun machten sich alle auf die Jagd und versuchten den Leo zu finden. Der war jedoch im hohen Grad praktisch nicht zu sehen und irgendwann verloren wir ihn.
Wir beschlossen bei der Mpayathutlwa Campsite zu duschen und hofften, dass sich danach die Löwen dann von der Mitte der Pan vielleicht etwas näher in Richtung Wasserloch bewegen würden.
Bei der Campsite wollten wir sogleich aus dem Auto steigen, um die Bewohner zu fragen, ob wir die Dusche benützen dürfen. Doch soweit kam es nicht:
Eine Löwin blickte uns mitten auf der Pad gleich neben der Dusche direkt in die Augen. Sie wirkte sehr nervös und wanderte unruhig hin und her. Plötzlich hörten wir ein Wimmern. Wir dachten zuerst an Vögel, doch dann wagten wir den Gedanken ob die Löwin hier vielleicht irgendwo ihre Jungen versteckt hat? Wir suchten das Gras ab, und plötzlich:
Gut versteckt im Gras sahen wir zwei klitzekleine Löwenbabies. Sie schrien lautstark nach ihrer Mama. Und wir konnten unser Glück kaum fassen. Die Löwenbabies schienen kaum älter als 3 Wochen zu sein.
Wir beobachteten die Löwin mit ihren Babies nun eine ganze Weile. Sie fing an die Kleinen rumzutragen. Als ob sie auf der Suche nach einem neuen Versteck war. Sie wirkte sehr ruhelos. Einmal legte sie eines der kleinen direkt neben unserem Auto ab. Wir wagten kaum zu atmen.
Davon hatten wir schon lange geträumt. Eine Löwenmama, die ihre Babies transportiert. Wir ahnten nicht, dass das der Start zu einem dramatischen Morgen war.
Champagner8'672 Beiträge · seit 201015. März 2015 · #18
Boah...ich hab hier eher zufällig reingezappt - und dann das!!!! Nicht nur dass Ihr eine tolle Sichtung hattet - sondern es sind euch auch noch wunderschöne und qualitativ hochwertige Fotos gelungen! Glückwunsch (und bissle Neid 🤢 ) 🙂 !!
Liebe Grüße Bele, die hier wohl ein bisschen nachlesen muss 😉