Selbstfahrer - Lake Natron

28 Antworten · 5'597 Aufrufe · gestartet 06. Jan. 2015 von KnoffHoff
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Themenstarter21 Beiträge · seit 201006. Jan. 2015 · #1
Hallo,

ich suche Erfahrungen von Selbstfahrern die die Strecke Mto wa Mbu ---> Lake Natron ----> Kleins Gate (Serengeti) gefahren sind.

Da wird anscheinend von den Maasai Wegzoll gefordert, den ich auch gerne bezahlen möchte, da ich ihr Gebiet durchquere.
Nur würde ich gerne wissen, wieviele da ungefähr verlangt wird. Ich habe gelesen, dass man auch an mehreren Stellen angehalten wird und als Weisser (ohne FahrerGuide) auch gerne mal das X-fache bezahlen soll.

Das zweite "Problem" sind Banden aus Kenia/Somalia die wohl in diesem Gebiet auf "TouriPirsch" sind. Wie ist die Gefahr einzuschätzen?

Also kurz: Wie sind die Gefahren einzuschätzen und was wird es ~ Kosten?

Danke für hilfreiche Beiträge 🙂
Themenstarter21 Beiträge · seit 201006. Jan. 2015 · #3
Aus dem Tansania Reiseführer von Stefan Loose (Neueste Auflage 2014)
1'450 Beiträge · seit 200606. Jan. 2015 · #4
Wir sind diese Strecke jetzt Ende November gefahren.
Vorweg: die Strasse ist/war s.....schlecht. Waschbrett vom ärgsten bis Lake Natron. Danach tiefe Flussdurchfahrten, von der Strasse war teilweise gar nichts mehr zu sehen. Und dann kam ein "Hochklettern" über Felsen. Ca. 30 km vor dem Kleins Gate bis zum Gate war es dann nur noch eine Wasser- und Schlammschlacht

Aber mit einem Defender ist das ja alles kein Problem. Und da Du wahrscheinlich in der Trockenzeit fährst dürfte das Wasser auch weg sein.

Der Wegezoll fält nach wie vor an:
Es sind 3 Zahlstellen, Du zahlst jeweils 10 US Dollar/pro Person und am letzten Zahlpunkt 15 US Dollar/Person.

Der Worldview Campingplatz am Lake Natron liegt traumhaft schön. Du kannst von dort den Lake Natron und den Oldonyo Lengai sehen. Ausserdem gibts gute, saubere Duschen und Toiletten. Kostet 10 US Dollar.


Viel Spass
Beate

PS: Lt. unserem Autovermieter ist das Problem mit den "Banden" schon längst erledigt.
zuletzt bearbeitet 06. Jan. 2015
Themenstarter21 Beiträge · seit 201006. Jan. 2015 · #5
Das ging ja recht fix 🙂

Danke, und ja wir sind eher im trockenen unterwegs (ende Juli)
Auch gut zu wissen, dass Wordl View Campsite eine gute Wahl war 😉

Danke.
142 Beiträge · seit 201106. Jan. 2015 · #6
schau dir doch den ausgezeichneten reisebericht von erika an. dort siehst du fotos von der strecke und erhältst einen guten eindruck von tansania an sich. erika und toni sind zwei alte hasen und seit jahrzehnten in afrika unterwegs. wir haben uns im dezember 2013 in arusha getroffen und sind gemeinsam zum lake natron und weiter in die serengeti gefahren. war eine abenteuerliche fahrt und eine schöne zeit, die unvergessen bleibt.

http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/282862-auf-bekannten-unbekannten-pfaden-durch-tansania.html?limitstart=0&start=516

lbg helli&ulli
6'369 Beiträge · seit 201106. Jan. 2015 · #7
Hoi KnoffHoff

Die World View Campsite kann ich ebenfalls empfehlen, wir waren Anfangs Februar 2013 dort.
Siehe auch mein Reisebericht 'Tansania 2013, die (Nix-)Bergtour' (Signatur)
Hier noch einige Fotos von der Strecke vom Lake Natron zum Kleins Gate in der 'Trockenzeit':
Und hier (klick mich) drei Videos von der Strecke auf der Homepage einer meiner Mitreisenden.
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
408 Beiträge · seit 201407. Jan. 2015 · #8
Also das mit den Banden habe ich nicht gehört, es sind halt Schmuggler unterwegs. Aber gerade auf der Strecke glaube ich weniger, die ist zu befahren und zu touristisch. Meine Frauist erst vor wenigen Wochen die Strecke mit einer Gruppe gefahren, begeistert und problemlos.
Diese Abgaben sind soviel ich weiß und von den Slips her nicht für die Maasai, sondern für den Distrikt, und weil da die Distriktgrenzen mehrmals überfahren werden (soviel ich weiß die Distrikte Longido, Ngorongoro und Karatu), werden da diese Abgaben verlangt. Hier am Mt. Meru müssen wir zB ein Permit beim Distrikt holen, damit wir mit Gästen in den Wald gehen dürfen (außerhalb des NPs).

Johannes
The Schimann Family - Man kommt als Gast und geht als Freund
191 Beiträge · seit 201109. Jan. 2015 · #9
Wir sind die Strecke gerade gefahren. Mussten 72 US$ Wildlife fee an den Autovermieter zahlen und die schon beschriebenen 70 U$ an drei verschiedenen Stellen (gesamt fuer 2 Personen). Bei uns war die Strecke total trocken und ja ... sie ist eine Herausforderung, aber auch sehr schoen. Wuerden es auf jeden Fall empfehlen. Viele Gruesse aus dem schoenen Sansibar, wo wir unsere letzte Woche verbringen, bevor wir wieder im schoenen Deutschland aufschlagen ... Andrea
Themenstarter21 Beiträge · seit 201012. Jan. 2015 · #10
Na dann, vielen Dank!

Freu mich schon drauf 🙂

@Johannes:
wir sehen uns dann hinterher 😉
151 Beiträge · seit 201102. Feb. 2015 · #11
Hi zusammen

Ich habe die Frage schon mal vor einer Weile gestellt, da konnte mir niemand aus eigener Erfahrung berichten, deswegen probiere ich es noch mal. Vielleicht gibt es ja inzwischen Erfahrungsberichte.

Ist schon mal jemand die Strecke von Arusha über Longido nach Lake Natron gefahren? Die Route soll kürzer und schneller sein als die über Mto Wa Mbu, weswegen sie uns auch empfohlen wurde.
Allerdings habe ich noch von niemandem gehört, der diese Route wirklich mal gefahren ist. Nur Berichte vom Hörensagen, dass es tendenziell eher gefährlich sei, da wenig befahren. Wir wären im August unterwegs.
Für Erfahrungsberichte wäre ich also sehr dankbar!!

Viele Grüsse
Ann-Kathrin
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
235 Beiträge · seit 200928. Feb. 2015 · #12
Hallöchen allerseits!
Etwas verpsätet hier unsere Erfahrung Wir sind die Strecke Kleins gate-Longido-Arusha im Oktober 2014 gefahren, ohne Probleme, die Piste ist manchmal sehr staubig, manchmal etwas wellblechig gewesen. Sehr wenig Vekehr, keine Touroperator, 2 Fahrzeuge mit kenianischem Kennzeichen. In dieser Gegend wird Mining gemacht, die Grenze zu Kenya recht nahe (Schmuggel), unsere Gastgeber in Arusha meinten hinterher zu diesem "Abenteuer" jedenfalls Nachts sollte man die Gegend meiden. Kurz vor Longido gabs eine Straßensperre wo eine Permit verlangt wurde, welches wir so nicht kannten. Wir mussten einen Permit ausfüllen und versprechen in Arusha zu zahlen. Keine Ahnung wer oder was das war, die beiden sprachen praktisch nur kishuaheli. Die Ortsangabe in Arusha war dann so ungenau (hinter der Feuerwehr?) dass wir die "Zahlstelle" auch gar nicht gefunden haben. Vielleicht weiß jemand aus dem Forum was genaueres. Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass diich die Straßensperre in die andere Richtung ohne Permit gar nicht durchlässt .
LG Christina
151 Beiträge · seit 201101. März 2015 · #13
Hallo christina

Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich denke, dass wir auch die Route nehmen werden. Der Sache mit dem Permit werde ich jetzt erstmal nachgehen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.
Ich habe inzwischen auch mal Kontakt mit dem Inhaber der World View Campsite aufgenommen und folgende Rückmeldung erhalten, vielleicht ist sie auch für andere interessant:

The Longido road is improved. There is a very steep part through a dry riverbed that if there were to be heavy rains would be impassible (i've heard stories of our camp land rover trying to pass--it didn't end well). Also by taking the Longido road you will have one less gate to pass through (Engaruka gate) so that's a plus. The Longido road also has much better scenery and more wildlife to see. As far as bandits are concerned there is a better chance of running into them on the Longido road but with two Defenders traveling together I don't think you would be a likely target. I personally prefer the Longido route.

Wenn wir die Route im August gefahren sind, werde ich euch auch mein Feedback dazu geben.

Viele Grüsse
Ann-Kathrin
November - Februar 2025/26: Galapagos - Kolumbien - Panama - Costa Rica: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/lateinamerika?sort=ASC Oktober / November 2023: Johannesburg - Panorama Route - Kruger - Drakensberge - Tiger Canyon - Mountain Zebra - Addo - Garden Route - Cape Town - Mauritius: https://findpenguins.com/schmidtsontour/trip/sudafrika-mauritius?sort=ASC Oktober 2012: Windhoek - Etosha - Caprivi - VicFalls - Chobe - Moremi - Windhoek als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/276224-das-1-mal-afrika-namibia-botswana-okt-2012.html?limitstart=0&start=48 August 2015: Arusha - Arusha NP - Longido - Lake Natron - Serengeti NP - Ngorongoro Conservation Area - Tarangire NP - Arusha - Zanzibar als Selbstfahrer... http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/287175-northern-circuit-zanzibar-als-selbstfahrer-08-15.html
14 Beiträge · seit 201519. Juli 2015 · #14
Hallo Christina, Hallo Ann-Kathrin

Ich kann noch ein paar Informationen zu dieser obskuren 'neuen' Permit für die Loliondo Conservation Area (LCA) geben.
Mein Freund und ich arbeiten gerade als Volunteers in der Klinik in Wasso und hatten vor drei Wochen Besuch von Freunden. Während der Vorbereitung haben sie uns plötzlich nach dieser Permit gefragt. Sie haben in Arusha bei Serengeti Select Safaris ein Auto gemietet um dann bis zu uns nach Wasso (über die Lake Natron-Route) zu fahren. Der Vermieter wollte nun wissen, wie lange sie planen in Wasso, bzw. in der LCA zu bleiben, damit der die Permit entsprechend vorbereiten könnte (15 $/Person/Tag). Wir und auch sonst niemand im Spital in Wasso hatte vorher schonmal von dieser Permit gehört. Es stellte sich dann aber tatsächlich heraus, dass es diese wohl realtiv neu gibt. Wie du Christina schon geschrieben hast muss diese im Vorhinein in Arusha erstanden und bezahlt werden. Wo genau kann ich nicht sagen, da es der Vermieter geregelt hat. Wir haben es solange nicht geglaubt, dass es die Permit tatsächlich gibt, bevor unsere Freunde uns das offizielle Dokument in Wasso unter die Nase gehalten haben und berichteten, dass kurz hinter Mto wa Mbu in Richtung Engaruka tatsächlich ein Kontrollpunkt die Permit kontrolliert hat.

Nach knapp einer Woche sind mein Freund und ich dann mit den Beiden zusammen zurück nach Mto wa Mbu gefahren und hatten schon etwas Bedenken. Denn wir waren im Februar 'nur' mit unserem Touristenvisum mit dem Flying Medical Service von Arusha nach Wasso geflogen und da war von einer Permit für die LCA keine Rede. Aber es ging alles gut. Am Kontrollpunkt wurden unsere Freunde zwar wieder nach der Bescheinigung gefragt, aber, dass jetzt vier statt zwei Leute im Auto sassen wurde nicht 'bemerkt' 😛

Vielleicht helfen euch die Infos ja weiter.
1'737 Beiträge · seit 201019. Juli 2015 · #15
Ich kann die Aussage von Tamasabona so absolut bestätigen. Auch wir wurden im Juni kontrolliert, hatten kein Permit und es bedurfte erheblichen Verhandlungsgeschick unseres Guides, ohne saftiges Fine da durch zu kommen.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
14 Beiträge · seit 201521. Juli 2015 · #16
Ich habe bei unseren Freunden nochmals nachgefragt: die Permit wurde bei der Wildlife Devision des Ministry of natural resources and tourism in Arusha ausgestellt. Leider findet man auf der Internetseite nichts dazu, außer Kontaktdaten zum Nachfragen (http://www.mnrt.go.tz/).
1'450 Beiträge · seit 200621. Juli 2015 · #17
aku1986 schrieb:
Vielen Dank für deinen Erfahrungsbericht. Ich denke, dass wir auch die Route nehmen werden. Der Sache mit dem Permit werde ich jetzt erstmal nachgehen, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Ann-Kathrin
Hallo Ann-Kathrin,

ich weiss jetzt nicht, wo Ihr gemietet habt.
Aber bei uns hat unser Auto-Vermieter alle Permits vorher besorgt.

Beate
5'479 Beiträge · seit 200921. Juli 2015 · #18
Nur zur Sicherheit mal nachgefragt. Bislang kannte ich 3 Zahlstellen auf der Strecke von Mto wa Mbu zum Lake Natron. Heißt das, dass jetzt eine vierte dazu gekommen ist, bei der man jedoch nicht direkt zahlen kann, sondern ein in Arusha erworbenes Permit vorweisen muss. Somit wäre dann die Strecke nicht nur teurer, sondern auch umständlicher geworden.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'737 Beiträge · seit 201021. Juli 2015 · #19
Das siehst Du ganz richtig.
www.botswanadreams.de "Alles, was ich jetzt wollte, war nach Afrika zurückzukommen. Ich hatte es noch nicht einmal verlassen, aber wenn ich nachts aufwachte, lag ich lauschend da, bereits voller Heimweh danach." Ernest Hemingway
1'450 Beiträge · seit 200621. Juli 2015 · #20
Ja, das stimmt.
Die drei Zahlstellen wurden von den Massai eingerichtet (mehr oder weniger als Zollsstellen für die Durchfahrt durch ihr Land).

Die jetzt zusätzliche Gebühr wurde von der Regierung eingerichtet für alle diejenigen, die nicht IM Nationalpark übernachten, sondern ausserhalb. Ob es jetzt noch so heisst, damals hiess es, es sei eine "wildlife viewing fee".
(D.h.Du musst dafür bezahlen, dass Du evtl. ein Tier siehst) 🤩

Gruss Beate