Roadblocks

21 Antworten · 4'261 Aufrufe · gestartet 05. Jan. 2015 von Kandanga
Antworten
Themenstarter115 Beiträge · seit 201005. Jan. 2015 · #1
Ich habe das Gefühl, dass die "Roadblocks" in Sim seit einigen Monaten ausarten. Auch bekomme ich den Eindruck, das gezielt Jagd auf "betuchtere" Autofahrer (mit ausländischen Kennzeichen?) gemacht wird. Gefragt/geschaut wird nach dem Folgenden: Führerschein, Katzenaugen/streifen vorne und hinten, Feuerlöscher, 2 Warndreiecken, Hupe, alle Blinker und sämtliche Lichter. Und hier wird Beute gemacht: die Polizisten schauen, ob die Nummernschildbeleuchtung funktioniert (diese gibt bei den Rüttelpisten in Sim oder Botswana gerne den Geist auf). Funktioniert sie nicht, sind sofort 20 US an Ort und Stelle fällig. Wohl gemerkt: der Strafzettel ist, so weit ich weiß, nicht die Quittung. Theoretisch müsste man sich strikt weigern zu zahlen und den Polizisten mitteilen, man werde in der nächsten Stadt zahlen.
Ein permanenter Roadblock ist seit einiger Zeit bei den Handytürmen kurz vor/hinter Kazangula. Die Polizisten dort sind extrem scharf und geldgierig.
Gruß,
Kandanga
2'462 Beiträge · seit 200605. Jan. 2015 · #2
Hallo,

für Simbabwe gibt es online ja einen Bußgeldkatalog, den lohnt es, auf den Reisen mitzunehmen. 20 USD sind meines Wissens die Höchststrafe, ansonsten bewegen sich die Strafen zwischen 5 und 10 USD. Gern werden erst mal 20 USD gefordert, mit Hinweis auf den Bußgeldkatalog wurde uns in 2012 und 2013 dann ggf. auch der korrekte Betrag in Rechnung gestellt. Auf unseren Strafmandaten (Geschwindigkeit, fehlendes Nummernschild) gab es immer den Hinweis, dass wir das Vergehen anerkannt und die genannte Strafe gezahlt hätten. Danach waren Strafmandat und Quittung dasselbe Formular.

Man mag darüber streiten, ob die Strafen überhaupt erhoben werden sollten, aber bei uns lief auf Basis des Bußgeldkatalogs eigentlich immer alles recht korrekt ab.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'667 Beiträge · seit 200905. Jan. 2015 · #3
Hallo,....
ich weiss gar nicht, warum immer wieder über die Strassenkontrollen in Zimbabwe so geschimpft wird.

Wenn man das Gleiche mal mit Deutschland vergleicht,..... wenn ich über Landstrassen einige Hundert Kilometer fahre, durch wieviele Blitzanlagen fahre ich ?....und dass zu schnell.
Wie oft ist hinter mir ein Polizeiwagen und hält mich an ? .....weil ich fehlende Nummernschildbeleuchtung habe, oder ein Bremslicht funktioniert nicht, etc.
Da wird auch nicht lächelnd drüber hinweg gesehen, sondern es gibt ein Strafmandat. Und meist werden alle anderen Sachen im Auto dann auch kontrolliert, wie Verbandskasten, Warndreieck, Führerschein, Fahrzeugpapiere usw.

Warum soll das in Zimbabwe anders sein ?????
Warum wird es dort immer als Abzocke angesehen ?

Wir haben in Zimbabwe eigentlich nur positive Erfahrungen bei den Kontrollen gemacht.
Im Landesinneren wurden wir nie kontrolliert, höchstens der Führerschein, sonst wurden wir immer als Touristen im Land Willkommen geheissen, und es wurde eine Gute Fahrt gewünscht.
Nur auf der Haupttouristenstrecke Hwange - Vic Falls - Kanzungula wurde etwas ausgiebiger kontrolliert.

Ich denke, es kommt auch immer darauf an, wie man den Leuten begegnet,...ist man selber gelassen und freundlich,.......oder ist man in Zeitdruck und völlig genervt, dass man angehalten wird.
Übrigens werden die Einheimischen genauso kontrolliert und müssen bezahlen.

Nur so zum Überdenken......

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
1'335 Beiträge · seit 200606. Jan. 2015 · #4
Birgitt schrieb:Hallo,....
ich weiss gar nicht, warum immer wieder über die Strassenkontrollen in Zimbabwe so geschimpft wird.
Wenn man das Gleiche mal mit Deutschland vergleicht,..... wenn ich über Landstrassen einige Hundert Kilometer fahre, durch wieviele Blitzanlagen fahre ich ?....und dass zu schnell.
Wie oft ist hinter mir ein Polizeiwagen und hält mich an ? .....weil ich fehlende Nummernschildbeleuchtung habe, oder ein Bremslicht funktioniert nicht, etc.
Da wird auch nicht lächelnd drüber hinweg gesehen, sondern es gibt ein Strafmandat. Und meist werden alle anderen Sachen im Auto dann auch kontrolliert, wie Verbandskasten, Warndreieck, Führerschein, Fahrzeugpapiere usw.

Warum soll das in Zimbabwe anders sein ?????
Warum wird es dort immer als Abzocke angesehen ?

Wir haben in Zimbabwe eigentlich nur positive Erfahrungen bei den Kontrollen gemacht.
Liebe Birgitt,
es ist ganz toll, wenn Ihr nur positive Erfahrungen gemacht habt, aber andere machen eben auch andere Erfahrungen!
Wir mussten auch schon mal die Höchststrafe zahlen! Nicht weil wir zu schnell gefahren sind (unser Auto fährt gar nicht so schnell!) sondern, weil wir nicht an dem Punkt gehalten haben, an dem der Polizist das wollte! Wir haben seine Zeichen nicht verstanden und haben ihm das auch erklärt. Mit ihm war aber nicht gut Kirschen essen!
Es gibt, wie überall auf der Welt, auch übellaunige Polizisten, da ist es egal, ob man freundlich ist oder nicht.
Wir sind freundliche Menschen! Das hat uns trotzdem nicht bewahrt!

Im Jahr 2013 waren die Kontrollen unmittelbar nach der Präsidentschaftswahl sehr viel unfreundlicher und zahlreicher als 2014! Es sind nicht immer die eigenen Dispositionen, die eine einfache Kontrolle beeinflussen, sondern eben auch Faktoren, die sich unserer Kontrolle (wie oben) entziehen.
Das sollten wir alle bedenken!
Birgitt schrieb:
Im Landesinneren wurden wir nie kontrolliert, höchstens der Führerschein, sonst wurden wir immer als Touristen im Land Willkommen geheissen, und es wurde eine Gute Fahrt gewünscht.
Nur auf der Haupttouristenstrecke Hwange - Vic Falls - Kanzungula wurde etwas ausgiebiger kontrolliert.
Im Norden Zimbabwes (rund um Kariba und Mana Pools sind die Kontrollen in der Tat selten. Aber um Binga wird viel viel viel kontrolliert. Und nicht nur der Führerschein!!
Man hat unser Auto vor wenigen Monaten in Binga komplett (!!!) innen angeschaut, auf der Suche nach drugs and weapons! Wir fanden das nicht schlimm, weil wir uns mit den vielen Menschen, die um unser Auto drumherum standen, unterhalten haben. Sehr viele Leute kennen unser Auto nun sehr genau! Wir persönlich glauben, dass die nur mal ein Touristenauto wirklich genau sehen wollten!

Alle Schubladen, Kühlschrank wurde angeschaut.
Als man unsere Panga fand, war man happy: weapon!! Sie kannten eine Panga nicht. Ich erklärte, dass das keine Waffe sei, sondern zum Holzschlagen genutzt wird. Da die Panga so stumpf ist, wie ein Messerrrücken, aber ich diese vor aller Augen auf meinen Oberschenkel gejagt (natürlich ohne eine Blessur, weil so stumpf). Staunen! Damit war diese "Waffe" genehmigt.
Dann durften wir alles einpacken!
Birgitt schrieb:
Ich denke, es kommt auch immer darauf an, wie man den Leuten begegnet,...ist man selber gelassen und freundlich,.......oder ist man in Zeitdruck und völlig genervt, dass man angehalten wird.
.

Wenn das der Schlüsel wäre, wäre es in der Tat einfach. Aber so ist es leider nicht. Wenn Du bislang nur diese Erfahrung hast, ist das ja gut, aber Du solltest auch sehen, dass es trotz Freundlichkeit und Offenheit zu einer Kontrolle kommen kann. Und bei den kulturellen Unterschieden, kann es zu einer Kommunikationsstörung kommen, die dann zu einer Strafe führt.
Birgitt schrieb:
Nur so zum Überdenken......


Ja, gilt für alle!

Es grüßt Cora
0
2'610 Beiträge · seit 200706. Jan. 2015 · #5
Hallo an alle,

ich gebe meinen Senf auch noch dazu 😉 .

Meiner Meinung nach haben Birgitt und Cora Recht - es ist mal so oder so. Unsere Erfahrungen aus 2012 und 2014, besonders "scharf" sind die Polizisten rund um Vic Falls-Kazungula. Da mussten wir 2014 auch - trotz Freundlichkeit und versuchtem Witz - 20US$ wegen def. Nummernschildbeleuchtung zahlen. 2012 sollte angeblich die Nummer auf dem Feuerlöscher nicht in Ordnung sein, wir hatten Glück: ein Beamter in Zivilkleidung mischte sich ein und wir konnten weiterfahren.

Im Landesinnern mussten wir bisher nur 1x unsere komplette Ausrüstung (Warndreieck, Weste usw.) vorzeigen, da war die Polizistin auch nicht gerade freundlich (obwohl wir ihr gegenüber sehr freundlich waren).

Ich denke, es ist halt wie bei uns, mal hast du Glück, mal nicht. Wenn es denn so ist, dass in Zimbabwe die Polizei fündig wird, dann verhängen sie die Höchststrafe, denn Touristen sind halt reich.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
221 Beiträge · seit 200806. Jan. 2015 · #6
hallo liebe Fomis,

ich plane für dieses Jahr auch Zimbabwe. Deshalb würde mich der Bußgeldkatalog interessieren.
Hat vielleicht jemand den link? Ich habe schon mal gesucht, aber nichts gefunden.

Vielen Dank.
Georg
2'462 Beiträge · seit 200607. Jan. 2015 · #7
Hallo Georg,

dies konnte ich auf die Schnelle finden http://www.myzimbabwe.co.zw/blog/1958-zimbabwe-vehicle-registration-licensing-act-chapter-12-14-traffic-fines-police-must-charge.html

Es muss aber auch noch etwas Hochoffizielles auf der Government Website geben, da bin ich aber nicht fündig geworden. Ansonsten gibt es bei der 4x4 Community (Forum) auch immer aktuelle Infos.

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
221 Beiträge · seit 200807. Jan. 2015 · #9
hallo ihr beiden,

vielen herzlichen Dank. Super.

Viele Grüße
Georg
5'479 Beiträge · seit 200927. Jan. 2015 · #10
Grundsätzlich gilt natürlich in Zimbabwe wie im Rest der Welt die Känguru-Weisheit: "Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot."

Wir sind letzte Woche auf der Strecke Hwange - Bulawayo - Plumtree durch Dutzende Roadblocks gefahren. War wirklich unglaublich, wieviele Polizisten dort an den Straßen postiert sind. Bis auf 3 Roadblocks wurden wir immer durchgewunken. Dort wo wir anhalten mussten, waren die Polizisten immer sehr höflich. In erster Linie wurden wir nach Waffen gefragt und unser verschlammtes Auto bemängelt. Durchsucht wurden wir nie. Mit der Nummernschildbeleuchtung hätten sie uns jedes Mal drankriegen können, da unser Wagen aufgrund der beiden Reserveräder am Heck ein auf die Stoßstange geschraubtes Nummernschild ohne jede Beleuchtung hatte.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
904 Beiträge · seit 201011. Feb. 2015 · #11
Hallo Birgitt,

muss Dir leider mal widersprechen. Wenn ich zu schnell fahre und geblitzt werde, hatte ich es selbst in der Hand. Das ist bei den Kontrollen mal ganz sicher nicht der Fall.

Ich hab schon viel gesehen, durfte Europa schon fast 50x verlassen, und habe dabei gelernt, gelegentlich den Urlaubsfilter auszuschalten und auch mal nüchtern auf eine Sache zu schauen. Das, was in Sim abläuft, ist mit einer Jagd zu vergleichen. Ich bin auch schon wegen den lächerlichen Reflektoren angehalten worden, ungefähr 5-6x. Während zähen Diskussionen mit den Typen, die dort als Gesetzeshüter herumlaufen, wurden zahlreiche Fahrzeuge ohne Reflektor durch gewunken. Ich hab ein deutsches Kennzeichen, was bedeutet, dass ich im Geld schwimme und "Opfer" auf die Stirn graviert ist.

Ich fahre trotzdem in ein paar Wochen wieder hin, weil mir Land / Leute gefallen. Dennoch kotzt es mich zutiefst an, so behandelt zu werden. Ich habe noch nie was bezahlt, führe mich auf, dass ich mich selbst nicht mehr erkenne, und tue so, wie wenn ich die Botschaft anrufe. Spätestens da wollte mich noch jeder loshaben.

Das macht keinen Spaß, trübt die Freude, und man sollte das nicht verniedlichen.

Grüßle aus dem wilden Süden
Ebi
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2015
904 Beiträge · seit 201011. Feb. 2015 · #12
Hallo nochmal,

ganz vergessen: die Nummer mit 2 Warndreiecken - ist die nur eine Ausnahme? Oder wurde bei mehreren Leuten danach gefragt?

Wenn das die neue Masche ist, kauf ich mir noch eins.

Grüße
Ebi
2'462 Beiträge · seit 200611. Feb. 2015 · #13
Ebi schrieb:. auch mal nüchtern auf eine Sache zu schauen. Das, was in Sim abläuft, ist mit einer Jagd zu vergleichen. Ich bin auch schon wegen den lächerlichen Reflektoren angehalten worden, ungefähr 5-6x. Während zähen Diskussionen mit den Typen, die dort als Gesetzeshüter herumlaufen, wurden zahlreiche Fahrzeuge ohne Reflektor durch gewunken. Ich hab ein deutsches Kennzeichen, was bedeutet, dass ich im Geld schwimme und "Opfer" auf die Stirn graviert ist.

Ebi
Hallo Ebi,

ist es nicht ein Widerspruch an sich, wenn Du zwar nüchtern an eine Sache herangehst, dann aber von lächerlichen Reflektoren und Jagd sprichst? 😉

Die Reflektoren werden in Simbabwe meines Wissens per Gesetz verlangt. Ob die nun an sich lächerlich sind, vermag ich nicht zu sagen, aber man muss sie dann nun mal haben. Wenn nun bei Verkehrskontrollen fast nur oder ausschließlich fremde Kennzeichen und damit vermeintlich die Touristen rausgewunken werden und die dann auch bei fehlenden Reflektoren zahlen müssen, erscheint mir das nur logisch. Wieso sollte man sich mit Einheimischen aufhalten, die zwar auch keine Reflektoren haben, aber im Zweifel die Strafe gar nicht zahlen können, weil ihr Einkommen zu niedrig ist... Dann doch lieber den Touristen nehmen - das ist Kapitalismus in seiner reinen Lehre 😛

Bei offensichtlichen Verkehrsdelikten diskutiere ich das nicht, nicht in Deutschland und auch nicht in Simbabwe. Sollte ich etwas zahlen, für das es keine Grundlage gibt, habe ich bislang mit zwar langwierigen, aber recht netten Gesprächen gute Erfahrungen gemacht. Mit der Botschaft musste ich noch nie drohen 😉

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
466 Beiträge · seit 201011. Feb. 2015 · #14
Zum Thema Roadblocks...

wir haben Zimbabwe schon x-mal bereist...
Es mag hilfreich sein den Bußgeldkatalog als Ausdruck dabei zu haben - mittels Suchfunktion findet man im Forum einen link zum download.

Warndreieck..
Laut diesem Katalog gibt's ein Ticket wenn man kein Warndreieck vorweisen kann; im Katalog steht aber nichts davon, dass man 2 haben muss. 2 Warndreiecke benötigt man wenn man einen Anhänger zieht...

Wir haben zur Sicherheit 2 Warndreiecke dabei, wichtig sind auch Warnwesten - wir haben 2 orange und 2 gelbe Westen dabei...just in case 😉 und natürlich ein ErsteHilfeSet dass nicht abgelaufen ist...

Feuerlöscher ist auch immer wieder ein Thema - im Falle einer "verschärften" Kontrolle wird u.U. geprüft, ob das Verfallsdatum des Feuerlöschers nicht überschritten ist. Im Zweifelsfall wird behauptet der FL müsse einen landeseigenen Prüfstempel tragen...

Leidiges Thema Reflektoren...
Laut Bußgeldkatalog müssen Fahrzeuge vorn mit zwei weissen und hinten mit zwei roten Reflektor versehen sein - quasi an jeder Ecke (update: 60 mm im Durchmesser!) Es steht nicht im Katalog dass die Reflektoren von einem bestimmten Herstellen sein müssen. Fakt ist, dass von der Polizei immer Reflektoren von 3M verlangt werden.
Pickups gelten allgemein als commercial vehicle - und diese müssen hinten einen Reflektor haben der über die Fahrzeugbreite geht - Hilux gilt als Pickup, auch mit Canopy 😈
Geschlossene Landcruiser hingegen gelten als Saloon - Kombi - und brauchen wieder keinen (langen) Aufkleber...

Tatsache ist, dass die Jungs immer was finden wenn sie's drauf anlegen. Oft wird auch behauptet der Wagen wäre eine Beleidigung für's Auge weil er so dreckig ist - dann sind 5 US$ fine fällig! Niemand möchte an einem Roadblock länger als nötig aufgehalten werden. Eine Reihe von Leuten sitzt so eine Situation einfach aus - this is africa... aber ich persönlich zahle lieber ein kleine Strafe als zu viel Zeit zu verlieren. WICHTIG, immer ein Quittung verlangen, dann erledigt sich so mancher Strafzettel von selbst 😉

Die Geschichte mit den Roadblocks hört sich jetzt ein bissl nach Wegelagerei an, aber die Realität ist deutlich entspannter.
An den meisten Roadblocks wird man als offensichtlicher Tourist gleich durchgewunken, auch mit ausländischem Nummernschild.
Wenn man denn doch mal angehalten wird, sind die Polizisten eigentlich immer sehr höflich und nach ein paar freundlichen Worten darf man zumeist ohne irgendwelche Papiere zeigen zu müssen weiterfahren.

Die Radarkontrollen sind eine andere Marke, hier hatten wir manchmal den Eindruck als wenn eine "Gang" am Werk ist. Wir haben es mehrfach erlebt dass nachfolgender Verkehr sehr dicht aufgefahren ist um ein schnelleres Fahren zu nötigen - wenig später stand ein Polizist hinter einem Baum... aber das kann auch nur ein Eindruck sein 😉
Auf jeden Fall in ZIM immer auf die Geschwindigkeitsbeschränkungen achten - in keinem anderen Land findet man so viele Radarfallen wie in ZIM! Es gibt nach einem Geschwindigkeitstrichter immer wieder eine stufenweise Anhebung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit. Die Aufhebung kann aber länger auf sich warten lassen - ggf. also weiter langsam fahren bis ein Schild kommt, auch wenn die Locals an einem vorbeispurten. 😗
Im Falle einer Überschreitung - Video zeigen lassen und Quittung verlangen!

Grüßle
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2015
904 Beiträge · seit 201011. Feb. 2015 · #15
Hallo Sanne,

Botschaftskarte habe ich gezogen, als sie mich einsperren wollten. Das ist dann schon eine Situation, die etwas speziell ist. Zunächst versucht man es immer auf die lustige Art. Die funktioniert in Namibia z.B. immer, da gibt es ja auch Kontrollen. Am Ende lacht man sich oftmals schlapp und fährt weiter. Wenn es nicht so geht, muss es halt anders gehen. Ich zahle halt nicht und basta.

Im Prinzip sind die Polizisten im grellen Leibchen ja auch bequem. Die wollen weder Aufwand noch Ärger haben. Denke mal, dass der größte Fehler ist, die paar $ einfach zu bezahlen. Das animiert dann schon, das weiter zu treiben.

Wenn ich den Zustand der Fahrzeuge in dem Land sehe, glaube ich nicht, dass fehlende Reflektoren ein echtes Problem sind. Ist denen doch wurscht, was der Aufhänger ist, sie wollen halt die Kohle.

Grüßle
Ebi
54 Beiträge · seit 201511. Feb. 2015 · #16
Guten Tag,

soweit ich das mitbekommen habe, liegt ein gewisses Problem auch darin, dass viele Auto-Vermieter zwar Fahrten nach Zimbabwe erlauben, die Fahrzeuge aber gar nicht die Anforderungen dort erfüllen. Unter anderem der von FSausS genannte durchgehende Reflektorstreifen am Heck des Pickups fehlt häufig und Ärger an Roadbloacks in Zim ist dann vorprogrammiert. Letztlich sind Zimbabwe-Reisende gut beraten, sich selbst zu informieren und nicht darauf zu vertrauen, dass der Vermieter schon dafür sorgt, dass das Fahrzeug die erforderliche Ausstattung hat. Eine zweite Warnweste, Reflektorklebeband, u.ä, kann man zur Not auch unterwegs noch für wenige Euro kaufen. Das ist allemal billiger und entspannter, als an unzähligen Roadblocks Stress zu haben.

Gruß

Martin
904 Beiträge · seit 201011. Feb. 2015 · #17
Hallo Martin,

hab Reflektorstreifen hinten, jedoch nicht durchgehend. Ist das Gesetz?

Ansonsten: möge Dir Dein Optimismus erhalten bleiben. Ich kann mir echt keine Maßnahme vorstellen, die zur Entspannung führt, weil es ja nicht um die Sache geht, sondern um Geld. Kenne sogar jemand, den man aufgefordert hat, die Funktion des Feuerlöschers zu demonstrieren. Der nächste Wegelagerer hätte dann moniert, dass der Löscher schon benutzt ist.

Grüßle
Ebi
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2015
1'667 Beiträge · seit 201111. Feb. 2015 · #18
Ebi schrieb: Ich kann mir echt keine Maßnahme vorstellen, die zur Entspannung führt, weil es ja nicht um die Sache geht, sondern um Geld.

Grüßle
Ebi
Ist das nicht in Deutschland auch häufig so ? Radarfalle ein paar Meter vorm Ortsausgang ? Von der Schweiz mal ganz zu schweigen. Auch dort scheint mir nicht jede Geschwindigkeitskontrolle dem Wohle der Bevölkerung zu dienen 😉

Wir hatten mit den Roadblocks in Zim durchgängig gute Erfahrungen, die meisten wollten vor allem ein Schwätzchen halten.

Ich kenne Länder in Osteuropa, da sind wir häufiger angehalten worden und schlechter behandelt worden..
Aber wer Angst vor den Roadblocks in Zimbabwe hat.....es gibt ja noch viele andere Ziele in Afrika ...

LG

Montango
Botswana 2016 Sambia 2016 Zimbabwe 2016 KwazuluNatal 2015 KTP-Namibia-Kapstadt 2013 Zimbabwe 2012 Noch keiner hat am Ende gesagt "Ich hätte mehr Zeit im Büro verbringen sollen"
319 Beiträge · seit 201211. Feb. 2015 · #19
Ebi schrieb:Hallo Martin,

hab Reflektorstreifen hinten, jedoch nicht durchgehend. Ist das Gesetz?
Kommt drauf an, was für ein Fahrzeug du hast. Eigentlich ist das alles in den Regulations geregelt, die man im Internet ohne Probleme findet, z.B. hier: Regulations Da ist auch klar ersichtlich, daß man 2 Warndreiecke braucht. Als ich vor 2 Jahren mit einem Leihfahrzeug von KEA von Südafrika nach Zimbabwe gereist bin, habe ich das bei der Übernahme auch alles geprüft. Ich staune immer wieder, daß viele sich auf die Mietwagenfirma etc. verlassen. Die Infos findet man nun wirklich ohne Probleme im Internet und die Zeit umdas zu prüfen sollte sich eben jeder nehmen.

In Zimbabwe wurden wir auch häufig angehalten, hatten aber nie Probleme. Einfach freundlich aber bestimmt auftreten - ich sehe häufig, daß die Leute oft genervt reagieren. Das bringt nichts. Im Notfall bleibt man eben mal 1 Stunde stehen und diskutiert.

Einmal wurde ich wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung angehalten. Aber das lief auch alles akkurat. Der Polizist zeigte mir seine Laserpistole mit dem gemessenen Wert und berechnete die Strafe auch ganz korrekt (die entgegen meinen Erwartungen sogar garnicht so hoch war). Übrigens bin ich auch mit Zimbabwern mitgefahren, und die wurden genauso angehalten. Wegen einer unstimmigkeit bei seiner Versicherungsmarke musste einer genauso Strafe zahlen.

Übrigens war ich vor Kurzem im Congo unterwegs. Dort auch öfters Straßensperren. Mit Freundlichkeit aber einem bestimmten Auftreten hatte ich dort auch keine großen Probleme.

toumtoum
zuletzt bearbeitet 11. Feb. 2015
904 Beiträge · seit 201011. Feb. 2015 · #20
Danke!

Stimmt der Spritpreis im Kongo, ein paar Leute aus SA haben erzählt, dass der bei 20 Cent liegt.

Grüße
Ebi