nachdem mir dieses Forum sehr bei unserer Namibia Planung geholfen hat, fühle ich mich doch eine wenig in der Pflicht mit einigen Urlaubsbildern-und Anekdoten etwas zurückzugeben. Nachdem wir bereits 2009, 2010 und 2012 in Südafrika waren, keimte 2013 der Gedanke, mal etwas anderes anderes von Afrika zu sehen. Schnell kam uns dabei Namibia als Reiseziel in den Sinn, da man hier relativ einfach selbst fahren kann und trotzdem schöne Landschaften und Tiere beobachten kann. Wir - das bin ich 37 Jahre alt- und meine Frau Nicole (35 junge Jahre alt) - haben dann mal begonnen ein wenig runzuplanen. Als wir so die Flugzeiten mit SAA gesehen haben und, dass uns in Johannesburg nur eine Stunde zum umsteigen blieb, habe ich mal als halbernsten Scherz eingeworfen, wir könnten doch noch eine Woche Krüger dazwischenschieben 😄 . Ich muß kurz einfügen, dass ich seit 2009 quasi Krügersüchtig bin, Die Sanparks Webcams, das Forum, Facebook-Seiten und die Live-Drives auf wildearth.tv gehören seitdem zu meinem täglichen Leben. 2012 habe ich es sogar irgendwie geschafft, eine Hälfte der Hochzeitsreise in den Krüger zu verlagern 😊 . Zu meiner Überraschung kam kaum Widerspruch von Nicole, es wäre ja sogar praktisch und wir sparen uns so den Stress beim Umsteigen in Johannesburg 😛 . Ende 2013 stand dann die Reise für den September/Oktober 2014 fest:
1 Woche Krüger NP (BergenDal, Satara, Lower Sabie, Pretoriuskop) und anschließend 16 Tage Namibia: Kalahari, Tirasberge, Sossusvlei, Swakopmund, Erongo Gebirge, Etosha und zurück.
Im Vordergrund sollten sie Tierwelt und Landschaften stehen, in denen wir wandern können - danach wählten wir auch unsere Unterkünfte aus. Am Ende standen dann mit großer Hilfe einiger Forumsmitglieder folgende Unterkünfte auf dem Buchungsplan: Eningu, Teufelskrallen Tented Camp, Koiimasis, Sam's Giardino, AiAiba, Okaukuejo, Halali, Namutoni und The Elegant Farmstead....
So, genug der Vorworte, die Safari kann beginnen und einige Plätze auf dem Game-Drive sind noch frei....
Viele Grüße aus dem Berchtesgadener Land
Michael
Teil 208. Nov. 2014
10.09 - 11.09.2014 Flug und endlich wieder in Afrika
Nach monatelanger Planung und Warten hiess es heute endlich wieder URLAUB! WIe immer dauerte der Fotorucksack am längsten zu packen, der Rest war relativ schnell zusammen und überraschenderweise hätten sogar noch einige Kilo mehr in die Koffer gepaßt. Unser Flug ging abends um kurz vor 22 Uhr von München nach Johannesburg und wir waren bereits gegen 19 Uhr am Abflug. Das Einchecken verlief äusserst problemlos und somit konnten wir unsere letzte bayerische Mahlzeit ohne jede Hektik geniessen:
Gutgelaunt bestiegen wir den Flieger und verließen pünktlich den Münchener Flughafen Richtung Afrika. Leider funktionerte mein Entertainement System nicht und somit mußte ein Alternativplan für die nächsten 10 Stunden her. Nach zwei schnellen, leckeren Castle-Dosenbier war dieser aber hinfällig, da ich fast bis zur Landung durchschlief 🙂 . Kurz nach 8 Uhr morgends landete unser Airbus am OR Tambo in Johannesburg und wir wollten schnell durch die Passkontrolle zum Mietwagen. Leider waren wir noch im Deutsch-Modus, denn schnell ging hier gar nichts. Die leicht übergewichtige Dame gähnte uns erstmal herzhaft an und brauchte für jede Seite im Pass zum Umblättern eine gefühlte Ewigkeit, die nur vom wiederholten Gähnen unterbrochen wurde. Irgendwann bemerkte Sie wohl unser Grinsen und begann laut zu lachen 😁 -wir waren in Afrika angekommen! Auf unseren Mietwagen waren wir ziemlich gespannt - gebucht hatten wir einen Kia Sportage Automatik über Dertour/Hertz. Leider haben wir diesen nicht bekommen, sondern einen Hyundai IX35, der von aussen super aussah und erst 2000km auf den Buckel hatte. Im Nachhinein waren wir nicht ganz zufrieden, da die Ausstattung eher spartanisch (ohne Tempomat, ohne Thermometer) war.
Kurz nach 10 Uhr ging es dann Richtung Krüger auf die Autobahn. Im Vorfeld hatten wir einige Bedenken bezüglich der Baustelle zwischen Nelspruit und Malelane - diese war aber mit dreissigminütiger Wartezeit relativ flott bewältigt, so dass wir nach dem obligatorischen Supermartktbesuch in Malelane bereits um kurz vor 15 Uhr am Gate standen:
Schlabberhose und FlipFlops anziehen, Fernglas umhängen, Kameras bereitlegen und schon von der Brücke konnten wir die ersten Krokodile, Nilpferde und Reiher entdecken.
Besonders schön finde ich immer die Impalalilien:
Nachdem wir die Wildcard bereits zu Hause erneuert hatten, dauerte das Prozedere am Gate nicht wirklich lang und kurz hinter der Schranke warteten schon die ersten Impalas auf uns:
Nachdem wir noch so früh dran waren, beschlossen wir noch eine Schleife über die S114, H2-2 und H3 zu fahren bevor es ins Camp nach BergenDal ging. Nachdem es circa 40 Grad hatte, erwarteten wir nicht viel von der Tierwelt Afrikas zu sehen. Früh bemerkten wir dass die Gabelracken dieses Jahr allgegenwärtig waren - ein Guide erzählte uns auf einem Sunsetdrive, dass diese Vögel 17 verschiedene Farben haben:
Auf der S114 entdeckten wir unsere ersten Elefanten und einen Baum voll Geiern:
Kurz bevor wir wieder auf die Teerstraße kamen, stand ein mächtiger Giraffenbulle auf der Sandstrasse - und bei dem war wirklich alles ziemlich mächtig 😮
Viele Grüße
Michael
Teil 309. Nov. 2014
Nachdem der Giraffenbulle mitten auf der Sandstraße stand, blieb uns Zeit, den Kerl mal näher zu betrachten. Dabei ist Nicole etwas aufgefallen, dass wir bisher bei den Bullen noch nie so genau gesehen haben - neben einem ziemlich kaputten Knie hat er auch noch ziemlich mächtige.....
Nach einiger Zeit andächtigen Staunens fuhren wir weiter und hatten diese sehr schöne Sichtung eines Kampfadlers mit seinem Jungtier:
Links oben im Eck sitzt das Junge:
Aus traurigem aktuellem Anlaß verzichte ich darauf, die exakten Positionen der Rhinos im Krüger zu posten. Aufgrund der Ankündigung SanParks, ca. die Hälfte der Rhinos aus dem gefährdeten Teil des Südens entfernen zu wollen, könnte dies das letzte Mal gewesen sein, dass wir diese tollen Tiere in so großer Anzahl gesehen haben:
Gegen 16.00 Uhr kamen wir auf die H3 und machten einen kurzen Abstecher zum Wasserloch Renosterpan. Hier kam uns dann auch das erste vierbeinige Raubtier vor die Linse:
Die Hyäne ging direkt neben unserem offenen Fenster vorbei und es ist immer wieder erstaunlich, wie groß diese Tiere sind.
Irgendwie mögen wir die hügeliche Gegend um BergenDal sehr - die Berge und Steppe bilden einen sehr schönen Kontrast, es gibt eine Menge Elephanten, Rhinos und mit etwas Glück zeigen sich auch Löwen, Leos oder Wild Dogs.
Auf der S110 standen dann plötzlich jede Menge Autos am Strassenrand und starrten in ein trockenes Flußbett. Wir werden doch nicht schon in den ersten Parkstunden Löwen oder einen Leo sehen? Nachdem wir einige Zeit versucht haben etwas mit den Ferngläsen zu entdecken, fragten wir zwei junge Franzosen, was es hier zu sehen gibt. You just missed a female leopard with her newborn cub crossing the road!....Wie ich diese Worte doch hasse!! 😠 😠 Wir versuchten noch einge Minuten, etwas zu entdecken, aber die beiden waren wohl im Dickicht verschwunden.
Ein paar Meter weiter versuchte uns dieser junge Ellie mit seinem irgendwie traurigem Gesicht zu trösten:
Na ja, wir haben ja noch eine Woche und als Trost wurde die erste Packung Biltong geöffnet und wir genossen den schönen Sonnenuntergang hinter den Hügeln 😁 .
Wir checkten in BergenDal ein und bekamen einen schön gelegenen Bungalow direkt am Zaun. Schnell war der Grill angeworfen, wir genossen eine köstliche Boerewors mit gegrillten Champignons und lauschten den Stimmen des Buschs....
Morgen gehts weiter nach Satara.....
Euch allen einen schönen Sonntag
Michael
Teil 411. Nov. 2014
BergenDal nach Satara
Nach einer entspannten, aber eher geräuschsarmen Nacht hieß es Aufstehen um 4.30. Auch der Busch um uns erwachte und von der Veranda sahen wir bei einer Tasse Kaffee die ersten Impalas. Pünktlich zur Gateöffnung waren wir aus dem Camp. Im Park sind war dann absolute Vielfahrer, nicht selten sind wir 8-10 Stunden am Stück unterwegs. Für mich ist die Fahrerrei im Park Entspannung pur - Tempomat bei 40 km/h auf der Teerstrasse rein, Fenster runterlassen und ab und an einen Kaffee trinken oder etwas snacken....
Die erste schöne Sichtung des Tages:
Kurz danach die Dame mit den (zweit)schönsten Augen im Park - nicht, daß meine Frau böse wird 😄 :
Auf der S110 war sonst nicht viel los, nur einige Büffel tarnten sich im morgendlichen Dunst:
Wir bogen auf die H3 - eine der besten Strassen im Park für mich - ab und fanden dort eine junge Hyäne, die von der morgendlichen Jagd heimkam:
Obwohl es erst kurz vor 7 war, heizte die Sonne die Temperaturen schon richtig an. In Afsaal, war es Zeit für eine erste kurze Pause und einen kleinen Plausch mit dem Parkplatzwärter: Na? Habt ihr schon die Parkgebühren entrichtet?
Wir durften aber ohne Futterspende weiterfahren - irgendwo dazwischen hatten wir eine superschöne Rhinosichtung. Die drei waren total relaxt und kamen bis auf einige Meter an unser Auto heran:
Die Nacken dieser Tiere sind schon echt erstaunlich:
Das nächste kleine Highlight waren 4 südliche Hornraben - bei näherem Betrachten sind das doch sehr skurrile Tiere:
Kurz vor Skukuzza standen einige Autos vor den Felsen, die "Schuldigen" waren schnell gefunden:
Wir blieben auf den Hauptstrassen und konnten dort einige schöne Portraits der Tiere am Strassenrand machen:
Anführer von vielen Frauen:
1
Fluffy, ein angesehenes Supermodel:
Über die H4-1 ging es dann über den Sabie-River-die Ellie Herde hatte scheinbar ähnliches vor:
2012 waren wir im März im Park und der Sabie war ein reißender Strom - diesmal war nur noch sehr wenig Wasser im Fluß. Den Sattelstorch schien das nicht wirklich zu stören:
Der Kampfadler nahe am Fluß wartete auf Beute:
Bis dahin war das eine sehr entspannte und unaufgeregte Fahrt. Das sollte sich aber ändern, als wir Abstecher zum Leeupan-Wasserloch auf der H1-2 machten. Wir traffen auf eine Gruppe Grünmeerkatzen, die einen ziemlichen Lärm machten:
Wir hielten in der Umgebung nach Raubkatzen Ausschau, konnten aber nichts entdecken.Grund für die Aufregung der Affen waren aber keine Raubkatzen, sondern diese Schlange, die vor uns die Strasse querte:
Einer meiner Wünsche war, einmal eine richtig giftige Schlange im Krüger zu sehen. Wir fuhren etwas näher an das Gebüsch, in dem die Schlange verschwand. Scheinbar hatte diese auch die Idee, die nervigen Eindringlinge einmal näher zu betrachten und stellte sich genau in diesem Moment auf:
Im ersten Moment dachte ich, dass es sich dabei um eine harmlose spotted bush snake handelte - so eine hatten wir das letzte mal in unserem Bungalow hängen. Bei genauerem Hinsehen und aufgrund der großen Augen, kontten wir das Exemplar aber dann als männliche boomslang identifizieren 😁 .
Glücklich über dieses schöne Exemplar ging's dann weiter in Richtung Satara.....
Teil 514. Nov. 2014
Nach dieser schönen Schlangensichtung fuhren wir glücklich weiter Richtung Satara.
Zuerst trafen wir auf den Go-Away Bird:
Amn Kumana Dam standen einige Autos. Wir beobachteten das bunte Treiben am Damm. Wasserböcke, Impalas, Pumbas standen ruhig um das Wasser:
Von der anderen Seite der Strasse her kreuzte eine Herde Paviane....
Die Kerle sind einfach nur lustig und interessant anzusehen:
Erst jetzt bemerkten wir, dass alle Leute ins hohe Gras gegenüber des Dams starrten. Wir fragten das erste Auto, ob es denn hier was besonderes zu sehen gäbe? Was war natürlich die Antwort: There was a male leopard trying to catch a young baboon...but now it's gone....sollte das mit den Raubtieren dieses Jahr etwas nicht klappen? Wir blieben noch eine viertel Stunde, aber es tat sich gar nichts und bei annähernd 40 Grad war der Leopard wohl jetzt nicht mehr aktiv....
Also fuhren wir über den südlcihsten Baobab im Krüger weiter:
Nachdem wir noch früh dran waren, beschlossen wir den Umweg H6/S41/S100 einzuschlagen. Auf der H6 war rein gar nichts zu sehen - erst als wir über den Nwanetzi Fluss fuhren, begannen die Tiere zahlreicher zu werden:
Eine Herde Gnus auf der S100 - eine meiner Lieblingsstrassen im Park, vor allem in der heissen Jahreszeit:
Elefanten gibt es immer auf der S100:
Diese Herde querte nahe uns die Strasse:
Dem Raffie schien es zu schmecken:
Wir checkten in Satara ein und waren das erste Mal in einem der kreisförmig angelegten Bungalows untergebracht. Es waren noch knappe 2 Stunden Zeit und ich wollte noch einen Abstecher zum Nsemani Dam machen - nachdem Nicole ein wenig müde war und sich frisch machen wollte, fuhr ich diesmal alleine. Irgendwie ein seltsames Gefühl nach links und rechts schauen zu müssen. Am Dam waren einige faule Hippos:
Ein Kudubulle posierte schön für ein Foto:
Dieses Warzenschwein belustigte mich ziemlich:
Am Girivana Dam fanden ich dann noch eine Herde Kudus, Zebras und einen Sattelstorch:
Da wir für den Abend einen Sunset-Drive gebucht haben,mschten wir uns 20 Minuten davor zu Fuß auf den Weg und waren überglücklich als wir unseren Guide Martin sahen. Mit ihm hatten wir bereits vor zwei Jahren einige Drives gemacht, die alle phantastich waren. Highlight damals waren drei Rhinos, die etwas dagegen hatten, dass ein Löwenrudel einen Büffel gerissen hatte:
Wir plauderten kurz und wie immer sagte er , er wisse noch nicht so recht, wo wir heute hinfahren sollen. Richtung Olifants war wohl ein mächtiges Buschfeuer entfacht, das ihm einige Bedenken machte. Rasch füllte sich der Bus mit sehr angenehmen und ruhigen Zeitgenossen und wir fuhren auf die H6. Umgefähr in der Mitte war ein aktiver Hyänenbau und zwei der Halbstarken waren aktiv - einer spielte mit einem Impalahorn:
Es war wunderschön die beiden im untergehenden Sonnenlicht anzuschauen - trotz des schlechten Rufes einfach tolle Tiere:
Der Stein schien auch ziemlich gut zu schmecken - hoffentlich sieht das der Zahnarzt nicht 😮 :
Der Kerl traute sich recht nah an die Hyänen:
Es begann langsam zu dämmern und durch das Buschfeuer konnten wir frühzeitig einige sehr schöne Sonnenuntergangsbilder machen - in der Ferne graste eine große Büffelherde...es war magisch:
Wir versuchten dann noch einige Bilder vom Buschfeuer zu machen, aber es gelang nicht so richtig - hier kann man es erahnen:
Die Dunkelheit setzt ein, ich hatte zum Glück einen Platz mit Spotlight und als wir auf der S100 ankamen hatten wir alle paar Meter ein Highlight - leider gibt es davon aufgrund der Finsternis keine Bilder. Die Reihenfolge war:
Ein Stachelschwein, zwei Streifenschakale, zwei Zibetkatzen und als Haupttreffer hatten wir einen Serval mitten auf der Strasse.
Müde und k.o. kamen wir wieder in Satara an - heizten den Grilll an und genossen zum Gesang einer Eule den Abend. Die Nacht sollte kurz werden, denn morgen frü stand ein Morning walk auf dem Programm - sollten sich da die ersten Raubkatzen zeigen??
Teil 617. Nov. 2014
Satara Morning Walk
Nach einer sehr kurzen Nacht hieß es heute ganz bald aufstehen zum morning walk. Ich finde es, die schönste Art den Busch zu erleben, Spuren zu lesen, Gerüche wahrzunehmen und auch die kleinsten Lebewesen zu entdecken. Wir hatten bereits walks in Lower Sabie und 3 Tage am Stück in der Shindzela Lodge im Timbavati Gebiet gemacht und waren gespannt, wie dieser in Satara so wird. 20 Minuten vor dem Treffpunkt verließen wir den Bungalow mit taschenlampen bewaffnet, da es noch stockdunkel war. Eigentlich waren es zur Rezeption nur 5 Minuten, aber itrgendwie sind wir falsch abgebogen und haben uns in den Bungalowcircles total verfranst. 5 Minuten vor dem Treffpunkt wußten wir weder, wo die Rezeption, noch wo unser Bungalow war 😮 😄 . Irgendwie kamen wir dann doch mit Glück wieder zum Ausgangspunkt, stiegen ins Auto und fanden den Treffpunkt, wo schon die 6 anderen Gäste ungeduldig warteten. Die Guides stellten sich kurz vor, Farukh kannte ich mit seinem langem Bart schon aus dem Sanparks Forum und den anderen (leider habe ich den Namen vergessen), hatte ich auch im Vorfeld schon irgendwo gesehen. Farukh erzählte dann, dass sein Kollege der wohl berühmteste Guide im Park ist und dieses Video aus dem Jahr 2012 ist der Grund:
Damals hatte die Gruppe gerade Pause nahe dem Fluß gemacht und eine Gruppe Ellies mit Jungtieren, denen sie davor aus dem Weg gegangen waren, kam überraschend nochmal zum Fluß zurück. Einige Gäste liefen entgegen den Anweisungen davon und der Ranger schoß auf die angreifende Leitkuh. Zum Glück traf er nur den Stoßzahn, die Leitkuh wich zurück und weder Tier noch Mensch kamen letztlich zu Schaden.
Noch im Dunkeln verließen wir das Camp Richtung Norden und bogen dann in Richtung des Sweni Flußes ab, wo wir nach einer halben Stunde mit dem Walk begannen.
Teil 717. Nov. 2014
Satara Morning Walk
Nach eine kurzen Instruktion ging der Walk durch die offene Buschlandschaft los. In der Ferne sahen wir einige Imapalas und Streifengnus, die uns argwöhnisch beobachteten. Bald entdeckte einer Guides Löwenspuren und den Überrest eines Gnus:
Kurz darauf entdeckten wir einige große Elephantenbullen in der offenen Ebene. Der Wind stand günstig und wir konnten uns bis auf 30 Meter an die Riesen heranwagen - ein aufregendes und für uns einmaliges Erlebnis:
Das ist eines meineer Lieblingsbilder aus dem Urlaub:
Hier der Bulle etwas näher:
Als die Guides immer mehr Elephanten um uns herum fanden, war es Zeit den Rückzug anzutreten. Wir liefen um einen Bush und sahen gerade noch ein Tier davonhuschen. Ich hörte Farukh zum anderen Guide sagen: "Did you see the Ingwe?" . Von unseren letzten Safaris wußten wir noch, daß sich die Guides oft über die Tiere auf Shangaan unterhalten, damit die Touris nicht sofort wissen, über welches Tier es geht gerade geht. Und Ingwe war zweifellos der Leopard 😁 😁 . Leider gibt es kein Foto davon,aber ich war glücklich zu Fuß einen Leoparden gesehen zu haben.
Nach einer guten Stunde war Zeit für eine Pause und die Guides hatten einen perfekten Platz dafür ausgesucht:
Wir hatten einen 360Grad Blick über die Ebene, sahen Ellies, Gnus, Giraffen und Steinböckchen und genössen Biltong mit Käsekräckern - kann das Leben schöner sein? 🙂
Über einen ausgetrockneten Damm ging es zurück Richtung Auto. Hier stank es fürchterlich, den es waren hunderte vertrockene Welse überall. Den Mangusten schmeckten die Reste scheinbar:
Dann hatten wir ein witziges Erlebnis: Eine Teilnehmerin erzählte vorab, dass sie Angst vor Schlangen hat und die Guides sagten Ihr, zu 99% werden wir keine sehen. Farukh drehte sich plötzlich um und sagte: "There you have your snake!" .Jeder starrte auf den Boden und suchte um seine Füsse nach der Schlange bis die Guides lachten und in die Luft deuteten:
Zwei Walhberg Adler (?? bitte verbessern falls falsch) hatten eine vertrocknete Schlange ntdeckt und wollten diese genüsslich in einem Baum verspeisen. Leider hatten einige andere Vögel (die ich leider nicht identifizieren kann) in der Nähe ihr Nest und versuchten, die Adler zu vertreiben - hier die Bildergeschichte:
Mehr als zufrieden gingen wir zum Auto zurück. Auf dem Weg zum Camp entdeckten wir einige kreisende Adler in der Nähe und die Guides fragten uns, ob wir noch Lust auf einen kleinen walk hätten - evtl. sehen wir einen frischen kill - klar hatten wir!! 🙂 🙂
Vorsichtig näherten wir uns der Stelle - das war alles das über war:
Das Impala war ca. vor einer Stunde von einem Leopraden oder Geparden gerissen worden - die Eingeweide und Augen waren verspeist und der Rest den Geiern überlassen worden. Leben und gefressen werden lagen hier seh nah beieinander. Man konnte am Boden genau den Punkt feststellen, an dem alles stanttfand und sah dann die Schleifspur in den Schatten. Wir wurden gefragt, was das sei - habt Ihr einen Tipp?:
Das ist der Mageninhalt des Impalas - für den Räuber unverdaulich und somit nicht geniessbar. Was für ein eindrucksvolles Erlebnis für uns - das nächste Mal möchten wir im Krüger unbedingt einen 4 TagesTrail machen. Man sieht zwar weniger Tiere, aber die Eindrücke sind doch zu Fuß so viel intensiver...
Das nächste Mal geht's weiter auf der Suche nach den Löwen...
Teil 822. Nov. 2014
Satara
Nach dem erfolgreichen morning walk, setzten wir uns gleich wieder ins Auto und wollten heute mal weiter Richtung Norden über den Timbavati Picnic Platz fahren. Es war schon gegen 10 Uhr und brütend heiß, so dass wir uns eine Route am Fluß aussuchten, um vielleicht noch das ein oder andere aktive Tier zu sehen.
Relativ lang sahen wir aber nur ein paar Impalas, die H7 Richtung Orpen war ziemlich verweist. Erst als wir in die S39 bogen und diese den Timbavati Fluss erreichte kamen die ersten Tiere aus dem Busch - eine neugierige Giraffe:
Dieser hübsche Kudubulle ließ es sich schmecken:
Und dieser Oxpecker fand scheinbar auch kleine Parasiten auf der Giraffe:
Niemand zu Hause??
Im Timbavati fanden wir dann einen einzelnen Elefantenbullen mit mächtigen Stosszähnen:
Dann entdeckten wir eine ganze Herde Giraffen, die wie versteinert dastanden und alle steif in eine Richtung starrten.
Auch die Zebras standen starr da und sahen in diesselbe Richtung:
Wir suchten die Gegend mit den Ferngläsern ab und entdeckten im Flußbett unsere ersten Löwen, die aber gerade am gehen waren - aber der Bann war gebrochen 🙂 🙂 Leider gibts davon keine guten Bilder:
Weiter gings mit dieser hübschen Schwarzbauchtrappe, die überhaupt keine Scheu zeigte:
....gefolgt von der größeren Trappenversion - der Riesentrappe:
Mit den Zebras neben der Strasse gelingt immer mal ein schöner Schnappschuß:
Am Timbavati Picnicplatz vertraten wir uns die Beine ein wenig und schauten den Südafrikanern beim Grillen zu. Es gab alle Varianten von Eiern mit Speck und Würsteln - teilweise sehr kunstvoll angerichtet. Der Rückweg zum Camp war unspektakulär und wir entschlossen uns eine Stunde nichts zu machen - für mich im Park die große Ausnahme 😕 .
Nach maximal 30 Minuten wurde ich schon wieder hibbelig und drängte Nicole dazu aufzubrechen. Das Ziel war diesmal die Brücke über den Olifants River auf der H1-5.
Das erste kleine Highlight war dieser Sekretär - nach über 4 Wochen gesamt im Park haben wir diesen Vogel endlich das erste mal gesehen:
Ansonsten war nicht viel los, wir sahen einige Elephanten, Zebras - aber alle Tiere hatten sich in den Schatten verzogen. Auf der Brücke über den Olifants blieben wir dann eine ganze Weile stehen und bestaunten diesen schönen Anblick - Africa-feeling pur 😁
Zurück gings dann wieder über die H1-4 - Giraffenstrassenblockade:
Am Wasserloch Ngotso:
Wir hatten noch ca. eine Stunde Zeit und entschieden uns, nochmal ein paar Meter auf der S100 zu fahren - diesmal die richtige Entscheidung: Diese Elephantenherde lief anfangs friedlich vor uns über die Strasse:
Kurzzeitig hielten wir dann den Atem an, als dieser junge Bulle seinem "Kontrahenten" die Grenzen aufzeigen wollte:
Einige Meter weiter standen einige Autos - ein männlicher Löwe tat das im hohem Gras, das er am besten kann - er schlief:
Die Sonne senkte sich langsam und die schönste halbe Stunde des Tages brach an:
Dieser Pavian beobachtete das Schauspiel mit einem Snack:
Wir hatten noch 15 Minuten und machten uns auf den Rückweg ins Camp:
Kurz vor Ende der S100 liefen uns noch diese Hornraben über den Weg:
Gerade als wir weiterfahren wollten, sahen wir eine Bewegung im Busch - wir konnten kaum glauben was da auf uns zukam 😮 :
Leider war es schon ziemlich dämmerig - die Bilder sind teilweise etwas unscharf. Hinter dem ersten Geparden entdeckten wir noch einen zweiten 😁
Was für ein Erlebnis - wir waren das einzige Auto und die beiden Geparden kamen bis auf 5 Meter heran und markierten ihr Revier - das Problem war nur: in 5 Minuten machte das Gate in Satara zu 😠 :
Schweren Herzens machten wir noch ein letztes Foto der beiden Brüder und schafften es gerade noch vor Torschluß ins Camp:
Aufgeregt schauten wir uns die Bilder an, grillten einige Würste und waren einfach überglücklich!!
Kann es denn noch besser werden - der nächste Morgen gibt eine klare Antwort darauf... 😁 😁
Teil 925. Nov. 2014
Satara - Lower Sabie
Nach dem tollen Geparden-Erlebniss vom Vorabend gingen wir ohne große Erwartungen in den Tag...und es sollte unser bester Safaritag werden, den wir jemals hatten 😄
Nachdem wir heute Satara verlassen mussten, waren wir schon sehr früh wach und wollten eines der ersten Autos am Gate sein, das um 6 Uhr öffnete. Gegen 5.45 Uhr fuhren wir vom Bungalow los und waren leicht entsetzt, als wir das sahen:
Vor uns standen ungefähr schon 15 verschiedene Autos 😠 😠 . Unser ursprünglicher Plan war über die S100 und S41 Richtung Süden zu fahren - nachdem aber ein Auto nach dem anderen in die S100 einbog, entschieden wir uns spontan zum Sonnenaufgang zum Nsemani Dam zu fahren, nachdem dorthin keiner abgebogen war. Die Sonne ging langsam auf....
...und wir waren trotzdem ein wenig enttäuscht, dass am Nsemani Dam kein einziges Tier zu sehen war. Ich sagte zu Nicole, dass wir noch 500 Meter weiterfahren und dann umdrehen - eine sehr glückliche Entscheidung, denn hinter der Kurve lagen einige braune Flecken mitten auf der Strasse:
Eine Löwenmama und Ihre drei Jungen hatten sich die Strasse zum aufwärmen ausgesucht - nebendran lag noch Ihre ältere Schwester und das im besten Morgenlicht 😄 😄 . Die Kameras glühten, wir konnten bis auf wenige Meter an die Familie heranfahren und waren für 10 Minuten das einzige Auto weit und breit. Jetzt gibts ein paar Löwenbilder:
Zwei weitere Autos kamen und das veranlasste die junge Familie aufzustehen und die Autos ein wenig zu begutachten:
Ich hoffe, das sind nicht zuviele Löwenbilder für euch - mir fällts aber so schwer die schönsten aus den vielen Bildern auszusuchen. Langsam verschwanden die Löwen in der Sonne und wir machten einige letzte Bilder:
Das war definitiv meine bisher schönste Löwenbegegnung! Einer der jungen ärgerte die Tante noch ein wenig 😄 :
Nachdem nun doch einige Autos da waren, entschieden wir uns weiterzufahren. Der Rest des Tages konnte ja nur noch Zugabe werden - lange blieben die Kameras aber nicht still....