Liebe Forum-Leser,
zurück von unserer zweiwöchigen Reise nach Malawi und Ost-Sambia möchten wir gerne ein paar Eindrücke und Informationen weitergeben. Vielleicht sind sie ja für den ein oder anderen interessant und/oder hilfreich…
Nach mehreren Reisen in Afrika (Namibia, Botswana, Zimbabwe, Tansania) waren wir auf der Suche nach einem weiteren Reiseziel, das unproblematisch als Selbstfahrer zu bewältigen ist. Malawi und Sambia gehören zweifellos dazu. Unser Fokus lag diesmal nicht auf Safari-Touren und Game-Drives, wir wollten eher Eindrücke von Land und Leuten gewinnen. Hierfür ist Malawi perfekt, es ist sehr dicht besiedelt, landschaftlich unglaublich schön und abwechslungsreich und ganz ganz anders, als das Afrika, das wir vorher kennengerlernt haben.
Wichtig ist für beide Länder: immer genug Bargeld mitnehmen, die wenigsten Unterkünfte nehmen Kreditkarten oder das Gerät funktioniert nicht…, immer volltanken, auch wenn kein Dieselengpass herrscht und Geduld haben – hier ist Afrika pur… Das gilt auch für die Beschaffenheit der Unterkünfte, die sich nicht mit Namibia oder Botswana z.B. vergleichen lassen. Selbst teure Lodges liegen deutlich unter dem Standard der Nachbarländer. Wir waren oft froh, ein eigenes Leintuch und dünne Baumwollschlafsäcke dabei zu haben.
Die großen Straßen sind zwar geteert, es sind jedoch haufenweise Fußgänger, Radfahrer, Ziegen etc. entlang der Straßen unterwegs und es geht langsam voran. Im Durchschnitt kommt man mit 40-50 Km/h voran, so dass auch scheinbar kurze geteerte Strecken ihre Zeit brauchen. Sehr beliebt sind auch Stolperschwellen…
Das Handynetzt funktioniert fast überall hervorragend. Auch SMS können nach Deutschland verschickt und in Malawi empfangen werden.
Nun zu unserer Reise…
05. Oktober 2014:
Madidi Lodge / Lilongwe
Ankunft in Lilongwe (Flug über Johannesburg ab München). Hier wurden wir von einem Mitarbeiter unserer Mietwagenfirma Land & Lake Safaris abgeholt und zu ihrer Agentur gebracht. Der Wagen, ein Nissan Navara war ok, ist jedoch für richtige Off-Road-Strecken (Sandfurchen etc.) vor allem in Sambia leider gar nicht geeignet. Einige geplante Strecken fielen deshalb für uns flach…
Die Madidi Lodge liegt unweit der Agentur und ist als Ausgangspunkt nach Sambia eigentlich gut geeignet. Leider ist die Lodge selbst sehr ungemütlich, düster, das Essen schlecht und das Zimmer schmuddelig. Wir hatten hier eigentlich auch die letzte Nacht unserer Reise gebucht. Die Vorstellung, hier nochmals herzukommen war jedoch so grausig, dass wir mit Hilfe meiner Mutter eine andere Lodge für den Ausklang unserer Reise gebucht haben…
06. Oktober 2014:
Track & Trail River Lodge / South Luangwa Sambia
Die Fahrt zur Grenze nach Sambia ist sehr bequem. Die Straße ist geteert und in gutem Zustand. Es gibt in Malawi sehr viele Polizeikontrollen, die sich allerdings kaum für uns interessiert haben. Zweimal wollten sie unseren Führerschein sehen, ansonsten wird man freundlich durchgewunken oder es wird ein bißchen geplaudert. Also überhaupt nicht unangenehm.
Der Grenzübertritt nach Sambia ist mit Auto etwas mühsam, aber zu bewältigen. Die Versicherung für Sambia kostet ca. 65 USD (zu zahlen in Sambia Kwacha). Dann kommen nochmals 20 USD (zu zahlen in USD) für so etwas wie eine Straßengebühr dazu, weitere 5000 Malawi-Kwacha und 30 Sambia-Kwacha (ganz ehrlich – ich weiß immer noch nicht genau für was). Also eine Menge Zettel und Quittungen, die man unbedingt gut aufheben sollte, da man zumindest die für das Auto bei der Rückreise wieder abgeben muss.
Für das Visum kamen dann noch mal 50 USD pro Person dazu. Hier wird auch die Gelbfieberimpfung kontrolliert. Und Fieber gemessen…
Ca. 25 KM nach der Grenze erreicht man die Stadt Chipata. Hier gibt es einen tollen SPAR – Markt an der Hauptstraße, bei dem man auch Zigaretten kaufen (wichtig für Raucher, da es in Malawi kaum Zigaretten zu kaufen gibt – zumindest wir hatten kein Glück) und mit VISA Karte bezahlen kann.
Kurz vor dem Ortsende geht eine Straße rechts nach Mfuwe und in den South Luangwa Nationalpark ab. Es gibt keine Schilder, deshalb sollte man unbedingt ein Navi mit dem Auto mieten, das erleichtert das Reisen in beiden Ländern sehr! Auf eine Karte sollte man trotzdem nicht verzichten, da zumindest unser Navi nicht wirklich auf dem neuesten Stand war.
Die Straße nach Mfuwe ist sehr gut ausgebaut und angenehm zu fahren. Die Track & Trail River Lodge liegt sehr schön direkt am Luangwa. Management und Personal sind sehr freundlich und das Essen ist wirklich gut (hier nehmen sie auch VISA). Der Eingang in den Park liegt nur ein paar Minuten mit dem Auto entfernt (Gebühren: 30 USD pro Person am Tag zzgl. 15 USD für das Auto). Da wir in der Nebensaison dort waren, war es schön leer. Der Park ist landschaftlich (zumindest in der Trockenzeit) nicht ganz so abwechslungsreich und nicht vergleichbar mit Chobe, Moremi oder der Serengeti – finden wir. Natürlich haben wir einige Tiere gesehen und sogar einen Leoparden, der direkt neben einem Pfad lag. Für uns war es völlig ausreichend, jemand, der mehr auf Tiersichtungen aus ist, könnte evtl. etwas enttäuscht sein. Viel zu sehen gibt es von der Lodge aus. Die Elefanten kommen nur wenige Meter an die Unterkünfte heran und laufen durch die Lodge, Unmengen an Affen laufen rum und wir haben sogar einen Leoparden gesehen, der gemütlich am anderen Ufer entlang gelaufen ist. Die Stimmung am Fluss ist wunderbar.
Wir waren einen ganzen Tag nur in der Lodge, da es an der Tankstelle in Mfuwe keinen Diesel mehr gab und es war sehr entspannend. Diesel gab es dann zum Glück an unserem Abreisetag wieder.
10. Oktober 2014:
Luwawa Forest Lodge / Malawi
Zurück über die Grenze, was völlig problemlos abläuft, sind wir weiter in Richtung Norden gefahren und haben einen Zwischenstop in der Luwawa Forest Lodge gemacht. Die Fahrt ist landschaftlich sehr spannend. Die Lodge liegt für Afrika unglaublich, mitten in einem Nadelwaldgebiet mit Holzfällercamps und einem See – es sieht fast aus wie in Kanada... Der Besitzer ist sehr nett, das Essen ok und für eine Nacht auf jeden Fall lohnenswert.
11. Oktober 2014:
Chelinda Lodge / Nyika National Park
Die Fahrt über Mzuzu bis Rumphi ist sehr schön und abwechslungsreich. Ab Rumphi wird es dann wirklich anstrengend. Die Strecke bis zur Chelinda Lodge dauert mind. 5 Stunden für ca. 110 KM und es ist mit Abstand die heftigste Strecke, die wir bisher in Afrika gefahren sind. Aber die Mühe lohnt sich. Der Park und die Lodge sind wunderbar und wieder mal ein völlig neues, anderes Afrika.
Außer Antilopen gibt es nicht viel zu sehen, aber die Landschaft ist wirklich umwerfend. Es ist sehr windig und es kann abends und in der Früh sehr kalt werden, wir waren froh über unsere Windjacken und dicken Pullis.
13. Oktober 2014:
Ngala Beach Lodge / Malawi See
Fünf Stunden geht es wieder bergab nach Rumphi. Zwei weitere Paare fahren zeitgleich von der Lodge ab und wir können im Konvoi fahren. Ab diesem Zeitpunkt sind wir unserem Auto dankbar, denn im Gegensatz zu den Mitreisenden kommen wir ohne Panne bis nach Mzuzu und weiter an den See.
Die Ngala Beach Lodge liegt sehr schön an einem Sandstrand. Die Gegend ist noch nicht so touristisch wie der Süden und es war schön, einen Tag einfach faul zu sein. Die Besitzer sind reizend, die Unterkünftige schön und das Essen ist gut. Ein sehr angenehmer Platz und sehr zu empfehlen.
15. Oktober 2014:
Bua River Lodge / Nkhotakota Wildlife Reserve
Etwas weiter südlich erreichen wir die Bua River Lodge. Sie liegt an einem Fluss mitten im Busch. Wieder befinden wir uns in einer völlig anderen Welt. Die Lodge wird von einem sehr netten Engländer (John) betrieben, ist eher einfach aber ein großartiger Platz. Das Personal ist unglaublich nett, das Essen gut und insgesamt hat es uns sehr gut gefallen. Für lange Wanderungen war es zu heiß, aber der zweistündige Bush-Walk hat Spaß gemacht und wir haben sogar ein paar sehr scheue Elefanten gesehen. Als Unterkunft bekamen wir für eine Nacht ein Island-Tent, das man über eine etwas wackelige Holzbrücke erreicht und das wirklich grandios ist. Die zweite Nacht hatten wir das sehr viel kleinere (ursprünglich gebuchte) River-Front-Tent, das auch ok, aber kein Vergleich ist. Also unbedingt eines der beiden Island-Tents buchen, die Mehrkosten lohnen sich!
17. Oktober 2014:
Safari Beach Lodge / Salima Malawi See
Hier beginnt definitiv der touristischere Teil Malawis. Die Kinder winken nicht mehr freundlich lächelnd, sondern schreien uns „give me your money“ hinterher. Salima wirkt irgendwie deprimierend auf uns und die Safari Beach Lodge ist leider grausig. Die Chalets (unseres zumindest) sind baufällig und runtergekommen, Service gibt es keinen, die Anlage ist absolut lieblos, der Strandabschnitt ebenso. Das Essen war schrecklich und sogar der Kaffee in der Früh war so unappetitlich, dass wir ihn nicht getrunken haben. Es gibt auch keine Terrasse zum Essen, sondern einen Raum, der wie eine schlimme Kantine aussieht. Wir waren sehr enttäuscht und froh, dass wir nur eine Nacht hier verbringen mussten.
18. Oktober 2014:
Kumbali Country Lodge / Lilongwe
Unsere spannende Reise endet in Lilongwe. Hier dürfen wir den Nachmittag und die letzte Nacht in der wirklich großartigen Kumbali Country Lodge verbringen, die meine Mutter für uns noch gebucht hat. Eine wunderschöne, gepflegte Lodge mit tollem Essen – ein perfekter Abschluss.
Malawi und Sambia haben uns sehr gut gefallen. Wir waren glücklich, dass wir uns die anscheinend noch weniger touristischen Regionen Malawis ausgesucht haben und überall unglaublich freundlich aufgenommen wurden. Zwei Nächte am See wären für uns völlig ausreichend gewesen, er ist sehr schön, aber in Afrika brauchen wir persönlich keinen Strandurlaub.
Für nächstes Jahr werden wir uns wohl Sambia noch etwas genauer vornehmen….
Viele Grüße
Babette
zurück von unserer zweiwöchigen Reise nach Malawi und Ost-Sambia möchten wir gerne ein paar Eindrücke und Informationen weitergeben. Vielleicht sind sie ja für den ein oder anderen interessant und/oder hilfreich…
Nach mehreren Reisen in Afrika (Namibia, Botswana, Zimbabwe, Tansania) waren wir auf der Suche nach einem weiteren Reiseziel, das unproblematisch als Selbstfahrer zu bewältigen ist. Malawi und Sambia gehören zweifellos dazu. Unser Fokus lag diesmal nicht auf Safari-Touren und Game-Drives, wir wollten eher Eindrücke von Land und Leuten gewinnen. Hierfür ist Malawi perfekt, es ist sehr dicht besiedelt, landschaftlich unglaublich schön und abwechslungsreich und ganz ganz anders, als das Afrika, das wir vorher kennengerlernt haben.
Wichtig ist für beide Länder: immer genug Bargeld mitnehmen, die wenigsten Unterkünfte nehmen Kreditkarten oder das Gerät funktioniert nicht…, immer volltanken, auch wenn kein Dieselengpass herrscht und Geduld haben – hier ist Afrika pur… Das gilt auch für die Beschaffenheit der Unterkünfte, die sich nicht mit Namibia oder Botswana z.B. vergleichen lassen. Selbst teure Lodges liegen deutlich unter dem Standard der Nachbarländer. Wir waren oft froh, ein eigenes Leintuch und dünne Baumwollschlafsäcke dabei zu haben.
Die großen Straßen sind zwar geteert, es sind jedoch haufenweise Fußgänger, Radfahrer, Ziegen etc. entlang der Straßen unterwegs und es geht langsam voran. Im Durchschnitt kommt man mit 40-50 Km/h voran, so dass auch scheinbar kurze geteerte Strecken ihre Zeit brauchen. Sehr beliebt sind auch Stolperschwellen…
Das Handynetzt funktioniert fast überall hervorragend. Auch SMS können nach Deutschland verschickt und in Malawi empfangen werden.
Nun zu unserer Reise…
05. Oktober 2014:
Madidi Lodge / Lilongwe
Ankunft in Lilongwe (Flug über Johannesburg ab München). Hier wurden wir von einem Mitarbeiter unserer Mietwagenfirma Land & Lake Safaris abgeholt und zu ihrer Agentur gebracht. Der Wagen, ein Nissan Navara war ok, ist jedoch für richtige Off-Road-Strecken (Sandfurchen etc.) vor allem in Sambia leider gar nicht geeignet. Einige geplante Strecken fielen deshalb für uns flach…
Die Madidi Lodge liegt unweit der Agentur und ist als Ausgangspunkt nach Sambia eigentlich gut geeignet. Leider ist die Lodge selbst sehr ungemütlich, düster, das Essen schlecht und das Zimmer schmuddelig. Wir hatten hier eigentlich auch die letzte Nacht unserer Reise gebucht. Die Vorstellung, hier nochmals herzukommen war jedoch so grausig, dass wir mit Hilfe meiner Mutter eine andere Lodge für den Ausklang unserer Reise gebucht haben…
06. Oktober 2014:
Track & Trail River Lodge / South Luangwa Sambia
Die Fahrt zur Grenze nach Sambia ist sehr bequem. Die Straße ist geteert und in gutem Zustand. Es gibt in Malawi sehr viele Polizeikontrollen, die sich allerdings kaum für uns interessiert haben. Zweimal wollten sie unseren Führerschein sehen, ansonsten wird man freundlich durchgewunken oder es wird ein bißchen geplaudert. Also überhaupt nicht unangenehm.
Der Grenzübertritt nach Sambia ist mit Auto etwas mühsam, aber zu bewältigen. Die Versicherung für Sambia kostet ca. 65 USD (zu zahlen in Sambia Kwacha). Dann kommen nochmals 20 USD (zu zahlen in USD) für so etwas wie eine Straßengebühr dazu, weitere 5000 Malawi-Kwacha und 30 Sambia-Kwacha (ganz ehrlich – ich weiß immer noch nicht genau für was). Also eine Menge Zettel und Quittungen, die man unbedingt gut aufheben sollte, da man zumindest die für das Auto bei der Rückreise wieder abgeben muss.
Für das Visum kamen dann noch mal 50 USD pro Person dazu. Hier wird auch die Gelbfieberimpfung kontrolliert. Und Fieber gemessen…
Ca. 25 KM nach der Grenze erreicht man die Stadt Chipata. Hier gibt es einen tollen SPAR – Markt an der Hauptstraße, bei dem man auch Zigaretten kaufen (wichtig für Raucher, da es in Malawi kaum Zigaretten zu kaufen gibt – zumindest wir hatten kein Glück) und mit VISA Karte bezahlen kann.
Kurz vor dem Ortsende geht eine Straße rechts nach Mfuwe und in den South Luangwa Nationalpark ab. Es gibt keine Schilder, deshalb sollte man unbedingt ein Navi mit dem Auto mieten, das erleichtert das Reisen in beiden Ländern sehr! Auf eine Karte sollte man trotzdem nicht verzichten, da zumindest unser Navi nicht wirklich auf dem neuesten Stand war.
Die Straße nach Mfuwe ist sehr gut ausgebaut und angenehm zu fahren. Die Track & Trail River Lodge liegt sehr schön direkt am Luangwa. Management und Personal sind sehr freundlich und das Essen ist wirklich gut (hier nehmen sie auch VISA). Der Eingang in den Park liegt nur ein paar Minuten mit dem Auto entfernt (Gebühren: 30 USD pro Person am Tag zzgl. 15 USD für das Auto). Da wir in der Nebensaison dort waren, war es schön leer. Der Park ist landschaftlich (zumindest in der Trockenzeit) nicht ganz so abwechslungsreich und nicht vergleichbar mit Chobe, Moremi oder der Serengeti – finden wir. Natürlich haben wir einige Tiere gesehen und sogar einen Leoparden, der direkt neben einem Pfad lag. Für uns war es völlig ausreichend, jemand, der mehr auf Tiersichtungen aus ist, könnte evtl. etwas enttäuscht sein. Viel zu sehen gibt es von der Lodge aus. Die Elefanten kommen nur wenige Meter an die Unterkünfte heran und laufen durch die Lodge, Unmengen an Affen laufen rum und wir haben sogar einen Leoparden gesehen, der gemütlich am anderen Ufer entlang gelaufen ist. Die Stimmung am Fluss ist wunderbar.
Wir waren einen ganzen Tag nur in der Lodge, da es an der Tankstelle in Mfuwe keinen Diesel mehr gab und es war sehr entspannend. Diesel gab es dann zum Glück an unserem Abreisetag wieder.
10. Oktober 2014:
Luwawa Forest Lodge / Malawi
Zurück über die Grenze, was völlig problemlos abläuft, sind wir weiter in Richtung Norden gefahren und haben einen Zwischenstop in der Luwawa Forest Lodge gemacht. Die Fahrt ist landschaftlich sehr spannend. Die Lodge liegt für Afrika unglaublich, mitten in einem Nadelwaldgebiet mit Holzfällercamps und einem See – es sieht fast aus wie in Kanada... Der Besitzer ist sehr nett, das Essen ok und für eine Nacht auf jeden Fall lohnenswert.
11. Oktober 2014:
Chelinda Lodge / Nyika National Park
Die Fahrt über Mzuzu bis Rumphi ist sehr schön und abwechslungsreich. Ab Rumphi wird es dann wirklich anstrengend. Die Strecke bis zur Chelinda Lodge dauert mind. 5 Stunden für ca. 110 KM und es ist mit Abstand die heftigste Strecke, die wir bisher in Afrika gefahren sind. Aber die Mühe lohnt sich. Der Park und die Lodge sind wunderbar und wieder mal ein völlig neues, anderes Afrika.
Außer Antilopen gibt es nicht viel zu sehen, aber die Landschaft ist wirklich umwerfend. Es ist sehr windig und es kann abends und in der Früh sehr kalt werden, wir waren froh über unsere Windjacken und dicken Pullis.
13. Oktober 2014:
Ngala Beach Lodge / Malawi See
Fünf Stunden geht es wieder bergab nach Rumphi. Zwei weitere Paare fahren zeitgleich von der Lodge ab und wir können im Konvoi fahren. Ab diesem Zeitpunkt sind wir unserem Auto dankbar, denn im Gegensatz zu den Mitreisenden kommen wir ohne Panne bis nach Mzuzu und weiter an den See.
Die Ngala Beach Lodge liegt sehr schön an einem Sandstrand. Die Gegend ist noch nicht so touristisch wie der Süden und es war schön, einen Tag einfach faul zu sein. Die Besitzer sind reizend, die Unterkünftige schön und das Essen ist gut. Ein sehr angenehmer Platz und sehr zu empfehlen.
15. Oktober 2014:
Bua River Lodge / Nkhotakota Wildlife Reserve
Etwas weiter südlich erreichen wir die Bua River Lodge. Sie liegt an einem Fluss mitten im Busch. Wieder befinden wir uns in einer völlig anderen Welt. Die Lodge wird von einem sehr netten Engländer (John) betrieben, ist eher einfach aber ein großartiger Platz. Das Personal ist unglaublich nett, das Essen gut und insgesamt hat es uns sehr gut gefallen. Für lange Wanderungen war es zu heiß, aber der zweistündige Bush-Walk hat Spaß gemacht und wir haben sogar ein paar sehr scheue Elefanten gesehen. Als Unterkunft bekamen wir für eine Nacht ein Island-Tent, das man über eine etwas wackelige Holzbrücke erreicht und das wirklich grandios ist. Die zweite Nacht hatten wir das sehr viel kleinere (ursprünglich gebuchte) River-Front-Tent, das auch ok, aber kein Vergleich ist. Also unbedingt eines der beiden Island-Tents buchen, die Mehrkosten lohnen sich!
17. Oktober 2014:
Safari Beach Lodge / Salima Malawi See
Hier beginnt definitiv der touristischere Teil Malawis. Die Kinder winken nicht mehr freundlich lächelnd, sondern schreien uns „give me your money“ hinterher. Salima wirkt irgendwie deprimierend auf uns und die Safari Beach Lodge ist leider grausig. Die Chalets (unseres zumindest) sind baufällig und runtergekommen, Service gibt es keinen, die Anlage ist absolut lieblos, der Strandabschnitt ebenso. Das Essen war schrecklich und sogar der Kaffee in der Früh war so unappetitlich, dass wir ihn nicht getrunken haben. Es gibt auch keine Terrasse zum Essen, sondern einen Raum, der wie eine schlimme Kantine aussieht. Wir waren sehr enttäuscht und froh, dass wir nur eine Nacht hier verbringen mussten.
18. Oktober 2014:
Kumbali Country Lodge / Lilongwe
Unsere spannende Reise endet in Lilongwe. Hier dürfen wir den Nachmittag und die letzte Nacht in der wirklich großartigen Kumbali Country Lodge verbringen, die meine Mutter für uns noch gebucht hat. Eine wunderschöne, gepflegte Lodge mit tollem Essen – ein perfekter Abschluss.
Malawi und Sambia haben uns sehr gut gefallen. Wir waren glücklich, dass wir uns die anscheinend noch weniger touristischen Regionen Malawis ausgesucht haben und überall unglaublich freundlich aufgenommen wurden. Zwei Nächte am See wären für uns völlig ausreichend gewesen, er ist sehr schön, aber in Afrika brauchen wir persönlich keinen Strandurlaub.
Für nächstes Jahr werden wir uns wohl Sambia noch etwas genauer vornehmen….
Viele Grüße
Babette