Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga

Reisebericht 146 Antworten · 37,6k Aufrufe · gestartet 23. Okt. 2014 von erdferkel
Themenstarter414 Beiträge · seit 200919. Nov. 2014 · #41
Sooo. jetzt erst mal genug mit dem Grünzeugs. Bevor wir Euch die flauschigen Waldbewohner zeigen, gibt es zur Einstimmung erst mal ein paar kaltblütige Wesen:

Ein junges Parson's Chamäleon empfängt uns gleich am Eingang zum Wald:

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Auch hier versteckt sich ein Tier:

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Eine Libelle:

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Dieses Krabbelviech hat sich ein Zelt gebaut:


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Ein Schmetterling:

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Und jetzt die Sensation, mit der wir diesmal Glück hatten, denn vor zweieinhalb Jahren, beim ersten Besuch, bekamen wir den Giraffenhalskäfer nicht zu sehen:

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Dieser auf Madagaskar endemische Käfer legt nur ein einziges Ei, das in einem Blatt eingerollt wird. Vor dem Schlüpfen des Eis wird die Blattrolle dann abgetrennt und fällt zu Boden. Übrigens ist dieser Käfer auf die zuvor bereits erwähnte Klopapierpflanze (Dichaetanthera cordifolia) spezialisiert!
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zuletzt bearbeitet 19. Nov. 2014
1'470 Beiträge · seit 200821. Nov. 2014 · #42
Ich habe auch noch ein paar Vertreter der Fauna Andasibes für Euch.

Den Namen dieser blauen Taube habe ich leider nicht mehr parat... Aber hübsch ist sie.
Stop, dank Reiseleiter kann ich mich korrigieren, es ist ein Blauer Coua (Coua caerulea) - ein Kuckuck.
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Diese Liebe Belle ist auch mir begegnet.
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Die Giraffenhalskäfer sind tatächlich faszinierende Geschöpfe.
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Und endlich haben wir unsere Indris wiedergefunden. Wir auch vor 2 Jahren war es nicht leicht, sie zu fotografieren. Sie sitzen meist hoch oben in den Bäumen und die Kontraste sind für die himmelwärts gerichtete Kamera schwer zu bändigen.
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zuletzt bearbeitet 21. Nov. 2014
1'470 Beiträge · seit 200821. Nov. 2014 · #43
Diese wundervollen Geschöpfe muss man sich hier hart durchs Unterholz erkämpfen, aber sie zu beobachten ist jede Strapaze wert. Sie sind einfach zum liebhaben!
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Ein bißchen Yoga kann nicht schaden. (Leider hat die Belichtung hier nicht so gut geklappt...)
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Ein Vertreter der Reptilienfamilie...
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108 Beiträge · seit 201221. Nov. 2014 · #44
Liebe Knäckebrote,
Das ist keine blaue Taube sondern ein blauer Coua :(Coua caerulea), ein endemischer Vogel aus der Familie der Kuckucke auf Madagaskar.
https://urlaub-auf-madagaskar.com
1'470 Beiträge · seit 200821. Nov. 2014 · #45
Reiseleiter schrieb:Liebe Knäckebrote,
Das ist keine blaue Taube sondern ein blauer Coua :(Coua caerulea), ein endemischer Vogel aus der Familie der Kuckucke auf Madagaskar.
Danke, jetzt erinnere ich mich auch wieder. Ich korrigiere das mal... 🙂
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1'470 Beiträge · seit 200821. Nov. 2014 · #46
So, mein liebster Gatte, jetzt ist es an Dir, die Tonaufnahme der Indrigesänge hier einzustellen. Die Indris nennt man auch liebevoll "die singenden Teddybären"...
http://www.bilder-upload.eu/show.php?file=a8a948-1342536910.jpg Fotobericht Madagaskar 2012 - Zwei Knäckebrote auf Lemurensuche Fotobericht Südafrika 2013 - Von Elefanten gejagt, von Katzen verlassen Fotobericht Madagaskar 2014 - Madagascar Ostküste - Teil 2 der Knäckebrot-Saga
1'450 Beiträge · seit 200621. Nov. 2014 · #47
Hallo Erdferkel,

ich kann es mir nicht erklären, aber ich stolpere erst jetzt über Deinen wirklich interessanten Reisebericht.

Dazu habe ich aber gleich eine Frage:
Ihr wart ja mit Guide unterwegs. Glaubst Du, dass eine solche Tour auch als selbst organisierte Selbstfahrertour möglich ist?
Wenn nicht, weshalb???

Weisst Du, wir sind nicht gerne mit Fahrer/Guide unterwegs. Mal einen Tag ist ok, aber den ganzen Urlaub wollen wir nicht mit einem "Fremden" zusammensein. Und wir haben unterdessen sehr viel Erfahrung mit Selbstfahren, rund um die Welt.

Es wäre schön, wenn Du mir Deine Meinung dazu schreiben würdest.

Beate
108 Beiträge · seit 201221. Nov. 2014 · #48
Hallo,
Obwohl die Frage nicht an mich gerichtet war gebe ich gerne meinen Senf dazu.
Oft werde ich von unabhängigen & Abenteuer lustigen Selbstfahren angeschrieben die sehr enttäuscht sind wenn ich ihnen antworte dass es auf Madagaskar nicht üblich und vor allem sehr gefährlich ist ein Auto zu mieten und es selber zu fahren und dass ich generell sehr davon abrate.
Warum ich das abrate werde ich in dem folgenden Beitrag für alle die Interesse an diesem Thema haben erklären.
Selber fahren auf Madagaskar ist lange nicht so einfach wie in anderen Länder in Afrika.
Es ist an und für sich möglich, seit ein paar Jahren kann man einige Autovermieter finden die ihre Fahrzeuge auch ohne Fahrer ausleihen.
Man sollte aber schon folgende Punkte im Voraus wissen:
* Beim Mietvertrag genauestens alles aufschreiben, der unscheinbarste Kratzer kann nach der Zurückgabe des Fahrzeugs berechnet werden.
* Man braucht auf Madagaskar wesentlich mehr Papiere als in Europa und die Polizeikontrollen sind sehr häufig. Es darf nichts fehlen und die vorgeschriebene Ausrüstung muss komplett vorhanden sein (Feuerlöscher, Erste Hilfe Koffer mit präziser Ausrüstung).
* Ein Europäischer internationaler Führerschein ist gültig und die Kategorien sind identisch wie in Frankreich. Man kann bis zu 9 Sitzen und bis zu einen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen mit einem Autoführerschein fahren. Achtung bei großen Allradautos die oft für 10 Personen zugelassen sind, das kann bei Kontrollen Ärger geben weil man da einen Busführerschein benötigt auch wenn nur eine Person im Auto sitzt.
* Es gibt einen "TÜV" auf Madagaskar (die Österreicher und Schweizer verzeihen mir sicher weil ich nicht weiß wie der "TÜV" dort genannt wird). Erstaunlich wenn man allgemeinen Zustand der Fahrzeuge sieht, Nutzfahrzeuge müssen sogar alle 4 Monate zum Test. Es gibt ein Heft mit allen Einträgen und das sollte man haben und sehen ob das Auto den letzten TÜV bestanden hat und wann es wieder fällig ist.
* Das Auto ist versichert aber man sollte wissen das es nur ein Papier das man haben muss ist aber ohne jegliche Garantie von der Versicherung verbunden und das sollte man bitte gut beachten. Die eventuellen materiellen und körperlichen Schäden zahlt man selber auch wenn man „gut“ versichert ist!
Man kann auf Madagaskar selber fahren und solange es keinen Unfall gibt ist es ziemlich problemlos für erfahrene Selbstfahrer die Afrika und die dortigen Fahrbedingungen einigermaßen kennen.
Sehr wichtig: als Europäer ist man immer schuld auch wenn man sehr gut fährt und keineswegs an dem Unfall schuld ist, nichts getrunken hat (auch wenn der andere Stockbesoffen aber Madagasse ist). Wenn es körperliche Schäden oder Tote gibt kann man sich in kürzester Zeit im Gefängnis befinden und manchmal noch schlimmer...Ich hatte ja auch schon erwähnt das die Versicherung weder für die Schäden noch für die Verletzten/Toten aufkommt. Wer zahlt dann? Der Fahrer natürlich.
* Es ist sehr wichtig wenn man unbedingt selber fahren möchte französisch zu sprechen aber auch französisch reicht oft nicht aus, die meisten Madagassen sprechen eben nur Madagassisch. Mietvertrag, Polizeisperren, es gibt kein Navy und (fast) keine Verkehrsschilder man muss also öfters nach dem weg fragen können.
* In Antananarivo selber zu fahren ist nicht angeraten, total chaotischer Verkehr, keine Ampeln, fast keine Wegweiser, rücksichtsloseste Fahrt der anderen Verkehrsteilnehmer und hauptsächlich der Sammeltaxis (Taxi Be). Die chaotische Fahrweise ist für die ständigen Staus verantwortlich, die Autos fahren von allen Seiten gleichzeitig auf die Kreuzungen zu und blockieren diese wie selbstblockierende Pflastersteine. Die Abgase der oft qualmenden Fahrzeuge tragen zu einer hohen Umweltverschmutzung in der Stadt bei. Man sollte auch die Staus berücksichtigen wenn man wichtige Termine hat oder zum Flughafen fahren muss. Auch wenn man ein Auto gemietet hat ist es besser es in Sicherheit abzustellen und mit einem Taxi in die Stadt fahren.
Selberfahren auf Madagaskar* Es ist wichtig ein sehr gutes Auto zu haben, dabei muss man alles berücksichtigen. Äußerlich sind sie immer sehr sauber und glänzend, eine Panne irgendwo ohne Abschleppdienst und ohne Garage wenn man nicht mit den Leuten reden kann problematisch werden. Es gibt immer hilfsbereite Leute ohne Werkzeug und ohne Ersatzteile die auf Madagassische Art reparieren was manchmal nützlich und hilfreich ist und manchmal noch mehr Probleme und Schäden mit sich bringt. Man sollte nie ein Fahrzeug ohne Aufsicht bei einem Mechaniker oder in einer Garage lassen, weniger als eine Nacht sind nötig um einen Motor auszutauschen oder zumindest die Originalteile gegen Schrott-oder sehr minderwertige chinesische Ersatzteile auszutauschen.
* Ich hatte schon erwähnt das es fast keinen Abschleppdienst gibt (die wenigen die es gibt kommen aus Tana). Das gleiche gilt aber auch für Verletzte, es gibt aber auch keine Rettungswagen, keine Krankenwagen, keine Feuerwehr die bei Unfällen zu Hilfe kommen. Die Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer müssen die Verletzten bergen und in die nächstgelegenen Krankenhäuser fahren.
* Die weitaus gefährlichste Strecke ist Antananarivo nach Tamatave, ständiger Verkehr von LKW die von der Hafenstadt an der Ostküste von Madagaskar alles was importiert wird Tag und Nacht in die Hauptstadt fahren. Auf der RN7 sind die gefährlichsten Zonen in Tana, von Tana nach Antsirabe und von Ambositra nach Fianarantsoa.
Nachtfahren ist sehr gefährlich, unbedingt zu vermeiden. Die Tages Etappen müssen dementsprechend geplant werden. Auf einer Straße in gutem Zustand sollte man eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 50km/Stunde einplanen.
Die Straßen sind sehr schmal und die öffentliche Fahrzeuge meistens hoffnungslos überladen, in den Kurven können sie oft nur die Kurven „abschneiden“ und total links aus eine Biegung auftauchen sonst kippen sie (hauptsächlich mit den schmalen Mazda Minibussen) mit der hohen & schweren Ladung einfach um. * * Man sollte hier Autofahren wie man in Europa Motorrad fährt: man muss alles überblicken, ständig wachsam sein, die Fehler der anderen und die Gefahr Zonen Voraussehen. Die Straßen sind oft sehr schlecht instandgehalten und riesige Schlaglöcher, kaputte Brücken und andere „Fallen“ können der Grund zu Unfällen werden. Die Einfuhr von den beliebten Mercedes Sprinter ist auch für sehr viele Unfälle verantwortlich weil sie sehr viel schneller fahren können als die japanischen Minibusse.
Selberfahren auf Madagaskar* Oft sind Unfälle auf Brücken oder anderen Verengungen auf den Straßen obwohl kein Verkehr, ganz einfach weil beide Fahrzeuge gleichzeitig aufeinander losrasen ist, in ihrer Logik der kleinere dem größeren Fahrzeug die Priorität überlassen sollte. In einer etwas zivilisierteren variante hat das Fahrzeug Vorfahrt das zuerst dem anderen ein Zeichen mit dem Fernlicht gibt. Beim Überholen ist die Hupe sehr viel wichtiger als der Blinker. Das geht folgendermaßen wenn man zum Beispiel einen LKW überholen muss: kurz Hupen damit der Fahrer weiß das man überholen möchte und dann die Blinker des LKW beobachten wenn er noch welche hat). Rechts blinken bedeute man kann überholen und links bedeutet Gegenverkehr in Sicht oder der LKW muss selber nach links ausweichen.
* Hauptsächlich beim Durchqueren von Städten und Dörfern muss man sehr aufpassen, Kinder, Tiere, Fahrradfahrer, Rikschas, Busse können plötzlich auf der Straße sein. Nachts ist es total abzuraten, keine Beleuchtung der Straßen, der Fahrzeuge und der Menschen. Erfahrene Afrika Fahrer stellen den rechten Scheinwerfer so ein dass er nicht die Straße sondern den rechten Gehsteig beleuchtet.
* Es gibt sehr wenig geteerte Straßen und hauptsächlich während der Regenzeit können Klimatische Bedingungen ganze Teile von Madagaskar isolieren und die dort gebliebenen Fahrzeuge können nicht mehr weiterkommen bis die Straße oder die Brücke wieder repariert ist. Hauptsächlich bei Pistenfahrten ist es sehr wichtig was man zu welcher Jahreszeit unternehmen kAuf schwierigen Pisten zu Fahren ist erstmals Saisonal bedingt. Man muss sehr gut ausgerüstete Allradfahrzeuge haben, ein Vierradantrieb ist noch lange keine Garantie dass man durchkommt. Toyota Landcruiser II sind meiner Meinung nach die Besten Fahrzeuge für Extrempisten, gefolgt von anderen Landcruiser und von Land Rover und Nissan Patrol. Man sollte solche Touren nie mit einem einzigen Auto unternehmen, am besten wäre ein 4X4 mit einem Ortskundigen Fahrer und die anderen zum selber fahren. Schnorchel sind auch kein Luxus hauptsächlich an der Ostküste oder zur Regenzeit.
* Zwischen November und April immer die Wettervorhersagen und die Zyklone berücksichtigen.

Ich hoffe das dieser Beitrag nützlich ist und vor allem vermeidet das ein Urlaub in einem der faszinierendsten Länder der Welt sich in einen Alptraum verwandelt, Madagaskar hat seine eigenen Regeln die sehr weit entfernt von der Europäischen Logik sind. Man muss sie kennen und verstehen und sich daran anpassen was fast unmöglich ist wenn man keine Anweisungen hat.

Für die hart gesottenen Afrikafahrer die trotzdem Interesse an solchen Erlebnissen und Abenteuern haben stehe ich gerne mit zusätzlichen und konkreteren Informationen zur Verfügung.

Für die anderen gibt es die Möglichkeit ein Auto mit Fahrer zu mieten oder was oft noch viel billiger ist: ein chinesisches Motorrad hier für etwa 650€ neu zu kaufen, eine Reise halten sie meistens schon durch und es ist auch ohne Weiterverkauf viel billiger als ein Auto mit oder ohne Fahrer.
https://urlaub-auf-madagaskar.com
1'450 Beiträge · seit 200621. Nov. 2014 · #49
Hallo Reiseleiter,

Dein Post ist ja absolut interessant.
Weisst Du, ich bilde mir ein, dass wir gute Afrika-Kenntnisse haben, und ausserdem waren wir schon fast in allen Ecken der Welt unterwegs, immer als Selbstfahrer, ohne Guide, ohne Fahrer.
In der letzten Zeit werden unsere Ziele "knapp", deshalb kam auch Madagaskar ins Visier. Mich würde diese Insel wirklich interessieren. Aber wenn ich das nur mit Fahrer machen kann, dann verzichte ich lieber. Vielleicht hat ein Fahrer Vorteile, da er die Sprache spricht, er weiss, wie er mit der Polizei reden muss etc. Aber die Fahrkünste wage ich dann doch anzuzweifeln.

Wg. einer Versicherung hätten wir keine Probleme: wir haben eine Kreditkarte, mit der eine Haftpflichtversicherung nach deutschem Recht und mit deutschen Erstattungsbeträgen abgesichert ist. Von daher könnte es uns egal sein, was die "Gegenseite" verlangt.
Auch irgendwelche Kratzer oder Beschädigungen am Auto sind abgedeckt, also auch kein Problem.

Ein Problem für mich wäre aber bei einem Unfall, wenn dann eine ganze Meute wütender Menschen über uns herfallen würde, obwohl wir nicht schuld sind!!!

Navy: haben wir, bräuchten wir nicht mit dem Auto mieten.
Dass man in Tananarivo nicht fährt, ist schon klar.

Was mich aber wundert, dass Du ein Motorrad empfiehlst. Ich empfinde ein Motorrad als wesentlich gefährlicher als ein Auto. Man hat ja keinerlei Knautschzone.

Aber mein Fazit aus Deinem Beitrag:
ich werde diesen Traum mal nicht weiter verfolgen. Das ganze ist mir dann doch zu abenteuerlich, ob mit oder ohne Fahrer/Guide.

Danke
Beate
108 Beiträge · seit 201221. Nov. 2014 · #50
Hallo Beate,
Man kann in Madagaskar selber fahren (ich fahre selber etwa 5000km pro Monat aber man sollte sich schon sehr gut informieren und so wie ihr eine ausreichende Erfahrung mit selber fahren in Afrika haben. Es ist definitiv nichts für Anfänger in dem Bereich.
Das Motorrad fahren gefährlicher ist als Auto fahren ist klar, das Beispiel hatte ich nur erwähnt weil es in dem Fall keine Miete gibt und weil die Kosten erheblich billiger sind. Ich hatte auch vergessen zu sagen dass eine Automiete ohne Fahrer teurer ist als mit Fahrer, In 5 bis 10 Tagen ist der Preis für ein Motorrad schon "gewonnen"
https://urlaub-auf-madagaskar.com
1'450 Beiträge · seit 200621. Nov. 2014 · #51
Reiseleiter schrieb:Ich hatte auch vergessen zu sagen dass eine Automiete ohne Fahrer teurer ist als mit Fahrer,
Na das ist ja mal was ganz neues, das gibts so ja nirgends!!
Also, ist dann wahrscheinlich gestorben für uns.
Motorrad kommt nicht infrage, auch aus gesundheitlichen Gründen.

Danke
Beate
Themenstarter414 Beiträge · seit 200922. Nov. 2014 · #52
Hallo Beate,

wir kennen bei unseren Afrikareisen beide Seiten - sowohl das selber fahren in Südafrika oder Namiba als auch mit einem Guide bzw. Fahrer in Madagaskar unterwegs zu sein. Beides miteinander zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen. In Madagaskar ist zumindest ein Fahrer schon deshalb hilfreich, weil er einem bei vielen kleinen Organisations- und Kommunikationsproblemen helfen kann. Und weil er mit den Schwierigkeiten des madagassischen Verkehrs vertraut ist, sind auch selten Probleme zu erwarten. Auf unserer jüngsten Reise waren wir in allen Verkehrsmitteln, egal ob Land, Luft oder Wasser, sicher unterwegs und hatten nie das Gefühl, in eine gefährliche Situation zu geraten. Irgendwann muss man loslassen und auch zugeben können, dass man nicht alles selber stemmen kann. Es kommt auch darauf an, was einem wichtig ist: für uns sind die jeweiligen Fortbewegungsmittel dazu da, um von A nach B zu kommen, auch wenn der Weg manchmal das Ziel ist und seinen eigenen Reiz hat. Letztendlich sind die Highlights auf der Reise aber die Orte, die man sich ausgesucht hat und wo man sich etwas vorgenommen hat.

Das selbstfahren in den Nationalparks, wie man es in Südafrika, Namibia oder Botswana kennt, gibt es in Madagaskar überhaupt nicht. Du sitzt nicht im Auto mit dem Fernglas auf der Lauer, bis mal aus dem Busch ein Lemur hervorspringt. So funktioniert das nicht. Wenn Du Tiere sehen willst, bist Du zu Fuß unterwegs. Stunden lang. Berg rauf, Berg runter. Bei Hitze und feuchter Luft, glitschigem Untergrund und überall Gestrüpp, das Dir die Hose oder das Hemd aufreißt. Dafür gibt es keine Gifttiere und mit etwas Geduld gucken Dich von den Bäumen die bunten Funkelaugen an, flauschige Wesen aus einer anderen Welt hüpfen leichtfüßig, als würden sie fliegen und dann weißt Du, dass es die Mühe wert ist. Alleine solltest Du das keinesfalls machen, ohne einen ortskundigen Führer, der – wenn Du den richtigen triffst – durch kein Fachbuch und keine GPS-Karte dieser Welt ersetzt werden kann, bist Du verloren. Ganz nebenbei hat man damit die Chance, eine Brücke zwischen komplett gegensätzlichen Kulturen herzustellen. Und ein paar kg Körpergewicht zu verlieren 😄 Wenn das nicht Abenteuer genug ist, nur weil man keinen fahrbaren Untersatz pilotiert, weiß ich auch nicht weiter...
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Themenstarter414 Beiträge · seit 200922. Nov. 2014 · #53
Ein paar Bilder von dem Kuckuckdings habe ich auch noch erwischt:

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Schön blau ist er schon. Der wirklich großartige Moment kündigt sich aber eher unauffällig an. Der Wald spricht zu uns:

Wald: Raschel Raschel Hüpf Platsch
Wir:???
Wald: Raschel Hüpf Hüpf Platsch Platsch Raschel Raschel
Wir: !!!
Wald: Raschel Raschel Raschel. Hüpf. Platsch.
Wir sehen immer noch nichts. Dabei ist das Raschelhüpfplatsch ganz nahe.

Doch was sich dann Sekunden später entfesselt, ist eine Konzert, das sich irgendwo zwischen Güterzug-Vollbremsung, amerikanischer Polizeisirene und Fußballstadiontröte einsortieren lässt. Am besten, ihr hört es Euch selber an:

Die singenden Teddybären

Weil sie so nahe sind, läuft es uns bei der ohrenbetäubenden Lautstärke kalt den Rücken herunter und kurz darauf treten auch die Urheber in Erscheinung:

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Mal gucken, was die Knäckebrote da so treiben:

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Erst mal aussitzen:

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Genug gesungen, jetzt ist Feierabend

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Schöner Platz hier oben:

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1'324 Beiträge · seit 201322. Nov. 2014 · #54
Schon was besonderes. Danke fürs teilen!

Gruß!
der Joe
"I detest racialism, because I regard it as a barbaric thing, whether it comes from a black man or a white man." Nelson Mandela 10x Süfafrika, 2x Namibia, 1x Botswana, 1x Zimbabwe, 1x Tanzania
2'462 Beiträge · seit 200622. Nov. 2014 · #55
Hallo Ihr zwei,

wie immer tolle Bilder und lieben Dank für die Hörprobe... Meine Minilöwen haben sich beim Abspielen unter das Sofa verzogen 🤩

Viele Grüße
Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
1'450 Beiträge · seit 200622. Nov. 2014 · #56
Hallo Erdferkel,

ersteinmal viele Dank für diesen tollen Bericht und die wunderschönen Fotos.

Meine "Abneigung" gegen Driver/Guides gilt ja nur, wenn ich einen solchen für einen vollen Urlaub buchen müsste. Das wäre für mich einfach zu wenig Privatsphäre. Ich möchte nicht jeden Tag einen fremden Menschen neben mir haben.
Dazu kommt, dass ich tausend Tode sterbe, wenn ein fremder Mensch am Steuer sitzt. Deshalb fahre ich z.B. in Deutschland auch nie mit Fernbussen, sondern lieber mit der Bahn. Und Busreisen gibts bei mir auch nicht. Mir reicht schon die 1/2 Stunde für meinen Heimweg.

Aber einmal oder zweimal für jeweils einen Tag einen Guide nehmen, um zu einer interessanten Stelle hinzulaufen, oder eben interessante Tiere zu sehen, die man sonst nicht sieht, ist ja vollkommen in Ordnung.

Aber diese ganze Diskussion hatten wir in einer anderen Abteilung hier im Forum schon mal. Ich hatte Deinen Reisebericht nur zum Anlass genommen, mich über die Möglichkeiten fürs Selberfahren in Madagaskar noch genauer zu informieren.

LG
Beate


PS: übrigens finde ich Deinen Nickname hier richtig lustig 🙂
1'470 Beiträge · seit 200822. Nov. 2014 · #57
beate schrieb:
Navy: haben wir, bräuchten wir nicht mit dem Auto mieten.
Dass man in Tananarivo nicht fährt, ist schon klar.
Hallo Beate,

ein Navi zu haben ist die eine Sache. Kartenmaterial die andere. Schau mal bei Googlemaps, dann siehst Du, was Dich erwartet. Open Street Maps kann man noch hinzuziehen, eine russische App mit Topografie ist auch noch ganz hilfreich. Aber danach zu fahren? Die Koordinaten vom Himmel holen reicht nicht.

Eines meiner Lieblinsgsprichwörter ist: Wenn du weißt, wo du bist, dann kanst du sein wo du willst.

Übrigens hatten wir auf dieser unserer 2. Reise nur an wenigen Tagen unseren Fahrer Aina dabei. Die meiste Zeit waren wir allein unterwegs, im Palmarium, auf Masoala, auf der Ile Sainte Marie... Man kann sich auch eine Reise zusammenbauen, wo man nur minimal Auto fahren muss.
Liebe Grüße,

Moose.
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zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2014
Themenstarter414 Beiträge · seit 200922. Nov. 2014 · #58
Zum Thema Navigation und Karten: ich hatte mir mal Tracks4Africa angeschaut. Da sind gerade mal 5000km für Madagaskar drauf. Das ist so, als hätte ein Stadtplan von Berlin gerade mal die Friedrichstraße und den Potsdamer Platz drauf. Die Straßen ändern sich auch ständig und wenn mal eine Brücke kaputt ist, muss man Riesenumwege fahren.

Was noch halbwegs hilft, ist das Android-App "Soviet Military Maps", von dem man sich für eine Handvoll Euro die Profi-Version holt, die Kartenmaterial offline speichern kann. Im Prinzip sind das einfach Papierkarten, die GPS-gerecht eingescannt wurden und hauptsächlich die Topografie darstellen. Damit kann man sich ganz gut orientieren, sofern man die kyrillischen Buchstaben lesen kann, einige Orte sind inzwischen aber auch lateinisch beschriftet.

Open Streetmap ist ähnlich dünn wie T4A, kostet aber wenigstens nichts. Mit den Sowjet-Karten und OSM zusammen kann man sich ein bißchen orientieren, verlassen würde ich mich darauf in Madagaskar aber niemals.
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1'450 Beiträge · seit 200622. Nov. 2014 · #59
MooseOnTheLoose schrieb:
Eines meiner Lieblinsgsprichwörter ist: Wenn du weißt, wo du bist, dann kanst du sein wo du willst.

Stimmt 😄
Und mit diesem Grundsatz sind wir bisher immer gut gefahren, zumindest immer wieder gut zurückgekommen. 😄
erdferkel schrieb:
Open Streetmap ist ähnlich dünn wie T4A, kostet aber wenigstens nichts.
Ja, mit OSM waren wir schon (fast) überall auf der Welt unterwegs. Da gibts zwar manchmal ganz lustige Fehler (die schicken einen gleich mal in einen Abgrund) aber mit etwas gesundem Menschenverstand hat es bisher immer geklappt.

LG
Beate
zuletzt bearbeitet 22. Nov. 2014
Themenstarter414 Beiträge · seit 200924. Nov. 2014 · #60
Lemuren zu fotografieren ist zuweilen eine anstrengende Angelegenheit. Leider gibt es keine Autotüre oder ähnlich stabilen Ort, wo man die Kamera auf einem Bohnensack ablegen könnte:

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Wir passieren nochmals eine Giraffenhalskäferfarm

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und überqueren dann einen Fluss über eine abenteuerlich konstruierte Brücke:

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Im Regenwald ist erst ein mal alles grau-grün-braun und keine Bundesgartenschau. Die blühenden Pflanzen muss man mühsam suchen:

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Die Baumfarne gibt es schon seit der Dinosaurier-Zeit, und so archaisch sehen sie auch aus:

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Keine Ahnung, was das ist, aber vielleicht ist ja irgend ein Biologe hier eine Konifere auf diesem Fachgebiet: 😗

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