THBiker1'366 Beiträge · seit 201122. Okt. 2014 · #21
Hallo KeTho,
ich kann zwar nichts präzises zu deiner Route beitragen, aber ich will dir einfach mal ein Denkanstoß bzw Vergleich geben. Würdest du in 2-3 Wochen Urlaub Deutschland und Frankreich bereisen wollen und dort alle Sehenwürdigkeiten abklappern wollen? Ich denke jeder, dem man diesen Vorschlag machen würde, würde sagen "Nein, um Himmelswillen!". Es würde vermutloich jedes sagen, dass Nordsee oder Alpen schon genug wäre. In Namibia vergessen/verdrängen viele die größe des Landes. Zumal dort noch hinzu kommt, dass man deutlich schlechtere Straßenverhältnisse hat und somit langsamer voran kommt.
Wenn du nicht einfach nur abhaken willst, nimm dir einfach Zeit. Ich persönlich würde mindestens 2-3 Nächte für jede Gegend einplanen. Sicherlich kann man auch mal einen Fahrtag einplanen. Aber nur um schnel durch das Land zu fahren ist Namibia einfach viel zu schön und abwechslungsreich.
Viel Spaß beim planen
P.S. Ich musste die Erfahrung damals auch bitter machen 🤩
Clamat1'425 Beiträge · seit 201322. Okt. 2014 · #22
Hi KeTho,
schau dir mal die Seite von Karawane Reisen an. Dort findest du alles, angefangen von Gruppenreisen über Mietwagenrundreisen mit vorgebuchten Unterkünften bis zu Indvidualangeboten. Bei den Mietwagenreisen kannst du auch problemlos Änderungen vornehmen wenn du z. Bsp. mehrere Übernachtungen irgendwo machen willst. So haben wir auch in Namibia angefangen.
MAMartinL503 Beiträge · seit 200622. Okt. 2014 · #23
Hallo KeTho, Überlegt Euch nach den vielen hilfreichen Postings, ob Ihr diese Tour wirklich machen wollt. Du bist auf vielen Transferfahrten den ganzen Tag unterwegs, hast kaum Zeit für Stopps und längeres Genießen. Wenn Du unbedingt den Norden und die Mitte zusammenbinden willst, dann mach' das mit dem Bus. das habe ich auch das erste Mal gemacht, man bekommt zwar gute Informationen, aber ansonsten wenig geboten, weil alles viel zu schnell geht. Seitdem teile ich mir meine Namibiareisen in eine Südtour, eine Zentraltour und den Norden ein. Beispiele: auf der Tour Richtung Süden lässt Du die Kalahari aus, ich finde die roten Dünenlandschaften allemal mind. 2 Nächte wert, also eine Morgenfahrt und eine zum Sonnenuntergang. Von Lüderitz seid Ihr bald acht Stunden bis zur Hoodia Lodge unterwegs, wenn Ihr ein paar Stopps auf der wunderschönen D707 einlegt, dauert's noch länger und es wird ggf. schon dunkel. Und dunkel ist richtig dunkel. Und wenn Ihr nun doch die Südschleife fahrt, dann überlegt, ob Ihr nicht nur bis Klein Aus Vista fahrt, am nächsten Tag nach Lüderitz und wieder zurück, dann könnt Ihr abends noch bei den Wildpferden vor Aus vorbeischauen und habt nicht mehr einen ganz so langen Weg ins Sossusvlei. In Swakopmund kommst Du am mittleren bis späten Nachmittag an, da kannst Du nichts mehr machen. Beim ersten Mal solltet Ihr auf jeden Fall die Bootstour in Walvisbay und eine der beiden möglichen Wüstentouren unternehmen, am besten beide. Beides an einem Tag ist sehr eng geschnitten, bzw. geht gar nicht, wenn Ihr beide Wüstentouren macht. Von Swakopmund selbst bekommt Ihr dann gar nichts mit. Etosha ist im September voll mit Tieren, die man vom Auto aus sehen kann. Von der Twyfelfontein Lodge seid Ihr gegen Mittag in der Etosha Safari Lodge. Die Lodge ist schön, Ihr solltet aber dennoch Okaukejo überlegen, weil im September die Wasserstelle großartig ist, vor allem am Abend, aber da müsst ihr dann ja schon aus Etosha draußen sein. Überhaupt September: Etosha ertrinkt in Tieren an den zugänglichen Wasserstellen. D.h. Ihr braucht Zeit, ich habe das auch beim ersten Mal Selbstfahren völlig unterschätzt, seitdem bleibe ich drei Nächte im Westen und drei im Osten. Ihr habt 1 1/2 Tage im Westen Etoshas, dann fahrt Ihr durch und habt noch einen Tag im Osten. Das reicht zum "Gesehen haben" aber beileibe nicht zum "Alles und Tolles gesehen haben". Auf dem Rückweg bei Frans Indongo reinzuschauen macht sicherlich Sinn, aber von dort direkt zum Flughafen ist auch schon ein kleiner Ritt. Ich persönlich mag dann immer noch ganz gerne mind. einen Tag, d.h. zwei Nächte in Windhoek bleiben, Souvenirs kaufen oder einfach nur auf der Dachterrasse des Hiltons den Blick genießen (man muss dafür nicht im Hilton wohnen).
Ich will Euch Eure Tour nicht vermiesen und kann gut verstehen, dass Ihr in einem Urlaub möglichst viel sehen wollt. Aber wenn ich nach Frankreich fahre, schaffe ich in 16 Tagen auch nicht das Elsaß, die Bretagne und die Provence. Das geht zwar, aber ich werde keiner Region wirklich gerecht. Und denkt dran: Ihr kommt wieder, das Namibia-Virus ist nicht tödlich, aber sehr nachhaltig wirksam....
Liebe Grüße Martin
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Champagner8'684 Beiträge · seit 201022. Okt. 2014 · #24
MartinL schrieb: . Aber wenn ich nach Frankreich fahre, schaffe ich in 16 Tagen auch nicht das Elsaß, die Bretagne und die Provence. Das geht zwar, aber ich werde keiner Region wirklich gerecht. Liebe Grüße Martin
Ich muss da jetzt mal widersprechen - der Vergleich hinkt einfach zu sehr. Wenn ich in Frankreich nochmal was sehen will, dann fahr ich eben nochmal hin - ich pack die vier Leute in ein Auto und fertig. Nach Namibia fliegt man nicht eben mal kurz, vorallem legt man auch noch runde 700-1000 Euro (je nach Reisezeit) alleine für den Flug pro Person hin.
Daher kann ich die Vielfahrer durchaus verstehen - zumal ich auch gerne viel Verschiedenes sehe und erlebe im Urlaub. Drei Tage lang auf das gleiche Gras glotzen kann ich - etwas übertrieben formuliert - auch daheim.... und das Ganze sogar irgendwann mal von unten.... 🤩 Für mich ist Afrikaurlaub nicht Erholung (im üblichen Sinne) sondern möglichst Erlebnis und vielleicht ein bisschen Abenteuer und viiieeele Tiere. Ich behaupte, du wirst einer Region auch nicht gerecht, wenn du eine Woche dort bleibst. Allenfalls verliebst du dich mal in eine Gegend und sagst: da will ich irgendwann mal länger sein - aber woher willst du das wissen, wenn du noch nie dort warst?
Ich habe bei meinen Afrika-Reisen, wo ich außer einmal nie länger als 2 (oder in Ausnahmen mal 3 Nächte) war - oft auch nur eine - die Vielfalt immer sehr genossen - und ein zweites Mal dann im Rückblick beim Fotosanschauen. Für mich hat das ein bisschen was von einem Adventskalender, wo man jeden Tag ein neues Türchen aufmacht. Nie im Leben hätte ich die (innere) Ruhe, mich irgendwo für ein paar Tage nieder zu lassen. Vielleicht, wenn ich zum zehnten Mal nach Afrika fliege - aber sicher beim ersten Mal! Gerade dieses "Nomadentum" macht doch auch den Reiz einer solchen Rundreise aus!
Und was wäre denn, wenn man sich dort, wo man lange gebucht hat, gar nicht so wohl fühlt wie erhofft? Ging mir im Ansatz schon so - is nicht lustig...
Nur mal so als Überlegungen der anderen Art.....
Im Übrigen gebe ich aber zum Beispiel Hanne recht, dass man an der Tour schon noch einiges verbessern kann!
Zu den vielen Vorschlägen für eine Selbstfahrer-Namibiarundreise möchte ich unsere Ersttätertour mit 2 Erwachsenen und 2 Jugendlichen aus dem letzten Jahr (2,5 Wochen im Juli / August) ergänzen:
1. Tag: Ankunft am Morgen in Windhoek, Weiterfahrt in die Kalahari (2 Ü Kalahari Anib Lodge), hier bleibt noch Zeit für eine kleine Wanderung 2. Tag: geführter Morning Game Drive und Wanderung am Nachmittag 3. Tag : Fahrt zum Sossusvlei (2 Ü Sossusvlei Lodge) 4. Tag: Fahrt ins Dead Vlei und zum Sesriem Canyon 5. Tag: Fahrt nach Swakopmund (3 Ü Meikes Guesthouse) 6. Tag: Little Five-Tour in Swakopmund 7. Tag: Bootstour in Walvis Bay 8. Tag: Fahrt ins Damaraland (2 Ü Bambatsi) 9. Tag: Twyfelfontain und Damara Living Museum 10. Tag: Fahrt in den Westen von Etosha (2 Ü Dolomite Camp) 11. Tag: Game Drive 12. Tag: Fahrt in die Mitte von Etosha (2 Ü Toshari, südlich Etosha) 13. Tag: Game Drive 14. Tag: Fahrt in den Osten von Etosha (1 Ü Namutoni) 15. Tag: Fahrt zur Frans Indongo Lodge (1 Ü), Möglichkeit für einen geführten Afternoon Game Drive 16. Tag: Fahrt nach Windhoek (1 Ü Etango Ranch) 17. Tag: Besichtigung von Windhoek und Abflug am Abend
Uns hat diese Tour hinsichtlich der Landschaften und der Tiere supergut gefallen! Gefahren sind wir 3.480 km in 56 Stunden reiner Fahrzeit. Wenn möglich, würden wir im Sossusvlei eine Nacht dranhängen, in Okaukuejo übernachten, Namutoni aufgrund der Unterkunft und der dortigen Tierwelt wegfallen lassen und eine Nacht mehr in der Frans Indongo Lodge für Wanderungen ergänzen.
Viel Vergnügen bei den weiteren Planungen wünscht Euch Claudia
Mit freudigem Rückblick auf Namibia 2013 und den Osten Südafrikas 2014
Und wie geht es jetzt weiter?
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200623. Okt. 2014 · #26
... ich glaube, diese Frage fiel bisher unter den Tisch.
KeTho schrieb:Wie rufe ich eine PM ab bzw wo?
Auf der linken Seite gibt es einen Bereich "Mailbox" und darunter "Eingang". Dort befinden sich die persönlichen Nachrichten. Falls Du das nicht siehst, scrolle mal ganz ans Ende der Seite und stelle das Design ggf. ml auf "3 Spalten" um.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...