mit dem Unimog nach Simbabwe

18 Antworten · 3'269 Aufrufe · gestartet 26. Aug. 2014 von wum01.de
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Themenstarter99 Beiträge · seit 200726. Aug. 2014 · #1
Hallo zusammen,

nach unserem letzten Trip in den Kafue (Sambia) überlegen wir nun im Dezember nach Simbabwe /Hwange) zu fahren.

Da wir einen Unimog (U1300) fahren, haben wir aber zwei Fragen:

(okay es sind eigentlich ein paar mehr, aber fangen wir mal damit an 🙂 )

-Man liest in Reiseführern von einem Verbot für Trucks in den NP....stimmt das und wird das auch eingehalten?

-Wie steht es mit den Kosten in den NPs? Die Preisangaben beziehen sich immer auf Bakkies..

Würde mich freuen, wenn Ihr mir dazu etwas sagen könntet.

Danke Euch
Gruß wum01.de / Martin

P.S.: das ist der Kleine
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Gast26. Aug. 2014 · #2
Hallo,

Mit so einem Truck darfst Du offiziell nur in den Matopo und im Hwange durch das Main Gate bis ins Main Camp. Alles andere ist offiziell verboten und die anderen wunderbaren Parks wie Mana Pools oder Gonarezhou stehen Dir offiziell gar nicht offen.

Was dann inoffiziell geht, lässt sich nicht zuverlässig vorher sagen. Wir haben 2012 am Mandavu Dam im Hwange ein nettes Paar aus Namibia getroffen, die mit einem 7,5t-Iveco unterwegs waren. Die berichteten allerdings auch, dass sie massiven Stress hatten. Die waren bei Robins Camp in den Park gefahren. Da wollte man sie nicht weiter fahren lassen. Die wollten aber auch das Problem los sein und haben dann erlaubt, das die einmal auf der Hauptpiste bis Sinamatella fahren und das dann dort geklärt werden soll. Wie das ausgegangen ist, weiß ich nicht.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter99 Beiträge · seit 200726. Aug. 2014 · #3
Hi Guido,

danke schon mal für das erste Feedback...passt leider zu meinen Befürchtungen...

Da es ja erst noch eine Idee ist, schauen wir mal wie und auch ob wir das dann überhaupt machen.

Gruß Martin
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466 Beiträge · seit 201026. Aug. 2014 · #4
Hallo Martin,

selbst wenn die Ranger euch fahren lassen würden - grad im Hwange NP sind viele Wege für euch wegen dichtem Buschwerk kaum passierbar - bleibende "Eindrücke" wären euch sicher 😉
Nur auf den Hauptverbindungen zwischen den 3 (Haupt)Camps zu fahren wäre mir zu langweilig...obwohl da auch oft die Löwen rumliegen 😉

VG Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
Themenstarter99 Beiträge · seit 200728. Aug. 2014 · #5
Hi Frank,

das Thema kennen wir 🙁 oder besser 🙂 ? Das ist fast überall so...sobald es Busch oder Bäume gibt, sind die Wege nur bis Höhe Dachzelt frei...also bei uns Mitte Windschutzscheibe.

Unser Mog ist das aber gewohnt und wir auch. Wir haben keinen dieser auf Hochglanz polierten Großstadt SUVs...

Die eigentliche Frage ist aus meiner Sicht immer: Kommen wir da durch ohne etwas kaputt zumachen/ abzubrechen.

Leider habe ich von ZimParks noch immer keine Antwort.
Wenn wir aber wirklich nur auf den Hauptstrecken fahren könnten, wäre das sicher eine Einschränkung.

Gruß und Danke
Martin
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14 Beiträge · seit 201304. Sept. 2014 · #6
Hi Martin,
wir waren im vergangenen November in Hwange und Mana Pools mit kleinem Auto, - Kenne Dein Problem! Fahre einen DB 1317 AK. Wir haben in Hwange Zwei Fahrzeuge ( MAN u Bremach getroffen) hatte verständlicherweise Grosse Augen.
beide Fahrer haben das Problem vor Ort gelöst. Ist also einen Versuch wert!! Mana Pools - Pisten sind definitiv iO für den Unimog! Anreise über die Backroad entlang Kariba Damm lohn sich allemal. Ich würde es versuchen.
Gute Reise !!
Busch: Keine Menschen, keine Probleme!
Themenstarter99 Beiträge · seit 200709. Sept. 2014 · #7
Hi Donkey,

danke für Deine Antwort. Ich denke wir werden unser Glück versuchen 🙂
Da wir in Windhoek starten und durch den Caprivi fahren werden, gibt es ja auch unterwegs und außerhalb der Parks schon viel zum Urlaub machen.

Gruß Martin
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904 Beiträge · seit 201019. Sept. 2014 · #8
Wir waren im August im Hwange Main Camp, uns hätten sie mit einem LKW auch rein gelassen. Hängt wahrscheinlich vom Backschisch ab.
53 Beiträge · seit 201021. Sept. 2014 · #9
Hallo Zusammen,
wir waren im Juni in Mana Pools und hatten ein italienisches Paar mit einem Unimog (S404) als Nachbarn.
Was mich ein bisschen nervt, ist der immer negative Unterton von Herrn Ebi, wenn es um Zimbabwe geht.
Bei keiner unserer drei Zimbabwereisen hatten wir Probleme bei einer der zahlreichen und immer korrekten und meist kurzweiligen Polizei- oder Zollkontrollen und wir mussten auch nirgends " Bakshish" zahlen.
Und auch noch etwas "Lebenshilfe":
Bei uns sagt man aus gutem Grund:
Wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es zurück.
VIelleicht kommt man mit einem Lächeln doch manchmal weiter als mit Belehrung über die Preise von Polizeiwesten (Beitrag zu "Zimbabwe Juli/August 2014") .
VG
Hamwi
904 Beiträge · seit 201022. Sept. 2014 · #10
Ich fahr ja wieder hin, also kann es nicht so schlimm gewesen sein.

Backschisch: wenn die nette Dame einen kleinen Aufschlag möchte, der nicht auf der Rechnung steht, seh ich das schon als Backschisch an. Das war die Bedingung, die sie formuliert hat, damit ich hinter die Schranke komme.

Der Polizist wollte mich einsperren. Da lächle ich dann nicht mehr, sondern setze ich zur Wehr. Dass man das so machen soll, habe ich aus Beiträgen hier im Forum entnommen. Andere Leute, die wir unterwegs getroffen haben, hatten mit besoffenen Polizisten zu kämpfen, bei denen die Kollegin gesagt hat, die Alkoholausdünstungen seien halt sein Parfüm. Der trunkene Mensch hat einen Terz veranstaltet, weil die Beleuchtung des Nummernschildes nicht getan hat. Deutsches Kennzeichen halt, da wird man gerne raus gewunken.

Gegen das nette Land habe ich nichts, die Korruption geht mir halt auf den Wecker, und das werde ich auch sagen dürfen. Ist mir schon klar, dass in Reiseforen alles etwas rosa gesehen wird. Ich denke aber, dass die Leute, die erstmals einen Landstrich betreten, auch die etwas unschönen Dinge mitbekommen sollen, wenn sie mal im Forum stöbern. Und Simbabwe ist nun leider mal ein Land, das rosa angestrichen etwas fremd daherkommt. Das Auswärtige Amt sieht das auch so.

Und noch ein Tipp für den wum01, hätte ich ja fast vergessen. Die netten Polizisten fahren auf Reflektorstreifen ab, wenn sie nichts am Fahrzeug finden können. Die müssen links und rechts an der Stoßstange kleben. Falls Ihr noch keine habt, bringt sie besser von zuhause mit. Wir haben versucht, welche zu erwerben, das ist uns nicht gelungen.
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2014
527 Beiträge · seit 201322. Sept. 2014 · #11
Hallo Ebi und guten Morgen,
ich kann dir bezüglich "Bakshisch in Afrika" (in deinem Fall Simbabwe) vollumfänglich zustimmen. Ich fahre seit vielen Jahrzehnten mit eigenen Fahrzeugen und ausländischen Kontrollschildern kreuz und quer durch Schwarzafrika. Und nicht zwei oder drei Wochen im Jahr, sondern Monate lang. In den ersten Jahren habe ich mich standhaft geweigert, Polizisten und andere "officials" zu schmieren. Inzwischen habe ich mich, um meine Nerven zu schonen und viel Zeit zu sparen, den landesüblichen Gepflogenheiten angepasst... denn: ausser in Botswana habe ich in keinem Land nicht-korrupte Polizisten (und andere "Staatsfunktionäre) angetroffen. Wobei ich betonen möchte; nicht jeder Polizist, Richter und andere Beamte ist korrupt - aber, um es zurückhaltend auszudrücken, die Zahl jener, die sich gern ein Zusatzeinkommen verschafft, ist nicht gerade klein.
Und was das "wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es zurück" betrifft: in den meisten Fällen gehen Aggression, Arroganz und Drohung (you have to go to jail oder you have to go to court bzw. I have to confiscate your car und ähnliches) von den Beamten aus. Jeder, der längere Zeit durch Afrika fährt, kann unzählige Müsterchen davon erzählen. Auch in diesem Forum gibt es zahlreiche negative Beispiele der weit verbreiteten Beamtenwillkür.
Da hilft dann Hamwis "Lebenshilfe" auch nicht weiter. Sondern nur endlose Diskussionen (wenn man Pech hat, auf dem Polizeiposten) oder: blechen.
M.
904 Beiträge · seit 201022. Sept. 2014 · #12
So ist es. Man verbringt die Urlaubszeit ja nicht freiwillig mit endlosen Diskussionen, man wehrt sich doch nur gegen etwas, was andere anfangen. Solange es gemäßigt zugeht, bleibe ich auch anständig. Wenn man mich bedroht, ist es mit dem Anstand halt vorbei.

Hab das (leider) auch schon gemacht wie Du, aus Bequemlichkeit einfach bezahlt. Die schärfste Nummer war letztes Jahr bei der Einreise in Tunesien. Der Polizist hat sich nicht der Korruption schuldig gemacht, indem sein Schwager in Zivil direkt am Hafen in Tunis abkassiert hat. Mal ne neue Variante. 20 € oder den Tag am Hafen verbringen - das war das Angebot.

Südafrika und Namibia hatte ich auch noch keine Begegnungen dieser Art. Bin mal in einer Baustelle in SA etwas schneller als 60 gefahren, man wollte mich dann mit der Kelle rauswinken. Als man das deutsche Kennzeichen gesehen hat, hat man uns sogar durchgewunken.
527 Beiträge · seit 201322. Sept. 2014 · #13
Ebi schrieb:
Hab das (leider) auch schon gemacht wie Du, aus Bequemlichkeit einfach bezahlt.
Das ist in meinen Augen nicht "Bequemlichkeit", sondern Einsicht, welche Partei am längeren Hebel sitzt. Und das ist in Afrika in den seltensten Fällen der Weisse.
Mein Freund P. wollte (in Kenia) eine Busse, die er wegen einer gesprungenen Windschutzscheibe kassiert hatte, nicht "bezahlen". Also sass er von 08.00 bis 17.00 in Nanyuki auf dem Polizeiposten. Dann liessen ihn die Polizisten laufen - um ihn am nächsten Tag gleich wieder zu kassieren... Worauf er den notleidenden Polizisten mit einem kleinen Bakshisch aus der Klemme half.
M.
zuletzt bearbeitet 22. Sept. 2014
Themenstarter99 Beiträge · seit 200722. Sept. 2014 · #14
Hallo Ebi,

danke für den Hinweis mit den Reflektoren...wir haben keine am Auto...brauch ich eine bestimmte Farbe und Größe?

Danke und Gruß
Martin / wum01
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527 Beiträge · seit 201322. Sept. 2014 · #15
wum01.de schrieb:Hallo Ebi,

danke für den Hinweis mit den Reflektoren...wir haben keine am Auto...brauch ich eine bestimmte Farbe und Größe?

Danke und Gruß
Martin / wum01
Hallo Martin,
ich bin zwar nicht Ebi, aber...

Grösse: keine Vorschriften
Farbe: vorne weiss, hinten rot.

Ich habe die Stossstangen meines LandCruisers vorne und hinten mit Reflektoren voll gepflastert. Kosten ja wenig.
Gruss M.
904 Beiträge · seit 201022. Sept. 2014 · #16
Stimmt genau. Würde sie im Zweifel etwas größer machen, sonst macht noch einer Stress, weil sie zu klein sind. Gibt es von 3M und auch von anderen Herstellern als Rollenware. Ich bekam unsere von einem Unimogfahrer in Botswana geschenkt.
466 Beiträge · seit 201022. Sept. 2014 · #17
Hallo Martin,
in ZIM wollen die Jungs von der Rennleitung eine ganz bestimmte Art von Reflektoren bzw. Reflektorfolie sehen - die von 3M. Wir haben seinerzeit unsere Folie in Franzistown in einem Autozubehörladen gekauft! Ich gehe mal davon aus, dass ihr die Reflektorfolie auch in Kasane im Autozubehör neben der Tanke in der Stadt bekommt - direkt gegenüber dem Spar. Die Folie ist auf Rolle meterweise zu bekommen - kauf lieber ein bissl mehr (wenn jemand was zu meckern hat wegen zu wenig/zu klein). Man kann dich sicher dort auch beraten welche Folien du brauchst. Uns wurde gesagt, das größere Fahrzeuge auch eine reflektierende Foiie an der Seite bräuchten - es kann aber sein, dass letzteres nur für commercial vehicles gilt...
Grüßle
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
904 Beiträge · seit 201023. Sept. 2014 · #18
Wegen Folie an der Seite noch eine Anmerkung. War in Windhoek bei Mercedes neben dem Fahrzeug von Roteltours gestanden. Mir ist dabei aufgefallen, dass die die Folie auch an der Seite haben. Und zwar nicht nur irgendwo unten, sie verläuft rund um den Aufbau. Dürfte mengenmäßig dann schon im Rabattbereich sein. 🙂 Hab aber keine Ahnung, ob das Vorschrift ist, oder ob die das von sich aus so gemacht haben. Seitlich hat noch keiner was von mir verlangt.
Themenstarter99 Beiträge · seit 200723. Sept. 2014 · #19
da bemüht man sich so wenig wie möglich aufzufallen und dann braucht man so viele Reflektoren

Dabei ist "dezent" mit dem Unimog so schon schwierig genug... 😉
Danke Euch. Ich werde mir mal Folie aus Deutschland mitbringen und dann zur Sicherheit nochmal vor Ort kurz checken wie es steht...
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