Reisebericht

Drakensberge - Ostküste - Swasiland - Kruger

von fabian1983 · begonnen 10. Juli 2014 · 15 Teile

Teil 110. Juli 2014
Hallo,
da wir bisher sehr von den Reiseberichten profitiert haben, wollten wir auch einmal über unsere Reise berichten. Aktuell befinden wir uns in St. Lucia und haben zum ersten mal W-LAN.
Vielleicht kann ja der Eine oder Andere etwas mit unserem Bericht anfangen. Ansonsten haben wir eine Sicherung unserer Erlebnisse 😉
Teil 211. Juli 2014
06.07.14 Ab in die Berge

Heute stand die Tour zum Giants Castle an. Für die 180 km hatte das Navi knapp 3 Stunden eingeplant. Nach einem sehr günstigen und sehr gutem Frühstück in unserer schönen Unterkunft (Africlassic Guesthouse) ging es gegen 9.30 Uhr los. Die erste Zeit konnten wir noch der N3 folgen und so kamen wir gut voran. Nachdem wir diese allerdings verlassen hatten, wurden die Straßenverhältnisse zunehmends schlechter. Ein Schlagloch jagte das nächste, sodass wir nur im Schneckentempo voran kamen.
Je tiefer wir in die Drakensberge fuhren, desto schlechter wurde die Sicht. Die Bergspitzen waren komplett in den Wolken verschwunden. Auch kamen vereinzelte Regentropfen aus diesen.
h5e84a15.jpg

Als wir schon dachten, dass die befahrene Straße unmöglich die zu einem Nationalpark sein könnte, und wir uns bestimmt verfahren hätten, erschien der Parkeingang. Erleichtert meldeten wir uns an und konnten die letzten 7,5km bis zum Camp entspannt fahren.
Dort angekommen mussten wir erst einmal eine Stunde warten, bevor wir einchecken konnten. Diese Zeit nutzten wir für ein Lunch in dem wirklich sehr netten Restaurant.
Bevor wir dann zur Hütte fuhren, erkundigten wir uns, ob man heute überhaupt Wandern gehen sollte. Daraufhin sagte ein Guide, dass man, wenn überhaupt, nur die ganz kurzen Wanderwege nehmen sollte.
hace7b05.jpg


Wir beschlossen, die Wanderungen auf den nächsten Tag zu verschieben, da wir kein Risiko eingehen wollten.
Also machten wir in unserer Hütte den Kamin an und verbrachten den Abend mit Lesen und Entspannen. Auch schön. Wer im Winter in die Drakensberge reist, muss mit einem solchen Wetter halt rechnen 😉

h4ab89f4.jpg


h6b8abbd.jpg
Teil 311. Juli 2014
07.07.14 Auf den Spuren der San

Nach einer nicht gerade erholsamen Nacht (Weil es sehr kalt war,haben wir uns zu Zweit in ein Bett gequetscht), schauen wir zunächst aus dem Fenster, um nachzusehen, ob das Wetter es heute besser mit uns meint. Leider können wir gerade mal die Sträucher direkt vor unserer Hütte erkennen- so neblig ist es. Als wäre das nicht genug, fängt es nun auch noch an zu regnen. Also entschließen wir uns, heute ganz in Ruhe zu frühstücken und uns dann wetterfest zu kleiden.
h543f176.jpg

Gegen 9.30 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Rezeption, wo wir uns erkundigen möchten, ob die Wanderwege bei diesem Wetter überhaupt sicher sind. Ein Mitarbeiter des Parks sagt uns dort, dass wir den Weg zu den Main Caves problemlos wandern können. Allerdings finden Führungen nur zu jeder vollen Stunde statt und der Weg dorthin dauert ca 45 Minuten. Also geht es nochmal für 20 Minuten zurück zu unserer Hütte. Um 10 Uhr machen wir uns auf den Weg. Dieser ist zunächst sehr unbeschwerlich. Es riecht überall ziemlich verbrand, da vor kurzem teilweise natürliche, teilweise "Controlled"-Fire im Park brannten.
h2620fb1.jpg


hb852289.jpg


h5b9b2d5.jpg


Die Aussicht ist trotz wolkenverhangenen Gipfeln toll. Nach ziemlich genau 45 Minuten erreichen wir den Meeting-Point und warten dort eine Viertelstunde vor der vereinbarten Zeit auf unseren Guide. Als dieser um 11 Uhr noch nicht angekommen ist, machen wir uns noch keine große Sorge. Mit Pünktlichkeit nimmt man es ja hier häufig nicht so genau. Um 11.15 Uhr glauben wir schon nicht mehr an das Erscheinen des Guides. Nun haben wir die Wahl durch den stärker werdenden Regen zurück zu laufen oder bis 12 Uhr zu warten. Da wir auch wegen der Felszeichnungen in diesen Nationalpark gefahren sind, entscheiden wir uns für das Warten.
Um 12 Uhr ist wieder niemand zu sehen. Da wir durch die Reception für die Führung angemeldet sind, ärgern wir uns schon etwas. Gerade als wir den Rückweg antreten wollen kommt der Guide. Er hatte sein Funkgerät verloren und hatte sich auf die Suche nach diesem gemacht. Die Führung ist interessant und die Felszeichnungen sind beeindruckend und wir sind erfreut, dass sie die Zeit überdauert haben.

he9a9b67.jpg


he0aa68f.jpg


Anschließend wandern wir den River Walk zurück zum Camp. Dort wärmen wir uns bei einer Tasse Tee wieder auf, bevor wir noch den Bergview Walk nehmen. Auf diesem haben wir einen sehr schönen Blick über den Park.

hf85b73b.jpg


Durchgefroren freuen wir uns am Nachmittag auf unsere Hütte und den wärmenden Kamin. Nach einem wärmenden Bad in der Badewanne zieht es uns direkt unter die warme Bettdecke.
Die Nacht ist bitter kalt. Drei Decken, die Heizung neben dem Bett, der angefeuerte Kamin und eine Wärmflasche können nur bedingt Abhilfe schaffen. Trotzdem schlafen wir, bestimmt auch wegen der gewanderten ca. 15 km, relativ schnell ein. Um Mitternacht wird dann die Wärmflasche wieder warm gemacht und das Feuer noch einmal geschürt.
Teil 411. Juli 2014
08.07.14 Vom Schnee in die Sonne

Den Grund für die nächtliche Kälte sehen wir an diesem Morgen auf den nachbarlichen Hütte. Es hat geschneit und in der Nacht hat es sich irgendwann aufgeklart. Wir sehen Berge, die wir bisher noch gar nicht gesehen haben. Eine traumhafte Kulisse! Mit den schneebedeckten Gipfeln ist es ein wunderschönes Panorama. Nach einem kurzen Frühstück packen wir unsere Sachen für den Weg nach Durban.

h62c7a8e.jpg


h1623044.jpg


h1a1f7b9.jpg



Wieder geht es über Schlaglochpisten und wir kommen nur langsam voran. Auf der N3 fährt es sich deutlich besser und wir erreichen um ca. 13Uhr Umdlothi. Wir beziehen unser Zimmer in der Drifters Dolphin Lodge und genießen den traumhaften Ausblick auf das Meer. Der indische Ozean ist sehr "Rough" und bei unserem Strandspaziergang sorgt der Wind bei uns für ein ordentliches Peeling.
he72e9e8.jpg


Da die Sonne schon sehr an Kraft verloren hat und der Wind noch sehr stark ist, beschließen wir mit dem Auto in die "City" zu fahren und dort einen Kaffee zu trinken. Auch wollen wir hier eine Malaria-Prophylaxe für die Wanderung im Krugerpark besorgen. Diese können wir in einer kleinen Apotheke am Strand vorbestellen. Der anschließende Kaffee mit Blick aufs Meer tut sehr gut und wir genießen den Moment.

hc94ad55.jpg


In unserer Unterkunft erklärt uns die Besitzerin, was sie von der Stadt Durban hält und meint, dass wir sehr vorsichtig sein sollen.
Nachdem wir uns eine Weile in unserem Zimmer ausgeruht haben, geht es zum Abendessen nach Umdlothi. In einem wirklich schönen Restaurant können wir uns für das Halbfinalspiel der Deutschen stärken. Als wir dann vor dem Fernseher sitzen, gesellt sich ein weiteres Paar zu uns und erklärt uns, dass sie in der Schweiz wohnen aber ursprünglich aus Dresden kommen.
Das Spiel beginnt und wir freuen uns nach kurzer Zeit über das 1-0 und das 2-0. Beim 3-0 tun uns die brasilianischen Fans schon etwas leid. Von meinem ursprüngliche Plan, bei jedem Tor ein Bier zu trinken, entferne ich mich langsam, da wir am nächsten Tag nach Durban wollen. Das 4-0 und 5-0 wird dann auch nicht mehr überschwänglich bejubelt obwohl die Freude natürlich trotzdem groß ist. Da das Spiel nun völlig an Spannung verloren hat, können wir uns etwas besser über die Bisherigen Erlebnisse austauschen. Dabei stellt sich heraus, dass sie fast die gleiche Tour wie wir machen, nur in umgekehrter Richtung . Über den Ehrentreffer der Brasilianer zum 7-1 Endstand freuen wir uns dann sogar.
Teil 512. Juli 2014
09.07.14 Die Jagd nach Bunnie Chow

Leider gibt es bei diesem Bericht eher weniger Bilder, da wir in Durban-City die Kamera nicht unbedingt rausholen wollten.

hd387e6e.jpg


Heute weckt uns ein traumhafter Sonnenaufgang. Wir wollen wir nach Durban hineinfahren. Unsere Gastgeberin fragt sich zwar, warum wir in diese laute, dreckige und gefährliche Stadt wollen, erklärte uns aber anschließend doch den besten Weg. Katharina hatte in einigen Reiseführern und in einer Doku gehört, dass man in Durban unbedingt "Bunnie Chow" essen sollte. Deswegen sollte dies ein Hauptziel des heutigen Tages sein.
Unser Auto stellen wir an der uShaka-Marineworld ab und besuche dann auch das Aquarium. Dieses ist sehr schön gemacht und die Zeit dort vergeht schnell. Das Ganze ist zwar sehr touristisch und viele der Besucher sind eigentlich wegen des Wasserparks dort, blendet man das allerdings aus, lohnt sich der Besuch.

h925a47e.jpg


he51b93a.jpg



Anschließend beginnt die Jagd nach dem sagenumwobenen "Bunnie Chow" mit dem People-Mover (Buslinie, die zur WM2010 eingerichtet wurde, R16) versuchen wir von uShaka zum Victoria Market zu kommen. Laut Plan kein Problem. Schließlich sollen alle 15 Minuten Busse fahren. Doch als wir das erste Mal die Linie wechseln wollen, warten wir schon 30 Minuten. Da es keinen Fahrplan gibt, wissen wir überhaupt nicht, ob die Station noch angefahren wird. Gerade als wir beschlossen haben, zu einer anderen zu laufen, erscheint der Bus. Jedoch bleibt dieser, warum auch immer, an der nächsten Station für 15 Minuten stehen. Langsam nähern wir uns dann doch der geplanten Station uns sehen das rege Treiben auf der Straße. Nun fallen mir die Worte unserer Gastgeberin wieder ein.


Im Victoria Market schlägt uns eine Wand von 1000 Gerüchen entgegen. Ein Mix aus Gewürzen und Räucherstäbchen, bei dem einem auch etwas unwohl werden kann. Zusätzlich wird man vor jedem Mini-Laden hereingebeten. Katharina gefällt es, ich will so schnell wie möglich raus. Ein paar Gewürze kaufen wir dann doch und werden dort zum "Bunnie-Verzehr" in den Work-Shop, eine kleine Mall, geschickt. Heißt für uns, dass wir über die sehr belebte Straße zur nächsten Bushaltestelle müssen. Davor hatte uns unsere Gastgeberin und auch die Apothekerin gewarnt.
Jedoch hatten wir alle Wertsachen gut verstaut und das Gedränge gemieden.

Auf einmal stürmte ein Mann freudig auf uns zu. Er hatte mein Deutschlandtrikot bemerkt und konnte relativ gut Deutsch sprechen. Er erzählte uns, dass er Altkleider in Deutschland kaufen würde und hier wieder verkaufen würde. Nach einer netten Unterhaltung wünschte er uns viel Glück fürs Finale und wir waren froh, dass unsere Altkleiderspenden scheinbar nicht alle im Reißwolf landen.
An der Bushaltestelle hatten wir dann allerdings das Gefühl, dass ein paar (auch von den anderen Passagieren streng beäugte) Gestalten uns sehr sehr genau analysierten. Deswegen waren wir auch froh, als der Bus endlich kam und wir mit allen Wertsachen losfahren konnten.


In der Mall war das indische Restaurant schnell gefunden. Nach kurzer Zeit kamen dann auch die vom Kellner empfohlenen "Bunnies". Unsere nette Umschreibung ist "interessant". Eine Viertel Weißbrot, welches mit einer Art Gulasch gefüllt ist. Dabei besteht dieses mehr aus Knochen als aus Fleisch. Zusätzlich hat das Ganze, für europäische Verhältnisse eine recht ordentliche Schärfe. Kurz: Wir haben es einmal gegessen, wir müssen es nicht wieder essen. Katharina, wegen der wir die Jagd nach "Bunnie Chow" überhaupt erst eröffnet hatten, streicht nach der halben Portion die Segel.


Nach diesem Erlebnis wollen wir unser Auto abholen und zum WM-Stadion fahren. Also heißt es wieder warten auf den People-Mover. Gefühlte 200 abgewiesene Tap-Taps später kommt der Bus. Beim Umsteigen in eine andere Linie treffen wir auf einen bekennenden Moslem, welcher eine DFB-Fan-Jacke trägt. Er bietet uns schnell seine Hilfe bei der Bussuche an, und er erzählt uns, dass Deutschland sein absolutes Lieblingsteam sei und er am Vorabend sogar seine Frau noch einmal aus dem Bett geholt habe um ihr zu zeigen wie gut Deutschland spielt. Wir wünschen uns gegenseitig viel Glück und Spaß fürs Finale und er verschwand in seinen Bus.
Als unser Bus kam, klopfte mir auf einmal ein Afrikaner auf den meine Brust, zeigte auf den Adler und sagte mir, dass Deutschland die WM gewinne würde und ich ihm doch eine Deutschlandflagge geben sollte. Leider hatte ich diese zufällig nicht in der Tasche. Jedoch zeigte uns der Tag, das Fußball weltweit verbindet. Schön!


hb3d256d.jpg



Am Stadion gehen wir an viele leeren Läden her. Scheinbar ist die Nachhaltigkeit der WM doch nicht so groß gewesen. Wir kaufen Tickets für den Sky-Train und begeben uns schnell zu diesem. In der Kabine spricht uns der Mitarbeiter an und meint scherzhaft, dass oben einige Brasilianer wären, die schlechte Laune hätten. Dann erzählt er stolz, dass er schon einmal in Deutschland war und es ihm dort sehr gut gefallen hat. Oben erwartet uns dann ein schöner Ausblick über Durban, welcher für den aufregenden Tag ein schöner Abschluss ist.

hfee3d82.jpg


h1d654ea.jpg
Teil 624. Juli 2014
10.07.14 Auf nach Norden
Der heutige Tag beginnt mit einer kalten Dusche, denn leider gibt es kein warmes Wasser. Wenigstens ist man danach richtig wach. Ein traumhafter Sonnenaufgang tut sein übriges.
hf8099fe.jpg

Das Frühstück ist wieder super lecker und stärkt uns für unsere Fahrt nach St. Lucia. Dort erhoffen wir uns, dass wir zum ersten Mal Wale sehen werden. Im Vorjahr haben wir in Hermanus leider kein Glück gehabt, da das Meer dort durchgehend zu "rough" war.
Bevor wir uns allerdings gen Norden bewegen können, müssen wir noch einen Zwischenstopp am King-Shaka-Flughafen machen. Leider haben die Mitarbeiter von Hertz in Johannesburg vergessen uns ein Over-Border-Permit für Swasiland zu geben. Dies war im Vorfeld abgesprochen und sollte eigentlich auch den Unterlagen beigelegt werden. Das dies nicht passierte, war uns leider in der Hektik des ersten Tages nicht aufgefallen. Jetzt läuft alles glatt und die Aktion hat uns nur 30 Minuten gekostet.
Die N2 ist frei und wir kommen gut voran. An uns ziehen kilometerlange Zuckerrohr-Plantagen vorbei und zwischendurch ist auch das Meer zu sehen. Am Straßenrand kaufen wir dann noch ein paar Früchte für das Mittagessen und erreichen schon früh St. Lucia. Nachdem wir eine sehr touristische Hauptstraße durchfahren haben, sind die Nebenstraßen sehr gepflegt und sehr grün.
Parkers Cottage liegt in einer dieser Nebenstraßen und macht auf Anhieb einen sehr gepflegten Eindruck. Wir werden von einer freundlichen Mitarbeiterin empfangen, die uns durch die Lodge und letztendlich zu unserem Zimmer führt. Auch dieses ist wunderschön eingerichtet, hat ein riesiges Badezimmer und eine kleine Terrasse. Als wir gerade mit unserem Lunch auf der Terrasse begonnen haben, kommt der Besitzer Craig zu uns. Er ist sehr zuvorkommend, fragt direkt, ob auch alles mit unserem Zimmer in Ordnung sei und ob es uns an irgendetwas fehlt. Auch bietet er uns einen Teller für unsere Früchte und Strandtücher für unseren Ausflug zu Cape Vidal an.
Nachdem wir unser Mittagessen auf der Terrasse eingenommen haben, machen wir uns dann auf den Weg durch den iSimangaliso-Wetland-Park nach Cape Vidal. Endlich kommt bei mir das richtige Safari-Afrika-Feeling auf. Schon nach wenigen Kilometern sehen wir ein paar Wasserböcke und eine Herde Zebras. In der Ferne sind ein paar Büffel zu erkennen. Das sind natürlich noch nicht die kompletten Big-Five, aber die Vorfreude steigt.
h56053f9.jpg


Am Cape Vidal angekommen liegt ein sehr schöner Strand vor uns. Da bietet es sich an, die Füße einmal in den Indischen Ozean zu tauchen.
Auf dem Weg aus dem Park machen wir noch an einem "Hide" halt. Dort genießen wir den Sonnenuntergang hinter einem Wasserloch.
Ein schöner Abschluss des Tages.

h18a9cfb.jpg


hf74d24e.jpg


h377b44d.jpg
Teil 725. Juli 2014
11.07.14 Wieder keine Wale
Den Morgen nutzen wir zum relaxen. Lediglich ein kurzer Besuch bei Advantage Tours steht an, um dort die Whale-Watching-Tour zu bezahlen. Die Tour ist für 14 Uhr angesetzt und wir freuen uns sehr darauf. Zusätzlich buchen wir einen Hippo-Cruise für den folgenden Tag. Bevor wir wieder zur Unterkunft fahren machen wir noch einen kurzen Halt bei den Straßenhändlern. Wir finden zwei schöne handgemachte Stücke und kaufen noch etwas Obst.
Den Rest des Vormittags verbringen wir dann auf der Sonnenliege und tun uns mal die Ruhe an. Um 13:30 Uhr stehen wir dann am vereinbarten Treffpunkt. Alleine! Irgendwann fragen wir dann in der Zweigstelle von Advantage-Tours nach und erfahren, dass alle Touren für heute gestrichen worden sind. Es ist zu windig. Schon wieder. Scheinbar wollen die Wale nicht, dass wir sie sehen.
Wir können auf den Folgetag umbuchen und können den Hippo-Cruise auf den Abend vorziehen. Vorher machen wir noch einen kurzen Stop am Main Beach und merken auch schnell, warum die Whale-Watching-Tour abgesagt wurde. Der Wind bläst stark und das Meer schlägt hohe Wellen. Im Ort hat man davon kaum etwas mitbekommen.

hba860fc.jpg


h79da846.jpg


Am Abend merken wir, wie Afrika-verwöhnt wir eigentlich schon sind. Der Cruise ist ganz nett, aber wir denken an unsere Chobe-Boat-Tour zurück. Die Anzahl an Hippos und Krokodilen, die wir heute in zwei Stunden gesehen haben, haben wir in Kasane innerhalb von 20 Minuten gesehen. Trotzdem ist es schön und wir sehen einige Hippo-Familien.

h8fbbb22.jpg


h8445a0f.jpg


h8c00e1b.jpg


h680e87e.jpg


Anschließend gibt es zur Entschädigung für die ausgefallene Walbeobachtung ein leckeres Steak.
Teil 825. Juli 2014
12.07.2014 Wir müssen "leider" wiederkommen!
Schon als wir gerade die Augen geöffnet haben, ist uns klar; heute wieder keine Wale.
Es ist ziemlich windig- windiger als gestern. Nach unserem wieder mal sehr schmackhaften Frühstück, beschließen wir, vorsichtshalber schon einmal zum Whale watching Office zu fahren, um nachzufragen, ob unsere Tour stattfindet. Dort angekommen teilt man uns, wie erwartet, mit, dass heute wegen des Windes keine Boote herausfahren. Wir fahren dennoch enttäuscht zurück zu Parkers Cottage und teilen Craig mit, dass wir wieder Pech mit den Walen haben. Dieser bedauert das sehr für uns und gibt uns den Tipp, zum Main Beach zu fahren und ein Fernglass mitzunehmen. Er meint, man könne von dort aus gelegentlich Wale beobachten. Wir haben jedoch genug vom Meer und von Walen und entschließen uns, ein wenig zu entspannen und dann im "Times Square" zu Mittag zu essen. Dies wird uns von Craig empfohlen. Eine nette Dame, die neben Craig sitzt, bemitleidet uns ebenfalls und sagt uns, dass wir dann wohl noch einmal nach Südafrika kommen müssen. Craig stellt sie uns als Michelle vor und sagt uns, dass sie die Fotografin ist, bei der er uns für den Nachmittag zu dem Fotografie Workshop angemeldet hat. Ein Lichtblick, denn sie scheint wirklich unglaublich nett und locker zu sein. Nach einer klitzekleinen Pause geht's los zum Lunch. Am Times Square angekommen, sind wir ganz entzückt. Das Café ist eingerichtet, als würde eine Prinzessin darin wohnen, jedoch nicht kitschig sondern durchaus geschmackvoll. Wir nehmen draußen Platz. Die Karte in Form einer Teekanne ist pink und mit Strasssteinen beklebt. Wir bestellen 2 Wraps und Getränke. Das Besteck ist mit einer pinken, bzw. hellblauen Schleife zusammengebunden.
Das Essen ist super lecker und reichlich. Trotzdem entscheiden wir uns noch für eine Nachspeise. Zufrieden verlassen wir "Times Square" und fahren zurück. Dort werden wir wenig später von Michelle abgeholt. Sie fährt uns zu ihrem Zuhause, wo uns noch ein Teilnehmer des Workshops (Kevin) erwartet. Wir gehen gemeinsam in den Garten, wo zunächst der theoretische Teil erläutert wird. Wir erhalten interessante Tipps, die wir nun umsetzen sollen, indem wir verschiedene Dinge im Gärten fotografieren. Dann wird es laut und etwas ungemütlich. Michelles Nachbarn, mit denen sie sich den Garten teilt, sind Zuhause angekommen und benehmen sich etwas rücksichtslos. Wir müssen direkt an "die Flodders" denken. Nachdem wir Einiges dazu gelernt haben, fahren wir mit Michelle zur Sunset Lodge, wo wir den Sonnenuntergang fotografieren möchten. Dort Leben Freunde von Michelle. Einer der Männer ist Deutscher und so laufen die Kinder mit Deutschlandfahnen bemalt herum. Als die Sonne untergegangen ist, bringt Michelle uns zurück in unsere Unterkunft. Es war ein schöner und interessanter Nachmittag.
Wir ziehen uns um und fahren zu "Reef and Dunes", wo wir als Vorspeise überbackene Muscheln in Käse-Sahne-Sauce und Garlic Bread bestellen. Als Hauptspeise gibt es Beef Burger mit Pommes. Als wir nach dem Essen in unsere Reiseführer schauen, werden wir von einem etwas älteren Ehepaar angesprochen. Sie kommen auch aus Deutschland und erzählen uns, dass sie den selben Reiseführer haben. Wir tauschen uns über unsere Erfahrungen aus und haben ein nettes Gespräch. Später fallen wir müde in unser Bett.
hf2c0561.jpg
Teil 925. Juli 2014
13.07.14 Endlich Safari
Heute wollen wir zu der Unterkunft aufbrechen, deren Besuch Katharina zum Geburtstag geschenkt bekommen hat. Die Rezensionen der verschiedenen Internetportale waren auf alle Fälle überwältigend. Es geht von St. Lucia zur Leopard Mountain Lodge. Hierfür ist auf direktem Weg eine Fahrdauer von ca. zwei Stunden eingeplant. Als wir gerade losgefahren sind, trauen wir unseren Augen kaum: Uns kommt tatsächlich der Whale watching Transporter mit Touristen bepackt entgegen.Heute also Whale watching. Nicht für uns.
h7634f76.jpg

Da wir unsere Unterkunft schon früh verlassen haben und dadurch etwas mehr Zeit zur Verfügung haben, entschließen wir uns den Hluhluwe-NP zu durchfahren. Der Weg führt vorbei an kilometerlangen Siedlungen, wo man nie weiß, wie schnell man fahren darf. Durch die Wild Card müssen wir keinen Eintritt zahlen und sind schnell im Park.
Endlich kommt bei mir nun richtiges Afrika-Feeling auf. Die Landschaft ist ein Traum. Schon nach kurzer Zeit sieht man die ersten Impalas. Es ist jedes Mal aufs neue schön Sie zu sehen, auch wenn man ihnen im weiteren Urlaubsverlauf immer weniger Beachtung schenkt. Die ersten Impalas werden dann traditionell noch kurz fotografiert. Auch warten schon die ersten Giraffen auf uns. Die majestätischen Tiere sind immer wieder schön.

h0080014.jpg


hf13882c.jpg


h2b0768b.jpg


ha5ad6b6.jpg


Die Berghänge entlang geht es langsam herauf. Da das Wetter mitspielt, können wir weit blicken und können das Panorama genießen. Auch Elefanten und Büffel bekommen wir neben den diversen Antilopen zu sehen. Allerdings ist der Park für unsere Miniausgabe eines Autos hart. Die Straßen im Park haben schon deutlich bessere Tage gesehen und die Schlaglöcher sind unzählbar. Trotzdem hat sich die kurze Durchfahrt gelohnt. Mit einem anderen Auto und mehr Zeit kommt er wohl auf unsere Liste für einen der kommenden Südafrika-Urlaube.
Der Weg nach Leopard-Mountain ist nun nicht mehr weit. Mit dem Navi fahren wir zu den Koordinaten. Von der N2 geht es auf eine Schotterpiste. Wir haben Angst, dass unser kleiner Wagen jeden Moment auseinander fällt. Zusätzlich vermissen wir jegliche Beschilderung für die Unterkunft. Also fragen wir am nächsten Gate, ob wir auf dem richtigen Weg sind. Der nette Wächter erwidert, dass wir froh seien könnten, dass wir ihn gefragt hätten, weil wir sonst viel Zeit verschwendet hätten. Wir waren natürlich falsch! Also knapp vier Kilometer Schotterpiste zurück zur N2. Ich halte vorsichtshalber die Tür fest. Diese macht Geräusche, die sich nicht gesund anhören 😉 In den letzten drei Jahren hatten wir jedesmal einem Wagen der Kategorie A. Noch nie war einer so schlecht wie der Chevrolet Spark.
Als wir gerade froh sind, dass wir die Schotterpiste nicht fahren müssen, sehen wir das Schild zur Leopard Mountain Lodge. Es führt zu.... einer Schotterpiste. Allerdings fährt sich so eine Strecke viel leichter, wenn man weiß, dass man auf dem richtigen Weg ist. Nur vielen kniffeligen Abschnitten erreichen wir dann nach ca. 13 Kilometern das Camp.
Da es für uns eine absolute Ausnahme ist, dass wir eine Unterkunft mit vier Sternen besuchen, fühlen wir uns zunächst etwas unwohl, bei dem Wirbel der um unsere (wahrscheinlich jede) Person gemacht wird. Erst recht, als unsere Koffer von zwei Frauen getragen werden. Mit Anfang 30 fühle ich mich eigentlich noch so fit, dass ich diese alleine tragen kann. Aber Widerspruch ist zwecklos. Dass jemand dann noch unseren Mietwagen parkt, lehnen wir dankend ab. Ehrlich gesagt war es uns auch etwas peinlich 🙂
Die Unterkunft und der Service ist sagenhaft. Ein Wahsinnsblick über die hügelige Landschaft. Ein Bett, so groß, dass auch locker 3 Personen bequem hätten darin schlafen können und ein eigenes "Deck" mit Hängematte und Pool. Wahnsinn! Bevor es dann zum Tee geht, stelle ich mich noch kurz unter die Dusche. Natürlich kann man aus dieser auch die Landschaft genießen.
h89c19eb.jpg


hb80a31c.jpg


Dann geht es auf den Evening-Drive und wir erinnern uns, warum man so ungern Landsleute in seinem Urlaub trifft. Wir fühlen uns jedenfalls angesichts von vier deutschen Rentner stark an das Buch Hummeldumm erinnert. Einer nett, einer mürrisch, zwei ahnungslos und falsch in Afrika. Jedenfalls spricht nur der nette Landsmann etwas Englisch und übersetzt bei Zeiten für die drei Nörgelköppe.
Nach einer erst sehr tierlosen ersten halben Stunde, findet der Guide Löwenspuren. Leider ist das Tier nicht auszumachen. So fahren wir durch eine sehr schöne Landschaft und erfahren, dass es größtenteils ehemaliges Farmland ist, welches nun der Natur überlassen wird.
Per Funk ist der Fahrer immer mit anderen Fahrern im Reserve verbunden. So wird er zu einer Löwin gerufen, welche vor kurzem Junge bekommen hat. Unser Guide vermutet, dass sie sich auf dem Weg zu den Kleinen befindet und hängt sich an ihre Fährte. Schnell ist die gefunden und wir folgen ihr für drei Kilometer. Bei einer Geschwindigkeit von ca. 5km/h + Pausen sind das ungefähr 45 Minuten. Sie läuft immer der Straße entlang und wir warten darauf, dass sie sich in die Büsche zu ihren Jungen schlägt. Irgendwann kommt der Moment, doch anstatt zu ihrem Nachwuchs zu gehen, versteckt sie sich und wir sehen sie nicht wieder. Doch wir sind jetzt schon froh, dass wir so nah an dieses schöne Tier heran durften. Die letzte Reihe fängt nun an sich zu beschweren, dass man doch dann dem Tier hätte nicht so weit folgen müssen, wenn es eh irgendwann abhaut.
hab20124.jpg

h0cae0a8.jpg

Wir fahren eine ganze Weile weiter und irgendwann sehen wir etwas vor uns mit dem Gang einer Hyäne. Die Spannung steigt. Doch anstatt eine Hyäne zu sehen, kommt es sogar noch besser. Es ist ein Gepard, der ab und zu humpelt. Da Geparden Katharinas Lieblingstiere sind, hat sich der Besuch der Lodge jetzt schon gelohnt.


h60e5622.jpg


Da das Tier offensichtlich verletzt ist, folgen wir ihm nicht weiter um es nicht noch mehr zu stressen. Auch das verstehen unsere Landsleute wieder nicht und nörgeln. Man sollte doch langsam zum Dinner fahren, so die Meinung der letzten Bank.
Dazu muss man sagen, dass der Guide sich wahnsinnig viel Mühe gegeben hatte und auch viel erklärte. Der Drive gehörte auf alle Fälle in die oberste Kategorie. Aber wenn man nicht akzeptieren möchte, dass man nicht durch einen Zoo fährt, dann findet man viele Sachen halt doof.
Als wir dann eine Ginsterkatze erblicken und die letzte Reihe, wie so oft, ahnungslos ist (aber auch nicht ansatzweise den Drang verspürte das zu ändern), erklären wir ihnen, dass es sich um eine Ginsterkatze handelt. Das ist wohl zu kompliziert gewesen. Noch einmal die Nachfrage und die Antwort, dass es sich bei Ginsterkatzen um scheue, nachtaktive Tiere handelt. Zu kompliziert. "Was ist das?" Antwort: "Eine Katze" "Ach so". Man kann ihnen dabei ansehen, dass sie das Ganze eigentlich nicht interessiert, als man in ihre gelangweilten Gesichter schaut.
Dementsprechend ist auch die Reaktionen, als der Guide nach 3,5 Stunden Game-Drive noch versucht uns einen Leoparden zu zeigen. Die Augen haben wir gesehen, aber anschließend versteckt sich das Tier.
Nach unserer Ansicht war es ein super Drive mit einem guten Guide und nervigen Beifahrern.

Als wir im Camp ankommen, werden wir zum Lagerfeuer geführt. Dort haben die Mitarbeiter für alle Gäste Tische und Stühle aufgebaut. Das Ganze ist super stilvoll und das 4-Gänge-Menü sehr lecker. Doch Katharina und ich sitzen auf heißen Kohlen. Durch den verlängerten Game-Drive hatten wir keine Zeit uns um Internet für das WM-Finale zu kümmern. Deswegen beginnen wir fünf Minuten vor Anpfiff damit. Die Lodge verspricht HI-Speed-Internet, damit sollte das Schauen des Livestreams eigentlich kein Problem sein. Schnell haben wir das Passwort und loggen uns ein und tatsächlich funktioniert dies ohne Probleme. Dann das HI-Speed-Internet: das Laden einer normalen Seite dauert drei Minuten. Von einem Livestream ganz zu Schweigen. Alle paar Minuten schafft es das Tablet dem Liveticker zu aktualisieren. Die Nerven flattern. Irgendwann versuchen wir mit dem Handy einen Radio-Livestream zu erreichen und tatsächlich, in der 35. Minute sind wir live dabei. Doch zunehmends zeigt sich, dass es sich bei den Moderatoren um zwei Typen handelt, die das Spiel kommentieren, welches sie im TV sehen. Naja, besser als nichts. Es folgen 85 nervenaufreibende Minuten, welche für uns ein super Ende haben! An Schlaf ist danach erst einmal nicht zu denken. Ich bin zu aufgeregt und versuche jede Neuigkeit aufzusaugen. Irgendwann ermahne ich mich das Handy beiseite zu legen, da am Folgetag um 4:55 Uhr der Wecker klingelt.
Zusammenfassung: ein nahezu perfekter Tag!!!

h1311cb3.jpg
Teil 1013. Okt. 2015
Bei meinen Planungen zu unserem kommenden Afrikaaufenthalt ist mir eingefallen, dass ich unseren Reisebericht im vergangenen Jahr arbeitsbedingt einfach abgebrochen habe. Vielleicht besteht ja noch Interesse...



14.07.2014 Leopard Mountain
Heute geht es früh aus den Federn. Um 6 Uhr startet der Morning-Drive. Nach der sehr kurzen Nacht fällt es echt schwer so früh aufzustehen. Wir bekommen jeder eine Wärmflasche und starten in den noch dunklen Busch. Nachdem wir eine ganze Zeit nichts gesehen haben, erwarten uns dann schließlich zwei männliche Löwen. Die beiden lassen sich durch uns nicht stören und bleiben erst entspannt, bevor sie nur zwei Meter entfernt unseren Wagen passieren. Kurz danach versperrt uns eine Horde Büffel den Weg. Auch später bleibt uns das Safari-Glück treu. Insgesamt können wir bei diesem Drive noch 6 White Rhinos und ein black Rhino entdecken. Auch mehrere Giraffen und Hippos können wir beobachten. Mitten in der Wildnis gibt es dann Tee und Plätzchen. Nach den kalten Morgenstunden eine willkommene Stärkung.

h0ee3259.JPG


h2e78b00.JPG


h91e8575.JPG


hae1aeb8.JPG


h89b660e.JPG


Kurz vor Ende des Drives, als der Guide gerade beschlossen hatte:"Let's see if we can find some bacon and egg", stoppt das Fahrzeug. Ein Platten macht die Weiterfahrt unmöglich. Ivor und Robyn machen sich sofort an den Wechsel. Nach nur fünf Minuten ist das Rad gewechselt und wir können weiter zur Lodge. Das leckere "Frühstück" wird dann um 10:30 Uhr eingenommen, bevor es um 11 Uhr schon zum Hide geht.
Dort können wir eine Stunde lang diverse Antilopen und Vögel beim Trinken beobachten. Eine Stunde absolute Ruhe ist auch mal schön.
Für den Mittag wird uns dann ein Picnic-Basket zur Verfügung gestellt. Den konnten wir uns beim Frühstück selber zusammenstellen. Es ist alles sehr lecker und genau das Richtige für einen sonnigen Mittag. Gegessen wird auf dem persönlichen Deck, auf dem man seine absolute Ruhe hatte. Dort ist auch ein kleiner privater Pool. Dieser ist zwar a...kalt, aber das hält uns nicht davon ab, einen Sprung hinein zu wagen. Eine Dusche ist nach den staubigen Drives eh nötig. Also rein und nach 30 Sekunden wieder raus und sofort unter die Dusche. Immerhin können wir sagen, wir waren mit Aussicht über den schönen NP im Pool baden. 😉
Anschließend wird auch schon zum Tee geladen und kleine Snacks gereicht. Der anschließende Game-Drive ist, im Vergleich zu den vorherigen, nicht so tierreich. Zwar können wir den Löwen vom Morgen noch einmal auffinden, doch anschließend ist es sehr ruhig. Doch unser Guide Ivor versteht sich sehr gut darin, uns die Natur etwas näher zu bringen. Und so erfahren wir viele neue Dinge über die verschiedenen Bäume und Pflanzen.
Wieder in der Lodge angekommen gibt es erst einmal einen Sherry, welchen wir auf dem Deck genießen können. Dort haben wir dann das Glück eine Sternschnuppe sehen zu können. Ein Glas Wein rundete den Moment ab.


h198a607.JPG


hd3f737a.JPG


h3446d2c.JPG
Teil 1115. Okt. 2015
15.07.14 Leopard Mountain - Hlane

Nach dem ereignisreichen gestrigen Tag hätten wir uns eigentlich das Ausschlafen verdient. Jedoch klingelt um 5 Uhr der Wecker für unseren letzten Drive in dieser traumhaften Unterkunft. Etwas müde quälen wir uns aus dem Bett und verzichten anschließend auf den gemeinsamen Tee im Haupthaus. Wir gehen direkt zum Drive und schauen in viele lachende Gesichter. Scheinbar waren sich die Angestellten der Lodge so sicher, dass Katharina ja sagen würde, dass sie es den anderen Gästen schon am Vorabend mitgeteilt hatten. Kurz stelle ich mir das Szenario vor, welches auf mich gewartet hätte, wenn Katharina nein gesagt hätte.
So nehmen wir die Glückwünsche und Umarmungen gerne an und die Müdigkeit ist wie weggeblasen. Wir freuen uns auf den Drive und sehen schon nach kurzer Fahrtzeit einen Mitarbeiter der Lodge auf einem Hügel stehen. Auf einem Tisch hat er für alle Mitfahrer Champagner mit O-Saft vorbereitet. Alle stoßen auf unser Glück an und wünschen uns alles Gute für die Zukunft. Wirklich toll von der Lodge organisiert. Damit hatte ich diesmal nix zu tun. Auch tauchte keine dieser Extraleistungen auf der Rechnung auf. Die Leute haben auf jeden Fall das Prinzip der Kundenbindung verstanden. Wir werden dort auf alle Fälle wieder zu Besuch kommen. Vielleicht auch für ein oder zwei Nächte mehr?!?

hd836bee.JPG


h288e556.JPG


Der Morning-Drive war dann ein voller Erfolg. Wir sahen erst eine Löwenmutter mit einem Jungen durch das Dickicht streifen und als absoluten Höhepunkt unserer bisherigen Safari, fünf Geparden direkt am Straßenrand.
Dabei handelte es sich um 4 Jungtiere und einen männlichen Geparden. Dieser lieferte sich immer wieder kleine Machtkämpfe mit den Jungtieren. Die Mutter der Jungen war wohl mit dem fünften Jungen unterwegs. Dies nutze der männliche Gepard aus. Das Schöne an dieser Sichtung war sicherlich auch, dass wir alle Zeit der Welt hatten und ganz alleine die Szenen genießen konnte. Nicht wie im Kruger, wo sich um so ein Sighting sicherlich Massen von Autos gesammelt hätten.

hb2cfc0b.JPG


h4e01d9a.JPG


hd5425ba.JPG


h513e132.JPG


h2814a37.JPG


Nach einem wärmenden Tee und einem leckeren Keks an einem Wasserloch geht unsere Zeit in Leopard Mountain langsam dem Ende entgegen. Es gibt noch ein reichhaltiges Frühstück, bevor wir uns von unseren Mitstreitern verabschieden. Nur noch kurz packen und bezahlen und dann wollen wir schnell gen Swasiland. Doch leider finden wir unsere Unterlagenmappe nicht so schnell und wir durchwühlen unseren gesamten Wagen. Nichts. Nochmal zurück in unser Chalet. Nichts. Noch mal zum Auto. Und tatsächlich beim zweiten Wühlen finden wir sie schließlich in der hinterletzten Ecke.

Dann geht es die Dirt-Road zurück zur N2. Als wir diese erreichen atmen wir auf. Das Schlimmste, so glauben wir, haben wir straßentechnisch hinter uns. Und unser Mini-Auto lebt noch. Der Grenzübergang nach Swasiland ist problemlos. Die neue Grenzstation ist gut ausgestattet und deswegen geht alles ganz schnell. Die Straßen sind noch in einem guten Zustand. Dies ändert sich nach einer Weile. Als wir die Hauptverkehrsstraße verlassen, sind wir auf einer der schlimmsten Schlaglochpiste, die wir bisher erlebt haben. Dieser müssen wir für ca. 30 km folgen. Die niedrig stehende Sonne macht das Ausweichen noch schwieriger. Als dann das erste Schild mit Hlane NP auftaucht, sind wir echt froh. Wir checken ein und bei Betreten der Hütte sind wir enttäuscht. Scheinbar lässt die Parkverwaltung die Hütten nicht mehr renovieren. Jedenfalls ist unsere in einer schlechten Verfassung. Nicht vergleichbar mit der kleinen Hütte, welche wir noch im letzten Jahr hatten.
Wir beschließen uns noch schnell mit ein paar leckeren Steaks einzudecken. Im nahegelegenen "Boxer" werden wir schnell fündig. Als wir beim Metzger zwei Rumpsteaks ordern, holt dieser eine halbe Kuh aus dem Kühlraum und schneidet für uns zwei perfekte Stücke. 800 Gramm Steak kosten dann auch nur knapp 70 Rand. Ein Traum für jeden fleischliebenden Europäer.
Am Abend können wir dann feststellen, dass es gut investierte fünf Euro waren und gehen zufrieden schlafen.

hed3ed93.JPG


hd5dc741.JPG


h1461ea6.JPG
Teil 1216. Okt. 2015
16.07.14 Hlane - Lower Sabie
Nachdem wir in den vergangenen Tagen immer früh aus den Federn mussten, schlafen wir heute einmal aus. Insgesamt mussten wir wohl doch etwas an Schlaf nachholen und so schlafen wir in dieser Nacht über zehn Stunden.
Unser Frühstück genießen wir mit Blick auf das Wasserloch. Leider sind, bis auf ein paar Impalas, keine Tiere zu sehen. Im letzten Jahr hatte es noch vor Rhinos gewimmelt, allerdings waren die meist nachmittags dort. Also geht es ohne Rhino-Sichtung wieder auf die Straße und wir erreichen schon nach knapp einer Stunde die Grenze nach Südafrika. Diese scheint nicht zu den wichtigsten des Landes zu gehören, denn die Grenzhäuschen erinnern mehr an Barracken, als an staatliche Einrichtungen. Aber auch hier läuft alles problemlos und schnell.
Weniger schnell geht es dann auf der Straße nach Komatipoort voran. Zwei Stop and Go-Baustellen kosten uns knapp eine halbe Stunde. Gut, dass wir nicht unter Zeitdruck stehen. In Komatipoort decken wir uns dann erst einmal mit dem Nötigsten ein. Fleisch haben wir noch einmal beim "Boxer" in Swasiland gekauft. Nicht einmal 100 Rand für ein Kilo Steak.
Die Fahrt bis nach Lower Sabie verläuft eher unspektakulär. Nur zwei Elefanten begegnen uns auf dem Weg von Crocodile Bridge bis nach Lower Sabie.
h1116037.JPG


h3593f7d.JPG


Dort kommen wir dann um kurz nach halb zwei an und lassen uns den Schlüssel zu unserer Hut geben. Diese ist funktional eingerichtet und hat immerhin Waschbecken und Kühlschrank. Wir richten uns häuslich ein und beschließen, uns noch einmal auf die Pirsch zu begeben.
Wir beschließen die Straße zwischen Lower Sabie und Skukuza zu befahren. Erfahrungsgemäß findet man hier häufig einen der Big Five. Allerdings ist dies auch eine der meist befahrenen Strecken und man ist quasi nie unter sich.
h57721cc.JPG


he6ccfcb.JPG


Nach kurzer Zeit beschließen wir eine Seitenstraße zu nehmen. Eigentlich sind diese nicht so unser Fall, da wir immer Angst haben müssen, dass das Auto auseinander fällt. Außerdem haben wir unsere meisten Sightings von der geteerten Straße aus gemacht. Diesmal erweist sich die Entscheidung aber als goldrichtig. Auf einem Baum können wir einen Leoparden entdecken, welcher sich bei unserem Erscheinen auch noch in perfekte Position begibt.
hab22ef5.JPG


h1b8637c.JPG


hf77c2db.JPG


Froh über unser Safari-Glück drehen wir um, damit wir das Camp noch rechtzeitig erreichen. Nach wenigen Metern versperren uns zwei Rhinos den Weg und "zwingen" uns zu einer weiteren Pause. Diese nehmen wir jedoch sehr gerne in Kauf.
Nach diesen echten Glückssichtungen kehren wir zufrieden ins Camp zurück und lassen den Tag am Feuer ausklingen.

h31f879c.JPG


ha53c106.JPG


h60b3d32.JPG


h2c5e90f.JPG
Teil 1318. Okt. 2015
17.07.14 Lower Sabie
Nach einer sternenklaren Nacht erwartet uns ein frischer Morgen. Kurz nachdem die Tore geöffnet sind, starten wir in den Park. Auch heute ist es eher ruhig. Wir fahren an einem toten Hippo vorbei, welches vor zwei Wochen von einem Auto angefahren wurde. Dieses wird schon von Dutzenden Geiern angekündigt und auch der Gestank ist nicht zu "überriechen". In den letzten Tagen sind dort immer wieder Löwen gesehen worden, allerdings sind wir uns sicher, dass kein Löwe an so vergammeltes Fleisch gehen würde.

h5e5813d.JPG


hc7bba9c.JPG


h5ae1c99.JPG


hbabee86.JPG


Nachdem eine ganze Weile nix passiert ist, überquert auf einmal ein männlicher Löwe die Straße. Das Ganze passiert so schnell, dass wir nur noch seinen Rücken fotografiert bekommen.
Die Mittagszeit verbringen wir im Camp. Sowohl den Tieren als auch uns sind die knapp 40*C (gefühlt in der Sonne) zu warm. Ein kurzer Mittagsschlaf soll uns die nötige Fitness für den Evening Drive geben. Um halb vier geht es noch einmal raus und schon bald begegnet uns eine Herde Elefanten. Auch Giraffen und Büffel bekommen wir noch zu sehen. Als wir schon wieder auf dem Weg zum Camp sind, machen wir noch einmal beim toten Hippo halt und sehen zu unserer absoluten Überraschung zwei Löwen, welche sich an dem Kadaver bedienen. Leider sind sie teilweise von Büschen verdeckt. Also scheinen Löwen sich auch an so altem Aas satt zu essen.

h49cb4cc.JPG


h8b21d5c.JPG


he2fa2f0.JPG
Teil 1409. Dez. 2015
18.07.14
Auch heute geht es wieder früh aus den Federn. Diesmal sehen wir gleich zu Beginn eine Art Kuckuck. Und auch heut bleibt uns unser Löwenglück treu. Im ausgetrockneten Flussbett sehen wir drei Löwinnen und einen Löwen. Bei den Massen an Autos haben wir Glück, dass wir in eine passende Position kommen um den König der Tiere zu sehen. Anschließend fahren wir ein wenig gen Norden. Auf dem Weg treffen wir auch einen Ground Hornbill, welcher die Straße als Laufsteg zu nutzen schein. Er posiert für die Kameras und läuft dabei Auf und Ab.

heacc671.JPG


h9eb5191.JPG


ha19aea9.JPG


hfad4042.JPG


Auf dem Rest der Strecke sehen wir nicht viel. Deswegen beschließen wir am Orpen Dam eine kleine Pause einzulegen. Kurz bevor wir dort ankommen, bietet sich uns noch ein besonderes Fotomotiv. Zuerst entdecken wir eine Herde Impalas. Dann sehen wir hinter diesen einen kräftigen Elefantenbullen. Hinter diesen beiden taucht noch eine Giraffe auf. Die Tiere im Kruger wissen halt, was der Tourist wünscht 😉

h8a11aca.JPG


Am Orpen Dam können wir eine Hippo-Mutter mit ihrem Kalb entdecken. Dieses scheint noch nicht lange auf der Welt zu sein und die Mutter hat ein sehr wachsames Auge auf es. Auch einige Antilopen trinken dort am Wasserloch. Immer mit wachem Blick auf die Krokodile, welche mit weichen Zügen durchs Wasser gleiten.

hff3f8e3.JPG


h2effc07.JPG


h706bf50.JPG
Teil 1511. Dez. 2015
19.07.2014
Wir haben uns für heute keinen Wecker gestellt und werden trotzdem, aus Gewohnheit, früh wach. Wir packen unsere Kühlbox und machen uns auf die "Jagd". Diesmal fahren wir zunächst Richtung Süden. Nach kurzer Zeit wird es jedoch immer nebliger, sodass man gerade mal die Straße erkennen kann. Wir entschließen uns, nicht weiter in den Nebel hineinzufahren, sondern über eine Dirt Road wieder etwas weiter gen Norden zu fahren. Dies zahlt sich aus. Nach kurzer Zeit sehen wir zwei Nashörner, zwar etwas weiter entfernt, aber immerhin ein Lichtblick. Darauf folgen noch ein red grounded Hornbill, ein Löwe und ein weiteres Nashorn ( Katharina war First Spotterin).

ha05d049.JPG


h891ab38.JPG


h17e6ab6.JPG


h9ad5065.JPG


Wir machen es uns mittags an unserem Lieblingsplatz (Orpen Dam) gemütlich und picknicken dort. Direkt zur Begrüßung sehen wir, wie ein Elefant durchs Wasser wartet um auf der anderen Seite an das frische grüne Schilf zu gelangen. Später dürfen wir eine Herde Elefanten beim Fressen und Trinken beobachten. Auch gesellt sich ein Büffel zu ein paar ruhenden Hippos und legt sich daneben. Zwischenzeitlich sieht es so aus, als würde der Büffel ein Krokodil angreifen, jedoch dreht der Büffel ein paar Zentimeter vor dem Krokodil ab.

hd57df8d.JPG


h36f4880.JPG


h7e5afc1.JPG


h554e544.JPG


Abends gehen wir im Restaurant unseres Camps Essen und gönnen uns einen XXL- Burger mit Pommes. Satt und in Vorfreude auf den nächsten Tag fallen wir in unsere Betten.

he044d0c.JPG

Zur Diskussion mit allen 38 Beiträgen