JAJaFi-85Themenstarter18 Beiträge · seit 201408. Juli 2014 · #1
Hallo alle zusammen,
erstmal einmal ein großes „Hallo“. Bin neu hier, was Namibia betrifft komplett unerfahren und versuch‘ hier gerade anhand eurer tollen Berichte und Infos unsere Reise, die im nächsten Jahr stattfinden soll, grob zu planen… Hierzu hab ich, bevor ich in die Vollen geh, ein paar allgemeine Fragen. Hoffe, ihr könnt mir hierbei ein bisschen behilflich sein. Aber zuallererst möchte ich mich vorstellen: ich bin Janika, 29, und komm von der schönen Nordseeküste. Zusammen mit meinem Zukünftigen planen wir diese Reise quasi als Flitterwochen (heiraten im September `14). Aber nun zu meinen Fragen: Geplant ist die Reise, die im Übrigen so um die 15 – 17 Tage gehen soll, im März nächsten Jahres. Vom Zeitraum her müssen wir März nehmen, haben da leider keinen großen Spielraum. Wie geeignet ist der März für Namibia, mit was müssen wir rechnen? Es soll eine Selbstfahrertour werden, d. h. den Mietwagen werden wir vorweg aus Deutschland bereits fest buchen, sämtliche Hotels/Lodges ebenfalls. Als grobe Route haben wir uns bisher folgendes rausgesucht:
Tag 1: Anreise Windhuk (nach akt. Stand morgens um 7:30 Uhr), Übernahme Mietwagen Tag 2: noch ein Tag in Windhuk bleiben oder gleich los? Tag 3: Windhuk – Sossusvlei (über C26, reine Fahrtzeit 5,5 Std., 364 km) Tag 4: Sossusvlei Tag 5: Sossusvlei – Walvis Bay/Swakopmund (welcher Ort ist interessanter?) (über C14/C19, Fahrtzeit 5,5 Std., 376 km) Tag 6: Walvis Bay/Swakopmund – Erongogebirge (über B2/C28, Fahrtzeit 2,75 Std., 173 km) Tag 7: Erongogebirge Tag 8: Erongogebirge – Damaraland/Skelettküste (über B2/D1930, Fahrtzeit 5,75 Std., 350 km) Tag 9: Damaraland/Skelettküste Tag 10: Damaraland/Skelettküste Tag 11: Damaraland/Skelettküste – Etosha NP (über C39, C40, C38, Fahrtzeit 4,75 Std., 297 km) Tag 12: Etosha NP Tag 13: Etosha NP Tag 14: Etosha NP – Waterberg NP (über C38, B1, C22, Fahrtzeit 4 Std., 280 km) Tag 15: Waterberg NP – Windhuk (über C22, B1, Fahrtzeit 4 Std., 309 km) Tag 16: Abgabe Mietwagen, Abreise Windhuk (nach akt. Stand abends 21:30 Uhr)
Ist dieses, eurer Meinung nach, so machbar/sinnvoll? Hauptschwerpunkt liegt natürlich bei Tierbeobachtungen und die Natur genießen/bestaunen. Zwischendurch sollten 2-3 Tage mal ohne Fahren, mehr zum Entspannen drin sein. Oder gibt es irgendwas, was wir vergessen haben, aber unbedingt bei einer Namibiareise dabei sein sollte? Was wir direkt vor Ort dann unternehmen, steht noch nicht fest. Darüber machen wir uns schlau, wenn die ungefähre Route feststeht.
Sooo, das war’s dann erstmal von mir… Schöne Grüße, Janika
willkommen im Forum! Ist eine klassische Ersttäter-Tour. Würde lediglich Damaraland um eine Nacht kürzen und dafür eine dritte in Swakopmund einplane. Skelettküste könnt ihr außer die eine Durchgangsstraße nirgends hin. Also auslassen und von Swakop über Uis/Brandberg ins Damaraland.
Bedenkt, dass ihr zu Eurer Reisezeit auch mal vor einem laufenden Rivier (fließender Fluss) stehen könnt - dann kann es ein paar Stunden dauern bis ihr weiter kommt. Also lieber entspannt planen 🙂
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
ich würde die erste Nacht in der Nähe von Windhoek verbringen, damit ihr nicht gleich nach dem anstrengenden Nachtflug noch so weit fahren müsst - allerdings würde ich nicht in der Stadt bleiben, sondern gleich ein bisschen raus fahren. Wir waren letzten September im Hochland Nest, das war ein klasse Auftakt unserer Reise.
Ich würde ebenfalls zwei Nächte in Swakopmund machen, damit du eine Tagestour machen kannst - z.B. die Wüstentour mit Chris Nel.
Zwischen Swakopmund und Etosha ist die Vingerklip Lodge sehr empfehlenswert, dort hat es uns sehr gut gefallen. Vor allem das Abendessen oben im Eagle's Nest (auf jeden Fall vorreservieren!) mit einer traumhaften Aussicht war genial...
JAJaFi-85Themenstarter18 Beiträge · seit 201408. Juli 2014 · #4
Hey, danke schon mal für eure schnellen Antworten. Habe den Hinweis mal gleich berücksichtigt: einen Tag im Damaraland gestrichen und den dafür in Swakopmund eingebaut. Was mich aber noch interessieren würde: reichen drei ÜN im Etosha NP? Wenn ich so einige Berichte lese, fällt mir auf, dass viele dort immer sehr viel Zeit verbringen...
mir würde es reichen, aber als Erstäter könntest Du eine Nacht Westen (Dolomite), 1-2 Okaukuejo (oder kurz außerhalb) und 1-2 Namutoni (oder kurz außerhalb) machen. Dann würde ich direkt von da bis nahe an Windhoek fahren.
Nach der Ankunft unbedingt nicht so weit fahren. Ich würde direkt in Windhoek übernachten, dann könnt ihr nötige Einkäufe schnell noch erledigen, die Stadt ansehen etc.
Beste Grüße aus dem sehr kalten Windhoek (aktuell um 11:01 Uhr nur 7 Grad) Christian
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Gerd19425'538 Beiträge · seit 200808. Juli 2014 · #6
Hallo Janika,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum. Eure Tour gefällt mir gut, trotzdem würde ich wegen der geplanten Reisezeit März das eine oder andere Teilstück ändern.
Tag 1: Anreise Windhuk (nach akt. Stand morgens um 7:30 Uhr), Übernahme Mietwagen Dann müsst Ihr ja noch ein paar kleine Einkäufe machen (Wasserreserven für mindestens 3 - 4 Tage und zwar pro Person mindestens 2 - 3 l und falls Ihr am ersten Abend am Lake Oanob bleiben solltet, auch etwas zu essen und ein Fläschchen Wein) und dann würde ich weiterfahren. Windhoek ansehen könnt Ihr am letzten Tag, da habt Ihr Zeit genug. Übernachten würde ich im Lake Oanob Resort - ca. 80 km von Windhoek entfernt. Aber unbedingt eins von den etwas teureren Chalets am See nehmen. Die haben eine komplette Kücheneinrichtung und einen Außengrill. Da könnt Ihr Euch so richtig einleben. Alternativ könnt Ihr auch nach Gocheganas fahren (40 km entfernt) und Euch von der Sonne am Pool oder von einer Massage verwöhnen lassen. Nachmittags würde ich unbedingt den Game Drive mitmachen. Man sieht sehr viele Tiere, vor allen Dingen habt Ihr eine fast 100 %ige Chance, Nashörner zu sehen.
Tag 2: Lake Oanob oder Gocheganas– Sossusvlei (über C26, reine Fahrtzeit 5,5 Std., 364 km) Viel schöner als die C 26 sind die C 24, D 1261 über Nauchas/Spreetshoogte Pass nach Solitaire und dann weiter über die C 14/C 19. Ü im Desert Camp oder schon vorher in der Namib Desert Lodge. Wenn Ihr dort zwei Nächte bleibt, könnt Ihr die zweite Nach in einer der neuen Hütten in den Dünen verbringen.
Tag 3: Sossusvlei
Tag 4 Sossusvlei – Walvis Bay/Swakopmund (welcher Ort ist interessanter?) Der interessantere Ort ist Swakopmund, weil von dort aus sehr viele Aktivitäten starten. Auch die Delfin Tour könnt Ihr ab Swakop machen, weil es einige Anbieter gibt, die Euch dort abholen und nach Walvis Bay bringen. (über C14/C19, Fahrtzeit 5,5 Std., 376 km) Ich würde kurz hinter dem Kuiseb Pass entweder über die links abgehende gebührenpflichtige Pad, die bei Kriess se rus abgeht, über Homob/Gobabeb fahren - dauert ca. eine gute Stunde länger, ist aber sehr viel schöner - oder über die gebührenpflichtige Pad, die rechts abgeht über Ganab und Hotsas zur C 28 fahren und von dort dann nach Swakop. Wenn Ihr über Ganab fahrt, könnt Ihr auch noch einen Abstecher zur Blutkuppe machen und diese besteigen. Dann seid Ihr alles in allem (mit den vielen Pausen) 8 - 9 Stunden unterwegs.
Tage 5 und 6: Walvis Bay/Swakopmund Es gibt eine Menge mehr zu tun als Little Five und Delfintour. Im März könntet Ihr auch mal einen Strandtag einlegen. Das lohnt immer.
Tag 7: Swakop - Erongogebirge
Tag 8: Erongogebirge – Damaraland (D1930) - Gegend Khorixas z. B. Vingerklip Lodge oder Damara Mopane Lodge
Tag 9: Damaraland An diesem Tag würde ich eine Rundtour von der Unterkunft über Khorixas zum Versteinerten Wald, dann nach Twyfelfontein und auf dem Rückweg über die D 2612 zurück zur Lodge machen.
Tag 10: Damaraland/Skelettküste Entweder Ihr legt einen Ruhetag ein oder - was ich machen würde - Ihr fahrt schon weiter zur Etoscha.
Tage 11 - 13: Etosha NP - Ich würde nicht in Okaukuejo wohnen, weil das Wasserloch im März ziemlich einsam ist, es sei denn es wäre mal wieder ein sehr trockener Sommer gewesen. Ich würde von Halali aus einmal in Richtung Okaukuejo und zurück und am anderen Tag in Richtung Namutoni/Andoni-Fläche und zurück fahren. Eventuell würde ich auch die zweite Nacht im Osten knapp außerhalb des NP - Onguma/Mokuti - verbringen, damit am Tag 14 der Weg zum Waterberg entspannt gefahren werden kann.
Tag 14: Etosha NP – Waterberg NP (über C38, B1, C22, Fahrtzeit 4 Std., 280 km)
Viel Spaß bei der weitern Planung und liebe Grüße Gerd
zu deiner Frage bezüglich Aufenthaltsdauer im Etosha: wir hatten ebenfalls nur drei Nächte dort (1x Onguma, kurz vor dem Eingang Ost; 2x Okaukuejo), uns hat das voll und ganz gereicht. Wir empfanden es auf die Dauer als sehr anstrengend, ständig rum zu fahen und Ausschau zu halten, vor allem bei hohen Temperaturen. Aber das sieht jeder anders, denke ich 😐
JAJaFi-85Themenstarter18 Beiträge · seit 201408. Juli 2014 · #8
Wow, ich bin echt platt, wieviele Tipps in so kurzer Zeit von euch hier abgegeben wurden!! DANKE!
Aber eine etwas doof-naive Frage hätte ich noch. Hat jetzt auch nichts direkt mit Routen zu tun, aber darüber hab ich jetzt schon so oft nachgedacht, dass ich sie jetzt einfach mal stelle: Viele Lodges sind ja mitten in der Natur/Wildnis. Und ich habe nun schon bei vielen gelesen, dass sie abends schön gemütlich draussen beim Sonnenuntergang sitzen, grillen, ein Gläschen Wein trinken, .... Muss man denn keine Angst haben, dass plötzlich von irgendwo her ein hungriges Katzentier kommt 😮 ??????? Wahrscheinlich hab ich komplett falsche Vorstellungen von Namibia, aber ich hätte, glaub ich, ein komisches Gefühl, mich in freier Wildbahn so frei zu bewegen 😕 .
Muss man denn keine Angst haben, dass plötzlich von irgendwo her ein hungriges Katzentier kommt 😮 ??????? Wahrscheinlich hab ich komplett falsche Vorstellungen von Namibia, aber ich hätte, glaub ich, ein komisches Gefühl, mich in freier Wildbahn so frei zu bewegen
nein, Großkatzen sind auf normalem Farmland eher rar und wenn es diese gibt, dann ist irgendwo ein Zaun, der Dich von diesen trennt. Aber auch sonst haben es Löw & Co nicht unbedingt auf Menschen abgesehen. In Botswana z.B. gibt es vielerorts keine Zäune zwischen Mensch und Tier und dennoch passiert äußert selten was.
Der einzige Fall der mir in Namibia bekannt ist bei dem ein Tourism involviert war, liegt Jaherzehnte zurück.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
da habt Ihr Euch eine tolle Hochzeitsreise ausgesucht. 🙂 Ich möchte Euch gerne noch den einen anderen Tipp geben. Wobei das natürlich immer sehr subjektiv ist abhängig von den Wünschen.
Sossusvlei 2 Nächte wenns Budget zuläst Little Kulala (Achtung seht teuer) Wir hatten dort vor 5 Jahren eine Ballonfahrt gemacht. Guck doch mal ob es die immer noch gibt. War ein Traum 🤩
Ob Ihr die Küste mitnehmt müsst ihr wissen. Swakop wäre nichts meins. Ist halt sehr deutsch (und Wasser habt Ihr zuhause). Zumal es im März recht kalt sein kann an der Küste.
Alles in allem hast du auf der Strecke alle Möglichkeiten dir Unterkünfte nach Eurem Geschmack auszusuchen! Auf jeden Fall viel Freude bei der weiteren Planung.