Florence95 Beiträge · seit 201306. Dez. 2015 · #42
Hi, es war die Löwin Bianca. Und ihre drei halbwüchsigen Jungen sind auch verschwunden. Gestern wurde vom Huab Rudel ein Löwe erschossen und eine Löwin angeschossen. Momentan eskaliert es dort. Hoffentlich finden die bald irgendeine Lösung!! Sehr traurig,
aktuell zum Thema Wüstenlöwen. Der Bestand soll nun gezielt dezimiert werden, da schon wieder 2 am Wochenende erschossen wurden, nachdem sie Nutzvieh gerissen hatten.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
In den kommunalen Farmgebieten im Nordwesten Namibias sollte die Zahl der Löwen nachhaltig verringert werden. Das wollten Naturschützer und kommunale Entwicklungshelfer aus der Region dem Umweltministerium empfehlen, berichtet die Allgemeine Zeitung. Demnach hatte der Ex-Naturschutzbeamte Fritz Schenk Experten und Kleinfarmer am Freitag auf die Palmwag Lodge zu einem Forum über den Konflikt zwischen Mensch und Löwen eingeladen. Wenn nicht rasch gehandelt werde, könnten sich die Farmer von den kommunalen Hegegebieten und deren Naturschutz-Maßnahmen abwenden - und damit sei auch der Nashorn-Schutz in Frage gestellt. (Quelle: Hitradio Namibia)
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
weiteres Update zum Thema: "In den kommunalen Farmgebieten im Nordwesten Namibias sollten mehr Löwen mit Halsband-Satellitensendern versehen werden. Das hätten Naturschützer und kommunale Entwicklungshelfer aus der Region auf einem Forum auf der Palmwag Lodge gefordert, berichtet die Allgemeine Zeitung. Damit könne man die Bewegung der Raubkatzen verfolgen und Viehfarmer rechtzeitig warnen. Außerdem soll ein Fonds gegründet werden, der Farmer für Viehverluste entschädigt. Laut AZ ist die Zahl der Löwen in den Farmgebieten auf 150 Tiere gestiegen. Der Bestand sollte den Naturschützern zufolge nachhaltig reduziert werden." (www.hitradio.com.na)
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201308. Dez. 2015 · #46
Hallo,
es ist eine traurige Tatsache, dass überall, wo sich Menschen ausbreiten, die wilden Tiere weichen müssen. Überall auf der Welt werden sie immer stärker in Nationalparks zurückgedrängt, denn der Mensch will keine Gefahren für sein Vieh, keine Verluste hinnehmen.
Natürlich ist es für einen kleinen Farmer schlimm, vier Rinder zu verlieren, das ist mir völlig klar, aber ich denke auch, es ist nicht richtig, dass er nur nach dem Staat oder anderen Hilfen schreit. Wenn man einmal in der Geschichte zurückschaut, so haben sich frühere Viehhirten viel stärker mit Raubtieren auseinandersetzen müssen. In Zeiten bevor es Nationalparks gab, waren Löwen überall, und in diesen Zeiten war niemand zur Stelle, der ein Forum gebildet hätte mit guten Ratschlägen oder gar Hilfsleistungen.
Was haben frühere Viehhalter gemacht? Einen sicheren Kral gebaut - wie es jetzt auch vorgeschlagen wurde. Warum braucht man dazu Hilfe von irgendwem? Sind die heutigen Viehhalter dümmer als ihre Vorfahren, wissen sie nicht mehr, wie man einen Kral baut?
Während unserer Fahrt durch Nordwest-Namibia im Mai hörten wir immer wieder von Lodgebesitzern, Managern, Guides, ... dass die kommunalen Farmer ihre Tiere auch in Gebieten weiden lassen, wo sie es eigentlich nicht dürfen, wir haben dort auch mit eigenen Augen Rinder gesehen. Die Tiere wandern oft weit in die Flusstäler hinein, werden abends nicht zusammengetrieben und in einem Kral gesichert, da muss man sich nicht wundern, wenn welche von Löwen geholt werden.
Ich habe zu wenig Informationen übr den aktuellen Fall, um diesen zu beurteilen, gebe nur wieder, was wir gehört und gesehen haben, bzw. was ich dazu allgemein denke.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
Ich verstehe schon was du meinst, aber dass sagt sich alles leicht, wenn man in einem Land lebt, wo jegliche größeren Raubtiere schon seid Jahrhunderten von uns hier leben Menschen einfach ausgerottet wurden!
Gruß
Markus
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201308. Dez. 2015 · #48
Hallo Markus,
ich weiß, dass ich als Außenstehender leicht reden habe, aber mich ärgert - ebenso wie es in D ja teilweise auch ist - dass die Menschen Däumchen drehen und nach Hilfe von außen schreien, wo sie sich eigentlich selbst helfen könnten.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
ich wundere mich gerade etwas (mag an der nachdenklichen Weihnachtszeit liegen ;-)), aber es gab hier seitenweise einen Aufschrei, als der "Wüstenlöwe Rosh" erschossen wurde und nun interessiert das Thema nicht so viele... obwohl das aktuelle Thema "In den kommunalen Farmgebieten im Nordwesten Namibias sollte die Zahl der Löwen nachhaltig verringert werden." den Tod von bis zu der Hälfte (dieses wird aktuell diskutiert) der 150 Wüstenlöwen bedeuten soll/kann/wird...
Viele Grüße aus dem Dauerregen Windhoeks Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Ich find' es auch zum Kotzen. Andere Fälle stellen sich anders dar, aber dieser Farmer in diesem Fall hat wohl Recht. Seine paar Kühe sind so ziemlich alles, was er besitzt. Wir hätten es an seiner Stelle wohl nicht anders gemacht.
Berg-Eule schrieb:Was haben frühere Viehhalter gemacht?
Es gab früher weniger Viehhalter und wenn sie konnten, haben sie die gefährlichen Tiere ausgerottet. In Deutschland, in Europa, in Amerika, in Afrika. Immer und überall.
Laut Hörensagen hatte TOSCO bei Slangpos einen Kraal finanziert, der aber von Elefanten öfters mal beschädigt wird. Und zum Teil machen die Löwen die Kühe im Kraal wohl so verrückt, dass die ausbrechen.
Berg-Eule schrieb:Während unserer Fahrt durch Nordwest-Namibia im Mai hörten wir immer wieder von Lodgebesitzern, Managern, Guides, ... dass die kommunalen Farmer ihre Tiere auch in Gebieten weiden lassen, wo sie es eigentlich nicht dürfen, wir haben dort auch mit eigenen Augen Rinder gesehen. Die Tiere wandern oft weit in die Flusstäler hinein, werden abends nicht zusammengetrieben und in einem Kral gesichert, da muss man sich nicht wundern, wenn welche von Löwen geholt werden.
Das stimmt, betrifft aber aktuell wohl eher die Situation am Hoanib bei Elephant Song, um Purros und Tokamas. NGOs oder Lodgebetreiber können da wenig machen. Da müsste das MET durchgreifen, macht das aber anscheinend kaum. Ob es um Wählerstimmen für die SWAPO geht, ob das MET die Kapazitäten nicht hat oder ob zu viele beim MET wie der Minister an der Spitze einfach zu unfähig sind: Keine Ahnung.
Wie so oft gibt es die eine einfache Lösung nicht. Dafür erst mal viele Fragen.
Auch in der Torra Conservancy gibt es meines Wissens Lion Ranger. Wo waren die? Was machen die?
Es kursieren die wildesten Zahlen, wie viele Nutztiere da pro Jahr gerissen werden. Eine Kuh ist aktuell rund 5.000 NAD wert, rund, bzw. 320 EUR. Nimmt man gewilderte Ziegen und Esel hinzu, so wären pro Jahr vermutlich 10.000 bis 30.000 EUR nötig, um geschädigte Farmer zu 100 Prozent zu entschädigen. Warum lassen sich solche Summen denn nicht auftreiben? Die Torra Conservancy ist touristisch gut aufgestellt, hat im Vergleich zu anderen Conservancies relativ hohe Einnahmen. Warum bekommt man diese Summen nicht zusammen? Wenn das in der Vorzeige-Conservancy Torra schon nicht nicht möglich ist, wo denn dann? Dann scheint das ganze Conservancy-Modell von vorn bis hinten nicht zu funktionieren. Im letzten Audit der Torra Conservancy (2014, NASCO mit Beteiligung des MET) wird noch stolz vorgerechnet, dass die Einnahmen der Conservancy die Kosten der Human-Wildlife-Conflicts angeblich im Verhältnis 79 zu 1 übersteigen (s.u.). Die Wildtiere zu schützen ist demnach extrem profitabel. Und dann bleibt nichts anders übrig, als da massiv Löwen wegzuschießen? Das passt alles nicht zusammen.
Im aktuellen Fall liegt das Damaraland Adventure Camp von Wilderness (nicht ganzjährig betrieben) nur ca. 2 km weg, das Damaraland Camp von Wilderness ca. 20km. Können die nicht stärker ein Auge auf die Situation haben? Die sollten doch ein riesiges Interesse an den Löwen haben?
Es sind derzeit so viele Löwen mit einem SAT-Halsband besendert, wie noch nie zuvor. Trotzdem scheint das Warnen und aktive Vorbeugen nur in wenigen Fällen zu funktionieren. Warum?
Bei NAPHA knallen schon die Sektkorken angesichts des bevorstehenden Löwenschlachtfestes...
travelNAMIBIA schrieb:ich wundere mich gerade etwas (mag an der nachdenklichen Weihnachtszeit liegen ;-)), aber es gab hier seitenweise einen Aufschrei, als der "Wüstenlöwe Rosh" erschossen wurde und nun interessiert das Thema nicht so viele... obwohl das aktuelle Thema "In den kommunalen Farmgebieten im Nordwesten Namibias sollte die Zahl der Löwen nachhaltig verringert werden." den Tod von bis zu der Hälfte (dieses wird aktuell diskutiert) der 150 Wüstenlöwen bedeuten soll/kann/wird...
Punkt 1: Wenn man seit Jahren immer wieder den gleichen Mist hört, stumpft man ab, resigniert, nimmt das schulterzuckend hin. Punkt 2: Solche Threads arten schnell in wilde Streitereien aus. Ist nicht jedermanns Sache. Punkt 3: Das Publikum hier verändert sich. Ob 1 oder 2 Nächte Okaukuejo, was man wo wie bucht usw. sind für viele weitaus bedeutendere Probleme. Von 13.900 Mitgliedern - davon vermutlich ca. 1.000 bis 2.000 halbwegs aktiv - sind es immer die gleichen 10, die sich zu solchen Themen äußern. Wenn auch Spiegel, Bild und RTL ein Thema aufgreifen (wie Cecil) schwillt die Zahl auch mal auf 20 an. Das soll gar keine Kritik sein. Ist einfach nur eine Feststellung.
Umsiedlung - ja. Erschießen - nein. Die Löwen haben eine Existenzberechtigung.
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201308. Dez. 2015 · #53
Guido. schrieb:
Berg-Eule schrieb:Was haben frühere Viehhalter gemacht?
Es gab früher weniger Viehhalter und wenn sie konnten, haben sie die gefährlichen Tiere ausgerottet. In Deutschland, in Europa, in Amerika, in Afrika. Immer und überall.
Nun, die ersten Besiedler Afrikas waren Jäger und Sammler, danach kamen aber Viehhalter. Die nach Namibia eingewanderten Herero waren z. B. Viehzüchter, auch anderswo in Afrika gab es schon vor Jahrhunderten Viehhaltung (Massai ...). Diese Menschen mussten ihr Vieh auch vor Raubtieren schützen. Ein ordentlicher Kral und Feuer können da schon einiges bewirken.
Ja, Christian, man resigniert irgendwann - machen können wir von hier aus ohnehin nichts. 🙁
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200808. Dez. 2015 · #54
Guido schrieb:
„Punkt 2: Solche Threads arten schnell in wilde Streitereien aus. Ist nicht jedermanns Sache.“
So ist es. Auch wenn es uns natürlich gar nicht kalt lässt - und abstumpfen in dieser Angelegenheit geht bei uns nicht.
Derzeit ging es ja um illegale Abschüsse und „blinde“ kleine Trophäen-Jägerlein und mir persönlich nie um die Jagd an sich, nur um das unethische bei den einzelnen Fällen.
Es ist übrigens durchaus Teil des Konzeptes von Desertlion, dass überzählige Löwen durch Verkauf von Abschüssen an Trophäenjäger den Communities Geld bringen sollen. Alles andere wäre auch weltfremd.
Wieder sind in erster Linie das MET und die Namibier selbst gefragt, zu zeigen, was sie wollen. Philip Stander ist mittlerweile zum Glück keine Unbekannter mehr, er ist international anerkannt und man ist in Namibia mittlerweile stolz auf seine Arbeit.
Wir Touristen können nur unsere „fremde“ Meinung sagen, wobei wahrlich nicht alles, was derzeit an Shitstorm in den Social media herumgeisterte, einer Lösung dienlich war! Da wurden schlimme Sachen geschrieben!
Die Communities und ihre Clansysteme sind in ihrer hierarchischen Struktur ihr eigenes Problem. Daran wird sich nie etwas ändern, wenn der Namibische Staat nichts regelt. Und der ist nun gefordert.
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Biologe1'162 Beiträge · seit 201208. Dez. 2015 · #55
Liebe Fomis,
natürlich stimmt fast alles was geschrieben wurde, bzw. könnte ich unterschreiben. Aber, ich möchte mal an einige Sprichwörter erinnern: „Jeder kehre vor seiner eigenen Tür“; „Wer im Glashaus sitzt ….“; „Fasse mal an seine eigene Nase ….“; „…werfe den ersten Stein…“; etc. etc. So grässlich ich es finde, wenn wieder mal irgendwo in Afrika abgeschlachtet wird, aus welchen Gründen auch immer, und mich eine ohnmächtige Wut packt, dann frage ich mich gleichzeitig, wie es bei uns zu Hause abläuft?! Bär, Wolf, Luchs wurden ausgerottet. Neu eingewanderte Bären werden zu Problemtieren erklärt. Was dann passiert ist jedem bekannt. Ausgesiedelte Luchse werden selbst im Nationalpark Bayer. Wald regelmäßig gewildert. Und Wölfe, die aus dem Osten zuwandern, werden selbst von ausgebildeten Jägern abgeknallt, da sie die Tiere für wildernde Schäferhunde gehalten haben. So jedenfalls die Rechtfertigung, wenn sie erwischt werden; die meisten Abschüsse werden aber leider nicht aufgeklärt. Füchse wurden massenhaft vergiftet / vergast, da sie Tollwutträger sind. Mir ist aber kein einziger Fall bekannt, dass dadurch tatsächlich ein Mensch zu Tode gekommen wäre. Obwohl ich das nicht ausschließen möchte; dennoch stellt sich mir die Frage der Verhältnismäßigkeit. Dass hierdurch gleichzeitig regional auch die Dachse fast vernichtet wurden, ist nichts weiter als ein bedauerlicher Nebeneffekt. Taubenzüchter stellen verbotswidrig sog. Habichtfallen auf, da der Habicht ja Vogeljäger ist. In einigen Regionen Deutschlands fälschen Jäger die Bestandszahlen von Rebhühnern nach oben, um die Jagd weiter ausüben zu können. In Südeuropa werden Zugvögel millionenfach in Netzen gefangen, da man sie kulinarisch aufbereiten möchte. Vor ca. 30 Jahren wurden von einem skrupellosen Deutschen in einer renommierten Fachzeitschrift unter falschem Namen getürkte Zahlen über den Bestand der Seekühe im Fluß Gaba (Guinea Bissau) veröffentlicht, um zu rechtfertigen, dass mehrere Seekühe gefangen und nach Zoos in Japan verkauft werden dürfen. Stückpreis ca. 300.000 DM (ohne Jagd- und Fangkosten!, die nochmals etliche Mio DM ausmachten!). Diese Aufzählung lässt sich beliebig fortsetzen. Gibt es hier zu Lande aber eine große Aufgeregtheit? Weltweit schimpft man öffentlich gegen die Abholzung der Regenwälder. Das veranlasst aber keine einzige Regierung, gegen die Abholzung vorzugehen, geschweige denn bekommt irgendein Manager deswegen Magenbeschwerden. Ich finde es erbärmlich wenn ein mit allen Raffinessen ausgestatteter Jäger ein Tier aus dem Hinterhalt allein aus Spaß tötet. Aber was nutzt es, wenn ich hinterher aus der Ferne einen Shitstorm entfache, der von den Verantwortlichen überhaupt nicht wahrgenommen wird!? Und es macht noch weniger Sinn, wenn sich die Diskussionsteilnehmer gegenseitig zerfleischen. Ich fände es sinn- und wirkungsvoller, wenn sich lokale Naturschützer in solche Diskussionen einbinden, die wütenden Stimmen sammeln und an die entsprechenden Regierungsstellen weiterleiten würden. Was hier so manchmal abgeht kommt mir vor wie eine Kampagne im Gießener Wochenanzeigeblatt [ich hoffe das gibt es gar nicht, sonst kriege ich eine Klage an den Hals] zur Vermeidung von Erdbeben in China. Was ich sagen möchte: Aufregung ja, aber sie muß auch gehört werden. Vor Ort gibt es sicherlich etliche kompetente Personen, denen man Gehör schenkt, aber eine solche Aktion gehört gebündelt. Mit meiner privaten Wut hier zu Hause schütze ich keinen einzigen Löwen, keinen Elefanten und kein einziges Nashorn … Und wenn ich wütend in die Tasten haue, dann liest das Ergebnis allenfalls eine Handvoll Fomis. Aber die Fomis will ich doch gar nicht überzeugen, die sind doch schon meiner Meinung (meistens jedenfalls, so hoffe ich). Ich habe schon mehrmals für die Wiederansiedlung des Nashorns im Erongo gespendet. Habe aber noch niemals etwas über den Fortgang gehört. Ich kann spenden oder brüllen, alles versickert.
Ich will Eure völlig berechtigte Wut nicht abwürgen, frage aber, ob man nicht bessere Wege organisieren soll und kann!
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
ich gebe dir völlig recht in deiner Aussage, es gibt sehr viele Dinge die auf unserer Welt verkehrt laufen!
Weiterhin denke ich aber auch, wenn man etwas bewegen möchte, so könnte man z.B. anfangen sein eigenes Verhalten zu ändern, bzw einfach sein Lebensweise so zu ändern, dass man der Umwelt weniger Schaden zufügt!
Wir sortieren zwar brav den Müll und fahren auch mal mit der Bahn, letztendlich sollte uns aber klar sein, dass unser hoher Energieverbrauch, und, und, und,sowie auch unseren so geliebten Fernreisen absolut nicht Umweltverträglich sind!!!
Ist jetzt aber eigentlich hier wirklich jemand dann so konsequent und verzichtet dann in Zukunft auf seine doch so schädliche Fernreise?
Nein, natürlich nicht, denn dann müssten wir uns ja selbst einschränken und dass möchte nun mal so gut wie keiner hier und aus diesem Grund wird die Umwelt auch weiter zerstört!
Der Mensch ist leider egoistisch, sehr raffgierig, dumm und handelt absolut kurzsichtig und ich möchte mich hierbei leider auch nicht ausnehmen!
Ich denke mal, die Evolution wird es früher oder später lösen, so traurig dass auch ist!
( war jetzt wirklich am eigentlichen Thema vorbei, lag mir allerdings auf dem Herzen,,,,sorry )
Bedenkliche Grüße
Markus
Biologe1'162 Beiträge · seit 201209. Dez. 2015 · #58
Hallo Markus,
wenn Du mit mir als Biologen über die Evolution diskutieren willst, dann haben wir etliche Streitnächte vor uns. Möchte ich aber vermeiden, denn meine Nächte sind mir heilig. Im Grunde stimmen wir überein. Habe aber überhaupt keine Idee, wie man das Massenverhalten bremsen könnte. Einen Vorschlag hierzu würde ich gerne aufgreifen.
Beste Grüße Michael
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201309. Dez. 2015 · #59
Der Mensch wird sich über kurz oder lang selbst ausgerottet haben - damit sind dann alle Probleme der Erde gelöst. 😉
Gehört zwar auch nicht zum eigentlichen Thema, aber in unserer Zeitung wird momentan der große Anteil an Mini-Plastikteilen in den Flüssen und Meeren thematisiert mit dem Fazit, dass dagegen nichts mehr zu machen sei, bzw. dass es schon zu spät sei. Ich weiß nicht, ob es stimmt, aber Mutter Erde täte es vermutlich gut, den Rest ihres Lebens ohne Menschen weiter zu existieren.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)