JKJK321Themenstarter52 Beiträge · seit 201221. Mai 2014 · #1
Liebe Foriker
Gibt es im südlich von Windhoek irgendwo seriöse (private) Naturschutzreservate, in denen man Elefanten und Nashörner beobachten kann? Ich stelle mir etwas in der Art des Erindi oder so vor. Also kein etwas grösserer Zoo. Ich kann im Internet nichts derartiges finden.
keine Ahnung was du mit "seriös "meinst, aber die gibt es durchaus was Nashörner angeht, z.B.
- Kuzikus - Gondwana Canyon Park - Africa Safari Lodge - Sandfontein
Die südlichsten Elefanten dürftest Du auf Okambara finden.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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JKJK321Themenstarter52 Beiträge · seit 201221. Mai 2014 · #3
Vielen Dank!
Mit seriös meine ich, dass die Lodge ein gewisses Mass an Wildnis simuliert. Also dass die Tiere z.B nicht in separaten Gehegen gehalten werden, keine Tiere gehalten werden, die dort nicht hingehören, genügend Platz bietet etc. Wir fahren zuerst durch den KTP - Es sollte sich danach nicht zu sehr nach grossem Zoo anfühlen.
das ist ja immer subjektives empfinden, aber alle der genannten Farmen sind größer als so ungefähr jeder Nationalpark in Deutschland. Eingezäunt ist natürlich alles, ganz Namibia ist eingezäunt.
Du kannst aber - außer z.B. auf Erindi im zentralen Hochland - nirgends Wildbeobachtungsfahrten auf eigene Faust machen. Insofern ist es natürlich was anderes als ein Nationalpark (die auch alle eingezäunt sind).
Viele Grüße aus dem winterlichen Windhoek Christian
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JKJK321Themenstarter52 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #6
Guten Morgen
Ich habe mir die Okambara Lodge nun etwas genauer angesehen und werde aus dem Konzept nicht ganz schlau:
Es scheint Wildkatzen zu geben, welche allerdings nicht zusammen mit den restlichen Tieren im Reservat leben, sondern in kleineren Gehegen: Da kommt bei mir schon wieder Zoo-feeling auf. Warum hält man Raubkatzen separat und füttert diese? sind das "gerettete" Tiere, die sich nicht mehr auswildern lassen? Bei vielen Lodges, wird ja, soviel ich weiss, die Anzahl Antilopen mit der Anzahl Raubkatzen abgestimmt, sodass sich die Populationen einigermassen "natürlich" in Balance halten. Wie macht man das auf einer Farm wie Okambara? werden die "überschüssigen" Tiere verkauft oder gejagt?
Vielleicht ist das totaler Schwachsinn, was ich hier schreibe. Aber wenn Raubkatzen auf einer 150 qkm grossen Farm in separaten Gehegen gehalten werden, kommt man schon etwas ins Nachdenken.
Warum hält man Raubkatzen separat und füttert diese? sind das "gerettete" Tiere, die sich nicht mehr auswildern lassen?
da gibt es ganz verschiedene Gründe, aber was Raubkatzen angeht ist das auf vielen Farmern wo diese wieder angesiedelt wurden der Fall. Häufig hängt es mit der Größe der Farm, naturschutzrechtlichen Bestimmungen, den Forderungen von Nachbarfarmern etc. zusammen.
Bei vielen Lodges, wird ja, soviel ich weiss, die Anzahl Antilopen mit der Anzahl Raubkatzen abgestimmt, sodass sich die Populationen einigermassen "natürlich" in Balance halten.
das mag vor 200 Jahren so gewesen sein. Es handelt sich in Namibia ja zum Großteil um kommerzielles Farmland. Hier sind die Wildtiere eher sekundär. Fast nirgendwo wird noch eine natürliche Balance der Wildtiere und Raubtiere auf kommerziellem Farmland gehalten.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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JKJK321Themenstarter52 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #8
Das heisst Erindi, wäre das einzige bzw. eines der wenigen privaten Reservate, wo ähnliche Verhältnisse, wie in einem grossen Nationalpark à la KTP oder Etoscha herrscht. Kann man das so sagen? LG
Erindi, aber auch andere private wie z.B. die Gondwana-Parks. Man kann grob sagen, dass je größer das Gebiet, desto natürlichere Verhaltensweisen findet man.
Sonnige Grüße Christian
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SHshanti454 Beiträge · seit 200622. Mai 2014 · #10
Auf jedem privaten farmgebiet wirst du die gleichen bedingungen finden in namibia, die sich tiere jeder art eingekauft haben. Auf erindi hat es keine elefanten, nashoerner oder hippos gegeben bevor sie dort angesiedelt wurden. Was die raubtiere anbelangt sind diese auf jeder farm zu finden, nur wird man diese kaum sehen, da nachtaktiv. Letztendlich sind KTP und etoscha nichts anderes als die etwas kleineren privaten game reserves. Und wenn lodges raubtiere aufnehmen, dann in der regel da diese krank oder von der mutter verlassen waren. Ob etwas zooaehnlich ist, wenn es so gross wie ein landkreis in deutschland ist mag dahin gestellt sein… Wie christian schrieb, ist das alles auch subjektives empfinden. Und ich kenne keine lodge, die ihre antilopen nach der anzahl der raubtiere kontrolliert – wie soll das auch gehen?! Heutzutage haelt sich das wenigste noch natuerlich in balance, weit der mensch ueberall eingegriffen hat….
Auf erindi hat es keine elefanten, nashoerner oder hippos gegeben bevor sie dort angesiedelt wurden.
ich hoffe Du weißt, dass Du teilweise Unsinn schreibst. Elefanten und Nashörner hat es früher fast landesweit in Namibia gegeben. Sie wurden durch Jagd, Ansiedlungspolitik etc. schlichtweg ausgerottet. Nun werden sie wieder angesiedelt, z.B. Nashörner im Canyon Park (das es dort mal welche gab wissen die wenigsten). Natürlich gibt es einige Farmen, v.a. Jagdfarmen, die aus geldpolitischen Gründen viele nicht heimische bzw. nicht regionale Tieraten ansiedeln. Bekanntestes Beispiel ist der Blessbock.
Was die raubtiere anbelangt sind diese auf jeder farm zu finden, nur wird man diese kaum sehen, da nachtaktiv.
Was sschlichtweg nicht stimmt, denn Raubtiere werden und sind in Namibia als erstes bejagd worden, da sie eben den Farmern Konkurrenz sind. In 99 % der Farmgebiet gibt es keine Löwen mehr, in vielen Regionen keine Leoparden mehr, im Süden wurden vielerorts die Hyänen ausgerottet und und und...
Viele Grüße aus Windhoek Christian
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SHshanti454 Beiträge · seit 200622. Mai 2014 · #12
klar frueher hat es ueberall die tiere gegeben, ich meinte jetzt sind sie eingesetzt, egal wo man ist....raubtiere sind auch schakale geparden etc und die sind nach wie vor so ziemlich ueberall verteilt...selbst in der naehe von swakop, also ich denke das stimmt schon...
da hast Du Recht - zumindest was Wildfarmen angeht.
Viele Grüße Christian
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JKJK321Themenstarter52 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #14
Danke für eure Antworten. Ich denke auch, dass eine gewisse Grösse entscheidend dafür ist, ob man noch von Natur bzw. Wildnis sprechen kann oder nicht. Natürlich sind die Grenzen zwischen "Zoo" und KTP oder Etosha fliessend. Der KTP ist fast so gross, wie die Schweiz oder ca. halb so gross wie Irland. Es ist eben ein Unteschied, ob ich ein Fussballfeld umzäune und da ein Paar Tiere draufstelle oder ob ich gleich die ganze Schweiz umzäune und irgendwo in den Bergen ein paar Wölfe auswildere. Nur das Faktum, dass es einen Zaun gibt, ist m.E. somit eher irrelevant. Ich sehe da schon einen Unterschied zwischen einer Game Farm, die Geparden getrennt von den restlichen Tieren (in wohl eher kleinen) Gehegen hält und diese füttert, was dazu führt, dass diese nicht mehr jagen müssen, und einem KTP wo die Tiere in einem wirklich riesigen Gebiet selbst auf Nahrungs- und Wassersuche gehen müssen (mir ist bewusst, dass es auch dort künstliche Wasserlöcher geht). Auch das nicht heimische Tiere ausgewildert werden (wie die Hippos auf Erindi), ist m.E. kritisch zu betrachten. Auch zwischen den Privaten Reservaten gibt es, zumindest in Südafrika, himmelweite Unterschiede. Manche habe wenige hektaren land und pferchen dort alles, was touristisch interessant sein könnte in ihren kleinen "Garten" während es Reserves, wie Tswalu gibt, die eher mit den grossen NP`s zu vergleichen sind. Ich dachte die Unterschiede würde es in Namibia ebenfalls geben - deshalb meine Eingangsfrage nach etwas "seriösem"
wir haben auf Okambara vor zwei Wochen zwei Nächte verbracht. Unterkunft, Haupthaus, Essen, Atmosphäre - alles tiptop.
Die Farm hat eine Größe von 17.000 ha, nach eigenen Angaben hat sie keine inneren Zäume, nur die Farmgebäude und einige angrenzende "kleinere" Gehege sind eingezäunt. Einige Katzenarten sind halbzahm und werden durch regelmäßige Fütterung an die Nähe zu den Gebäuden gebunden. An den Fütterungen kann man (kostenlos) teilnehmen. Wir hatten so zumindest die Chance, Leo.,Geb....aus der Nähe zu sehen; dies war uns auf der zurückliegenden Tour nicht vergönnt. Bei der Sichtung der übrigen Tiere laut Unterlagen hat sich die Natur ihr Recht genommen und gleichmäßig über das Farmgelände verteilt. Wohlgemerkt: nach der Regenzeit und 17.000 ha. Wir haben zwar einige gesehen, aber es war nicht so, dass die Tiere an den Wasserlöchern auf uns gewartet hätten. Es gibt 2x am Tag ein gamedrive, an dem man gegen $ teilnehmen darf. Der Fahrer gab sich sehr viel Mühe, hatte auch teilweise Glück (oder wir), aber die Farm ist einfach zu groß.
Der Spagat zwischen dem Ziel nach "natürlicher Haltung" und wirtschaftlicher Notwendigkeit scheint hier nach meinerm laienhaften Eindruck gut gelungen zu sein. Die Jahreszeit zu der wir dort waren, war für die Tiersichtung im allgemeinen nicht die glücklichste, aber das wussten wir vorher. Wir kamen in dieser Hinsicht sehr zufrieden am Vortag aus Botswana zurück. Wir waren trotzdem zufrieden, da wir die Tage zum cool down + Tiersichtung vor unserem Rückflug gesehen hatten.
LG Peter
JKJK321Themenstarter52 Beiträge · seit 201222. Mai 2014 · #16
Das klingt eigentlich sehr gut. Ich habe im Netz auch fast nur positive Berichte zu okambra gefunden. Weisst Du, weshalb die Geparden etc. dort separat gehalten werden (und nicht im grossen Teil)?
LG
SHshanti454 Beiträge · seit 200622. Mai 2014 · #17
Ich denke am besten du fragst Okambara direkt, die koennen dir das doch am ehesten sagen…und ich denke es ist das gleiche wie bei okonjima, die auch kranke, verlassene und auf anderen farmen gefaehrdete tiere aufnehmen und aufziehen… und sicherlich gibt es auf dem kompletten gelaende auch noch geparden und leoparden...die sieht man eben nur nicht sehr oft wenn ueberhaupt....
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200822. Mai 2014 · #18
Hallo JK,
Wir waren auch schon 2x auf Okambara, allerdings immer als Einstieg vor Botswana. Es war immer ein schönes Ankommen und es gibt viele verschiedene Tiere ( inclusive. Hund und Katzen im Farmhaus). Klar wird manches angefüttert, z.bsp Stachelschweine zum Abendessen und die Leos und Geparden sind hinter Zaun. Wir konnten sie aber auch sehr nahe und lange beobachten (genauer als später im Chobe) und wir haben das Gefühl sie werden dort gut versorgt, Den 3 St Gamedrives haben wir auch mal gemacht und dabei im August eher wenig gesehen, von wegen Zoo. Wir finden auch die Atmoshäre sehr nett dort. Das Essen ist super, und sehr kommunikativ (man speist an langen Tafeln), die Unterkünfte schön, es gibt sogar einen schön gelegenen Pool und man erfährt sehr viel über das Leben in Namibia von den Gastgebern. Ich finde es für 1-2 Tage zum Einstieg oder Ausklang gelungen.
wir waren heuer auch auf Okambara und auch im KTP.
Klar, Okambara ist sicher nicht der KTP. Geparden und Leoparden gibt es zwar in kleiner Anzahl auch am normalen Farmgelände - die bekommt man dort aber praktisch nie zu Gesicht. Die Katzen, die man zu Gesicht bekommt, sind in Okambara in eigenen Gehegen eingesperrt und werden wie die Vorschreiber erwähnt haben gefüttert. Das ist natürlich nicht vergleichbar mit dem Erlebnis einer Sichtung im KTP. Aber es ist allemal sehr interessant (man kommt den Tieren sehr nahe) und die Tiere werden dort soweit wir das beurteilen konnten sehr gut behandelt.
Wir machten 2 Gamdrives und sahen genau das, weswegen wir hin wollten - Nashörner. Bei Elefanten hatten wir weniger Glück - aber es gibt welche. Und wegen diesen Tierarten sind wir hingefahren. Im KTP gibts die ja eher selten 🙂
Also ich kann Dir Okambara auf alle Fälle nur wärmstens Empfehlen. Die Leute sind extrem nett, das Essen ist sehr gut. Für uns war es eine toller Einstieg in unsere Rundreise.
Hallo JK, die Leos und die Geparden sind teilweise mit der Flasche groß gezogen und dann ausgewildert. Oder anders ausgedrückt: sie wurden zu groß und zu wild um auf der Gelände um das Haus herum noch frei laufen zu können. Gerade der Leopard war ein ganz schöner Brocken
Zur Fütterung der Geparden sind wir 'raus gefahren und sie kamen dann zum Auto gelaufen: