Erindi wird verkauft - inkl. Jagdrechte

77 Antworten · 19,7k Aufrufe · gestartet 03. Feb. 2014 von travelNAMIBIA
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5'479 Beiträge · seit 200904. Feb. 2014 · #21
...und zumindest für Deutschland kann man sagen, dass die Chinesen und Golf-Araber wesentlich angenehmere Investoren sind, als die Amerikaner oder westliche Hedge-Fonds.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
2'612 Beiträge · seit 200704. Feb. 2014 · #22
Drechselschorsch schrieb:
Windhuk 34 schrieb:Ihr könnt argumentieren wie ihr wollt, die CHINESEN haben nun mal die Knete!!!!
Die investieren nicht sondern Kassieren die Schulden welche die SWAPO bei ihnen hat
Aha, der Herr Joubert begleicht also die Schulden der SWAPO.

Falls nicht - und er den Preis erzielt - hat er oekonomisch alles richtig gemacht. Nur wird er einen neuen Wohnsitz benötigen...
Bye bye Forum
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200604. Feb. 2014 · #23
Hi zusammen,

hier zum Hintergrund...es hapert schon an den Zahlen:

- 70.000 Hektar x 20.000 Dollar = 1,3 Milliarden?
- Erindi ist aber "nur" 66.000 Hektar gross
- Seit 30 Jahren in Familienbesitz... ja, aber nur 8500 Hektar davon
- 100 Mio reingesteckt und nun will er 1,3 Mrd.

http://www.az.com.na/lokales/joubert-will-13-mrd-f-r-erindi.415888

Herr Joubert ist ein grosser Geschichtenerzähler...

Viele Grüße azs Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 04. Feb. 2014
487 Beiträge · seit 201204. Feb. 2014 · #24
Dann lasst uns mal zusammenwerfen oder mal ein paar Investoren ansprechen.
www.save-wildlife.org www.sptr.de
4'140 Beiträge · seit 200910. Feb. 2014 · #25
Hallo
heute in der AZ: Erindi als neuer Nationalpark?
Erindi wurde nun dem Verfahren gemäß der Regierung zum Kauf angeboten. Ob der Staat sich das leisten kann?
siehe: http://www.az.com.na/lokales/kaufangebot-best-tigt.415995
Da bin ich aber mal gespannt!
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200610. Feb. 2014 · #26
Hi Burschi,

das war bereits am Donnerstag. Am Freitag hat das zuständige Ministerium bekannt gegeben, dass noch keine Entscheidung getroffen ist, man aber weiter berät. Der Verkauf an Ausländer wurde ausdrücklich ausgeschlossen.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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1'723 Beiträge · seit 200910. Feb. 2014 · #27
Na ob aber jemand in nam die kohle aufbringen kann wage ich zu bezweifeln. Auf jeden fall eine gute entscheidung der regierung ...
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
403 Beiträge · seit 200610. Okt. 2014 · #29
Hallo

Was ist eigentlich aus Erindi geworden, wurde verkauft? Hat der ehemalige Besitzer Erindi behalten?

Mich würde es interessieren, wie die heutige Situation aussieht.

In letzter Zeit gab es ja keine Infos mehr über Erindi?

Besten Dank Margrit
85 Beiträge · seit 201115. Okt. 2014 · #30
Hallo Margit,

soweit ich weiß, hat der Besitzer das VErkaufsangebot zurückgezogen, nachdem staatlicher Seits Interesse bekundet wurde.
Ich war erst jetzt am Wochenende dort, bis jetzt läuft es so weiter, wie bisher....

Viele Grüße aus Windhoek
Pascale
www.pascaledahlmeier.de www.dk-ew.com
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200614. März 2015 · #31
Moin zusammen,

aktuell zum Thema:
"Das private Wildschutzgebiet Erindi in Namibia wird möglicherweise vom Staat gekauft. Dies berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Den Angaben nach würde das Wildschutzgebiet formell der Regierung noch im ersten Halbjahr 2015 zum Kauf angeboten werden. Laut Eignerfamilie Joubert würde der Preis jedoch vermutlich höher liegen als beim ersten Verkaufsangebot vor mehr als einem Jahr. Schon damals waren 1,3 Milliarden Namibia Dollar im Gespräch. Damals wurde ein Privatverkauf angestrebt, da Erindi laut den Jouberts nicht unter das Landreformgesetz Namibias fallen würde."
(Quelle: www.hitradio.com.na)

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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2 Beiträge · seit 201519. März 2015 · #32
Also tatsächlich jetzt der Staat oder wie? Wird es jetzt ein Nationalpark wie Etosha? ...gäbe es die Möglichkeit noch Land dazuzukaufen, um die Flächen zu vergrößern? ...hat jemand aktuelle Infos?
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200619. März 2015 · #33
Hallo Floriaan,

es steht noch nichts fest!

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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Gast20. Feb. 2016 · #34
Hallo,

Der namibische Staat wird Erindi nicht kaufen. Die Jouberts fantasieren jetzt davon, dass Bill Gates Erindi kauft...
http://observer24.com.na/8-latest-news/5791-erindi-to-be-offered-to-bill-gates

Spannend ist noch, was MET-Hochleistungsminister Shifeta zu Erindi sagt. Fakt ist, dass da seit Jahrzehnten ein Game Park betrieben wird - offenbar ohne allzu große Probleme. Und auch auf umliegenden Farmen gibt einiges an Game. Laut Shifeta ist das Land da aber gar nicht zum Halten von Wildtieren geeignet. Man kann da gar keinen Game Park betreiben. Vielleicht könnte man da eine Stadt hinbauen...

Vielleicht kann man über die Elefanten da streiten, aber das das Land für Guraffen, Nashörner, alle möglichen Antilopen und Raubkatzen nicht geeignet wäre? Die Ansicht dürfte der Minister mal wieder ziemlich exklusiv haben.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200620. Feb. 2016 · #35
Hi Guido,

danke für den Link.
Die Jouberts haben ein rieeesiges Problem, was natürlich dadurch verschräft wird, dass Ausländer kein Farmland in der Mehrheit mehr kaufen dürfen. Und ich glaube kaum, dass jemand in Namibia mal eben 2 Mrd N$ übrig hat. Nur mal so eine Hintergrundinfo: In Trockenjahren leigt die Zufütterung bei Erindi am Tag (!) bei bis zu 100.000 N$. Das muss man erst mal "übrig" haben (und das auf Dauer).

Viele Grüße aus dem bewölkten Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2016
Gast20. Feb. 2016 · #36
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Die Jouberts haben ein rieeesiges Problem, was natürlich dadurch verschräft wird, dass Ausländer kein Farmland in der Mehrheit mehr kaufen dürfen. Und ich glaube kaum, dass jemand in Namibia mal eben 2 Mrd N$ übrig hat.
Das kann man ja vielleicht über Banken oder Konsortien finanzieren. Zumindest in der aktuelles Konstellation mit nur 2 Lodges/Camps in dem großen Gebiet ist es sicher ausgeschlossen, mit den da erzielbaren Einnahmen jemals einen Kaufpreis von 130 Mio USD refinanzieren zu können. Für maximal 10-40 Mio. USD lässt sich vielleicht ein Business-Case bauen, aber die Jouberts haben halt andere Preisvorstellungen.
travelNAMIBIA schrieb: Nur mal so eine Hintergrundinfo: In Trockenjahren leigt die Zufütterung bei Erindi am Tag (!) bei bis zu 100.000 N$. Das muss man erst mal "übrig" haben (und das auf Dauer).
Muss man ja nicht. Im Etosha NP ist man eben bereit, in einer Dürre auch tausende Tiere sterben zu lassen. Man greift da nicht ein, füttert nicht zu und lässt die Dinge ihren Lauf nehmen. Die bisherigen Erindi-Eigentümer haben halt lieber eingegriffen und zugefüttert. Ich glaube das ist eher eine Frage des Wildlife-Managementansatzes als des Landes. Ich glaube nicht, dass der durchschnittliche Quadratkilometer Etoshafläche pro Jahr mehr fressbares Grünzeug produziert als ein Quadratkilometer Erindi. Ob einige Arten wie Elefanten da sinnvoll zu halten sind, kann man vielleicht diskutieren. Bei anderen Arten vielleicht die Stückzahlen. Aber das das Land dort grundsätzlich für Wildtiere ungeeignet sein soll, will mir nicht einleuchten.

Beste Grüße

Guido
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200620. Feb. 2016 · #37
Hi Guido,

ich bin kein Wildtiermanager (habe aber einen guten Freund, der das studiert hat - könnte den bei Interesse mal genau befragen), aber auf einem Gebiet selbst der Größe von Erindi ist kein natürliches Gleichgewicht vorhanden. Erindi hat etwa 20.000 Stück Wild - Etosha 50.000. Etosha ist aber (ohne Pfanne) gut 25x so groß wie Erindi. Das sagt leider einiges über das "Overstocking" von Erindi aus. Die meisten Wildtierfarmen halten es so (und alle die ich kenne, füttern zu), da eben auch der Wildtierhandel erhebliche Einnahmen bringt (25 Mio N$ pro Jahresauktion sind da durchaus üblich). Jede Sable, Roan oder sonst eine seltene Tierart von ein Exemplar stirbt, geht in die hunderttausende N$.
Zumindest in der aktuelles Konstellation mit nur 2 Lodges/Camps in dem großen Gebiet ist es sicher ausgeschlossen, mit den da erzielbaren Einnahmen jemals einen Kaufpreis...
Absolut, sehe ich auch so. Auf einer solche Fläche sind in anderen Ländern 20+ Unterkünfte vorhanden.

Viele Grüße aus dem bewölkten (aber regenlosen) Windhoek
Christian
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zuletzt bearbeitet 20. Feb. 2016
16,9k Beiträge · seit 201225. März 2019 · #38
Und nach zig Jahren "Im Westen nichts Neues":

Ringen um Farm Erindi dauert an https://www.az.com.na/nachrichten/ringen-um-farm-erindi-dauert-an2019-03-25/

Die Verhandlungen über einen Verkauf der Gästefarm Erindi an die Regierung dauern ergebnisoffen an. Das hat einer der beteiligten Anwälte bestätigt und damit Spekulationen dementiert, wonach die Regierung auf ihr Vorkaufsrecht für die Farm verzichtet habe....

LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200625. März 2019 · #39
Nur zur Info: Käufer soll angeblich ein Mexikaner sein.... und so viele mit so viel Taschengeld gibt es nicht viele in Mexiko.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
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