12 Tage Namibia Ende März - Shakawe möglich?

9 Antworten · 1'600 Aufrufe · gestartet 01. Feb. 2014 von Jedi Yoda
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Themenstarter33 Beiträge · seit 201101. Feb. 2014 · #1
Hallo Ihr Lieben!

ich habe die Möglichkeit Ende März für knapp 2 Wochen nach Namibia zu fliegen, um meine Tochter, die dort 2 Monate verbringen darf, nach Hause zu begleiten. Wir waren mit kompletter Familie bereits vor 2 Jahren für gut 3 Wochen in Namibia und haben dort auch mit Hilfe Eurer Inputs, eine tolle Zeit erlebt (Route: Windhuk, Sossusvlei, Swakop, Ameib, Brandberg, Palmwag, Etosha, Waterberg, Windhuk).

Nun haben wir wieder das alte Problem: Zu wenig Zeit und zu Vieles, das man sehen will.

Ich wollte schon immer nach Botswana - Okawangudelta und überleg mir grad, ob es machbar ist, in den netto 10 Tagen, die mir vor Ort bleiben nach Shakawe zu kommen, dort 2-3 Tage zu genießen und dann wieder zurück zu fahren. Mir ist schon klar, dass es eigentlich komplett irre 😵 ist, in der kurzen Zeit diese Strecke zurückzulegen zu wollen, aber soweit ich es noch in Erinnereung haben, sollen die Straßen zumindest bis Rundu nicht allzu schlecht und großteils geteerrt sein.
Unser letzter Urlaub war im September, komplett andere Jahreszeit und auch andere Region. Ich habe also keinen wirklichen Plan, wie das Reisen im März im Nordosten Namibias wirklich klappt.

Hat jemand Erfahrung oder ähnliches bereits gemacht?
Würdet Ihr uns abraten diesen "Höllenritt" 😈 in 10 Tagen zu machen oder ist das "durchaus machbar"??

Falls Ihr uns eher abraten würdet, was ich fast befürchte, bin ich für alle Vorschlgäe dankkbar, wie wir die 10 Tage verbringen könnten.

Ach ja...Ausgangsbunkt ist bei Omaruru, Endpunkt ist natürlich Windhuk.

Vielen Dank schonmal!
Jedi Yoda
4'140 Beiträge · seit 200901. Feb. 2014 · #2
Hallo Yedi,
wenn du auch mal eine längere Strecke mit vielleicht einem zweiten Fahrer zurücklegen kannst, ist das schon machbar.
Ich schlage mal folgende Tour vor:
1. Windhoek - Groot fontein
2. weiter bis Bagani / Divundu
3. und 4. Auf einer Lodge nahe Mahango-Park (Nunda-Lodge, Ndovu, Mahangu o.ä.) mit Bootsfahrten und Gamedrives
5.und 6. auf einer Lodge im Okawango (z.B. Nxamaseri) mit Boots- und Mokorotouren)
7. Abstecher nach Tsodilo Hills
8. Fahrt bis Ghanzi (Besuch bei den San, z.B. Ghanzi Trail Blazers)
9. Fahrt bis zur Grenze (Übernachtung auf einer der Lodges gleich nach der Grenze, z.B. Zelda)
10. Rückfahrt nach Windhoek über Gobabis
Dass dies nicht die erholsamste Tour ist, ist natürlich richtig, aber du hast einigeinteressante Punkte auf der Strecke.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
zuletzt bearbeitet 01. Feb. 2014
2'610 Beiträge · seit 200701. Feb. 2014 · #3
Hallo,

es ist die Frage, was du dir unter "Okovangodelta" vorstellst?

Die von Burschi vorgeschlagene Route zeigt dir zwar den Rand des Deltas-aber nicht das typische Delta. Hast du Shakawe nur lt. Kartenmaterial gewählt? Falls ja, würde ich eine ganz andere Planung vorschlagen:

Du fährst über Ghanzi nach Maun (entspannt in 2 Tagen, gute Teerstraße) und machst- je nachdem, was der Geldbeutel erlaubt eine Fly-In-Safari od./und eine mehrtägige Mokorotour. Dann kannst du noch einen Flug über das Delta machen.

Grüße
Jambotessy.
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
Themenstarter33 Beiträge · seit 201101. Feb. 2014 · #4
Hallo Burschi, Jambotessi,

vielen Dank für Eure Antworten, das hört sich ja positiver an als erwartet...dachte schon ich werde mit dieser crazy und sehr kurzfristigen Idee gevierteilt 😐 !!

Ich hab mir ehrlich gesagt fast noch gar keine Gedanken gemacht 😵 , meine Abholaktion hat sich quasi erst heute ergeben, sodass ich mir wirklich nur auf der Karte einen grenznahen Ort in Botswana am Okawangu gesucht hab 🤨
evtl. kann ich noch auf 2 komplette Wochen aufbohren.

Wenn ich's richtig verstehe geht's ab Maun so richtig in Delta.
Fly In Safary ist wohl etwas überm Budget - die ganze Diskussion hat als "Schnappsidee" begonnen und weitet sich grad etwas aus 🙂 der eigenltich Urlaub ist im Sommer schon gebucht.... also beschränktes Budget (Zelt aufn Dach, campen).

Seid Ihr um diese Zeit schonmal in Botswana unterwegs gewesen? Hab etwas Schiss, dass ich den Wagen heil nach Hause bringe. Bin zwar letztes Mal schon ein wenig offroad gefahren, bin aber bei Weitem kein Profi. (Wir hatten Hillux 4x4 double cab mit Rüssel und Zelten von Savannah - würde ich ähnlich wieder machen). Kommt man via Ghanzi nach Maun, ohne ständig überschwemmt strassen kreuzen zu müssen?

Sorry for meine komplett unvorbereiteten Fragen - wie gesagt, alles sehr kurzfristig und muß mich erst noch in die Sache einlesen. Daher helfen Eure konkreten inputs super, damit ich mir ein bessers Bild machen kann ob ich nach Botswana "rübermache".

Ciao Jedi
4'140 Beiträge · seit 200902. Feb. 2014 · #5
Hallo jedi,
wenn du um diese Zeit nicht "ins" Delta reinfährst, sondern auf der Straße über Ghanzi nach Maun (alles Teerstraße) oder die Panhandle entlang(alles Teerstraße bis auf die Durchquerung des Mahango-Parks, aber das ist beste Gravelroad) entlang fährst, dann hast du überhaupt keine Probleme.
Ein "Deltafeeling" kannst du auch bei der von mir genannten Nxamaseri Lodge oder anderen Island-Lodges entlang der Panhandle machen. Du lässt das Auto bewacht in einem Dorf stehen, wirst dann zu einem Boot gebracht und fährst damit auf eine Lodge, die auf einer Insel im Okawango liegt. Es ist nämlich nicht so, wie man bei einem Blick auf die Karte vermuten könnte, dass der Fluss hier ein einziger Strom ist. Auch hier - wie im eigentlichen Delta - splittet er sich in unzählige Arme auf. Die Tierwelt entspricht nicht ganz dem im Innern des Deltas. Es fehlen die Elefanten, Löwen und Büffel (hast du aber im Mahangopark!), dafür sehr viele Vögel, Krokos, Lechwe-Antilopen, Hippos usw.
Ein weiteres Argumet für die Lodges an der Panhandle ist der Preis: Du musst nicht hinfliegen und die Unterkunft ist billiger. Außerdem musst du keine Angst haben, mit dem Wagen irgendwo zu versacken.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
2'610 Beiträge · seit 200702. Feb. 2014 · #6
Hallo,

wir waren bereits 3x zu dieser Jahreszeit unterwegs ebenfalls mit Dachzelt (und fliegen auch dieses Jahr am 27.3. wieder los 🙂 )- nur waren es die Jahre in denen es besonders viel geregnet hatte (2009,2010,2011) deshalb hatten wir bewusst das Delta ausgelassen bzw. beim 1. Mal haben wir vor Ort entschieden unsere Buchungen für den Moremi zu stornieren. Du müsstest in Maun nachfragen, ob der Moremi befahrbar ist - um größere od. zumindest kleinere Wasserdurchfahrten würdest du aber wahrscheinlich nicht drumrum kommen.(Die Strecke Windhoek-Maun ist eine wirklich gute Teerstraße-ein Teil des Trans-Kalahari-Highway)

Ansonsten ist die von Burschi geschilderte Strecke ebenfalls gut befahrbar- allerdings hat sie für mich eben nicht das "Deltafeeling". Der Mahango ist zwar ein schöner Park, aber man hat da nicht das Gefühl direkt am Delta zu sein. Es kommt ganz darauf an, was du dir vorstellst.

Liebe Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
3'491 Beiträge · seit 200602. Feb. 2014 · #7
Hallo Jedi,
so verrückt, wie Du dachtest, ist die Tour gar nicht, wenn auch die Zeit recht knapp sind. Aber Du hast fast ausschließlich Teerpad ( wenngleich auch die Straße zwischen Grootfontein und Rundu sehr langweilig ist, zudem mit 80 km/h Geschwindigkeitsbegrenzung), aber man kann - wie Burschi schon sagte - Windhoek - Shakawe in 3 Tagen schaffen. Und Shakawe - Windhoek über Ghanzi - Gobabis ist auch in 3 Tagen möglich. Bleiben Dir also 4 Tage im Delta oder besser im Panhandle, der zwar zum Delta gehört, aber eben doch nicht ganz so tierreich ist wie z. B. Moremi. In Shakawe gibt es ein Ziel, das wir sehr mögen: Drotzkys Cabins, jetzt noch erweitert um Landons Lodge. Beides liegt direkt am Okavango und bietet wunderschöne Möglichkeiten für ausgedehnte Bootsdrives durch die Schilfgebiete, sehr viel Wasservögel, aber auch Krokos und Hippos. Und viele Eindrücke für die Seele.
Ich meine, man kann die weite Anreise in Kauf nehmen, wenn man so etwas geboten bekommt.
Gruß Joli
Themenstarter33 Beiträge · seit 201104. Feb. 2014 · #8
Hallo!

vielen Dank für Eure Inputs und Vorschläge. Ich konnte meine Zeit auf 13 Tage nettoreisezeit in Namibia erweitern und habe mir folgende Tour zusammengestellt. Start ist bei Omaruru, Ende in Windhuk. Weiter unten dann meine Überlegungen dazu. Bin auf Euer Feedback neugierig 😕
Vorneweg...wir sind 2 Fahrer:

1. Tag Fahrt Omaruru nach Grootfontain (so 350km, sollte z. Teil Teerstrasse sein)
2. Tag Fahrt Grootfontein nach Divundu ( 460km sollte fast alles Teer sein)
3-6Tag, also 4 Tage Mahango, Popa Falls, Morokotour, ...
7+8.Tag Fahrt zur Spitzkoppe (ich weiss, hier wirds knapp, evtl. dauert das 3 Tage (1000km), aber viel Teer)
9. Wandern Spitzkoppe
10. Tag nach Swakop
11. Swakop
12 nach Windhuk
Einen Tag hab ich Sicherheit.

Meine Gedanken zur Route:
Positiv:
- Route ist sehr vielfältig: sowohl Randgebiete des Okavango Delta (das ist ok fürs 1. mal in der Regenzeit) als auch die trockenen Teile.
- Spitzkoppe - war ich bisher noch nicht und hab nur tolles darüber gelesen/gehört.Tolle Camp-Plätze + Wanderungen
- Swakop war ich schonmal hat uns sehr gut gefallen.
- Da wir zuerst Botswana machen (da muss man anscheinend reservieren), sind wir anschließend komplett flexibel. Sollte es uns dort wirklich von den Socken hauen und wir länger bleiben wollen, sollte das möglich sein. FAlls nicht...bei allen weiteren Punkten in Namibia muss man soweit ich bisher weiß, nicht vorab buchen. Wir können also kurzfristig länger/kürzer bleiben wenn wir wollen.

Negativ:
- Wir legen viele KM (knapp 3000) zurück, allerdings konzentrieren wir das auf 4 reine „Fahrtage“. Der Rest ist trotzdem recht relaxed:
(4 Tage im Caprivi/Okavango fast ohne Fahrt, 1 voller Tag Spitzkoppe + Swakop + , 1 Tag Sicherheit.
- Dummerweise müssen wir denselben Weg nach Botswana - hin und zurück…Hab da keine wrkliche Alternative dazu gefunden. Beim Rückweg über Ghanzi sehe ich keinen Vorteil, eher mehr Unsicherheitsfaktoren - übersehe ich da was??

"Problem ist" dass wir gerne beides abdecken wollen Grün, Wasser, Delta + Wüste Landschaften Weite.
Als Info noch:
4x4 Toyota Hillux mit Dachzelt, 2 Fahrer, wir campen also alles bis auf Swakop und evtl. Shakawe (Drotzkys Cabins).
Die letzten paar Tage (nach Spitzkoppe) gefallen mir noch nicht so recht...

Vielen Dank für Euer Feedback, ob ich irgendwas unmögliches geplant haben
Jedi
3'491 Beiträge · seit 200604. Feb. 2014 · #9
Hallo Jedi,
Deine erste Routenidee war verwegen, aber nicht verrückt 🙂 . Ich habe den Eindruck, dass die jetzt geänderte Route daran etwas ändert. Eine Planung, in der man mal eben vom Delta zur Spitzkoppe fährt, ist schon etwas verrückt - sorry.
Mein Vorschlag:
- Omaruru - Grootfontein (Roys Camp)
- von Roys Camp nach Grashoek zu den Buschleuten und zurück ( dauert einen ganzen Tag)
- Roys Camp - Bagani/Divundu (Übernachtung in Mahango Lodge oder Ndhovu Lodge für 3 Nächte, Popa Falls kann man auf der Hinfahrt mit "abhaken" - zu viel mehr taugen sie m.E. nicht)
- Mahango - Shakawe (Drotzkys Cabins - für 3 Nächte)
- Shakawe - Ghanzi (Übernachtung in Thakadu Bush Camp für 2 Nächte)
- Ghanzi - Gobabis/Umgebung (Übernachtung in Kalahari Bush Breaks Lodge, für 2 Nächte)
- Gobabis-Windhoek
Auf diese Weise bekommst Du einen vertieften Einblick in das Leben der Buschleute, in die Tierwelt und Landschaft des Caprivi und des oberen Okavango-Deltas und in die Kalahari. Mehr kann man eigentlich von 12 Tagen nicht erwarten.
Gruß Joli
Themenstarter33 Beiträge · seit 201105. Feb. 2014 · #10
Hallo Joli,

danke für Deine offenen Worte 🙂 .
Meine Familie (und natürlich ich auch) hat sich sehr amüsiert über Deine wohl gewählten Worte.

Mein Capriv/Botswana/Okavango Reiseführer soll heute kommen, dann schau ich mir mal Deine Tips
im Detail an. Danke dafür.

Wie ganz am Anfang erwähnt, hat sich das alles sehr kurzfristig ergeben und ich bin mir schon bewußt, dass meine Planung/Vorbereitung (etwas 😗 ) chaotisch ist. Bei der ersten Namibia Reise haben wir gute 10 Monate geplant, hier muss ich mir was in 2 Wochen zusammenstricken und weiss noch nicht genau, wo mein Schweerpunkt liegt...aber das ist mein PP (Persönliches Problem). 😎

Um so mehr bin ich für so deutliche Ansagen dankbar!

Grüße
Jedi