soziale Projekte wie Ombili-Stiftung

6 Antworten · 1'799 Aufrufe · gestartet 28. Dez. 2013 von Rudi7
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Themenstarter103 Beiträge · seit 201228. Dez. 2013 · #1
Liebe Formis,
wir planen im März unsere zweiten Namibiareise und würden uns gerne neben einem Urlaub auch ein wenig vor Ort über Lebensweisen der gesamten Bevölkerung schlau machen. Was uns vorschwebt sind soziale Projekte oder Unterstützungen wie z.B. die Ombili-Stiftung, wo man sich auch über das Leben bzw. die Probleme vor Ort informieren kann. Hat da jemand eine Idee neben den Touristraßen?
Vielen Dank für euer Mitdenken
Rudi
http://www.TickerFactory.com/
4'140 Beiträge · seit 200929. Dez. 2013 · #2
Hallo Rudi,
wenn du nach Swakopmund kommst kannst du mal in den Laden Kubatsirana gehen und doprt nach Frau Rohwer fragen. Sie leitet einige Projekte in Mondesa DRC.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
5'538 Beiträge · seit 200829. Dez. 2013 · #3
Guten Morgen, Rudi,

gerade soziale Projekte sind Vorzeigeprojekte. Da lernt man zwar sehr viel, aber nicht unbedingt das wahre Leben kennen. Denn die Bewohner haben inzwischen gelernt, Dir genau die Antworten zu geben, die Du als sozial engagierter Tourist, der auch noch mit einer Spende "droht", hören willst.

Gehe in den Laden von Frau Rohwer und fahre mit ihr oder alleine nach Mondesa und unterhalte Dich auf dem Markt mit den Leuten. Ist nicht jedermanns Sache, aber wesentlich interessanter. Oder fahre mit Carsten durch Katutura - mache aber die lange Tour mit Aufenthalten in den dortigen Shebeens. Oder gehe in Opuwo*) über die Straße und lass Dich nicht von dem bisschen Schmutz erschrecken.

Liebe Grüße von der Atlantikküste
Gerd

*) Oder in Rehoboth, Rundu, Katima oder den Städten in Owamboland
zuletzt bearbeitet 29. Dez. 2013
2'060 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #4
http://little-bugs.org/

Ein privates Vorschulprojekt auf einer Farm ca. 50 km südöstlich von Sesriem.
Liebe Grüße von Gabriele ----------------------------------------------- Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
2'048 Beiträge · seit 200729. Dez. 2013 · #5
Hallo Rudi,
ich unterstütze seit 2008 das Projekt Ileni Tulikwafeni direkt vor Okahandja, wenn du aus Windhuk kommst Es liegt links der Straße als großes Haus (ehem. Farmgebäude) an der Kreuzung, wo es rechts zum Von Bach Damm geht.
Das hat als Suppenküche für Kinder angefangen, ist heute auch ein Kindergarten und Ort für verschieden Kommunal- und AIDS-Projekte. An Werktagen kommen dort 300 . 700 registriete OVC (Orphan and vulnerable children) zum Mittagessen. Sie wohnen in der angrenzenden Squattersiedlung 5-Rand-camp. Diese Siedlung ist in den letzten Jahren massiv gewachsen, ich schätze, inzwischen leben dort weit mehr als 10.000 Menschen, alle zugewandert in der Hoffnung in Okahandja Arbeit zu finden. Dort kannst du entwurzelte Menschen finden, die versuchen ihr Leben zu meistern. Aber für viele dieser Kinder ist die Suppenküche die einzige (warme) Mahlzeit am Tag. Wenn du in das 5-Rand-Camp gehst, wirst du schnell das wahre Leben deutlich sehen können und die Probleme der Menschen dort: Armut, HIV und Alkohol.

Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
4 Beiträge · seit 201329. Dez. 2013 · #6
Hallo Rudi,
diese Idee finde ich toll. Sozial tätig sein, den ganzen Konsumrummel hinter sich lassen, ich wünsche Ihnen Erfolg. Unterstützung von Schulen oder Tier-und Umweltprojekten, da gibt es bestimmt genug zu tun.

Es grüßt
"Afrikafreund"
49 Beiträge · seit 201229. Dez. 2013 · #7
Hallöchen,
zunächst finde ich es auch gut, wenn sich Touristen nicht nur für die Natur, sondern auch für die Menschen interessieren, welche mit ihren Sorgen und Problemen hier in unterschiedlichster Weise leben.
Nun gibt es, wie ich festgestellt habe, 2 Gruppen von Touristen. Die Einen bestaunen die Armutsviertel vom Auto aus, ein paar Fotos, ein paar Dollar für bettelnde Kinder und ab zurück in das 5 Sterne Hotel. ( naja, oder so ähnlich) Die Anderen sind wirklich interessiert an den Vorort- Verhältnissen, scheitern aber oft bei dem Versuch, sich ein halbwegs objektives Bild zu machen. Allein die diversen, leider oft auch unkoordinierten Hilfsangebote sind mittlerweile auch ein Problem geworden. Was, wenn ein Hilfsprogramm auslaufen muss, weil die Mittel dazu feheln? Was, wenn sich Bedürftige allein auf die Gegenwart der Helfer verlassen und jegliche Eigeninitiative verlieren. Armut- das kommt nicht durch Zufall, ebens,o wie sie nicht evolutionsbedingt ist. Armut hat Gründe! In Namibia ist es gut, einmal auch zu hinterfragen, wie es um soziale Solidarität und soziale Verantwortung steht.
Den Vorschlag in einem Squattercamp sich unter die Bevölkerung zu mischen und Fragen zu stellen, halte ich für möglich, aber zugleich auch u.U. für seeehr gefährlich. Vor einigen Tagen wurde ein Freund von mir nur deshalb in Kuisebmund ( Teil von Walvis Bay) lebensgefährlich verletzt, weil er kein Taxi besteigen wollte. Mit abgebrochener Bierflasche wurde er schwer attackiert. Weiße Touristen werden nicht immer als Helfer gesehen. ( Was sie oftmals auch nicht sind und auch nicht sein wollen) Oft sind sie einfach nur arglose Opfer.
Dazu gesellt sich eine große Portion Wut, welche durch die Regierungspartei jetzt in der Vorwahlenzeit mächtig geschürt wird.
Wenn Sie Hilfe und Antworten zu den Ursachen und Wirkungen von Armut suchen und Kontakte suchen, dann biete ich Ihnen an, mir per PM zu schreiben. Allerdings kostet es Zeit, hinter die Kulissen zu schauen und Verstehen lernen.

Ein gutes und gesundes Jahr 2014 wünscht: Lambadaman