KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201313. Jan. 2014 · #23
1. Nov.
7:45 Uhr Abfahrt von Nambwa, für uns eines der schönsten, aufregensten und interessantesten Camps in Namibia, hautnah am Geschehen. Wir fahren im Korridor nach Westen, wollen in der Nähe von Rundu Quartier machen und entscheiden uns für die N'Kwazi Lodge. Wir wollten schon einmal, 2011, hier campieren, da war sie geschlossen, zerstört von der Flut 2010. Wir wählten damals die Kaisosi Safari Lodge, die war super, eigener Sanitärblock .
Diesmal nahmen wir die N'Kwazi Lodge, mit N$ 60,- /Person die billigste, aber bei weitem nicht die schlechteste Bleibe.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201313. Jan. 2014 · #24
N'Kwazi Lodge
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201314. Jan. 2014 · #25
2. Nov.
Haben heute unspannende 470 Km vor uns. Wollen nach Otjiwarongo wo jetzt Bekannte von uns leben. Sie hatten bis vor kurzem ein B&B in Windhoek, wollen dort aber nicht mehr leben, zu stressig, zu unsicher. Hier gibt es keine Elektrozäune und ihre Hunde waren nach der Übersiedelung ganz verstört weil sie jetzt durch einen Zaun auf die Straße sehen können und keine Mauer mehr vor Augen haben. Bei der Fahrt auf der B1 kommen wir kurz nach der Vet.-Kontrolle am Mangetti NP vorbei, neuer Wildzaun, schönes Tor aber noch nicht zugänglich. Wir kommen um 14 Uhr in Otjiwarongo an und verbringen einen geruhsamen Nachmittag und Abend. Heute werden wir in einem Bett schlafen.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201314. Jan. 2014 · #26
3. Nov.
Nach unserer Abfahrt wollen wir noch Geld ziehen, der ATM spuckt aber nur N$ 500,- aus, ein anderer 1000,-. Wir kommen über Outjo, da holen wir uns nochmals N$ 1000,-. Fahren weiter durch Kamanjab, das kennen wir schon vom letzten Mal und auch die Falkenberggarage, da bekamen wir damals eine neue Starterbatterie, die alte hatte sich in Etosha am Okonjima Wasserloch, unweit ein paar schnarchender Löwen, entschlossen, fürs erste den Dienst zu quittieren. Im Moment haben wir keine technischen Probleme und so fahren wir frohgemut weiter. Um 14 Uhr erreichen wir Hoada Camp. Es liegt sehr schön, auf einem flachen Felshügel ist ein nicht all zu tiefer Pool, die Stellplätze liegen zwischen Felsen und WC und Dusche sind in Felsnischen eingebettet. Scheint perfekt, nur leider, die drei vorhandenen Plätze sind gerade heute reserviert. Wir tragen es aber mit Fassung, denn, vielleicht jahreszeitlich bedingt, waren hier Unmengen von Fliegen die unmittelbar vor dem Gesicht herum schwirrten, man musste aufpassen dass man keine verschluckt. So fuhren wir weiter über den Grootberg Pass, vorbei an Palmwag. Vor zwei Jahren wunderschön, kniehoch bewachsen mit goldgelben Gras, wie ein reifes Kornfeld, diesmal nur sonnenverbrannte Erde. Wir steuern das Khowarib Camp an, kennen wir auch vom letzten Mal, da kamen wir die Khowarib Schlucht hinab. Wir stellen uns auf Platz 1, ist der Schönste.
Khowarib Camp
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201314. Jan. 2014 · #27
4. Nov.
Unser Tagesziel ist heute Camp Aussicht. Das ist ja nicht so weit und so fahren wir an Sesfontain vorbei in den Hoanib. Elephant Song Camp ist verlassen, auch Archi ist nicht zu sehen. Vor Amspoort machen wir Pause (mit Giraffe),
dann fahren wir wieder flussaufwärts. Keine Elefanten. Wir bleiben bei einer Gruppe Giraffen stehen und plötzlich kommen vor uns vier Elefanten um die Flussbettbiegung. zwei Erwachsene und zwei Halbwüchsige. Nachdem wir ja hier mit abgestellten Motor schon ein Weilchen stehen, kommen die Vier ganz entspannt auf uns zu. Da bekommt der Kleinste von ihnen offensichtlich einen Adrenalinstoß und stürmt auf die Giraffen los. Nachdem er denen gezeigt hat wo der Hammer hängt geht er zu seiner Mutter und beginnt Milch zu saugen. Typisch Halbstarker.
Über den Ganamub erreichen wir die Strasse nach Purros, wir fahren aber über Sesfontein weiter nach Camp Aussicht.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201314. Jan. 2014 · #28
Camp Aussicht
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201314. Jan. 2014 · #29
5. Nov.
Wir bauen unser Nachtlager ab und fahren runter zum Farmhaus. Marius zeigt uns Funde aus der Mine und wir kaufen ihm einen Dioptas und einen geschliffenen Anhänger ab. Er erzählt uns er ist seit 27 Jahren auf der Farm, aber er hat noch nie erlebt dass kein Gras mehr wächst. Wenn es nicht im nächsten Monat regnet hat er ein Problem. auf der Farm gibt es nur Regenwasser. Anschließend besichtigen wir noch die Mine und Marius erlaubt uns von dort Steine, die herumliegen, mitzunehmen soviel wir wollen, bei 23 Kilo Freigepäck ein begrenztes Unternehmen. Heute wollen wir zu den Epupa Falls.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201315. Jan. 2014 · #30
5. Nov. (immer noch)
Nach Besichtigung der Mine fahren wir weiter nach Opuwo. Hier gibt es gute Einkaufsmöglichkeit, wir ziehen wieder Geld und füllen unseren Tank auf. An der Tankstelle herrscht großer Andrang, verschiedenste Autos, Pick Up mit Himbas auf der Ladefläche. Währen gute Fotomotive vorhanden, aber entweder müsste man die halbe Stadt bezahlen oder man riskiert Unannehmlichkeiten. Irgendwo dann auf freier Strecke eine Straßensperre, nein, nicht wie ihr denkt, Kinder und Jugendliche springen vor unser Auto, wir müssen anhalten, ob wir wollen oder nicht, aber wir wollen eh. Hände strecken sich beim Fenster herein, großes Palaver, eine erwachsene Frau steht dabei und bremst die jüngeren ein wenig. Wir geben ein paar Schlecker ab und machen Fotos.
Beim Weiterfahren merke ich, dass meine Wasserflasche aus der Halterung verschwunden ist, die Menschen hier müssen schon ganz schön knapp damit sein. Wir erreichen um 14 Uhr Epupa Falls und nehmen das Community Camp, ist gleich das erste und am nächsten zu den Fällen. Wieder haben wir einen Platz am Ufer.
Um 16 Uhr ziehen wir los um die Fälle zu besichtigen. Welche Fälle? Wir wissen das bei Ruacana ein Kraftwerk ist, sind aber doch etwas enttäuscht das kaum Wasser herab stürzt. Aber, um es vorwegzunehmen, am nächsten Morgen ist der Wasserstand um gut einen dreiviertel Meter höher und jetzt gibt es wirklich Wasserfälle.
Auf unserer kleinen Wanderung wollen wir bis zum "Beach", eine sandige Uferstelle gehen. Man kann sie schon von weitem sehen, aber wir schaffen es nicht. Es ist so verdammt heiß, unser 3 Liter Wasservorrat fast aufgebraucht und der Pfad verliert sich die letzten zweihundert Meter zwischen den Felsen. Wir kehren um, die Landschaft ist auch so grandios genug.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201315. Jan. 2014 · #31
"The Beach", man erzählt uns dass hier vor einiger Zeit ein Reiseleiter ums Leben gekommen ist, man hat seine Überreste dann 5 Tage später 20 Km stromab gefunden.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201315. Jan. 2014 · #32
6. Nov.
Brechen um 8 Uhr mit unserem Guide John zum Krokodil Walk auf. Man kann zwar auch alleine gehen, aber wie wir später feststellen, hat sich die Investition von N$ 100,- /Person bezahlt gemacht. Da wo wir entlanggingen wären wir nie hingekommen, und hätten Krokodile sowieso nicht gefunden.
Unterwegs treffen wir einen Fischer, er zeigt uns stolz seine Ausbeute, 2 Fische. John erzählt uns, vor einem Jahr hat ein Krokodil dessen Bruder getötet. Der Weg führt am Fluss und Nebenarmen entlang, zurück gehen wir kürzer, quer über einen Hügel, wir waren insgesamt 3 Stunden unterwegs.
Wir laden John noch auf ein Bier im "Community Pub" ein und er ermöglicht uns noch ein paar Fotos mit Himba Frauen. Nachmittags gehen wir noch einmal die Wasserfälle entlang, jetzt ist ja Wasser genug vorhanden.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200615. Jan. 2014 · #33
Ich glaube solche Bilder von Himbas braucht die Welt nicht.
Was soll das? Das letzte Bild spricht Bände. Was sollen diese Fotos bezwecken und aussagen?… die letzen Wilden mit Bonbons, Kugelschreiber und ein paar Münzen gefügig gemacht ?…... Unglaublich Sorry
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201315. Jan. 2014 · #34
Und wo ist der Unterschied zu einer geführten Tour ?
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200615. Jan. 2014 · #35
Hallo Charly
Da ist kein Unterschied. Das ist genau der gleich schlimme Voyeurismus, ob bei den Himbas in Namibia oder bei den Langhalsfrauen in Burma oder sonst wo...
Diese Menschen habe eine Würde, die ihnen mit solchen schnellen „Beweis“ Bildern wie hier genommen wird…
Gruss, Tom
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201316. Jan. 2014 · #36
7. Nov
Heute steht nicht viel auf dem Programm, wir wollen zur Kunene River Lodge. Fahren erst ein Stück nach Süden und dann hinauf zur Lodge. Die liegt sehr schön, mit einer Terrasse über dem Kunene. Die Meerkatzen hier sind ein noch größeres Problem als im Nambwa Camp, ich entlade unsere Vorratsboxen, beschwere die Deckel mit Steinen. Kaum sieht man nicht hin, hockt schon einer von ihnen darauf und versucht mit Händen und Zähnen die Kiste zu öffnen. Auch beim Essen müssen wir höllisch aufpassen. Wir verteidigen unser Eigentum erfolgreich und die Bande zieht wieder ab. Man sollte aber die Baumkronen im Auge behalten, ich stehe beim Grill, da kracht Zentimeter hinter mir eine Portion Affendreck wie eine Granate zu Boden. Hätte der Kerl besser gezielt....! Wir gehen nachmittags zum Pool und später dann zum Sundowner auf die Terrasse über dem Fluss.
Abends sitzen wir mit einem Glas Wein am Feuer.
8. Nov.
Wir beschließen heute auch noch hier zu bleiben. Machen einen kleinen Spaziergang am Fluss entlang. Zurückgekehrt setzen wir uns ans Ufer, beobachten vis a vis einen Reiher, später 2 Fischer. Dann raschelt es im Gebüsch, ein Waran taucht auf, dahinter ein zweiter.
Mittags geht die Affenbande wieder auf Beutezug, nach kurzer, aber heftiger Gegenwehr zieht sie sich zurück. Nachmittags- und Abendprogramm wie gehabt.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201317. Jan. 2014 · #37
9. Nov.
Haben heute über 400 Km vor uns, wir wollen über Oshakati nach Etosha. Zahlen an der Reception die Platzgebühr, N$ 120,-/ Pers./ Tag. Die Lodge ist wirklich empfehlenswert. Man warnt uns noch vor Trickdieben in Oshakati ( Mister, sie haben hinten einen Platten, und schon fehlt der Fotoapparat, etc.). Wir beschließen daher gleich in Ruacana einzukaufen und zu tanken, da gibt's einen netten Supermarkt und gleich dabei eine Tankstelle, und das stressfrei.
Die Strecke nach Etosha ist so ziemlich die langweiligste und teilweise auch trostloseste die ich je in Afrika gesehen habe. Wir fahren in Etosha am Nordtor rein und am Van Lindquist Tor wieder raus. Wir wollen zur Onguma Lodge die gleich dahinter ist. Ob wir reserviert haben werden wir gefragt. Haben wir nicht, ein kurzer Anruf, und wir dürfen hinein, ein Platz ist frei und mehr brauchen wir nicht. Der Stellplatz heißt "Springbock", ist beschattet, hat einen privaten Sanitärbereich und einen Sichtschutz zum Nachbarplatz. Welch ein Unterschied zu den staatlichen Plätzen im Park. Wir bezahlen N$ 180,- pro Person und Tag, nicht gerade billig aber immer noch günstiger als die Camps im Park. Nach Einbruch der Dunkelheit sitzen wir auf der Veranda beim Restaurant und beobachten das Wasserloch. Wir sehen gerade noch einen Elefanten verschwinden, ein paar Giraffen und Antilopen leisten uns noch Gesellschaft.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201318. Jan. 2014 · #38
10. Nov.
Gehen um 8 Uhr zum Wasserloch und verpassen um Minuten eine Löwin mit Jungen. Nachdem wir mehrere Tage in Etosha verbringen wollen lassen wir uns heute Zeit. Wir gehen Vormittags an den Pool und buchen dann noch eine Nacht auf Onguma und auch gleich für den Abend das 3-gängige Dinner.
Fahren kurz nach Mittag zum ersten Game Drive in den Park.
Abends genießen wir das Dinner mit einer Flasche Pinotage und den Tieren am Wasserloch.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201320. Jan. 2014 · #39
11. Nov. Brechen unser Lager in Onguma ab, ist ein schönes Fleckchen Erde. Wir wollen ein paar Tage in Etosha verbringen. Die Landschaft ist teilweise erschreckend trocken, dann sieht man wieder frisches Grün auf den Büschen. Wir waren schon zweimal in Etosha, einmal zur Regenzeit, da sahen wir nicht einen Elefanten, und einmal zur Trockenzeit im Oktober. Hier Bilder vom Moringa Wasserloch in Halali die unterschiedlicher nicht sein könnten.
KalaharicharlyThemenstarter51 Beiträge · seit 201320. Jan. 2014 · #40
11. Nov.
Die vorherigen Bilder waren von 2009 und 2011.
Wir tasten uns langsam nach Halali vor, am Weg dahin immer wieder Wasserlöcher besuchend.
Sind mittags in Halali, wir wollen eine Nacht hier verbringen. Wir suchen uns einen Platz am Zaun, nicht weit vom Wasserloch, aus. Etwas später gehen wir hinauf und haben Glück, es sind eine Menge Elefanten anwesend. Es ist immer wieder faszinierend die Tiere zu beobachten. Aber nicht lange, kurz darauf ist der Spuk vorüber und die Wasserstelle liegt wieder verweist in der Sonne.
Anschließend starten wir unseren Game Drive und am Abend schlagen wir wie gewohnt unser Lager auf.