Uwe20Themenstarter99 Beiträge · seit 200625. Dez. 2013 · #1
Hitradio Namibia +++++BREAKING NEWS++++++ Das Reiterdenkmal wird gerade bei einer Nacht- und Nebelaktion abgebaut. Robert Mugabe Ave von der Christuskirche bis zum Sam Nujoma Drive in beide Richtungen gesperrt. Riesen Polizeiaufgebot.
Hallo Uwe, das habe ich eben auch gelesen! So typisch an Weihnachten, bei beginnender Dunkelheit und möglichst ohne Zeugen. Gott vergib Ihnen, den sie wissen nicht was sie tun in ihrer ideologischen Dummheit! Aber es ärgert mich sehr und stört mein Weihnachtsfrieden!
traurige Grüße jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201225. Dez. 2013 · #3
Bei dem regierenden Gesocks der Swapo war langsfristig nichts anderes zu erwarten. Als nächstes ist wohl die Alte Feste dran. Die werden aufgefressen von ihren Minderwertigkeitskomplexen, in 20 Jahren Freiheitskrieg nicht einen Quadratmillimeter erobert zu haben und nur gerannt sind wie die Hasen. Das nagt heftig in denen. War wohl eine Idee des senilen Nujoma, der wohl Platz schaffen will für sein eigenes Denkmal. Arme kranke Geister!
Bin mal gespannt, ob er im Innenhof der Alten Feste aufgestellt wird, wie angekündigt.
Rocky1964709 Beiträge · seit 201125. Dez. 2013 · #4
BILDERSTÜRMEREI!
...und über die Vorhersagbarkeit dieser Aktion ist ja schon viel diskutiert wurden.
Daß man dies zu Weihnachten macht, läßt tief blicken. Alle Weißen und Christen sitzen schön mit der Familie traut am Tannenbaum.
Reinhard728 Beiträge · seit 200625. Dez. 2013 · #5
Liebe Leute, bei allem Alarmismus ... wegen des Reiterstandbildes bin ich noch nie nach Namibia gefahren. Wir konnten auch alle damit weiterleben, als Southwest Africa in Namibia umbenannt wurde. Also lassen wir die Kirche im Dorf. Gruß Reinhard
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VOVolker2'612 Beiträge · seit 200726. Dez. 2013 · #6
Es war schon immer so, dass die Sieger die Geschichte (neu) schreiben. Für mich würde Namibia mit weniger Deutschtuemelei attraktiver werden...
Bye bye Forum
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201226. Dez. 2013 · #7
Unsere Eltern mussten für ihre Sprachrechte kämpfen, den Geschwistern war unter Androhung von Prügelstrafe der Gebrauch ihrer Muttersprache in Schulen und Internaten verboten, unsere Väter waren eingesperrt und die Mütter allein auf den Farmen. Dann kommen aus der dicken fetten ausgefressenen bundesdeutschen Gesellschaft Ausdrücke wie "Deutschtümelei" , eine Unverschämtheit gegenüber jenen Menschen, für die das ein Überlebenskampf war. Auf solche Besucher können die Nachfahren dieser Menschen wahrlich verzichten. Fahre lieber nach Zimbabwe.
VOVolker2'612 Beiträge · seit 200726. Dez. 2013 · #8
Meine Eltern sind Beide Vertriebene - ich denke, da kann und darf ich mitreden. Auch wenn es Dir, lieber Hajo, nicht passt.
Was mir bei etlichen Begegnungen nicht nur in Zimbabwe aufgefallen ist: Weisse wie Schwarze geben sich mehr open-minded als es mancher Suedwester zu tun vermag.
Bye bye Forum
Biologe1'162 Beiträge · seit 201226. Dez. 2013 · #9
Hallo,
nun mal langsam mit den jungen Pferden. Das ist ein Thema, dass man auf keinen Fall so verkürzt darstellen darf und kann. Dass da Emotionen hochkochen ist klar, man muss aber beide Seiten sehen und hören. Das passiert hier derzeitig nicht. Kommt mal runter und betrachtet die Dinge genauer und nicht so einseitig. Die Geschichte von SWA bzw. Namibia ist komplex, und die Rolle der Deutschen ist keinesfalls nur ruhmreich -- wenn überhaupt (das leugnen nur Ignoranten). Ich finde es auch schade, dass jetzt begonnen wird, die wenige Jahre dauernde (aber gründliche) Rolle der Deutschen auszuradieren. Es ist ja nicht nur das Reiterdenkmal, sondern Caprivi ist auch umbenannt, und Lüderitz soll, oder hat schon?, einen neuen Namen bekommen. Weitere Änderungen werden folgen! Und die Rolle der deutschen Regierung bei der Rückgabe der Schädel war auch nicht gerade Klasse - oder? Ich möchte in diese Diskussion nicht tiefer einsteigen, bitte aber um Zurückhaltung. Beste Grüße B.
7x Namibia, 2x S-Afrika, ca. 45x Atlantische Inseln (Kapverden > 25x, Kanaren, Madeira, Azoren); 7x W-Afrika (Senegal, Guinea Bissau, Gambia, Sierra Leone), Marokko, Tunesien, Jemen, Madagaskar, USA, Kanada, Costa Rica, ziemlich viel ME & SE rauf und runter und kreuz und quer
Ich hoffe, dass das Arschloch des Reiter-Pferdes im Innenhof der bald neu renovierten Alten Feste auf das Koreanische Dependence Museum zeigt. Die Robert-Mugabe-Avenue ist jetzt von einer Wächterstatue bereinigt, ein paar neue untransparente "Nachtwächter" werden demnächst noch aufgestellt / aufgepropft, damit alles zum 26. August 2014 zur Einweihungsfeier für das Museum bereit ist. Mich ärgert, das die Öffentlichkeit außen vor gehalten und der Zutritt verwehrt wurde. Wir wurden Heute Abend nicht durchgelassen. Wir durften nicht Zeuge sein.
Das der Reiter in den Innenhof der Alten Feste in ein neu entstehendes Stadtmuseum verlegt werden sollte, ist ja bereits seit Oktober bekannt. Die Gelder für die Renovierung der Alten Feste sind im Stadthaushalt ausgewiesen. Diese Entscheidung ist von der Regierung Namibias legitimiert, vorangetrieben und wahrscheinlich ja auch mehrheitsfähig bei der gesamten Bevölkerung Namibias. Einige haben es immer noch als Siegerdenkmal empfunden und ein Nationaldenkmal sollte keinen Bürger des Landes ausgrenzen. Eine gute Übersicht über die Geschichte des Reiterdenkmals liefert der zu recht umstrittene Joachim Zeller hier.
Bedenklich stimmt mich allerdings, dass kein rechtlich korrekter Weg eingeschlagen wurde und die Exekutive hier die Legislative einfach überrollt. Die Entnationaldenkmalisierung wird irgendwann nachgeschoben. Das ist ein Kennzeichen von Diktaturen.
Positiv ist, dass der namibische Staat diesmal die Kosten für das "Weiterreiten" übernimmt, und nicht wie beim letzten Mal einzelne namibische Bürger. Der Kulturminister Ekandjo hat sich auch im Vorwege den Fragen des Deutschen Kulturrates gestellt und eine Sitzung besucht. Dies sind eher versöhnliche Zeichen und eine Manifestierung, dass die Deutschstämmigen integriert bleiben, wenn diese das denn Wollen. Die Nagelprobe ist für mich, ob der Versprechung der Neu - Aufstellung des Reiters in der Alten Feste glauben geschenkt werden darf.
Mit sonnigen Grüßen aus Windhoek Carsten Möhle
P.S.: Hier eines der letzten Tageslichtphotos des Reiters, aufgenommen am 24.12. nachmittags.
zum Thema: "Das Reiter-Denkmal in Windhoek ist gestern abend von seinem Standort vor der Alten Feste entfernt worden. Man habe mit Winkelschleifern die Beine des Pferdes durchtrennt, sagte der Chefredakteur der Allgemeinen Zeitung, Stefan Fischer, gegenüber Hitradio Namibia. Außerdem seien Presslufthammer zu hören gewesen. Fischer zufolge hatte ein großes Aufgebot einer Spezialeinheit der Polizei das Areal auf der Robert Mugabe Avenue abgesperrt. Auf der Straße habe ein großer Kran gestanden. Informationen über die Aktion und den Verbleib des Denkmals wurden nicht erteilt. Mitte Oktober hatte Kulturminister Ekandjo noch erklärt, der Reiter solle in den Innenhof der Alten Feste umgezogen werden." (Quelle: Hitradio Namibia)
Viele Grüße Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200626. Dez. 2013 · #12
… je nach Blickwinkel hatte die Statue schon etwas Bedrohliches und wirkt in der heutigen Zeit etwas deplatziert… 😮
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
KIKing-Marc1 Beiträge · seit 201326. Dez. 2013 · #14
🤩 🤩 🤩 🤩 🤩
UNGLAUBLICH Die Statue vom Gründerpresident wurde ebenfalls versetzt
das Reiterdenkmal ist sicher nicht maßgeblich dafür, ob ich nach Namibia reise oder nicht. Ich habe es auch vorher nie besichtigt.
Was auffällt: Leute aus der Regierung ertragen das Denkmal nicht und sehen darin eine Erniedrigung. ich finde die bisher vorgebrachten Begründungen dafür äußerst dünn, aber OK, dass muss man ihnen wohl zugestehen. Durch die Art und Weise, wie das Denkmal nun entfernt wurde, erniedrigen sich diese Leute selbst mehr, als es das Reiterdenkmal jemals vermocht hätte. Wie kleine, feige, schmierige Diebe in einer Nach- und Nebelaktion an Weihnachten das Denkmal abbauen - das ist schon bemerkenswert. Die eigenen demokratischen Spielregeln werden nicht eingehalten, die Presse wird bei der Aktion verboten. Wie jämmerlich.
Man will nun auf die überdimensionierte nordkoreanische Kaffeemaschine stolz sein, die man da hingebaut hat. Ich habe Zweifel, dass das gelingt.
Das einzige, was mich an der Aktion stoert, ist, die Verbindung von nachts, Weihnachten und Fotografierverbot. Da bin ich doch gespannt auf offizielle Erklaerungen.
lg WoMa
FRFranz196722 Beiträge · seit 201326. Dez. 2013 · #17
Hallo, ich bin ja wirklich (noch) nicht sonders Namibia-kundig, aber irgendwie hat das Reiterdenkmal schon dazu gehört, einfach als Zeitdokument. Wenn es denn wenigstens in der Alten Feste aufgestellt werden würde....
Reinhard728 Beiträge · seit 200626. Dez. 2013 · #18
Immer noch Weihnachten, zumindest in D. Mir ging es darum, die emotionale Lawine, die sich da anbahnte, etwas maßvoller zu halten, denn Lawinen, zumal emotionale, haben es an sich, dass sie alles niederwalzen ohne Ansehen der Person und damit viel Schaden anrichten. Ich begrüße keineswegs, dass das Reiterstandbild entfernt wurde, insbesondere der Anschein, dass es mit schlechtem Gewissen und heimlich geschah, stört mich. Allerdings scheinen mir die überaus heftigen Reaktionen, die hier aufbranden, doch eine gewisse Heimlichkeit zu rechtfertigen. Ich sehe, dass das Standbild bei Manchen mit starken Gefühlen verbunden ist, die nun verletzt sind. Was mich allerdings stört, dass mindestens einer hier im Forum eine besonders große emotionale Betroffenheit äußert, der ansonsten, auch hier im thread, ohne Rücksicht auf Verluste (oder gar Gefühle anderer) austeilt, dass die Schwarte kracht. Da werden die verweichlichten Mitteleuropäer oder die "Pigmentierten" (O-Ton) beleidigt und diskriminiert, selber aber verletzte Gefühle für sich in Anspruch genommen. Das passt nicht zusammen. Mit immer noch weihnachtlichen Grüßen, Reinhard
Franz1967 schrieb: Wenn es denn wenigstens in der Alten Feste aufgestellt werden würde....
Momentan steht es ja dort 😉
Berg-Eule2'060 Beiträge · seit 201326. Dez. 2013 · #20
Man kann darum streiten, ob der Reiter ein Siegerdenkmal ist oder einfach ein Dokument der Zeitgeschichte und wird da wohl nie zu einem Konsens kommen, denn jeder betrachtet es aus seiner Sicht, aus seiner eigenen Vergangenheit oder seinen Lebenserfahrungen heraus anders.
Sicher ist - wie schon geschrieben wurde - dass "der Sieger" oder neutraler ausgedrückt die jetzigen Machtinhaber darüber bestimmen können. Inwieweit das Volk gefragt werden muss, ist eine Sache (Wurden die Deutschen gefragt, ob sie den Euro haben wollen? Und das ist eine existenziellere Frage als der Stabdort eines Denkmals!), was eine Abstimmung ergeben würde, eine andere - denn die Mehrheit der Namibier ist nicht deutschstämmig und wird wenig Interesse am Reiter haben.
Ob der Reiter Touristen anzieht oder fernhält? Ich glaube nicht. Primär will man die Landschaften sehen, die Menschen, die Tiere. Die wenigen Orte des Landes sind wohl sekundär. Selbstverständlich gehört die Geschichte dazu, man sollte sich immer mit der Geschichte eines Landes, das man besucht, beschäftigen. Aber ob man nun den Reiter vor oder in der Feste anschaut, ist meiner Meinung nach egal. Fatal würde ich persönlich es dagegen finden, wenn man das Denkmal zerstören würde.
Das moderne Museum gefällt auch mir nicht, vor allem nicht an dieser Stelle, aber gibt es eine Stadt in Europa, in der nicht solche modernen Bausünden gemacht wurden? Es ist einfach der Lauf der Zeit, dass Neues neben Altem steht. Vermutlich haben sich vor einigen Jahrhunderten die Menschen auch aufgeregt, als neben gotische Häuser barocke Protzbauten gesetzt oder die gotischen Dome mit riesigen barocken Altären "aufgepeppt" wurden. Heute ist das für uns alles alt, und kaum jemand stört sich noch daran. Falls es in 400 Jahren unsere gute alte Erde noch geben wird, werden die Menschen unsere heutige Abneigung gegen solche Bausünden wohl auch nicht mehr verstehen können.
Liebe Grüße von Gabriele
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Jeder Augenblick ist von unendlichem Wert. (Seneca)
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