Am nächsten Morgen saßen wir gerade beim Frühstück, als zwei Wardens auf dem Weg zu den Sanitäranlagen waren. Diese wurden ausgiebig gereinigt. Danach ging einer zum Hide, um es sauber zu wischen und zu fegen. Der Regen und wir mit unseren Schlappen hatten doch etwas Dreck zurück gelassen. Der andere stellte sich namentlich bei uns vor, fragte, ob alles in Ordnung sei, und ob wir eine heisse Dusche möchten. Wir verneinten beide die Dusche, nahmen unseren Pott Kaffee, und begaben uns auch zum Hide. Mal gucken, was im Tal so los war. Und tatsächlich sahen wir in der Ferne wieder eine kleine Gruppe Elefanten.
Wir kamen auch mit der Reinigungskraft beim Hide ins Gespräch, und irgendwann fragte er uns, ob wir letztes Jahr ungefähr zur selben Zeit auch hier waren……….JAAAAA, waren wir…….:) Aber wir konnten uns nicht wirklich an ihn erinnern. Da wir irgendwann auf Gamedrive fahren wollten, verabschiedeten wir uns, räumten unser Frühstück zusammen, erledigten den Abwasch, und saßen gerade über unseren Karten, um zu schauen, welche Wege wir fahren wollen, als besagte Reinigungskraft auf uns zu steuerte. Er gab uns beiden die Hand, entschuldigte sich vielmals, daß er sich nicht namentlich vorgestellt hatte, und holte es hiermit nach. Sein Name sei Gottfried. Huch,……dachte ich,…..da fährt man nach Zimbabwe, und lernt einen Gottfried kennen……. mit dieser Namensgebung hatte ich hier nun nicht unbedingt gerechnet. Aber ich fand es total lieb, wie diese Leute sich per Handschlag bei einem vorstellen. Obwohl wir uns an keinen Gottfried vom letzten Jahr erinnern konnten, er bestand darauf, sich an uns zu erinnern. Doch nun wollten wir auf Wildbeobachtungsfahrt gehen. Die Gegend um Sinamatella ist dafür sehr geeignet und sehr abwechslungsreich. Als erstes fuhren wir zu der Stelle, wo wir im Jahr zuvor das sensationelle Erlebnis hatten, miterleben zu dürfen, wie ein Löwenrudel einen Büffel gerissen und verspeist hatte.
Foto von 2012 Wir fanden genau diese Stelle auch wieder, aber von Büffelknochen keine Spur mehr…..:( An anderer Stelle fanden wir immerhin diese Reste.
Wir fuhren dann die Sinamatella River Road ab, und sahen immerhin eine Herde Rappenantilopen.
Im weiteren Verlauf saßen Herr und Frau Hammerkopf mitten auf der Straße, und ließen sich durch unser heran nahendes Auto in keinster Weise stören.
Von der Sinamatella River Road bogen wir dann in den Lukosi River Loop ab. Diese Strecke ist sehr empfehlenswert. Diese Piste windet sich meist direkt am Flussbett entlang, durch teils dichten Wald mit großen schattenspendenden Bäumen. Der Fluss führte nur noch sehr wenig Wasser.
Der Elefant war leider schon wieder auf dem Abmarsch.
Wir fuhren diesen Loop, der landschaftlich wunderschön war, aber wir sahen keine Tiere mehr. So entschieden wir uns, zum Campsite zurück zu fahren.
Da wir im Laufe unserer vielen Afrikaurlaube schon so viele Tiere gesehen hatten, war die magere Ausbeute irgendwie nicht wirklich schlimm. Dann stand die Landschaft einfach im Vordergrund. Zurück auf dem Platz schauten wir noch beim ehemaligen Restaurant vorbei. Wir nahmen uns ein kaltes Bier zum Trinken mit, da es hier schon seit Jahren nichts mehr gibt. Aber man kann sich immer noch vorstellen, wie die Gäste einst auf der Terrasse gesessen haben, lecker gegessen und getrunken haben, immer mit dem Blick auf das Tal und die Tiere dort.
Leider ist es schon lange her Aber das Flair kann man immer noch spüren. Insgesamt ist Sinamatelle für uns ein Muss. Auch wenn unsere Tiersichtungen dieses Jahr nur wenig waren. Die Landschaft entschädigt dafür für einiges. So kann ich es jedem empfehlen, bzw. nur denjenigen, die nicht jeden Tag eine Dusche im Busch brauchen. Wir hatten dort jedenfalls drauf verzichtet…………. 🙄
Teil 4214. März 2014
SINAMATELLE - ROBINS CAMP
Hatte ich doch so gehofft, bei unserer zweiten Zimbabwe Tour mal auf Wildhunde zu stoßen, wurden wir auch dieses Mal enttäuscht. Aber soooo wenig Tiersichtungen wie in diesem Jahr war schon eine Riesenenttäuschung. …… 🙁 Vielleicht waren wir vom letzten Urlaub einfach zu verwöhnt worden. Also machten wir uns nach zwei Tagen Sinamatella auf in Richtung Robins Camp. Um es vorweg zu nehmen, wir sahen auf der gesamten Strecke rein gar nichts. Selbst der Deteema Dam lag einsam und verlassen da, obwohl der See viel Wasser führte. Irgendwie ist auf die Tiere kein Verlass mehr…….. 😠 Somit gibt es auch keine Fotos…..:( Die Landschaft war aber recht anschaulich. Ging es erst durch Mopanewälder, fuhren wir, je weiter es auf Robins Camp zu ging durch teils grüne Waldlandschaft mit großen schattenspendenden Bäumen. Am späten Mittag erreichten wir das Camp
An der Rezeption war wohl gerade Mittagspause. Jedenfalls war niemand anwesend. Nach kurzem Suchen trafen wir auf David, der den kleinen , neu eröffneten Shop betreibt. Er holte eine Dame herbei, die uns anbot, erst einmal das kleine Museum im Turm zu besichtigen. Das taten wir dann auch. Über recht brüchige Treppenstufen wagten wir uns nach oben. Im Ausstellungsraum wird die Geschichte von Herbert George Robins dargestellt, der sich hier 1914 nieder ließ, und dem es zu verdanken ist, dass hier ein Tierschutzreservat entstanden ist, das später mit dem Wankie Game Reserve zusammen geschlossen wurde. Es sind viele alte Fotos von Robins zu sehen, aber auch viele Gebrauchsutensilien aus der damaligen Zeit. Es war schon sehr interessant. Von ganz oben, auf der Plattform des Turms hat man einen schönen Rundumblick. Wieder unten angelangt, kam auch wieder Leben in das Camp. Wir entschlossen erst einmal nur eine Nacht zu bezahlen, falls hier auch keine Tiere sind. Wieder auf dem Parkplatz, stellte sich bei uns Augastin vor, der Betreiber der ebenfalls wieder eröffneten Bar. Klar hatten wir Durst, und kehrten bei ihm ein. David gesellte sich auch zu uns, und beide freuten sich, seit längerer Zeit wieder Gäste zu haben. Wie in einer kleinen Bar in Zimbabwe üblich, wurde sämtliche Ware, die im Angebot war, auf einem Regal ausgestellt. Wir entdeckten Gin, und bestellten zwei erfrischende Gin Tonics. Aber die Erfrischung endete damit, dass das Tonic Water nicht kalt gestellt war. 🙄 Augastin bot sich sofort an, diese ins Eisfach zu legen. Also disponierten wir um, und bestellten zwei Bier. Es gab mehrere Sorten, aber von jeder Sorte war nur eine Flasche in dem großen Kühlschrank kalt gestellt . Wir nahmen ein Zambezi und ein Castle. Wir wiesen den guten Augastin darauf hin, dass er mehr Getränke kalt stellen muss, es könnten ja auch mal mehrere Leute auf einmal kommen, und dass er so mehr verkaufen könne, und auch Strom sparen würde, wenn der Kühlschrank richtig gefüllt ist. Das sah er sofort ein, füllte den Kühlschrank auf, auch mit kaltem Tonic, sodaß wir versprachen, abends noch einmal auf einen Gin Tonic vorbei zu kommen. Nun wollten wir erst einmal unser Zelt aufbauen. Wir waren mal wieder mutterseelenalleine auf dem Platz, und entschieden uns für Platz Nr. 14. Dieser schien uns am schattigsten zu sein.
Teil 4319. März 2014
ROBINS CAMP
Natürlich machten wir nachmittags auch noch einen Gamedrive. Da die Umgebung von Robins Camp als Löwengebiet gilt, hielten wir danach besonders Ausschau. Leider fanden wir keine..... 🙁 Wir hatten beschlossen, zu den Crocodile Pools zu fahren. Der Weg führte durch Mopanewald, mal bergauf, mal bergrunter, über kleine Furten
Eine wirklich schöne Strecke. Da sich bereits im Camp einige Wolken aufbauten, hatten wir sicherheitshalber unsere Stühlchen ins Auto gepackt. Und das war auch gut so, denn als wir den kleinen Hide bei den Crocodile Pools erreichten, sahen wir, dass dieser keine Bänke hatte. So kamen unsere Stühlchen zum Einsatz, und wir richteten uns mit einem kalten Bier dort gemütlich ein.
Wir sahen zwar kein Krokodil, dafür lebte im Wasser aber eine Gruppe Hippos.
Leider habe ich das wirklich noch sehr kleine Baby nicht auf,s Foto bekommen, da es meist zum Säugen unter Wasser war und ansonsten von der Mutter bestens behütet und abgeschirmt wurde.
Es war so schön, mal wieder in Ruhe Tiere beobachten zu können. Nach ca. zwei Stunden machten wir uns wieder auf den Rückweg ins Camp, da ich einmal im Hellen unser Essen zubereiten wollte. Heute gab es schnelle Küche. Chakalaka aus der Büchse, noch etwas verfeinert, dazu nur noch Reis gekocht, fertig,……ziemlich scharf, aber lecker. Eine gute Grundlage für unseren Gin Tonic. Nach dem Abwasch setzten wir uns ins Auto, und fuhren, wie versprochen, hoch zur Bar. Zu Fuß war uns der Weg zu lang. Man hört schliesslich immer wieder, dass öfters Löwen durch das Camp laufen. Augastin und David erwarteten uns schon mit großem HALLO in der Bar. Dieses Mal war der Tonic tatsächlich eiskalt, ebenso der Gin. Nach einem heißen Tag die absolute Erfrischung. Die Beiden gönnten sich ein Bier, stolz wurde uns der nun gut gefüllte Kühlschrank gezeigt. Eine angeregte Unterhaltung folgte. Man merkte förmlich, wie stolz die Zwei waren, dass die Bar und der Shop wieder eröffnet haben, und sie hier arbeiten können. Sie baten uns einige Fotos zu machen, und sie hier im Forum einzustellen, damit alle Leute sehen können, dass es mit Robins Camp wieder aufwärts geht.
Augastin und David
Ferner erklärten sie uns noch, wie die Parkverwaltung handelt. Das war ganz interessant zu hören. Zuerst wurde in das Main Camp investiert, in den dortigen Shop und das Restaurant. Das dort eingenommene Geld wird dann in die anderen Camps investiert, sodass im Robins Camp irgendwann auch ein Restaurant wieder eröffnet werden kann. Die Bar und der Shop waren nur der Anfang. Nur für das verfallene Restaurant in Sinamatella suchen sie private Investoren. Im Laufe des Abends gesellten sich dann noch der Herr von der Rezeption und ein anderer Angestellter zu uns , bestellten sich auch ein Bier, und freuten sich, dass Touristen da sind, mit denen sie sich unterhalten können. Alle baten uns, doch bitte viele Gäste zu ihnen zu schicken,…..was ich hiermit noch einmal mache…..:) Es war wirklich ein netter, unterhaltsamer Abend. Aber nach zwei Gin Tonics verabschiedeten wir uns, und wollten den Abend noch vor unserem Zelt ausklingen lassen. Am nächsten Morgen entschlossen wir uns spontan zur Weiterfahrt. Wir entschieden uns, noch einmal im Senyati Camp vorbei zu schauen, wegen der Elefanten und so….:) Wie versprochen schauten wir auch bei David im Shop vorbei, der uns Diesen stolz präsentierte. Alles war akkurat aufgebaut, und sehr sauber. Auch diese Fotos sollten wir hier veröffentlichen, und etwas Werbung für ihn machen.
Es gibt hier nur Trockensortiment. Aber wer mal einen Beutel Reis oder Mehl oder Toilettenartikel benötigt,……HIN DA…….:)..:)
Teil 4424. März 2014
ROBINS CAMP - PANDAMATENGA - SENYATI CAMP
Wie schon gesagt, entschlossen wir uns am nächsten Morgen Richtung Botswana zu reisen. Ziel sollte erneut das Senyati Camp sein…….irgendwo mussten sich ja schließlich die ganzen Elefanten versteckt haben…..:) So brachen wir frohen Mutes auf. Auf dem Weg zur Grenze in Pandamatenga fuhren wir erneut durch die Matetsi Safari Area. Hier sahen wir im hohen Gras einige Tiere. Zebras, Rappenantilopen, Giraffen. Am erstaunlichsten fand ich aber die Regeneration der Natur innerhalb eines Jahres. Waren wir im November 2012 durch total verbranntes Land gefahren
Foto von 2012 Fuhren wir jetzt durch grüne Landstriche, in denen wieder Tiere leben konnten.
Erstaunlich, wie überlebensfähig die Bäume auch nach einem Feuer sind, und nach der nächsten Regenzeit wieder austreiben. Welche Kraft das Wasser noch hat, sieht man hier.
Die Grenzformalitäten in Pandamatenga verliefen wie immer sehr zügig. Wir mussten das Temporary Import Permit wieder abgeben, erhielten unsere Ausreisestempel, und uns wurde eine gute Weiterreise gewünscht. Draussen wurden unsere Pässe noch einmal von einem freundlichen, uniformierten Zollbeamten kontrolliert. Er wollte auch noch einmal einen Blick in unser Auto werfen. Kein Problem sagten wir. Beim Öffnen der Heckklappe fiel im sofort ein Beutel mit einigen Kartoffeln und Zwiebeln auf. Oh, die müssten wir wegwerfen, die dürften wir nicht nach Botswana einführen. Egal, wir wollten sowieso in Kasane frisch einkaufen. Aber zum wegwerfen fand ich es dann doch zu schade. Also bot ich den Beutel dem Zollbeamten an. Oh, dass dürfe er als Zollbeamter nicht annehmen. Hmmm, also schaute ich mich nach einem Mülleimer um, fand aber keinen, und der Beamte sagte, ich solle den Beutel einfach dort an den Rand legen. Gesagt, getan…. Die Papiere und das Auto waren ansonsten in Ordnung. Die Alkoholitäten, sprich Bier und Wein spielten keine Rolle. Uns wurde erneut eine Gute Reise gewünscht. Im Weggehen sah der Beamte dann „ zufällig „ unseren Beutel dort liegen. Lächelnd hob er den Beutel auf, und meinte, Plastikbeutel sollten hier nicht herum liegen, er nimmt ihn mal mit…… Auf diese Weise hatte er den Beutel ja nicht direkt angenommen, sondern eher gefunden…. Wir verabschiedeten uns einvernehmlich uns angrinsend….. Auf der Botswana Seite ging es ähnlich schnell. Da es an diesem kleinen Grenzübergang kein Custom gibt, erhielten wir unseren Einreisestempel, und waren fertig. Noch der kurze Blick in unser Auto, und der Hinweis, dass wir keine frischen Lebensmittel einführen dürfen, und wir konnten weiterfahren. Die Gebühren für die doppelte Einreise nach Botswana hätten wir uns sparen können. Der Weg nach Kasane verlief unspektakulär. Im Camp wurden wir freundlich von Low empfangen. Da wir früh da waren, war der Platz noch leer, und wir hatten freie Auswahl unter den Camp sites. Wir entschieden uns, wie im Jahr zuvor für die Nummer 5. Wir wurden gefragt, welche Ausflüge wir buchen möchten, nach Vic Falls oder an die Chobe Riverfront ? Als wir sagten, Vic Falls waren wir schon 5x, und alles andere machen wir selber, erlosch das Lächeln. Wir buchten zwei Nächte, und bezahlten zusammen 640 Pula. Dann bauten wir unser Zelt auf, und bereiteten etwas zu Essen zu.
Auffallend war, das die gesamte Fläche über der Spüle mit Warn – und Sicherheitshinweisen zu gepflastert war. Fast schon lustig fand ich den Hinweis, sich an der Rezeption Reflektoren zu kaufen, diese auf den Koffer kleben, damit man die flüchtenden Diebe im Dunkeln besser verfolgen kann. Nun, wir verzichteten darauf, und hatten keinerlei Probleme. Heute wollten wir einfach nur faulenzen. Wir fuhren nachmittags nach Kasane, um unsere Lebensmittel aufzufrischen. Wir fanden alles Notwendige im Sparmarkt und im gegenüberliegenden Bottlestore. Zurück im Senyati Camp gingen wir an die Bar, um ein kaltes Bierchen zu trinken, und um eventuell die ach so sehr vermissten Elefanten zu sichten. Aber, als wir das Wasserloch erblickten, war uns gleich klar,…….hier trinkt bestimmt kein Elefant mehr. Das Wasser war nur noch eine veralgte grüne Brühe. Sahen wir im Jahr zuvor wenigstens noch unzählige Marabus und Gänse am Wasserloch, so war dieses Jahr absolute tote Hose. Low erklärte uns, dass er die Wasserpumpe abgestellt habe, da eh keine Elefanten mehr kommen, und dass die Marabus alle Frösche weg gefressen hätten, und deshalb weiter gezogen seien. Aber ich glaube eher, dass in so einer grünen Suppe nicht mal mehr ein Frosch überlebt hätte. Es war ein trauriger Anblick, das Wasserloch so zu sehen. Eine kleine Freude hatten wir an diesem Abend aber noch…. Unser lecker Grillen
Mit Hühnchenspieß und Boerewors
Teil 4527. März 2014
SENYATI CAMP - CHOBE RIVER FRONT
Am gestrigen Nachmittag kamen noch einige Gäste im Senyati Camp an, sodaß insgesamt 4 Plätze belegt waren. Nach unserem Abendessen sind wir noch an die Bar gegangen. Und,…..wer marschierte da in der Dunkelheit heran ????........ein Elefant. JUHUUU, unser erster Elefant im Senyati Camp….:) Er steuerte direkt auf die Wasserstelle zu, schnupperte am Wasser, hat bestimmt die Nase gerümpft, und verschwand wieder in der Dunkelheit. Die Gäste am Nachbartisch , es waren Franzosen, verabschiedeten sich, da sie um halb 6 morgens zu einem gebuchten Gamedrive an der Chobe Riverfront abgeholt werden sollten. Bei einem Glas Gin Tonic unterhielten wir uns noch eine Weile mit Louw. Dieser war aber hauptsächlich damit beschäftigt, seinen Angestellten über Mobiltelefon Anweisungen zu geben. So wollten wir auch gerade gehen, als ein Nachtwächter die Treppe hochkam. Wir waren etwas erstaunt, den Wachmann in fast weißer Kleidung zu sehen. Aber wir wurden sehr schnell aufgeklärt,……so könne Louw besser erkennen, ob sich die Wachleute nachts hinlegen und schlafen. Na ja, auch eine Art der Überwachung……die Frage, ob sie sich denn mal hinsetzten dürften, habe ich mir gespart. Die lautstarke Abfahrt der Franzosen am Morgen war nicht zu überhören. Aber da es recht kühl war, haben wir uns noch schön in unsere Decken gemummelt, und sind wieder selig wieder eingeschlafen. Überhaupt haben wir uns an diesem Morgen viel Zeit gelassen. Nach unserem ausgiebigen Frühstück kam auch schon das französische Pärchen von ihrem Game Drive zurück. Neugierig, wie ich bin, bin ich sofort zu ihnen, um zu hören, was sie alles an der Riverfront gesehen haben. Fast gar nichts,……kam die Antwort, nur ein paar Hippos und Antilopen. Die Enttäuschung stand ihnen ins Gesicht geschrieben, vor allem auch darüber, dass sie dafür um 4 Uhr aufgestanden sind. Nun, versäumt hatten wir ja scheinbar nichts. Louw kam vorbei, um sich zu erkundigen, ob wir keinen Gamedrive machen wollen, 6 Uhr sei dazu schließlich die passende Zeit, um viel zu sehen. …..Ich war irgendwie froh, ausgeschlafen zu haben. Mittlererweile war es 10 Uhr, wir erledigten noch den Abwasch, und fuhren so gegen 11 Uhr Richtung Kasane und in den Park. Es war schon ziemlich heiß geworden als wir am Gate ankamen und den Parkeintritt bezahlten. Aber es war schön, wieder auf Gamedrive zu sein. Man hat ja immer wieder die Hoffnung, doch etwas Schönes und Spannendes zu sehen. Im Park blieben wir nicht auf der Hauptpiste, sondern bogen direkt in Richtung Chobe River ab. Es war wieder einmal schön hier zu sein, da wir jedes Mal denken, es könnte ja das letzte Mal sein. Zuerst sahen wir Impalas mit ihren halbwüchsigen Babys.
Dann im Uferbereich diesen stolzen Kudubullen
Dann diesen alten Wasserbüffel, der mit seinem großen Nabelbruch nicht mehr ganz so glücklich drein schaute
UND DANN………an der nächsten Flussbiegung ,……sahen wir sie……unsere so sehr herbei gesehnten Elefantenherden…….:)
Und noch mehr Fotos
Ich kann euch gar nicht sagen, wie überglücklich wir über diesen Anblick waren, wo uns doch alle gesagt haben, zur Mittagszeit braucht man keinen Gamedrive zu machen. Aber wir wussten,…..irgendwo mussten sich die Elis ja versteckt haben……
Teil 4601. Apr. 2014
CHOBE RIVER FRONT
Nur schwer konnten wir uns von den Elefanten am Chobe losreißen. Aber auch abseits des Flusses sahen wir einige Tiere. Wir begegneten erneut einigen Kindergärten von Impalas, die von den Erwachsenen bewacht wurden, und das direkt am Wegesrand.
Aber auch Elefanten kreuzten erneut unseren Weg.
Irgendwann bemerkten wir, dass sich von Namibia her eine bedrohliche Regenfront auf uns zu bewegte.
Aber sie war noch weit weg. Wir fuhren immer weiter am Fluß entlang, und sahen noch diese Gesellen
Eine kurze Pause musste auch mal sein
In der Nähe von Serondella sahen wir noch Büffel.
Bei White Sands entschieden wir dann doch, uns auf den Rückweg zu machen. Zu bedrohlich sah der Himmel aus.
Und dann öffneten sich die Schleusen…..
Man sah praktisch nichts mehr. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich die Landschaft in eine Seenplatte, in der man kaum den Weg erkennen konnte. Es dauerte einige Zeit, bis der trockene Boden diese Wassermassen aufsaugen konnte. Trotzdem entschieden wir, den unbefestigten Weg am Fluß entlang zurück zu fahren, in der Hoffnung, noch ein paar Tiere zu sehen. Die hatten sich aber allesamt verabschiedet. Keine Büffel mehr, keine Elis, selbst die Impalas waren verschwunden. Nach geraumer Zeit kamen uns die ersten Touristenfahrzeuge der 16 Uhr Gamedrives entgegen. Eingemummte Touristen, die sich auf den offenen Wagen gegen den nun nachlassenden Regen zu schützen versuchten. Freundlich winkende Japaner, die die Hoffnung viele Tiere zu sehen noch nicht aufgegeben hatten. Wir aber freuten uns, dass wir nicht zu den viel gepriesenen Gamedrivezeiten ( 6 Uhr und 16 Uhr ) losgefahren sind, sondern erst um die Mittagszeit. Etwas Glück muss man halt auch mal haben….:) Zurück im Senyati Camp wollte uns niemand glauben, dass wir zur heißesten Zeit so viele Tiere gesehen haben. Im Camp selber spielte sich an diesem Abend nichts tierisches mehr ab. So genossen wir noch ein paar Gläschen Wein vor unserem Zelt, und ließen diesen schönen Tag noch einmal Revue passieren.
Teil 4708. Apr. 2014
SENYATI CAMP - NATA
Nach einem gemütlichen Frühstück packten wir unsere Sachen im Senyati Camp zusammen, und machten uns auf den Weg nach Nata. Die lange, zeitraubende Baustelle ist mittlerer weile auf einige Kilometer geschrumpft. Nur noch selten muss man auf die alte Straße ausweichen. Oft kann man schon auf dem neuen Asphalt fahren, stellenweise aber nur mit 30 km/h, da alle paar Meter Huppels eingebaut waren. Uns störte es aber wenig, da wir Zeit genug hatten. So ca. 100km vor Nata sahen wir zu unserer Überraschung wieder einige Elefanten in der Landschaft. Hier war es sehr trocken, und nur wenig grün war an den Büschen zu sehen. Trotzdem sahen wir vier Mal einzelne Tiere, ich schätze mal, es waren Bullen. Dieser war auf alle Fälle einer.
Wir hielten gerade auf einem Busparkplatz an, als der Bulle sich einen Weg durch den Zaun bahnte, und Anstalten machte, die Bundesstraße zu überqueren.
Auch der heran nahende LKW musste dieses große Tier gesehen haben. Uns stockte fast der Atem. Der Elefant marschierte Richtung Straße, und der LKW reduzierte nicht im Geringsten seine Geschwindigkeit.
Nur der Rücksicht des Elefanten ist es zu verdanken, dass es nicht zu einer Kollision kam. Und er brachte seinen Unmut über soviel Rücksichtslosigkeit deutlich zum Ausdruck. Er schnaubte laut, und schüttelte verärgert seinen Kopf, bevor er weiter marschierte.
Es war nicht das erste Mal, dass wir von einheimischen Fahrern in Botswana so ein aggressives Fahrverhalten bei Elefantenbegegnungen gesehen hatten. Am frühen Nachmittag erreichten wir die Nata Lodge. Die Mädels am Empfang erkannten uns wieder, und freuten sich, dass wir erneut dort einkehrten. Wir bezahlten für zwei Übernachtungen, bezogen dieses Mal Bungalow 21,und freuten uns auf die Annehmlichkeiten einer Lodge.... 😄 😗 🙂
Den Nachmittag verfaulenzten wir am Pool….
Dort lernten wir einige nette Leute kennen. 3 südafrikanische Ehepaare, die in der Reisebranche tätig waren und 2 deutsche Ehepaare. So standen wir alle mit unseren Kaltgetränken im wohltemperierten Pool, und quatschten das Blaue vom Himmel. Diesen Tag widmeten wir einfach nur unserem Wohlbefinden.
Und abends noch lecker Essen im Restaurant.
Teil 4810. Apr. 2014
NATA LODGE - NATA BIRD SANCTUARY
Nach einer erholsamen Nacht in unserem klimatisierten Bungalow, begaben wir uns zu einem späten, aber ausgiebigen Frühstück. Wir konnten schön einige Vögel an der Futterstelle beobachten. Leider reichte es nicht zu einem Foto, die Pflanzen waren einfach zu dicht. Da wir nicht ganz so faul auf der Lodge rumhocken wollten, beschlossen wir , am späten Nachmittag in die Pans zu fahren, dem Nata Bird Sanctary. Dies liegt nur gut 15 km von der Lodge entfernt. Die Dame am Gate instruierte uns sofort, dass wir nur auf dem Hauptweg fahren sollten. Es hätte schon sehr viel geregnet, und die Pans sowie die Nebenwege seien nicht mehr passierbar. Nun gut, dann also nur die Hauptpiste. Wir sahen in den ebenen Flächen Gnus, die zusammen mit Kuhherden am Grasen waren. Aber wir waren ja wegen den Birds hier,…..und hielten nach ihnen Ausschau. Die Ausbeute war äußerst gering, um nicht zu sagen, sie bewegte sich gen Null. Dafür wurde die Landschaft interessanter. Wir fuhren an den ersten Pans vorbei.
Noch interessanter wurde es aber, als die Hauptpiste mitten durch die Pfanne führte, die voll mit Wasser war.
Wir hielten erst einmal an, um die Lage zu checken. Wir hatten noch die mahnenden Worte der Dame am Gate im Ohr,……nur Hauptpiste, und nicht durchs Wasser……. Ehrlich gesagt, trauten wir uns nicht durch diese Seenplatte zu fahren. Also suchten wir uns einen Weg durch die Pfanne, aber außerhalb des Wassers. Josef gab ordentlich Gas, und schon nach einigen Metern war uns klar, was die Dame meinte. Wir sackten ganz schön ein in dem weichen Boden, zogen tiefe Spuren, kamen immer mehr ins schlingern. Josef lenkte wie wild,….. bloß nicht an Geschwindigkeit verlieren. Ich krallte mich als Beifahrer irgendwo, so gut es ging, im Auto fest ,…….und irgendwann waren wir durch, standen wieder auf der Hauptpiste und hatten wieder festen Boden unter unseren Rädern. Wir hielten erst einmal an, um uns nach so einer Fahrt zu beruhigen. Nach einigen Kilometern sahen wir dann am Horizont die Aussichtsplattform, das Ziel unseres Ausflugs. Aber wir sahen auch die nächste Wasserdurchquerung vor uns . Da uns nun der Ehrgeiz gepackt hatte, meisterten wir, bzw. Josef auch dieses Hindernis. Angekommen am Aussichtspunkt waren wir ehrlich gesagt etwas enttäuscht. Hunderte Meter entfernt sahen wir endlich Vögel.
Nur durch das Fernglas konnten wir erkennen, um welche Vögel es sich handelte.
Wir fuhren noch einige hundert Meter an der Pan entlang, aber die Sicht auf die Tiere wurde nicht besser. Nur mit digitalem Zoom konnten wir einige Fotos machen. Deshalb die schlechte Qualität. Wenn etwas mehr Wasser in der Pan und das Ufer etwas näher gewesen wäre , hätte es ja durchaus seinen Reiz gehabt. Aber ob man dann den Aussichtspunkt erreicht hätte ???????
Teil 4917. Apr. 2014
NATA LODGE
Wir fuhren noch einige kleine Wege entlang, aber die Sicht auf die Vögel wurde nicht besser. Wir bereuten nicht dorthin gefahren zu sein, aber ich hatte mir vom Nata Bird Sanctuary deutlich mehr erhofft und vorgestellt. Wir nahmen den selben Rückweg, und waren froh, als wir die Piste gemeistert hatten. Unser Auto sah aus wie Sau. Später konnten wir die harten, getrockneten Schlammbrocken aus den Radkästen kloppen. Aber es hatte uns auch die Kabel vom Tacho abgehauen. Josef konnte es nicht mehr flicken, sodaß wir die letzten Tage ohne Tachometer fahren mussten….:( Wieder in der Nata Lodge angekommen, nahmen wir einen kleinen Imbiss zu uns , und begaben uns dann zum Pool. Dort lernten wir ein junges Pärchen kennen. Die beiden waren seit 6 Monaten mit Rucksack und Zelt in Afrika unterwegs. In Tansania waren sie gewohnt, dass es auf den meisten Campingplätzen auch eine Kochgelegenheit mit Töpfen und Geschirr etc. gab. Da man ihnen in Kasane gesagt hatte, für die Nata Lodge sollen sie man ordentlich Lebensmittel einkaufen, gingen die Beiden davon aus, daß es auf dem dortigen Camp Site auch so eine Kochgelegenheit gibt, was aber nicht der Fall war. Nachdem wir uns etwas kennen gelernt hatten, boten wir ihnen an, ihnen unser Geschirr und Kocher zur Verfügung zu stellen. Wir brauchten es ja nicht, da wir im Bungalow waren. Die zwei nahmen dankend an. Am späten Nachmittag fuhren wir zu ihrem Camp Site und luden unsere Kisten mit Geschirr und Töpfen aus. Zusätzlich stellten wir ihnen noch unseren Tisch und Stühle und unser Gaslicht hin. Die Beiden sagten am nächsten Morgen, dass sie so toll noch nie campiert hatten, und sich überlegen, das nächste Mal vielleicht auch ein Auto mit so einer Ausrüstung zu mieten. Wir freuten uns, den Beiden so eine Freude bereiten zu können. Dann verabschiedeten sich die Zwei, um nach Nata zu laufen und den Bus nach Kasane zu nehmen. Bepackt waren sie mit Rucksäcken, einer vorne, einer hinten auf dem Rücken, und in jeder Hand noch Taschen…….so etwas kann man wahrscheinlich nur mit 20 Jahren machen und überstehen,………. ich fühlte mich an unsere Rucksacktour durch Sri Lanka, damals noch Ceylon erinnert, da unser VW Bulli von Rameswaram in Indien nicht verschifft werden konnte.
Nach einem leckeren Abendessen verbrachten wir den Abend an der Bar, wo wir ein nettes Ehepaar aus Südafrika kennen lernten. Er arbeitete in einer Mine in der Nähe von Pretoria. Und die Beiden hatten vor, am nächsten Morgen gegen 3 Uhr in aller Frühe aufzubrechen, um in einem Rutsch durchzufahren. Wir wollten am nächste Tag nach Maun aufbrechen. Daher verabschiedete sich die Ehefrau früh. Ihr Mann, David, blieb noch bei uns, und wir unterhielten uns angeregt, bestellten natürlich auch Getränke,..... Gin Tonics...., und der Abend wurde immer später….. Irgendwann fiel mein Blick auf eine Flasche mit schwarzem Inhalt. Ich fragte David, um was es sich da handelt. Er wusste es auch nicht, also bestellte er gleich mal 3 Pöttchen davon. Es schmeckte irgendwie nach Lakritz mit Alkohol. Höflich wie ich bin, sagte ich,……mhhh, ganz lecker…..also gleich noch ne Runde bestellt. …..mein Fehler…..puhhhhh……..Josef wollte natürlich in Nix nachstehen,…….also noch ne Runde……Ich sagte noch, für mich bitte nicht,….aber die Bardame hatte schon drei Gläschen eingeschenkt...... 😠 Da gab es dann auch für mich kein Zurück mehr...... 🤢 Gott sei Dank wollte die Dame dann ihre Bar schliessen. Wir verabschiedeten uns herzlich von einander, und eierten dann zu unseren Bungalows zurück. ..... 🤪 .. David wohnte 2 Häuschen neben uns. Ich merkte jetzt schon, dass dies wohl meine Jahreshauptvergiftung sein würde……. 🤢 Wir fielen müde ins Bett, und wurden gegen 7 Uhr morgens von Autogeräuschen geweckt. David hatte es nicht geschafft, um 3 Uhr morgens los zu fahren. Und wir beschlossen, Maun sausen zu lassen, in einem Stück nach Ghanzi durch zu fahren, und einen weiteren Tag in der Nata Lodge unseren Kopfschmerz zu pflegen.
So, nun komme ich zu dem letzten Kapitel unseres Reiseberichtes………
Wie gesagt, verbrachten wir einen weiteren Tag auf der Nata Lodge. Das ist das Angenehme, wenn man nichts gebucht hat. Man ist flexibel, und kann „ unerwarteten Ereignissen „ entspannt entgegen schauen…… Nach einem verspäteten Frühstück kühlten wir unsere Köpfe noch etwas im Pool ab, und überlegten, wie wir den Tag gestalten können. Spontan entschieden wir uns, Elephant Sands zu besuchen. Wir fuhren die gut 40 Kilometer zurück Richtung Kasane. Unterwegs sahen wir weit im Busch immer wieder einzelne Elefanten. Auch an dem kleinen Wasserloch der Logde ließ sich ein halbwüchsiger Elefant blicken.
Wir setzten uns an die Bar, und beobachteten ihn. Das Bierchen schmeckte auch schon wieder….. 😊 Aber noch schöner waren die Webervögel, die dabei waren, ihre Nester im Baum vor der Bar zu bauen. Dort konnte man sehr gut alle Stadien des Nestbaus beobachten.
AUA,....die blöden Dornen.....
aller Anfang ist schwer...
vor allem im Spagat.....
da stürzt man schnell mal ab....
aber man gibt nicht auf.....
sieht aber schon ganz gut aus, oder....
letzte Kontrolle von unten.....
und von oben.........perfekt......
es gab runde Nester und längliche Nester
nun noch die Abnahme durch das Weibchen.......geschafft....
Die Lodge selber hat uns nicht wirklich zugesagt. Vielleicht lag es am Empfang, der völlig lustlos war, nach dem Motto,….Oh Gott, das sieht nach Arbeit aus…..Die Dame wusste ja schließlich nicht, daß wir nicht einchecken wollten, sondern lediglich ein Bierchen schlabbern wollten. Vielleicht lag es aber auch an den anderen Gästen, die sich halb aphatisch in die Sitzecke vor der Bar lümmelten, kein Ton sprachen, nur vor sich hin starrten. Es kam auch kein Hallo, als wir kamen. Und so heiß war es an diesem Tag nicht, dass solch eine Lethargie gerecht fertigt gewesen wäre. Nun gut, jedem das seine. Die Webervögel waren jedoch super. Als dann noch eine Gruppe Overlander über den angrenzenden Camp Site herfielen, beschlossen wir, wieder nach Hause zu fahren. Dort angekommen, packten wir schon mal unsere Sachen zusammen. In drei Tagen sammelt sich doch einiges ausserhalb unseres Koffers an. Schließlich wollten wir am nächsten Morgen nicht all zu spät Richtung Ghanzi aufbrechen. Ich muss sagen, obwohl wir Camping lieben, haben wir diese 3 Tage in der Nata Lodge mit ihren Annehmlichkeiten , lecker Trinken, lecker Essen, toller Pool, sehr genossen. Am nächsten Morgen starteten wir nach einer großen Verabschiedung gegen 8 Uhr Richtung Maun . Bei der Durchfahrt des Makgadikgadi National Parks sahen wir einige Tiere, Gnus, Zebras, einsam in der Ebene stehen. Aber die Landschaft sah völlig vertrocknet aus, in weiten Teilen war die Erde von Feuer schwarz verbrannt. Dem Himmel nach zu urteilen war der nächste Regen aber nicht mehr fern, und die Landschaft mit ihren Pflanzen wird wieder zu neuem Leben erwachen. In Maun stoppten wir nur für einen kleinen Einkauf. Wir mussten unsere wasservorräte auffrischen. Auf dem Weg nach Ghanzi holten uns endgültig die schwarzen Wolken und mit ihnen der Regen ein.
Es fing an zu Schütten, dass wir uns teilweise nur noch mit 40km/h fortbewegen konnten. Da wir in Ghanzi schon drei Mal im netten Thakadu Camp waren, wollten wir dieses Mal etwas neues ausprobieren, und entschlossen uns, in die Tautona Lodge zu fahren. Ein großer Fehler…..:( Bei unserer Ankunft in der Lodge war es immer noch am Regnen, und als wir gefragt wurden, Camping oder Bungalow, entschieden wir uns für einen Bungalow. Der Preis war derselbe wie in der Nata Lodge, also erwarteten wir auch ähnliches. Aber weit gefehlt. Nachdem wir unseren Bungalow gefunden hatten, mussten wir fast lachen. Ein derartiges Häuschen hatten wir während unserer langjährigen Afrikafahrten noch nie gesehen. Es war nicht nur winzig klein, diese Winzigkeit war auch noch voll gestopft mit allem Möglichen. Es gab nicht nur das Bett nebst Nachtschränkchen. Gegenüber gab es auch noch eine Sitzecke mit wuchtigen Sesseln, sodass man sich kaum bewegen konnte. Dem nicht genug, wurde in die Ecke auch noch eine Küchenzeile gequetscht. Die Türen der Schranke ließen sich zwar nicht öffnen, da waren die Sessel im Weg. Aber, man konnte immerhin mit einer Küchenzeile prahlen. Im gesamten Raum konnte man sich kaum bewegen. Einen Platz , um den Koffer abzulegen gab es nicht, dieser konnte nur aufrecht neben dem Bett abgestellt werden. Öffnen war nur auf dem Bett möglich. Das Bad war so eng und klein, das habe ich noch nie erlebt. Ein adipöser Mensch hätte keine Chance gehabt, die Toilette, geschweige denn die Dusche zu erreichen. Also räumten wir erst einmal das Zimmer um, um uns wenigstens in der Mitte bewegen zu können. Der Wohnzimmertisch landete auf der unmöbilierten Terrasse, dazu stellten wir unsere Campingstühlchen, und tranken erst einmal ein Frustbier. Nachdem der Regen aufgehört hatte, beschlossen wir, uns den Camp Site anzuschauen, der ca. 700 Meter entfernt liegt. Der Weg führte uns durch schönes Buschland mit vielen Bäumen. Dann ärgerten wir uns erneut maßlos. Kurz vor dem Campingplatz gab es es nagelneues Tented Camp. In dieser schönen Landschaft standen einsam vier sehr große Wohnzelte , die bei unserem Einchecken nicht erwähnt wurden. Und das für deutlich weniger Geld als für den winzigen Bungalow. Hier hätten wir noch einmal einen Abend mit Afrikafeeling verbringen können. Der Camp Site dahinter war sehr schön . Die Ablutions waren ebenfalls neu. Zusätzlich gab es einen großen schon gemauerten Feuerplatz, der wohl Overlandern dienen soll. Abends im Restaurant sah ich den Manager wieder. Ich sprach ihn darauf an, warum er uns so eine kleine Hütte vermietet, wo es doch so ein schönes Tented Camp gibt. Es grinst mich an, und meint, das wäre seine Strategie. Ich habe nicht weiter nach gefragt, habe ihm nur gesagt, dass ich diese Strategie im Internet unter keinen Umständen weiter empfehlen werde. Daraufhin guckte er etwas sparsam. Auch das gesamte Restaurant entsprach nicht meinen Vorstellungen einer afrikanischen Lodge. Es befand sich zusammen mit der Bar in einem geschlossenen Raum, wo ich doch so gerne draußen sitze. Zudem waren die Wände geschmückt mit Gemälden von irgendeinem Großwildjäger, der stolz über einem abgeschossenen Löwen posierte. Ob es sich dabei um den Besitzer der Lodge handelte, habe ich nicht nach gefragt, sonst hätte ich mich wahrscheinlich noch mehr aufgeregt. Und das wäre noch etwas lauter geworden. Gott sei Dank hatte unsere Hütte wenigstens Air Condition, sonst hätte ich noch Platzangst darin gekriegt. Schon früh verließen wir diesen Ort, und werden bestimmt nicht dahin zurück kehren. Die Grenzformalitäten von Botswana nach Namibia verliefen ohne Probleme sehr zügig. Wir kamen am frühen Nachmittag auf der Farm unserer Freundin Ulla an. Die Wiedersehensfreude war groß, hier verbrachten wir noch schöne 1 ½ Tage,…….sahen vorerst den letzten afrikanischen Sonnenuntergang
……… bevor uns Air Namibia pünktlich in den norddeutschen Winter zurück brachte.
ENDE
Teil 5124. Apr. 2014
Fazit unserer Reise
Ich hoffe, ich konnte euch durch meinen Bericht dieses wunderschöne Land etwas näher bringen. Zimbabwe besticht durch seine schöne, abwechslungsreiche Landschaft, und der dort lebenden Menschen. In meinen Augen ist Zimbabwe sehr einfach zu bereisen. Wir trafen durchweg auf sehr freundliche Menschen. Viele von ihnen hießen uns als Touristen in ihrem Land Willkommen, baten uns für Zimbabwe etwas Werbung zu machen…….was ich hiermit mache….:) Da ja doch einige Touristen das Land wieder bereisen, spürte man vielerorts eine positive Aufbruchstimmung. Die Leute wollen wieder arbeiten und Geld verdienen, auch durch den Tourismus. Es war aber auch immer wieder rührend zu sehen, wie die Menschen mit wenig zur Verfügung stehenden Mitteln alles versuchten, die Dinge nett herzurichten. Angebettelt wurden wir nie. Die wenigen Polizeikontrollen, die wir passieren mussten, verliefen allesamt höflich und freundlich. Die Polizisten erwarten Gleiches von uns. Respektiert man sie , kann man problemlos passieren. Auch von ihnen wurden wir oft als Tourist im Land begrüßt.
Der Gonerazhou Park kam bei uns deutlich zu kurz. Vier Tage waren einfach zu wenig. Der Park ist landschaftlich wunderschön, abwechslungsreich, einsam und wild, ebenso die Tiere die dort leben.
Die Chimanimani Berge und die Bvumba Moutains sind immer eine Reise wert. Leider hatte uns das Wetter dort einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diese region werden wir bestimmt wieder besuchen.
Der Chizarira Park lohnt schon alleine wegen der grandiosen Aussicht von da oben. Auch wenn es, wie bei uns, nur zu einem Picknick reicht.
Der Matobos Park hat seine eigene Faszination. Viele Tiere sollte man hier nicht erwarten. Er besticht einfach durch seine Granitfelsenlandschaft und die vielen Höhlen mit ihren Felsmalereien, die es zu erwandern gibt.
Der Hwange Park ist natürlich auch immer wieder eine Reise wert. Auch wenn unsere Tiersichtungen dieses Jahr relativ gering waren. Schön war es trotzdem……
Nun möchte ich noch allen Mitlesern und den treuen Danke Button Drückern für ihre Geduld danken. War es doch oft bei mir etwas zähflüssig…..:( GELLE, picco…… 😄 🤪 😗 Erika und Butterblume, ich hoffe, wir haben uns beim Pfingst Braai viel zu erzählen.
Panther, euch wünsche ich einen tollen, erlebnisreichen Urlaub. Mein Neid reist mit euch….. 🙂 😎
Und natürlich auch Werner und Ute, die am Montag starten. Genießt euren Urlaub und kommt gesund zurück, damit wir uns Pfingsten wieder sehen.
Natürlich auch Danke an Logi, Topobär, Nane, Manaslu, Daxiang, Fleur, engelstrompete und Sanne
An alle noch einmal ganz liebe Grüsse Birgitt
Teil 5204. Mai 2014
SO, es ist vollbracht...... 🙂 Ich habe meinen Reisebericht " besonnt ". Wer nun einen Doppelklick auf die Sonne macht, kann den RB auch ohne Kommentare lesen. Zusätzlich habe ich noch den einzelnen Kapiteln zur besseren Orientierung eine Überschrift verpasst..