Hallöchen,
ich lebe z.Z. in Namibia und fahre gelegentlich auf Gravelroads. Natürlich lese ich von den Unfällen die im Land geschehen und bin allgemein eher zu vorsichtig als offensiv beim Fahren.
Vergangene Woche hatte ich eine Dienstfahrt von Walvis nach Lüdewritz zu absolvieren. Ich wollte gerne mit einem PKW fahren, anstatt ab Windhoek zu fliegen. Also mietete ich mir einen Wagen. Ein sehr kleines Auto sollte es sein, wurde dann aber Dank Europcar doch ein VW Polo. Erste Übernacht Station: Capricorn Rest Camp, ca. 317 Km von Walvis Bay entfernt. Um 09.00 Uhr fuhr ich von Walvis in Richtung Vogelfedersberg, dann Kriess de Rus. Im Rostock Rietz dann eine Pause von einer guten Stunde.Essen, Trinken, plaudern und planen. Sehr nette Chefin und - deutschsprachig- im Übrigen. Dann, um 14.00 Uhr weiter zu meinem Ziel Capricorn Rest Camp. Im Internet vorgebucht. Mal hier und mal dort geschaut. Immer hübsch meine 50- 60 Km/h gefahren ohne Probleme. Dann auf Kilometer 260 hinter Walvis Bay. Ein Buggyfahrer verliert die Kontrolle über sein Auto, schießt quer über die Fahrbahn auf mich zu und streift mich mit irgendwas an der Fahrerseite und Heckseite. Ein Knall und ich finde mich auf Steinen, jenseits der Fahrbahn, mit laut aufjaulendem Momtor. Das Gespedal noch getreten. Was dann passierte, geschah wie in einem Film. Ich sah, dass ein Reifen papp war und lud den Kofferraum aus, ersetzte das kaputte Rad. Dann versuchte ich rückwärts zu fahren, über meine ganze Habe hinweg. Als es nach einigen Metern nicht weiterging, ging an die Strasse und winkte 3 vorbeifahrenden PKW zu. Allesamt Urlauber mit Dachzelten. Niemand hielt an! Nach einer halben Stunde, an die ich mich kaum erinnere, hielt plötzlich ein Wagen mit einer Color- Familie. Ich hatte genug Wasser im Auto- klar- doch sie gaben mir erst mal zu trinken und der Mann kümmerte sich um meine Auto. Erst jetzt bemerkte ich, dass auch das Vorderrad papp war. Kein Problem, ich hatte zum Glück einen 2. Ersatzreifen mit dabei. Der Mann wechselte den 2. Reifen, dann räumten er, seine Frau und die Kinder die größten Steine aus dem Weg und fuhr meinen Wagen wieder zurück auf die Strasse. Sein Rat, einige Zeit zu ruhen und dann langsamst weiterzufahren, nahm ich gerne an. Mit weniger als 40 Km fuhr ich dann zu dem Restcamp. Der Besitzer, ein Deutscher, telephonierte, mailte für mich und regelte für mich alle Dinge mit dem Verleiher. Am nächsten Tag war ein neues Auto am Ort. Herzlichsten Dank dem Owner des Capricorn Restcamps für seine wahnsinnig tolle Hilfe. Ohne ihn wäre ich hilflos aufgeschmissen gewesen! Dank Dir Capricornchen!!!
Allen Touris, die stolz an mir vorbeizogen nach dem Motto, was geht uns das an, wünsche ich nicht, dass sie in eine ähnliche Lage kommen. Aber sie sollen wissen, wie wenig Verständnis ich für solch Verhalten habe!
Dass sich mein Wagen nicht rollte, mag an der geringen Geschwindigkeit gelegen haben. Immerhin 260 Km in 7 Stunden gefahren, dazu eine Stunde Pause. Das ist wahre Schneckenraserei!
Nun hoffe ich nur, dass die Versicherung gut genug ist, um den Schaden zu übernehmen. Der Unfallverursacher, wahrscheinlich ein Farmangestellter hinterließ eine Plastikstange, mit der er mich rammte und eine Plastikschale des rechten Kotflügels. Ansonsten nichts! Fahrerfliucht, wie leider so oft. Die Polizei in Maltahöhe vermutete Alkohol am Steuer ( des Buggys) als Ursache des Unfalles.
Ich kann nur 2 Dinge an alle Fahrer appelieren: Fahrt langsam! Das schützt nicht vor einem Unfall, aber es hilft zu überleben. Das 2.: Glaubt nicht, dass jeder Unfall gestellt ist und ein Verbrechen nach sich zieht! In den Weiten des Landes ist dies wohl vielleicht weniger wahrscheinlich, als dass es sich um ein echtes Unglück handelt!
Gruss von Lambadaman
ich lebe z.Z. in Namibia und fahre gelegentlich auf Gravelroads. Natürlich lese ich von den Unfällen die im Land geschehen und bin allgemein eher zu vorsichtig als offensiv beim Fahren.
Vergangene Woche hatte ich eine Dienstfahrt von Walvis nach Lüdewritz zu absolvieren. Ich wollte gerne mit einem PKW fahren, anstatt ab Windhoek zu fliegen. Also mietete ich mir einen Wagen. Ein sehr kleines Auto sollte es sein, wurde dann aber Dank Europcar doch ein VW Polo. Erste Übernacht Station: Capricorn Rest Camp, ca. 317 Km von Walvis Bay entfernt. Um 09.00 Uhr fuhr ich von Walvis in Richtung Vogelfedersberg, dann Kriess de Rus. Im Rostock Rietz dann eine Pause von einer guten Stunde.Essen, Trinken, plaudern und planen. Sehr nette Chefin und - deutschsprachig- im Übrigen. Dann, um 14.00 Uhr weiter zu meinem Ziel Capricorn Rest Camp. Im Internet vorgebucht. Mal hier und mal dort geschaut. Immer hübsch meine 50- 60 Km/h gefahren ohne Probleme. Dann auf Kilometer 260 hinter Walvis Bay. Ein Buggyfahrer verliert die Kontrolle über sein Auto, schießt quer über die Fahrbahn auf mich zu und streift mich mit irgendwas an der Fahrerseite und Heckseite. Ein Knall und ich finde mich auf Steinen, jenseits der Fahrbahn, mit laut aufjaulendem Momtor. Das Gespedal noch getreten. Was dann passierte, geschah wie in einem Film. Ich sah, dass ein Reifen papp war und lud den Kofferraum aus, ersetzte das kaputte Rad. Dann versuchte ich rückwärts zu fahren, über meine ganze Habe hinweg. Als es nach einigen Metern nicht weiterging, ging an die Strasse und winkte 3 vorbeifahrenden PKW zu. Allesamt Urlauber mit Dachzelten. Niemand hielt an! Nach einer halben Stunde, an die ich mich kaum erinnere, hielt plötzlich ein Wagen mit einer Color- Familie. Ich hatte genug Wasser im Auto- klar- doch sie gaben mir erst mal zu trinken und der Mann kümmerte sich um meine Auto. Erst jetzt bemerkte ich, dass auch das Vorderrad papp war. Kein Problem, ich hatte zum Glück einen 2. Ersatzreifen mit dabei. Der Mann wechselte den 2. Reifen, dann räumten er, seine Frau und die Kinder die größten Steine aus dem Weg und fuhr meinen Wagen wieder zurück auf die Strasse. Sein Rat, einige Zeit zu ruhen und dann langsamst weiterzufahren, nahm ich gerne an. Mit weniger als 40 Km fuhr ich dann zu dem Restcamp. Der Besitzer, ein Deutscher, telephonierte, mailte für mich und regelte für mich alle Dinge mit dem Verleiher. Am nächsten Tag war ein neues Auto am Ort. Herzlichsten Dank dem Owner des Capricorn Restcamps für seine wahnsinnig tolle Hilfe. Ohne ihn wäre ich hilflos aufgeschmissen gewesen! Dank Dir Capricornchen!!!
Allen Touris, die stolz an mir vorbeizogen nach dem Motto, was geht uns das an, wünsche ich nicht, dass sie in eine ähnliche Lage kommen. Aber sie sollen wissen, wie wenig Verständnis ich für solch Verhalten habe!
Dass sich mein Wagen nicht rollte, mag an der geringen Geschwindigkeit gelegen haben. Immerhin 260 Km in 7 Stunden gefahren, dazu eine Stunde Pause. Das ist wahre Schneckenraserei!
Nun hoffe ich nur, dass die Versicherung gut genug ist, um den Schaden zu übernehmen. Der Unfallverursacher, wahrscheinlich ein Farmangestellter hinterließ eine Plastikstange, mit der er mich rammte und eine Plastikschale des rechten Kotflügels. Ansonsten nichts! Fahrerfliucht, wie leider so oft. Die Polizei in Maltahöhe vermutete Alkohol am Steuer ( des Buggys) als Ursache des Unfalles.
Ich kann nur 2 Dinge an alle Fahrer appelieren: Fahrt langsam! Das schützt nicht vor einem Unfall, aber es hilft zu überleben. Das 2.: Glaubt nicht, dass jeder Unfall gestellt ist und ein Verbrechen nach sich zieht! In den Weiten des Landes ist dies wohl vielleicht weniger wahrscheinlich, als dass es sich um ein echtes Unglück handelt!
Gruss von Lambadaman