ich habe heute meinen Flug (Quata Airlines) nach Uganda gebucht. Am 9.12.2013 geht´s los und an Heilig Abend werde ich zurückkommen. 🙂
Meine Route: Ziwo Wildlife Ranch Budongo inkl. 2 Schimpansen Tracking Murchison NP 4 Tage Queen Elizabeth NP 4 Tage Ishasha 1 Tag Buhoma Gorilla Tracking 1 Tag Bunyonyi
Ich habe in Uganda über alpah rent a car (Douglas) ein Fahrzeug inkl. Driver gemietet.
Falls irgendwer tatsächlich kruzfristig noch Interesse hat kann er sich gerne bei mir melden dann geb ich genauere Informationen...
VG Andy
Teil 202. Jan. 2014
Hallo zusammen,
so dann werde ich jetzt mal mit meinem Reisebericht beginnen, auch wenn es mir schwerfällt mich aufzuraffen. 😉 😕
Ich benutze den hier bereits angefangen Fred um nicht noch einen aufzumachen und das Forum zuzumüllen. Um nur auf den Reisebericht zu reduzieren bietet sich ein Klick auf die Sonne an.
Eins vorweg ... viele Dinge in diesem Reisebericht wurden schon oft in anderen Reiseberichten beschrieben, da sich die meisten Rundreisen in Uganda doch sehr ähneln. Da ich alleine gereist bin gibt es diesemal wenige bis gar keine Hummeldumm Erlebnisse, außer wenn der Protaginist sich äußerst dämlich anstellte ... das, meine Freunde, werde ich euch aber nicht auf die Nase binden *ätsch*
1. Tag: Ankunft und abendlicher Besuch
Im November 2013 entschied unsere Firma, dass wir ab Dezember in Kurzarbeit gehen müssten. Da ich noch Resturlaub hatte kam es dazu, dass ich am 5.12 das letzte Mal für dieses jahr arbeiten und erst wieder am 13.1. im neuen Jahr anfangen muss. 5 Wochen Urlaub bzw. frei ... das hatte ich ja noch nie. Nun stellte sich die Frage: was tun? Zuhause rumsitzen kam nicht in Frage und so entschied ich mich mir einen langgehegten Traum (Gorillatracking) zu erfüllen. Ich fragte bei alpha-rent-a-car an und buchte dort einen Wagen für 14 Tage inklusive Driver/Guide. Das Buchen der Lodges war auch kein Problem. Ich erledigte alles von zuhause aus und es hat auch alles funktioniert ... auch wenn sich die Preise machmal vorort schlagartig erhöhten. Den Flug buchte ich mit Qatar Airways, die mich zuerst nach Doha und von dort nach Entebbe flogen. Diese Flugunterbrechung und den ca. 1,5 stündigen Aufenthalt empfand ich persönlich als sehr angenehm. So sitzt man eben "nur" 2 x 5 Stunden am Stück im Flieger und kann sich zwischendurch richtig die Beine vertreten. Klar verlängert sich die Gesamtflugzeit entsprechend aber das war, da ich nachts flog, für mich nicht so wild! Ich startete also am 9.12. in Frankfurt und landete morgens um 6:40 pünktlich in Entebbe. Visum und Koffersuche entpuppten sich als mal eben schnell erledigt und so war ich bereits 40 Minuten später vor dem Flughafen wo Patrick auf mich wartete um mich nach Kampala zu fahren. Das Fahrzeug war ein Toyota Landcruiser mit aufklappbarem Dach. Das fand ich sehr gut, da man so einfach besser fotografieren kann wie aus dem Fenster raus. In Kamapla wechselte ich Geld am am Forex Schalter und traf meinen Driver/Guide Stephen. Wir machten uns von Kampala auf den Weg zum Ziwa Rhino Sanctuary, wo ich bereits am Nachmittag ein Rhinotracking gebucht hatte. Unterwegs unterhielt ich mich mit Stephen und stellte schnell fest, dass er ein sehr gläubiger Mensch ist. Er versuchte mich ständig von Gott und seiner Kraft zu überzeugen ... stieß bei mir damit allerdings auf Granit. Seine und meine Auffassung von der Evolution unterschieden sich grundlegend. Naja, jeder wie er denkt...
📎 hd4a2643.JPG Kauf von Ananas und Melone am Straßenrand von Kampala
📎 h4e5fe2d.JPG Einfahrt zum Ziwa Rhino Sanctuary
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Auf der Ziwa Wildlife Ranch war ich der einzige Gast. Daher war es auch kein Problem, dass ich ein Zimmer mit Gemeinschaftsdusche hatte. Die Zimmer waren solide aber doch schon etwas verlebt. Naja, ich hatte die Nacht zuvor sowieso kaum geschlafen daher war mir das egal. Leider konnte ich auch in dieser Nacht nur sehr wenig schlafen. Mein Kopf musste sich erstmal an die nächtliche Geräuschkulisse im afrikanischen Busch gewöhnen und so lag ich die meiste Zeit wach. Nachmittags hatte ich das Rhinotracking. Ich war alleine und wir näherten uns bis auf ca. 15 Meter den Breitmaulnashörnern. Es war anfangs schon ein seltsames Gefühl so ganz ohne Zaun, Graben oder wenigstens ner Autotür. Die Rhinos hatten aber überhaupt gar kein Interesse an uns und so verlor sich meine anfängliche Skepsis auch sehr schnell und ich genoß den Nachmittag... Am Abend saßen wir beim Essen, als ich plötzlich ein schweres Schauben und Poltern hörte. Direkt neben dem "Restaurant" kamen plötzlich 4 Nashörner aus dem Busch gebrochen um das kurze, grüne Gras der Lodge abzuweiden. Ich hatte "natürlich" meinen Foto nicht dabei. Hier hätten man endlich mal Bilder machen können, ohne dass dauernd irgendwelche Grashalme, Büsche oder Äste im Weg waren. Bis ich meine Foto holen konnte war es leider schon zu dunkel und so genoßen wir einfach nur die Gesellschaft der Rhinos während des Essens. Die Nacht war, wie bereits erwähnt, nicht sehr ergibig, da es auch noch anfing zu regnen und ich einfach nicht einschlafen konnte.
2. Tag: Unsere Cousins und die Erleuchtung dass Blechdächer sehr laut sein können
Wir starten morgens in Richtung Masindi, der Heimatstadt von meinem Guide Stephen, in Richtung Budongo Forest. Die Strecke ist gut ausgebaut und so können wir uns wieder über Gott und die Welt unterhalten. Stephen erzählt von seiner Familie, seinen Kindern und seinem Leben ... die Fahrt verläuft ziemlich ereignislos.
Fahrstrecke Ziwa Rhino Sanctuary - Budongo Forest: 83,46 km Fahrzeit: 2 Stunden 14 Minuten
Auf der Fahrt zur Budongo Eco Lodge sehe ich zum ersten Mal die schwarze/weißen Guerezas oder Colobusaffen. Sie posen sogar sehr schön für mich, allerdings bin ich irgendwie zu langsam mit der Kamera und so bleibt mir nur mein Kopfkino. Wir sind sehr früh in der Budongo Eco Lodge. Dadurch soll das Schimpansentracking schon sehr zeitig stattfinden, da sie sich im Moment in unmittelbarer Nähe aufhalten und die Befürchtung besteht, dass sie sich auf die andere Seite des Waldes verdrücken und dann wären sie sehr schwer zu finden. Ich bringe also meine Sachen in die Butterfly Forest Cabine und stehe um 13:30 Uhr bereits fertig präpariert wieder an der Rezeption. Mein Guide ist auch schon da. Ich bin alleine und so machen wir uns unverzüglich auf den Weg in den Wald. Die Aufregung ist spürbar. Der Wald wird immer dichter. Wir treffen eine andere Gruppe. Und ich sehe meinen ersten wilden , freilebenden Schimpansen. Naja, was ich sehe ist nur das Hinterteil ... aber immerhin! Wir kämpfen uns weiter ... noch auf Tracks aber schon bald biegen wir direkt in den Wald ab. Und man hört immer wieder die lauten Schreie der Schimpansen ... laut, schrill und etwas unheimlich. Das Bewegen im Wald ist anstrengend und die schwüle, heiße Luft tut ein Übriges, dass ich später schweißgebadet wieder in der Lodge ankomme. Nach ca. 30 Minuten finden wir einige Schimpansen, die es sich auf den Bäumen gemütlich gemacht haben. Wir warten ... möglicherweise werden sie herunter kommen.
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Was sie dann auch tun. Mit lauter Gekreische und Plumporium kommen fast alle Schimpansen auf den Boden und sind so schnell verschwunden, dass es unmöglich war (scharfe) Bilder zu machen. Überhaupt empfand ich das fotografieren im Wald als sehr anstrengend bis teilweise unmöglich. Immer ist ein Ast oder viele Blätter im Weg. Man muss schon sehr viel Glück haben um freie Sicht auf die Schimpansen zu haben...
Wir folgen den Schimpansen durch den dichten Bewuchs. Immer wieder knallen mir Äste ins Gesicht. Ich bin durchgeschwitzt und stolpere ständig über irgendwelche Wurzeln. Dann finden wir sie wieder und sehen zuerst eine einzelne Dame im Baum sitzen die uns aufmerksam beobachtet.
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Wir entdecken eine Mutter mit ihrem süßen Baby, die sich allerdings schnell in en Baumwipfeln verkroch
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Dann wurde es plötzlich laut. Wildes Gekreische, Äste krachten und um uns herum lauter Schimpansen. Sie fingen an zu jagen und es war laut ... sowas von laut! Jetzt waren wir mitten im Geschehen. Überall rannten und schrieen die Schimpansen. Es war unheimlich und auch etwas angsteinflößend. In diesem Moment wollte ih kein Colobusaffe sein. Ich weiß nicht ob die Jagd erfolgreich war, jedenfalls war es beeindruckend und ergreifend.
Nach meiner Rückkehr zu Budongo Eco Lodge musste ich erstmal eine Dusche nehmen. Ich war schweißnass... Die Duschen der Forest Cabines sind einfach Klasse. Man meint man duscht im Wald. Das fand ich einfach toll. Früh fiel ich ins Bett und wachte morgens um 1 Uhr auf, da es begonnen hatte zu regnen. Achwas regnen, es schüttete wie aus Kübeln ... und das war echt grausam bei einem Blechdach! Ich schlief den Rest der Nacht nicht mehr ... leider! Der Regenguß hatte dann auch Auswirkungen auf unser nächstes Schimpansentracking, das am nächsten Morgen stattfand.
Fazit Budongo Eco Lodge
Tolle Lage! Die Forest Cabins sind sehr groß, sauber und mit einer einmaligen Dusche! Preis 83 $ (fullboard) Essen: Sehr gut und reichlich
Teil 403. Jan. 2014
3. Tag: Durchzechte Nächte? und Kleinvieh ist auch hübsch
Als ich morgens aufwachte, nachdem ich dann doch irgendwan mal eingenickt war, kam ich mir vor als hätte ich 3 Tage durchgesoffen. Jetzt machte sich der Schlafmangel der letzten 3 Tage defintiv bemerkbar. Leicht torkelnd und mit unsicherem Schritt machte ich mich auf den Weg zur Rezeption um mein gebuchtes zweites Schimpansentracking in Angriff zu nehmen. Wie schon am Tag zuvor war ich wieder alleine mit dem Guide. Wir zogen also los ... und es regnete immer noch. Zwar nicht mehr so stark aber immer noch genügend um die Schimpansen davon abzuhalten auf den Boden zu kommen. Laut Guide Niklas fühlen sich die Primaten bei feuchtem Boden nicht sonderlich wohl. Wir hatte die übliche Geräuschkulisse und sahen auch die ersten Schimpansen hoch in den Bäumen gemütlich beim Frühstück. Wir wechselten öfters die Location. Niklas, war sehr motiviert die fehlenden Schimpansen mit allerlei Zusatzinformationen wett zumachen. Was mir sowieso auffiel, dass beide Guides im Budongo Forest hochmotiviert zu Werke gingen und mit Spaß bei der Sache waren. Auch nach ca. 1,5 Stunden wollten die Schimpansen sich nicht wirklich bewegen und in gute Fotoposition begeben. Ich hatte schon Genickstarre vom ständigen nach oben fotografieren und so langsam auch keine Lust mehr. So fiel dieses Tracking, aufgrund der mageren Fotoausbeute zwar weniger zufriedenstellend aus ... ein Erlebnis war es trotz allem, da man mit den Augen doch insgesamt mehr aufnimmt als mit der Kamera. Wieder patschnass kamen wir in Budongo Eco Lodge an.
📎 hf2f1fe7.JPG 📎 hfd8ea89.JPG 📎 h218460f.jpg 📎 hfd4edd2.jpg 📎 hd50f0bd.jpg Seid ihr immer noch da?
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Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zur Fort Murchinson Lodge. Wir fuhren durch den Südteil des Murchinson Falls Nationalpark in Richtung der Murchinson Falls. Auffallend war, dass man so gut wie keine Tiere sah. Weder Antilopen noch irgendwas anderes ... der Südteil scheint wie ausgestorben zu sein. Die Murchison Falls wurden ja schon in fast jedem Reisebericht vorgestellt. Hier zwängt sich der Victoria Nile durch eine schmale Öffnung. Spektakulär!? Mich hat es ehrlich gesagt nicht vom Hocker gehauen ... die Interessen liegen eben immer anders. Ich kann mit Wasserfällen net so wirklich viel anfangen. Aber man sollte sie natürlich schon gesehen haben wenn man in Uganda bzw. in der Gegend ist.
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Nach kurzem Aufenthalt ging es weiter in Richtung Paara Ferry wo wir nur kurz warten mussten und mit der Fähre in den Nordteil übersetzen konnten. Am Ufer schwirrten unzählige Libellen n den krassesten Farben herum. Mangels anderer Motive versuchte ich ein paar dieser schnellen Schwirrer abzulichten. Boah, Sauschwer ... aber die zeit verging wie nichts!
📎 h48351e0.jpg Eine Siedleragame in diesen Farben hatte ich bisher auch noch nie gesehen.
Nach dem Übersetzen mit der Fähre machten wir noch ein kurzen Nachmittags Game Drive im Nordteil des Parks. Schon wenige hundert Meter von der Fähre entfernt erhöhte sich die Tierpopulation deutlich. Proportional zur Tierppulation erhöhte sich auch die Anzahl der Autos. Allerdings waren dies keine Touristen auf der Jagd nach guten Fotos sondern Ingenieure, Arbeiter und sonstige Angestellten der Ölgesellschaft die im Murchinson Nationalpark nach Öl und Gas bohrt. Im Nordteil des Parks gab es unzählige Uganda Kobs und die süßen Oribis. Wir entdecken sogar Löwenspuren ... den Verursacher konnten wir aber nicht entdecken. Überhaupt war der Murchinson Falls Nationalpark für mich Raubtierfreie Zone ... nicht mal nen "dämlichen" Schakal konnten wir ausfindig machen.
Wir erreichten die Fort Murchinson Lodge durch das Nordtor gegen 18:30. Der Empfang war wirklich zuvorkommend. Da ich außer 3 anderen Personen wieder der Einzigste war bekam ich ein Zelt, dass nur wenige Meter von den Gemeinschaftstoiletten, die sehr sauber waren, entfernt war. Das Zelt selber war sehr sauber und verhältnismäßig groß. Strom war auch ständig vorhanden ... das Essen war ausgezeichnet und das Personal sehr zuvorkommend und nett! Rundherum war die Fort Murchinson Lodge für mich eines der Highlights! Das Einzige was etwas störte war die Disco, die wohl auf der anderen Seite des Nils war und die man bis morgens hörte ... jedoch nicht so, dass es nicht auszuhalten war.
Preis: 50 $ (fullboard Tent) Essen: Hervorragend Personal: Sehr nett Die Zelte waren sehr sauber und die Geminschaftsduschen und - toiletten ebenfalls
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Fahrstrecke inklusive Game Drive: 159,4 Kilometer
Teil 504. Jan. 2014
Tag 4: Auge in Auge mit dem Ungehuer und Shoebill! Shoebill! Shoebill!
Am nächsten Tag stand ein Ganztages Game Drive im Murchison Falls Nationalpark auf dem Programm. Wir starteten um 8 Uhr und fuhren durch das Tangi Gate in den Nationalpark ein. Sofort fielen mir wieder die unzähligen Fahrzeuge der Ölgesellschaft auf. Es war teilweise wie auf der Autobahn ... wir fuhren ein ziemliches Stück vorbei am Kabalega Falls Airport in Richtung Delta. Die Fahrzeuge der Ölfirma bogen kurz vor dem Airfield alle ab und ab da waren wir dann so ziemlich alleine unterwegs. Wir sahen keine anderen Autos ... man hatte das Gefühl man wäre alleine im Park. Kein Vergleich zur Serengeti. Es hätte mich interessiert wie es gewesen wäre, hätte man Raubtiere entdeckt. Allerdings ist die Tierdichte in Ugandischen Nationalparks in keinster Weise mit den Parks in Tansania oder Kenia zu vergleichen. Mir kam es so vor als wären die Tiere immer wieder geballt an bestimmten Orten ... dann fuhren wir wieder 15 - 20 Minuten ohne auch nur ein einziges Tier zu entdecken. Raubtiere waren wie gesagt sowieso absolute Fehlanzeige. Als erstes entdecken wir nicht weit vom Gate entfernt Elefanten, die eine Unmenge an Vögeln mit sich herumtrugen. Teilweise waren die Rücken dermaßen vollgepackt und vollgeschissen, dass mir die Tiere wirklich leid taten. Und es waren keine Madenhacker sondern andere Vögel, die die Elefanten als Startplatz für ihre Insektenjagd benutzten. Das sah schon witzig aus und hatte ich in der Art und Menge noch nie gesehen.
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Nicht weit davon bewachte ein Hornbill sein Nest in einer abgestorbenen Palme.
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Wir entdecken einige der wunderschönen und sehr flinken Husarenaffen, die sich meist in der Savanne aufhalten.
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Und die süßen Oribis, die meist erst im letzten Moment aufstanden und sowieso sehr gelassen wirkten. Kein bißchen schreckhaft ... ich führe das mal auf den immensen Verkehr durch die Ölgesellschaft zurück...
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Diesen netten Kollegen entdeckten wir auf unserer Weiterfahrt zum Delta. Ich nehme an, es ist eine Höhlenweihe (African Harrier Hawk). Bin allerdings kein Birdie und lass mich da gerne eines Besseren belehren. Ich werde diesbezüglich eure Hilfe noch öfters in Anspruch nehmen müssen, da ich mir die Namen ... und vorallem die Englischen ... nicht merken konnte.
Es ist dann doch ein Graufalke
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Einige wunderschöne Rothschild Giraffen waren auch unterwegs.
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Als wir dann im Marschland des Deltas unterwegs waren entdeckten wir einen Schuhschnabel. Stephen war völlig aus dem Häuschen, da es sein Glücksvogel ist und er der Meinung war, wenn er einen Schuhschnabel sieht dann würde er auf der Reise alles sehen... und so würde es dann tatsächlich auch kommen 🙂 Komischerweise forderte er mich auf auszusteigen um besser fotografieren zu können. Verwundert fragte ich nach ob das kein Problem geben würde ... aber er verneinte das nur grinsend. So versuchten wir uns möglichst nah an den scheuen Vogel anzuschleichen ... aber er entdeckte uns sehr schnell und verzog sich in eine ruhigere Ecke.
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Dann fuhren weiter am Ufer entlang sahen Hippos, die uns verwegen angrinsten 📎 hee1ad81.jpg
und eine riesige Kuhreiher Kolonie nebst den dazugehörenden Büffeln.
Kurz darauf begeisterten uns zwei Scharlachspinte mit ihren Flugkünsten. Sie machten immer wieder die tollsten Kapriolen und attackierten einige in der Nähe herumstehenden Warzenschweine.
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Den Grund entdeckte ich erst abends, als ich meine Bilder sichtete. Da konnte ich nämlich ein Nest mit dazugehörigem Ei erkennen. Das war schon irgendwie witzig.
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Da ich am Nachmittag eine Bootstour in Richtung Murchison Falls machen wollte, fuhren langsam zurück in Richtung Paara Fähre. Unterwegs entdeckten wir diesen zersausten Burschen. Es ist ein Brauner Schlangenadler!
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Kurz daraufhin beobchteten einige Rothschild Giraffen eine Meute Geier und Marabus. Ob dort Aas lag konnte man leider nicht erkennen. Allerdings waren die Geier und Marabus sehr entspannt und die Giraffen beobachteten alles sehr aufmerksam. Das erschien irgendwie surreal.
Die Bootstour am Nachmittag in Richtung Murchison Falls kann ich nur jedem empfehlen. Meine Tour war mit einem kleineren Boot namens Shoebill. Man hat vom Fluß aus eine ganz andere Sichtweise und es kommt mir so vor als fühlten sich die Tiere weniger gestört. Wir entdeckten zuerst die üblichen Verdächtigen, die sich an einem Fluß so aufhalten.
Dann entdeckten die Guides ein riesiges Krokodil am Ufer und fuhren direkt darauf zu. Das Tier war schätzungsweise 4 - 4,5 Meter lang. Ein wirklicher Brocken! Und die fuhren mit dem Boot immer dichter ran. Und es war ein kleines Boot. Mir wurde leicht mulmig ... aber witzig war dann doch eher das Verhalten der an Bord befindlichen Afrikaner, die alle wild kreischend auf die andere Seite rutschten. Das Boot bekam dadurch natürlich Schräglage. Und der Bootsführer fuhr immer dichter ran. Schlußendlich war es so, dass ich aus dem Boot greifen und dem Krokodil auf den Kopf klopfen hätte können. Leider habe ich davon keine Bilder, da ich mit meinem 500 mm Teleobjektiv quasi nur das Auge hätte ablichten können... 😄 Komisch war mir schon zumute, denn wenn man sieht mit welcher Wucht ein so großes Krokodil ins Wasser geht, dann ist einem klar, dass das Boot nur ein Spielball gewesen wäre. Das Krok war aber "gottseisgepfiffen" ziemlich entspannt...
Das war nochmal ein grandioses Erlebnis zum Abschluß!
📎 h625ec6e.jpg Die Murchison Falls vom Fluß aus
📎 h3372ff2.jpg Rotkehlspint
Gefahrene Gesamtstrecke inklusive Bootsfahrt: 125,2 Kilometer
Teil 608. Jan. 2014
Tag 5: Motivation und der Tod des Murchison Falls Nationalpark
Wie schon am gestrigen Tag straten wir unseren Ganztages Game Drive durch das Tangi Gate. Kein Wunder liegt die Fort Murchison Lodge doch nur 2 Kilometer von diesem Tor entfernt. Schon wenige Meter im Park stoßen wir auf einen kleinen Roadblock als uns eine kleine Herde Elefanten den Weg versperrt.
📎 h4637596.jpg 📎 he1df913.jpg Warzenschweine mussten dann auch noch im Weg rumstehen
Die Tiere sind sehr aufgeregt, was mich auch nicht wundert, denn es herrscht schon wieder ein Verkehr zum Davonlaufen. Und die Autos der Ölgesellschaft fahren mit einem Tempo durch den Park, dass es einem regelrecht schwindelig wird. Ich mutmaße, dass es den Natiuonalpark in einigen jahren nicht mehr geben wird, wenn das so weiter geht. Eine Abwanderung in den Südteil ist für die meisten Tiere nicht möglich, da der Victoria Nile eine natürliche Sperre darstellt. Bleibt nur die Abwanderung in den äußersten östlichen Teil des Parks, was Naturgemäß zu Schwierigkeiten führen wird. Man sieht auch überall im Park kleine Arbeitergrüppchen mit bewaffneten Soldaten, die an irgendetwas rumbasteln. Wir fahren die gleiche Strecke wie am gestrigen Tag und sehen daher auch dieselben Verdächtigen. Ich werde euch heute nicht mit sovielen Bildern nerven, da ja nicht jeder den hundersten Elefanten und die zweihunderste Giraffe sehen will. Stephen scheint mir nicht sehr motiviert und es ärgert mich schon etwas, dass wir genau die gleiche Strecke wie am gestrigen Tag abfahren. Als ich ihn darauf anspreche kriege ich die Antwort, dass es in den anderen Teilen des Parks noch weniger Tiere hätte ... gut, mangels Erfahung und Kenntniss muss ich mich darauf verlassen. So fahren wir wieder Richtung Delta und sehen zuerst kurz vor dem Kabalega Airfield einige Geier, die gerade mit den Resten eines nächtlichen Kills aufräumten. Es war wohl eins der süßen Oribis. Es standen schon zwei Autos dort als wir ankamen und komischerweise waren alle aus dem Auto ausgestiegen ... ich blieb im Auto sitzen. 📎 h92f68ad.jpg Natürlich meinten welche sie müssten ganz Besonders nah an die Geier ran und so verzogen sich ebendiese... 📎 h643ced9.jpg
Wir fuhren wieder bis ans Delta und dort eine große Schleife. Wir fuhen vorbei an kämpfenden Giraffen und einer riesigen Büffelherde. Bei der Büffelherde stieg Stephen plötzlich aus und ging unvermittelt auf die Herde zu. Die Büffel nahmen sofort Reißaus was Stephen mit einem Lachen quittierte "Tough guys"! Ich fragte ihn ob er das auch bei einem Rudel Löwen machen würde ... keine Ahnung, was da in seinem Kopf vorging. Jedenfalls hatte ich immer wieder das Gefühl, dass er nicht wirklich eine Beziehung zu Tieren hatte ... er hielt den Menschen für die Krönung der Schöpfung! Das war mit äußerst suspekt und ich konnte mich damit auch nicht wirklich anfreunden, da ich völlig kontrovers denke. Sei´s drum ...
📎 h2e442ff.jpg 📎 h827ea63.jpg 📎 h4b58916.jpg 📎 h6132b35.jpg Ruhig auch mal den Kopf ablegen wenn er so schwer ist 🙂
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Das heutige Highlight bildete dieser Wiedehopf (Danke Marina!) den wir im Marschland des Deltas entdeckten.
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Dann machten wir eine Pause irgendwo in der Pampa unter einem Baum. Stephen gönnte sich ein Mittagsschläfchen. Auch eine komische Art mit seiner Kundschaft umzugehen ... klar ist die Fahrerei anstrengend aber so ungeniert sich einfach hinzulegen und zu pennen find ich dann doch ... hmmm, ich sag mal gewöhnungsbedürftig ... ich vertrieb mir währenddessen die Zeit mit Lesen.
Nach dem "Mittagsschläfchen" fuhren wir weiter im Marschland und stießen auf eine Elefantenbullenherde, die uns einfach mal den Rückweg abschnitt. Vor Elefanten hatte Stephen tatsächlich Respekt, denn ihnen gegenüber war er äußerst vorsichtig.
Der nächste Tag sollte mit einem weiteren Game Drive starten und uns am Abend zur Murchison River Lodge bringen. Wir starteten wie üblich über das Tangi Gate und fuhren ... oh Wunder ... wieder in dieselbe Richtung wie die Tage zuvor. Wieder war es tiertechnisch sehr ruhig. Wir hielten uns lange an einer Akazie auf, die Marabus und verschiedene Geierarten als Start und Landeplatz auserkoren hatten. Zuerst dachten wir, dass unter der Akazie irgendetwas sein müsste ... konnten aber nichts entdecken. Es war sehr interessant die Streitereien zwischen den Vögeln und die Start- und Landeprozeduren zu beobachten. 📎 h030d902.jpg 📎 h9fcbaee.jpg 📎 h23f6da1.jpg 📎 h4b878e3.jpg
In den kleinen Wäldern vor dem Marschland konnten wir viele Vögel beobachten. Besonders viele Greifvögel waren dort unterwegs. Kampfadler 📎 h4468218.jpg
Den hier kenn sogar ich 🙂
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Ich glaube, dieses mal ist es tatsächlich eine Höhlenweihe 📎 hb5ea9d7.jpg 📎 ha324653.jpg
Das ist doch, glaub ich, ein Senegal -Kibitz (oder?) 📎 hce6391d.jpg
Graukopfliest 📎 h65f4067.jpg
Schon sehr früh machten wir uns auf den Weg zur Paara Fähre, was zur Folge hatte, das wir über 2 Stunden auf die Fähre warten mussten. Jetzt war ich stinksauer. Ich hatte keine Lust an der Fähre rumzusitzen ... und ich hatte auch keine Lust mir die Paara Lodge anzusehen. Diese 2 Stunden hätte wir genauso gut bei ner Herde Giraffen stehen können ... das wär jedenfalls interessanter gewesen als an der Fähre. Und die Ausrede, dass Stephen nicht wusste wann die Fähre übersetzt, lass ich auch net gelten. Ein kurzer Anruf hätte genügt ... das Handy war ja bisher auch immer sehr wichtig und für einen Mann mit 3 Handys, von denen eines ständig klingelte wäre es sicherlich nicht schwierig gewesen einen Anruf zu tätigen. Wie gesagt, ich war stinksauer! So beobachtete ich die frechen Paviane an der Fähre. Wehe das Autofenster war offen oder die Tür geöffnet... die Paviane waren so schnell im Auto, das man gar nicht reagieren konnte. Es entstanden einige witzige Situationen ... komischerweise mussten jedesmal die Afrikaner darauf hingewiesen werden...
Wir setzten um 15 Uhr über und erreichten schon früh die Murchison River Lodge. Der Tag war echt für´n Arsch und ich hatte mir das auch anders vorgestellt. Keine Ahnung warum die Motivation von Stephen so im Keller war ... Die Zelte der Murchison River Lodge waren sehr groß. Mit eigener Dusche und Toilette. 📎 h381e045.JPG
Am Abend traf ich einige Australier, die alle bereits schwer betrunken irgendeinen Hochzeitstag feierten und laut gröhlend am Lagerfeuer saßen. Nachts weckte mich ein Flußpferd, das laut schmatzend neben meinem Zelt zu grasen begann. Und dann hörte ich zum erstenmal, das Schwappen des Mageninhalts, das Picco in einem seiner Reiseberichte so treffend beschrieben hatte. Ich musste wirklich lachen ... denn die Beschreibung trafs genau!
Zelte sehr sauber und sehr groß Eigene Dusche und Toilette Saubere Anlage mit Pool Essen sehr gut Preis: 90$ (full board)
Gefahrene Strecke: 91,4 Kilometer
Teil 808. Jan. 2014
Tag 7: Land und Leute
Wir starteten schon früh am Morgen, da wir eine heftige Strecke vor uns hatten. Wir fuhren vom Murchison Falls Nationalpark, über Hoima vorbei an Fort Portal zum Queen Elizabeth Nationalpark. Unterwegs hätte es zahlreiche Möglichkeiten gegeben zu fotografieren ... vorallem die Menschen unterwegs. Leider ergab sich fast nie die Möglichkeit, da wir ohne Pause fuhren und ich mich auch net so wirklich getraut habe fremde Menschen zu fotografieren. Man weiß ja wie manche da reagieren ... und jedesmal fragen wollt ich auch net, weil dann sofort Geld eine Rolle spielte. Deshalb gibt´s nur ein paar wenige Bilder
Wir erreichten die Queen Elizabeth Bush Lodge am späten Abend. Die Zelte und sanitären Anlagen waren sauber. Das Essen wurde im Freien serviert und die Tische rund um ein in der Mitte befinldichem Lagerfeuer aufgebaut. Das fand ich sehr romantisch und schön. Überhaupt war das Personal in der Bush Lodge sehr freundlich und zuvorkommend. 📎 h103f270.JPG
Zelte sehr sauber, wenn auch etwas klein Sanitäre Anlagen sauber und gut erreichbar Essen hervorragend und ausreichend Personal sehr nett Preis: 50$ (fullboard)
Tag 8: Die kleine Zwiebel und endlich Raubtiere auf vier Pfoten
Wir starteten frühmorgens zu einem Game Drive im Queen Elizabeth Nationalpark. Nach Durchqueren des kleinen Städtchens Katunguru ... was übrigens "kleine Zwiebel" bedeutet ... an dessen Rand sich einige Büffel aufhielten, die von den einheimischen Kindern argwöhnisch beobachtet wurden, bogen wir nach ca. 1 Kilometer in den Nationalpark ab. Wir passierten das Gate an dem aber leider niemand anwesend war und fuhren in Richtung Lake George. Schon nach wenigen hundert Metern sahen wir endlich unser erstes Raubtier (auf vier Pfoten). Eine einzelne Hyäne kam in schleichendem Zickzackgang auf die Straße zu und überquerte diese schnellstmöglichst. Wie leicht man doch zufrieden sein kann 😄
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Die Hyäne war allerdings so schnell weg, wie sie aufgetaucht ist. Aber nur einen Kilometer weiter hatten wir schon wieder Glück. Einige am Weg arbeitende Einheimische machten uns auf ein Rudel Löwen aufmerksam, die es sich in ca. 100 Meter Entfernung niedergelassen hatten. Zum fotografieren trotz allem zu weit weg und außerdem war es auch noch nicht gänzlich hell. 📎 h885fe08.jpg 📎 h633137b.jpg
Wir warteten ca. 30 Minuten bis es hell war. Die Löwen wollten sich nicht bewegen. Dann entschloss sich Stephen querfeldein zu fahren. Auf meine Frage ob das denn erlaubt wäre, meinte er nur "jaja" und laberte irgendwas von außerhalb der Parkgrenzen. Da ich ziemlich ahnungslos war wo wir überhaupt waren, verließ ich mich auf diese Aussagen und machte hektisch ein paar Fotos bevor wir schnell wieder zurück auf die Straße fuhren.
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Da standen wir nun und warteten nochmals eine Zeitlang, bis dann die ersten Autos kamen. Vorbei war´s mit der Herrlichkeit. Innerhalb wenigen Minuten standen 6 oder 7 Autos um uns herum. Die Löwen fanden´s dann wohl auch nicht mehr so prickelnd und sie entfernten sich in eine Richtung, in der keine Möglichkeit war sie zu verfolgen. Naja, wenigstens ich hatte ein paar Bilder machen können. Für die anderen, waren sie zu weit weg und es traute sich dann auch keiner querfeldein zu fahren. Was mich dann doch etwas stutzig machte. Imponiert haben mir die Arbeiter, die mit den Löwen überhaupt kein Problem hatten und sie eigentlich gar nicht beachteten. Wir entfernten uns dann von dem Massenauflauf und drehten eine große Runde in Richtung Lake George, der uns allerdings keine weiteren aufregenden Sichtungen bescherte.
Wir fuhren daraufhin wieder zurück zur Lodge um unser Mittagessen einzunehmen. Auf dem Weg zur Lodge bezahlten wir noch unsere Eintrittsgebühren für die gesamten Tage im Queen Elizabeth Nationalpark einschließlich dem Ishasha Sektor.
Nach einem hervorragenden Mittagessen machten wir uns am Nachmittag auf einen weiteren Game Drive. Beim Durchqueren der kleinen Zwiebel gab ein einhemischer Driver Stephen einen Tipp wo sich ein paar Löwen in den Bäumen niedergelassen hätten. Anscheinend hätte er ein Zeichen hinterlassen ... was immer das sein mag. Stephen wollte mir nicht sagen was es war. Wir fuhren also wieder in den Park und bogen schon kurz hinter dem Parkhäuschen nach links ab. Wir suchten und suchten fanden zuerst ein paar suhlende Büffel.
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Danach einen schlafenden Elefanten der seinen Rüssel elegant im Baum abgelegt hatte.
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Und dann fand Stephen doch tatsächlich das Zeichen samt zugehörigen Löwen, die es sich in einem Baum gemütlich gemacht hatten. Somit hatten wir unsere Baumlöwen bereits im nördlichen Teil des Nationalparks gefunden. Im Ishasha Sektor blieben sie uns leider verwehrt!
Dieser Morgen hatte es in sich. Es war plötzlich sehr kalt geworden. Dicke Wolkenschwaden trieben knapp über der Erde. Die kalte, klare Luft bescherte uns einen schönen Sonnenaufgang.
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Dick eingemummt bogen wir in den Nationalpark ab. Vor uns und hinter uns jeweils ein weiteres Fahrzeug. Ich stand irgendwie noch unter Kältestarre und hatte daher meinen Foto noch nicht aus der Tasche geholt. Das Dach war auch noch geschlossen ... zwei schwerwiegende Anfängerfehler. Rechne hinter jeder Kurve mit dem Unmöglichen 😠 Das erste Fahrzeug bog bereits kurz hinter dem Gate nach links ab. Wir fuhren auf der Hauptstraße weiter und plötzlich saß sie da ... direkt am Straßenrand. Eine Leopardin! "Pull down the window", "take your photo, she will move ... she will move" schallte es aus dem Font des Fahrzeugs. Stepehen geriet in Hektik und steckte mich mit seiner Hektik auch noch an. Ich wusste nicht was ich zuerst machen sollte. Fenster runterkurbeln, Foto rauskruschdeln, Dach öffnen ... völlig überfordert! Und zu allem Überfluß kam das Fahrzeug, das hinter uns fuhr mit hoher Geschwindigkeit angerauscht und legte eine Vollbremsung hin. Dass das der Raubkatze zuviel war, muss ich jetzt nicht extra erwähnen. Dieser Vollpfosten! Die Leopardin erhob sich und bewegte sich schnell auf einen großen Busch zu in dem sie verschwand. Ich hätte diesen Trottel würgen können. Nur wenige Minuten später hätten wir herrliches Licht gehabt und mit Sicherheit auch tolle Bilder! Aber nein, dieser Hirni (übrigens ein Einheimischer) hatte das Tier regelrecht verjagt. Dann stieg dieser "Grasdaggl" (schwäbisches Schimpfwort) auch noch aus um seine Scheibe zu putzen. Ich war stinksauer und konnte es nicht glauben... Wirklich schade und leider gibt´s nur sehr unspektakuläre und leicht unscharfe Bilder.
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Frustriert machten wir uns nach einiger Zeit auf den weiteren Weg und dieser Kasper hatte auch noch die Frechheit und fuhr uns die ganze Zeit hinterher. Er dachte wohl wir wüssten wo die Raubkatze nochmals auftaucht. Weit gefehlt, der Herr! 😠 Wir brauchten ein wenig Zeit um uns wieder abzureagieren...
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Geholfen hat uns dabei ein Rudel Löwen, das wir entdecken konnten. Glücklicherweise hatte uns der Verfolger kurz vorher verlassen. Ich bin ja net schadenfreudig ... aber irgendwie hatte das was 😉
Die Löwen lagen allerdings alle ziemlich faul in der Gegend herum. Mitten in einer Herde Uganda Kobs!
📎 h2c22d32.jpg Die Kobs hatten aber wichtigere Dinge zu tun als sich um die Löwen zu kümmern.
📎 hacbe34f.jpg Sowas nennt man dann wohl "Sex till death"
Urplötzlich kam Bewegung in das Rudel. Keine Ahnung was war, aber alle standen plötzlich auf und rannten auf einen bestimmten Baum zu.
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Eine Löwin lag etwas abseits und hatte von alldem nichts mitbekommen. Als sie aufwachte, waren alle bereits weg.
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Sie schaute sich kurz um und entdeckte daraufhin ein unachtsames Kob. Dann beschliech sie dieses Kob und legte sich auf die Lauer.
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Die Antilope konnte sie dann aber entdecken und somit hatte sich die Jagd erledigt. Jetzt bemerkte die Löwin wieder, dass sie ja alleine war und rief nach ihrem Rudel. Keine Antwort! Nochmal kurz umgesehen und dann trappte sie gesenkten Blickes davon und fand doch tatsächlich den Rest des Rudels wieder, das es sich unter dem Baum in einiger Entfernung gemütlich gemacht hatte.
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Wir fuhren daraufhin in Richtung der Krater Lakes die sich im westlichen Teil des Queen Elizabeth Nationalparks befanden. Unterwegs entdeckten wir noch eine kleine "Migration" einiger Büffel.
📎 h87f157f.jpg Dieses Büffelkalb war nur wenige Tage alt!
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Als wir in Richtung Kraterlakes fuhren warnte uns die Rangerin schon vor den Tse Tse Fliegen. Tatsächlich war teilweise das ganze Autos voll von den Biestern. Deswegen hielten wir auch nur einige Mal und ich konnte nicht soviele Bilder der wirklich schönen Krater machen. Sie sehen aus wie kleine Versionen des Ngorongoro Kraters. Die Tse Tse Fliegen sind auch schuld, dass es hier nur sehr wenige Tiere gibt. Wir sahen nur 2 Büffel und 3 Elefanten!
[attachment=73177]h38bce23.jpg 📎 hc5c9902.jpg Lake Kitagata 📎 hc775980.jpg
Wir fuhren durch den Westteil des Parks in Richtung Nweya, da am Nachmittag eine Bootstour auf dem Kazingakanal auf dem Programm stand. Eigentlich bin ich nicht wirklich ein Fan von Bootstouren aber diese Fahrt auf dem Kazingakanal war einfach Klasse und eines der Besten Erlebnisse des ganzen Urlaubs ... klar, am Schimpansen- und Gorillatracking gibt´s natürlich kein Vorbeikommen. 😛 😉 Die Anzahl der Tiere, die man vom Boot aus sehen kann übertraf meine Erwartungen bei Weitem. Wir machten oberhalb der Bootsanlegestelle eine Pause. Bereits von hier, weit oberhalb des Flusses sah man unzählige Elefanten und Büffel am Fluß stehen. Während Stephen ein Fisch aß, wartete ein Marabu auf die Reste. 📎 he2d3123.jpg
Auf dem Weg zum Ticketbüro gab es einige tolle kleine Tiere und farbenprächtige Pflanzen zu entdecken
Fahrtsrecke Game Drive und Krater Lakes: 96,51 Kilometer
Der Kazingakanal ist eine natürliche Verbindung zwischen Lake George im Osten und Lake Edward im Westen. Besonders für Vogelfreunde ist eine Fahrt auf dem Kanal ein absolutes "Must do". Schon kurz nach dem Ablegen sah man unzählige Vögel, Büffel, Elefanten, Flußpferde, Krokodile und Nilwarane. Es war faszinierend!
Auch dieses kleine, süße Hippobaby, das eine schwere Verwundung am Vorderlauf hatte. Wahrscheinlich war es ein männliches Jungtier und wurde von dem dominanten Bullen angegriffen und verletzt.
Fahrtsrecke Bootstour: 9,66 Kilometer Fahrzeit: 2 Stunden 9 Minuten
Auf der Rückfahrt zur Lodge entdeckten wir dann noch Herrn und Frau Hamerkop beim Liebesspiel.
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Rückfahrt zur Lodge:24,66 Kilometer Fahrzeit: 1 Stunde 26 Minuten
Teil 1111. Jan. 2014
Tag 10: Roadblock und The Beach
Am nächsten Tag machten wir uns auf den Weg in den Ishasha Sektor, der ja bekannt ist für seine Baumlöwen. Ich war sehr gespannt, da der Ishasha Sektor mehrheitlich als die schönere gegend im Queen Elizabeth Nationalpark angepreisen wurde. Wir durchquerten fast den gesamten Nationalpark von Norden nach Süden auf der Hauptstraße. Dort waren auch sehr viele LKW´s unterwegs. Tiere gab es keine. Als wir im Ishasha Sektor ankamen begaben wir uns noch auf einen kleinen Game Drive. Wir suchten die Baumlöwen! Anscheinend gibt es bestimmte Bäume, die von den Löwen bevorzugt werden. man kann es deutlich an den kreisrunden Autospuren um die Bäume herum erkennen. Uns blieben die Baumlöwen leider versagt. Überhaupt empfand ich den Ishasha Sektor als sehr sehr tierarm ... und die Tiere waren auch sehr viel schreckhafter als im nördlichen Teil des Parks. Stephen meinte das käme durch die Nähe zum Kongo und die noch immer vorhandene Wilderei. Erst später erzählte er mir, dass er von weitem sogar Wilderer gesehen hatte... Die Nervosität der Tiere konnten wir deutlich an einem Elefanten Roadblock erkennen. Obwohl wir uns in ausreichender Entfernung zu den Tieren befanden, behielt uns die Matriarchin stets im Auge und drohte mehrmals. Dabei sah sie durch ihre stark nach oben gekrümmten Stoßzähne noch aggressiverer aus. Und sie wollte defintiv nicht weichen. Blieb eisern auf dem Weg stehen! Wir drehten das Fahrzeug um und fuhren rückwärts langsam auf die Herde zu. Das imponierte der Leitkuh überhaupt nicht.
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Wir warteten bestimmt 45 Minuten bis sich die Herde endlich bequemte die Straße freizumachen. Langsam fuhren wir an der Leitkuh vorbei. Wir waren kaum vorbei als sie sich umdrehte den Kopf senkte und uns verfolgte. War zwar nur ein Scheinangriff ... aber trotzdem imposant. Stephen meinte, dass die Elefanten im Ishasha Sektor sehr aggressiv und argwöhnisch werden, da sie meist aus dem Kongo kommen und dort oft beschossen würden. So war das Verhalten der Kuh natürlich sehr gut erklärbar.
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Die Ausbeute auf der weiteren Fahrt hielt sich leider sehr in Grenzen. Lang beobachteten wir eine kleine Gruppe von Meerkatzen, die sich auf der Straße vergnügten. Ich gaube bei diesen Gesellen kann man ohne weiteres einen ganzen Tag verbringen, ohne dass einem langweilig werden würde. Die sind schon extrem lustig und dauernd in Action!
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Im Ishasha Sektor fanden wir zum ersten Mal Topis, die auch nur hier in diesem Sektor vorzukommen scheinen.
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Überhaupt war es irgendwie seltsam durch afrikanische Nationalparks zu fahren und keine Gnus, Zebras oder Impalas zu sehen. Die Pflanzenfresser in Uganda kommen teilweise wirklich nur in diesem Teil Ostafrikas vor. Die einzige Population an Zebras und Impalas findet sich, soweit ich weiß, im Lake Mburo Nationalpark. Gnus gibt es wohl in ganz Uganda nicht. Die ugandischen Nationalparks haben wohl immer noch sehr viele Probleme mit den schrecklichen Zeiten unter Idi Amin als eigene Soldaten und auch Soldaten der späteren Besatzungsmacht Tansania die Nationalparks regelrecht leer schossen. Davon haben sich viele Regionen bis heute noch nicht wirklich erholt.
Dieser Adler schien eine Verletzung an seiner rechten Kralle zu haben, denn er konnte nicht draufstehen. 📎 h1b7ad9e.jpg
Soviele Kronenkraniche auf einem haufen hatte ich zuvor auch noch nie gesehen. 📎 hf8ca21a.jpg 📎 h03fc06e.jpg
Natürlich gab´s auch noch einige Vögel zu entdecken, die ich wiedermal nicht bestimmen kann (oder will 😉 )
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Leider waren wir schon wieder sehr früh an der Lodge. Zu früh meiner Meinung nach ... aber die Motivation von Stephen sank proportional, je näher Weihnachten rückte... Ich hatte ein Tent in der Ishasha@theriver Lodge gebucht. Leider hatte die Lodge nur für eine Nacht ein freies Zelt, da eine Hochzeitsgesellschaft das komplette Camp am nächsten Tag gebucht hatte. Man bot mir deshalb ein kleines Zimmer neben der Küche "free of charge" für die nächste Nacht an. Kostenlos? Da sagt ein Schwabe natürlich nicht nein 🙂 Die Lodge war wohl noch im Aufbau und sah im Großen und Ganzen etwas unfertig aus. Die Inhaber waren Weiße, die sich jedoch sehr um die Gäste kümmerten. Die Zelte waren sauber wenn auch nicht mehr ganz taufrisch. Die Lodge lag direkt am Fluß und hatte sogar eine eigene Beach, die ich jedoch nicht testen wollte ... die Lage war eigneltich recht schön und ich hatte auch keine Probleme mit Mücken.
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Fazit Ishasha@theriver Tents sauber, aber nicht mehr taufrisch Schöne Lage Personal nett Essen, sehr britisch und nicht mein Fall Preis: 60$ (full board)
Fahrstrecke inkl. Game Drive:112,19 Kilometer Fahrzeit: 4 Stunden 49 Minuten
Teil 1211. Jan. 2014
Tag 11: Montezumas Rache und Schmusekatzen
Gestern gab es Fish and Chips, die ich wohl nicht wirklich vertragen habe. Ich Nacht musste ich zweimal im Vollsprint zur Toilette rennen und so hatte ich am heutigen Tag etwas Mores ob das alles gut gehen würde. Allerdings hatte ich keine Bauchschmerzen oder dergleichen. Hatte wohl irgendetwas nicht vertragen. Trotzdem entschloß ich mich an diesem Tag nichts zu essen. Ich hatte ja in 2 Tagen mein Gorillatracking und wollte nichts heraufbeschwören. So gab´s zwar ein Lunchpaket, das ich aber Stephen gab und mich von Keksen ernährte, die ich in Kampala gekauft hatte. Auch abends hielt ich mich zurück und aß lieber nichts ... das war auch besser so, denn am Abend hatte sich ja eine Hochzeitsgesellschaft im Camp einquartiert und dementsprechend sah am nächsten Tag auch die Toilette aus. Ich wundere mich immer wieder was für Schweine manche Menschen sind!!!
Aber zuerst machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Game Drive in diesem Urlaub. Wir hatten kaum das Gate passiert als Stephen aufgeregt "Lion, Lion" rief. Ich sah mal wieder ... nichts. Dann korrigierte er sich und meinte es wäre ein Leopard. Und tatsächlich waren es sogar zwei, die sich gefunden hatten und ganz verliebt in weiter Entfernung rumschmusten. Schade, dass die Tiere so weit weg waren, das hätte sensationelle Bilder gegeben, denn es war ständig Action angesagt. Wir beobachteten die Tiere einige zeit völlig alleine, bis nach ca. 45 Minuten ein riesiger Touristentruck angefahren kam.
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Wir mutmaßten ob die beiden an einer anderen Stelle die Straße überqueren würden und wechselten die Position. Leider war dem nicht so und nach ca. 1 Stunde Warten fuhren wir weiter. Der restliche Tag war sehr unspektakulär ... keine Löwen, keine Elefanten ... nur Gras soweit das Auge reicht. Ein paar Piepmätze konnten wir dann noch entdecken. Und man muss ja auch zufrieden sein. Immerhin hatten wir die Big 5 gesehen...
📎 h71b85be.jpg 📎 h20049ab.jpg 📎 h8ac09cf.jpg 📎 h39df7a8.jpg An die Namen dieser beiden kann ich mich erinnern. Das müssten Madagaskar Bienenfresser sein, wenn ich mich recht erinnere.
Verabschiedet wurden wir mit einem schönen Sonnenuntergang.
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Fahrstrecke: 70,16 Kilometer Fahrzeit: 8 Stunden 33 Minuten
Tag 12: Bwindi
Am nächsten Tag fuhren wir in Richtung Bwindi Impenetrable National Park. Die Strecke führt durch riesige gerodete Wälder in denen heute Tee angebaut wird. Mich würde interessieren wie die Gegend vor hundert Jahren ausgesehen haben mag, als alles noch dicht bewachsen war. Aber auch jetzt hat die Gegend einen besonderen Reiz. Man könnte manchmal meinen man wäre im Schwarzwald. Die Gegend um Bwindi ist ja eine der dichbesiedelsten in ganz Afrika.
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Wir waren sehr früh in Bwindi, da die Strecke nicht so weit war. Ich hatte ein Banda in der Bwindi View Lodge gebucht. Komischerweise hatte sich der Preis nach meiner Ankunft von 60$ plötzlich auf 90$ erhöht. Begründung war, dass ich über jemanden gebucht hätte mit dem die Lodge nicht mehr zusammenarbeiten würde. Ganz komische Begründung aber ich hatte keine Lust auf Diskussionen ... dass das nicht die feine Art ist, musste ich aber schon noch los werden.
Fahrstrecke: 66,79 Kilometer Fahrzeit: 2 Stunden 46 Minuten
Fazit Bwindi View Bandas Sehr große Zimmer. Etwas in die Jahre gekommen! Personal sehr nett. Plötzliche Preisänderung Lage direkt am Parkeingang Kosten 90$ (full board)
Teil 1311. Jan. 2014
Tag 13: Das Highlight
Der eigentliche Grund warum ich nach Uganda gereist bin war, wie bei so vielen, das Gorilla Tracking. Schon seit etlichen Jahren geisterte das in meinem Kopf herum und dass es jetzt so schnell geklappt hat war dann doch überraschend. Die Nacht vor dem Tracking schlief ich wirklich schlecht. Ich vermute, dass es die Aufregung war. Um 8:30 begann das Briefing am Headquater. Wir waren insgesamt nur 9 Personen und wurden auf insgesamt 3 Gorillafamilien verteilt. Da wir ein Auto hatten und auch drekt nach dem Tracking weiter in Richtung Lake Bunyonyi fahren wollten wurde ich mit einer Südafrikanerin der Familie Habinyanja zugeteilt. Wir waren also nur zu zweit in unserer Gruppe. Da sich die Familie etwas entfernt vom Headquater befand mussten wir zuerst ein Stück mit dem Auto fahren. Die Familie besteht aus zur Zeit 17 Tieren mit einem dominaten Silberrücken namens Makara.
Am Trackingpoint angekommen warteten schon die Porter auf uns. Ich nahm mir also einen und schon gings los in Richtung Wald. Die Grenze zum Nationalpark ist wie mit der Schere geschnitten. Von jetzt auf nachher fangen die Bäume an. Die Bevölkerung um den Nationalpark nutzt jedes nicht ausgewiesene Stück Land zum Anbau. Wir kämpften uns also durch den Wald der schnell immer dichter wurde. Dabei hatten die Gorillas wohl die Absicht uns etwas an der Nase rumzuführen. Zweimal mussten wir umkehren, da die Gorillas ständig in Bewegung waren und ihre Richtung gewechselt hatten. Trotzallem ging es recht schnell bis wir die Tiere erreicht hatten. Es ist schon ein seltsames Gefühl wenn man das erste Knacken der Äste und die ersten Schatten sieht. Für mich lässt es sich sehr schwer beschreiben... es ist ein Mischmasch aus Aufgeregtheit, Spannung und etwas Angst. Jedenfalls wollten die Gorillas uns nicht den Gefallen tun und still sitzen bleiben sondern sie waren ständig in Bewegung. Was natürlich das Fotografieren immens erschwerte. Der Wald ist sehr dicht und obwohl die Tracker versuchen die Pflanzen zur Seite zu drücken muss man schon sehr viel Glück haben um gute Bilder zu erwischen.
📎 hddca57f.jpg 📎 hb700493.jpg 📎 hc48900c.jpg Als ich den Trackern hinterherlief, brach plötzlich keine 3 Meter von mir entfernt Maraya, der Blackback aus dem Gebüsch. Ich war im ersten Moment wie erstarrt! Ich nickte den Trackern zu, die ihn gar nicht gesehen hatten. Sie meinten es wäre OK zu fotografieren ... er war zwar der "Troublemaker" der Gruppe, sah aber in diesem Moment relaxt aus. Er beobachtete die mir folgenden Menschen durch das Dickicht ganz genau.
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Dann rannte er plötzlich ohne Rücksicht auf Verluste los. Die Äste und kleinen Bäume knackten wie Streichhölzer. Mein Puls rannte...
Und weiter ging´s durch das Dickicht. Die Tiere waren überall um uns herum, sehen konnte man sie aber nur sehr schwer.
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Und dann stand er schlagartig vor mir, Makara, der Silberrücken. Ein Koloß! Es waren nur ca. 4 Meter und man erkennt dann erst wie klein man doch eigentlich ist. Dicht gefolgt von Nyabuche mit ihrem Baby schlenderte er an mir vorüber.
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Während man mit den Gorillas unterwegs ist, vergisst man völlig die Zeit. Die Faszination ist so groß dass alles um einen herum unwirklich wird. Wir verfolgten die Tiere noch mehr als eine Stunde.
Gelaufene Strecke beim Tracking: 2,94 Kilometer Zeit: 3 Stunden 53 Minuten
Direkt nach dem Gorilla Tracking fuhren wir weiter zum Lake Bunyonyi. Ich hatte mich dort im Overland Resort für eine Nacht eingemietet. Leider habe ich von dem See und dem ganzen Drumherum nicht viel mitbekommen, da wir spät ankamen und ich auch fix und fertig war. Das Resort hat jedenfalls eine schöne Lage und ist auch sehr gut besucht vorallem von Jugendlichen, was natürlich auch den Lautstärkepegel entsprechend ansteigen lässt. Da ich full board gebucht hatte konnte ich mir am Abend von der Karte aussuchen was ich wollte. Das Essen war reichlich und hervorragend.
Fahrstrecke bis Lake Bunyonyi:96,96 Kilometer Fahrzeit:3 Stunden 51 Minuten
Sehr schöne Lage Essen reichlich und sehr gut Etwas laut, da sehr viele Jugendliche Preis: 50$ (full board)
Tag 14: Äquator und das Uganda Trikot
Ausgeschlafen machten wir uns sehr früh am nächsten Tag auf den Weg in Richtung Entebbe. Da ich vorabe mehrfach gewarnt wurde, dass die Strecke nicht zu schaffen wäre an einem Tag war mir schon etwas mulmig zumute. Die Strecke entpuppte sich dann aber als locker machbar und so war ich bereits um 15 Uhr am Flughafen obwohl mein Flug erst 18:25 Uhr startete. Vorher überquerten wir nochmals den Äquator und ich kaufte mir dabei ein Trikot der Ugandischen Fussballnatiuonalmannschaft 🙂
Fahrstrecke: 429,32 Kilometer Fahrzeit: 7 Stunden 46 Minuten
So, ich hoffe, dass euch der Bericht gefallen hat.
Fazit: Die Tierwelt in den Nationalparks kann mit den in Tansania oder Kenia nicht konkurrieren. Zu schwerwiegend sind die Folgen der Regierung Idi Amins. Dafür entschädigen die grandiose Landschaft, und die Erlebnisse mit Tieren, die man in Kenia oder Tansania nicht hat. Ich werde Uganda irgendwann nochmal bereisen, dann aber wahrscheinlich auf eigene Faust und mit anderen Prioritäten. Das Schimpansen- und Gorillatracking ist eine "Lifetime Experience" und sollte unbedingt einmal gemacht werden.