… das war unsere jetzige Tour im Oktober 2013! Bereits 2012 erkundeten wir mit dem „Feuerroten Spielmobil“ Botswana und den Caprivi. Damals starteten wir in Joburg und hatten wesentlich mehr Unterkünfte gebucht. Für diesen Urlaub wählten wir unsere beiden „Lieblingsunterkünfte“ die DOMBO Farm und das Senyati Safari Camp und kombinierten es mit der RiverDance Lodge am Kavango, also alles ganz relaxt 😉
Wenn ihr ganz relaxt mitreisen möchtet, dann bitte einsteigen…
… los ging es am
Mittwoch, 2. Oktober 2013
Für mich war es wieder der letzte Schultag vor den Ferien und mit einigen guten Ratschlägen wie, „Pass auf, dass dir in Afrika nichts passiert“ oder „Komm wieder gut zurück nach Hause“, verabschiedete ich mich dort. Allerdings gibt es immer mehr die Fraktion: „Ich beneide dich, da möchte ich auch mal hin!“ 🙂 Und wenn ich nach der Rückkehr erzähle, sind immer Viele ganz erstaunt, wie einfach doch das Reisen durch das südliche Afrika ist!
Marco hatte heute schon frei, die Reisetaschen standen fertig gepackt unten im Flur, im Laufe der Zeit bekommt man Übung 😎 So zog sich die Zeit bis zur Abfahrt um 17 Uhr ganz gewaltig, am liebsten wäre ich sofort losgefahren 😄 Das Gepäck hatten wir am Flughafen dann ganz schnell los, gemeinsam schlappe 45,5 kg 😮 Na, die Waage daheim funktioniert doch 😗 Allerdings waren ein Großteil davon Klamotten zum Verschenken und einige Dinge für die DOMBO´s! Und das Gute daran: So hat man auf dem Heimflug wieder viel Platz für alles Mögliche aus Afrika, das muss sein!!! Nach der obligatorischen Sprengstoffkontrolle des Fotorucksacks ging es zum obligatorischen Mc D… das gibt es bei uns immer nur am Frankfurter Flughafen 😉 Insgesamt war es im neuen Z-Bereich des Flughafens sehr leer.
Eigentlich hatten wir ja den A380 nach Joburg gebucht, leider wurde bereits Monate vorher klar, dass dieser nicht fliegt. Also rein in den etwas älteren Jumbo.
Die Sitzplätze hatten wir vorher glücklicherweise nochmal umgebucht, genauso für den Rückflug. Leider zog sich die Zeit mit den Getränken und dem Essen wieder ewig in die Länge, das geht bei SAA immer schneller… Endlich wurde das Licht ausgemacht, endlich Zeit zum Schlafen, juhu! Doch was war das??? Der Bildschirm vor mir (ja, bei LH gibt es das!!!) hatte Lust auf „Disco-Light“. Er reagierte auf nichts mehr und bot eine super „Laser-Show“! Discomonitor 1A, das hat man auch nicht alle Tage, aber bitte nicht die ganze Nacht vor mir!!! Ich war schon fast am Verzweifeln, doch nach längerer Zeit ging er wieder aus.
Die Nacht im Flieger war nicht gerade angenehm, es war zu WARM, wenn nicht gar HEISS!!! Irgendwann nachts lief ich mal nach hinten, dort saßen alle Leute mit Decken! An Schlafen war bei diesem Flug nicht wirklich zu denken, aber egal, der Urlaub lag ja vor uns!!!
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen!
Liebe Grüße Kathy & Marco
Teil 229. Okt. 2013
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Unterkunft: DOMBO Farm Kosten: 105€ p.P. (VP)
Nach dem leider nicht relaxten Flug landeten wir, nach dem Omelette-Frühstück mitten in der Nacht, schon eine halbe Stunde früher als geplant in Joburg. An der Transit-Kontrolle war schon eine lange Schlange und wir waren froh, ein wenig Zeit zum Umsteigen zu haben. Leider fanden wir im Transit-Bereich keinen ATM und so mussten wir ohne SA-Rand unsere Reise fortsetzen. Wir warteten lange auf die Anzeige für unseren Flug nach Maun, das Gate war klar, aber auf der Anzeigetafel stand etwas anderes. Aber wofür die Tafel ändern??? Rufen geht doch auch 😎 ! Nein, nicht über die Lautsprecher, sondern einfach so! Es war schon eine kleine Kunst es mitzubekommen… Irgendwann waren in der Abflughalle die letzten Leute zusammengesucht und mit dem Bus ging es zum Flieger. Ich liebe ja diese kleinen Flugzeuge, aber was sein muss, muss eben sein… Vorsorglich hatten wir die erste Reihe in der Economy vorgebucht, hier hatte ich wenigstens ein wenig Blick Richtung Horizont. Das letzte Mal direkt unter dem Flügel war nicht gerade angenehm für mich gewesen... Der Start und die Landung waren zwar eine wackelige Angelegenheit, doch die Aussicht auf Botswana entschädigte dafür.
Und nun waren wir endlich am Maun International Airport, wo Uli schon auf uns wartete und uns herzlich empfing.
Nach einem kurzen Stopp am Geldautomaten und dem Einkauf einiger Postkarten (jaaa, bei 6 Nächten auf DOMBO wird man doch Zeit zum Schreiben der Karten finden 😉 ) ging es los in den „Botswanischen Busch“. Da wir viel zu erzählen hatten, verging die Fahrt sehr schnell und schon befanden wir uns auf der Pad zur Farm. Auf einer für uns neuen Piste ging es Richtung Camp, wo Heike schon auf uns wartete. Hach, welch ein schönes Wiedersehen, endlich waren wir wieder da!!! Alles schien so zu sein wie im letzten Jahr: Die Ruhe, die Vögel an der Wassertränke, die Aussicht zum Wasserloch, einfach ideal zum Entspannen! Natürlich gab es dann gleich Kaffee und selbstgebackenen Kuchen, bevor wir unser „Giraffen-Chalet“ bezogen. Auch hier war es wie beim letzten Besuch, tippitoppi, bis ins letzte Detail!
Nach dem langen Anreisetag war die Dusche echt eine Wohltat und der erste Sonnenuntergang in Afrika einfach wieder nur schön!
Uli legte auf dem knisternden Feuer Impala- und Hähnchenspieße auf, dazu gab es Kartoffeln, Zucchini-Gemüse und Salat.
Am beleuchteten Wasserloch fand sich zunächst ein Hase ein, später tauchte Schweini, eines der Stachelschweine auf. Wir genossen das Essen und der Gesprächsstoff ging auch dieses Mal nicht aus 🤪 Etwas später erschien eine Hyäne, die Hyänen bereiteten uns in diesem Urlaub immer wieder viel Freude, insbesondere am letzten Abend auf DOMBO 🤩 Einige Zeit später sahen wir in der Nähe des Wasserlochs eine Leopardin, leider bewegte Marco den Stuhl etwas ungeschickt und durch das Geräusch verzog sich die Leopardin ins Gebüsch. Doch der Besuch am Wasserloch riss heute Abend nicht ab. Nach dem erneuten Erscheinen einer Hyäne trauten wir unseren Augen nicht. Tiere, die wir noch nie zuvor gesehen hatten: Die Wildhunde waren da!!! Zuerst waren es zwei Tiere, die am Wasserloch tranken, doch es folgten noch 3 oder 4 weitere Wildhunde. Wow, was war das für ein erster Abend! Vor lauter Aufregung vergaßen wir das Fotografieren, außerdem wollten wir nicht, dass Uli die Tiere anleuchtet, denn sonst wären sie vielleicht schneller wieder gegangen. So ließen wir den Abend auch ohne Fotos glücklich ausklingen und freuten uns schon auf den morgigen Tag, ganz nach der Devise: RELAXEN AUF DOMBO 🙂
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 302. Nov. 2013
Freitag, 4. Oktober 2013
Unterkunft: DOMBO Farm Kosten: 105€ p.P. (VP)
Mit den ersten Sonnenstrahlen wachten wir gut ausgeschlafen auf und genossen die schöne Aussicht auf den botswanischen Busch vom Bett aus. Um 9 Uhr gab es dann auf der Terrasse ein leckeres Frühstück, bei netten Gesprächen natürlich etwas ausgedehnter 😉 Danach liefen wir mit Heike und Uli zu den beiden Luchsen, seit dem letzten Jahr waren sie schon noch ordentlich gewachsen.
Timmy ließ sich richtig kraulen, aber nach einiger Zeit verschwanden die Beiden wegen der Hitze in ihren Unterschlupf. Auf dem Rückweg nahmen wir aus unserem Chalet noch die Postkarten mit, leider wurde es mit dem Schreiben nicht wirklich etwas, wir unterhielten uns lieber 😛 Am Wasserloch kamen Steinböckchen und Mangusten vorbei, die Vogeltränke war immer gut besucht und ein Milan saß fotogen auf einem Ast.
Wie die Zeit auch mit „Nichtstun“ immer sooo schnell vergeht ist mir manchmal ein Rätsel 🤩 und schon war am späten Nachmittag „Raubtierfütterung“ angesagt. Timmy und Sofie standen schon am Zaun bereit und wir hörten zum ersten Mal, dass beide auch ordentlich fauchen können. Uli öffnete das Tor und die zwei schossen mit Top-Speed zu ihren Näpfen.
Kurze Zeit darauf fuhren wir mit Uli zum zweiten Wasserloch, wo gerade eine Hyäne ihren Durst stillte. So schauten wir noch kurz am Leopardenbaum vorbei. Währenddessen verzog sich die Hyäne, Uli konnte mit dem Befüllen des Wasserlochs beginnen und wir behielten vom Auto die Umgebung im Auge. Kurze Zeit später kam die Hyäne wieder angetrottet. Uli erkannte nun, dass es der „freche Jochen“ war. Immer wieder kam er ganz nah ans Auto und musste verscheucht werden. Wenn Uli in die Hände klatschte, wich er immer wieder einige Schritte zurück.
Dann zog Jochen ab und wir fuhren zurück ins Camp. Die Sicht vom Auto war sensationell und die untergehende Sonne tauchte die Landschaft in ein traumhaftes Licht.
Heike teilte uns mit, dass während unserer Abwesenheit Susi, eine Leopardin, eine Viertelstunde am Wasserloch verweilte. Tja, das ist eben Wildlife! Uli grillte leckere Elandsteaks und wir genossen die Zeit am Feuer. Während wir beim Abendessen waren, tauchte ein großer Leopard auf. Er trank am Wasserloch, verschwand aber wieder relativ schnell. Heike und Uli konnten nicht erkennen, welcher Leopard es war. Nach dem Dessert kam er wieder zum Wasserloch. Uli schaltete noch ein weiteres Licht ein. Mehrfach versuchte der Leo auf einen Baum zu klettern, doch er schien sehr schreckhaft zu sein. Heike und Uli meinten, dass es ein noch unbekannter Leopard sein muss. Plötzlich schoss er davon. Im Scheinwerferlicht sahen wir den Grund, ein zweiter Leopard war in der Nähe. Der große Leo schlich immer wieder um den Baum und das Wasserloch herum. Da er ein bulliges Gesicht hatte, wurde er zuerst auf den Namen „Tyson“ getauft. Doch wie er immer wieder so um den Baumstamm herum schaute, war plötzlich sein Name klar: DIEGO, denn er schaute genauso drein, wie Diego aus dem Film Ice Age!
Als wir später aufstanden, fühlte er sich richtig gestört und verschwand in den Busch. Wir verschwanden auch und zwar ins Bett 🤪 denn morgen mussten wir etwas früher aufstehen, schließlich war der Makgadikgadi NP angesagt. Juhu, wir freuten uns schon riesig darauf!
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 404. Nov. 2013
Samstag, 5. Oktober 2013
Unterkunft: DOMBO Farm Kosten: 105€ p.P. (VP)
Marco stand gegen 6 Uhr auf und während ich mich fertig machte, schrieb Marco noch das Roadbook. Ein richtiges Frühstück ließen wir heute ausfallen und so trafen wir uns mit Heike und Uli um 8 Uhr auf der Terrasse. Wir erzählten noch über das Erlebte von gestern Abend und tranken einen frischen Saft. Dann fuhren wir auch gleich mit Uli los Richtung Makgadikgadi Pans NP. Die Fahrt zum Phuduhudu Gate war sehr kurzweilig, schließlich gibt es immer viel zu erzählen 😎 Die Landschaft im Park war staubtrocken, das Gras abgefressen und die Pad sehr tiefsandig. Vereinzelt sahen wir Steinböckchen, Gnus und Zebras.
Die zeigen sich natürlichen am liebsten von ihrer besten Seite 😗
Endlich kam der Boteti in Sicht. Nach der Fahrt durch die trockene Landschaft wirkte alles wie eine Oase in der Wüste. Der Ohrengeier zupfte sein Gefieder…
Die Weißrückengeier trockneten ihre Federn noch in der Sonne…
Ja und wir Gnus, sollen wir ans Wasser oder doch noch nicht???
Ich zupfe dann doch noch einmal lieber ein paar Blättchen von den Ästen, oder soll ich mich doch noch um ein neues Fell kümmern???
Tja, ich habe von hier oben eine grandiose Aussicht, aber die Gnus können sich einfach nicht entscheiden!!!
Aber wir lieben das Wasser, also schnell rein!
Hey, das ist ja eine richtige „Zebra-Trinkparade“!
Und wir??? Sollen wir wirklich auch das Wasser schlabbern? Okay gut, ich versuche es mal! Das ist aber auch immer ne Arbeit…
Hey, was machen die denn??? Die eine trinkt gerade aus dem Fluss!!! Da will ich auch hin…
Und wir genießen das Bad im Boteti 🤪
Wir genießen lieber die Zweisamkeit am Ufer 😘 egal wer Drumherum steht…
Ich überzeuge lieber mit meinem tollen Gefieder, das is ja aber auch schön!
Waaas, bunte Federn??? Cool schauen ist viiieeel besser 😎
Oder doch lieber einen Start aus dem Wasser versuchen? Schnell, sonst picke ich dich von hinten!!! Und ich betrachte das ganze Geschehen von oben...
Ja, das waren so unsere Erlebnisse im Makgadikgadi NP. Wir waren einfach überwältigt von den vielen Zebras, Gnus und anderen Tieren, die sich am Boteti tummelten. Wir brauchen wohl nicht erwähnen, dass es zwischenzeitlich eine suuuper Vesper gab, mitten im Park… hmmm, Nudelsalat, lecker, lecker, lecker 😛
Irgendwann mussten wir dann leider den Park verlassen, natürlich über die tolle Fähre am Kumaga Gate. Das ist natürlich immer wieder ein Spektakel! Ob wir auf die Fähre mit einem Mietwagen fahren würden??? Hmmm, Uli nimmt sie auch nicht das ganze Jahr über, denn je nach Wasserstand des Boteti muss man weit in den Fluss hineinfahren und ein Schnäppchen ist es auch nicht gerade…
Auf der anderen Flussseite schauten wir uns noch kurz ein Camp an, das nächstes Jahr eröffnet werden soll. Es schaute noch immer nach Baustelle aus 😵 Aber in Afrika geht das ja manchmal schnell…
Uli holte in Motopi noch kurz Fleisch für Timmy und Sofie und zurück im Camp gab es dann auch bald Abendessen. Es gab leckeres Gemsbok-Stir-Fry, Reis und Salat. Am Wasserloch war es recht ruhig, eine Eule flog mal hin und her und die Highlander, wie die Hasen liebevoll genannt werden, waren auch da. Wir waren gerade beim Mousse au Chocolat Dessert angelangt, als eine Leopardin (Lady oder Koala? Ne, Carsten noch immer kein Koala 😄 ) auftauchte. Im Scheinwerferlicht entdeckten wir dann noch Diego etwas versteckt im hohen Gras.
Doch auch die Leopardin zog sich zurück und es gab eine lautstarke Auseinandersetzung. Dann kehrte Ruhe ein. Einige Zeit später waren auf der rechten Seite des Wasserlochs Geräusche zu hören. Diego kam zurück ans Wasserloch… Als Uli ihn anleuchtete, schmeckte ihm das gar nicht und er verschwand. Und wir zogen uns auch in unser Chalet zurück, denn es war ein ereignisreicher, aber auch anstrengender Tag.
Morgen geht es in den Nxai Pan NP, bevor es dann wieder „Relaxen nur auf Dombo“ gibt…
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 511. Nov. 2013
Sonntag, 6. Oktober 2013
Unterkunft: DOMBO Farm Kosten: 105€ p.P. (VP)
Heute Morgen ließen wir das Frühstück wieder ausfallen und nach einem leckeren Saft starteten wir kurz nach 8 Uhr Richtung Nxai Pan NP. Schon an der Straße sahen wir die ersten Elefanten und Zebras. Am Gate erledigte Uli kurz die Formalitäten und schon ging es in den Park. Die Piste war auf den ersten Metern schon so übel, dass Uli den Luftdruck der Reifen senkte. Hui, so schlecht hatten wir die Piste nicht in Erinnerung. Bald sahen wir die ersten Oryx, doch die Strecke zog sich ewig dahin. Nach etwa eineinhalb Stunden ab dem Eingangsgate erreichten wir dann aber doch das alte Gate.
Auf dem Weg zum Wasserloch sahen wir die ersten Impalas und Springböcke. Um das Wasserloch waren dazu noch Strauße und Zebras versammelt.
Ein Bateleur landete am Wasserloch und stillte seinen Durst, immer wieder kreisten Milane in der Luft.
Wir standen hier eine lange Zeit und beobachteten das Kommen und Gehen der Tiere. Hach, ich könnte da immer stundenlang zusehen! Irgendwann stoppte ein Auto neben uns und machte uns auf Löwen aufmerksam, so rissen wir uns dann doch von diesem schönen Platz los. Die 3 Löwinnen lagen direkt unter einem Busch neben der Pad, na, die hätten sogar wir gefunden 😄
Zuerst lagen sie nur faul unter dem Busch, so wie man Löwen eben kennt 😎 Doch dann boten sie uns ein paar grandiose Show-Einlagen.
Wenige Meter weiter standen diese netten Tierchen, sie wissen wohl, dass die Löwen gerade keinen Hunger haben…
Nach diesem tollen Erlebnis fuhren wir zur Campsite und machten Picknick. Heute hatte Heike leckeren Reissalat gerichtet. Wir hielten immer wieder Ausschau nach SASOWEWI, der uns geschrieben hatte, dass er auch in der Nxai Pan ist. Doch auch hier auf der Campsite sahen wir ihn nicht. Also ging es erneut an das Wasserloch, wo zwei Straußendamen ihr Staubbad nahmen. Urplötzlich zog eine Windhose über uns hinweg, hui, das ist aber auch eine staubige Angelegenheit.
Zum Abschluss wollten wir noch einmal den Löwen einen Besuch abstatten. Auf dem Weg dorthin begegnete uns diese hübsche Gabelracke.
Die Löwinnen hatten ihren Platz gewechselt und benahmen sich jetzt auch so, wie es sich für richtige Löwen gehört: Schön im Schatten liegen, etwas für die Kamera posieren, den Kopf mal nach rechts und links drehen, mal die Zunge raus und die Zähnchen zeigen, aber bitte nicht zuuu viel Bewegung, es ist ja schließlich echt heiß heute!
Und zum Abschluss: Umfallen und weiterschlafen 🤪
So ließen wir sie dann auch in Ruhe, denn es war schon wieder Zeit für den Rückweg nach Dombo, schließlich wollten wir an der Campsite noch einen kurzen „Toiletten-Stopp“ einlegen. Dort hatte sich gerade ein Elefant an der Klärgrube bedient und zog langsam wieder von dannen. Und wen trafen wir dann mit Fotoausrüstung bewaffnet um den Elefanten zu fotografieren? SASOWEWI! Da wir für nächstes Jahr ein Auto bei ihm gebucht haben, hatten wir vereinbart, dass wir uns die Autos hier schon einmal anschauen können. Also auf zur Campsite und seinen Mitreisenden. Uuuups wie klein ist die Welt, sie wohnen teilweise gerade ein paar Kilometer von uns entfernt. Die „Pfalz in Botswana“, das stellten wir später auch noch fest 😉 Stefan zeigte uns die Autos und die Ausrüstung und es wurde noch kurz ein Schwätzchen gehalten. Verabschiedet wurde sich natürlich auf gut pfälzisch: „Kummen ach widder gud häm!“
So machten wir uns dann auf den Heimweg nach Dombo. Die Sonne tauchte die Landschaft wieder in ein tolles Licht, für mich ist das immer die schönste Zeit des Tages. Jetzt, beim Schreiben des Reiseberichts, habe ich festgestellt, dass ich keinerlei Bilder mehr gemacht, sondern die Stimmung nur so genossen habe. Irgendwie passiert mir das immer öfter 😗 Aber wer es schon einmal gesehen und erlebt hat weiß, was ich meine 🙂
Auf der Pad zur Farm gab es dann noch einige Uhus zu sehen, die immer wieder auf den Pfosten der Zäune saßen und wegflogen. Wir machten uns dann im Chalet etwas frisch und waren schon ganz gespannt auf die beiden neuen Gäste: Reinhard, der auch hier im Forum ist, und seine Frau Sigrid. Uli holte uns vom Chalet ab, da es mittlerweile dunkel geworden war und es wurde ein toller Abend!!! Nette Gespräche, leckeres Essen mit Rinderfilet, Kartoffeln, Gemüse und Salat und einem „Hyänen-Konzert“ der Extraklasse 🙂 Immer wieder kam eine Hyäne ans Wasserloch, insgesamt waren 4 Hyänen in der Nähe. Passend zum Dessert kam noch Koala um zu Trinken, eine Hyäne schaute ihr dabei zu.
Noch kurz auf den Baum geklettert und schon verschwand sie wieder im Dunkeln, welch krönender Abschluss für diesen Tag!
Zurück im Chalet hörten wir noch ganz nahe Hyänenrufe, konnten aber mit der Taschenlampe nichts erkennen. So fielen wir wieder müde ins Bett und schlummerten bald ein.
Lieber Gruß
Kathy & Marco
Teil 618. Nov. 2013
Montag, 7. Oktober 2013
Unterkunft: DOMBO Farm Kosten: 105€ p.P. (VP)
Gestern Abend vereinbarten wir mit Sigrid und Reinhard, dass wir erst um 9:00 Uhr frühstücken wollten, schließlich war für heute „,Relaxen auf DOMBO“ angesagt. Auch die Beiden schienen über ein bisschen längeres Ausschlafen erfreut zu sein 😉 Beim Frühstück unterhielten wir uns richtig angeregt und plötzlich war es schon wieder 12 Uhr. Wow, die Zeit verging wie im Flug 🤩 So machten wir uns in der Mittagshitze auf den Weg zu den Luchsen, aber auch ihnen war es zu warm. Sie bevorzugten die Kühle ihres Unterschlupfes. Auf dem Rückweg machten wir einige Bilder vom Chalet und legten dort einen kleinen Zwischenstopp ein.
Aufgrund des späten Frühstücks ließen wir den Lunch ausfallen und Heike richtete auf der Terrasse gegen 13:30 Uhr leckeren Apfelkuchen und Kaffee an.
An diesem Nachmittag benutzten wir auch zum allerersten Mal die Liegestühle auf der Terrasse unseres Chalets und beobachteten das Treiben am Wasserloch. Eine lustige Slender Mongoose flitzte umher, drei Steinböckchen waren auch immer in der Nähe und der Milan zog über uns seine Kreise.
Heute gab es bereits um 17:00 Uhr Abendessen, da wir später zur Leopardenbeobachtung an den zweiten Hide fahren wollten. Nach dem leckeren Essen ging auch bereits die Sonne unter.
Mit dem Auto fuhren wir hoch zu den Luchsen und es war mal wieder „Raubtierfütterung“ angesagt 🙂
Danach fuhren wir zum zweiten Wasserloch, wo wir auch schon von „Jochen, Marina und Sabine“ empfangen wurden.
Am Hide schnappten wir unsere Klappstühle, setzten uns leise ins Häuschen und Uli stellte das Auto etwas weiter entfernt ab. Es dauerte nicht lange, bis die Hyänen auch zum Hide kamen. Marina steckte ihre Nase schon fast durch die Drahtmaschen des Hides. Wir mussten uns beherrschen, um nicht laut loszulachen.
Lange Zeit saßen wir mucksmäuschenstill im Hide, aber ein Leopard ließ sich nicht blicken. Irgendwann beschlossen wir, den Rückweg anzutreten. Uli öffnete die Tür des Hides und entdeckte eine der Hyänen direkt dahinter auf dem Weg, die es sich dort richtig bequem gemacht hatte 🤪 Wir packten alles ins Auto und fuhren zurück zum Camp. Auf dem Weg entdeckten wir eine frische Leopardenfährte in der Fahrspur. Zurück im Camp berichtete uns Heike, dass während unserer Abwesenheit Koala einige Zeit am Wasserloch verweilte. Bei Bier und Savanna ließen wir einen wunderschönen Tag mit Sigrid, Reinhard, Heike und Uli ausklingen. Später konnten wir vom Chalet aus noch eine Hyäne beobachten, bevor das Licht am Wasserloch ausging.
Morgen stand dann schon der letzte Tag auf DOMBO bevor. Bis dahin, liebe Grüße!
Kathy & Marco
Teil 721. Nov. 2013
Dienstag, 8. Oktober 2013
Unterkunft: DOMBO Farm Kosten: 105€ p.P. (VP)
Heute gab es gegen 8 Uhr Frühstück auf der Terrasse und schon jetzt schien die Sonne so intensiv, dass wir den Sonnenschirm brauchten. Kleines Problem war dabei, dass es sehr windig war und uuups, ein heftiger Windstoß sorgte dafür, dass ein paar der Streben des Sonnenschirms brachen 🙁 so schnell konnten wir gar nicht reagieren 🙁
Nachdem Uli mit Sigrid und Reinhard in den Makgadikgadi NP aufgebrochen war, war für uns „Luchs-Bespaßung“ angesagt. Heute waren die Beiden recht agil, sogar Timmy lief mit mir ein paar Runden im Gehege.
Als sich Timmy und Sofie in ihren Unterschlipf zurückgezogen hatten, liefen wir zurück zur Terrasse und schafften es doch glatt noch, unsere Postkarten fertig zu schreiben, juhu! Immer wieder ließ sich ein Steinböckchen am Wasserloch sehen…
… die Vogeltränke war immer gut besucht…
… zwei Reiher beobachteten das Geschehen von der Baumkrone aus…
… und die zwei Milane zogen ihre Kreise über uns.
Auch dieser nette Geselle leistete uns Gesellschaft…
… und die Tokkos veranstalteten kleine Kämpfe.
Am späten Nachmittag genossen wir noch einige Zeit die schöne Aussicht von unserem Chalet.
Nachdem Uli, Sigrid und Reinhard von ihrem Ausflug zurückgekommen waren, gingen wir ein letztes Mal zur „Raubtierfütterung“.
Während des Abendessens war es am Wasserloch sehr ruhig, doch pünktlich nach dem Dessert tauchte Diego auf, kurz darauf folgte noch eine Leopardin. Sie tranken lange Zeit am Wasserloch, bevor sie im Dunkeln verschwanden. Vielleicht gibt es ja bald Nachwuchs auf Dombo??? Doch plötzlich erschraken wir alle... Marco drehte sich auf dem Stuhl Richtung Wasserloch und schaute direkt in das Gesicht einer Hyäne!!! Da hatte sich doch glatt einer der „Dreier-Gang“ von hinten angeschlichen und stand direkt vor der Terrasse 🤩 Heike und Uli verscheuchten das „ungezogene Patenkind“ von Marina (Butterblume) und dies trottete gemütlich Richtung Wasserloch 🤪
Hach, das war doch noch einmal ein toller letzter Abend auf Dombo 🙂 Auch wenn wir uns schon auf Senyati freuten, gingen wir schon etwas wehmütig zum letzten Mal zurück zu unserem Chalet.
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 823. Nov. 2013
Mittwoch, 9. Oktober 2013
Dombo Farm – Maun – Gweta
Unterkunft: Planet Baobab Kosten: 1120 BWP Ü Strecke: 205 km (Maun - Gweta)
Heute gab es um 8 Uhr das letzte „Dombo-Frühstück“ und danach wurden die letzten Sachen zusammengepackt 🙁 Wir verabschiedeten uns von Sigrid und Reinhard, die auch heute weiter fuhren. Dann packten wir unsere Taschen in Ulis Auto, schließlich mussten wir jetzt aufbrechen, um in Maun unseren Mietwagen abzuholen. Noch ein kurzer Stopp bei den Luchsen, die in das kleinere Gehege gebracht wurden, da dieses sicherer vor Wildtieren ist. Ich stieg gar nicht mehr aus dem Auto aus… sonst wären hier schon die ersten Tränen geflossen…
Trotz „Abschiedsstimmung“ hatten wir eine lustige Fahrt zum unteren Wasserloch, wo Uli noch Wasser auffüllte. Wir sahen noch Tawny Eagles, Kori Bustards, schnell waren wir am Tor der Dombo Farm angelangt und auch bald bei Avis in Maun. Zügig erhielten wir unseren Hilux, sogar mit Doppeltank, ziemlich neu und in einem tipptopp Zustand! Wir luden noch unser Gepäck um und fuhren zusammen zum Airport. Dort gab es noch „gemeinsames Toiletten-Aufsuchen“ und dann war der wirkliche Abschied angesagt 🙁 Dies war doch schwerer als erwartet und ein paar Tränchen flossen…
Wir kauften bei der Post Office noch Briefmarken, warfen unsere Karten ein und im Choppies erledigten wir noch ein paar Einkäufe. Getränke, Rusks, ein paar Kekse und natürlich durfte etwas Bier und Savanna nicht fehlen. Und schon machten wir uns auf den Weg nach Gweta. Unterwegs fotografierten wir noch die Einfahrt nach Dombo, am liebsten wären wir wieder auf die Pad abgebogen 😗
Unterwegs standen immer mal wieder Strauße neben der Straße…
… und gegen 16 Uhr erreichten wir die Einfahrt zu Planet Baobab.
Wir erblickten gleich die ersten Baobabs, aber irgendwie erwischen wir die immer ganz ohne Blätter 😕
In der Rezeption wurden wir nett empfangen und bekamen ein eiskaltes Tuch zur Erfrischung.
Die Baobab-Huts sind einfach, aber urig eingerichtet, zwar etwas dunkel im Innern, aber für eine Nacht durchaus okay. (Dachten wir…)
Wir brachten alles in unsere Hütte, Marco legte eine kurze „Sprüh-Dusche“ ein (sie sprühte wirklich überall hin, nur nicht in die Dusche 🤩 ) und ich machte es mir auf der kleinen Terrasse vor einem Baobab bequem und las ein wenig.
Plötzlich hörte ich zwei Leute kommen, sagte kurz „Hallo“ und uuups schon die ersten Worte, DER Dialekt kam mir bekannt vor 🤪 Das konnte doch nur „pälzisch“ sein… Ich meinte einfach nur, dass wir wohl aus der gleichen Ecke Deutschlands kämen und genau so war es dann auch! Die Beiden setzten sich spontan zu mir auf die Terrasse und wir erzählten eine ganze Weile.
Vor dem Abendessen schauten wir uns noch die Anlage an. Alles ist nett angelegt, es gibt einen hübschen Pool und die riesigen Baobabs waren abends angeleuchtet. Dennoch ist es nicht ganz so „unseres“, wir mögen eben lieber die „kleineren Dinge“.
Gegen 19 Uhr liefen wir zum Restaurant, kurz darauf kamen Ulrike und Michael, die beiden „Pälzer“, und setzten sich zu uns an den Tisch. Wir unterhielten uns angeregt, für die Beiden war es der erste Afrika-Urlaub, und später gab es noch gemeinsam einen Absacker an der Bar.
Zurück in unserer Hütte probierten wir, etwas Frischluft hinein zu bringen, denn heute war es den ganzen Tag richtig heiß gewesen. Die Fenster hinter den Betten ließen sich leider nicht öffnen und nur mit geöffneter Tür passierte so gar nichts. So schlüpften wir durch das Moskitonetz in unsere Betten und versuchten, irgendwie einzuschlafen. Je weiter die Zeit fortschritt, desto mehr surrte es um uns herum. Die Moskitos mehrten sich, bei mir nicht so sehr wie bei Marco… Dennoch mussten wir mitten in der Nacht eine „Moskito-Fangstunde“ einlegen. Ich musste lediglich 3 Moskitos unterm Netz erlegen, bei Marco waren es über 20!!! Wir sehnten echt den Morgen herbei, denn an Schlafen war so gar nicht zu denken…
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 926. Nov. 2013
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Gweta - Kasane
Unterkunft: Senyati Safari Camp Kosten: 570 BWP Ü Strecke: 416 km
Sobald es hell wurde, standen wir noch etwas müde auf und es folgte wieder das Abenteuer „Duschen“. Wir beschlossen, nicht frühstücken zu gehen, packten unsere Sachen zusammen und bezahlten unsere restliche Rechnung an der Rezeption. Auf dem Parkplatz gab es ein paar Rusks, dafür haben wir sie ja gekauft, neue Sorte zum Probieren… Aber die Buttermilk-Rusks sind doch besser 😗 Naja… was soll´s, auf geht es nach Senyati 🙂
Unterwegs legten wir kurze Stopps an den Pfannen ein…
… ab und zu fotografierte ich aus dem Auto…
… und an der A33 Richtung Kasane standen immer wieder Strauße am Straßenrand.
Glücklicherweise ist die Baustelle ja auf ein Minimum geschrumpft und bald hinter dem ersten „Elefanten-Schild“ döste ein grauer Kamerad im Schatten unter einem Baum.
Auf der Strecke sahen wir recht viele Elefanten, wir waren echt erstaunt, denn im letzten Jahr hatten wir nur wenige Tiere gesehen. Je weiter wir Richtung Senyati kamen, desto mehr Elefanten wurden es, die unter Bäumen etwas Schatten suchten.
Ja, und dann waren wir endlich am Abzweig zum Senyati Safari Camp!!!
Mit dem Hilux war die Anfahrt zum Camp doch wesentlich entspannter als letztes Jahr mit dem Terios und empfangen wurden wir direkt von Giraffen am Wasserloch.
Bei Lou checkten wir ein und bekamen, wie versprochen, Chalet No.2!
Kurze Zeit später kamen die ersten Elefanten…
… die Pumbas mussten den Rückzug antreten und ein African Fish Eagle schaute sich das Geschehen vom Baum aus an. Leider mussten wir noch Einkäufe in Kasane erledigen und erst um 15 Uhr schafften wir es schweren Herzens, uns von hier loszureißen. Die Devise war: Schnell weg, dann sind wir auch schnell wieder hier zurück 🤪 Entlang der Ausfahrt zur Teerstraße sahen wir unzählige Elefanten! Alle standen im Schatten unter den Bäumen, wow, wollten die alle ans Wasserloch kommen???
Nach Spar und Choppies in Kasane waren wir kurz nach 17 Uhr wieder zurück im Camp. Am Wasserloch tummelten sich sooo viele Elefanten, Giraffen kamen dazu, Baboons saßen in der Nähe und die niedlichen Pumbas waren am anderen Ende des Wasserlochs versammelt.
Während wir unseren ersten eigenen Braai vorbereiteten, war es ein ständiges Kommen und Gehen am Wasserloch.
Zum Abendessen gab es Kartoffeln und Salat, für mich Lamb Chops, für Marco ein Beef Steak und dann hatten wir noch Chili Burger gekauft… Huuuuiiiii, ich mag ja gerne scharf essen, aber DAS war selbst für mich ZUVIEL 🤩 So warfen wir kurzerhand Toast auf den Grill, um irgendwie die Schärfe los zu werden 😈
Nach dem Abwasch saßen wir noch eine ganze Zeit lang draußen und beobachteten das Geschehen am Wasserloch. Heute Abend war „Elefanten-Mobbing“ auf dem Programm, mit Schlammschleudern und allem was dazugehört 🤩
Für Morgen hatten wir wieder einen „Relaxing-Day“ eingeplant, der nach zwei Fahrtagen wieder wirklich toll wurde 😎
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 1029. Dez. 2013
Freitag, 11. Oktober 2013
Kasane
Unterkunft: Senyati Safari Camp Kosten: 570 BWP Ü Strecke: 40 km (Old Hunters Road)
Für heute Morgen hatten wir keinen Wecker gestellt und wurden erst kurz vor 8 Uhr wach. Wir schauten nach draußen ans Wasserloch und sahen gleich eine große Büffelherde. Nach dem Duschen wollte ich lecker Frühstück richten, doch nichts ging… der Strom war weg… So gab es Joghurt und Obst, ist ja auch lecker! Nach kurzem Wäschewaschen kamen auch schon die ersten Elefanten ans Wasserloch.
Schnellen Schrittes…
… und dann schnell ins Schlammbad.
Ab und zu zogen Windhosen vorbei…
… doch die Elefanten trotzten dem Sand und zogen ans Wasserloch…
… bei Chalet 1 wieder einmal direkt am Grill vorbei 🤪 🤩
Ohne zu Trinken zog eine Herde Rappenantilopen vorbei, denn das Wasserloch war noch immer belagert von Elefanten, die die Antilopen nicht ans Wasser ließen.
Später genossen wir noch die Aussicht von der Terrasse, es ist einfach fantastisch, Elis wohin man schaut!
Ein kleiner Baby-Elefant kämpfte sich durch den tiefen Schlamm…
… andere plantschten genüsslich im Wasser…
… und manche machten es sich im Schlamm mehr oder weniger gemütlich.
Am Nachmittag unternahmen wir eine kleine Tour auf der Old Hunters Road und waren über die Vielzahl der Tiere überrascht. Richtung Süden sahen wir viele Giraffen, Kudus, natürlich Elefanten, Perlhühner, Gabelracken, Warzenschweine und Impalas.
Auch landschaftlich war es ganz nett, zwar nicht zu vergleichen mit einer Fahrt entlang des Chobe, aber durchaus eine kleine Tour wert.
Auf dem Rückweg machten wir noch ein paar Bilder von Senyati.
Wir beschlossen, noch ein Stückchen Richtung Norden zu fahren, wo die Landschaft sehr grün war und auf den Bäumen unzählige Geier saßen.
Immer wieder tauchten zwischen den Bäumen Elefantenherden auf.
Als wir schon ein ganzes Stück gefahren waren, erschraken wir heftig. Aus den Büschen tauchte ein bewaffneter Mann auf. Schnell stellte sich jedoch heraus, dass es ein Grenzbeamter war, der uns höflich bat umzudrehen. Dies taten wir dann auch und so ging es zurück ins Camp.
Dort angekommen, gingen wir noch ein wenig in den Bunker. Zuerst zeigte sich ein Hammerkopf…
… und die Elefanten wirken aus der Perspektive noch imposanter.
Marco richtete an unserem Chalet das Grillfeuer und den ganzen Abend war ein reges Treiben am Wasserloch. Zu den Elefanten gesellten sich Impalas, Nilgänse, Schakale, Baboons und eine Herde Eland-Antilopen. Immer wieder schön anzusehen sind ja die trinkenden Giraffen.
Als das Holz heruntergebrannt war, grillten wir Steaks, Boerewors und Süßkartoffel und genossen noch lange die einzigartige Aussicht aufs Wasserloch.
Für Morgen hatten wir eine Tour in den Chobe-NP geplant, bis dahin, liebe Grüße!
Kathy & Marco
Teil 1101. Jan. 2014
Samstag, 12. Oktober 2013
Kasane
Unterkunft: Senyati Safari Camp Kosten: 570 BWP (Ü) Strecke: 120 km (Game Drive Chobe NP und Fahrt zur Bootstour)
Da schon am frühen Morgen Roan-Antilopen am Wasserloch waren, konnten wir uns erst gegen 8 Uhr auf den Weg Richtung Chobe NP losreißen. Kurz hinter Senyati wurden wir dann gleich von mehreren Giraffen und einem stattlichen Kudu empfangen.
Recht schnell erreichten wir das Gate zum Chobe NP…
… und auf dem Weg zur Riverfront blockierten Elefanten die Pad.
Wir folgten den Elefanten in gebührendem Abstand und nach einer gefühlten Ewigkeit zottelten sie soweit in den Busch, dass wir passieren konnten.
Entlang der Riverfront fuhren wir Richtung Serondela, überall gab es Elis zu sehen…
… Schreiseeadler saßen oben auf den Bäumen…
… Roan- und Sable-Antilopen zogen umher.
In Serondela suchten wir uns einen schönen Platz um Picknick zu machen, während unten auf dem Fluss Fischer angelten.
Auf der teilweise recht tiefsandigen Pad fuhren wir zurück Richtung Gate und überlegten, wie wir im letzten Jahr diese Strecke mit dem Terios gefahren waren 🤩 Natürlich gab es immer wieder schöne Ausblicke auf den Chobe.
Nach einem kurzen Einkauf in Kasane, legten wir noch einen kleinen Stopp in Senyati ein. Um 14.45 Uhr war dann schon wieder Zeit, um am Treffpunkt für unsere gebuchte Bootstour zu erscheinen. Charles begrüßte uns und stellte uns unseren Guide Moses vor. Auf dem Parkplatz hinter dem Spar war ein bisschen Chaos angesagt, da Bereiche von der Polizei gesperrt waren, auch der Zugang zu den Bootsstegen. Später erklärte uns Moses warum: Eine Person wurde hier am Ufer des Chobe vermisst und jetzt suchten die Beamten das Ufer nach der Person ab. Schließlich durften wir die Absperrung passieren und unsere private Tour mit einem kleinen Boot konnte beginnen.
Zu Beginn fuhren wir flussaufwärts zu kleinen Stromschnellen und Felsen-Inselchen, auf denen sich viele Tiere aufhielten.
Moses zeigte uns mit seiner ruhigen, unaufgeregten Art die Schönheiten des Chobe. Er war sehr engagiert, hatte ein großes Wissen über die Pflanzen- und Tierwelt, ging auf unsere Fragen und Wünsche ein und zeigte uns auch, was man alles aus einer Seerose machen kann.
Dann fuhren wir weiter in den Park. Die Perspektive aus dem kleinen Boot ist schon ganz anders, als von einem großen Boot oder bei einem Game Drive mit dem Auto. Elefanten schleuderten das Gras mit dem Rüssel durch das Wasser, bevor sie es fraßen…
… und auch das Krokodil hatte sich eine üppige Mahlzeit gefangen!
Was uns am Chobe gut gefällt, sind die vielen Vogelarten, die man hier entdecken kann.
Mitten im Gras machte es sich ein Waran bequem und wir konnten immer wieder die idyllischen Bilder von fressenden Elefanten, grasenden Büffeln und Hippos bewundern.
Bei unserem letzten Besuch im Juli 2012 konnte man viele Inseln im Chobe gar nicht so richtig ausmachen, da der Wasserstand viel höher war. Jetzt ragten die Inseln teilweise weit aus dem Wasser heraus.
Auf dem Rückweg zum Bootssteg ging dann langsam die Sonne unter, und natürlich dürfen die obligatorischen „Chobe-Sonnenuntergangsbilder“ nicht fehlen 😎
Da uns die private Tour mit Moses so gut gefallen hatte, fragten wir ihn gleich, ob er am übernächsten Tag noch einmal Zeit für eine Tour mit uns hätte. Er bejahte und meinte, dass die Mittagszeit sehr gut für tolle Sichtungen wäre.
In der Dämmerung ging es zurück nach Senyati und prompt standen Elefanten am Straßenrand. Während des Abendessens war am Wasserloch tote Hose, doch etwas später begann das Schauspiel wieder. Elis, Schakale und sogar eine Civet zeigten sich. Ein kleiner Elefant hatte seine Mutter verloren und schrie dann wie ein ganz Großer! Als er sie wieder gefunden hatte, kehrte Ruhe ein, auch für uns 🤪 Wieder war ein schöner Tag vorüber.
Nachdem wir gestern vormittags mit dem Auto im Chobe NP waren, wollten wir heute einen gemütlichen Vormittag in Senyati verbringen und erst am Mittag in den Park fahren. Heute sollte es Mal wieder ein leckeres Frühstück geben, in den letzten Tagen war dies ja mehr oder weniger ausgefallen 😎 Strom war heute Morgen da, und so brutzelte ich Rührei mit Toast und danach gab es noch leckeres Obst mit Joghurt. Während unser Chalet gereinigt wurde, schauten wir uns im Camp um. Wir bemerkten einen Elefanten, der von der Campsite zum Wasserloch unterwegs war. Irgendwie lief er seltsam und als er näher kam sahen wir, dass das rechte Vorderbein komplett dick angeschwollen war und er nicht mehr auftreten konnte. Ein sehr trauriger Anblick 🙁 Er humpelte ganz langsam zum Wasserloch und machte dort ein Schlammbad, so wie es für ihn noch möglich war. Dann lief er langsam in Richtung unseres Chalets und legte sich wenige Meter davor in den Sand. Die Verletzung am Fuß sah aus wie von einer Drahtschlinge… Armer Kerl, am liebsten wäre ich zu ihm gegangen und hätte ihn getröstet 🙁 Wir überlegten was wir machen sollten. Marco wollte Louw informieren, ich blieb im Chalet. Leider war Louw gerade nicht im Camp und so konnten wir nur abwarten. Immer wieder beobachteten wir den armen Elefanten, der hier mitten in der Sonne lag…
Schweren Herzens brachen wir dann gegen Mittag zum Chobe NP auf. Das Thermometer im Auto zeigte 40°C und meine Gedanken waren immer wieder bei dem verletzten Elefanten. Wie würde es ihm gerade gehen???
In Kazungula war Lkw-Alarm, sie standen den ganzen Hang hinauf 🤩 Ein schöner Anblick waren dagegen die blühenden Jacaranda-Bäume.
Im Chobe NP fuhren wir wieder an der Waterfront entlang…
… fröhliche Kudus begrüßten uns…
… die Elefanten wurden begleitet von Giraffen und Zebras…
… und die Impalas von Woodpeckern (Danke Carsten 😄 ) Oxpeckern 🤪
Auch andere Vögel durften heute wieder nicht fehlen…
… und je später es wurde, desto schöner wurde das Licht.
Auf dem Rückweg mussten wir an der wohl einzigen Ampel in Kasane wieder halten, diese Ampel scheint immer auf „rot“ zu stehen, egal wann man kommt 🤨 Zwar gibt es an der Stelle nur eine Zufahrt zur Feuerwehr, aber vielleicht muss diese ja mal ausrücken und dann ist freie Fahrt 😗
Kurz nach 18 Uhr waren wir zurück in Senyati. Der verletzte Elefant war nicht mehr da. Kurze Zeit später erschienen eine Elefanten- und eine Büffelherde. Wir machten unser Grillfeuer und beobachteten das Geschehen am Wasserloch.
Irgendwann zog die Büffelherde weiter, doch ein Büffel steckte im Morast fest. Er versuchte immer wieder das Ufer zu erreichen. Er schaffte es bis nahe an den Rand, doch nicht ganz heraus. Ein anderer Büffel schien auf ihn zu warten, doch nach einer gewissen Zeit zog auch er davon. Als die Elefanten verschwunden waren, versuchte der Büffel immer wieder das Ufer zu erreichen, doch es gelang ihm nicht. Er wurde zusehends schwächer, konnte sich nicht befreien. Wenige Zeit später tauchten 4 Hyänen auf, sie schlichen immer um das Wasserloch herum. Plötzlich ertönte lautes Hyänenheulen aus nächster Entfernung und die Hyänen verschwanden ruckzuck. Mit einem etwas unguten Gefühl legten wir uns Bett, immer mit dem Gedanken, dass der Büffel wenige Meter draußen „gefangen“ ist, und auch die Gedanken an den verletzten Elefanten ließen uns nicht los…
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 1303. Jan. 2014
Montag, 14. Oktober 2013
Kasane
Unterkunft: Senyati Safari Camp Kosten: 570 BWP (Ü) Strecke: 41 km (Fahrt zur Bootstour)
So als kleine Vorwarnung vorab: Heute ist ELEFANTENTAG!!! Zu Beginn des Elefantentags gab es jedoch die Ernüchterung: Der arme Büffel, der mittlerweile total kraftlos war, lag noch immer im Wasserloch 🙁
Um 11 Uhr waren wir mit Moses für unsere Bootstour verabredet. Er schlug uns den Zeitpunkt vor, denn die Tiersichtungen wären da ziemlich gut… Hmmm, eigentlich doch eher am frühen Morgen oder am späten Nachmittag????? Wir vertrauten ihm und es war echt suuuuper!!! Im Gegensatz zur „Standard-Nachmittags-Cruise“ waren wir so ziemlich das einzige Boot auf dem Chobe. So konnten wir ohne die großen Boote an der Seite den Chobe erkunden, zwar ohne Sonnenuntergang, dafür mit gaaanz vielen Tieren und „Elefanten-Crossing“!
Unsere Kühltasche war gut gefüllt mit Getränken und so ging es dann auf das kleine Bötchen. Zuerst wieder flussaufwärts…
… Moses wusste ja bereits, dass wir uns für Vögel interessieren und fuhr immer wieder unter den Bäumen entlang des Ufers durch…
… im Chobe NP gab es dann die ersten Antilopen…
… eine riiiieeesige Büffelherde…
… begleitet von einem Krokodil, das wohl darauf hoffte, einen im Wasser stehenden Büffel zu ergattern…
… hey, Attacke…
… werde ich wohl auch sooooo groß…
… wie dieses Krok????
Uns geht es gut, egal ob im Wasser oder an Land.
(Übrigens Carsten, die kleinen Vögel auf den Hippos sind die „Afrikanischen Hippo-Woodpecker“ 😣 😣 😣 )
Hach, welch ein beschwerlicher Weg, doch was gibt es hinter dem Hügel zu sehen…
… hui, der hat ja echt was Leckeres gefangen…
… und die sind ja auch putzig!
Ein Highlight der Tour war dann das „Elefanten-Crossing“, das wir erleben durften.
Uuuups, sollen wir rüber zur Insel???
Ja klar, rein ins Wasser!
Oder doch noch eine kleine Rauferei???
Neee, lieber schnell rüber auf die Insel!
Endlich geschafft!!!
Hey, ich komme noch hinterher!!!
Uuuuups, ein Rüssel hinter mir…
… jaaa, habe dich überholt!
Eine wunderschöne Bootstour ging zu Ende. Wir fragten Moses, was aus der vermissten Person wurde… Er sagte uns, dass eine tote Person am Ufer gefunden wurde, ein Kind 🙁
Zurück in Senyati war wieder der verletzte Elefant am Wasserloch, der Büffel lag noch immer im Morast, doch endlich tat sich etwas. Mit einem „Schnürchen“ (Haaiballe-Schtrickle) und einem Geländewagen versuchten mehrere Leute den Büffel aus dem Schlamm zu ziehen. „Afrika-Live“! Das Seil riss und der Büffel lag weiterhin im Wasserloch. Im zweiten Versuch wurde der Büffel dann doch noch aus dem Wasserloch gezogen und er stand sogar für kurze Zeit auf allen Vieren! Doch vor Erschöpfung musste er sich wieder hinlegen.
Nach der aufregenden Rettungsaktion gingen wir runter in den Bunker. Wie gesagt, Platzangst darf man nicht haben 🤩 Das ist der schmale Gang zum „Hide unter der Erde“…
… und das der kleine „Hide“…
… an den Wänden waren echte „Elefantenspuren“, huiii was ist da wohl los, wenn so ein stattlicher Eli mal seinen Rüssel entleert?????
Aber man kann vom Bunker wirklich tolle Aufnahmen machen…
… Rüsselparade…
… ohhhjeee, wo bekomme ich Wasser…
… schnell rein den Rüssel und trinken!!!
Noch eine Sanddusche gefällig???
Gerne!!!
Am Abend zündeten wir wieder unser Grillfeuer an. Wir beobachteten das Verhalten der vielen Elefanten. Zuerst schienen sie ganz gefühlvoll den Büffel immer wieder zu animieren aufzustehen, doch er war zu schwach. Später sah es aus, als wollten sie ihm die letzte Ehre erweisen…
Nach dem leckeren Braai beobachteten wir noch das Treiben am Wasserloch und genossen unser Abschiedsbierchen. Schließlich war es unser letzter Abend in Senyati, morgen geht es weiter in die RiverDance Lodge an den Okavango.
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 1405. Jan. 2014
Dienstag, 15. Oktober 2013
Kasane - Kavango
Unterkunft: RiverDance Lodge Kosten: 1900 Nam$ (HP) Strecke: 476 km
Bereits in der Nacht machte sich Marcos Bein bemerkbar: Sonnenbrand von der Bootstour. Das linke Bein war bei der Tour fast permanent in der Sonne, zwar merkte man das durch den Fahrtwind nicht wirklich, aber hatte ich nicht noch etwas von eincremen gesagt??? Wenn ich böse wäre würde ich ja sagen: Wer nicht hören will muss fühlen… Aber es sah echt schlimm aus, komplett rot! Wir machten kalte Umschläge, der Venti war währenddessen auf das Bein gerichtet um es zu kühlen.
Am Morgen packten wir alles zusammen und unterhielten uns noch mit Louw. Damals hatten wir die Hoffnung, dass der kranke Elefant überleben würde. Er erzählte uns die Geschichte mit der Schlinge und dass Sidudu schon zweimal von einem Tierarzt behandelt wurde, leider hatte es nicht geholfen 🙁 Was uns heute Morgen erfreute war, dass der Büffel wohl über Nacht Kraft getankt hatte und weiter gezogen war, hoffentlich hat er es überlebt. So verabschiedeten wir uns von Louw, nicht wissend, dass wir schon dieses Jahr wieder nach Senyati zurück dürfen 😉
Die Asphaltstraße durch den Chobe war recht unspektkulär, ab und zu gab es ein paar Tiere zu sehen, aber ansonsten war heute einfach mal wieder Fahrtag.
Die Grenzformalitäten wurden wie üblich erledigt, die Checkpoints passiert…
... und dann sollten wir in Katima eine Straßengebühr bezahlen. Hmmm, letztes Mal war das nicht, oder hatten wir es damals übersehen??? Aber auch die großen Schilder kamen uns ungewohnt vor. So zahlten wir die Tax und bekamen letztendlich einen Durchschlag dafür. Bei der Ausreise aus Namibia wollte das niemand mehr sehen, hätten wir uns sparen können, aber wer weiß das im Voraus???
Da wir nicht wirklich Nahrungsmittel mit über die Grenze nehmen wollten, hatten wir uns vorgenommen, kurz in Katima das Nötigste einzukaufen. Wir dachten, dass wir noch wüssten wo der Supermarkt ist, doch weit gefehlt… Sooo viele Straßen die gleich aussehen. An einer Straßenseite stand ein Polizeiwagen und ich fragte den Beamten, ob er uns den Weg zu einem „supermarket“ erklären könnte. Mit einem „supermarket“ wäre es schwierig aber es gibt einen Pick´n´Pay!!! Ich sagte, dass wir genau dort hin wollen und bekam als Antwort: „follow me“. So fuhren wir dem netten Polizisten hinterher, direkt bis zu einem Parkplatz neben dem Eingang! Er winkte uns noch und war wieder verschwunden. Nach einem kurzen Einkauf ging die Fahrt weiter, schließlich erreichten wir die Brücke über den Okavango…
… und gegen 15.30 Uhr erreichten wir die RiverDance Lodge. Der Empfang war sehr nett und sogleich bekamen wir unser tolles Chalet No.3 gezeigt. Wir waren echt baff, es war einfach nur traumhaft.
Lustig sind die schiefen Wände…
… es gibt ein wirklich gemütliches Himmelbett…
… und ein Bad mit toller Aussicht.
Alle Chalets sind unterschiedlich gebaut und haben Blick auf den Fluss und Angola. Hinter den Häuschen gibt es einen schmalen Pfad, der die Häuschen miteinander verbindet und zum Haupthaus führt, wo es schöne Plätzchen zum Entspannen gibt.
Marco lief noch einmal zur Rezeption, bekam von Karin Cremes gegen den Sonnenbrand und ein Angestellter brachte uns noch ein Eimerchen mit Eiswürfeln zum Kühlen des Beins. Es war knallrot und schmerzte.
So machten wir es uns dann auf der Terrasse bequem und genossen bis zum Abend die Aussicht.
Das Abendessen wurde auf der Aussichtsterrasse am Haupthaus serviert und war köstlich! Es gab Chili mit Banane und Teigbällchen, danach Fischfilet mit Kartoffelpüree und Gemüse und als Dessert Black Forest Cake, passend für einen „Schwarzwälder“ 😛 Die Portionen waren nicht wirklich groß, dafür aber richtig delikat!!!
Auf dem Rückweg wurden wir von einem Angestellten begleitet, der uns noch ein Eimerchen mit Eiswürfeln trug. Wie in Afrika üblich, hatten wir natürlich unsere Stirnlampen dabei und erklärten ihm, wir könnten das Eimerchen auch alleine tragen und Licht hätten wir ja auch 😉 Neee, das ist Service 🤪 Eigentlich ist das ja nicht so unser Ding, wenn man alles gemacht bekommt, aber es ist auch mal ganz angenehm verwöhnt zu werden. Insgesamt war das ganze Personal sehr nett, freundlich und zuvorkommend. Es ist ganz anders als auf Dombo, wo Heike und Uli einem umsorgen. Die RiverDance Lodge ist eine Community und alle Arbeiten werden von den Angestellten erledigt, die dafür ausgebildet werden.
Auf der Terrasse setzten wir uns noch ein wenig in die bequemen Liegestühle, tranken unser letztes Bierchen und Marco kühlte das Bein. Es war ganz ruhig und nur das Rauschen des Flusses war zu hören. Fast wären wir hier eingeschlafen, doch wir krochen schließlich doch noch in das riesige Himmelbett mit LED-Sternenhimmel!
Lieber Gruß
Kathy & Marco
Teil 1509. Jan. 2014
Mittwoch, 16. Oktober 2013
Kavango
Unterkunft: RiverDance Lodge Kosten: 1900 Nam$ (HP) Strecke: 132 km (Game Drive im Buffalo Park)
In dem gemütlichen Himmelbett schliefen wir heute etwas länger und gingen erst um 8.30 Uhr zum Frühstück. Leckeres Essen, tolle Aussicht, ja so kann ein Tag beginnen!!!
Für heute hatten wir einen Ausflug in den Buffalo Park geplant. Als wir ans Auto kamen, schien der rechte Vorderreifen relativ wenig Luft zu haben, platt war er noch nicht… So fuhren wir nach Divundu zur Tankstelle, allerdings funktionierte dort der Kompressor nicht 😠 Also auf zur alten Tankstelle! Als was diese in Deutschland durchgehen würde??? Keine Ahnung!!! Allerdings gab es dort wirklich eine kleine Werkstatt, die Reifen reparierte. Tatsächlich hatte der Reifen ein kleines Loch, welches der nette Arbeiter für ein paar Nam-Dollar reparierte. Mir war schon die ganze Zeit aufgefallen, dass das T-Shirt des Arbeiters aus mehr Löchern als Stoff bestand und so fragten wir ihn, ob er noch 2 T-Shirts haben wolle. Irgendwie komme ich mir immer „komisch“ vor, wenn man Leuten etwas anbietet… 😕 Aber er freute sich riesig darüber und strahlte bis über beide Ohren 🙂 Beruhigt ging es dann in den Buffalo Park.
Zuerst geht die Pad durch dichten Busch, wo wir viele Antilopen sahen.
Später führt sie oberhalb des Flusses entlang und man ist teilweise noch weit vom Wasser entfernt.
Doch es gibt auch immer wieder Stellen, an denen man dicht am Ufer entlang fährt und viele Vogelarten entdecken kann.
Stellenweise saßen unzählige Geier und Marabus am Ufer. Manche trockneten ihr Gefieder…
... andere hoben ab und landeten wieder.
Natürlich gab es auch viele andere Tiere zu sehen, einige Elefanten, Büffel, Säbelantilopen, Hippos usw. Der Buffalo Park ist zwar nicht mit dem Chobe NP zu vergleichen, alles ist hier beschaulicher, aber auf seine Weise schön! Je weiter wir fuhren desto ruckeliger wurde die Pad, später führte sie stellenweise durch hohes Gras.
Für den Rückweg wählten wir wieder die gleiche Strecke, denn viele Pads gibt es im Park nicht. Ein Highlight waren noch die beiden Klunkerkraniche, die gerade nach Nahrung suchten. Leider standen sie sehr weit entfernt, so dass es nicht wirklich gute Bilder gibt…
Auf dem Weg zurück zur Teerstraße sieht man durch die dichte Vegetation immer wieder einmal schön auf den Okavango.
Am späten Nachmittag waren wir dann zurück in der RiverDance Lodge und genossen bis zum Abendessen wieder unsere tolle Terrasse 🤪 Bei Kerzenlicht gab es zuerst Lachssalat, danach Rinderfilet mit hausgemachter Pilzsoße, Kartoffeln, süße Gemsquash (lecker!!!) und 5 Böhnchen. Allerdings gab es auch ein kleines Problem: Das Rinderfilet war suuuuperzart, das leckerste, das ich jemals auf dem Teller hatte!!! Warum bekam Marco zwei und ich nur ein Stückchen 😈 😈 😈 Das war echt unfair!!! Naja, dafür machte ich mein erstes Savanna-Bild 😠
Zum Abschluss bekamen wir ein hübsch angerichtetes Dessert mit glasierten Miniäpfelchen, es war leider nicht so unser Geschmack, aber das kann ja auch mal passieren 😎
Heute Abend hatten wir es dann wirklich geschafft… Wir lauschten auf der Terrasse noch den Geräuschen Afrikas und schlummerten beide auf den Liegestühlen ein 🤪 😗
Auf den heutigen Tag freute ich mich schon lange, schließlich war der Mahango Park auf unserer letzten Botswana/Namibia Reise mein „heimlicher Favorit“. Doch zuvor gab es noch ein bisschen „Vogelbeobachtung“ auf unserer Terrasse.
Nach dem leckeren Frühstück mit selbstgebackenen Scones fuhren wir los. Die Anfahrt von der RiverDance Lodge ist zwar ein ganzes Stückchen, aber das wussten wir ja im Vorfeld. Schließlich erreichten wir die Gravelroad…
… und den Mahango Park 🙂
Wir fuhren die Pad Richtung Fluss und gleich zeigten sich die ersten Zebras und Roan-Antilopen.
Ein Hornbill saß gemütlich auf einem Ast…
… und schließlich erreichten wir den Fluss.
Wir fuhren die Strecke bis Kwetche und drehten dort um, zurück fuhren wir den gleichen Weg, denn wir wollten nicht die Hauptpad durch den Park fahren.
Trotz Chobe und Senyati… Elis, wenn auch versteckt im Busch, sind immer wieder toll. Wir dachten gar nicht, dass wir noch einmal Elis sehen würden und so waren es auch (fast) die letzten Elis in diesem Urlaub…
… genau wie die Zebras…
… und die Büffel in der Ferne.
Tja, nun war der letzte Game-Drive vorüber. Ich hatte mich sooo sehr auf diesen Tag im Mahango gefreut, doch irgendwie war ich etwas enttäuscht 🙁 Letztes Mal ein Highlight, dieses Mal naja… Vielleicht lag es am Tag oder an der Jahreszeit, ich weiß es nicht. Aber die Sichtungen waren heute eher mäßig… Oder wird man mit der Zeit etwa verwöhnt???
So fuhren wir dann zurück zur Lodge und genossen den restlichen Nachmittag auf unserer Terrasse. Dort beobachteten wir einen Giant Kingfisher beim Fischen 😉 und plötzlich hörten wir ein heftiges Platschen im Fluss. Ein Hippo schwamm mit einem Affenzahn nahe unserer Terrasse vorbei, rüber zum anderen Ufer. Es blies gewaltige Wasserfontänen nach oben 🤩 Wären wir nicht sicher gewesen, dass wir auf den Okavango schauten, so hätten wir einen Buckelwal vermutet 😄
Kurz vor 19 Uhr klopfte es an der Tür: Einladung zu einer Cultural Show! Irgendwie habe ich dabei ja immer gemischte Gefühle, denn ich mag es nicht, wenn Menschen „vorgeführt“ werden. Aber es hatte hier in der RiverDance Lodge den Anschein, dass die Leute der Community ihre Sitten und Gebräuche gerne weitergeben wollen. Es war wirklich toll!
Was uns den Abend etwas „vermieste“ war ein deutsches Paar, das uns wieder einmal zeigte, dass das „Lodge-Leben“ nicht Unseres ist… Dass man mit High Heels durch Afrika stapft (wie auch die Dame hier 😗 ) kennt man ja aus dem Fernsehen… aber dass man etwas bestellt, es danach nicht mehr möchte und dies den liebenswerten, freundlichen Kellnern als ihren Fehler in die Schuhe schiebt, finde ich echt peinlich! Wieder einmal war fremdschämen angesagt 🙁 Mir tun die Angestellten immer leid, die sich so sehr engagieren und dann auf arrogante Weise einiger Gäste so schlecht behandelt werden… schade…
Trotzdem war das Essen wieder seeehr lecker und danach wurden wir wieder zu unserem Chalet begleitet. Ein letztes Mal konnten wir das Rauschen des Okavangos genießen, letzter Abend hier… schade…
Liebe Grüße
Kathy & Marco
Teil 1706. Feb. 2014
Freitag, 18. Oktober 2013
Kavango - Maun
Unterkunft: Discovery B&B Kosten: 66€ (ÜF) Strecke: 488 km
Heute lag er nun vor uns, der letzte Fahrtag durch Namibia und Botswana... Zum Frühstück erschienen die gestern gestylten Deutschen im Jogginghosen-Schlabberlook… wir haben uns amüsiert 😛 Wir trugen uns noch ins Gästebuch ein und Tino zeigte uns noch den Ruf des Swamp Boubou auf dem IPad, dessen Ruf wir während unseres gesamten Aufenthalts hier gehört hatten. Dann packten wir die letzten Sachen zusammen und verabschiedeten uns. Im Mahango Park sahen wir aus der Ferne doch glatt noch einmal Elefanten…
😁
…und an der Grenze nach Botswana musste ein einziger Beamter die Ein- und Ausreise erledigen. Hmmm, es wären ja noch andere Beamten da gewesen 😗
Aufgrund des Doppeltanks in unserem Hilux hatten wir beschlossen, erst wieder in Botswana zu tanken, da der Spritpreis in Namibia höher war. In Shakawe wurde uns ein Strich durch die Rechnung gemacht. Die erste Tankstelle hatte kein Diesel mehr und bei der zweiten war die Dieselzapfsäule defekt 🤨 Glücklicherweise hatten wir wegen des Doppeltanks noch genügend Diesel und konnten in Gumare tanken. Uns wurde aber wieder mal bewusst, dass man jede Tankmöglichkeit nutzen sollte.
Unterwegs gab es immer mal wieder Eselsgespanne zu sehen…
…doch eigentlich war es heute ein reiner Fahrtag, an dem man auf Schlaglöcher aufpassen musste. Vor dem Abzweig nach Maun gab es noch einmal einen Checkpoint und die nette Dame in Uniform war nicht gerade begeistert, dass Marco nicht direkt am Stoppschild, sondern an der Haltelinie anhielt, so wie in Deutschland üblich 😎 Wir konnten sie aber besänftigen und so ging die Fahrt weiter Richtung Maun.
Im Discovery B&B empfing uns Marije sehr nett, wir packten alles aus dem Auto und fuhren noch einmal zurück nach Maun. SHOPPING war angesagt 😉 und zwar im Wax Apple, um eine getöpferte Butterdose zu erstehen. Wir kamen hin und gerade jetzt war Schließzeit... dennoch durften wir noch rein, und juhu, ich bekam alles was ich wollte 🙂
Da wir am Abend nicht noch einmal nach Maun fahren wollten ging es anschließend zum Essen ins Bon Arrivee. Originell und echt lecker! Dann wurden noch die letzten Dinge gekauft, die unbedingt in den Koffer mussten… Boere Pap, Avocado-Öl und das ein oder andere Gewürz 😗
Den Abend verbrachten wir dann im B&B. Die Häuschen sind sehr schön angelegt…
… die Zimmer individuell eingerichtet…
… aber leider war das Bad, wie Annick sagen würde, etwas mudelig 🙁 Letztes Mal hatte ich hier für das B&B ja „Lobeshymnen“ verbreitet, dieses Mal eher weniger... Die Dusche stand unter Wasser, da der Abfluss voller Haare war, echt ekelig… und das Duschwasser floss dann über die Terrasse, da der Abfluss wohl nicht dicht war…
Heute Abend war es zudem auch noch sehr heiß, wir suchten uns ein trockenes Plätzchen auf der netten Terrasse, die allerdings einen neuen Tisch vertragen könnte 😗 In Maun hatten wir uns noch ein Bierchen und ein Savanna gekauft und ließen so unseren letzten Abend in Botswana ausklingen.
Morgen geht es zurück nach Deutschland, so schnell geht ein Urlaub immer wieder vorbei 🤩
Lieber Gruß
Kathy & Marco
Teil 1815. Feb. 2014
Samstag, 19. Oktober 2013
Maun - Johannesburg - Frankfurt
Unterkunft: Uralter Jumbo ohne Inflight-Entertainment Strecke: 15 km
Nun ist er angebrochen, unser letzter Morgen in Botswana. Während ich mich im Bad fertig machte, erkundete Marco ein wenig das Discovery B&B und entdeckte viele kleine Details, die das B&B besonders machen.
Am Frühstückstisch war ein deutsches Paar, der Mann hatte Geburtstag und die Angestellten sangen ihm ein Geburtstagsständchen. Wirklich toll! Nach dem leckeren Frühstück packten wir unsere Sachen zusammen, ließen uns aber richtig Zeit dafür, denn es war schon sehr heiß, obwohl es bewölkt war. Wir verabschiedeten uns und brachen um 10.30 Uhr zum Flughafen auf. Mit dem Fahren ließen wir uns ebenfalls viel Zeit, denn wir genossen einfach nur die Klimaanlage im Auto. An einem Straßenstand gaben wir unsere letzten Pulas aus.
Eine Mitarbeiterin von AVIS holte am Airport unseren Mietwagen ab, alles lief problemlos. Wir gaben unser Gepäck auf und gingen danach über die Straße in den klimatisierten Souvenir-Shop.
Da der „leichte“ Fotorucksack den Rücken strapazierte, beschlossen wir, uns im Terminalgebäude einen Platz zu suchen. Trotz Ventilatoren war es nahezu unerträglich.
Wir waren froh, als wir endlich im Flugzeug saßen 🙂 Über Johannesburg türmten sich wieder einmal riesige Gewitterwolken auf und der kleine Flieger holperte Richtung Landebahn. Wir waren gerade im Terminalgebäude angekommen, da legte das Gewitter los und der Regen prasselte in Strömen.
Am Check-in-Schalter von LH bekamen wir nicht die vorreservierten Plätze 😈 die wir extra wegen Marcos „Thrombose-Bein“ ausgesucht hatten. Wir sollten uns am Gate wegen der Plätze melden. Dort war natürlich kein Mitarbeiter, bei dem wir nachfragen konnten 😗 Nun hatten wir noch genug Zeit für Shopping und im „Jackson Republic“ aßen wir noch einen leckeren Burger. Im Flieger stellte Marco dann fest, dass er die Beine doch gut unter dem Sitz ausstrecken konnte und so beließen wir es bei den Sitzplätzen, die 10 Stunden würden ja irgendwie rumgehen. Der Start verzögerte sich, da sich auf dem Abflugkurs noch ein Gewitter austobte. Den Gag des Tages lieferte sich allerdings die Purserin: Sie stellte uns das tolle Entertainmentprogramm für unseren Flug vor 😎 anscheinend hatte sie nicht mitbekommen, dass in der Economy Class das Inflight Entertainment fehlte 🤪 Viele Passagiere amüsierten sich darüber, viele waren aber auch sauer, da sie wegen des A380 die LH-Flüge gebucht hatten. Nach dem Essen dauerte es wieder ewig, bis das Licht ausgeschaltet wurde 😈 Doch irgendwie ging der Flug wieder schnell vorüber, es gab Frühstück und schon landeten wir in Frankfurt. Die Passkontrolle dauerte etwas länger, da gerade Schichtwechsel war, und auf das Gepäck mussten wir auch noch warten. Nach weiteren eineinhalb Stunden Autofahrt wurden wir von unseren beiden Stubentigern fröhlich empfangen 🙂
Liebe Grüße an all unsere fleißigen Mitleser, gaaanz vielen Dank an alle, die uns geschrieben haben und natürlich auch an die vielen „Danke-Button-Drücker“ 🙂 🤪 🙂