Kleiner Namibia Klassiker mit Kids & 2 Dachzelten

Reisebericht 31 Antworten · 9'917 Aufrufe · gestartet 25. Okt. 2013 von libera
Themenstarter64 Beiträge · seit 201225. Okt. 2013 · #1
So ich versuche es nochmal, hab mir vorhin so eine schöne Einleitung zu einem Reisebericht überlegt und getippt und beim Hochladen ist es dann leider verschwunden. Also, nochmals ein Versuch, jetzt aber halt etwas kürzer gefasst.

Liebe Fomis, herzlichen Dank für Eure Tipps und die Unterstützung bei der Vorbereitung der Reise. Es hat uns sehr geholfen alles gut vorzubereiten und es hat auch alles immer prima geklappt! Dieses Forum ist einfach toll:-)

Wir sind soeben zurück aus Namibia und haben auch dank der kompetenten Infos von euch Fomis einen richtigen Familien-Traumurlaub verbracht. Wir haben die 16 Tage rundum genossen und jeder ist auf seine Kosten gekommen. Wir, das sind mein Mann und ich und unsere beiden Jungs Tim und Nick.

Wir hatten 16 Tage im Oktober zur Verfügung und haben daher den Süden Namibias ausgelassen, damit es nicht zu grosse Etappen werden. Zudem war eine Bedingung unseres Jüngsten, dass wo immer möglich, nachmittags ein Pool zur Verfügung stehen muss. Wer also im Oktober dummerweise mal am gleichen Ort wie wir war und dachte, er/sie könnte nachmittags ruhig am Pool relaxen, den mussten wir leider enttäuschen. Unsere Jungs, vor allem der Jüngere mit der lauteren Stimme sind richtige Wasserratten und lassen es dann schon mal ein Weilchen krachen. Nick wurde am Ende der Reise eindeutig als Namibias erster Poolspezialist gekürt.

Hier nun also unsere Route:


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1. Zürich - Frankfurt - Windhoek -
2. Lake Oanob Camping
3. Sesriem, Sossus Oasis Campsite
4. Büllsport Guestfarm, Police Station Campsite
5. Solitaire Guest Farm, Camping
6/7/8 Swakopmund, Sam's Giardino
9/10 Damaraland, Bambatsi Guesfarm, Camp Biro
11/12 Etosha, Okaukuejo, Camping
13. Etosha, Fort Namutoni, Camping
14. Mount Etjo Safari Lodge
15. Pension Moni
15 Fra - ZH


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zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2013
Themenstarter64 Beiträge · seit 201225. Okt. 2013 · #2
5.10. Windhoek - Lake Oanob Resort

Am Abend des 4. Oktobers wartet auf uns in Frankfurt der super-nagelneue A-irgendwas Flieger von Air Namibia. Wir sehen sie vom Fenster aus schon von weitem und ich denk noch, jetzt wär unser ebenfalls nagelneuer Canon-Feldstecher (mit Bildstabilisator) gut, den mein Mann sich extra für diese Ferien geleistet hat. Ich sag also so ganz locker "du, hast du den Feldstecher im Handgepäck?", da wird meine bessere Hälfte ganz bleich und blickt mich mit grossen Augen an und sagt nix. Da war mir sofort klar - wir haben ihn vergessen. Das darf doch nicht wahr sein. Minikrise vor dem Abflug, leichte Panik wie wir denn jetzt überhaupt Löwen und Nashörner entdecken können - ohne Bildstabilisator. Tim verdreht die Augen und liest weiter in seinem Fantasy Schmöker und Nick ist in seinen ipod vertieft. Solange die Adapter für ihre Gadgets dabei sind, ist die Welt noch in Ordnung.

Na ja, es ist wie es ist, wir schauen nach vorn und lassen uns die Freude nicht verderben. Im Flieger gibt es erst grosse Freude der Kids über das Entertainment System in den Sitzen. Fernbedienung raus - klack - wieder rein - klack - oder doch nochmal - klack - und so weiter. Bin mal gespannt wie lange diese Plastikteile das aushalten. Bald darauf leichte Ernüchterung bei den Kindern, dass alle Filme nur auf Englisch sind. Nun ja, dann schlafen sie wenigstens bald!
Die Nacht war sehr unruhig, der einzige, der wirklich gut schlafen konnte war mein Mann. Ich war am morgen ziemlich gerädert. Somit war auch gleich klar wer heute fährt.

Der Savanna-Mann erwartet uns bereits am Flughafen, noch kurz etwas Geld geholt, MTC Karte abgeholt und los gehts. Bereits auf dem Weg nach Windhuk sehen wir zwei Giraffen, ein paar Paviane und Warzenschweine.
Bei Savanna werden wir mit Kaffee empfangen, müsse aber einige Zeit warten, bis wir endlich unseren Hilux mit den Dachzelten in Empfang nehmen können. Der Wagen ist gut in Schuss und alles Tip Top, endlich kann es losgehen.
Einkaufen, Aufladen und ab nach Lake Oanob, wo wir erstmal richtig ankommen und uns von der Anreise erholen wollen.


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Bei der Ankunft werden wir freundlich empfangen und bringen Helena vom Resort einen Stapel frisch in der Schweiz gedruckter Flyer mit und erhalten gleich eine Einladung in die Poolbar. Das war das Stichwort für die Jungs, die sofort nach ihren Badehosen verlangen und in Richtung Pool losziehen, während wir uns erstmal einrichten und uns mit den Dachzelten abmühen. Anfangs war es noch etwas ungewohnt, ging aber dann von Tag zu Tag schneller. Wichtig war einfach am Morgen schnell genug abzubauen, bevor die Sonne hoch steht und man sich auf dem Dach verbrennt.
Das Poolwasser sah nicht soo einladend sauber aus, wie es bei den übrigen Gästefarmen der Fall war, hoffentlich schlucken die Kinder nicht zuviel davon!
Später machen wir unser erstes Grillfeuer und braten die eingekauften Steaks und ich geniesse ein erstes Savanna Dry, von dem ich im Forum immer wieder gelesen habe. Schmeckt wirklich nicht schlecht!
Kaum geht die Sonne unter, fallen wir auch schon todmüde ins Bett. Obwohl es tagsüber recht heiss war, kühl es nun massiv ab und ich bibbere in der Nacht und hätte gerne einen wärmeren Schlafsack, bin aber zu faul um aufzustehen und wärmere Sachen aus dem Auto zu holen.
zuletzt bearbeitet 25. Okt. 2013
5'479 Beiträge · seit 200925. Okt. 2013 · #3
Da bin ich ja mal gespannt. Familien-Reiseberichte waren hier im Forum meist besonders interessant.

Kleiner Tip gegen verschwundene Berichte: Nicht direkt ins Forum Tippen, sondern den Bericht in Word Tippen und dann ins Forum kopieren. Seitdem ich das so mache, läufts problemlos.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
Themenstarter64 Beiträge · seit 201225. Okt. 2013 · #4
@Topobär, danke für den Tipp. Werde das auf diese Art versuchen, so sind die Texte wenigstens nicht gleich verschwunden! Welcome on board.
Themenstarter64 Beiträge · seit 201225. Okt. 2013 · #5
6.10. Lake Oanob – Sesriem, Sossus Oasis Campsite

Die erste Nacht im Dachzelt war eigentlich ganz bequem. Ich nehme mir vor am Abend auf jeden Fall noch ein paar wärmere Sachen ins Dachzelt zu nehmen, falls es nachts weiterhin so kühl bleibt. Das Morgenlicht ist wunderschön und wir geniessen die Stille. Die Organisation unserer Taschen und Lebensmittel im Auto ist noch etwas umständlich. Zum Frühstück gibt's Müesli und Cornflakes und heissen Kaffee. Wir wollen bald los, denn heute ist eine grosse Etappe bis nach Sesriem.

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Wir nehmen die Route über den spektakulären Spreethootgepass und machen dort noch einen Fotostop. Es windet sehr stark und ist ziemlich heiss. An die extrem trockene Luft müssen wir uns noch gewöhnen. Der Wasserverbrauch ist ziemlich hoch.

Während der Fahrt testen wir unseren FM Transmitter und freuen uns, dass wir damit die auf's Handy geladenen Hörbücher perfekt einspielen können. Während der Fahrt hören wir das teils etwas skurrile Buch „Er ist wieder da“. Unser Lieblingssprecher Christoph Maria Herbst imitiert den deutschen Diktator so gut, dass uns des öfteren das Lachen im Hals stecken bleibt. Wir unterbrechen immer wieder mal für einen kurzen Diskurs in deutscher Geschichte, damit die Kinder, vor allem der jüngere auch verstehen worum es geht.

Gegen Mittag legen wir einen Stop in Solitaire ein und essen natürlich den feinen Apfelkuchen von Mosee. Mein Man findet den Ort so toll, dass wir in den nächsten Tagen dort noch weitere 2 Stopps einlegen müssen um uns mit Kuchen und Süssen Stückchen einzudecken.


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Bevor wir auf unserem Camping einchecken, fahren wir noch kurz auf der Sossus Oasis Lodge vorbei und buchen einen Sundowner Gamedrive und bestellen den legendären Frühstückskorb für den nächsten Morgen. Wir beschliessen nach dem Gamedrive gleich in der Lodge zu essen, damit wir nicht mehr im Dunkeln kochen müssen.

Auf dem Campingplatz wird natürlich als erstes der Pool eingeweiht. Das Wasser ist total sauber und angenehm abkühlend. Das Thermometer an der Tankstelle zeigt 40 Grad an. Man hält es nur im Schatten oder im Wasser aus.


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Um 17 Uhr finden wir uns auf der Lodge für unseren Gamedrive ein. Zum ersten Mal kommt so richtiges Afrika-Feeling auf. Wir sehen Springböcke, Oryx und sogar einen Capfuchs. Nur die Klippschliefer bei unserem Sundowner-Felsen lassen sich leider nicht blicken. Wir geniessen unseren ersten tollen Sonnenuntergang mit einem kühlen Drink und feinem Bilton und Crackers.

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Das Abendessen in der Sossusvlei Lodge war sehr lecker und wir konnten verschiedene Game-Arten vom Grill ausprobieren. Nick war allerdings so müde, dass er fast beim Essen am Tisch eingeschlafen ist und gar kein Dessert mehr wollte. Wir beschliessen auf den Kaffee zu verzichten und die müden Kinder ins Bett zu bringen, schliesslich wollen wir am nächsten Tag zum Sonnenaufgang bei den Dünen sein.
zuletzt bearbeitet 26. Okt. 2013
248 Beiträge · seit 201230. Okt. 2013 · #6
Hallo!

Ich lese gerne mit. Wir haben eine sehr ähnliche Runde im August gemacht.
Wie ich an den Fotos erkennen kann, hattet ihr die gleiche Campsite am Lake Oanob wie wir.

Bitte um baldige Fortsetzung.

LG aus Wien,
Peter
Reisebericht: Vienna goes Nambots 2017 - Familiencamping die Dritte Reisebericht: Familiencamping in SA & Bots No 2 2015 Reisebericht: Vienna goes Namibia 2013 Video Highlights Namibia
zuletzt bearbeitet 30. Okt. 2013
Themenstarter64 Beiträge · seit 201230. Okt. 2013 · #7
Hallo Peter, willkommen als Mitleser. Es freut mich Feedback zu bekommen. Es geht auch gleich weiter - versprochen, musste berufsbedingt, ein paar Tage Pause einlegen.
Die Campsite war zum eingewöhnen sehr schön. Da es Samstag Abend war und im Restaurant eine grosse Gesellschaft ein Fest feierte, war es nachts etwas laut. Da wir aber so müde vom Flug waren, hat es uns nicht gross gestört.
LG libera
Themenstarter64 Beiträge · seit 201230. Okt. 2013 · #8
7.10. Sossusvlei – Büllsport Gästefarm, Police Campground

Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr, es ist noch dunkel. Rasch packen wir die Kinder im Schlafanzug und Schlafsack runter auf die Rücksitze, wo sie erstmal weiterschlafen und wir räumen alles zusammen. Dann gehts zur Sossusvlei Lodge um den Frühstückskorb abzuholen. Was uns da erwartete war ein Monstrum von Korb, den man zu zweit schleppen musste und noch zwei Extra Kannen mit Kaffee und Wasser. Unglaublich, was da wohl alles drin ist?

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Zwischenzeitlich ist es schon hell und das Tor zum Park ist bereits offen. Auf dem Weg zur Dune45 sehen wir unzählige Springböcke, Oryxe und Strausse.

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Erster halt bei der Düne45 und da schlägt natürlich ganz das Schweizer Blut meines Mannes durch, gleich losmarschiert auf den höchsten Punkt. Etwas Bewegung tut auch mal gut, wir sitzen ja sonst schon recht viel im Auto. Ganz oben geniessen wir den Rundumblick über das Dünenmehr. Die Kinder laufen zwischenzeitlich in den Socken. Anschliessend kullern die Jungs im Sand hinunter und ich muss daran denken, dass wir diesen Sand warscheinlich die ganzen Ferien nicht mehr aus unserem Auto/Zelt/Taschen bekommen werden. Am Fuss der Düne entdecken die Kinder einen toten Oryx, der aber schon einige Zeit da liegen muss. Das muss natürlich genauer begutachtet werden, ist aber nicht wirklich ein feiner Anblick, auch geruchstechnisch nicht so ein Vergnügen.

Nun machen wir uns weiter auf den Weg und versuchen uns auf der 4x4-Strecke in der Hoffnung am Ende des Weges auf einen Rastplatz zu kommen, wo wir unser Frühstück auspacken können.
Eigentlich sollte man ja Luft ablassen, wir sind auch ohne diese Massnahme gerade noch so durchgekommen. Bitte nicht vor dem Frühstück steckenbleiben und mit zwei unterzuckerten, hungrigen Buben schaufeln müssen. Das wäre wahrlich kein Vergnügen. Die Ungeduld unseres Jüngsten, jetzt endlich den Inhalt unseres Frühstückskorbmonstrums zu Gesicht zu bekommen, wurde bereits lautstark im Wagen kundgetan.


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Endlich erreichen wir den Rastplatz, leider war der einzige Steintisch unter einem Baum bereits von Overlander Gruppen besetzt, also suchten wir uns etwas weiter weg einen anderen Baum und holten unseren eigenen Tisch und Stühle raus.
Wir staunen, was alles in dem Korb war, das würde für 3 Familien locker reichen. Ganze Platte mit frischen Früchten, Fruchtsalat, Joghurt, Brot, Brötchen, Wurst, Käse, Kaffee, Tee, Saft, ........ Ich komme mir fast etwas dekadent vor, dies alles mitten in der kargen Wüste aufzutischen.

Nach diesem opulenten Frühstück wollte mein Mann sich noch auf ins Dead Vlei machen. Den Kindern und mir war es definitiv zu heiss und wir setzen uns in den Schatten vom Wagen und lesen Micky Mouse Hefte und ich mein Buch „Die Herrin der Savanne“. Letzteres handelt von der Erbauerin von Schloss Duwisib und gibt einen guten Einblick in die Kolonialgeschichte Namibias und ist erst noch spannend geschrieben.


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Langsam ist der Schatten des Wagens nur noch ein schmaler Spalt und ich hoffe, dass mein Göttergatte bald zurück kommt, bevor wir direkt in der Sonne schmoren müssen. Endlich taucht er auf und wir machen uns auf den Rückweg. An der Tankstelle stellen wir fest, dass es 41 Grad heiss ist. Die Klimaanlage läuft auf Hochtouren. Nochmals volltanken, Geld ziehen und weiter gehts zu unserem heutigen Übernachtungsziel, der Büllsport Gästefarm.

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Wir werden auf der Farm herzlich mit Kaffee und Kuchen empfangen und die Jungs verlangen natürlich zuallererst die Badehosen. Der Poolexperte gibt 10 Punkte. Das Wasser ist sauber, angenehm kühl und frische Handtücher und Liegestühle sind vorhanden.


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Wir erhalten eine Survivalkiste für den Wildniscamping bei der alten Polizeistation und bläut uns ein, auf keinen Fall irgendwelche Lebensmittel oder Abfälle herumliegen zu lassen. Es leben dort sehr viele Paviane, die aber scheu sind und sich nicht in die Nähe der Menschen trauen. Der Farmer legt grossen Wert darauf, dass dies auch so bleibt.
Als wir zum Camping entlang der felsigen Berge fahren, sehen wir bereits eine sehr grosse Gruppe von Pavianen zwischen den Bäumen und Büschen sitzen. Sie haben uns den ganzen Abend beobachtet, kamen aber tatsächlich nicht in unsere Nähe. Tim meinte, er kommt sich vor wie im Zoo, nur anders herum, dass wir nämlich beglotzt werden:-)

Es ist ein ganz schöner Abend, wir kochen Gulasch im Potje auf dem offenen Feuer, bestaunen den Sternenhimmel und versuchen die vielen Geräusche der Tiere um uns herum zuzuordnen. Nick ist ganz still und lauscht unseren Geschichten und Gesprächen. Ich habe fast den Eindruck ihm ist etwas mulmig zumute, was er natürlich nie zugegeben hätte. Nachts wache ich mehrmals auf, weil einer der Pavianchefs einen ziemlichen Radau macht und ich bin froh, dass es hier keine Löwen gibt.


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Der Campingplatz Police Station wird übrigens nur an eine Gruppe vergeben, so dass wir ganz allein dort waren. Es gibt einen sehr komfortablen und sauberen Ablution Block mit Warmwasser. Allerdings keinen Strom und damit auch kein Licht. Hat uns aber nicht gestört, im Gegenteil.
Hier steht noch die Ruine der ehemaligen Police Station, dazu gibt es auch noch eine ganz spannende Geschichte. Zur Zeit der deutschen sogenannten „Schutzmacht“ haben sich in diesem Gebiet öfter kämpferische Gruppen der Hottentotten (heute Nama) versteckt. In den Berichten von damals schreiben sie von "lichtscheuen Gestalten". Mit einer kleinen Polizeidelegation wurde versucht diese Rebellen aufzuspüren und ihnen die Rückzugsgebiete zu versperren. Es hat auf dem Weg zum Platz noch zwei Gräber von Polizisten, die bei diesen Gefechten umgekommen sind.


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zuletzt bearbeitet 31. Okt. 2013
Themenstarter64 Beiträge · seit 201202. Nov. 2013 · #9
08.10.2013 Büllsport – Solitaire Guest Farm

Heute gibt's ein sehr reichhaltiges Frühstück, weil wir eigentlich viel zu viel eingekauft hatten und die Sachen noch vor Swakopmund aufgebraucht sein sollten. Daher machen wir Rührei mit Zwiebeln, Tomaten und angebratenem Speck. Die Jungs hauen kräftig rein. Wir trödeln etwas herum, und als wir endlich das Zelt zusammenklappen wollen, ist es so heiss, dass wir das Auto kaum anfassen können ohne uns zu verbrennen. Die Etappe zur Solitaire Guest Farm ist kurz, so dass wir auf dem Weg nochmals einen Apfelkuchenstopp einlegen können. Zum 3. Mal.

Wir erreichen die Farm sehr zeitig und verbringen den Nachmittag am Pool. Zwei der vielen Hunde, weichen unseren Jungs nicht mehr von der Seite. Vor allem Nick haben es die beiden Hunde angetan, die von ihm kurzerhand auf Socki und Birki umgetauft wurden. Es war zu herrlich. Wenn Nick ins Wasser gesprungen ist, hat Socki immer sofort an der Stelle am Beckenrand gewartet, wo er auftauchen sollte. Wenn er dort nicht aufgetaucht ist, hat er sofort Alarm gegeben. Wir haben nachher vom Besitzer erfahren, dass die beiden Hunde auch immer auf seine eigenen beiden Jungs aufpassen, die aber unter der Woche im Internat sind.


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Um 17 Uhr brechen wir auf zum Cheetah Drive mit einem Guide und ein paar deutschen Gästen, die 10min vorher mit einem Bus angekommen sind und kaum Zeit hatten einen Kaffee zu trinken. Die Geparden machen sich heute rar und wir müssen fast eine Stunde suchen, bis wir 2 junge Männchen endlich faul unter einem Busch liegend entdecken. Einer war wenigstens so nett, sich nach ein paar Minuten noch etwas fotogen in Pose zu stellen.

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Nach der Rückkehr gibt es noch ein Sundowner-Fotoduell zwischen Tim und meinem Mann. Tim hat Glück und schiesst das bessere Foto:

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Abends im Restaurant sitzen wir am Tisch neben der Reisegruppe und stellen amüsiert fest, dass die beiden deutschen Paare, die mit uns auf Cheetah Tour waren, uns für Holländer halten 🙂 Wir lassen sie in dem Glauben und geniessen unser feines Abendessen.
zuletzt bearbeitet 02. Nov. 2013
8'681 Beiträge · seit 201002. Nov. 2013 · #10
Ein wunderschöner Reisebericht, der mich mal wieder wehmütig werden lässt..... als meine Jungs in dem Alter waren, gab's kein Drandenken an eine so weite Reise 🙁 !

Deine Fotos sind super - und dies ist mein absoluter Favorit:
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Ich freue mich schon auf die Fortsetzung - liebe Grüße von Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
Themenstarter64 Beiträge · seit 201202. Nov. 2013 · #11
Liebe Bele, danke für das Lob.
Das Kompliment über die Fotos freut mich besonders, weil wir bezüglich Fotografieren nämlich noch ziemliche Greenhorns sind. Wir haben uns für diese Reise erstmals eine etwas bessere Kamera zugelegt und ich bin selbst überrascht, wie gross der Qualitätsunterschied zu früher ist.
Ich sehe es auch als ein grosses Privileg, dass wir mit unseren Kindern zusammen nach Afrika reisen konnten. Es war wirklich ein ganz besonderes Familienerlebnis, das uns noch lange in Erinnerung bleiben wird.
LG libera
Themenstarter64 Beiträge · seit 201207. Nov. 2013 · #12
9.10. Solitaire – Swakopmund, Sam's Giardino

Heute steht eine lange Autofahrt an und wir begnügen uns mit einem kurzen Müslifrühstück und wollen danach gleich los. Gerade als wir am zusammenpacken sind, kommt der Farmer angerannt um uns zu sagen, dass sich die Meerkatzenfamilie gerade neben der Farm aufhält und wir sie ansehen könnten. Das lassen wir uns natürlich nicht zweimal sagen und sprinten los. Natürlich nicht ohne unsere Kameras. Die Meerkatzen sehen aus wie Erdmännchen und mir ist bis heute der Unterschied noch nicht ganz klar. Kennt jemand den Unterschied? Wieder gibt's einen Familienwettbewerb, wer am nächsten an eine Meerkatze dran kommt. Plötzlich tauchen auch noch Erdhörnchen auf und es ist ein grosses Gewusel um uns herum. Die Tierchen sind auch wirklich ganz herzig.

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100 Fotos später reissen wir uns endlich los und machen uns auf den Weg nach Swakopmund. Aber natürlich nicht, ohne uns ein allerletztes mal in Solitaire mit Apfelkuchen einzudecken.

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Die Fahrt führt uns durch eine Art Mondlandschaft über den Kuisebpass, schliesslich nach Walvis Bay, wo wir am frühen Nachmittag ankommen.


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Es war wirklich sehr staubig und sehr trocken!

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Zwischendurch heisst es mal Reifen aufpumpen, da wir das Gefühl haben, dass einer etwas wenig Luft hat.

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Diese Flamingos bilden das Empfangskomitee und gleich tauchen auch die ersten Verkäufer mit den geschnitzten Makalani-Nüssen auf. Wir haben uns noch nicht nach den Preisen erkundigt und handeln ihn um die Hälfte runter und sind der Meinung wir hätten damit einen guten Deal gemacht. Später werden uns die Nüsse direkt für die Hälfte des bezahlten Preises angeboten und noch später erfahren wir, dass man üblicherweise noch viel weniger dafür bezahlt. Na ja, macht ja nichts.

In Walvis Bay setzen wir uns in ein Café am Pier und trinken einen sehr feinen Kaffee. Gegenüber im ersten Stock sehe ich einen Coiffeurladen, der sehr ordentlich aussieht und schaue Tim an. Er versteht sofort was ich meine und meint, er würde die Tiere warscheinlich schon besser sehen, wenn die Haare nicht mehr bis zur Nase reichen. Gesagt, getan und während wir gemütlich unseren Kaffee schlürfen, lässt er sich einen kürzeren Schnitt verpassen.

Schliesslich fahren wir entlang der Küste bei dunstigem Wetter nach Swakopmund und checken bei Sam ein. Wir fühlen uns sofort wohl und die Kinder jubeln, als sie das grosse Zimmer mit der riesigen Badewanne sehen. Badewanne und Fernseher im Zimmer werden von den Kindern als Poolersatz akzeptiert.
Auch der Garten mit den Fischen und vielen Vögel ist sehr liebevoll angelegt. Wir freuen uns auf die kommenden Tage mit etwas mehr Komfort und viel Platz im Zimmer.

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Wir trinken mit Sam an der Bar ein Glas Wein und besprechen mit ihm, wie wir die nächsten 3 Tage in Swakopmund verbringen wollen. Er bucht uns für den Abend einen Tisch im Erich's und organisiert auch gleich die Katamarantour für den übernächsten Tag.

Als wir das restliche Gepäck aus dem Auto ausladen wollen, entdecken wir, dass der hintere Reifen platt ist. Zusätzlich haben wir auch noch einen Defekt am Kühlschrank. Wir telefonieren mit Savanna Car Hire und sie teilen uns mit, zu welcher Garage wir wegen des Kühlschranks gehen sollen. Ganz in der Nähe ist auch eine Reifenwerkstatt. Wir haben ja 2 Tage Zeit in der wir den Wagen nicht brauchen, also können wir die Sachen in Ruhe reparieren lassen. Während die Kinder und ich im Zimmer chillen und die Kids gleich die Badewanne testen, bringt meine bessere Hälfte den Wagen in die Werkstatt.

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Das Essen abends im Erich's war wunderbar, das Restaurant war rappelvoll, erinnert aber vom Ambiente her schon sehr stark an eine etwas altmodische, deutsche Wirtschaft, wie es sie früher in jedem Dorf in meiner Heimat gab.
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2013
8'681 Beiträge · seit 201007. Nov. 2013 · #13
libera schrieb: Die Meerkatzen sehen aus wie Erdmännchen und mir ist bis heute der Unterschied noch nicht ganz klar. Kennt jemand den Unterschied?
Es gibt keinen Unterschied....allerdings heißt es nicht Meerkatze (das ist nämlich tatsächlich etwas anderes), sondern Meerkat, und das ist der Afrikaans-Name für Erdmännchen. Zumindest ist das meines Wissens so....

Mein Neid sei mit euch - ich hab noch nie Erdmännchen gesehen! 🤢

LG Bele
Meine Reiseberichte im Namibia-Forum von 2011 bis heute
zuletzt bearbeitet 07. Nov. 2013
Themenstarter64 Beiträge · seit 201207. Nov. 2013 · #14
Du rettest mir den Abend, Bele! Juhui, also doch Erdmännchen! Ich hatte mich schon gewundert 🙂
LG libera
Themenstarter64 Beiträge · seit 201208. Nov. 2013 · #15
10.10. Swakopmund – Living Desert Tour

Wow, wie ist das schön, wieder mal in richtigen grossen bequemen Betten zu schlafen. Wir müssen allerdings zeitig raus, weil wir um 8 Uhr zur Living Desert Tour abgeholt werden. Wir freuen uns schon riesig drauf, endlich die Little Five zu sehen. Es ist noch recht kühl und wir schlüpfen alle in unsere warmen Jacken. Es stellt sich allerdings heraus, dass alle noch eine Schicht mehr vertragen hätten. Es ist regnerisches Wetter und morgens in der Wüste noch sehr kalt. Schlotternd lauschen wir Douglas' Erklärungen und hoffen, dass die Sonne bald durchkommt, was nach ca. 1 Stunde dann auch passiert.
Douglas führt die Tour zweisprachig, so bekommen auch die Kinder alles mit.

Es ist unglaublich, was die Guides alles aus dem Sand herausbuddeln:

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Hier die Dancing White Lady, die sich bei Gefahr zusammenrollt und den Sand hinunter kullert.

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Dieses Baby-Chamäleon hatte es mir besonders angetan!

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Wir essen in Swakopmund im Brauhaus zu Mittag und schlendern noch etwas herum und kaufen ein paar Souvenirs. Den Rest des Nachmittags relaxen wir im Hotel und geniessen den schönen Garten.

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Unsere Jungs machen Wellness und schauen dabei Phineas & Ferb auf Englisch.


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Ich lese in der namibischen Zeitung vom angeblich „irrtümlichen“ Abschuss eines mit Sender ausgestatteten Wüstenlöwens. Ein sogenannter Trophäenjäger (schon diesen Begriff finde ich unglaublich) erklärte, dass es sich hier wirklich nur um ein Versehen handeln konnte, weil kein Trophäenjäger einen Löwen mit Sender abschiessen würde. Denn das sei ja im Prinzip dann gar keine richtige Trophäe, also sei ein Jäger daran wohl kaum interessiert. Schade, dass es immer noch einen so grossen Jagttourismus in Namibia gibt. Es gibt doch so viele andere schöne Erlebnisse in diesem Land.

Ach ja, und was ich fast vergessen hätte: Am Abend hatten wir das beste Dinner unserer Reise bei Sam. Es war sehr, sehr lecker und wir haben jeden Gang genossen. Besonders den Swakopmunder Spargel fand ich sehr fein. Und dazu gab es von Sam's ausgesuchten Südafrikanischen Weinen.
Hier ein paar Appetitanreger:

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zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2013
1'362 Beiträge · seit 201108. Nov. 2013 · #16
Hallo libera,
Es macht Spass mit Euch zu reisen 😁 ! Meine Favoriten-Fotos sind diesmal natürlich die Erdmännchen 🤩 🤩 ... Ich würde auch soo gerne mal eins sehen...
Freu mich auf die Fortsetzung !!
LG, Nane 🙂
Meine Reiseberichte - Namibia/ Südafrika
Themenstarter64 Beiträge · seit 201208. Nov. 2013 · #17
11.10. Swakopmund – Katamaran Tour

Auch heute geht's wieder um 8 Uhr los, diesmal mit Ocean Tours auf den Katamaran. Wir werden nach Walvis Bay gefahren, wo wir auf das Schiff umsteigen. Die Tour ist gut gebucht, aber es gibt genügend Platz und jeder kommt auf seine Kosten. Kaum hat der Katamaran abgelegt, kommen auch schon Pelikane und Seehunde aufs Schiff, was die Kids natürlich begeistert. Die Guide-Dame macht einen tollen Job und schliesst auch die Kinder immer mit ein, so dass diese auch gut zuhören. Wir sehen viele Pelikane, Seehunde, Delfine und sogar zwei verirrte Pinguine.


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Mir fallen zudem die riesigen verrosteten Hochsee-Fischerschiffe auf, oft mit Russischen oder Chinesischen Heimathäfen. Schon extrem wie weit die fahren um zu fischen.

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Auch an den afrikanischen Küsten steht es nicht mehr besonders gut mit den Fischbeständen. Auf einem der chinesischen Schiffe stehen unten an der Wasserlinie einige Männer und haben grossen Spass mit Seehunden. Wir denken erst, dass die mit denen spielen, werden aber dann aufgeklärt, dass die die Seehunde fangen, um sie anschliessend zu essen.


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Eine weitere komische Geschichte finde ich diese Yachtgarage mitten im Meer. Da hat sich ein reicher einfach um seine Yacht an der Boje diese hässliche Kiste gebaut.


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Auf der Rückfahrt unter Vollgas surft uns dieser schnelle Bursche auf der Heckwelle! Wir werden zudem noch mit Sekt, Austern und Fingerfood verwöhnt und die beinahe unterzuckerten Jungs können endlich reinhauen.

Nachmittags chillen wir wieder etwas im schönen Garten bei Sam und planen gegen Abend einen Spaziergang in die Stadt um dort noch in ein Restaurant zu gehen. Als es soweit ist, streiken unsere Jungs jedoch und wollen nicht mit. Das bequeme Hotelleben und vor allem der verfügbare Fernseher lässt sie immer fauler werden. Wir diskutieren hin und her und irgendwie habe ich keine Lust mehr mit quengelnden, fusskranken Kids durch die Stadt zu gehen. Schliesslich habe ich eine Idee. Ich frage Sam, ob die Jungs um 7 Uhr alleine in seinem Restaurant Spaghetti essen dürften. Er sagt kein Problem und der Abend war gerettet. Die Jungs können Disney Channel schauen und Spagetthi essen und wir gehen zur Abwechslung mal alleine in die Stadt und gönnen uns ein feines Abendessen im „The Tug“.

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Als wir zurück kommen versichert uns Sam, dass sich die Jungs im Restaurant gut benommen hätten, lediglich unser Jüngster hätte sich beklagt, dass ihm die Portion Spagetti etwas zu klein gewesen sei 🙂 Man muss allerdings dazu sagen, dass es sein Lieblingsessen ist und er fast unbegrenzte Mengen davon verschlingen könnte.
zuletzt bearbeitet 08. Nov. 2013
3'383 Beiträge · seit 200909. Nov. 2013 · #18
Hallo Familie Libera,

ein schöner Reisebericht, den Ihr hier ins Forum stellt.

Bele schreibt:
Ein wunderschöner Reisebericht, der mich mal wieder wehmütig werden lässt..... als meine Jungs in dem Alter waren, gab's kein Drandenken an eine so weite Reise 🙁 !
Oh Bele, wieder mal ein wahres Wort. Bei uns wären´s gleich DREI Kid´s gewesen.
Aber - vielleicht, und man weiß ja nie, gibt´s mal einen Family-Urlaub in Namibia mit den inzwischen erwachsenen Kid´s und deren Anhängen. Dann wäre wir zu ACHT !!!

Ich mach dann den Bahé / Guide und Conny den Copiloten 🤩 . Und einen RB würden wir dann auch schreiben.

Hhmmmm.... das wär ein Ding .... 🤪

Herzliche Grüße

der bayern schorsch

P.S. und im "The Tug" hattet Ihr das Glück, einen table in der ersten Reihe zu ergattern. Wie habt Ihr das denn angestellt?
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Themenstarter64 Beiträge · seit 201209. Nov. 2013 · #19
Hallo bayern schorsch,
dass wir im Tug überhaupt einen Tisch ergattern konnten, war gar nicht so einfach. Wir hatten ja nicht reserviert, weil der Entscheid sehr spontan kam. Wir waren jedoch recht früh dran ca. 18 Uhr. Als wir ankamen und nach einem 2-er Tisch fragten, war das Restaurant noch ziemlich leer, die Dame an der Reservation meinte jedoch, sie seien komplett ausgebucht und es wäre nichts frei. Ich fragte nach, ob es Reservationen erst ab 8 Uhr gäbe, bis dahin wären wir sicher schon fertig. Ich wollte auch nicht so spät zurück, da die Jungs allein im Hotel waren und man ja nie so 100%-ig sicher ist, ob ihnen nicht doch irgendein Quatsch in den Sinn kommt.
Jedenfalls war die Dame erst etwas pikiert, dass sie sich die Mühe machen sollte, die Reservationen genauer zu studieren, als sie jedoch merkte, dass ich wohl nicht gewillt wäre auf mein Dinner-for-two zu verzichten, machte sie sich ans Werk und fand dann tatsächlich einen freien Tisch für uns. Eben diesen direkt am Fenster.

Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass es mal klappt mit einer Familientour. Wenn du es schaffst alle 8 für 14 Tage in einen Toyota zu packen, ohne dass es am Ende Enterbung oder Scheidung gibt, dann seid ihr eine tolle Truppe:-) Alternativ würde ich vielleicht mehrere Fahrzeuge empfehlen!

LG libera
Themenstarter64 Beiträge · seit 201210. Nov. 2013 · #20
12.10 Swakopmund – Damaraland, Bambatsi Guestfarm, Camp Biro

Auf unser nächstes Ziel freue ich mich ganz besonders. Erst jedoch heisst es Abschied nehmen vom komfortablen Hotelleben, Taschen packen, Wagen beladen und Vorräte aufstocken.
Wir fahren zum Supermarkt und decken uns für die nächsten Tage gut ein. Zudem haben wir beim gestrigen Abendspaziergang einen Safariladen gesehen, der auch Ferngläser ausgestellt hat. Wehmütig dachten wir an unser extra gekauftes Bildstabilisator-Teil, das nun irgendwo zuhause liegt (wo nur?). Etosha ohne Fernglas, das geht irgendwie gar nicht. Deshalb haben wir am Vorabend beschlossen uns halt nochmal ein kleines Fernglas zu kaufen, in ebendiesem Safariladen.
Ich bin im Nachhinein sehr froh darüber, denn ich hätte im Etosha viele Tiere, vor allem die Löwen ohne Fernglas nicht entdeckt.

Gut ausgestattet, machen wir uns also auf den Weg ins Damaraland zur Gästefarm Bambatsi. Die Fahrt ist landschaftlich interessant, am Anfang jedoch noch ziemlich ereignislos. Wir verkürzen uns die Zeit mit einem Fantasy-Hörbuch. Das ist nicht so ganz mein Fall, aber Tim als erklärter Fantasy-Fan findet es super.

Auf der C39 zwischen Khorixas und der Farm wird es etwas anstrengend, weil es zwar eine sehr gute Strasse ist, auf der man zügig fahren könnte, es aber immer sehr viele Tiere direkt am Strassenrand hat, auf die man aufpassen muss. Die meisten Tiere bleiben zwar schön wo sie sind, aber mehrfach mussten wir wegen diesen Selbstmordhühnern scharf bremsen. Die scheinen stundenlang am Strassenrand zu stehen um genau dann loszulaufen, wenn ein Auto kommt.

Schliesslich erreichen wir die Farm und werden von Gerald und Inge herzlich begrüsst und gleich mit Kaffee und Kuchen versorgt. Nach 3 Tagen Poolabstinenz gab es für die Jungs dann aber kein Halten mehr, der Pool musste sofort in Beschlag genommen werden.

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Wir schnappen uns zwei Liegen mit Blick aufs Wasserloch und geniessen den tollen Ausblick. Die Farm liegt wunderschön auf einer Anhöhe. Gerald informiert uns, dass er uns um 17 Uhr zu unserem exclusiven Campingplatz für die nächsten 2 Nächte bringen wird. Wir fragen nach Grillfleisch und Inge hat ein schönes Stück Kudufleisch für uns, das wir zu kleinen Steaks schneiden lassen. Sie legt es in den Kühlschrank und ermahnt uns, das Fleisch später nicht zu vergessen. Wir doch nicht!

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Nach zwei Stunden relaxen am Pool und der Beobachtung von Kudus, Pavianen, Warzenschweinen und Giraffen wird es langsam Zeit zu unserem Camp aufzubrechen. Gerald fährt voraus und es ist eine ziemlich heftige 4x4-Strecke, die den Hügel hinauf zu unserem Camp führt. Oben angekommen bin ich gleich verzaubert. Dieser Platz ist ein Traum und für mich der Inbegriff von Wildniscamping in Afrika. Und der absolute Knüller, auch für unsere Jungs ist die tollste Badewanne der Welt (maximale Punktzahl unserer Poolexperten):

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Auch Dusche und Toilette haben einen unglaublichen Blick in die Ferne. Die Dusche ist total witzig mit Eimer und Seilzugkonstruktion. Das Wasser ist bereits angeheizt.

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Ich freue mich, hier heute Abend zu grillen. Apropos Grillen, da war doch noch was, ..... Mist! Gerald hat Erbarmen und fährt nochmals runter um das Fleisch für uns zu holen. An dieser Stelle nochmals einen ganz herzlichen Dank zu Gerald und Inge für diesen tollen Service!
zuletzt bearbeitet 13. Nov. 2013