Hallo Giraffen,
zu euren Fragen:
- Kann man sich das Reisen ähnlich vorstellen wie in Namibia, mit Schotterpiste und Zeltplätzen oder Stellplätzen bei Lodges?
Ja das stimmt so kann man es sich grundsätzlich schon vorstellen. Botswana ist sehr flach, d.h. es gibt so gut wie keine Berge, was es manchmal in bestimmten Regionen etwas eintönig macht, die Kalahari hat dort auch keine Dünen sondern ist flach.
Es gibt Zeltplätze in den Parks und bei Lodges. allerdings ist in ALLEN Nationalparks dort Allrad bzw 4x4 notwendig, da Tiefsand oder Schlamm. In den Parks ist gewöhnlich kein oder sehr wenig Schotter. In den Parks sind wesentlich weniger Besucher als in denen von Namibia. Es ist "wilder" dort und gerade in den abgelegenen Gebieten der Kalahari (Central Kalahari Game Reserv und Kalahari Transfrontier Park trifft man oft tagelang KEINEN anderen Menschen, auch nicht auf den Campingplätzen! Lediglich im Moremi und Chobe Park sind relativ viele unterwegs, aber Moremi ist diesbezüglich kein Vergleich mit Etosha!
Trink- und auch Waschwaser/Duschwasser ist in den Kalahari-Parks UNBEDINGT ausreichend selbst mit zu nehmen! Es gibt dort KEINE Wasserversorgung (nur "Plumpsklos" und Gieskanen zum Duschen).
Die Zeltplätze in den Nationalparks und von vielen Lodgen sind dort NICHT eingezäunt!!!
- Kann man alleine mit einem Fahrzeug reisen?Ja, das kann man, wobei im Central Kalahari Game Reserve ein 2. Fahrzeug anzuraten ist, aber nicht zwingend notwendig (evtl. SAT-Telefon). Handyempfang ist bei weitem nicht so gut wie in Namibia. Ein Satelitentelefon ist für Notfälle in den Nationalparks evtl. gut. Ein Landcruiser ist oft besser in moremi als ein Hilux (das ist meine Meinung!), es geht aber alles. Ein Turbodiesel (in jedem fall Diesel!!!) ist grundsätzlich in Botswana sinnvoll.
ACHTUNG: Das Netz an Tankstellen und auch was die Versorgungsmöglichkeiten mit Proviant angeht ist bei weitem nicht so gut wie in Namibia. Es gibt keine Tankstellen und Shops in den Nationalparks! Ihr braucht also eine hohe Tankkapazität und/oder Reservekanister und immer genügend Wassser und Proviant! Es kann theoretisch auch sein, dass in kleineren Ortschaften die Tankstelle gerade mal kein Benzin oder Diesel hat, wenn ihr dort hinkommt...
- Wie sieht es von den Kosten aus (vielleicht auch im Vergleich zu Namibia)?Botswana ist in der Regel teurer als Namibia was Lodgen und Campingplätze (vor allem Campingplätze in Moremi und allen Lodgen IN Nationalparks) angeht. Aber es gibt auch teilweise Unterkünfte (Lodgen/farmen) mit ähnlichen Preisen wie in Namibia.
Extrem teuer sind die luxuriösen paradisischen Lodgen (all inclusive) im Okavngo Delta und Moremi. Diese kosten ca. zw. 320 und 1800 Euro pro Person und Nacht! Im Delta sind die Lodgen nur per Kleinflugzeug ab Maun oder per Boot erreichbar!
- Reichen 3 Wochen?Ja, locker!!! Es ginge sogar in etwas kürzerer Zeit. Kommt natürlich drauf an was ihr machen und sehen wollt.
- Wie könnte eine typische Standardroute aussehen? Wohin fliegt man am besten?Für 3 Wochen?
Z.B. so:
Sart und Ende in Windhoek:
(EVTL. Kalahari Transfrontier Park ODER Zelda Guestfarm oder Kalahari Bush Breaks kurz vor der Grenze) - (ansonsten gleich nach) Ghanzi - Central Kalahari Game Reseve - Maun - Nxai Pan und/oder Makgadikgadi Pans - Maun - Moremi - Chobe Park (bzw. Kasane) (evtl. Besuch der Victoria Falls in Zimbabwe, evtl. dort Mietwagenrückgabe und Rückflug von Victoria Falls)) - (ansonsten) Caprivi (Kongola, Divundu), Grootfontein-Gegend, Otjiwarongo-Gegend - Windhoek (evtl. Umgebung oder gleich Rückflug)
EVTL. Tuli Block ( z.B. Khama Rhino Sanctury) und/oder Tsodilo Hills und Okavango Pan Handle um Shakawe (südlich vom Mahango Park im West-Caprivi) miteinbauen, wenn Interesse besteht und Zeit dafür ist.
Savuti (= südlicher Cobe Park), das Gebite zwischen Chobe Waterfront und Moremi, würde ich als Botswana-Anfänger evtl. auslassen. Die Campingplätze dort sind auch teuer. Aber das ist Ansichtssache. Man kann mit Allraderfahrung von der chobe Waterfront (nördlicher Chobe) durch Savuti direkt ins Moremi fahren. Das dauert aber lange, da dman mehrere Tage (MINDESTENS 2!) für diese schlechte Strecke braucht, dafür aber IM Park fährt.
WICHTIG: Campingplätze in den staatlichen Parks sollten auf jeden Fall vorgebucht werden, da nur eine sehr begrenzte Anzahl vorhanden ist (NICHT wie in Etosha) un diese sehr begehrt sind. Vorbuchung von 11-5 Monaten im Vorraus zu empfehlen!
Start und Ende in Johannesburg:
Siehe oben, nur andere Reihenfolge (hier bietet sich Tuli Block an!).
Start in Windhoek, Ende in Johannesburg (oder umgekehrt):
Siehe oben nur in anderer Reihenfole
Anmerkung: Der Caprivi könnte auch ausgelassen werden und das ganze in einer Runde nur in Botswna gemacht werden.
Siehe auch http://www.botswanatourism.co.bw/ und http://www.namibia-forum.ch/karten.html .Lg, Otji!