TANSANIA November / Dezember 2013

18 Antworten · 3'155 Aufrufe · gestartet 22. Okt. 2013 von MPG2012
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Themenstarter22 Beiträge · seit 201222. Okt. 2013 · #1
Hallo liebes Forum,

wir werden Ende November / Anfang Dezember 2013 - also in etwa 4 Wochen - den Norden Tansanias bereisen; 2 Wochen auf den Spuren von "Out of Africa" oder "Hatari"...
Nach langem Hin und Her und natürlich hilfreichen Tips aus dem Forum haben wir uns gegen eine Selbstfahrer-Tour (Botswana, Namibia, Südafrika Erfahrung ist vorhanden) entschieden, sondern bereisen mit Guide, Koch und das nördliche Tansania.
Start wird in Arusha sein; unsere Planung sieht Arusha NP, Lake Manyara, NgoroNgoro Karter, Serengeti und Tarangire NP vor. Übernachtet wird meistens auf Campsides.

Wer ist auch in der Zeit da, gibt es Tips gegen den "Lagerkoller" oder was wir unbedingt unternehmen sollten, sehen sollten? Ziel ist Tierfotografie - also früh morgens raus, über Mittag Siesta halten und nachmittags wieder in den "Busch".

Hat jemand bereits Erfahrungen mit so einer Tour? Wie stark frequentiert sind die Campendes in dem genannten Zeitfenster?

Wir sind für alle Anregungen, Informationen, Tips und Tricks, ... sehr dankbar und freuen uns auf Eure Antworten.
Was sollten wir unbedingt beachten, was sollten wir aus DE mitnehmen, was besser in Tansania organisieren?

Wir freuen uns auf Tansania und sind sehr neugierig auf Eure Unterstützung. Danke im voraus dafür.
Bis dahin

Michael 🙂
167 Beiträge · seit 200922. Okt. 2013 · #2
Hallo Michael,

da habt Ihr alle nördliche Highlights dabei - klingt herrlich!

Ich habe zwar nur selbstfahrererfahrung in TZ, kann es also für Euren Fall nur vermuten ... ich würde aber nicht viel Besonderes ausser das Übliche mitnehmen ausser:

- Warme Fleecejacke oder Softshelljacke sowie Mütze für Ngorongoro und Arusha NP. Da kann es morgens/ abends auf dem Campsite schattig werden! Immerhin liegen Beide sehr hoch!

- 1-2 kleine Dosen Leberwurst oder kleines Glas Nutella (kann Abwechslung auf den Frühstückstisch bringen. TZ ist nicht so berühmt für Frühstücksaufschnitt ausser Eiern mit Speck, Marmelade, immer den gleichen Käse, die gleiche Wurst)

- Autan. Ist vor Ort teuer und ich hätte keine Lust auf die Rennerei. Ausserdem mögen die tansanischen Mücken das Zeug auch nicht und halten sich von Euch fern.

Mehr fällt mir nicht ein! Safari njema und geniesst die Zeit. Lagerkoller kommt bestimmt nicht auf!

VG
Ruahq
6'369 Beiträge · seit 201122. Okt. 2013 · #3
Hoi Michael

Ja, ich hab solche Touren schon mehrfach gemacht, da Du mit Driverguide und Koch campen gehtst kommt mir der Verdacht dass Du meine Reiseberichte schon gelesen hast, denn ich bin einer der wenigen hier die das so am liebsten machen... 🙂
Was Du mitnehmen solltest ist sicher alles was Ruaha schon geschrieben hat, dazu Stirnlampe, lange Kleidung (nicht blau oder schwarz) wegen der Tsetse's, Lademöglichkeiten für die Akku's (ev. 230V-Anschluss im Auto? Wenn ja, funktioniert er auch? 😕 😮 🤨 )
Dann, nicht unwichtig: Pissflaschen für's Geschäft in der Nacht!
Oder...auch wenn sich jetzt wieder alle kugeln vor lachen, ein Porta Potty, denn die Klos auf den Campsites können schon sehr abschreckend sein...
Was das Essen angeht...seid Ihr mit Base Camp Tanzania unterwegs? Wenn ja, versucht den Joakimu als Koch und den Juda als Driverguide zu bekommen!!!
Ich war jeweils im Januar/Februar dort, kann Dir also zur Belegung nichts sagen...
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
5'479 Beiträge · seit 200922. Okt. 2013 · #4
Versucht Euren Koch und/oder Guide davon zu überzeugen, die Mahlzeiten nicht in den Touri-Käfigen einzunehmen. Das ist ungemütlich und man sperrt sich von der Natur, die man ja erleben will, aus.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
142 Beiträge · seit 201122. Okt. 2013 · #5
hallo michael,

wir sind auch ungefähr zur selben zeit auf derselben route unterwegs, allerdings als selbstfahrer mit einem landy von http://www.tanzanian-pioneers.com. selbstfahren oder nicht ist anschaungssache und wurde hier bereits zur genüge besprochen. uns interessieren, genau wie dich, gute tipps zu routen abseits des üblichen und zu schönen campsites. deshalb hoffe ich, du hast nichts dagegen, dass ich mich deinem thread hier anschließe?

hier im forum habe ich gelesen, dass sich für die übernachtung vor dem besuch des NG craters die private campsites im nordosten, nähe sopa lodge, anbieten, da man dort bereits innerhalb der crater area schläft und am morgen kein gate mehr passieren muss und damit auch um die leidige guidefrage herumkommt. aber was mir noch wichtiger erscheint: man hat die morgensonne nicht frontal im gesicht, sondern fährt mit der sonne im rücken in den krater ein, und das noch dazu abseits der autokolonnen. die private campsites heißen lemala und /oder tembo.

frage: unschlüssig bin ich noch darüber, ob wir bei der rückfahrt von der serengeti noch einen 2. kraterbesuch machen sollen? eintritt für 24 h bezahlt man ja sowieso - lohnt die NCA außerhalb des kraters einen tag aufenthalt, wenn man sich vorrangig für tiersichtungen interessiert? lohnt es innerhalb der NCA zum lake ndutu zu fahren? wie ist die piste? lohnt ein ausflug zum empakaai?

ps: der weg über das klein's gate kommt für uns eher nicht in frage (nach den infos hier im forum) - die 2 tage verbringen wir lieber auf safari.

danke für eure antworten.
lbg ulli&helli
Themenstarter22 Beiträge · seit 201222. Okt. 2013 · #6
Hi Topobär,

was bedeutet denn "Touri-Käfig"?
BR Michael 😗
Themenstarter22 Beiträge · seit 201222. Okt. 2013 · #7
Hallo Picco,

leider haben wir Deine Reiseberichte noch nicht gelesen - holen das aber nach ...
vielen Dank für die Tips, sind sehr wertvoll.

...wir haben ein kleines, feines Safari-Unternehmen gewählt, dass 100% auf unsere
Vorstellungen, Wünsche eingeht,... und sicherlich wird das eine oder andere auf uns
vorort zu kommen, was wir nicht gesehen haben. Das ist aber das Tolle an einer Safari.
--> Wichtig - Tiere ohne Ende...

Nochmals Danke und schöne Zeit
Michael
5'479 Beiträge · seit 200922. Okt. 2013 · #8
MPG2012 schrieb:Hi Topobär,

was bedeutet denn "Touri-Käfig"?
BR Michael 😗
Auf den meisten Campsites finden sich hässliche Betonhütten mit vergitterten Fenstern und Türen in denen die geführten Safari-Touren üblicherweise ihr Mahlzeiten einnehmen. Ich fand Touri-Käfige für diese Einrichtungen am passensten.
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'450 Beiträge · seit 200622. Okt. 2013 · #10
picco schrieb:Hoi Michael
MPG2012 schrieb:was bedeutet denn "Touri-Käfig"?
Damit meint er so was, rechts der Küchenbau, links der Essensbau am Camp am hinter dem Kleins Gate:
Ist das nicht der Lobo-Campsite?

Naja die Touri-Käfige haben auch ihr Gutes: sie halten die Paviane ab. Denn die sind (und waren speziell an diesem Campingplatz) wirklich nervig.

Gruss Beate
1'450 Beiträge · seit 200622. Okt. 2013 · #11
helliulli schrieb:frage: unschlüssig bin ich noch darüber, ob wir bei der rückfahrt von der serengeti noch einen 2. kraterbesuch machen sollen? eintritt für 24 h bezahlt man ja sowieso - lohnt die NCA außerhalb des kraters einen tag aufenthalt, wenn man sich vorrangig für tiersichtungen interessiert? lohnt es innerhalb der NCA zum lake ndutu zu fahren? wie ist die piste? lohnt ein ausflug zum empakaai?

ps: der weg über das klein's gate kommt für uns eher nicht in frage (nach den infos hier im forum) - die 2 tage verbringen wir lieber auf safari.

danke für eure antworten.
lbg ulli&helli
Der Besuch des Kraters kostet ja nocheinmal 200 Dollar extra, ist also schon zu überlegen. Tiere gabs ausserhalb auch, aber längst nicht so viele wie im Krater.
Und das Problem mit den Pficht-Guides haben wir auf anraten und mit viel eigener Fantasie so umschifft:
Wir sind früh an den Eingang gefahren, haben vorher unser gesamtes Gepäck auf der Rückbank aufgebaut. Auf die Frage nach einem Guide haben wir geantwortet, wir wären ja schon das dritte mal hier, das erste mal hätten wir einen Guide gehabt, letztes Jahr beim zweiten mal hätten wir auch ohne Guide runterfahren dürfen. Und ausserdem hätten wir gar keinen Platz für einen Guide, dieser könnte dann evtl. nur auf dem Dach sitzen.
Der Typ am Eingang warf nur einen kurzen Blick durch sein Büro-Fenster und lies uns dann ohne Guide fahren.

Die Fahrt nach Ndutu hat sich für uns nicht gelohnt. Wir sahen dort zwar Tiere, aber nur sehr wenige (anfang Dezember).

Was uns sehr gefallen hat war der Special campsite Moru Kopjes no. 3. Das war wirklich Serengeti pur. Wir hatten ja das Auto auch über Tansanian Pioneers gebucht und uns von denen diese Campsite reservieren lassen.

Übigens werden wir nächstes Jahr im November diese Tour genauso nocheinmal machen, wieder mit tansanian Pioneers, als Selbstfahrer.

Gruss Beate

PS: Hier findest Du meinen Reisebericht:
http://www.namibia-forum.ch/forum/158-diverses/266133-reisebericht-selbstfahrertour-durch-tansania.html


Beate
zuletzt bearbeitet 22. Okt. 2013
7'296 Beiträge · seit 200622. Okt. 2013 · #12
Hallo Michael,

in Arusha gibt es mindestens einen sehr gut sortierten Supermarkt. Sachen, die man in einem Supermarkt bekommt, musst Du also nicht mitschleppen.
Ruaha schrieb:Autan. Ist vor Ort teuer und ich hätte keine Lust auf die Rennerei. Ausserdem mögen die tansanischen Mücken das Zeug auch nicht und halten sich von Euch fern.
Es gibt ja viele Leute, die gerne Autan benutzen, aber bei mir hilft das nur, wenn ich die Mücken mit der Flasche am Kopf treffe. 😉
Ich verwende lieber Mittel mit DEET wie z.B. Care o.ä. oder meist sogar überhaupt nichts.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
167 Beiträge · seit 200922. Okt. 2013 · #14
BikeAfrica schrieb:Hallo Michael,

in Arusha gibt es mindestens einen sehr gut sortierten Supermarkt. Sachen, die man in einem Supermarkt bekommt, musst Du also nicht mitschleppen.

... In Arusha gibt es zB sehr gut ausgestatteten aber auch teueren Nakumatt. Es stellt sich nur die Frage, ob man bei einer geführten Tour vom straffen Programm abweichen darf und gemütlich im Supermarkt stöbern kann.... Deshalb hatte ich das nicht vorgeschlagen!

VG
Ruaha
Themenstarter22 Beiträge · seit 201223. Okt. 2013 · #15
Ruaha schrieb:
BikeAfrica schrieb:Hallo Michael,

in Arusha gibt es mindestens einen sehr gut sortierten Supermarkt. Sachen, die man in einem Supermarkt bekommt, musst Du also nicht mitschleppen.

... In Arusha gibt es zB sehr gut ausgestatteten aber auch teueren Nakumatt. Es stellt sich nur die Frage, ob man bei einer geführten Tour vom straffen Programm abweichen darf und gemütlich im Supermarkt stöbern kann.... Deshalb hatte ich das nicht vorgeschlagen!

VG
Ruaha
Hallo Ruaha,

wir haben zwar einen Guide und Koch, allerdings ist unsere Route jederzeit abwandelbar, dar nur meine Frau und ich den Trip machen. Somit können wir genau das Anfahren, was wir wollen. Unser Package ist einschl. dr erforderlichen Lebens,ittel und Getränke, also auch um das Thema brauchen wir uns nicht zu kümmern.
Trotzdem vielen Dank für die Info.

BR Michael
142 Beiträge · seit 201123. Okt. 2013 · #16
Was uns sehr gefallen hat war der Special campsite Moru Kopjes no. 3. Das war wirklich Serengeti pur. Wir hatten ja das Auto auch über Tansanian Pioneers gebucht und uns von denen diese Campsite reservieren lassen.
hallo beate, danke für deine infos und deinen super bericht.

habe deinen reisebericht x mal studiert und kenne, glaube ich, jedes detail. nicht zuletzt deine erfahrungen, auch was den auto vermieter betrifft, haben uns dazu bewogen, diesmal tansania zu besuchen (obwohl wir die einsamkeit schätzen, welche sich dort wohl eher nicht einstellen wird). wir waren bisher einige male in botswana, namibia, südafrika und auch in uganda, immer als selbstfahrer mit zelt unterwegs. für uns das einzig richtige, wenn wir uns auch ab und zu eine schöne lodge gönnen.

dass ihr nun doch ein zweites mal nach tansania reist, obwohl du am ende deines berichtes anderes angekündigt hast und viele tolle weltgegenden kennst, zeigt, dass das land viel zu bieten hat. wir sind gespannt.

lbg ulli
1'450 Beiträge · seit 200623. Okt. 2013 · #17
Hallo Ulli,

Du wirst Dich wundern, wieviele einsame Stellen Ihr als Selbstfahrer finden werdet. Wir sind z.b. in er Serengeti Strassen gefahren, da kommt nie ein Tourveranstalter hin (u.a. die Stelle mit den Löwen beim Sex). Und auf den meisten Campingpätzen waren wir allein oder zumindest der nächste Camper ausser Hörweite.

Gruss Beate
142 Beiträge · seit 201123. Okt. 2013 · #18
das klingt gut - gilt das auch für die public CS? ich würde zwar gerne mehrere private CS einbauen, scheue mich aber davor, mich terminlich zu fixieren. wäre gerne lieber flexibel, zumal man ja nicht genau sagen kann, wo die großen herden sich anfang bis mitte dez. aufhalten werden.
1'450 Beiträge · seit 200623. Okt. 2013 · #19
Ja, auch auf den Publik Campsites waren wir ziemlich allein. Z.B Lobo: da war niemand.
Seronera: da sind 3 CG, 2 davon waren voll, wir waren auf dem letzten, hintersten (Tumbili), und da waren wir auf einem Riesen-CG ganz allein.
Simba A am NGO: da waren zwar 2 Kleingruppen, aber die waren sehr weit weg von uns. Was hier den Nachteil hatte, dass wir gern gesehene Opfer der Massai waren, die unbedingt ihre Sachen verkaufen wollten.
in Ndutu gibs nach meinen Informationen keinen Public CG.

Gruss Beate