KAkaziThemenstarter39 Beiträge · seit 201319. Okt. 2013 · #1Hallo zusammen,
das Thema Reifen und Reifenpannen ist ja eine never-ending story. Einen reifen zu wechseln ist ja meist kein Problem, aber mit einem defekten Ersatzreifen über längere Strecken weiterfahren, ist aus meiner Sicht schon fast fahrlässig. Die nächste Panne kommt bestimmt. Sollte man da ein eigenes Reparaturset dabei haben oder wo bekommt man einen defekten Reifen geflickt, bzw. im worste case einen neuen Ersatzreifen? Ich gehe davon aus, dass nicht jede Mechanikerwerkstatt in jeder Siedlung neue Ersatzreifen hat und die größeren Städte sind ja nicht so dicht gesäht.
Ich bitte um Aufklärung
Karl
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200619. Okt. 2013 · #2Hallo Karl,
jede Tankstelle im Land dürfte in der Lage sein, einen defekten Reifen innerhalb von 10 Minuten zu flicken. Ich habe es aufgrund einer Glücksträhne innerhalb von 5 Tagen dreimal genutzt.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
joli3'491 Beiträge · seit 200619. Okt. 2013 · #3Hallo Karl,
es ist in der Tat eine unendliche Geschichte - aber auch eine wichtige. Erster Ratschlag: man nehme einen 2. Ersatzreifen mit. Das ist bei den Anmietung in Namibia eigentlich auch kein Problem ( in Südafria dagegen schon). Wenn man miterlebt, mit welcher affenartigen Geschwindigkeit an fast jeder Tankstelle ein schadhafter Reifen geflickt wird, dann würde ich mir die Mühe einer Selbstreparatur schenken. Problem kann allerdings sein, dass ein Reifen, weil man den Schaden zu spät bemerkt hat, irreparabel beschädigt ist. Dagegen können sog. Reifenwächter helfen - sie zeigen recht zuverlässig einen Druckverlust an, bevor das Rad auf der Felge läuft. Diese Dinger bekommt man auch in Namibia. Aber dennoch: ein 2. Ersatzrad sollte in Namibia eine Selbstverständlichkeit sein.
Gruß Joli
carl1'287 Beiträge · seit 200819. Okt. 2013 · #4Hallo Karl,
nun es spricht ja eigentlich nichts dagegen trotzdem ein eigenes Reparaturset und einen zweiten Reifen mitzunehmen. Die Qualität der "Werkstätten" am Wegesrand ist durchaus schwankend und ich würde mich i.d.R. nicht darauf verlassen, dass ein geflickter Reifen immer sehr lange hält. Der auf dem Foto unten reparierte Reifen (Petauke, Sambia) hielt ungefähr 50 km. Wir hatten noch einen zweiten Ersatzreifen, aber ich war froh, noch Flickzeug dabei gehabt zu haben. Nur für den Fall der Fälle.

Zum Thema neuer Ersatzreifen, sollte es meistens in den grösseren Siedlungen kein Problem sein, wenn man nicht unbedingt die selbe Marke haben will und keinen extrem ungewöhnlich dimensionierten Reifen fährt.
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200919. Okt. 2013 · #5Ich antworte mal für uns, ein Reservereifen ist Standard, ein zweiter kann auf Wunsch gern bereitgestellt werden und alle Fahrzeuge sind zusätzlich mit einem Reparaturset versehen. Ich bin gerade mit drei Fahrzeugen einige Wochen unterwegs gewesen und wir hatten nicht ein einziges Problem mit den Reifen, es kommt auch darauf an sie rechtzeitig zu wechseln und nicht drauf zu hoffen das nichts passiert während die Kunden damit unterwegs sind.
lg sasowewi
Clamat1'425 Beiträge · seit 201319. Okt. 2013 · #6Hi,
wir haben, durch Unwissen, im australischen Outback auch einige Reifen geschrottet, bis wir fachkundigen Rat von Einheimischen bekommen haben. Auf Gravelroads grundsätzlich den Druck ablassen. Seither haben wir auch immer einen kleinen Kompressor dabei und alles ist gut. Außerdem ist es wichtig, sich die Reifen bei Mietwagen vorher genau anzuschauen. So schön frisch geschwärzt sehen sie ja immer toll und neu aus, obwohl sie schon einiges auf dem Buckel haben. Und wenn es doch passiert, die Reifenflickkünste der kleinen Werkstätten haben uns bisher immer überzeugt. Außerdem wüsste ich beim besten Willen nicht, wie ich einen Reifen flicken sollte, weil ein Reparaturset alleine macht den Reifen nicht heile und schweres Gerät um ihn von der Felge zu bekommen habe ich eigentlich auch nicht dabei (bin ja auch Frau 😕 )
Claudia
Unsere Reisen findet man unter:
http://clamat.de/
carl1'287 Beiträge · seit 200819. Okt. 2013 · #7Clamat schrieb:Außerdem wüsste ich beim besten Willen nicht, wie ich einen Reifen flicken sollte, weil ein Reparaturset alleine macht den Reifen nicht heile und schweres Gerät um ihn von der Felge zu bekommen habe ich eigentlich auch nicht dabei (bin ja auch Frau 😕 )
Hallo Claudia,
nun das Reifen Reparaturset was ich meine ist für schlauchlose Reifen und bei kleinen Löchern anzuwenden, ohne den Reifen von der Felge nehmen zu müssen. Siehe dazu folgendes Video:
Bei YouTube ansehen ↗
WIll man den Reifen von der Felge nehmen, braucht man in der Tat etwas mehr Werkzeug. Aber so schlimm ist das auch nicht. Ein Beispiel wie das gehen kann sieht man an diesem Video.
Bei YouTube ansehen ↗
Gruß
Carl
Madam und Boss Unterwegs (2014/15)
"Bacon and Eggs - A day's work for a chicken; A lifetime commitment for a pig." (Anon)
"I will go anywhere, provided it be forward" (David Livingston)
Clamat1'425 Beiträge · seit 201319. Okt. 2013 · #8Hi,
nun ja, das 1. Video sieht ja noch easy aus (für schlauchlose Reifen), beim 2. hätte ich aber doch Bedenken dass ich dann nicht noch nen Reifen schrotte 😗
Dann doch lieber zur Werkstatt meines Vertrauens 😉
Claudia
Unsere Reisen findet man unter:
http://clamat.de/
wüstenfee749 Beiträge · seit 200620. Okt. 2013 · #9hallo Karl,
wir haben immer 2 Ersatzreifen dabei und ein Flickset.
Auch wenn man es nicht braucht, beruhigt es doch.
lg wüstenfee
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201220. Okt. 2013 · #10Die wilden Reparierer neben der Straße machen mehr Reifenkarkassen (Mäntel) kaputt als sie Reifen reparieren.
Selbst bei einem Reifendienst in Lusaka habe ich das dann lieber selbst erledigt.
Wo sich manche vor Lob hier überschlagen, haben sie offensichtlich nicht mitbekommen, in welches Risiko man sich bei mancher dieser Reparaturen begeben hat.
Kein einziger dieser Reparierer weiß überhaupt wie ein Reifen aufgebaut ist. So risikofreudig bin ich nicht, und repariere daher lieber selbst.
Und wenn der Reifen hält, freut sich der Nachmieter bestimmt über einen Reifenplatzer oder -schrotter unbekannter Ursache...
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200620. Okt. 2013 · #11... das Flickset ist so eines der vielen Dinge für den möglichen Notfall, mit denen man im tatsächlichen Notfall dann oft gar nicht umgehen kann.
Beispiele gibt's da für alle möglichen Anwendungsfälle nicht nur in Namibia, z.B. Malaria-Schnelltest, aber auch Feuerlöscher, Seilwinde, Sandbleche, hierzulande Schneeketten, Überbrückungskabel zur Starthilfe, Wagenheber.
Manche Leute haben für Notfälle Sachen an Bord, aus denen MacGyver 'ne Raumfähre bauen könnte, aber dann suchen sie in 'nem Dieselfahrzeug die Zündkerzen oder lesen im Notfall erstmals die Anleitung und merken, dass sie irgendeine Voraussetzung dafür nicht mitbringen. Ist der Reifen dann endlich geflickt, stellt man fest, dass man gar keinen Kompressor an Bord hat oder dass das Teil vom Vermieter gar nicht funktioniert. Ist nur mal ein Beispiel für den vielen Kram, mit dem man notfalls dann doch nicht umgehen kann. Fängt bei den meisten ja schon beim Verbandskasten an ...
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
DOdottore8 Beiträge · seit 201227. Okt. 2013 · #12Ja ja . . . da reden sich viele recht leicht . . . apropo 1-2 Ersatzreifen . . . wenn man sie denn auch bekäme!!!
Evtl. gehört dieser Beitrag auch zum allgemeinen Teil der Mietwagenfragen!
Wir sind jetzt seit 3 Wochen aus Namibia zurück und könnten unglaubliche "Hummeldummgeschichten" erzählen . . . leider würde das einerseits den zeitlichen Rahmen sprengen und vielleicht sind die Verantwortlichen dieser Katastrophefirma ja allesamt zur Verantwortung gezogen worden (hahaha!!!).
Aber falls es doch jemanden interessiert, weil er leider auch bei der abolut unfähigen Autovermietung HERTZ gebucht hat, gerne persönliche Nachricht mit Anfrage auf Details, auf was genau geachtet werden soll!
Ich kann zusammenfassend nur soviel sagen:
Wenn man am Flughafen für praktisch alle Reisenden am Ankunftstag nicht die bestellten PKWs zur Verfügung hat, und auch bei den (zu) wenigen Fahrzeugen obligatorische Wartungsintervalle aus Zeitnot grob fahrlässigerweise unterlässt, ja vorsätzlich unterlassene Serviceleistungen als erledigt an den Tag legt, zudem den "doofen" Touris völlig verschlissene als "normale" Ersatzreifen unterjubelt mit der Begründung "sorry, heute und morgen oder zur Zeit nicht vorrätig. . .", sich trotz wiederholter Reklamation (auch beim Vermittler in Deutschland) partout nicht an verbindliche Absprachen und vertraglich zugesicherte Leistungen hält (Autonachlieferung, 1+2. Ersatzreifen fehlt, Retourersattung von eigens gekauften Ersatzreifen), dann braucht man schon unverschämtes Glück, dennoch 24 Tage lang ohne Panne durch dieses schöne Land zu fahren.
Ich habe mich vor der Reise wahrlich ausführlichst über das Thema Fortbewegungsmittel in Namibia informiert und bin von Natur aus umsichtigst, ja geradezu vorsichtig akribisch in der Planung vorgegangen . . . aber HERTZ hats geschafft, uns gleich am Beginn der Reise völlig zu verunsichern und schlussendlich für 5-6 Tage (mit vergeblichem Warten auf Ersatz) den Urlaub gründlich zu vermiesen.
Die nachträglichen Reklamationen von zu Hause aus scheinen auch nicht gerade auf Gehör beim Vermittler Holiday-Cars zu stoßen. Somit muss man sich vor der Reise in diesem Punkt fast schon rechtlich beraten lassen, mit der wichtigen Frage: was passiert und wie geht man vor, wenn der Anbieter die vertraglich zugesicherten Inhalte nicht einhält . . . !
Ich für meinen Teil bin mittlerweile überzeugt, dass es enorm wichtig ist, es vor Ort mit weißhäutigen Managern/Verantwortlichen zu tun zu haben. Vor miesem Service ist man zwar nie gefeit, aber die Unfähigkeit, fehlende Flexibilität, Ignoranz und Überheblichkeit, mit der viel zu viele Emporkömmlinge aus der Schwarzen Bevölkerung auf wichtigen Dienstleistungsposten Ihre "GÄSTE" und Devisenbringer aus Europa u. a. Staaten behandeln, ist ja schon geradezu "ausländerfeindlich".
Was helfen mir also nicht funktionierende Ersatzteile, die trotz berechtigter Reklamation schlichtweg nicht ersetzt werden können, da "vergriffen, nicht vorrätig oder überhaupt nicht vorgesehen"???
Die Alternative lautet: WARTEN, WARTEN, WARTEN oder wohlübelegte Eigeninitiative mit Vorauskasse und dem hohen Risiko, das Geld nicht wieder zu sehen!
Auch wenn ich Namibia-Ersttäter bin, in derartiger Weise bin ich noch nie beschissen worden!!!
RB
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201227. Okt. 2013 · #13Tja, es gibt immer wieder Leute, die bilden sich ein, mit den großen internationalen Vermietern können sie überhaupt nichts falsch machen, und wundern sich, wenn sie weder die Fahrzeuge, noch das Zubehör erhalten, das sie sich erhofft haben, denn nach den Bedingungen dieser Vermieter muß man nehmen was vorrätig ist. Darüber, besonders über Hertz, ist schon viel berichtet worden. Da hat sich schon so mancher böse verrechnet.
Die großen internationalen Vermieter haben ein Fahrzeug und Regelwerk, und sie weichen davon generell nicht ab. Miete Dir das nächste Mal ein Fahrzeug von einem renommierten einheimischen Vermieter, das sind zumeist Familienunternehmen, und da hat man diese Probleme eher selten.
Aufgrund schon mieser Erfahrungen in Griechenland mit Hertz bin ich bei denen doppelt vorsichtig, fotografiere die Autos von allen Seiten auf deren Parkplatz, und miete mir mal höchstens einen PKW, mehr nicht.
wüstenfee749 Beiträge · seit 200628. Okt. 2013 · #14da gebe ich Dir vollkommen Recht, Swakop
wir mieten seit über 25 Jahren bei einheimischen Vermietern und hatten ............. ich klopfe gleich mal
auf Holz ................... noch nie ein Problem .......................
lg wüstenfee
DOdottore8 Beiträge · seit 201229. Okt. 2013 · #15Swakop1952 schrieb:Tja, es gibt immer wieder Leute, die bilden sich ein, mit den großen internationalen Vermietern können sie überhaupt nichts falsch machen, und wundern sich, wenn sie weder die Fahrzeuge, noch das Zubehör erhalten, das sie sich erhofft haben, ...
Vielen Dank an den SWAKOP für diesen inhaltlich sehr wertvollen Beitrag 🤢 , der besonders kritiklos dazu beiträgt, zukünftige Bucher davon abzuhalten, die Finger von den großen internationalen Vermietern zu lassen.
Dazu möchte ich folgendes nachtragen:
De facto haben wir uns bei der durchaus nicht spontanen Entscheidung für HERTZ schon mal gar nichts "eingebildet", sondern uns auf der Suche nach einem geeigneten Fahrzeug das Gewünschte plus Zubehör und plus allen Zusatzversicherungen in der Form ausgesucht, wie es im Detail angeboten wurde und entsprechend dafür bezahlt.
Als Kunde einer europäischen Agentur darf man dann wohl nicht nur darauf "hoffen", den bezahlten Wagen samt Zubehör und vor-Ort-Service zu erhalten, sondern hat man gewissermaßen auch ein Anrecht darauf!!!
Wo kämen wir im Allgemeinen und die "überzeugten Bucher landinterner Vermietfirmen" denn hin, wenn jeder Namibiaurlauber ausschließlich bei einem ortsansässigen Anbieter mieten würde. Die Firmendimension würde sich über kurz oder lang ebenfalls auf dieses "internationale" Niveau begeben und konkurrenzloses Handlen nach sich ziehen. Konkurrenz belebt nach wie vor das Geschäft und lässt die Preise nicht ins Unermessliche steigen . . .
Aber wer den Schaden hat, der freut sich auch über derartige hilfreiche Tips!!!
Diejenigen, welche unseren Beitrag "richtig" verstanden haben, ziehen bestimmt die richtigen Schlüsse daraus und mieten ab jetzt nicht nur noch ortsansässige Fahrzeuge.
Habe fertig, RB
BMW1'523 Beiträge · seit 201129. Okt. 2013 · #16bezüglich "europäischer Agentur".......
Hertz, Avis....etc im südlichen Afrika sind nicht selbst tätig, sondern vergeben " Lizenzen"
an Locals.........hier liegt dann auch das Problem..........wenn es harzt.......
BMW