Sonntag, 21.04. Tamboti - Letaba Als wir aufwachten, befürchteten wir, dass es regnet, aber die Tropfgeräusche kamen von den Bäumen. Alles fühlte sich klamm an – das ist nicht die Vorstellung, die man mit Afrika verbindet. 😵 Meine Socken versaute ich mir, als ich nicht gleich in meine Badelatschen schlüpfte, denn der Boden war mit Bohnerwachs oder mit etwas anderem klebrigen, rötlichem eingeschmiert. Während wir auf der Veranda Kaffee tranken, sahen wir immer wieder etwas im Fluss schwimmen. Wir tippten auf Holz, aber später stellte sich heraus, dass es nur Schaum war.
Auf den Fotos kann man gut erkennen, wie viel Wasser der Fluss im Gegensatz zum Vortag führt.
Beinah wäre aus dem morgentlichen gamedrive nichts geworden, denn Christian rutschte auf den Stufen aus und fiel auf den Hinterkopf. Ich hatte es aus den Augenwinkeln gesehen und mir schoss ein Schreck in die Glieder. Ihm dröhnte ziemlich der Schädel, aber wenigstens blutete er nicht. 😮 Wir waren dem Schutzengel dankbar, dass es relativ glimpflich abgegangen ist und unternahmen wie geplant unseren gamedrive.
Der Schakal war das Highlight für uns, weil er nicht zu den Tieren zählt, die man jeden Tag sieht.
Nach einer vergleichsweise kurzen Tour nahmen wir auf unser Veranda ein kleines Frühstück zu uns, bevor wir nach Letaba aufbrachen. Auf der S 106 sahen wir die obligatorischen Impalas, Baboons beim Beeren pflücken, Tokos, kleine Hühner und zwei Giraffen, eine davon hätte Christian beinahe überfahren. Die Luft war nach dem Regen besonders aromatisch, und endlich kam auch die Sonne heraus.
Auch die weitere Strecke an der H 7 war sehr tierreich: Impalas, Wasserböcke, Elis, Strauße, Giraffen, Gnus, Warzenschweine und Zebras
Am Nsemani Dam kamen noch Hippos und diverse Wasservögel hinzu.
In Satara legten wir einen kurzen Toilettenstopp ein, dann ging es mit weiteren Tiersichtungen weiter gen Norden.
Landschaftliches Highlight war die Strecke am Olifants River entlang, es ist immer wieder schön und meistens sind auch Hippos und viele weitere Tiere zu sehen. Während eines Stopps sprang uns eine Grünmeerkatze aufs Autodach, aber als wir den Motor anließen, waren wir den blinden Passagier wieder los.
Das Einchecken im Restcamp ging schnell, wir konnten auch vor der offiziellen Check-in-Zeit unseren Bungalow beziehen. Danach war Wäsche waschen und relaxen angesagt. Die abendliche Pirschfahrt war nicht besonders ergiebig. Es gab die üblichen Tiere zu sehen.
Nach Rücksprache mit der Angestellten an der Rezeption ließ ich mir für morgen ein exit permit ausstellen, da wir in Phalaborwa einkaufen wollten.
Die Buschböcke im Camp gefallen uns.
Christian schmiss den Grill an, und wir genossen es, bei angenehmen Temperaturen draußen zu sitzen. Als unsere Nachbarn zu ihrem Bungalow kamen, waren wir verblüfft: es waren die Münchener aus der Alten Mine. Wir unterhielten uns eine Weile nett über unsere Sichtungen. ÜN: Letaba (Bungalow BD3U) 911,53 Rand Tageskilometer: 160
Teil 2211. Dez. 2013
Montag, 22.04. Letaba Pünktlich zur Gateöffnung um 06:00 h starteten wir bei Sonnenschein unsere Fahrt nach Phalaborwa. Über dem Fluß lag noch der Morgennebel.
Die verschiedenartigsten Termitenhügel prägten den Weg entlang der H9, allerdings wurde es ein „Gähn-Drive“: Vereinzelte Impalas, zwei Zebras und Hippos, ansonsten nur noch ein paar Vögel (Gabelracken, Tauben, Tokos und ein Wollkopfgeier)
Wir frühstückten auf dem Masorini Picknickplatz.
Hier kann man eine kurze Führung zu den Überreste einer früheren Ansiedlung machen, aber da wir daran schon einmal teilgenommen hatten, verzichteten wir darauf und fuhren lieber über die S 51 zum Sable Hide. Die Umgebung ist felsig, eigentlich ideal für Leoparde, aber wir sahen nur eine Impalaherde und einen Tausendfüßler.
Auch der Sable Hide enttäuschte uns. Während beim letzten Besuch (siehe hier) viele Elis am und im Wasser waren, trafen wir dieses Mal nur Reiher, eine bunte Racke sowie Impalas an.
Nach einer kurzen WC-Pause am Gate enterten wir P&P, Spar und den bottle store. Am Straßenrand erstanden wir auch noch ein Bündel Holz. Nach einer guten Stunde waren wir wieder im Krüger. Wir gaben den Sable Hide noch eine weitere Chance, aber umsonst. Das „Aufregendste“ war, als jemand geblitzt wurde, er wurde aber nur verwarnt.
Da wir auf der weiteren Heimfahrt nur noch Schildkröten sahen, kamen wir etwas frustriert im Camp an. Durch die Grünmeerkatzen und die Buschböcke war hier fast mehr los.
Christian fütterte einen zutraulichen Buschbock mit Blättern. Für uns fiel das Mittagessen üppiger aus – Frust frisst. 😗
Trotz oder gerade wegen der miserablen Sichtungen heute morgen wagten wir einen weiteren Versuch. Die ersten waren wieder Impalas, dann ging es im weiteren Verlauf der S 94 mit Marabus, Sattelstörchen, Reiher, Geiern, Krokodilen, Nilgänsen, Giraffen und Zebras weiter.
An der S 46 war eine Zebramutti mit ihren zwei Kindern.
Auch wenn das alles keine wirklichen Highlights waren, waren wir nicht unzufrieden- man wird gezwungenermaßen genügsam 😉 . Es war wesentlich interessanter als morgens, erst recht, als wir dann noch einen Büffel, Elis, Schreiseeadler und weitere Krokodile entdeckten.
Später sahen wir noch weitere Elis auf der gegenüberliegenden Flussseite. Daher nahm ich mein Fernglas zur Hand, um sie besser beobachten zu können. Plötzlich stockte mir der Atem: ein Eli lag unbeholfen auf der Seite: „Ach je, schau mal Christian, meinst du, ob der verletzt ist?“ Mein Mitleid schnellte in die Höhe. Zum Glück stellte sich jedoch heraus, dass er nicht gestürzt war: er rutschte nämlich den Hang runter und fraß dabei sogar. 😄 Leider war es so weit weg, dass es sich nicht lohnte, den Fotoapparat zu zücken, aber dennoch wird uns diese Beobachtung in Erinnerung bleiben.
Kurz vor dem Camp sahen wir Hyänen mit ihrem Nachwuchs, das war unser heutiges Highlight, auch wenn die Fotos leider etwas unscharf geworden sind.
Einen beinahe-Zusammenstoß hatten wir dann auch noch: Offensichtlich schreckten wir Milchuhus von der Brücke auf, die daraufhin dicht über die Straße flogen. Den Abend genossen wir grillend auf unserer Veranda.
Dienstag, 23.04. Letaba -Satara Christian hörte morgens Hyänen und Löwen, da schlief ich wohl noch tief. 😈 Kurz vor 06:00 h reihten wir uns in die Autoschlange zur Gateöffnung ein. Wir wollten schauen, ob die Hyänen noch da waren. Ziemlich nah am Camp sahen wir eine einzelne Hyäne, da ich aber am Vortag auf die Entfernung zum Camp geachtet hatte, war ich mir sicher, dass wir noch nicht den Bau erreicht hatten. So fuhren wir weiter und richtig, hier war der Hyänenbau. Wir beobachteten eine ganze Weile insgesamt 8 Hyänen in verschiedenen Altersstufen. Auch wenn sie nicht zu den Big 5 gehören, freuen wir uns immer über solche Begegnungen. Die Fotos sind leider wieder nicht besonders, irgendwie hatte ich meine Kamera nicht im Griff. 😵
Auf der Weiterfahrt zum Wasserloch Middelvlei sahen wir Wasserböcke, Impalas, Giraffen, Warzenschweine, Riesentrappen, Gnus; Strauße, einen Büffel, viele Gabelracken sowie eine weitere Hyäne, deren Hinterfuß leider verletzt war.
Zurück in Letaba verspeisten wir unser Frühstück und packten den Rest. Danach hieß es: auf nach Satara – aber nicht auf dem kürzesten Weg.
Teil 2415. Dez. 2013
Wir nahmen die S 46 und S 93. Hier hatten wir ein paar nicht alltägliche Sichtungen, auch wenn es keine Big Five gab:
Ein Blick von der Restaurantterrasse im Olifants Camp muss sein: beim nächsten Mal müssen wir uns die Zeit nehmen und hier eine längere Rast machen.
An der Brücke über den Olifant legten wir einen weiteren Stopp ein: Hippos hörten wir nur, aber dafür konnten wir ein Krok beim Verspeisen eines Fisches beobachten. Natürlich waren viele Gänse am und im Wasser und Schwalben schwirrten durch die Luft. Wir trafen ein Pärchen wieder, mit dem wir die letzten zwei Gamedrives im Tembe unternommen hatten und tauschten unsere Erlebnisse aus, auch wenn uns die beiden nicht sonderlich sympathisch waren. Am Ngotsodamm war leider unser Timing nicht gut: die Elis waren schon wieder am Gehen.
In Satara bekamen wir unsere vorher bestätigte Unterkunft: Nr. 168, fast direkt am Zaun. Wir räumten mal wieder unser Auto aus, saßen dann bei Kaffee und Toastbrot zusammen, leider gehörte kein Toaster zur Ausstattung.
Um 16:00 h gingen wir auf Pirsch und gaben der S 100 wieder mal eine Chance, ihrem Ruf als „katzensicher“ gerecht zu werden. Ich greife mal voraus und verrate, dass es für uns umformuliert werden müsste in: Katzen siehst du dort sicher keine. 🤩 Aber da wir uns auch an anderen Tieren erfreuen, war der drive dennoch nicht enttäuschend: Wir konnten eine größere Gruppe Elefanten mit Jungtieren beobachten, ein Kleiner war kaum größer als das Gras hoch war.
Paviane tollten rum und fraßen.
Besonders gefallen hat uns der Gaukler.
Nach einer Stippvisite im Shop zündete Christian den Grill an. „Busch-TV“ gab es nicht, dafür aber „Busch-Radio“: das Schnauben der Impalaböcke. Es lohnt sich also, ein Bungalow am Zaun zu buchen. ÜN: Satara (Bungalow BD2V) 911,53 Rand
Teil 2517. Dez. 2013
Es tut mir leid, wenn ich die Tage so splitte, aber so komme ich wenigstens etwas voran. Ich wollte den Bericht eigentlich noch vor meinem Urlaub fertig stellen, fürchte aber, dass es nichts wird. 😐
Mittwoch, 24.04. Satara Wir erlebten bei einer Tasse Kaffee und dem Zirpen der Grillen einen schönen Sonnenaufgang.
Dann ging es über die H 7 zur S 39 mit dem Timbavati Picknickplatz als Ziel. Auf der H 7 war eine Menge los: Wasserböcke, Impalas, Giraffen, Eli, Zebras, Kudus und Gnus.
Bei der S 39 lag der Schwerpunkt zuerst mehr auf der Vogelwelt: Greifvögel, Spechte, Kampfadler und dann doch noch Impalas, eine Pavianherde; Steinböckchen, tree squirrel, Elis. Es gab immer wieder schöne Blicke auf den Timbavati River.
Der Timbavati Picknickplatz war gut besucht. Ein für uns ungewöhnlicher Anblick war das Wasser im Flussbett.
Wir mieteten uns einen Gasgrill, so konnten wir uns Rühreier fürs Frühstück zubereiten. Stare und Gabelracken leisteten uns Gesellschaft. Die Eule scheint hier ihr Revier zu haben, denn auch letztes Jahr saß sie in diesem Baum.
Die Sonne wurde kurzzeitig immer wieder von Wolken verdeckt, dann war es im Schatten frisch, da auch ein leichter Wind wehte.
Auf der kurzen S 127 sahen wir Kudubullen, Tokos, Gabelracken, Warzenschweine sowie Perlhühner.
Dagegen war die H1-4 weniger ergiebig: Gnus, Zebras und Giraffen, aber alle in weiter Entfernung. Kleines Highlight war der Grautoko, den wir bewusst als solchen wahrgenommen haben. Kurz hinter der Kreuzung mit der S 90 hatten wir eine kurze Schlangensichtung, bisher haben wir im Gegensatz zum KTP noch nicht allzu viele im Krüger gesehen. Im Camp setzten wir uns bei inzwischen angenehmeren Temperaturen (25 ° C) draußen hin und sichteten Fotos, lasen und faulenzten
Teil 2620. Dez. 2013
Nachmittags nahmen wir die H 6, um zum Sweni Hide zugelangen. Wieder ein Ort, den ich bei einem Krüger Besuch möglichst nicht auslasse. 😁 Wir sahen viele Tiere, aber Katzen-Fehlanzeige! Interessant waren drei Schakale, es sah so aus, als ob sie versuchen, die Warzenschweine zu jagen, aber das wäre wohl doch zu riskant.
Auch wenn man sie auf dem Foto nicht sieht, waren Krokodile, Hippos, Wasserböcke und Impalas am Sweni Hide.
Anschließend stoppten wir am N’wanetsi PNP, in erster Linie, um unsere Blasen zu leeren, aber da wir schon hier waren, stiegen wir auch noch die Stufen zur Aussichtsplattform hoch: der Blick über die Weite ist immer wieder schön, auch wenn außer Wasserböcke und Impalas keine Tiere zu sehen waren.
Als wir zum Auto zurückkamen, durchfuhr uns ein Schrecken: Christian hatte sein Autofenster nicht geschlossen. Glücklicherweise waren keine Affen in der Nähe, die die Gelegenheit hätten nutzen können.
Ein kleiner Schlenker noch zum Gudzani Damm, dann ging es zurück nach Satara.
Die S 100 bescherte uns Impalas, Weißrückengeier, Wasserböcke, Gnus und Zebras.
Zweimal gab es eine kleine „Autoansammlung”, worauf unsere Erwartungshaltung jedes Mal stieg und wir auf Katzen welcher Art auch immer vergebens hofften. Nach fast einer Woche im Krüger hatten wir noch keine gesehen, so schlecht war unsere „Ausbeute“ noch nie. 😠 Wir rissen schon Witze, dass morgens bzw. abends in den Camps Tonbänder mit Löwengebrüll für die „doofen“ Touristen abgespielt werden…
Als wir zu unserem Bungalow zurückkehrten, streifte schon eine Hyäne am Zaun. Wir aßen wieder Gegrilltes und genossen bei Amarula und Wein den letzten Abend in Satara.
Hallo Susi, die grüne Jahreszeit ist ein Augenschmaus, nur leider macht es die Tierentdeckung schwierig 😗 Was meinst du, wie oft ich solche Fotos habe:
Aber schön ist es dennoch gewesen.
Teil 2821. Dez. 2013
Donnerstag, 25.04. Satara -Skukuza Schon ab 03:00 h hörten wir Löwengebrüll – Christian hatte mich diesmal geweckt 😁 - , welches gegen 05:00 h lauter wurde. Sollten wir heute endlich Löwen zu sehen bekommen? 🤩 Schon kurz vor sechs warteten wir mit einigen anderen auf die Öffnung des Gates. Wir tuckerten dann geruhsam an Marabus, Impalas, Zebras vorbei die H 7 entlang und wurden von mehreren überholt, was wir kurz bereuen sollten, denn plötzlich sahen wir endlich ein Löwenmännchen die Straße lang laufen. Trotz der vielen Autos ließen sich die beiden nicht aus der Ruhe bringen und setzten ihren Weg ungerührt fort. Da sie immer nur kurz stehen blieben, war es schwer, gute Fotos zu schießen.
Kurz darauf gesellte sich ein zweiter Löwe hinzu.
Ich fiel fast vom Glauben ab, als Christian einen Hintermann überholen ließ. Er war der Meinung, dass dieser genug von der Löwenbeobachtung hatte und weiterfahren wollte, aber natürlich nutzte der andere die Chance und setzte sich vor uns. Ich konnte es nicht fassen, dass mein Mann tatsächlich so naiv- oder wie kann man es sonst nennen?- war und wirklich überzeugt war, dass der andere vorbei wollte. 😈 Wir blieben kurz in der zweiten Reihe, dann fuhren wir bis zum Nsemanidamm vor und konnten die beiden beobachten, als sie dort vorbeikamen. Die Löwen bogen dann hinterm Damm ab und viele folgten ihnen, aber uns war das Autoaufkommen inzwischen zu groß.
Auf der S 12 kam uns ein Eli auf Pad entgegen, er ging zwar zur Seite, aber nicht ohne entsprechende Drohgebärden, aber muss ja schließlich zeigen, wer der Herr im Hause ist.
Am Gudzani Wasserloch waren einige Impalas und Wasserböcke zu sehen, dann ging es hochzufrieden nach Satara zurück. Dort frühstückten wir, bevor wir uns auf den Weg nach Skukuza machten.
Ich mache mich jetzt nicht auf den Weg nach Skukuza sondern nach Kapstadt. 😄 Ich wünsche euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start im Neuen Jahr und würde mich freuen, wenn ihr dann auch noch dabei seid, wenn ich die restlichen Tage einstelle. LG Chrissie
Teil 2916. Jan. 2014
Donnerstag, 25.04. Satara -Skukuza - Teil II Die malerischen Lalapalmen an der S126 Sweni River road hätten mich zu einem Abstecher verführen können, aber ich sagte nichts, denn ich wollte die Geduld meines Mannes nicht überstrapazieren. 🤪 Da wir die S 126 schon mal während eines früheren Aufenthaltes gefahren sind, fiel es mir nicht allzu schwer.
Auf dem Weg nach Süden entlang der H1-3 sahen wir vor allem Giraffen.
ein blinder Passagier
Der Kumanadamm führte wesentlich mehr Wasser als im Vorjahr, demzufolge war auch einiges los: 16 Wasserböcke, Kroks, Impalas, Zebras, Gnu sowie Wollhals- und Schwarzstörche.
Für den kurzen Loop zum südlichsten Baobab im Krüger nahmen wir uns die Zeit, aber leider waren die Lichtverhältnisse nicht so optimal, so dass seine Schönheit nicht richtig zur Geltung kommt. 🙁
Am Tshokwane Picknickplatzes legten wir eine Pause ein und ließen uns leckere Quiche Lorraine mit Salat schmecken. Eine Tasse Kaffee vertrieb die Mittagsschläfrigkeit.
Ein nicht ganz so gefräßiger Gast auf dem Picknickplatz
Der weitere Weg nach Skukuza verlief unspektakulär.
Wir bezogen unseren Bungalow mit einer tollen Aussicht auf den Parkplatz. 🤢 Ok, unsere Erwartungshaltung war niedrig, ich hatte Skukuza nur ausgewählt, damit wir mal nachmittags am Lake Panic Hide ausgiebig Zeit haben (durch weiteres Lesen einiger Reiseberichte ist der frühe Morgen wohl noch besser geeignet) . Ein letztes Mal räumten wir unser Auto aus und bummelten anschließend durch den großen Shop und das Camp.
Statt wie eigentlich vorgenommen dem Lake Panic Hide einen Besuch abzustatten, ließ ich mich von der nicht mehr existenten Krügerseite gomag beeinflussen, auf der der Autor von der S 65 als eine seiner Favoriten in der Region von Skukuza schwärmt ( landschaftlich schön im Norden mit großen Bäumen und relativ offenem Feld, „dschungelähnlich“ kurz bevor man den N’waswitshaka river quert). Naja, landschaftlich war es ganz ok, leider kamen wir nicht nah genug ans N’waswitshaka Wasserloch aufgrund unserer geringen Bodenfreiheit heran.
Ist es ein schwarzer Milan? Wir sind uns sehr unsicher.
Heute gab es mal wieder Nudeln und beim Abwaschen sah Christian flüchtig ein Buschbaby, welches schnell wieder verschwand. Wir hielten sorgfältig Ausschau, ob wir es oder einen Artgenossen noch mal sehen und tatsächlich, nach einer Weile war uns das Glück noch einmal hold: Christian entdeckte es im Baum. Leider waren die Fotobedingungen für mich und meine Kamera schwierig, aber dennoch freute uns die Sichtung.
ÜN: Skukuza (Bungalow BD3; Nr. 150) 887,54 Rand Tageskilometer: 182
Teil 3019. Jan. 2014
Freitag, 26.04. Skukuza Der Tag begann vielversprechend: schon vor dem Aufstehen hörten wir kurz die Rufe von Hyäne und einem Bushbaby. Auch heute waren wir schon wieder wenige Minuten nach Gateöffnung unterwegs. Der Morgennebel stieg über dem Fluss auf, und der Vollmond war noch zu sehen.
Wir entschieden uns für die S 86 und nach Impalas und Giraffen zeigte sich, dass es die richtige Wahl war: uns kam ein Löwenmännchen entgegen. Natürlich waren wir nicht die einzigen, aber wir hatten kurzzeitig eine gute Position. Andere wendeten, um ihn weiterverfolgen zu können, aber wir setzten unseren Weg fort.
Über die H 12 fuhren wir zur H 4-1. Eine Pavianbande tobte dort herum und beim Steinböckchen im Gras kamen mir Assoziationen zum Osterhasen.
Das Wasserloch kurz hinter dem Abzweig zur S 21 gefiel uns sehr, denn es war einiges los: Hammerköpfe, Hippos, Rotkappenschwalben, Mangrovenreiher, Graureiher, Kroks, Nilgänse, Kiebitze. Wir beobachteten das Ganze eine Weile, dann drängelte Christian jedoch zum Nkuhlu Picknickplatz weiterzufahren, da ihm der Magen knurrte.
Teil 3119. Jan. 2014
Eine Familie mit zwei Kindern hatte ebenso wie wir Probleme, die Vervet monkeys zu vertreiben, die Affen waren schon fast aggressiv. Christian war total genervt und brach das Essen ab, als uns ein monkey eine ½ Scheibe Toast stibitzte. Ich aß noch auf, aber die Stimmung war dahin. 😈
Stolz war ich, als ich zwei Glanzhaubenturakos aufgrund ihres auffälligen Gefieders entdeckte. Leider gönnten sie mir keine Fotoaufnahme, sie waren zu schnell im Blattwerk verschwunden. Unser Highlight jedoch war eine ca. 20köpfige Eliherde am Fluss. Schade, dass wir Gegenlicht hatten, und die Fotos somit zu wünschen übrig lassen.
Wir fuhren eine Schleife am Fluss entlang, die uns Impalas, Steinböckchen, Schildkröte, Affen und einen Raubvogel bescherte, der sich nach einigem Blättern im Vogelbuch als Mohrenhabicht enttarnte.
Nach einer Mittagspause im Camp fuhren wir zum Lake Panic, wo wir Hippos, Nacht- und Mangrovenreiher sowie Graureiher sahen.
Danach fuhren wir zum Paul-Kruger-Gate, welches wir ansteuerten, weil wir unaufschiebbare Bedürfnisse hatten (am Lake Panic Birdhide gibt es keine Toiletten). Der weitere gamedrive entlang der S 1 und der S 4 war abwechslungsreich, aber ergab keine besonderen Sichtungen:
Bis wir mehrere Autos zusammen stehen sahen. Was war wohl der Grund? Es dauerte eine Weile, bis die anderen weiterfuhren und wir endlich einen Blick auf das begehrte Objekt werfen konnten: eine Hyäne mit ihrem Nachwuchs.
Oh, das war niedlich, wie das Kleine mit einem Grashalm spielte oder der Mutter ins Ohr biss. Wir genossen die Zeit ausgiebig, aber irgendwann hieß es Abschied nehmen. Und hatten tatsächlich noch mal Glück, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein: Drei, vier Autofahrer hatten einen Leo gesichtet. Er lief zum Teil auf der Straße, zum Teil am Gebüsch vorbei. Christian machte –zumindest aus meiner Sicht 😊 - seinen Fauxpas von der Löwensichtung vom Vortag wett: er blieb ihm dicht auf den Fersen, leider schnitt er dadurch einen Kia Sportage, der darüber bestimmt nicht sehr „amused“ war.
Hoch zufrieden kehrten wir nach Skukuza zurück. Wir tankten und dann erledigte jeder seinen Part: ich das Packen und Foto speichern, Christian kümmerte sich um unser leibliches Wohl. Als wir unsere Fotos auf dem Laptop sichteten, verpassten wir leider den Besuch der Ginsterkatze, die wir nur noch aus dem Augenwinkel von unserer Veranda verschwinden sahen. 🙁 In der Hoffnung, vielleicht noch einen Blick auf sie oder einem Bushbaby zu erhaschen, spazierten wir kurz durchs Camp, aber vergeblich. So saßen wir noch eine Weile am Feuer. Irgendwann hörten wir die Laute von Paviane und Löwen, aber ob sie „echt“ oder von der Filmvorführung kamen, können wir leider nicht mehr eruieren. ÜN: Skukuza (Bungalow BD3) 887,54 Rand Tageskilometer:126
Teil 3222. Jan. 2014
Samstag, 27.04. / Sonntag, 28.04. Krüger NP – JHB und Rückflug Das Hyänengeheul, das ich hörte, als ich nachts auf Toilette war, stammte sicherlich nicht vom Film. 😎 Zum Abschied hatten wir Glück und sahen zwei Bushbabys.
Es war bewölkt, aber trotzdem genossen wir einen herrlichen Sonnenaufgang vom Mathekenyane Hügel.
Der Tag wurde noch schöner, als wir ein Löwenmännchen sichteten.
Drei Rhinos wurden von anderen im dichten Gebüsch erspäht. Wir konnten dann kurz einen besseren Blick auf sie erhaschen, als sie den Weg passierten.
Das eine Bild ist nicht scharf, beim anderen sind sie schon wieder verdeckt 😈
Ich bedrängte Christian, den Biyamiti Loop zu nehmen, da dieser landschaftlich sehr schön sein soll und ich natürlich Gründe suchte, den Abschied aus dem Krüger hinauszuzögern. Elidung und Rhinozeroshinterlassenschaften sowie eine Nashornsuhle fanden wir neben Impalas vor. Die Landschaft war felsig und gewährte teilweise Blicke auf das Flussbett, in dem wir dann Büffel und zwei Nashörner entdeckten. Eine kleine Besonderheit war der Klippspringer, den ich spottete (trotz dem Christian meistens fährt, sieht er mehr als ich – was nicht nur daran liegt, dass ich auf gamedrives auf dem Rücksitz Platz nehme, er hat halt ein Adlerauge- umso mehr freue ich mich, wenn ich auch mal zuerst was entdecke).
Am Wehr trafen diverse Wasservögel (Schreiseeadler, Nilgänse, Kingfisher, Goliathreiher) und ein Krokodil an.
Auf dem weiteren Weg öffnete sich die Landschaft und gewährte uns die Sichtung von weiteren Impalas, Giraffen, einem Greifvogel, den wir mal wieder nicht identifizieren konnten sowie Büffeln, die aber für Fotos ungünstig im Gebüsch grasten. Am Afsaal Picknickplatz nahmen wir ein bescheidenes Restefrühstück ein. Anschließend verstand ich es wieder, das Verlassen des Parks noch ein wenig herauszögern, indem ich bat, noch zur Renosterpan zu fahren. 😗 Über eine 2,3 km lange, sehr holprige Zufahrt erreichten wir diese. Die zwei Kuhreiher, die wir dort vorfanden, machten die unbequeme Anfahrt nicht wett, ebenso wenig wie die Impalas auf der Zufahrt. Da waren die letzten Rhinos, mein „Abschiedseli“, die Riedscharbe und der Natalzwergfischer auf dem Weg zum Gate schon sehenswerter.
Kurz nach 11:00 h waren wir dann endgültig aus dem Park –schnief.
Eindrücke auf der Rückfahrt nach JHB
Um 15:45 h erreichten wir den Flughafen und unser erster Blick ging auf die Abflugstafel: Flug auf 23:00 h (von 19:15 h) verschoben – na prima 😈 (AF hatte am Vorabend schon per email darüber informiert, aber die Mail lasen wir erst zu Hause). Wir bekamen unaufgefordert einen Essensgutschein von100 R pro Person, den wir natürlich auch verfutterten. Mit ein wenig umherlaufen und lesen verging die Zeit bis zum Abflug einigermaßen schnell. Der Flieger war nicht ausgebucht, aber wir hatten leider kein Glück, sondern hatten noch einen „dritten Mann“ in der Reihe. Die Stewardessen waren auffällig langsam, aber das störte uns nun auch nicht mehr. Nach einem dreistündigen Aufenthalt auf dem saukalten Pariser Flughafen landeten wir mit fünfstündiger Verspätung in Berlin. Krönender Abschluss war eine kaputte Kofferrolle (wurde wenige Tage später repariert). Tageskilometer:484 Gesamtkilometer:3958
Teil 3326. Jan. 2014
Es freut mich, dass euch mein Reisebericht gefallen hat und ihr bis zum Ende dabei geblieben seid. Vielen Dank für eure netten Kommentare, das fördert die Motivation für den nächsten Reisebericht 😄 Auch den "Nur-Dankeschön-Drückern" herzlichen Dank , denn ich weiß aus eigener Erfahrung, dass die eigene Zeit -nicht nur wegen der Fülle der Reiseberichte- nicht immer reicht, um einen Kommentar zu schreiben, selbst wenn man es gerne würde.
Zum Schluss gibt es für den, den es interessiert, noch eine kurze Bewertung unserer Unterkünfte und unser Fazit:
A 1 Accomodation (Piet Retief) Für eine Nacht gibt’s nichts zu meckern: sauber und preiswert
Ndumo Game Reserve In der Hütte fühlten wir uns sehr wohl und für eine Nacht fiel es uns nicht schwer, auf die eigenen sanitären Anlagen zu verzichten. Die Küche war gut ausgestattet, Mikrowelle und Toaster waren auch vorhanden. Etwas nervig war der brummende Kühlschrank und das von draußen rein scheinende Licht, aber das kann man ja umgehen, indem man die Vorhänge besser zuzieht.
Tembe Elephant Park: Essen und Unterkunft waren gut, nur die Feinabstimmung hat morgens genervt (beim ersten Frühstück keine Selbstbedienung bei Tee/ Kaffee oder Ausschenken durchs Personal, das Platzieren der Gäste). Außerdem haben wir festgestellt, dass wir lieber selbst auf gamedrive gehen, ich fand zB die Funkgeräusche nicht so toll.
Mpila Resort (Hluhluwe-Imfolzi-NP) Es war das zweite Mal, dass wir in einem Safarizelt im Mpila Camp nächtigten, somit ist klar, dass es uns gefällt. Allerdings kann es bei schlechtem Wetter ungemütlich sein, da sind dann die Bungalows wohl die bessere Wahl. Bhangazi Lodge (St. Lucia) Auch hier waren wir zum zweiten Mal. Wer eine preisgünstige Unterkunft sucht und keine besonderen Ansprüche stellt (Zimmer, Anlage), wird bestimmt zufrieden sein. Wimpie ist eine nette Gastgeberin (spricht etwas deutsch), ihr Mann Andreas (ist Berliner) hat eine Art, die vielleicht nicht bei jedem gut ankommt, aber Tipps etc hält er bereit. Mantuma Camp (uMkhuze Game Reserve) Im Großen und Ganzen hat es uns sehr gefallen, wir hätten gern noch eine weitere Nacht hier verbracht. Was uns auffiel, waren die großen Unterschiede zwischen den verschiedenen Einrichtungen: unser Zelt war tadellos, aber der swimming pool und der bird hide waren ungepflegt. Das gleiche Bild auch bei den Hides: entweder tiptop oder sehr vernachlässigt. Graskop: Zur alten Mine In unserem Honeymoon Chalet haben wir uns sehr wohl gefühlt, obwohl wir wettermäßig Pech hatten. Wally und Rainer sind sehr nette Gastgeber und besonders Rainer hat viele Ausflugstipps auf Lager. Wer allerdings Angst vor großen Hunden hat, fühlt sich vielleicht nicht so wohl, da die vier Haus- und Hofhunde frei umher laufen. Die folgenden Unterkünfte liegen alle im Krüger Nationalpark: Alle Unterkünfte waren sauber, bis auf dem Tamboti Tent Camp verfügen alle Camps über einen Shop und einen swimming pool.
Lower Sabie Rest Camp Auch hier waren wir Wiederholungstäter. Ein Zelt mit View ist für uns einfach nur toll.
Tamboti Tent Camp Wir bevorzugen Zelte gegenüber Bungalows, da wir uns dort noch mehr „in der Natur“ fühlen, dh. man bekommt die Geräuschkulisse besser mit. Nachteil ist jedoch, wenn es kalt ist… Unser Zelt hatte weder Bad noch Küche, was uns für eine Nacht normalerweise nicht besonders gestört hätte, aber wenn man im Regen zur Toilette laufen muss, ändert das die Sichtweise. Ja, auch in Afrika gibt es Regen. 😛 Die Lage am Fluss ist schön, würden wir also grundsätzlich noch mal buchen. Letaba Rest Camp Wir hatten einen Bungalow BD3U, diese Kategorie bildet einen Halbkreis zum Zaun, die äußeren Bungalows sind näher an diesem dran. Wir waren relativ in der Mitte. Die Anlage beherbergt die besuchenswerte Elefantenhall. Uns gefällt Letaba recht gut.
Satara Rest Camp Hier hatten wir einen Bungalow BD2V. Man ist nah am Zaun und blickt auf die Savannenlandschaft. Abends kam eine Hyäne vorbei (außerhalb), ebenso wie Impalas. Von Satara aus kann man in alle Himmelsrichtungen fahren, was die Besuchermassen außerhalb erträglicher macht. Wir hatten schon verschiedene Unterkunftskategorien in diesem Camp, aber die BD2V- Kategorie gehört zu unseren Favoriten. Hier waren wir nicht zum letzten Mal.
Skukuza Rest Camp Für uns war es die erste Übernachtung in Skukuza und uns war klar, dass es vom Ambiente her die schlechteste sein würde, auch wenn wir nicht mit einem Blick auf den Parkplatz gerechnet hatten. Dennoch hatten wir uns bewusst dafür entschieden, denn uns reizte der in der Nähe liegende Lake Panic Birdhide. Dieser enttäuschte uns zwar ein wenig im Vergleich zum Vorjahr, aber dafür punktete Skukuza mit den Bushbabys und Ginsterkatzen. Fazit Reise: Für uns war es ein abwechslungsreicher Mix aus altem und neuem. Die Panoramaroute meinte es wettertechnisch wieder nicht gut mit uns, dennoch werden wir ihr bei Gelegenheit eine weitere Chance geben. Die Tierbeobachtungen gestalteten sich aufgrund der dichten Büsche und des Grases schwieriger als zu den Aufenthalten im September. Im Krüger konnten wir es gar nicht glauben, dass es so schwierig sein kann, Löwen zu entdecken. Da bestätigt sich der Spruch, dass viel davon abhängt, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Die neuen Parks enttäuschten uns auch nicht, somit war es ein gelungener Urlaub – ach, und gelangweilt haben wir uns nicht wirklich 😉 .