Da wir beide im Grunde unseres Herzens sehr übervorsichtige Menschen sind, und uns unser Reiseführer zuhause glaubhaft vermittelte, dass, wenn man auch nur einen Fuß auf den Tafelberg setzt sofort, aber auch wirklich sofort, ausgeraubt wird, haben wir uns für unsere heute geplante Wanderung einen Guide besorgt. Dadurch hatten wir auch die Möglichkeit nicht nur die übliche Touristenroute (sprich Plettenklip Gorge) zu gehen.
Unser Guide (Hendre) holt uns mit ihrem winzigen Auto um 7:30 bei unserem B&B ab und wir fahren zum Startpunkt unserer Wanderung. Es geht über die Kasteelpoort Route zu Maclear's Beacon (dem höchsten Punkt des Tafelberges).
Hier kommen wir auch bei einem Stausee vorbei, der früher die Wasserversorgung von Kapstadt gewährleistet hat.
Den ersten Menschen begegenen wir übrigens erst nachdem wir 2 oder 3 Stunden unterwegs waren. Die Cable-Car war zu der Zeit geschlossen, demnach sind viel weniger Menschen am Berg als üblich.
Maclear's Beacon - der höchste Punkt des Tafelberges
Wir steigen über die übliche Route (also Plettenklip Gorge) ab – hier klopfe ich mir dann mal auf die Schulter, denn falls wir allein gegangen wären, hätten wir Plettenklip Gorge sicher als Aufstieg gewählt. Und der Weg durch den Plettenklip Gorge ist eine Treppe. Eine ca. 700 Meter hohe, unregelmäßige Treppe über Steine in der prallen Sonne. Und mit seltsamen Leuten drauf. Zum Beispiel Leute die glauben dass man locker in Flip-Flops und ohne Wasser auf einen Berg steigen kann. Hach was haben wir uns wieder overequipped gefühlt.
Aber es gibt auch einen haufen schöne Impressionen von dort:
Gegen 14:00 sind wir wieder, völlig erledigt, zurück im B&B.
Teil 2204. Nov. 2013
2.August : Kapstadt (Tauchen in Simonstown)
Für den heutigen Tag gibt es leider keine Fotos.
Um 9:00 sind wir pünktlich bei der Tauchschule und, nachdem wir unser Equipment zusammengesucht haben, geht es um 11:00 Richtung Simonstown.
Wir haben in der Tauchschule in etwa 2000 mal betont, dass wir beide jetzt schon länger nicht mehr tauchen waren und, dass wir überhaupt noch nie in so kaltem Wasser unterwegs waren. Außerdem ist absolute Nebensaison, was das tauchen anbelangt. So passiert es, dass wir beiden je einen Guide bekommen - so ein Betreuungsverhältnis hatten wir nicht mal bei unseren ersten Tauchgängen.
Der erste Tauchgang ist in einer Bucht in Simonstown, bei der man immer wieder Cow-Sharks zu sehen bekommt. Wir leider nicht, es bleibt bei einigen Shy-Sharks. Das tauchen durch die Kelpwälder ist aber an und für sich schon sehr schön. Und wenn man mal im Wasser ist, stellt man auch fest dass man so gut wie nichts verlernt hat. (44 Minuten, max. depth: 11.4 m, Temp. Water: 14°, Oberfl. Temp: 25°, Sicht: 8m)
Der zweite Tauchgang ist am frühen Nachmittag bei einem kleinen Wrack auf ca. 5 Meter tiefe. Wir sehen wieder Shy-Sharks und einen Pyjama-Shark. (40min, max. depth: 5m, Sicht 8m) Am Nachmittag sind wir dann wieder zurück im B&B, duschen ausgiebig, tauen wieder langsam auf und spazieren dann noch für ein Abendessen zur V&A-Waterfront.
Teil 2304. Nov. 2013
3.August : Kapstadt (Kaphalbinsel)
Heute ist „Tag des Navis“: Zunächst führt es uns brav zum Kirstenbosch Botanical Garden. Wärend es pausiert, machen wir einen kleinen Rundgang durch blühende Erika, Proteen und Calla.
Gegen 10:30 würden wir gerne weiter nach Groot Constantia – ich bin mir sicher, das Navi wollte uns hier nur die Stadt zeigen und beweisen, dass es auch in Kapstadt enge Feldwege gibt. Zu denen es uns auch noch zurückschicken will, obwohl wir schon fast beim Weingut sind. Wir sind beide keine Weintrinker, und eine Cellar Tour interessiert uns auch nicht brenned. Aber das Gut ist auch perfekt geeignet für ein spätes Frühstück.
Gegen 12:00 fahren wir weiter zur Kaphalbinsel. Unser erster Stopp ist St. James Beach bei Muizenberg. Das Wetter ist wunderschön, es baden sogar einige Menschen, im 14° warmen Wasser...
Wir fahren weiter nach Simon's Town, das wir ja schon vom gestrigen Tauchausflug kennen. Unser Ziel ist natürlich Boulders Beach, berühmt für seine Pinguine. Der Strand ist nicht gerade ein Geheimtipp, aber die Pinguine sind wirklich süß.
Als nächstes geht es in den Table Mountain National Park, direkt zum Cape Point. Wir spazieren zunächst die kleine Seilbahn entlang bis zum alten Leuchtturm, und dann noch weiter bis zum Diaz Lookout.
Wenig später geht es weiter zum Cap der guten Hoffnung, und dann Chapman's Peak Drive entlang wieder in die Stadt.
Von hier aus fahren wir über Hout Bay und Camps Bay (wo sich übrigens das Navi wieder austobte und mit steigender Verzweiflung versuchte, uns von der Hauptstraße weg auf möglicht kleine, enge Seitenstraßen/Zufahrtswege zu dirigieren: Turn right – recalculating – turn right …) wieder zurück in unser B&B.
Teil 2405. Nov. 2013
4.August: Kapstadt (City Tour)
Nach einem ausführlichen Frühstück sind wir gegen 9:00 bei der V&A Waterfront. Dort schaffen wir es endlich einmal, unseren Stapel Postkarten auf den Weg zu schicken.
Unser erster Programmpunkt heute ist das „Two Oceans Aquarium“, dessen erstes Highlight ist ein riesiges Kelpwald-Becken, das der Unterwasserwelt vor der Küste Kapstadts nachempfunden ist. Das zweite Highlight ist ein Predator Becken (genauso groß) in dem sich Ragged Tooth Sharks und Adlerrochen tummeln.
In etwa so hat es auch beim Tauchen vor zwei Tagen ausgesehen
Nach einer kleinen Tortenpause schnappen wir uns den Hop on Hop off Bus, der uns ins Stadtzentrum bringt. Leider ist fast alles geschlossen – es ist ja auch Sonntag. Wir betrachten kurz St. Goerges Cathedral und fahren dann weiter zum Castle of Good Hope – dem ältesten europäischen, noch im Original erhaltenen Gebäude in Südafrika.
Von dort aus geht es durch den District 6 zum Signal Hill. Der nächste Stopp ist Camps Bay, wo wir zu Mittag essen und ein wenig am Strand herumlaufen.
Abends fahren wir zurück und kaufen noch ein paar Souveniers. Bei der Waterfront findet auch eine kleine Astronomie-Schau statt, so dass man durch ein Teleskop Saturn beobachten kann.
Manchmal ein bisschen windig
Teil 2506. Nov. 2013
5.August : Kapstadt – Hermanus
Heute brechen wir von Kapstadt auf und fahren die „Whale Tour“ die Küste entlang Richtung Hermanus.
Unterwegs begegnet uns ein Schild : „Pendguins“ - na da fahren wir doch hin. Am Betty Beach hat sich, ähnlich wie in Boulders Beach, ebenfalls eine große Kolonie Pinguine niedergelassen, der Strandabschnitt ist hier größer und es sind fast keine Leute.
In Onrus machen wir einen kurzen Zwischenstopp um unseren Campingplatz zu finden. Bei der Rezeption dort hilft man uns auch gleich ein Boot fürs Whale-Watching zu finden. Da uns bis zum Beginn der Tour noch ein wenig Zeit bleibt, fahren wir in Hermanus noch zum alten Hafen und spazieren dort ein wenig entlang. Dazu muss man sagen, dass wir Wale in der Bucht und in der Nähe vom Strand eher im Bereich der Legenden angesiedelt hatten. So nach dem Motto: vor x Jahren wurde hier in der Bucht einmal ein Wal gesichtet und noch heute machen wir Werbung damit. Wir sollten noch eines besseren belehrt werden – aber nicht in Hermanus.
Gegen 15:00, und nach einem kurzen Briefing, legen wir im neuen Hafen ab. Mit dem Boot geht es ca. eine halbe Stunde lang die Küste entlang – dann entdecken wir 4 (oder vielleicht auch 5) Wale. Es handelt sich um „Southern Right Whales“ (die richtigen Wale für die Jagdt), vermutlich ein Weibchen und 3 Männchen, die gerade „dabei“, beziehungsweise kurz davor, sind.
Nach etwa einer Stunde fahren wir zurück nach Hermanus, gehen noch einkaufen und sind dann bei Einbruch der Dunkelheit am Campingplatz.
Teil 2607. Nov. 2013
6.August : Hermanus – De Hoop Nature Reserve
Der ursprüngliche Plan für heute lautete, den Coast Walk in Hermanus zu gehen. Aber es schüttet. Unser erster Stopp ist Cape Agulhas, der südlichste Punkt Südafrikas. Als wir dort sind, regnet es immer noch.
In Ermangelung besserer Alternativen brechen wir zu unserem nächsten Ziel auf, das De Hoop Nature Reserve. Hier soll man besonders viele Wale sehen können, vom Strand aus. Haben wir nicht geglaubt.
Im Reserve angekommen sehen wir zunächst einige Bonteboks, Strauße und Mountain Zebras. Der Regen hat mittlerweile nachgelassen.
An der Rezeption empfielt man uns, zum Strand zu fahren – dort sollen sich in der Bucht so annähernd 40 Wale tummeln. Das haben wir dann zur Abwechslung dann geglaubt und sind hochmotiviert, etwas flott, zum Strand gefahren. (Zitat: Schau, diese Laufvogelviecher können auch fliegen). Als wir am Ende der Straße ankommen, hat sogar das Wetter mit uns ein erbarmen und es hört auf zu regnen. Schon auf dem Weg zum Strand sehen wir die ersten Wale: manche von den flachen Steinen da bewegen sich, und springen.
Nach etwa einer Stunde beobachen müssen wir leider schon wieder zurück – es wird langsam dunkel. Kurz vor dem Camp sehen wir noch eine große Herde Eland.
Es schüttet mittlerweile wieder und wir sind die einzigen Camper. Daher parken wir direkt vor dem Küchenblock. Dort teilen wir unser Abendessen noch mit der ansässigen Maus und gehen dann relativ bald schlafen. Unser Zelt ist leider nicht so dicht, wie ich es gern gehabt hätte, aber es regnet zumindest nicht hinein.
Teil 2707. Nov. 2013
7.August : De Hoop Nature Reserve – Wilderness
Am nächsten Morgen schüttet es noch immer. Damit lohnt es sich auch nicht, nochmals zum Strand zu fahren, zumal in den nächsten Stunden keine Besserung in Aussicht ist. Also fahren wir weiter entlang der Garden Route nach Wilderness.
Dort angekommen regnet es leider noch immer und aus unserer geplanten Wanderung wird wieder nichts. Wir beziehen ein Forest Cabin direkt am Fluss und richten uns auf einen Rast-Nachmittag ein. Um 5 Uhr fällt zu allem Überfluss auch noch der Strom aus, pünktlich nachdem wir die Waschmaschine befüllt hatten. Er funktioniert erst nach 22:00 wieder.
Teil 2809. Nov. 2013
8.August : Wilderness – Oudtshoorn – Knysna
Wie auch die letzten Tage: es regnet (nun gut, das war auch zu erwarten, ist ja nicht umsonst Nebensaison). Auf der Suche nach einer geeigneten Aktivität für heute sind uns die Cango-Caves ins Auge gefallen - sie erscheinen recht wetterfest. Dort angekommen machen wir um 12:30 die Adventure-Tour. Die hat mir wirklich viel Spaß gemacht, aber ich kraxle ja auch gern wo herum.
Anschließend fahren wir weiter bis nach Knysna, wo wir gegen 18:00 ein Self-Catering Appartment für uns finden. (Es regnet immer noch)
9.August : Knysna – Tsitsikamma
Nach dem Frühstück fahren wir in die Knysna-Section des Garden Route NP. Es regnet gerade nicht und wir besuchen den King Edwards Tree. Anschließend laufen wir das erste Stück von einem der Elephant-Walks, aber tadaaa: es fängt wieder zu regnen an und uns vergeht die Lust.
Ab morgen hatten wir in der Tsitikamma-Section des Garden Route NP einen Campingplatz gebucht, und wir beschließen, schon heute hinzufahren. Vorher machen wir noch einen Kurzbesuch in Plettenberg, da man dort mit Robben tauchen kann – aber nicht heute, wie wir erfahren, eher im Sommer.
In der Tsitikamma-Section bekommen wir eine Camp-Site direkt am Meer zugewiesen, und das Wetter ist zum Glück auch nicht mehr so schlecht. Wir spannen unser Zelt zum trocknen (und vor allem auslüften) auf und spazieren von der Rezeption aus zur Storms River Bridge.
Aussicht von der Campsite
Teil 2911. Nov. 2013
10.August : Tsitikamma (Storm River)
Das Wetter ist heute wieder viel besser und wir stehen morgens in der Früh auf, um rechtzeitig bei unserem Kanu-Ausflug zu sein.
Hätten wir uns sparen können, das frühe aufstehen meine ich, wir warten dort nämlich dann über eine Stunde auf zwei Leute. Gegen 10:00 paddeln wir in 2er Kanus ein kurzes Stück die Küste entlang in die Schlucht des Storms River, unter der Hängebrücke durch.
Nach einer Weile kommen wir bei ein paar Stromschnellen an, dort werden die Lilos (so Luftmatratzen aus einer Art Panzertape) aus und versuchen diese Stromschnellen hinauf und dann hinunterzukommen. Das Wasser war eiskalt, trotz Wetsuit, aber nach einer Weile spürt man es fast nicht mehr (ob das ein gutes Zeichen ist?).
Gegen 13:30 kommen wir zurück. Wir überlegen noch kurz ob wir mit schnorcheln gehen wollen, sehen den Rest der Gruppe und beschließen: das Wasser war schon ziemlich kalt. Im ganzen Camp tummeln sich haufenweise Dassies. Wir essen zu Mittag, beobachten die Wale in der Bucht und machen uns dann zum „Blue Duiker Trail“ auf. (Unser ursprünglich geplanter Waterfall Trail, der gleichzeitig Teilstück vom berühmten Otter Trail ist, war leider wegen der Regenfälle in den letzten Tagen gesperrt). Der „Blue Duiker Trail“ führt durch den Wald über einen kleinen Hügel und an einigen Aussichtspunkten vorbei. Das Wetter zeigt sich heute von seiner allerbesten Seite.
und Abend besucht uns noch ein Bushbock im Camp
Teil 3011. Nov. 2013
11.August : Tsitsikamma – Addo Elephant Park
Heute (=Sonntag) brechen wir morgens in der Früh gleich auf um zum Addo Elephant Park zu fahren. Es ist der letzte Tag eines verlängerten Wochenendes in Südafrika, entsprechend viel war in den letzten Tagen los (im Garden Route NP nicht so sehr, aber vermutlich mehr als sonst um die Jahreszeit).
Um 12:30 sind wir im Park – es ist großer Abreisetag und entsprechend sind die Mitarbeiter gestresst. Wir fahren in die Game-Area, wo wir beim ersten Wasserloch eine Herde Zebras und einige Warzenschweine beobachten.
Bald darauf sehen wir auf einer Loop eine große Herde Büffel, so viele hatten wir noch nie auf einem Fleck gesehen.
Außerdem zeigen sich noch zahlreiche Kudus, Eland, Schildkröten und auch Erdmännchen. Aber bis jetzt leider keine Elefanten...
Später, auf dem Rückweg zum Camp, bildet sich vor uns ein Stau: Elefanten!!! Eine ganze Herde mit Tieren aller Altersklassen blockiert die Straße und wandert gemächlich in unsere Richtung.
Leider nicht nur in unsere – es sind haufenweise Autos um uns herum (gern auch neben der Fahrbahn, scheinbar setzt bei manchen Leuten schnell mal das Hirn aus). Aber die vielen Autos um uns herum vermitteln wenigstens auch ein gewisses Sicherheitsgefühl (wahrscheinlich unberechtigt).
Als die Herde an uns vorbei ist, und der Stau sich ein wenig löst (wir standen auch ziemlich am Anfang) fahren wir weiter. Etwa 500 Meter weiter taucht ein großer Elefantebulle vor uns auf, auf der Straße. Rückwärtsfahren ist nicht – es sind Autos hinter uns, und eine Elefantenherde. Also Auto möglichst weit an den Rand stellen und auf das beste hoffen. Naja, er ignoriert uns – damit können wir alle leben.
Am restlichen Rückweg sehen wir noch einige Elefantenherden von weitem, sowie Büffel. Außerdem sehen wir: Trommelwirbel einen CARACAL, leider nur von hinten und er verschwindet auch viel zu schnell als dass wir ein Foto machen könnten, aber hey – er zählt. Es gibt sie also doch.
Abends beim Grillen entdecken wir noch eine Ginsterkatze (spotted Genet), die aber mehr an dem gegrillten Fleisch unserer Nachbarn interessiert ist.
Teil 3112. Nov. 2013
@ lionfight Ich fand den Addo auch ganz toll, vor allem wegen dem heutigen Tag und übermorgen
12.August : Addo Elephant Park
Wir brechen wie üblich so früh wie irgenwie möglich auf und fahren um 6:45 Uhr aus dem Gate. Heute sollte unser frühes Aufstehen sogar belohnt werden. Am ersten Wasserloch, an dem wir halten sehen wir gerade noch einen Caracal, wie er hinter einem kleinen Erdhaufen zum Wasserloch schleicht. Fest davon überzeugt, dass er da auch wieder herauskommen muss warten wir erstmal. Und siehe da – nach 10 Minuten kommt er auch wieder hervor, beäugt uns misstrauisch und schlägt sich dann ins Gebüsch.
Euphorisch fahren wir weiter auf der Loop gegen Süden. Vor einer Kreuzung von weiten sehen wir wieder irgendwas – ein Kudu? Nein, drei „spotted hyenas“, und wir sind allein. Eine von den dreien liegt fast direkt neben der Straße, und legt sich wenig später sogar noch näher zu uns, so dass sie nur noch ca. 2 Meter von unserem Auto entfernt ist
Wir können unser heutiges Glück kaum fassen. Nach etwa einer viertel Stunde haben sie genug von uns und spazieren los, zunächst auf der Straße und natürlich in gebührendem Abstand von uns verfolgt. Dann verschwinden sie leider im Gebüsch und waren nicht mehr gesehen. Ich muss zugeben, dass sich die Hyänen hier gerade zu meinen Lieblingsraubtieren gemausert haben.
Wir fahren frühstücken – ich meine der Morgen kann gar nicht mehr besser werden – und dann vom Picknickplatz aus gen Süden. Dort sehen wir einige Büffel und Elephanten, aber vor allem massen von Warzenschweinen. Nach jeder Kurve mindestens eine Gruppe die auch gerade frühstückt.
Am frühen Nachmittag kommen wir zum Camp zurück. Hier werden auch Ausritte angeboten, aber leider haben sich in genau der Gegend gerade Löwen breitgemacht (man kommt dort mit dem Auto nicht hin) und somit fällt das Reiten natürlich flach. Wir essen im Restaurant zu Mittag und fahren wieder los. Nach kurzer Zeit sehen wir zwei Elephanten neben der Straße. Nach einem Tipp von einem entgegenkommenden Auto fahren wir nochmals zu unserem Caracal-Wasserloch, und siehe da, eine Gruppe von etwa 30 Elephanten aller Altersklassen die gerade mit einem Schlammbad beschäftigt sind. Wir beobachten Sie eine Weile und fahren dann nach einer kleinen Runde zurück.
Um 18:00 beginnt unser gebuchter Night-Drive. Ich fand ihn nicht so toll, da der Guide als einziger ein Spotlight hatte und wir (deshalb? Ich meine mit zwei sieht man vielleicht doppelt so viel, die Tiere hätten uns faktisch vors Auto laufen müssen) sehr wenig gesehen haben. Genau Hasen (na gut, die hatten wir noch nicht), Büffel, Elephanten, Zebras und einen Schakal. Und zwei Hyänen als Punkte in der Ferne. Und eine als beinahe fertig verdautes Aas.
Teil 3213. Nov. 2013
Vielen Dank für die vielen positiven Rückmeldungen.
Uns sind am übernächsten Tag (also 14. August) zwei ungewöhnliche Tiere begegnet, die wir vorher noch nicht, und später nie wieder gesehen haben. Hat jemand Lust zu raten?
13.August : Addo Elephant Park
Der Tag wird im Vergleich zu den letzten Tagen relativ ereignislos. Reiten ist immer noch nicht möglich.
Unsere Prioritäten scheinen sich mittlerweile ein wenig geändert zu haben: Mittags sehen wir eine kleine Gruppe Elephanten in relativer Nähe bei einem Wasserloch und anstatt sofort hinzurasen stoppen wir ausgiebig für eine yellow Mongoose. Und fahren dann auch zu den Elephanten.
zunächst die Manguste
dann die Elephanten
Bei unserer Abendrunde kommen wir beinahe zu spät zum Gate, da uns eine Gruppe Elephanten die Straße blockiert. Für über 20 Minuten. Das Gate ist schon zu als wir dort ankommen, aber der Wächter hat noch ein Einsehen mit uns und macht nochmals auf.
die wollten uns einfach nicht vorbeilassen 😗
Abends regnet es, sodass wir die meiste Zeit im Auto sitzen und Fotos übertragen und bewerten. Gegen 22:00 hört es zum Glück auf und wir können unser Zelt aufspannen.
Teil 3315. Nov. 2013
14.August : Addo Elephant Park – Mountain Zebra NP
Soviel vorweg: Der heutige Tag wird völlig verrückt. Wir sehen heute 2 Tiere, die wir vorher noch nie, und später nie wieder, sehen werden.
Der Morgen beginnt einmal relativ unspektakulär. Wir sehen zunächst nicht wirklich viel und fahren dann auf eine der östlicheren Loops.
Dann plötzlich: ein Stachelschwein, dass neben unserem Auto im Gebüsch verschwindet. Für ein Foto war das natürlich viel zu schnell. Aber der Strauch steht einzelnd da. Es muss da noch irgendwo sein. Fahren wir halt mal so 5 Minuten vor und zurück, bis wir ein paar von den Stacheln erspähen.
Gut, da warten wir jetzt. Vielleicht kommt es nochmal raus. Und tatsächlich, nach einer halben Stunde geduldigen wartens pirscht sich das Schweinchen langsam an uns heran, droht uns ordentlich, ist genervt, dass wir immer noch da sind und verzieht sich wieder in seinem Strauch.
es schaut ein bisschen grimmig 😄
Wir sehen es zwar noch (bzw. seine Stacheln) aber mittlerweile ist es 9:30, wir haben Hunger und wollen heute noch nach Cradock.
Wir frühstücken bei dem Picknickplatz im Main Camp (dort laufen um die Zeit auch sehr lustige Leute herum, es ist gerade ein Bus angekommen. Die Reisegruppe im Safarioutfit, vollständig inklusive Tropenhut.
Dann machen wir uns auf nach Cradock, wo wir tanken und einkaufen. Gegen 15:00 kommen wir im Mountain Zebra National Park an. Unser erster Weg führt uns zum Main Camp, um für heute Abend eine Übernachtung zu buchen. Auf der Straße dorthin sehen wir schon die ersten Mountain Zebras, Hartebeests, Kudu und Eland. Und einen Aardvark.
Wir können es gar nicht glauben: Stachelschwein und Aardvark an einem Tag. Leider watschelt er von uns weg ins Gebüsch.
Das Wetter ist gut und wir beschließen zu campen. Zum Abschluss des Tages fahren wir noch auf einige Loops in die Berge und auf ein Hochplateau.
ein paar Fotos, weil der Park wirklich sehr schön ist:
Als wir gerade am Rückweg zum Camp sind sehe ich im Augenwinkel einen Caracal in einem Flussbett – Vollbremsung – zurückgefahren und dann gerade noch den Hintern vom Caracal im Gebüsch verschwinden gesehen.
Wie gesagt, wir campen heute Abend und das war nicht meine beste Idee. Es wird über Nacht richtig kalt, das Zelt friert von innen und außen und trotz Zusatzdecke wird einem in den Schlafsäcken nicht warm. Unser Enschluss, für den nächsten Tag ein Cottage zu mieten, steht damit fest.
Teil 3417. Nov. 2013
Vielen Dank, ich freu mich immer über positive Rückmeldungen!
15.August : Mountain Zebra NP
Da uns kalt ist, und das Auto Besserung verspricht, fahren wir morgens gleich los auf eine erste Loop. Dort begegnet uns eine Herde Büffel. Kurze Zeit später halten wir, da wir auf dem gegenüberliegenden Hang einige Antilopen sehen. Nachdem wir schon stehen, fällt uns auf einem anderen Hang ein größerer Stein auf – einer der, wie sich bald herausstellte, ein Horn hat – unser erstes Rhino. Es ist leider sehr weit weg...
ein Beweisfoto
Später fahren wir dann zur Picknicksite frühstücken - wir verteidigen uns tapfer gegen die Vervet Monkeys.
Am frühen Nachmittag, nachdem wir für die heutige Nacht ein Cottage mieten, fahren wir eine der 4x4 Loops.
Am Rückweg zum Camp begegnen uns noch zwei Bat Eared Foxes, die das Gebüsch nach Futter durchsuchen.
Die Entscheidung für eine feste Unterkunft war die richtige – in der Nacht fängt es an zu regnen und zu stürmen.
Teil 3518. Nov. 2013
16.August : Mountain Zebra NP – Golden Gate NP
Heute steht eine der längsten Fahrtstrecken an, die wir so geplant haben. Wir brechen so früh wie nur möglich auf (also um 7) und machen uns auf den Weg in die Drakensberge.
Hier wählen wir nicht die Strecke über die Ns sonder die über die Rs. Gegen 14:30 kommen wir im Park an und bekommen im Besatho-Cultural Village eine Unterkunft. Es ist ziemlich windig und kalt, aber es zeigt sich keine Wolke am Himmel. Wir fahren noch die beiden Loops und sehen einige Bergzebras, Gnus, Springböcke, Hartebeest, Bonteboks, Kühe und Esel.
Teil 3619. Nov. 2013
17.August : Golden Gate NP
Heute können wir zur Abwechslung einmal ausschlafen, mein gestern noch gebuchter Ausritt fängt erst um 10:30 an. Außer mir sind noch zwei andere Leute, einer davon sitzt zum allerersten mal in seinem Leben am Pferd - ich befürchte schon das schlimmste.
Mein Pferdchen heißt Rubens, und nachdem ich dem Guide versichert habe, dass ich weiß was ich tue, lässt er mich vorausreiten und sagt mir sogar, dass ich schneller reiten kann, wenn ich will. So komme ich dann doch noch zum traben. Auf dem Weg sehen wir auch ein paar Hartebeests.
Um 11:30 Uhr bin ich zurück beim Stall und wir fahren nach Clarens zum Torte essen. Anschließend gehen wir noch einige von den kürzeren Wanderungen, zur Echo Ravine und noch eine, deren Namen ich vergessen habe
.
Dannach setzen wir uns noch für eine Stunde in den Vulture-Hide, haben aber leider kein Glück mit den Geiern. Wir treffen dort auch eine Gruppe Südafrikaner, die uns erzählen, dass sie fast jedes Wochenende im Park sind und letzte Woche ein paar spektakuläre Geier-Sichtungen hatten.
Teil 3719. Nov. 2013
18.August: Golden Gate Highlands NP – Hluhluwe GR
Heute ist beinahe ein reiner Fahrtag. Wir brechen so früh wie möglich in Richtung Hluhluwe Game Reserve auf. Nach einem kurzen Zwischenstopp in Ladybrand biegen wir auf diverse Rs ab.
Leider passieren wir dabei auch ein größere Baustelle, und haben prompt eine halbe Stunde später einen Reifenplatzer. Mitten in einer Gegende, wo ich normalerweise ungern ausgestiegen wäre – aber es hilft ja nichts. Es kommt auch sofort ein Mann auf uns zugelaufen und will uns helfen. Meine ganze Panik war völlig umsonst, innerhalb von 20 Minuten haben er und meine bessere Hälfte den Reifen gewechselt. Allein hätte wir vermutlich Stunden dazu gebraucht. Es taucht auch noch eine Gruppe Kinder mit einem Wagenheber auf. Ich habe leider vergessen, Fotos von der ganzen Aktion zu machen.
Gegen 15:30 kommen wir im Hluhluwe-Imfolozi GR an. Wir buchen ein Rondavel im Hilltop Camp direkt beim Gate vor. Auf dem Weg zur Rezeption sehen wir schon die ersten Elephanten, Büffel und Giraffen. Und unsere ersten Nyala und Impala. Der Park brennt stellenweise.
Da das Gate erst um 18:00 schließt, fahren wir noch eine kleine Runde zum Abschluss – das hätte wir lieber lassen sollen, wir sind beide müde von der langen Fahrt und haben eigentlich keine Lust mehr. Die Straßen kommen uns auch verhältnismäßig schlecht vor – vor allem wenn man im Hinterkopf hat, dass man gerade ohne Ersatzreifen unterwegs ist.
Teil 3820. Nov. 2013
19.August: Hluhluwe GR – St. Lucia
Wie üblich stehen wir morgens ziemlich bald auf und fahren auf einen kleinen Game-Drive. Hier haben wir erst mal riesiges Glück – eine Löwin steht fast direkt hinter dem Gate, umgeben von dichten Gras und zwei Safari-Autos.
Wir reißen uns los und fahren weiter. Kurz darauf ist auf der linke Seite ein verdächtiger Stein - unser erstes Breitmaulnashorn.
Es sind, wie wir bald feststellen, sogar zwei und sie grasen gemächlich in unsere Richtung. Nach etwa einer Stunde wandern sie noch vor uns über die Straße, posieren ein bisschen für Fotos und verziehen sich ins Gebüsch.
Gegen 9 sind wir zurück im Camp und frühstücken (bei der Unterkunft war ein Frühstück dabei) erstmal bis 10. Das Frühstück war wirklich gut, als Buffet wie üblich.
Von der Aussichtsterasse aus sieht man eine Herde Büffel. Mithilfe der Rezeption finden wir im Ort Hluhluwe eine Werkstatt, die auch einen passenden Reifen für uns hat (vorher haben wir noch bei Britz angerufen, ob das passt, dass wir jetzt den Reifen kaufen gehen). Also fahren wir erstmal dorthin. In der Werkstatt stellen wir fest, dass auch einer der anderen Reifen beinahe komplett hinüber ist, aber einen zweiten haben sie nicht, sie können ihn aber bestellen, er kommt dann in spätestens drei Tagen. Hach was waren wir naiv zu glauben, dass wirklich jemanden eine Sonderbestellung innerhalb von drei, vier Tagen in ein Örtchen wie Hluhluwe bringt.
Wir fahren weiter nach St. Lucia, wo wir erstmal eine Bootstour machen. Wir sehen eine Menge Hippos und Krokodile, sowie einige Vögel.
Wir campen heute wieder. Am Campingplatz sind auch ein paar Zebramangusten und Duiker.
Direkt neben dem Campingplatz gibt es einen Board-Walk bis zum Strand und hier erspähe ich noch ein Bushbaby – allerdings sehr spät und die Kamera wollte nicht mehr so richtig.
mit etwas Phantasie sieht man mitten drinnen das Bushbaby
Teil 3921. Nov. 2013
20.August: St. Lucia - Cape Vidal
Wir schlafen heute aus und spazieren über den gestrigen Boardwalk zum Strand. Es sind einige Wellen, Baden ist aufgrund der Krokodile und Haie nicht so empfehlenswert.
Gegen Mittag fahren wir Richtung Norden nach Cape Vidal. Auf dem Weg sehen wir schon einige Gnus, Hippos, Zebras und natürlich Impala. Wir fahren über verschiedenen Loops durch die bewachsenen Sanddünen.
(wir durften hier noch aus dem Auto)
In Cape Vidal angekommen beziehen wir einen Campingplatz und gehen erst mal zum Strand. Es ist sehr windig und es herrscht ein ziemlicher Wellengang.
Unsere einzigen Sykes Monkeys
Abends am Campingplatz kommt noch ein Nachbar vorbei, um uns vor den Affen zu warnen. Währenddessen haut ein Vervet Monkey mit seinem Toast ab – hier muss man dann Humor haben.
noch ein Duiker
ja, hier lausen die Affen einen Bushbock
Was gibts zum Abendessen?
Teil 4022. Nov. 2013
21.August : Cape Vidal – Sodwana Bay
Gegen 7 brechen wir auf und fahren einige von den gestrigen Loops. Wieder sehen wir Hippos und dann nach einiger Zeit auch drei Rhinos – eines davon ist noch total winzig.
Wir fahren frühstücken und dann weiter nach St. Lucia. Von dort aus fahren wir über Hluhluwe (die Reifen sind noch nicht da, aber sie kommen ganz, ganz sicher am Freitag =übermorgen) nach Sodwana Bay. Nach einigem Suchen finden wir die Coral Divers, wo wir dann erfahren, dass sie morgen zwar rausfahren, aber der Wellengang soll so um die 6 Meter sein. Darauf habe ich dann echt keine Lust, und die nächsten Tage soll es nicht besser werden – eher im Gegenteil. Wir überlegen, was wir die nächsten Tage so tun sollen (tauchen wird ja nun nichts) und übernachten am fast leeren Campingplatz von KZN-Wildlife.