Es geht Richtung Süden

Reisebericht 24 Antworten · 10,6k Aufrufe · gestartet 06. Okt. 2013 von toemmel
Themenstarter116 Beiträge · seit 201206. Okt. 2013 · #1
Hallo an alle!

Auch wir (Petra 34 /Tom 41 ) sind nun endgültig infiziert vom Virus und Ihr seid daran nicht ganz unschuldig! Dafür möchten wir uns jetzt und hier mit einem kleinen Reisebericht bei Euch bedanken.

Die Planung begann schon fast vor genau einem Jahr und da wir bei unserer ersten Tour durch Namibia 2006 Richtung Norden unterwegs waren, sollte es in diesem Jahr in den eher unentdeckten Süden gehen. Da wir von den Ferien abhängig sind, stand auch sofort fest, dass wir wieder in den namibischen Winter reisen. Das Dachzelt hat uns bei der ersten Reise schon ganz gut gefallen, daher haben wir uns wieder dafür entschieden. Das Portemonnaie wurde so auch etwas geschont und wir konnten mit kleinem Budget gut reisen!

hier eine grobe Kurzübersicht der 14tägigen Reiseroute: WHK - Kgalagadi Transfrontier Park (KTP) - Klein Karasberge - Hobas (Fish River Canyon) - Lüderitz - Sesriem - WHK. 3000km Gesamtstrecke.

Hier im Forum haben wir viel über die Autos und die Kompetenz von HH erfahren und somit bei ihm gebucht. Zwei Ersatzreifen, Kühlschrank und zweite Batterie waren mit dabei! Da ich eher der Schisser bin, was Pannen und Steinschläge angeht, haben wir zusätzlich eine „Vollkasko“ Versicherung abgeschlossen. Ich nehme schon mal vorweg, dass wir weder eine Reifenpanne noch einen weiteren Steinschlag bekommen haben. Grrrrrrrrrrrrrrr, hätte man sich die Versicherung auch sparen können, doch so ist es ja meistens.

Vom Ablauf her sind wir morgens nach dem Aufstehen und dem Zeltzusammenpacken gleich losgefahren. Zudem sind wir nicht sooo die Frühstücker sind. Ich finde es von Vorteil mittags vor Ort anzukommen und dann dort die Zeit zu nutzen.

So, nun soll es aber los gehen:


21. August 2013

Mit dem Auto raus aus dem Pott und ab nach Frankfurt. Bei „MyParken“ den Wagen sicher und recht günstig abgestellt und mit dem Shuttle zum Terminal direkt vor den Schalter von Air Namibia gebracht worden.
Einchecken ging ratz fatz. Da wir keine Plätze reserviert hatten, fragten wir ob es vielleicht möglich wäre zwei Plätze zu bekommen, die durch den Gang getrennt sind. Gab es leider nicht mehr. Egal, halb so wild. So nahmen wir Pünktlich im Flieger in der 4er Reihe platz. Check,Check und ab auf´s Rollfeld. Moment mal! Da sind doch glatt die beiden Plätze neben uns frei. Wie genial ist denn das! Somit hatten wir die Reihe für uns allein und konnten uns so richtig breit machen. Der Flieger war eher mäßig besetzt und somit wurden die freien Plätze in den 4er Reihen schnell unter den Mitfliegern aufgeteilt.
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 10. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201206. Okt. 2013 · #2
22. August 2013

Der Flug war sehr ruhig und wir landeten entspannt auf dem noch dunklem vom Vollmond beleuchteten Flughafen von Windhoek.
Bei den Einreiseformalitäten ging auch alles reibungslos. Da es ja noch wirklich früh (5:30 Uhr) am Tag war hatten wir keine Eile.

Wir wurden von einem Fahrer von HH abgeholt.
Die Autoübernahme war recht schnell erledigt. Wir ließen uns die Allrad-Gänge nochmal erklären, prüften die Reifen und Ersatzreifen (ob sie ohne Probleme zu lösen sind) und waren auch schon fast unterwegs.

Unser erster Weg führte uns natürlich zur Tankstelle und im Anschluss zum Maerua „Super Spar“ um uns für die ersten Tage mit Lebensmitteln einzudecken! Alles einpacken, den Kühlschrank gut füllen und ab auf Tour.

Für den ersten Tag hatten wir uns nur eine kleine Etappe von ca. 20 Kilometern auf der B1 bis zum Monteiro Camp vorgenommen. So hatten wir viel Zeit und Ruhe unser Auto richtig zu sortieren, alles ordentlich zu verstauen, das Zelt ohne die Dunkelheit im Nacken aufzubauen und unser erstes Braai vorzubereiten.
Wir machten einen kleinen Spaziergang entlang der Bahntrasse und in Richtung der Hügel hinter dem Camp. Doch hier kam man schnell an die Zäune und es ging nicht weiter. Also zurück zur Campsite und erst mal einen leckeren Kaffee.
Langsam den Grill vorbereiten und ab mit dem Fleisch auf´s Feuer.


ha677e80.JPG



Noch ein bisschen Gemüse dazu und wir waren glücklich.


he8a32d3.JPG



Da es ja ziemlich schnell dunkel wird um diese Zeit, waren wir auch früh im Zelt verschwunden.
Als es schon seit zwei Stunden dunkel war, kamen tatsächlich noch einige Fahrzeuge auf das Gelände. Wir hatten uns vorgenommen aus Sicherheitsgründen nicht im Dunklen zu fahren und finde es persönlich auch viel entspannter das Zelt und alles andere im Hellen aufzubauen, ohne ständig mit der Taschen/Stirnlampe leuchten zu müssen.
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201206. Okt. 2013 · #3
23. August 2013

Um 8 Uhr ging es weiter. An der Farmschule Aris machten wir einen kurzen Stop. Da Schulferien waren, trafen wir leider keine Kinder an und gaben die mitgebrachten Schreibutensilien bei der Tochter der Schulleiterin ab.

Gegen 16:45 Uhr erreichten wir das Red Dune Camp. Kurz etwas Luft aus den Reifen lassen und ab ging es auf die roten Dünen auf die Campsite 2. Der Blick in die Weite war toll. Selbst vom Klo mitten zwischen den Bäumen konnte man den Sonnenuntergang toll sehen! Bei Pieter hatten wir bei Ankunft Springbock und Boerewors gekauft, somit war der Braai wieder perfekt.


hd634b74.JPG


h9434d60.jpg


he512c60.jpg
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201206. Okt. 2013 · #4
24. August 2013

Die Sonne ging genau in der Weite der Kalahari auf. Ein wirklich toller Anblick. Es war aber auch ganz schön kalt. Wir hatten leider kein Thermometer, somit waren es immer nur gefühlte Temperaturen.
Da auf der Düne ein Problem mit dem Wassertank war (der Tank war leer), vermutlich ein bislang unentdecktes Leck in der Leitung, duschten wir am Morgen auf der Farm.
Im Anschluss machten wir uns auf Richtung Kgalagadi Transfrontier Park (KTP). An der Grenze zu Südafrika wurde unser Wagen kurz inspiziert und nach Feuerholz gefragt. Alles in Ordnung!

h07f0d99.JPG


So machten wir uns 14 Uhr auf zu unserem ersten Gamedrive. Um 18:30 Uhr mussten wir wieder im Camp sein.
Die Nacht verbrachten wir auf der Campsite Mata Mata. Das schöne an einer Campsite im Gegensatz zu einer festen Unterkunft ist, daß man auch mit anderen Namibia infizierten in Kontakt kommt und der Virus immer tiefer eindringt! Die zwei Damen aus Südafrika, die wir kennen lernten, kommen schon seit über 30 Jahren! Fantastisch! Von ihnen kam auch die Empfehlung für Löwensichtung uns bei KijKij umzuschauen.
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201206. Okt. 2013 · #5
25. August 2013

7 Uhr (südafrikanische Zeit)! Wir waren mit die Ersten die durch das Tor fahren.
7:15 Uhr unsere erste Löwensichtung. Da die Sonne noch nicht aufgegangen war, war noch alles etwas diesig und wir sehen den Löwen erst in letzter Sekunde zwischen den Büschen hervor laufen. Gut das schon ein anderer Wagen angehalten hatte. Ansonsten hätten wir die Löwendame wohl übersehen. Im weiteren Verlauf des Tages sehen wir viele Tiere aber nicht einen weiteren Löwen. Hatten schon große Erwartungen durch das Forum an den KTP und seine Löwen. Aber es ist halt Natur und kein Zoo!

hf0b6c2a.JPG


Die nächsten zwei Nächte hatten wir uns für die feste Unterkunft in Kieliekrankie entschieden. Top Ausblick. Zauberhafte Vögel zu jeder Uhrzeit auf der Veranda.
Das Wasserloch war gut zu sehen, würde aber nur von Vögeln belagert!

h3608200_2013-10-06.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 06. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #6
26. August 2013

Gegen 6 Uhr: „Was sind das da für dunkle Tierchen die sich am Wasserloch (von Kieliekrankie) bewegen? Schnell, gib mir das Fernglas! Wow, zwei Leoparden!“ „Wo ist die Kamera?“ Knipps, knipps und einfach genießen!! So schnell kommt man selten gern aus dem Bett.

h3395efe.jpg


Über Tag fuhren wir entspannt durch den Park. Zwischenstop in Tweereveren zum Tanken.
Unter einem Baum gab es dann auch noch eine Löwendame zu bestaunen. Ich weiß nicht mehr wie lange wir dort gestanden haben, doch die Lady hat sich bis auf einen kleinen Liegeplatzwechsel nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nach gefühlten 3 Stunden haben wir uns von ihr verabschiedet. Dass sattgefressene Löwen aber auch den ganzen Tag verschlafen müssen!!

h2974b1c.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #7
27. August 2013

"Haben wir heute Dienstag?" Unser Zeitgefühl war weg. Ein gutes Zeichen für erholsamen Urlaub. Gegen 7:30 Uhr verlassen wir die Unterkunft und machen uns auf zum Grenzübergang Mata Mata, um den KTP wieder zu verlassen.

h6db6dd7.JPG


Über die D511 (eine Farbenspiel aus roten Dünen) und C17 ging es Richtung Keetmanshoop. In Köes machten wir einen kleinen Zwischenstop, um zu tanken. Wir erhielten allerdings nur begrenzt Benzin, da eine Zapfsäule schon leer war!
Weiter bis zum Mesosaurus Camp. Wir hatten das Bushcamp ganz für uns allein. Direkt am Quivertree Wald!
Sonnenuntergänge sind einfach nicht zu beschreiben und immer wieder ein Erlebnis.

h87b7477.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
Themenstarter116 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #8
28. August 2013

Wie immer sind wir schon früh unterwegs. In Keetmanshoop füllen wir unsere Lebensmittel Vorräte wieder auf und fahren direkt weiter über die D608 in die „Klein Karasberge“. Eine komplett andere Landschaft. Keine weite Steppe oder Dünen, sondern Berge und steile Anstiege gibt es hier!

Unsere Campsite für diese Nacht war Lorensia. Unheimlich günstig, sehr liebevoll gestaltet und 1000 kleine Details gab es zu entdecken.

hfe0f65d.JPG


Wir wurden von der Pächterin „Elsje“ sowas von herzlich aufgenommen, dass man das Gefühl hatte, sich schon ewig zu kennen. Wir wurden mitgenommen auf eine Farm-Kontroll-Fahrt. Hier fährt man entlang der Farmzäune und guckt, ob sich nicht irgendwo Schakale oder andere Tiere einen unerlaubten Zutritt auf das Farmgelände gemacht haben, um evtl. Schafe zu reißen. Und man kontrolliert die Tränken der Tiere. Wirklich toll.

Noch ein Tipp: Elsje macht alle möglichen Näharbeiten mit ihrer Nähmaschine.... mit flinker Nadel war eine Hose wieder geflickt!

Ganz in der Nähe ist ein kleiner Canyon den wir zu Fuß, in Begleitung unseres persönlichen Guide „Rufus“ erkundet haben. Dieser Hund ist wirklich der perfekte Guide, er wartete stets auf uns und kannte die Strecke blind.

h7876ec1.JPG


Abends gab es dann einen gemeinsamen Braai. Wir haben im Gespräch mit Elsje erleben dürfen, was es bedeutet naturnah und bodenständig als Farmerin zu leben. Wir hatten größten Respekt vor dieser liebevollen, toughen Frau.
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 09. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #9
29.August 2013

Als wir am Morgen etwa 15 min. von Lorensia entfernt waren, fing es an zu regnen. Es zeichnete sich schon am Vorabend ab, da sich die Wolken immer dichter zusammen zogen, doch so richtig hatte wohl auch Elsje nicht damit gerechnet.
Der Tag blieb recht regnerisch und diesig. Regen in Namibia, das war auch für uns neu!
Weiter ging es zum Fish River Canyon. Wir fuhren den Hauptaussichtspunkt an. Hier war es recht windig, doch die Wolkendecke ließ größere blaue Löcher und ein paar Sonnenstrahlen durch.

hce1614a.JPG


Auf den 4x4 Pad ging es dann zum südlichsten Punkt des Canyons. Die Sonne kam kaum durch die dichte Wolkenschicht. Auf der anderen Seite konnte man den Regen auf die Tafelberge donnern sehen.

h3a765fe.JPG


Die Nacht verbrachten wir auf dem staatlichen Hobas Campsite. Ich muß wirklich sagen, daß ich von allen Sanitäranlagen auf unserer Reise wirklich nur Positives sagen kann. Sie waren überall sauber und gepflegt. Klar, einige waren schon in die Jahre gekommen. Doch trotzdem musste man sich nirgends ekeln oder sogar rückwärts wieder raus gehen.
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
Themenstarter116 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #10
30. August 2013

Eine lange Fahrt, ca. 400km lag vor uns. Bis nach Lüderitz. Auf der B4 stand dann tatsächlich die Polizei und „blitzte“! Uns zum Glück nicht. Natürlich gab es eine Pause bei den Wildpferden bei Garub. Blöd nur, daß sich nur zwei Pferdchen sehen lassen. Also wurde es nur eine mini Pause.

hd937db0.JPG


Da man an der Küste ja eher schlecht campen kann (Wind und Feuchtigkeit) hatten wir hier für zwei Nächte wieder eine feste Unterkunft in den Chalets von NWR. Nicht die neusten, doch sauber und wirklich bequeme Betten. Wir erkundeten die Ortschaft, buchten eine Tour auf der Sedina für den morgigen Tag, gingen in das Museum und die Felsenkirche und natürlich Lebensmittel auffüllen. Wir waren viel zu Fuß unterwegs, doch unsicher fühlten wir uns nicht.

h81ef853.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
Themenstarter116 Beiträge · seit 201209. Okt. 2013 · #11
31. August 2013

Die Sedina legte um 8 Uhr ab. Wir waren sehr erstaunt, dass der Skipper ein so klares deutsch gesprochen hat. Wirklich akzentfrei! Deutsche Familie in der 5. Generation - Lüderitzer Urgestein!
Die Tour ging zur Halifax Insel. Die Pinguine hatten keine Lust auf ein Fotoshooting und blieben auf Abstand. Ebenso die Delfine. Dafür waren die Gespräche mit dem Skipper sehr interessant und aufschlussreich.

h69217f5.JPG


h12399e9.JPG


Es ist Samstag, dass heißt alle Geschäfte schließen um 14 Uhr. Also schnell noch ein paar Einkäufe erledigen. Am Nachmittag ging es dann auf „Vier Buchten“ Tour! Am Diaz Point hat es uns fast weg geweht, so windig war es. Die Robben konnte man nur mit dem Fernglas erblicken. Sind dann noch die ein oder andere Bucht angefahren, doch so richtig begeistern konnte uns das alles nicht.
Wer gerne Biltong isst, kommt in Lüderitz voll auf seine Kosten. Der Biltong Store in der Bismarckstraße ist super!
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
49 Beiträge · seit 201310. Okt. 2013 · #12
Hallo,
dankeschön, super fotos 😁
und was mir vor allem auffällt, wenn man deine öffnet sind sie soooo schöööön gross! die anderen aus den berichten sind meist genauso "klein" wie in dem bericht... 🤪
Lg,
antje
Ich tupper für mein leben gern :-)
Themenstarter116 Beiträge · seit 201211. Okt. 2013 · #13
01. September 2013

Zeitumstellung! Man klaut uns eine Stunde. Unsere erste Etappe führte uns in die Geisterstadt Kolmanskoop. Wir entschieden uns gegen eine geführte Tour, ...denn zu viel Menschen auf einem Fleck, dass ist nicht so unser Ding. Nach 2,5 Stunden hatten wir alles gesehen. Auf dem Parkplatz machten wir dann noch Bekanntschaft mit Armin, dem Bruder unseres Autovermieters, Hubert Hesters. Er ist als Guide tätig und war gerade mit einer Gruppe unterwegs. Die Welt ist auch in Namibia klein.

hbcb6553.JPG


Weiter ging es dann zu Klein Aus Vista. Natürlich nicht ohne Zwischenstopp bei den Wildpferden in Garub. Diese Mal hatten wir mehr Glück! Die ganze Herde inklusive einiger Oryx und Strauße war am Wasserloch versammelt.
Bei Klein Aus Vista haben wir die gelbe/braune Wanderung (Empfehlung!) gemacht, die direkt an der Campsite startet. Auch hier wieder tolle Landschaft mit unglaublicher Weitsicht.

h9482112.jpg


h693fd2b.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
Themenstarter116 Beiträge · seit 201211. Okt. 2013 · #14
02. September 2013

Weiter geht es über die D707 in die Tirasberge zur Ranch Koiimasis. Anke(?) weißt uns Campsite Nr. 4 zu. Es ist die hinterste, mit einem wunderschönen schönen Duschraum. Ohne Strom, dafür mit Kerzenlicht. Blöd nur, dass es auch kein warmes Wasser gibt, selbst der Donkey ist nirgends zu sehen! Jeder der 4 Plätze hat einen großen überdachten Tisch mit gemauerten Sitzgelegenheiten und Grill, echt eine Empfehlung. Der Wohlfühlfaktor ist sehr hoch.
Bei Abreise erfahren wir, daß es nur ein Sommer-Dusche ist. Hätte man auch mal eher sagen können. Anke empfanden wir als ein wenig überheblich, man hatte den Eindruck, als wäre man ein lästiges Übel als Gast.
Auf dem Farmgelände gab es wieder eine schöne Wanderung die etwa 1,5 Stunden dauerte. Auch der Farmrundgang war ganz nett.


h031e754.JPG


ha6e73b2.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201211. Okt. 2013 · #15
03. September 2013

Die heutige Fahrt führte uns nach Sesriem. Unterwegs mussten wir allerdings erst Mal einen auf der Strecke liegengebliebenen Trecker samt „schwarzer“ Besatzung mit unserem Auto anziehen, um ihn wieder auf Fahrt zu bringen! War schon ein komisch Gefühl, mitten im nirgendwo mit 5 Einheimischen. So Gefühle sollte man aber einfach zur Seite schieben! Denn helfen sollte selbstverständlich sein!
Gegen 14 Uhr erreichten wir Sesriem. Oh mein Gott, hat sich das dort alles verändert. 2006 war es alles eine ganze Ecke kleiner. Um zu den Dünen zu fahren, war es uns noch zu früh, denn wir wollten gern die Stimmung zum Sonnenuntergang einfangen. Daher beschlossen wir in den nahe gelegenen Canyon zu fahren. Wir waren fast allein. War auch ganz nett, doch so richtig begeistert hat es uns jetzt wirklich nicht!
Also los, 60 Kilometer Asphalt liegen vor uns. Durch den Tiefsand am 4x4 Parkplatz bis zum Dead Vlei. Rauf auf die Dünen und einfach genießen!
Da wir die Campsite im Park gebucht hatten, durften wir bis 19:40 Uhr bleiben.


hd5cd81c.JPG


hd845440.JPG




hcd6f025.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
zuletzt bearbeitet 11. Okt. 2013
Themenstarter116 Beiträge · seit 201211. Okt. 2013 · #16
04. September 2013

Obwohl zwei nervige Overlander in nächster Nähe zu uns standen, verlief die Nacht sehr ruhig. Klar! Gegen halb 6 wurde es sehr unruhig, da man ab 6:20 Uhr in den Park zum Sonnenaufgang fahren durfte. Wir verzichteten auf den Dünen-Hype und drehten uns nochmal im Dachzelt um. Ach war das plötzlich still! Menschenleer!
Unsere letzte Nacht wollten wir auf Namibgrens verbringen. Ein kleiner Zwischenstopp in Solitaire, um den berüchtigten Apfelkuchen zu kosten und eine verdammt steile Tour über den Spreetshoogtepass. Ohne 4x4 wären wir da mit unserem Sechszylinder wohl nicht hoch gekommen. Puuuuuuh, da musste das Auto wirklich alles geben!

h574a5be.JPG


Obwohl Namibgrens eine kommerzielle Nguni Rinderfarm betreibt, hatten sie tatsächlich kein Fleisch zum Verkauf. Irgendwie konnten wir aber doch etwas Lamm für unser Braai ergattern. Wir durfen uns eine Campsite zwischen Nr. 7-12 aussuchen, da die Plätze 1-6 von einer Großgruppe okkupiert wurden. Zum Glück waren diese Plätze außerhalb unserer Hörweite. So hatten wir unsere letzte Nacht für uns ganz allein! Nur den Pool mussten wir uns teilen, denn dieser süße Freund (sh. Foto) hat ihn belagert! Zum letzten mal machten wir eine 3 stündige Wanderung.

h02921db.jpg


05. September 2013

Morgens kramten wir erst Mal alles aus dem Auto raus, um unsere Taschen für den Rückflug zu packen. Für die Farmkinder haben wir die ganze Fahrt immer etwas dabei gehabt: Malbücher, Buntbleistifte uvm. So dass wir deutlich "erleichtert" den Rückflug antreten konnten.

h1bae278.jpg


Da unser Flugzeug erst um 21:30 Uhr starten sollte, hatten wir genügend Zeit um uns nach der Überfahrt noch etwas in Windhoek rum zu treiben. Plötzlich wieder so viele Menschen auf einem Fleck zu erleben, war nach 14 Tagen echt ungewohnt und man wünschte sich zurück in die Abgeschiedenheit.
Beim nächsten Besuch steht aber eine Katutura Tour mit ganz oben auf der „To Do Liste“.

Was würden wir anders machen? Eigentlich nichts, wir werden immer gefragt: "Ist es nicht zu hektisch, täglich 200-400 km zu fahren und nur eine Nacht zu bleiben?" Ich kann nur sagen, dass die Überfahrten ebenso spannend sind wie das Vor-Ort-rumlaufen.

Danke für Eure vielen Tipps, fürs mitlesen und mitgeniessen. Bis Bald, Petra und Tom aus Dortmund

hff725bc.JPG
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
Themenstarter116 Beiträge · seit 201211. Okt. 2013 · #17
Noch ein Hinweis zu unserer Kameraausrüstung:

Nikon D5000, 2 Objektive: Standard 18-55 und 55-300 Tele. Keine Filter, Bilder nachträglich NICHT bearbeitet.
also alles im low-Budget-Bereich
Reisebericht unserer Namibiareise 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/280385-es-geht-richtung-sueden.html Reisebericht unserer Namibia- Botswanareise 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/283611-chobe-moremi-und-namibias-norden.html
1'674 Beiträge · seit 201211. Okt. 2013 · #18
Hallo ihr Beiden,
vielen Dank für den schönen Bericht. 🙂
Da habt ihr ja ein wahnsinnig schnelles Schreibtempo vorgelegt. Kaum angefangen - und schon fertig. 🙂

Dass ihr in Koiimasis das Gefühl hattet nur ein lästiges Übel zu sein irritiert mich ein wenig. Wir waren 2009 dort (allerdings in FestinnFels) und hatten uns dort sehr wohl gefühlt . Nächstes Jahr wollen wir nochmals dort Rast machen, diesesmal auch auf der Campsite. Durch die Schilderungen hier im Forum habe ich das Gefühl dass die Erfahrungen von Ranch Kooimasis und FestinnFels doch sehr konträr sind. Bin gespannt wie wir es erleben werden.

Liebe Grüße
Dagmar
Wende dein Gesicht der Sonne zu, dann fallen die Schatten hinter dich. Zu den Reiseberichten: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/292334-take-off-unterwegs-in-afrika.html#471572
1'242 Beiträge · seit 200912. Okt. 2013 · #19
Hallo ihr beiden,

auch von mir herzlichen Dank für den schönen Bericht 🤩 und die tollen Fotos 🤩 .

Liebe Grüsse 🙂
Lil
Namibia das 1. Mal http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/163129-namibia-das-1-mal-reisebericht.html Endlich Hippos - SA 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/280235-endlich-hippos-sa-2013.html ZIM - BOT 2014 Träume werden wahr http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283689-zim-bot-2014-traeume-werden-wahr.html
6'152 Beiträge · seit 200612. Okt. 2013 · #20
hallo Petra und Tom,

ganz herzlichen Dank für den informativen Reisebericht. War ganz begeistert.
Ihr habt mir von der Seele geschrieben, Anke ?Koiimasis ist schon sehr
gewöhnungsbedürftig .. sie hatte uns damals sehr sehr frostig begrüsst
und abgekanzelt - als wir zu Fest in Fels gefahren sind -- gottseidank war
ja dort Roland - ansonsten wären wir nicht geblieben.
Ihr und wir haben halt einen Tag erwischt, wo Anke nicht gut drauf war 😉
Ein schönes Wochenende wünscht
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland