MOMoKiThemenstarter19 Beiträge · seit 200630. Dez. 2006 · #1Hallo Foriker,
die erste Planung für 4 ½ Wochen Namibia-Botswana im nächsten September „steht“ und jetzt gibt’s natürlich noch ein bisschen (?) Beratungsbedarf.
Wir wollen – von Buitepos kommend – durch die Kaa Kalahari Concession zum Kgalagadi Transfrontier Park und unterwegs einmal übernachten. Die Angaben, die wir über die Camping-Möglichkeiten (Masethleng, Ngwatle, Zutshwa) gefunden haben, sind eher spärlich.
Außerdem ist im Shell Guide Botswana das Kaa Safari Camp erwähnt – unser Fax mit der Bitte um Infos (wie angegeben an Safaris Botswana Bound, 686-4073) ist allerdings unbeantwortet geblieben.
Kann jemand von euch zu den Campsites was sagen / empfehlen? Sollten / müssen sie vorgebucht werden – wenn ja: wo? Weiß jemand etwas Näheres zum Kaa Safari Camp?
Danke für eure Antworten und allen einen guten Neujahrs-Rutsch!
Monika
YOYoshikawaGast30. Dez. 2006 · #2Moin Monika,
wir sind Anfang des Jahres (2006) dieselbe Strecke gefahren. Wir haben auf der Fahrt die Wegweiser zu den Plätzen nicht gesehen. Wir hatten zunächst vor, kurz vor dem Khaa-Gate wild zu campen, sind dann aber doch durchgefahren und haben auf dem Platz am Gate gecampt. Dort gibt es zwei Stellplätze, jedoch nur einen mit Buschdusche und -klo.
Die Strecke vom Grenzübergang bis zum Park ist an einem Tag zu schaffen, wenn man im Camp direkt vor dem Grenzübergang übernachtet. Insbesondere für die Suche nach den Abzweigen in den Dörfern ist GPS ratsam.
Gruß, Michael
Annette387 Beiträge · seit 200631. Dez. 2006 · #3Hallo Monika,
es kann sein, dass die Menschen im Konzessionsgebiet es leid waren mit den Touristen um Campsitegebühren zu streiten. Vielleicht hat Michael deshalb keine Schilder gefunden. Wir fahren im Mai dorthin und haben eine Übernachtung vor und eine in der Kaa Concession geplant. Wenn wir zurück sind kann ich hoffentlich mehr infos geben.
Guten Rutsch
Joachim
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danke für die Antworten! Mal sehen, ob ich irgendwo noch irgendwas rauskriegen kann. Ansonsten warte ich die Infos nach dem Mai-Trip ab.
Monika
Carsten Möhle1'287 Beiträge · seit 200603. Jan. 2007 · #5Sehr geehrte Monika,
bei der Kalahari Concession und dem Kaa Safari Camp handelt es sich um ein Jagd Konzessionsgebiet, so dass dieser Bereich für andere Gäste nicht geöffnet war; Safaris Botswana Bound hat das Management dieses Bereiches aufgegeben.
Die örtlichen Dörfer sind jetzt die direkten Erheber und Empfänger der Gebühren. payable to the chief or the governing committee of the village.
Im gesamten Bereich leben lediglich 800 Menschen.
Es gibt keine künstlichen Wasserlöcher in der Gegend, so dass die Masse der Tiere in der Trockenzeit in den Kgalakgadi NP zieht. In der Regenzeit Dezember - März findet man Wild allerdings auch in diesen Gegenden.
Die Möglichkeiten zum kampieren:
Zutswa, Ngwatle, Ukwi, Ncaang. Nur Plumskloos vorhanden. In Zutswa ein Schattendach mit Grillvorrichtung.
Masetleng Pan Camping muß im Dorf Ngwatle oder auch im Okwi Dorf angemeldet werden. Ich halte diesen Platz für den interessantesten.
Logistik: Sichere Tankstelle in Hukuntsi, unsichere in Ncojane.
In Charles Hill hinter der Grenze auftanken
Strecken:
Grenzübergang Mmamuno nach Ukwi 158 km: bis Ncojane Schotter und Wellblech, danach tiefer Sand und "langweilige" Strecke
Ukwi nach Kaa Gate 100 km: praktisch nicht mehr vorhanden.
Ukwi nach Masetleng Pan 42km: Schotter + 15km tiefer Sand.
Ukwi nach Ngwantle 64km: Schotter + Wellblech
Ngwatle nach Kaa via Zutswa 93km: Brandschutzschneisenpiste, viele Schlaglöcher und Tiefsand.
Zutswa nach Kaa 91km: Brandschutzschneisenpiste, viele Schlaglöcher und Tiefsand.
Hukuntsi nach Zutswa 56km: guter Schotter, 1 Stunde Fahrt.
Meine Empfehlung: Buitepos vollvolltanken, Charles Hill - Ukwi - Masetleng Pan übernachten. In südliche Richtung 43 km weiter und an der Brandschutzschneisenpiste 43 km nach rechts abbiegen bis zum Kaa Gate.
Mit sonnigen Grüßen aus Mannheim
Carsten Möhle
PApangolin136 Beiträge · seit 200603. Jan. 2007 · #6Hallo Carsten
Auch wir haben vor, einige Tage im KAA Gebiet zu verbringen und zwar ab Mitte März 2007.
Soweit habe ich die Infos gesammelt, Streckenabschnitte, GPS etc. . Was ich aber nicht gefunden habe, sind exakte Angaben über die anfallenden Gebühren. Die wenigen Infos, die das Internet hergab, waren sehr widersprüchlich und nicht wirklich hilfreich. Teilweise wurde von überrissenen Gebühren berichtet.
Kannst Du uns mit Infos bedienen?
Es liegt uns sehr daran, dass auch die lokale Bevölkerung etwas vom Tourismus profitieren kann.
Gruss Sonja
MOMoKiThemenstarter19 Beiträge · seit 200603. Jan. 2007 · #7Sehr geehrter Carsten,
danke für die wie immer sehr ergiebige Nachtschicht-Auskunft.
Eigentlich könnten wir uns jetzt (fast) die Fahrt nach Mannheim am Wochenende sparen – wir kommen trotzdem.
Mit sonnigen (Wunschdenken!) Grüßen aus Saarbrücken
Monika
jaffles1'312 Beiträge · seit 200606. Jan. 2007 · #8Hallo Monika,
wir sind diese Strecke im Mai 2006 gefahren.
Von Charles Hill bis Ncojane ( über Makunda und Kule ) relativ gute Gravelroad.
Ab Ncojane bis Ukwi einsame einspurige Sandpiste.
Ab Ukwi beginnt die Durchquerung des KD 1. In Ukwi wird man angehalten um für die Durchquerung des KD1 zu bezahlen ( 50 Pula Gebühr, mit Stempel und Beleg ).
Ab Ukwi geht es über Ngwatle in Richtung Zutswa bis zu einem Großen Straßenschild ( in völliger Einsamkeit ) mit Abzweig zum KAA-Gate. Es ist eine 2spurige z.T. Tiefsandpiste mit viel hohem Gras in der Mitte, aber bei unserer Tour war ja auch die heftige Regenzeit gewesen. Auf der Piste selbst viele tiefe Löcher von Stachelschweinen und Erdferkeln. Wenn die Sonne tief steht, sind die echt schlecht zu erkennen!!!
Bis zum Abzweig zum KAA-Gate war bei uns durch das hohe Gras keinerlei Möglichkeit zum Wild Campen möglich. Wir haben zwar ein Schild für einen ausgewiesenen Campingplatz gesehen, den dazugehörigen Campingplatz aber nicht!
Bis zum Abzweig KAA Gate war die Strecke nicht besonders schön.
Ab dem Abzweig zum KAA-Gate sind es noch ca. 80 km bis zum Gate.
Ab hier ist es wieder einspurig und die Piste besser zu befahren.
Dies ist eine sehr wildreiche, wunderschöne Landschaft. Auf diesem Streckenabschnitt wäre wildcampen problemlos möglich.
Im nachhinein würde ich diese Strecke aber nur noch mit 2 Fahrzeugen oder mit Satelitentelefon befahren, da es extrem einsam ist und die Strecke kaum befahren wird.
LG Jaffles
GOGoldmole164 Beiträge · seit 200624. Jan. 2007 · #9Hi!
Wir sind gerade zurück gekommen und waren u.a. auch mal wieder in der KD1.
Eintritt haben wir noch nie bezahlen müssen. Es gibt auch keinen Hinweis, daß Eintritt entrichtet werden muss. Die lokale Bevölkerung ist extrem nett und hilfreich. In jedem Dorf gibt es einen kleinen Craftshop.
Wildcampen ist offiziell verboten, es wird an den Hauptverbindungen auch ab und an kontrolliert.
GPS braucht man nicht, beruhigt aber. Lediglich die Abzweigung von Ncojane nach Ukwi ist nicht eindeutig, zumal hier auch die ShellMap eine falsche Richtung vorgaukelt. Einfach im Dorf fragen. Man muss links an der Pfanne vorbei Richtung Südwesten (also die Pfanne auf der rechten Seite).
In Ncojane haben wir noch nie Sprit bekommen.
Wildcampen kann man wunderbar z.B. an der KD1 Grenze. Dies ist eine so gut wie nie befahrene einspurige, aber breite Cutline. Einfach ein paar Kilometer fahren, fertig.
Zwischen den Dörfern herrscht durchaus Verkehr (ca. 5 Autos/Tag). Ausnahme: Ngwantle-Hukuntsi wird kaum noch befahren. Hier gibt es ein paar km ausserhalb der KD1 (also etwa auf halbem Weg) eine sehr schöne große Pfanne an der man toll campen kann. Wir haben uns quasi einfach auf die "Straße" gestellt.
Carstens Straßenbeschreibungen stimmen leider nicht mehr hundertprozentig. So ist die Strecke Zutswa-Kaa keine Cutline sondern eine einspurige, auf der ersten Hälfte wunderschöne Piste. Kein Tiefsand.
Der Campingplatz in Zutswa ist vor allen Dingen am Wochenende nicht zu empfehlen.
Das Kaa Safari Camp ist ein reines Jagdcamp ca. 20 km vor dem Gate.
Die Jagdsaison in der KD1 beginnt übrigens im April. Viel Spaß dann
😎
Noch Fragen? Nur zu!
Gruß vom
Goldmole
@admin: Warum gibt es eigentlich die alten Botswana-Forumsbeiträge nicht? Das wurde dort alles schon mal diskutiert?<br><br>Post geändert von: Goldmole, am: 24/01/2007 19:44