Fortsetzung Tag 14: Mowani Campsite – Dolomite Camp
Im Dolomite Camp werden wir und unser Gepäck am Parkplatz abgeholt. Die ganze Anlage ist wunderschön auf einem Hügel mit viel Liebe gebaut. An der Rezeption wird uns erklärt, dass man nachts nicht zu Fuss unterwegs ein darf, da die Anlage nicht eingezäunt ist. Man muss ein Elektromobil-Taxi rufen.
Hinweis Dolomite Camp: NWR Camp der gehobenen Klasse. Die Bungalows wie das ganze Camp sind top, von jedem Bungalow aus hat man eine herrliche Sicht in die Savanne. Schöne Lounge, Bar und Swimmingpool. Essen gut. Man muss eine Reservierung vorweisen können, um beim Galton Gate eingelassen zu werden.
Beim Nachtessen, das gut, aber nicht so top wie die Anlage vermuten lässt, ist, begegnen wir wieder dem schwarzen Guide. Wir sagen ihm nun, wie froh wir waren, dass er uns erklärt hat, das seien Löwen, weil wir eben dachten, es seien Kudus. Da muss auch er herzhaft lachen.
Endlich wieder mal in richtigen Betten schlafen. Ist schon auch schön…
Teil 4225. Sept. 2013
Tag 15: Dolomite Camp – Okaukuejo
Wir werden von der Sonne geweckt.
Hier das Camp beim Wegfahren:
Teil 4325. Sept. 2013
Fortsetzung Tag 15: Dolomite Camp – Okaukuejo
Heute haben wir ca. 180 km Park vor uns. Im Westteil hat es ziemlich viel Vegetation. Wir sehen viele Tiere, u.a. drei Breitmaulnashörner. Auch an den Wasserlöchern ist viel Betrieb.
Endlich kann ich auch ein Foto meiner Namensvettern machen 😄
Bald wird es trockener. Die Strecke zieht sich in die Länge. Endlich kommt die vereinsamte Toilette, die definitiv keinen Preis gewinnt. Macht einen eher verwahrlosten Eindruck. Papier muss man selber mitbringen. Aber wenn man muss, dann muss man halt…
Teil 4426. Sept. 2013
Fortsetzung Tag 15: Dolomite Camp – Okaukuejo
Gegen 15.00 h kommen wir nach Okaukuejo. Was für ein Kulturschock! 🤨
Hinweis Okaukuejo: Das Camp ist riesig. Es wimmelt von Leuten. Manche Angestellte sind unfreundlich. Der Campingplatz ist staubig und man ist ziemlich dicht aufeinander. Die Sanitäranlagen den vielen Gästen entsprechend kurz nach der Reinigung noch sauber… Zum Essen gibt’s Buffet, welches ganz passabel ist. Das Highlight ist definitiv das Wasserloch, das für vieles entschädigt.
Vorbei ist’s mit den gemütlichen, einsamen Nächten. Und ausgerechnet hier bleiben wir zwei Nächte. Die Stimmung ist auf dem Tiefpunkt. Hätten wir doch eine dieser Nächte sonst wo investiert, z.B. Bagatelle, Dolomite oder später auf Okonjima.
Wir versuchen das Beste daraus zu machen und melden uns gleich für einen Nightdrive morgen Abend an. Ist allerdings auch nicht ganz billig, 400 N$ p.P. Nach einem Besuch beim Wasserloch, wo gerade nicht so viel los ist, gehen Nils und ich noch in den kalten, aber sauberen Pool und spielen mit einem Ball. Das Essen später im grossen Restaurant ist ganz ok. Anschliessend besuchen wir nochmals das Wasserloch. Wir treffen wieder die Schweizerin vom netten Pärchen von Twyfelfontein; ihr Freund liege mit Fieber im Bett. Sie machen sich etwas Sorgen, es könnte Malaria sein. Ich kann sie aber beruhigen, dass dies fast sicher nicht sein kann, erstens hat es praktisch keine Mücken und zweitens sind sie ja auch erst gestern ins mögliche Malariagebiet gekommen und die Inkubationszeit dauert mehrere Tage. Hier am Wasserloch werden wir aber belohnt, Giraffen, Nashorn mit Jungtier, Elefant und –wie wir am Morgen erfahren –später kommt, als wir schon tief und fest schlafen, noch eine Gruppe Löwen vorbei.
Teil 4526. Sept. 2013
Tag 16: Okaukuejo
Wir gehen es heute gemütlich an. Sozusagen anti-zyklisch. Während die ersten um halb sechs sich bereit machen, warten wir bis die Sonne kommt, duschen erstmals und gehen dann frühstücken. Am Nachbarstisch hat es eine Gruppe, die schon von der Frühsafari zurück ist. Die beschreiben uns, wo sie einen Löwen beim Okondeka Wasserloch gesehen haben. Beim Zusammenlegen der Zelte, merken wir, dass wir tatsächlich die Zweitletzen überhaupt sind. Wir fahren jetzt natürlich nach Norden, um den Löwen zu suchen. Und tatsächlich, wir müssen nicht lange suchen, liegt er da auf einem Hügel und überschaut ‚sein‘ Reich.
Obwohl er eigentlich gestern schon auf der Strecke lag, wollen wir jetzt doch noch zum Märchenwald. Im Iwanowski Führer steht, das sei ein landschaftlicher Höhepunkt. Um es kurz zu machen, das kann man getrost weglassen. Es hat zwar vereinzelte dieser schönen Moringa-Bäume, die man aber auch bei Halali sehen kann. ‚Märchenwald‘ und ‚landschaftlicher Höhepunkt‘ ist aber definitiv übertrieben.
Auf der Rückfahrt bestaunen wir die Lanschaft...
... und die schönen Springies (obwohl es nicht allen gefällt 😛 )
Teil 4626. Sept. 2013
Tag 16: Okaukuejo
Wir fahren früh zurück. Ich gehe ans Wasserloch, um Tagebuch zu schreiben, während die anderen an den Pool gehen. Zuerst ist nicht viel los, doch dann kommt er; der grosse, stolze Bulle und ich werde Zeuge eines Elefantenbads. Super! Wie der sich vollspritzt.
Teil 4727. Sept. 2013
Fortsetzung Tag 16: Okaukuejo
Nachher gehe ich auch noch an den Pool, wo wir etwas chillen, den Turm besteigen, mit einem Ball spielen…
Bei Sonnenuntergang spazieren wir nochmals beim Wasserloch vorbei. Wir sind nicht die einzigen, die jetzt Lust auf einen Apéro haben...
Um sechs gehen wir sofort essen, damit wir um sieben für den Nightdrive bereit sind. Wir sind zu acht im Safariauto. Alle erhalten eine warme Überjacke, die man auch wirklich dringend nötig hat. Der Start ist grandios; nach ca. zwei Minuten kreuzt eine Löwin die Strasse und gleich darauf folgt der ‚König‘, der sein Revier mit Duftspuren markiert. Interessanterweise scheint ihn das grelle Licht des Scheinwerfers überhaupt nicht zu stören. Er nimmt keine Notiz von uns. Später sehen wir noch Elefanten, zwei kämpfende Spitzmaulnashörner und insgesamt vier Hyänen. Obwohl es bitter kalt ist, schlafen die Buben während der Fahrt immer wieder ein. Als wir zurückkommen sehen wir, dass auf dem Platz neben uns doch tatsächlich eine Gruppe Overlander sich eingerichtet hat. Die scheinen aber auch müde zu sein, ausser den Schabrakenschakalen regt sich nicht mehr viel.
Teil 4827. Sept. 2013
Tag 17: Okaukuejo – Halali
Die Overlander beginnen doch wirklich um Viertel nach fünf mit aufräumen und einpacken. Wir verspüren aber noch keine Lust unsere warmen Schlafsäcke zu verlassen. Wir gehen erst später frühstücken (wieder anti-zyklisch als letzte...) Die heutige Fahrt liefert an Tieren nichts Besonderes, ausser die üblichen Vedächtigen, die wir trotzdem immer wieder gerne sehen; einer riesigen Zebraherde bei Rietfontein, welches wir das schönste Wasserloch finden und einigen Gnus. Zwischendurch hat man einen grandiosen Blick auf die Etosha-Pfanne, diese unendlich weite Salzwüste.
In Halali konnten wir zum Glück ein Doppelchalet reservieren und müssen nicht schon wieder campen. Die Chalets sind recht hübsch, auch relativ weit auseinander, kommen aber bei weitem nicht an das Dolomite Camp heran (das nicht teurer ist). Wir geniessen den Nachmittag am Pool und gehen auch zweimal ans Wasserloch, das sehr schön gemacht ist, aber viel weniger Tiere hat als in Okaukuejo.
Hinweis Halali: Einiges kleiner und weniger hektisch als Okaukuejo. Die Angestellten sind freundlicher. Das Essen eher besser. Ans Wasserloch kommen vermutlich weniger Tiere.
Teil 4927. Sept. 2013
Tag 18: Halali – Onguma
Da wir früh wach sind, beschliessen Nils und ich eine Morgenpirschfahrt zu machen. Wir wären besser im Bett geblieben, ausser einer Giraffe und einem Impala sehen wir gar nichts… Nach der Dusche gehen wir gemütlich frühstücken. Auf der Fahrt Richtung Ostende sehen wir anfangs kaum Tiere. Allerdings ist der Look-Out in die Salzpfanne sehr eindrücklich.
Erst in der Nähe von Namutomi sehen wir wieder mehr Tiere, einmal sogar Elen-Antilopen.
In Namutomi essen wir kurz was aus unseren Vorräten. Da wir noch Zeit haben, beischliessen wir die Fischer’s Pan zu umfahren, da gemäss Iwanowski dort Wasservögel, wie Pelikane und Flamingos, zu sehen sind. Weit und breit ist hier aber kein Vogel zu sehen, abgesehen davon bräuchten Wasservögel ja auch Wasser und das ist auch weit und breit nicht zu finden. Am einzigen Wasserloch werden wir dafür mit vielen Antilopen, Giraffen und Warzis belohnt.
Dann fahren wir zum ‚Von Lindquist‘-Gate raus und biegen 100 m weiter gleich links nach Onguma ab. Ich habe die Campsite Dik-Dik reserviert, die ganz am Rande ist.
Hinweis Onguma: Momentan gibt es 6 Stellplätze in einem relativ dichten Wäldchen (z.Z. werden weitere Campingplatz an anderer Stelle gebaut). Jeder Platz hat eine eigene Dusche/WC. Man darf den wunderschönen Pool der Bushcamp Lodge mitbenutzen und kann auf Anfrage auch in der schönen Lodge essen. Pool und Restaurant liegen beide direkt neben einem Wasserloch.
Wir geniessen den netten Pool, gönnen uns einen Drink. Wir plaudern mit einer anderen Schweizer Familie, die, wie sich herausstellt, sozusagen aus unserer Nachbargemeinde kommt. Das Abendessen ist sehr gut. Leider erfahren wir während dem Essen von Alexas Eltern per sms, dass Schnugi, eins unserer Meerschweinchen zuhause, wegen der grossen Hitze gestorben ist. Wir sind etwas schockiert, sehr, sehr traurig. Das Dessert können wir nun gar nicht mehr geniessen. Traurig gehen wir ins Bett.
Teil 5029. Sept. 2013
Tag 19: Onguma – Waterberg
Wir schlafen aus. Beim Aufstehen merken wir, dass wir wieder einmal die letzten sind. Ja nu, was soll‘s? Immer noch traurig wegen Schnugi versuchen wir aber auch schon vorwärts zu schauen; Nils will unbedingt wieder ein junges Meersäuli zu Linda und Cäsi (Cäsar) dazu kaufen.
Nach den Zelt-Zusammenlegen und Einpacken sind wir startklar und sitzen schon im Auto. Doch es fehlt die Sonnenbrille von Alexa. Also alle Taschen wieder raus und dursuchen. Nicht gefunden. Hmm. Vielleicht im Zelt? Argh, nein, könnte das wirklich sein? Also Zelt nochmals aufstellen und tatsächlich, da ist die Brille! Ach wie schön, so kommen wir wenigstens nicht aus der Übung.
Auf der B2 sehen wir ganz viele Warzis, die links und rechts der Strasse grasen. Es fällt uns auf, dass manche Familien grau und andere eher rot-braun sind. Ansonsten bietet die Strecken nicht viel Besonderes. In Otjiwarango hat es einen grossen SuperSpar. Hier werden die Vorräte gefüllt. Dann geht’s weiter zum Waterberg, genauer Waterberg Wilderness Lodge. Wir werden hier eine Budget-reundliche Kompromiss-Variante machen; die erste Nacht werden wir hier campen, die zweite in der Plateau-Lodge verbringen. Auf der Waterberg Anderson Campsite sind wir ganz alleine.
Hinweis Waterberg Anderson Campsite: Etwas erhöht, aber im relativ dichten Gebüsch liegend. Hat einen eigenen View-Point. Jeder Platz hat seine eigene Dusche/WC in einem gemeinsamen Häuschen. Fleisch kann man kaufen, Brennholz vorhanden.
Ich freue mich schon lange auf eine Boerewurst vom Grill. Jetzt gibt es die endlich. Schmeckt gut! Da heute schon die zweitletzte Nacht im Zelt ist, machen wir mal noch eine neue Ordnung. Fabian schläft mit Alexa und Nils mit mir. Übermorgen wird dann noch getauscht.
Teil 5130. Sept. 2013
Tag 20: Waterberg
Um 6.20 h geht mein Wecker. Muss das sein? Es ist kalt und macht keinen Spass aufzustehen. Aber wir wollen um 8 bei der Waterberg Wilderness Lodge bereit stehen für eine geführte Wanderung aufs Plateau. Also, da müssen wir durch... Raus aus dem warmen Schlafsack. Um 8.15 haben wir es dann auch geschafft. Wir sind nicht allein, es kommen noch sieben andere mit. Fabian hat gar keine Freude daran. Ihn sch... an, dass noch Fremde mitkommen. Demonstrativ gehen er und Nils am Schluss der Gruppe, während Alexa und ich streberhaft zuvorderst beginnen.
Der Guide führt uns aufs Plateau. Oben haben wir einen schönen Blick übers Tal mit der Lodge.
Dann geht die Wanderung etwa vier Kilometer übers Plateau. Alexa und mir gefällt es sehr; es ist so grün, man bewegt sich aktiv, der Guide zeigt Spuren und erklärt was. An Tieren sehen wir nur Klippis, d.h. Klippschleifer und Klippspringer. Gegen Ende kommen wir zum Viewpoint; wir stehen am Rande des Plateaus, das senkrecht abfällt und vor uns breiten sich die Weiten der Kalahari aus.
Teil 5230. Sept. 2013
Fortsetzung Tag 20: Waterberg
Nachmittags gehen wir, nach dem Zusammenräumen, an die Rezeption, um diesmal für die Plateau Lodge einzuchecken. Dort werden wir sehr freundlich empfangen. Die Aussicht von jedem Bungalow aus ist, wie der Name der Lodge vermuten lässt, grandios. Fast wie vorhin auf am Plateaurand.
Hinweis Waterberg Plaeau Lodge: Es gibt hier zwei Lodges; unten im Tal die Wilderness Lodge, wo man mit dem Auto fast bis zum Bungalow fahren kann und alles gut zu Fuss erreicht und die Plateau Lodge, die man nur über eine extrem steile Strasse erreicht und wo man zu Fuss zu den Bungalows und zum etwas auf der Anhöhe gelegenen Restaurant gehen muss (eher für Honeymooner uns sonst wie jung gebliebene). Die Bungalows sind sehr schön und grosszügig, jedes hat einen eigenen Mini-Pool und eine tolle Aussicht. Das Essen ist gut.
Heute Nachmittagkönnen wir wieder einmal richtig Entspannen. Nils und ich spielen mit einem Ball auf dem Parkplatz. Bald gibt’s schon Kaffee und Kuchen. Und jetzt ist es doch tatsächlich Zeit für das erste Mittagschläfchen seit wir in Namibia sind. Kaum zu glauben, ist aber so.
Morgen werden wir, wenn wir Glück haben, Leoparden sehen.
Teil 5301. Okt. 2013
Tag 21: Waterberg – Okonjima
Ahh, herrlich, diese Aussicht beim Sonnenaufgang.
Nach kurzer Fahrt erreichen wir schon Okonjima. Uns gefallen wieder einmal die Hinweisschilder. Und auch die Dik-diks
Auf Okonjima erhalten wir den Campplatz Candy. Da die Lodge mehrere Kilometer von der Campsite entfernt ist, werden wir freundlicherweise für die Leopardenfahrt dann abgeholt. Vorher haben wir aber noch Zeit den Campsite-eigenen Pool zu benutzen.
Hinweis Okonjima: Auf Okonjima gibt’s mehrere Camps und eine Campsite mit vier Stellplätzen, die alle recht weit auseinander sind. Momentan ist ein neues Camp im Bau. Das Main Camp (und vermutlich auch die anderen Camps) ist sehr schön mit Strohdächern etc. Die Übernachtungen sind teuer, beinhalten aber schon Aktivitäten. Auch als Camper kann man sich für die Leoparden- oder Geparden-Tracks anmelden. Essen sehr gut. Kinder unter 12 in einigen Camps nicht erlaubt.
Teil 5401. Okt. 2013
Fortsetzung Tag 21: Waterberg – Okonjima
Um halb drei kommt Norman, der dann später auch unser Guide ist, uns abholen. In der Lodge gibt’s nun aber zuerst Kaffee und Kuchen. Um halb vier starten wir. Norman weist uns auf die möglichen Gefahren durch die wilden Tiere hin und erklärt uns, dass wir auf dem Sitz im Safariauto Nils in die Mitte nehmen sollen und er dürfe nicht laut sprechen, wenn wir tatsächlich in der Nähe von Leoparden sein sollten. Allerdings hätte er in den letzten drei Tagen kein Glück gehabt.
Schnell wird ein Leopard mit dem Peilsender geortet und nach kurzer Fahrt z.T. mitten durchs Dornengebüsch (-> keine schönen Kleider anziehen! 🙄 ) sind wir ganz nah. UND DANN kommt ein junger Leopard, der neugierig aber aus sicherer Entfernung unser Auto beäugt. Er ist erst etwa drei Monate alt. Hei, ist der herzig. Was für ein Erlebnis! Die Mutter ist nur ein paar Schritte entfernt. Sie frisst gerade an einem erlegten Tier, putzt sich und legt sich dann entspannt hin. Norman erklärt, dass das Muttertier schon 14 Jahre alt sei und sich durch die Safariautos nicht mehr stören lässt.
Weil wir die Leoparden ja sofort fanden, haben wir nun noch relativ viel Zeit zur Verfügung. Norman hat über Funk gehört, wo Geparden gesichtet wurden und dahin fahren wir jetzt in der Abendsonne. Und wieder haben wir Glück; wieder ein Muttertier mit einem Jungen. Gemäss Norman sei dies auf Okonjima die erste Geburt in Freiheit eines ausgewilderten Gepards. Anfangs seien es frei Jungtiere gewesen, zwei davon wurden aber von Leoparden getötet.
Die ganze Tour hat uns wirklich extrem gut gefallen – das war ein riesen Highlight! Anschliessend wärmen wir uns am Feuer im Main Camp und geniessen danach das sehr feine Abendessen. Wieder treffen wir das junge Schweizerpaar von Twyfelfontein. Nach dem Essen fährt uns Norman zur Campsite zurück und wir kriechen zum letzten Mal in unsere Dachzelte. Diesmal Nils mit Alexa und Fabian mit mir.
Morgen werden wir im Hippo-Chalet sein…
Teil 5503. Okt. 2013
Tag 22: Okonjima – Düsternbrook
Ah schön, die Sonne scheint (als hätte sie das nie…). Wir geniessen eine warme Dusche, essen und packen dann ein letztes Mal die Zelte zusammen. Heute ganz friedlich…
Die rund 170 km bis Düsternbrook haben wir ziemlich schnell hinter uns. Auf der Zufahrt zur Gästefarm muss man doch tatsächlich ein paar Mal durch einen Fluss fahren. Mit Wasser, notabene! Auch das ist eine neue Erfahrung. Wir haben das Hippo-Chalet reserviert. Obwohl wir es eigentlich gar nicht vor hatten und der gestrige Tag in Okonjima kaum übertroffen werden kann, melden wir uns doch noch kurzerhand für die Leoparden- und Gepardenfütterung an.
Hinweis Düsternbrook: Farm ca. 60 km von Windhoek entfernt. Altes Farmhaus schön auf einer Anhöhe. Bietet Zimmer, Safarizelte, Campsite und das Hippo-Chalet; ein kleines Häuschen, ein paar Kilometer von der Farm entfernt, direkt an einem kleinen Stausee, mit vier Betten.
Der See ist leider fast ausgetrocknet. Auf Fotos, die ich hier im Forum gesehen habe, stand das Wasser gut drei Meter höher. Nur noch auf einer Seite hat es Wasser. Da aber immerhin noch tief genug. Aber zum Glück ist die Hippo-Familie noch da; 1 Bulle, 2 Weibchen und 1 Junges. Faul liegen sie da.
Gleich geht's weiter....
Teil 5603. Okt. 2013
Fortsetzung Tag 22: Okonjima – Düsternbrook
Um 14.00 h beginnt die Fütterungsfahrt. Zuerst bei einem der Leoparden. Der Guide legt ein paar Fleischstücke auf einen Baum und bringt sich dann selber im Auto in Sicherheit. Der Leo springt hinauf. Das gibt natürlich ein schönes Fotomotiv. Dann kommt er runter und erhält immer wieder Stücke zugeworfen. Zwischendurch kommt er, nach unserem Gefühl, beängstigend nahe ans offene Auto und mustert auch uns, die am Rand sitzen, mit wildem, unfreundlichen Blick. Ganz geheuer ist uns das nicht und wir rutschen ein bisschen zurück.
Dann folgt dasselbe noch bei zwei Gepardenweibchen, wobei die den schwarzen Guide sehr gut kennen und er sogar aussteigen kann.
Alles in allen war es sehr spannend. So nahe kommt man diesen Tieren sonst nie. Und es gibt ganz schöne Fotos. Ist halt eher wie in einem grossen Zoo. Die gestrige Fahrt auf Okonjima gefiel uns insgesamt besser. Wir trinken noch was auf der Farm und beobachten Elen-Antilopen im Flussbett unten.
Der letzte Teil folgt bald...
Teil 5705. Okt. 2013
Fortsetzung Tag 22: Okonjima – Düsternbrook
Zurück beim Hippo-Chalet sehen wir gerade, wie die Hippos ins Wasser gehen. Etwas später kommt der Guide und füttert die Tiere mit Heu, das sofort aufgefressen wird. In diesem Winter ist es so trocken, dass die Hippos nicht genügend Gras finden.
Anschliessend braaien wir ein letztes Mal inklusive leckerer Boerewurst. Diese Nacht wird nochmals so richtig kalt.
Teil 5805. Okt. 2013
Tag 23: Düsternbrook – Windhoek – Abflug
Der letzte Tag ist schnell erzählt. Einmal am Morgen früh macht eins der Hippos das wunderbar grunzende Geräusch, das wir von früher kennen. Duschen kann man im Hippo-Chalet nicht. Es hat zwar einen Donkey, allerdings ist der so klein, dass das warme Wasser eigentlich nur für 1x Händewaschen reicht. Also packen wir zusammen und duschen auf der Campsite.
Die Strecke nach Windhoek ist schnell zurück gelegt. Wir peilen noch schnell ein Craft Centre an, wo ich eine Giraffe kaufen möchte (natürlich aus Holz), finden aber nichts Passendes. Die Autoabgabe bei Savanna ist völlig problemlos. Wir haben 3‘700 km hinter uns, glücklicherweise ohne eine Panne. Aus den staubigen Taschen und Säcken packen wir wieder alles in die Koffer. Etwas wehmütig werden wir an den Flughafen gefahren.
Nach dem Einchecken hat es zum Glück im zollfreien Bereich noch einen kleinen Craft Shop, der gerade auch noch Giraffen hat und erst noch schöne. Die grösste ist 1.60 m gross. Natürlich muss es die sein. Der Verkäufer packt sie gut in Schutzfolie ein und versichert mir, dass man sie so ins Handgepäck nehmen kann. Das geht tatsächlich gut.
Jeder schaut wieder einen Film. Da ich ja nun weiss, dass bei mir eine normale Menge Schlaftropfen nichts nützt, nehme ich die doppelte Anzahl. Und etwas später schlafe ich, bereichert mit sehr vielen unglaublich schönen Erinnerungen, ein.
Teil 5905. Okt. 2013
Epilog
Nicht nur viele Erinnerungen auch viele Fotos haben wir mitgenommen, 2500 an der Zahl. Davon konnte ich rund 700 sofort löschen, weil unscharf etc. Von den Restlichen konnte ich mit Müh und Not 320 Bilder als Album (auch zum Vorzeigen) auswählen und 170 sind Zweitwahl-Albumbilder. Und viele musste ich weglassen, obwohl es gute Fotos sind, aber es wären sonst einfach zuviele m.M.n. Dieser Prozess dauerte aber auch seine Zeit.
Wir sind froh, dass auf der Reise wirklich alles gut geklappt hat und wie eingangs erwähnt, können wir auch die Route (mit den kleinen Einschränkungen) empfehlen. Für uns als Familie war das auch eine wunderbare Zeit. Man (ich meine damit v.a. unsere beiden Jungs) musste nicht irgendeine Rolle spielen, sondern konnte einfach sich selbst sein. Jetzt sind wir schon lange wieder im Alltag gefangen. Und die Jungs, v.a. der ältere, haben wieder ihre Pubertätsrolle voll drauf. Das ist nicht immer einfach, gibt Reibereien. Das ist halt das Leben.
Ich hoffe, ich konnte mit meinem RB den einen einen Tipp und den anderen schöne Erinnerungen geben. Ich danke euch fürs Mitfahren.