SCscod6Themenstarter7 Beiträge · seit 201305. Sept. 2013 · #1
hallo befinde mich momentan in namibia und moechte gerne den sterne himmel fotographieren besitze eine nikon 300 s mit 18 200 objektiv von nikon.mit langzeitbelichtung funktioniert es nich.welche einstellung muss ich waehlen.habe auch stativ mit dabei. schmit
dann fangen wir mal ganz von vorn an. Ich bin zwar nicht der Nikon Pro aber wir bekommen das gelöst.
1. Stativ oder Bohnensack sind unbedingt zu empfehlen. Die Kamera sollte sich während der Belichtung nicht bewegen. 2. Zoom Objektiv: kleinste Brennweite wählen. 3. Kamera in manuellen Modus stellen. 4. ISO so hoch wie erträglich, würde sagen bei deiner Kamera geht noch 3200 ansonsten bisschen weniger. 5. Kleine Blendenzahl, große Blendenöffnung. Bedeutet bei dem Objektiv die Blende auf 3,5 oder 5,6 soweit ich weiß. 6. eine lange Belichtungszeit. da musst du dich langsam ran tasten. Wenn noch irgendwo Licht herkommt kannst du mit 1/30 oder 1/60 hinkommen und für die Sterne kannst du ruhig mal 30 Sekunden auflassen. 7. Wenn möglich nimm noch einen Fernauslöser oder stell auf Selbstauslöser,so das die Kamera nicht von dir beim Auslösen erschüttert wird.
Das müsste ein brauchbares Bild ergeben. Wenn du dann etwas kreativ einen trockenen Baum im Bild platzierst und während der 30 Sekunden eins zwei mal mit der Taschenlampe den Baum ab leuchtest hast du ein ordentliches Ergebnis.
ergänzend zu der sehr guten Liste von Christoph kannst Du auch noch Spiegelvorauslösung wählen, dann klappt der Spiegel in der Kamera um bevor ausgelöst wird. Das vermeidet zusätzlich Erschütterungen und verbessert das Ergebnis.
Gruß Carl
P.S. Damit Du nicht lange suchen musst und falls Du sie benötigst die Bedienungsanleitung für die Nikon D300s kannst Du hier downloaden. (ACHTUNG 20.4 MB grosses pdf Dokument!)
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JUKoehler415 Beiträge · seit 201005. Sept. 2013 · #4
Ein weiteres Problem musst Du lösen: die Focussierung.
Es gibt nur wenige helle Sterne / Planeten / ggf. der Mond, an denen Du focussieren kannst.
Mach das noch bei Tageslicht am Horizont. Schalte dann die Automatik aus und ändere nichts mehr an der Focussierung.
Ich empfehle immer ein Weitwinkelobjektiv. Damit kannst Du eine sogenannte Übersichtsaufnahme machen (Milchstraße, Zodiakallicht...). Je höher Deine Brennweite wird, desto kürzer musst Du belichten um keine Sternenstriche zu bekommen. Dann reicht allerdings das Licht auch nicht mehr, um abzubilden. Um mit längeren Brennweiten aufzunehmen brauchst Du eine Nachführung - jetzt würde es sehr kompliziert werden. Bleibe bei sehr kurzen Brennweiten! Belichtungszeiten bei sehr dunklem Himmel ca. 45-60 Sekunden (ISO 1600-3200, Blende f/2.8 - f/5.6)
Ich wollte hier jetzt ein Beispiel einbinden, finde aber bei dem neuen Forendesign gerade nicht meine Galerie, daher hier ein Link auf ein Foto von mir an anderer Stelle.
Hier habe ich ein Weitwinkel (ca.18 mm bei f/5.6), ISO 3200, ca. 50 sec. auf Stativ und Funkfernauslöser.
Viel Erfolg ! ca. 60 Minuten nach Sonnenuntergang solltest Du das schwache Zodiakallicht am Westhorizont sehen und schön fotografieren können !
Nenette1'309 Beiträge · seit 200906. Sept. 2013 · #6
Hallo, vielleicht noch ein Wort zum Autofokus, oder habe ich das überlesen? AF auf Manuell und die Entfernung auf Unendlich (was auch sonst?). Ich habe in Botswana mit ISO 400, größter Blende (4,5) und 30 Sek. Belichtung Sternenbilder gemacht. Da waren die Sterne noch als Punkte und nicht als Striche zu sehen, allerdings rauscht die D70s da ja schon. Wenn du kein Stativ hast, kannst du auch die Kamera auf einen Stuhl legen und den Himmel fotografieren. Dann hat man sich allerdings den Bildausschnitt nicht aussuchen. Viele Grüße, Nenette
giraffenmog649 Beiträge · seit 200706. Sept. 2013 · #7
Dem Rauschen kann man überings auch per nacharbeit entgegen wirken. Es gibt Freeware-Programme (z.B. DeepSky Stacker), die das Rauschen rausrechnen können. Dazu muß man allerdings eine Fotoreihe von dem Himmelsausschnitt machen und gleichzeitig mehrere Aufnahmen mit der selben einstellung - allerdings mit Kameradeckel oben drauf.
Diese Reihen werden übereinander gelegt. Die Dunkelaufnahmen werden dazu beneutzt, daß Rauschen zu minimieren und aus den Aufnahme des Himmelsauschnitt werden durch Vergleich, die Stellen identifiziert, die hell sind - also die Sterne.
Es braucht ein wenig Übung, um mit dem Programm brauchbare Ergebnisse zu erzielen - ist aber druchaus machbar.
LG elli
panther1'296 Beiträge · seit 200706. Sept. 2013 · #8
Hallo,
du hast ja schon einge Tipps bekommen. Was noch nicht erwähnt wurde, fotografier doch am besten im RAW-Format, dann kannst du hinterher noch einiges aus den Bilder herausholen. Bin zwar von der Canon-Fraktion, aber ein entsprechendes Programm zur Bearbeitung von RAW Bildern wird bei Nikon ja wahrscheinlich auch dabei sein 😉 Hier noch eine Aufnahme von diesem Jahr: ISO: 1600; 16mm; Blende 3.5; 14 sec. Belichtungszeit auf Stativ mit Fernauslöser