Leona's Damaraland Reisebericht August 2013

Reisebericht 92 Antworten · 32,7k Aufrufe · gestartet 03. Sept. 2013 von La Leona
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200703. Sept. 2013 · #1
hallo!
Die Planung für Südtansanien lief schon als wir unverhofft von unseren nambisch-südafrikanischen Freunden zu einer Tour durch Damaraland eingeladen wurden. Weil es sich dabei um eine Reise mit Schwerpunkt off-road fahren in Trockenrevieren und bush-campen handelte, haben wir sofort zugesagt, Tansania läuft uns ja nicht davon.

In 24 Tagen haben wir Johans zweiwöchige Tour zu Beginn mitgemacht und hängten dann noch 10 Tage mit eigener Planung dran. Am ersten Teil haben ausser uns noch fünf unter sich befreundete südafrikanische Ehepaare mit ihren eigenen Fahrzeugen teilgenommen. Vor der Abreise träumte ich von südafrikanischen Wagenburgen und war ab und zu echt unsicher ob wir da wohl nicht fehl am Platz sein werden. Doch weit gefehlt, wie wir dann später zum Glück erfahren durften.

Unser Fahrzeug haben wir bei Value Car Rental (Asco) gemietet. Und zwar einen Toyota Hilux DC 2.5l TD mit Dachzelt und camp Ausrüstung und 2. Reserverad. Einzige Beanstandung war, dass die 2.5l Fahrzeuge nicht über ein dual-battery system für den Engel freezer/fridge verfügen, die 3.0l jedoch haben zwei Batterien. Das wussten wir zum Zeitpunkt der Reservation nicht und am Übernahmetag war ein Umbuchen auf den 3l Wagen nicht mehr möglich, da sie total ausgebucht waren. Diese Tatsache hat uns ziemlich genervt, weil wir für die ersten 14 Tage unser Fleisch, Käse, etc. gefroren aufbewahren wollten, zum Glück waren die Nächte so kalt dass es auch bei ausgeschaltetem Motor (und daher Kühlschrank) nicht zum Auftauen gekommen ist. Frisches Gemüse und aufgebrochene Milchprodukte haben wir mit 0,5l Wasserflaschen, die wir tagsüber einfroren und als Kühlelemente verwendeten, in einer Kühlbox aufbewart. Unterwegs stieg der Engel sogar ganz aus, aber ich will nicht vorgreifen.

Bevor es zum Bericht und den detaillierten Angaben der Route und den Kommentaren zu den Unterkünften/Campsites geht, eine Zusammenfassung der 24 Tagesetappen. Wir sind insgesamt 2971km gefahren und haben dafür 362 Liter Diesel benötigt. Ich komme später noch auf die Ausrüstung zurück:

1. Nachtflug von Buenos Aires nach Johannesburg, Flugzeit 9h50m, 5 Std. Zeitverschiebung
2. Flug JNB-WDH, transfer ins Depot und Autoübernahme bei Value, Einkaufen, 1Ü Afrika Sun B&B in Eros.
3. Windhoek-Swakopmund, 3Ü Swakopmund Fish Rest Camp self-catering
4. Swakopmund: Ausflug Living Desert Adventures, Einkaufen Frischwaren
5. Swakopmund: unplanmässige Verlängerung krankheitshalber
6. Swakopmund - Messum Krater - Messum River - Tsiseb Conservancy - Desolation Valley - 1Ü Ugab Rhino Camp
7. Ugab Rhino Camp - Brandberg West Mine - Doros Riverbed - Doros Krater - Goantageb Riverbed - Divorce Pass - 1Ü bushcamp
8. Brandberg Umrundung - While Lady Felszeichnungen Wanderung - 1Ü Brandberg White Lady Campsite
9. White Lady Campsite - Umrundung des Brandberg vollenden - Goantageb River - Burnt Mountain - Organ Pipes - Living Damara Museum - 1Ü Aba Huab campsite
10. Twyfelfontein Felszeichnungen Wanderung - Nachmittag Ausruhen 1Ü Granietkop Campsite
11. Granietkop - Versteinerter Wald - Upper Huab Riverbed trail - 1Ü bushcamp
12. Upper Huab River trail - Khorixas - Salt River trail - 1Ü bushcamp
13. Salt River trail - Ruspoort trail - Grootberg Pass - 1Ü Palmwag campsite
14. Palmwag Day visitors area - Palmwag Crowther's trail 1Ü bushcamp
15. Crowther's trail - Modurib Riverbed - Ganamub Riverbed - Sesfontein - 1Ü Onganga Warmquelle campsite.

Hier verabschiedeten wir uns von unseren neuen Freunden, die Reise setzten wir zu zweit fort.

16. Ongongo - Puros 1Ü community campsite
17. Puros - Khumib riverbed - Hoarusib Riverbed - Orupembe 2Ü Etaambura tented camp self-catering
18. Ausflug Marble Mine und Umgebung von Etaambura, Nachmittag Ausruhen
19. Etaambura - Etanga - Opuwo - 1Ü Kamanjab Rest Camp (ungeplant, vorgesehen war Opuwo)
20. Kamanjab - Ausflug Vingerklip - 1Ü Ugab Terrace Lodge campsite
21. Ugab Terrace - Ausflug Dinosaur Footprints - Erindi 2Ü Camp Elephant campsite
22. Erindi - Tierbeobachtungen - Ausruhen
23. Erindi - Windhoek, Autorückgabe und Nachmittagsflug WDH-JNB, 1Ü Aero Guest Lodge,
24. Tagesflug Johannesburg - Buenos Aires Flugzeit 10h45m

Weil wir zu der Minderheit gehören die das ganz Jahr über ohne Wecker aufstehen dürfen haben wir freiwillig und mit dem notwenigen Goodwill den militärischen Drill Johan's befolgt und waren jeden Morgen um Punkt 7 Uhr früh startklar, was für uns bedeutete den Wecker auf 05.30 Uhr zu stellen um rechtzeitig gefrühstück, Zelt verstaut und parat zu sein. Bitte bedenken dass die Sonne Anfang August erst um 06.30 aufgeht in Namibia. Aber nur so konnten wir die ersten Sonnenstrahlen jeden Tag aufs Neue geniessen. Dafür erreichten wir in der Regel immer 2 Stunden vor Einnachten unser jeweilige Nachtlager.

Bilder folgen ... und ich bitte schon im voraus um Nachsicht, mein deutsch ist etwas eingerostet....
Gruss Leona
6'152 Beiträge · seit 200603. Sept. 2013 · #3
hallo Leona,

das ist ja super nett , dass Du einen Reisebericht schreibst. Dank schon im
voraus.
Sonnige Grüsse
Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
5'479 Beiträge · seit 200903. Sept. 2013 · #4
Hallo Leona,

normalerweise ist es so gar nicht meine Art, die Reiseberichtsschreiber zu drängeln, aber in Deinem Fall muss ich da mal eine Ausnahme machen. In 2 1/2 Wochen fliegen wir nach Namibia und werden weite Strecken unserer Reise identisch mit der von Dir vorgestellten Route unterwegs sein. Da bin ich natürlich neugierig auf die aktuelle Situation.

Kurz gesagt: "Schreib schnell, ich freue mich darauf und bin riesig gespannt." 😁 😁 😁
Unser Reise-Blog: KaTho_VanTour Staub & Schlamm (Kenia 21/22) 7 Wochen in der Regenzeit !? (NAM/BOT 18/19) Leoparden hautnah (Tansania 2016/2017) Elefantös - Zimbabwe 2016 Auf Großer Fahrt (Reisebericht SA-NAM-BOT-ZIM 2014/2015) Rivers & Sand (Reisebericht Namibia/Botswana 2013) Reisebericht Tansania 2013: "Das volle Programm"
1'523 Beiträge · seit 201103. Sept. 2013 · #6
Guten Tag Leona,

.......bin natürlich sehr interessiert über die Verhältnisse im Kaokoveld in diesem August ,inclusive

die aktuellen "news" über Purros, Palmwag concession, Etambura etc.........

mit freundlichen Grüssen,

BMW
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200703. Sept. 2013 · #7
Für die Übernachtung am Ankunftsag wählten wir im Stadtteil Eros in Windhoek das sehr ruhig gelegene Afrika Sun B&B, ein von der im selben Haus wohnenden Besitzerfamilie (Orpa und Eghard Visser) familiär geführtes Bed and Breakfast mit drei Gästezimmern, alle mit separatem Eingang vom sicheren Parkplatz. TV, Kaffeestation, Tisch und 2 Stühle. Das Frühstück ist reichhaltig kontinental. Kleines Schwimmbad und Garten zugänglich für Gäste. Es wird kein Abendessen angeboten, aber man kann telefonisch Delivery aus einem Katalog diverser Restaurants bestellen oder auch ins naheliegende Joe's Beerhouse gehen/fahren. Preis für ein Doppelzimmer inkl. Frühstück N$760. Sehr empfehlenswert. www.afrikasun.com Weil wir bei der Autoübergabe sehr viel Zeit verloren hatten war ich echt froh eine Unterkunft in Windhoek gebucht zu haben. Wir gelangten nach einem kleinen Einkauf um 18 Uhr gerade als es dunkel wurde an die Adresse.

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Value Car Hire Bei diesem Vermieter müssen alle "Beilagen" separat zugebucht werden, denn der Grundtarif ist sehr niedrig angesetzt. Wir bestellten deshalb zusätzlich den Transfer vom Flughafen ins Depot, die Campausrüstung (Dachzelt, Bettwäsche, Tisch und Stühle, Küchenbox, Braaigrid und Zange, Gasflaschen, Kocher und Gaslicht), das zweite Reserverrad und den Engel 12VFreezer Fridge. Bei Übernahme versuchten wir auf ein 3.0l Modell zu wechseln wegen der fehlenden zweiten Autobatterie zum Betreiben des Engel Kühlschranks unabhängig ob der Motor läuft oder nicht, aber es war alles ausgebucht, deshalb gab man uns noch eine nagelneue Reserveautobatterie, ein Überbrückungskabel, einen Werkzeugkoffer und eine herkömmliche Kühlbox kostenlos mit auf den Weg. Ich war drauf und dran noch den 220V - Anschluss des Engel zu kontrollieren, weil jedoch das Verlängerungskabel so schön aufgerollt war, liess ich es bleiben, schwerer Fehler! Denn der interne Mechanismus welcher von 12V auf 220V wechselt war defekt und deswegen konnten wir auch nie den Engel am herkömmlichen Stromnetz laufenlassen. Das merkten wir aber erst einen Tag später in Swakopmund und dort wurden wir nach einem Rückruf mit Value (am Sonntag, der Besitzer Marten selber war im Piket) zu der Ex Caltex Crossroads jetzt Puma Garage in Swakopmund geschickt. Der sehr nette Chefmechaniker dort bedauerte uns nicht helfen zu können und keinen Ersatzkühlschrank anbieten zu können.

Die Übernahme des Fahrzeuges wird detailliert protokolliert. Der Angestellte hat eine check-liste Anhand derer er alles genau erklären und festhalten muss. Inklusive abmessen der Profiltiefe und ob die Radmuttern festgeschraubt sind. (Daran werden wir uns später noch erinnern als jemand unserer Gruppe während der Fahrt ein Rad veriert!) Ich kann trotz unseres Pechs diesen Autovermieter empfehlen.
Gruss Leona
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200703. Sept. 2013 · #8
hallo Stephan M, Hanne, Topobär, Flip und BMW, freue mich dass ihr mit dabei seid und werde mich beeilen!
Gruss Leona
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200703. Sept. 2013 · #9
3. Tag Windhoek-Swakopmund fahren wir über die C28 und den Bosua Pass mit Namib Naukluft Permits um die "restricted" roads befahren zu dürfen. Wir machen den Tinkas Schleifer und sehen sehr schöne Köcherbäume und Granitsteinformen. Wenig Tiere, am meisten Oryx, alle recht mager. Tageskilometer 368km, reine Fahrzeit 6 Std. Treffpunkt mit der Gruppe ist im Swakopmund Municipal Rest Camp, der Zufall will es dass wir und die anderen genau zur selben Zeit hier eintreffen. Wir haben Adri und Johan seit 4 Jahren nicht mehr gesehen, die Begrüssung fällt entsprechend lautstark aus. Gemütlich wirds dann abends im Driftwood wo wir uns erstmal alle kennenlernen.

4. Tag Swakopmund "Living Desert Adventures" Ausflug im jungen Dorob Nationalpark mit Chris Nel. Ich habe die Tour schon einmal mit seinem früheren Geschäftspartner Tommy gemacht. Ich finde sie beide sehr gut, könnte nicht einen mehr empfehlen als den anderen. Tommy's Business heisst verwirrenderweise fast gleich: "Living Desert Tours". Wir wurden um 8 Uhr in unserer Unterkunft abgeholt und waren um 13.30 Uhr wieder retour.


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Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 03. Sept. 2013
1'523 Beiträge · seit 201103. Sept. 2013 · #10
an Leona,

....verstehe Deinen Ärger wegen dem switch beim Engel, eigentlich müsste man bei der

Wagenübernahme jede einzelne Schraube plus sämtliche Technik kontrollieren, 🙂 aber wer

hat schon die Ausdauer und die Nerven dazu, zumal der wortlose aber vielsagende Blick

meiner Partnerin übersetzt heisst : Sooo, es reicht jetzt dann aber !!!!!!!!! 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

mit lieben Grüssen,

BMW
234 Beiträge · seit 201103. Sept. 2013 · #11
Toll Leona,
es geht ja schon los!

Wir hatten letztes Jahr den 3.0 Liter von ASCO, mussten aber wegen des Kühlschranks trotzdem diese Werkstatt in Swakop anfahren. Bei uns lag es allerdings an der kaputten 2. Batterie und wir bekamen anstandslos Ersatz.

Um Eure Living Desert Tour beneide ich Euch ja etwas, denn wir warteten um 8.00 vergeblich auf Chris, da ich bei der Buchung leider einen Zahlendreher im Datum gemacht hatte. Daher nix Chamäleon. 🙁

Grüße aus Hamburg
Philipp
Kinder, Katzen, KTP... Namibia Juni/Juli 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/258319-kinder-katzen-ktp-namibia-junijuli-2012.html
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200703. Sept. 2013 · #12
@BMW ich kann dich verstehen, bei uns ist es so dass wir beide zum übertreiben tendieren und deshalb nervte uns das mit dem Engel switch noch viel mehr.

@Flip da habt ihr echt was verpasst und hoffentlich könnt ihr diese Wüstentour ein andermal nachholen! Dafür gönne ich dir dass deinem Kühlschrank/Batterie Abhilfe verschafft werden konnte.

sonnige Grüsse!
leona
Gruss Leona
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200703. Sept. 2013 · #13
Nach vielen diversen camping Reisen wissen wir was unbedingt dabei sein muss, was schön wäre dabei zu haben und was schlichtweg überflüssig sein wird. Je weniger man mitschleppt umso einfacher gestaltet sich auch der Tagesablauf und die tägliche Aus- und Einpackerei. Ich fand übrigens das geschlossene Canopy super und keinesfalls schlechter als die Schubladensysteme die wir uns sonst bei anderen Vermietern gewohnt sind. Die Doppelkabine ist für mich ein Muss, denn die Taschen mit Kleidung sind auf dem Rücksitz und jederzeit griffbereit. Hinten im Canopy sind Campingzeugs, Foodboxen, Wasser, Holz, Kohle, etc. So schont man auch seine persönlichen 7 Sachen viel mehr.

Ein paar Worte zu unserer Ausrüstung.

Fotografie

Obwohl ich u.a. gelernte Fotografin bin, nehme ich nur noch eine ganz kleine Kompaktkamera mit auf Reisen: die Panasonic Lumix DMC-ZS10, sie wiegt nur 190gr., hat ein 24mm - 450mm zoom und erlaubt manuelle Einstellungen. Eine alte Sony Cybershot DSC-H2 dient als back up und ist offiziell Max's Kamera. Ein altes Fernglas von Kern 8x30 ist ebenfalls immer mit dabei.
Den kleinen JOBY Gorilla-Tripod habe ich als "Spielzeug" erstmals mitgenommen, aber nur selten benutzt.

Navigation
Nüvi mit T4A Karten sowie eine Papierkarte und ein kleiner Handkompass. Diesmal hat Johan die grösste Arbeit der Routenplanung gemacht. Normalerweise ist das mein Gebiet und ich arbeite mit diversen Resieführern und dann am PC mit Base Camp wo ich die Streckenabschnitte einfüge. Johan's neues Damaraland Buch haben wir uns absichtlich erst am letzten Tag in Windhoek geholt. Damaraland by Johan Snyman

Strom/Ladegeräte/Kommunikation
- Inverter (Spannungswechsler) Ring120W zum Aufladen der Akkus am 12V Zigarettenanzünder
- SKROSS world travel adapter mit USB port
- AA und AAA Baterien und Ladegerät
- ipad
- VHF Funkgerät und Dachantenne (geliehen von Johan inkl. namibischem Permit und Frequenz)

Sonstige Ausrüstung
- Daunenschlafsäcke (zusätzlich zu den Bettdecken des Vermieters)
- Gartenhandschuhe aus Leder (fürs braaien notwenig und hilfreich bei Autoreparaturen)
- SIGG Thermosflasche
- Stirntaschenlampen (mit weissem und rotem Licht)
- Led Lenser M7 Taschenlampe
- Militärtaschenmesser/Multitool
- Erste Hilfe Verbandset, Notfallmedikamente
- breitrandiger Sonnenhut
- Badetücher, Gummischlappen
- Olivenöl aus Argentinien
Gruss Leona
1'667 Beiträge · seit 200903. Sept. 2013 · #14
Hallo, Leona

freue mich auch schon über deinen Bericht.

Aber mit 6 Autos stelle ich mir etwas grauselig vor..... 🤩
bin mal gespannt, was du schreibst.

LG
Birgitt
Der Erde eine Stimme geben REISEBERICHT 4 1/2 WOCHEN BOTS UND NAM REISEFOTOS UND KURZER BERICHT: UGANDA IM LAND DER KOCHBANANEN REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2012 REISEBERICHT : ZIMBABWE - NOVEMBER 2013 2014 Griechenland 2015 Austria und Griechenland 2016 Costa Rica und Panama 2017 Bretagne und Griechenland
1'409 Beiträge · seit 201003. Sept. 2013 · #15
Hallo Leona,

es gibt Schlimmeres, als von Buenos Aires nach Namibia zu fliegen, und dann für soooo lange 😄

Ich bin auf jeden Fall auch dabei und wollte nur warnen: passt immer auf diese Handschuhe (mit Leder) auf. Nach einer unruhigen Nacht mit Schmatzgeräuschen haben wir am nächsten Montag nur noch die Überreste eines Handschuhs gefunden. Der zweite war komplett verschwunden - da hatte sich jemand am nächsten Morgen Bauchweh 😗 😣

LG
Fleur
https://www.TickerFactory.com/ Bots Zim 2014 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/283181-auf-tuchfuehlung-mit-zimbabwe-die-zim-light-tour.html KTP 2013 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/278551-ktp-ja-wo-sind-denn-alle-hin.html CKGR/KTP 2012 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/236736-schee-waras-ckgr-a-ktp-april-2012.html Nam/Bots 2011 http://www.namibia-forum.ch/forum/22-reiseberichte/195675-wie-alles-begannnambot-april-2011.html
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200704. Sept. 2013 · #16
hallo Birgitt, wir waren insgesamt nicht 6 sondern 7 Fahrzeuge! Ich denke wenn die Insassen eine bezahlte Tour mitgemacht hätten, dann hätte alles ganz anders ausgesehen, aber in einer Gruppe langjähriger Freunde plus 2 Exoten (wir) galten Höflichkeit und Respekt immer als oberstes Gebot und "everybody minds his/her own business and is self-suficient" wäre wohl der passende Titel zum Umschreiben unserer Tour. Zudem hatten wir einen unumstrittenen Leader und es gab gar nie irgendwelche "demokratische" Verzögerungen.
Über Funk konnten wir einander über Kilometer hinweg kontaktieren, so zog sich die Karawane in die Länge, man musste keinen Staub schlucken und oft fühlten wir uns ganz alleine.

hallo Fleur: derselbe Kostgänger der deinen Handschuh immer noch verdaut, hatte wohl auch Probleme als er die Rückenlehne unseres camping-Stuhls anknabberte, aber nicht auf dieser Reise, sondern in Botswana. Seitdem packen wir nachts immer alles weg.

hier noch ein Namib Chamäleon speziell für Flip:


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Der typische Nebel verleihte den ersten Tagen einen ganz speziellen Reiz. Frühmorgens war es immer sehr kalt und nass und ich war ehrlich sehr erstaunt wie weit ins Landesinnere dieser Nebel dringt. Denke er ist auch weit im Inland die einzige Wasserquelle für Pflanzen.

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Gruss Leona
zuletzt bearbeitet 04. Sept. 2013
Themenstarter2'779 Beiträge · seit 200704. Sept. 2013 · #17
5. Tag Swakopmund rest-day
Ein 24-h Magen- Darm Virus legte mich in der Nacht von gestern auf heute flach. Ich fühlte mich so schwach dass ein Ruhetag unvermeidbar war. Derweil zog die Gruppe los Richtung Messum Krater wo sie auch wild campen heute.

Das zweckmässige Swakopmund Municipal Rest Camp diente unseren Bedürfnissen perfekt. Aber ohne jegliches Flair und Charme. Das Auto parkt man sicher und direkt neben seinem Bungalow. Im Wohnbereich gibt's einen grossen Kühlschrank mit Gefrierfach, einen grossen Tisch und mit Eckbank und zwei Elektroplatten und Spüle. Das Schlafzimmer mit zwei Betten ist mit einer Türe getrennt. Bettwäsche ist vorhanden, nur die Badetücher müssen mitgebracht werden. Es war in meiner Kondition genau was wir brauchten. Preis pro Nacht fürs Bungalow N$302. Das waren zu unserem Zeitpunkt 30 US- Dollars.

6. Tag Swakopmund-Safe the Rhino Ugab Camp
20 Stunden habe ich geschlafen und fühlte mich wieder fast 90% und es konnte losgehen.

Vollgepackt. Eingekauft haben wir im Pick'n Pay und im Fruit and Vedge.
Vakumierte Pakete mit gefrorenem Fleisch für jeden Abend. Im Engel Fridge welchen wir aufs maximum stellen als Gefriertruhe neben dem Fleisch und Geflügel noch viele Pakete Käse und Schinken gedacht für Sandwiches tagsüber. Ein Karton mit Kartoffeln, Süsskartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch und Butternut welche alle in Folie gewickelt direkt in der Glut gegart werden können. Peperoni, Salatgurken, Tomaten, Gem-squasch randvoll in der Kühlbox, ein Dutzend geschwellte Eier (Max hatte gestern ja genug Zeit dafür), etwa 30 Dosen Gemüse (Mais, Erbsen, Bohnen, Palmherzen, Artischoken, etc.) sowie Thon für Salate. Rusks für den Morgenkaffee, ein Dutzend Halbliter longlife Milk, Kaffee, Tee, Honig. In einem anderen Karton: Äpfel, Bananen, Mandarinen, Avocados und Ananas. Süsses Gebäck, Brot und getrocknete Früchte. Pro Tag eine 5l-Wasserflasche und Wein natürlich.

Wie gesagt konnte man uns in der Crossroads Garage nicht helfen wegen dem switch, und wir verliessen Swakopmund um 9 Uhr. Stoppten kurz vor Henties Bay beim Wrack der Zeila die hier am 25. August 2008 vor Grund lief. In Henties Bay füllten wir unseren Tank zum letzten Mal auf. Erst am 12. Tag, in Khorixas gibt es wieder eine Gelegenheit dazu.

Unser Hilux hat ein longrange fuel tank, der Haupttank fasst ca. 85l und der zweite Tank ca. 55l. Noch weitere 5 Fahrzeuge fahren mitDiesel und nur eines mit Petrol. Alle ausser Johan der ebenfalls einen Zusatztank hat, führen den Treibstoff in Kanistern auf dem Dachträger mit. Wegen der Bodenbeschaffenheit der nächsten Tag müssen wir den Verbrauch grosszügig berechnen, wir nehmen 6,5km/l (140x6,5=910km Autonomie). Dieselpreis pro Liter in Windhoek N$12.01, in Palmwag 12.05, in Khorixas 12.04, in Swakopmund 11.05.

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Wir fahren in einem Tag direkt ins Safe the Rhino Ugab Camp um wieder auf die Gruppe zu stossen. Dafür wählen wir folgende Strecke:
Swakopmund bis Hentjes Bay 1h30m mit Fotostop beim Wrack. Henties Bay bis Messum Krater Look out point 1h30m mit Fotostop bei den Welwitschias. Die direkte Gravel Road ist neu breit ausgebaut und sehr angenehm zu fahren. Die Strecke führt durch das Tsiseb Conservancy. Der Nebel verzieht sich erst nach 11 Uhr. Es ist sehr windig am Messum Krater. Wie haben unsere Leute wohl bei diesem starken Wind gecampt fragen wir uns und essen unser pic-nic im Auto drinnen. Später kreuzen wir die D2303 wieder und erreichen den Ugab River, wir fahren entlang der Brandberg West Mine ins camp. Dann etwa 20km vor dem Rhino camp hören wir sie plötzlich über Funk und können uns verständigen. Sie sind zur Zeit noch kilometerweit entfernt in Gai-Ais und werden von Norden her ins camp stossen, währenddem wir bereits dort installiert sind. Wegen dem starken Wind suchen wir uns den geschütztesten Platz mit Palmenblätterzaun.

Der Wind nahm jeden Tag kurz vor Sonnenuntergang heftig zu und legte sich eine kurze Weile danach. Wir hatten nie wirklich windige Nächte und konnten auch immer gemütlich am Feuer sitzen.
Gruss Leona
1'557 Beiträge · seit 201104. Sept. 2013 · #18
Hallo Leona,
danke für deinen Bericht. Ich begleite euch auch noch, (sicher gibt es bei so vielen Fahrzeugen noch einen freien Platz?) und bin gespannt auf weitere Erlebnisse, denn unsere Reise endete bereits Anfang August. Auch wir hatten einen DC Hillux (3.0 l Maschine) von Value Car und waren bestens ausgestattet. Ich habe 4 Wochen vor der Übernahme, um ein Safari Modell mit Schnorchel und diversem Extras gebeten. Es klappte perfekt! Wir besuchten wegen eines Kontaktfehlers an der Anzeigelampe des Airbags einmal eine Bosch Werkstatt, aber auch diese Kosten wurden anstandslos erstattet. Wir waren sehr zufrieden mit Value Car!
Nun möchte ich aber mit euch reisen und...
geht es bald weiter?
Liebe Grüße
Biggi
Meine Reiseberichte
2'097 Beiträge · seit 200604. Sept. 2013 · #20
Hallo Leona,

vielen Dank für deinen Reisebericht. Wir verfolgen eure Etappen mit großem Interesse, da wir auch gerade aus Namibia zurück sind und ebenfalls ein paar Tage im Damaraland unterwegs waren. Für uns war es der erste Besuch in der Brandberg-Gegend und hat uns sehr gut gefallen.

Das Buch mit den Routen durch das Damaraland hatte ich vor ein paar Tagen noch in Windhoek in der Hand.

Freuen uns schon auf eure nächsten Reisetage.

Viele Grüße,
Uwe und Ruth
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