Fotographieren Einheimischer in NAM

44 Antworten · 6'663 Aufrufe · gestartet 15. Aug. 2013 von piscator
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Themenstarter1'483 Beiträge · seit 200915. Aug. 2013 · #1
Guten Morgen!
Für die Vielfotographierer ohne Feingefühl ein Bericht:

Foto ohne Erlaubnis

Gruß Piscator
4'451 Beiträge · seit 200815. Aug. 2013 · #2
Man sollte immer fragen und auch Respekt zeigen !
Dennoch sowie ich es lese und verstehe, ging es hier um Geld ? Hätte die Touristin bezahlt , wäre es nicht zu diesem unschönen Zwischenfall gekommen. 😉
Liebe Grüße
Cecile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia" http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung.... http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html 2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana. 2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik. 2012 Namibia und KTP 2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP 2014 Kapstadt und Kruger NP 2015 Kruger National Park 2016 kruger National Park 2017 Kruger National Park 2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
2'610 Beiträge · seit 200715. Aug. 2013 · #3
Hallo Piscator,

danke fürs Einstellen!

Manche Touristen wissen eben nicht, wie man sich benimmt! 😈

Man soll sich einfach vorstellen, man wäre z. B. selbst Himba! Respekt sollte nicht hinter den eigenen Landesgrenzen aufhören!

Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
2'610 Beiträge · seit 200715. Aug. 2013 · #4
Hi Engelstrompete,

ja ich verstehe es so - hätte der Tourist gefragt, hätte die Himbafrau ihm ihren Preis genannt und er hätte akzeptieren können oder auch nicht.

Die Himbas in Opuwo und anderswo (genau wie z.B. die Massai) lverdienen sich damit etwas nebenher. Manche machen das auch nur noch.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
98 Beiträge · seit 201015. Aug. 2013 · #5
Hallo zusammen,

was ist denn eigentich eine angemessene Summe für ein Bild????

Gruß
2'610 Beiträge · seit 200715. Aug. 2013 · #6
Hallo Erdmännchen,

das was es dir Wert ist!

Ich denke das kann man auch verhandeln, ich würde nicht mehr als z.B. 5 N$ zahlen, aber es gibt sicher auch Touris die mehr rausrücken.

Grüße
Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise. (Sprichwort der Ovambo) 1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
98 Beiträge · seit 201015. Aug. 2013 · #7
das was es dir Wert ist!

Ich denke das kann man auch verhandeln, ich würde nicht mehr als z.B. 5 N$ zahlen, aber es gibt sicher auch Touris die mehr rausrücken.

Danke für die Info. Wollte auch nur mal wissen was Ihr so geben würdet.
Verlangt wird ja wahrscheinlich mehr!

Gruß Michael
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2013
2'664 Beiträge · seit 201215. Aug. 2013 · #8
Die Himba-Frauen sind zum Teil sehr penetrant aufdringlich um sich fotografieren zu lassen, wenn man sich für sie nicht interessiert zeigt.
Sie stehen dafür ja heute schon von Khorixas neben der Pad bis ins Zentrum von Windhoek.
Es ist halt eine Geschäftsidee, die ihnen Geld bringt.
Meistens rangieren die Preise zwischen R 10 - R15.00 mitten im Busch im Kaokoland. Es ist wohl das was ihnen Touries normalerweise zahlen.
H.
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2013
41 Beiträge · seit 201315. Aug. 2013 · #9
Hier geht es um einen Vorfall in Opuwo - dort waren wir auch gerade!
Leider haben wir das Gefühl gewonnen, das es speziell in Opuwo nur noch ums Geld geht, ja teilweise verprostituieren sich hier die Himba-Frauen regelrecht! Das liegt aber zum großen Teil auch an deren Kultur, das sie nicht zwingend einen festen Ehemann/Partner haben, wohl aber sich und ihre Kinder durchbringen müssen. Und diese Frauen sind da auch sehr aufdringlich - mit 5 NamDollars geht da nichts mehr!
Man kann aber auch die Frauen, die Ihre Handwerkskunst verkaufen, um ein Foto fragen. Die freuen sich, wenn man etwas gekauft hat und sind dann gerne für ein Foto bereit! z.B. an der Tankstelle und dem anschließenden Supermarkt!

Einige Kilometer aus Opuwo raus und da ist die Welt wieder in Ordnung - wer da nett fragt, bekommt auch nette und günstige Antwort!

Noch ein Tipp - man hat sich dort auf dem Land sehr über unsere leeren Wasserkanister gefreut!
Viele Grüße
271 Beiträge · seit 201015. Aug. 2013 · #10
Hallo,

wir sind auch gerade aus Namibia zurück und haben genau dieselben Erfahrungen gemacht wie Ranger Tom. Wobei wir für 10$ auch einmal anfassen hätten können. 🙁

Eine der nicht so schönen Erfahrungen dieser Reise.

Gruß,
Marcus
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)
zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2013
5'538 Beiträge · seit 200815. Aug. 2013 · #11
Liebe Fotofreunde,

verabschiedet Euch von der Vorstellung, dass Ihr in Opuwo oder an anderen Stellen, wo viele Touristen sind, für N$ 5 oder 10 ein Foto machen dürft. In Walvis Bay haben sie vor einem Jahr schon N$ 50 gefordert (ich weiß aber nicht, ob sie es bekommen haben), in Windhoek war es m. W. auch ein solcher Betrag.

Einer der Hauptgründe für diese Preisentwicklung ist der, dass die meisten Touristen nur scharf auf ihr Bild sind und dann nix wie weg zum nächsten Motiv. Wenn man, sich wie Burschi es in einem anderen Thread geschrieben hat, erst mal mit den Leuten länger unterhält und Interesse für sie und ihr Leben zeigt, dann wird einem auch schon ein Foto angeboten.

Liebe Grüße und danke an Piscator für die Einstellung dieses Artikels.

Gerd
649 Beiträge · seit 200715. Aug. 2013 · #12
Ich empfinde es als ein wenig unfair, wenn hier die Himba-Frauen als aufdringlich bezeichnet werden.

So wie ich das erlebt habe, waren zuerst die Touristen mit den Kameras diejenigen, die sich aufdringlich verhalten haben. Und genauso schamlos habe ich Touristen zum Thema Anfassen und mehr erlebt.....

Natürlich ist es kein angenehmes Erlebnis, wenn man zum Zahlen gedrängt wird - wir sollten nur im Hinterkopf behalten, daß dies das Ergebnis von der Interaktion mit anderen Touristen ist. In Namibia ist es wie überall auf der Welt: Der Tourismus zerstört seine Traumziele selber.
2'664 Beiträge · seit 201215. Aug. 2013 · #13
Die Beschimpfungen der Touristen im Leserbriefteil des Namibian sind ja auch nicht ganz "ohne", aber die Frau hat sich eben falsch verhalten, indem sie meinte, mit ein paar Süßigkeiten könne sie die Fotografierte abwimmeln. Jetzt fühlen sich alle beleidigt.

Andersherum sind die Himba-Männer mit ihrem Wickelrock stolze Personen, die sich gerne fotografieren lassen, bisher hat noch keiner Geld verlangt. Zumindest habe ich es nicht miterlebt. Die Europäer fotografieren aber eben lieber die halbnackten Frauen "oben ohne". Es sind generell, von Ausnahmen abgesehen, nur die Himba-Frauen, die Geld verlangen. Leute, die meinen, dann auch noch grapschen zu müssen, sollten sich fragen lassen, wie krank im Kopf sie eigentlich sind.

Ein ähnliches Problem ist ja auch im Kaokoveld, indem die Touristen die Kinder dazu "angelernt" haben, daß sie Süßigkeiten bekommen und bei jedem Auto angerannt kommen und nach "Sweeties" schreien. Genau da passiert es gelegentlich auch, daß sie die Autos mit Steinen bewerfen, wenn keine Sweeties geflogen kommen. Das haben wir schon miterlebt.

Ich fotografiere schon lange keine Menschen und Ortschaften mehr, aber lieber Tiere und schöne Landschaften. Da braucht man niemanden zu fragen und bleibt ohne Konflikt.

H.
zuletzt bearbeitet 15. Aug. 2013
Gast16. Aug. 2013 · #15
Hallo,
Ranger Tom schrieb:Einige Kilometer aus Opuwo raus und da ist die Welt wieder in Ordnung - wer da nett fragt, bekommt auch nette und günstige Antwort!
Für ein "authentisches" Himba-Erlebnis wird in immer entlegenere bereiche des Kaokovelds gefahren, mit der Folge, dass sich da wohl mittelfristig ähnliche Verhältnisse einstellen. Wie sagt Enzensberger: Der Tourist zerstört das, was er sucht, in dem er es findet. Ich nehme mich da selbst gar nicht aus.
phoehsl schrieb:Hier ein Hinweis vom Profi:
Steve McCurry's One Minute Masterclass - Don't forget to say hello.
Ist zwar komplett Off-Topic, aber wenn denn schon Steve McCurry angeführt wird: Wer in Norddeutschland wohnt oder in Hamburg tätig ist, hat noch bis zum 29. September die Chance, sich im Hamburger Museum für Kunst & Gewerbe die Ausstellung "Überwältigt vom Leben" von Steve McCurry anzusehen. Lohnt sich sehr.
http://www.mkg-hamburg.de/de/ausstellungen/aktuell/steve-mccurry.html

Beste Grüße

Guido
354 Beiträge · seit 201016. Aug. 2013 · #16
Was hat das Alles mit "Feingefühl" zu tun?
Im Endeffekt gehts nur um Kohle. Legst Du genügend hin, kannst Du wohl fast Alles machen. 🙁

Serengeti
649 Beiträge · seit 200716. Aug. 2013 · #17
@Serengeti:
NEIN!!!! Defintiv NICHT!!!!

Auch wenn man für "fast alles" bezahlen kann und für "fast alles" jemanden findet, der verzweifelt genug ist, es auch für das Geld zu verkaufen: Es gibt immer noch die eigene Moral, Erziehung, Schamgefühle - nenne es wie Du willst - das einen von "fast allen" abhalten sollte.
3'883 Beiträge · seit 201116. Aug. 2013 · #18
Swakop1952 schrieb:
Andersherum sind die Himba-Männer mit ihrem Wickelrock stolze Personen, die sich gerne fotografieren lassen, bisher hat noch keiner Geld verlangt. Zumindest habe ich es nicht miterlebt. Die Europäer fotografieren aber eben lieber die halbnackten Frauen "oben ohne". Es sind generell, von Ausnahmen abgesehen, nur die Himba-Frauen, die Geld verlangen. Leute, die meinen, dann auch noch grapschen zu müssen, sollten sich fragen lassen, wie krank im Kopf sie eigentlich sind.
Recht hat Herr Enzensberger! Das gilt nicht nur für Afrika. Wir Europäer betrachten oftmals Menschen, die aus unserer Sicht exotisch sind, knallhart als Fotomotiv, wenn es sein muss, zahlen wir dafür. lässig ein paar "Kröten". Kommt dann noch das Grapschen oder Nötigen (z.B. zu tanzen) hinzu, zeigen wir deutlich, was wir von der Würde dieser Menschen halten.
Mich wundert es nicht, wenn die Hände aufgehalten werden, einige "Motive" sich als Modelle prostituieren. Das ist schnell verdientes Geld. Es gibt Menschen, die sich aus der Not heraus noch viel tiefer erniedrigen müssen.

Wenn ich mich richtig erinnere, war es auf der Strecke zwischen Spitzkoppe und Ameib Ranch, wo sich über viele Kilometer Frauen in Hererotracht beim Herannahen unseres Wagens erhoben, sich drehten, sangen und tanzten. Weil ich's genau wissen wollte, hielten wir einmal an. Schon stand die Frau am Wagen und verlangte Geld. "Da sind noch mehr im Anmarsch", warnte mein Mann mit Blick in den Rückspiegel. Ich habe das Fenster geschlossen und wir sind weitergefahren.

Selten, dass ich Menschen fotografiere, die ich nicht kenne, doch ein Foto möchte ich euch nicht vorenthalten. Ich hoffe, es klappt mit dem Einfügen. 😄

LG freshy
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zuletzt bearbeitet 16. Aug. 2013
354 Beiträge · seit 201016. Aug. 2013 · #19
Ich wollte mit meinem Post lediglich zum Ausdruck bringen, dass man zigtausend Fotos machen kann, wenn man die Geldforderung erfüllt. Insoweit frage ich mich, was das alles mit Feingefühl des Fotografierenden auf sich hat, unabhängig davon, dass ich sowas verabscheue. Also meine Schlussfolgerung: Es geht dem geneigten Fotoobjekt nur um die Kohle.
Serengeti
2'664 Beiträge · seit 201217. Aug. 2013 · #20
Fotomodelle brauchen sich nur hübsch zu machen für die Fotoshows mit zahlungswilligen Touristen, ansonsten brauchen sie nicht zu arbeiten. Und jene in Windhoek oder Walvis Bay steigen abends in europäische Kleidung und gehen in die Disco. Einer der Gründe, weshalb u.a. lebende Museen o.ä. zum Teil für mich ein Verarschungshorror sind. Aber immerhin leben sie davon, und es sind weniger Touries im Kaokoland unterwegs, die die Landschaft kaputt fahren. Im übrigen gab es solche Fotomodelle nie in den südlicheren Gegenden, das ist eine neuzeitliche kommerzielle Erscheinung. So wie die Damaratänze für Touries.

Aber wenn der Herr Professor oder der CEO bei ihrer Stippvisite in Windhoek ein Fotomodell gegen Geld aufnehmen, oder Stern und Spiegel für ihre Phantasieberichte die Himbafrau vor den deutschen Gebäuden in der Kaiserstraße aufnehmen, meinetwegen. Dann tragen sie wenigstens etwas produktiv zum filtiven Bruttosozialprodukt des Landes bei.
zuletzt bearbeitet 17. Aug. 2013