LEleleThemenstarter29 Beiträge · seit 201305. Aug. 2013 · #1
Hallo erstmal 🙂 ,
vielen Dank für die vielen Informationen, die ich in den letzten Wochen hier im Forum lesen konnte.
Wir (44,54) fahren kommendes Jahr zum ersten Mal nach Namibia, haben bereits von Mitte Februar bis Mitte März Flüge und den Buschcamper von Asco gebucht. Nun hat sich ein nicht bedachter Termin ergeben, so dass wir wahrscheinlich zeitlich umbuchen müssen.
Es gibt die zwei Alternativen: den kompletten Februar oder von Anfang März bis Anfang April. Unter anderem soll es über den Caprivi zu den Victoria Falls gehen, was ja nun dafür nicht die günstigste Reisezeit ist - Regenzeit, heiß, Malariaproblem usw. 😵
Nun meine konkrete Frage: Gibt es bei den eben genannten Nachteilen gravierende Unterschiede, ob man im Februar oder im März unterwegs ist? Ich weiß, keiner hier ist Wetterprophet, es geht mir eher um Wahrscheinlichkeiten.
Weitere Fragen werden folgen, aber das ist die Dringendste, wo wir schleunigst eine Entscheidung treffen müssen. Herzlichen Dank und lg lele 🙂
Burschi4'140 Beiträge · seit 200906. Aug. 2013 · #2
Hallo lele, erst mal willkommen im Forum. Beide Alternativen fallen in die "Regenzeit". Das heißt aber nicht, dass es immer und überall regnet. Häufig ist es so, dass am Abend lokale Gewitter stattfinden und am nächsten Morgen ist alles in Butter. Wenn ihr nicht gerade campt wird das sowieso kein Problem sein. Wann genau der Regen fällt und wo und in welchem Ausmaß, kann dir niemand sagen. Wir waren z.B. in diesem Jahr im Februar / März unterwegs und hatten in 6 Wochen einen Regentag. Das ist natürlich extrem wenig. Vor Jahren war ich mal im April in Namibia und hatte genau 10 Minuten Regen. Andere hat es in solchen Zeiten regelrecht weggeschwemmt. Ich würde jederzeit wieder in diesen Zeiten fahren: Gründe: Es ist nachts nicht so kalt wie im Südwinter. Es ist alles schön grün. Man sieht in dieser Zeit viele Jungtiere. Man sieht Schmetterlinge und Insekten, die man sonst nicht sieht und auch mal die eine oder andere Schlange. Man kann zur Abkühlung in die Pools steigen ohne dass man einen Kälteschock bekommt. Es gibt weniger Touristen. Nachteile: Es gibt ein paar Moskitos mehr. Aber mit genügend "Peaceful Sleep" und Moskitonetzen und Räucherspiralen inder Nacht habe ich immer gut geschlafen. Man sieht an den Wasserlöchern oft weniger Tiere, weil diese nicht unbedingt auf die künstlichen Wasserlöcher angewiesen sind und genügend Wasser finden. Manche touristischen Einrichtungen liegen brach. (Z.B. Schaudörfer) All die Aussagen sind allgemein und können voll oder auch nicht zutreffen. Bei mir aber überwiegen die Pro-Argumente. Gruß: Burschi
Jambotessy2'610 Beiträge · seit 200706. Aug. 2013 · #3
Hallo Lele,
auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum!
Wir waren 2009, 2010 + 2011 jeweils im Februar/März als Camper unterwegs. Geregnet hat es - wie Burschi schon schrieb - immer nur kurz, dafür aber äusserst heftig! Wir waren in der Zentralkalahari, Nxai Pan, (hier standen wir 2011 morgens im kniehohem Wasser) Makgadigadi,Chobe und Caprivi , Moskitos hatten wir viel weniger, als erwartet. Tiere haben wir im Chobe in Massen gesehen, vor allen Dingen Elefanten und Büffel. Die Vic Falls haben wir 2009 kaum sehen können, die Gischt war der Wahnsinn!
In 2014 fahren wir Ende März/ April in die Zentralkalahari, Hwange (evtl. Chobe) und Caprivi Ich finde die Jahreszeit einfach toll. Du siehst vielleicht hier und da weniger Tiere, aber die Blumen und Schmetterlinge entschädigen in der grünen Landschaft. In 2012 waren wir im Oktober unterwegs, da war es staubtrocken, die Tiere insbesondere die Elefanten abgemagert und es war brüllend heiß. Das hat auch seinen Reiz, aber auch da gab es Gewitter mit Regen.
Liebe Grüße und viel Spass beim weiteren Planen Jambotessy
Nur im Vorwärtsgehen gelangt man ans Ende der Reise.
(Sprichwort der Ovambo)
1x Togo + Benin (mit TUI), 1x Ruanda + Zaire ( mit Explorer Reisen), 3x Kenia (in Eigenregie mit dem Bodenzelt), 23 x südl. Afrika (in Eigenregie Namibia, Botswana, Zimbabwe, Sambia, Südafrika/ 17x mit dem Dachzelt und 6x ohne Dachzelt)
LEleleThemenstarter29 Beiträge · seit 201306. Aug. 2013 · #4
Vielen Dank Burschi und Jambotessy für Eure ausführlichen Antworten. Wie ist es mit der Temperatur im Februar gegenüber März oder ist das genauso zufällig wie mit dem Regen? Meine Frage bezieht sich nur auf den Norden Namibias und Caprivi.
Ich danke Euch ! VG lele 🙂
Burschi4'140 Beiträge · seit 200906. Aug. 2013 · #5
Hallo lele, auch bei den temperaturen bin ich natürlich kein Wetterprophet, sonst würde ich ja in Namibia sofort einen Job auf Lebenszeit bekommen. Spaß beiseite: In diesem februar / März hatten wir Tagestemperaturen zwischen 35 und 38 Grad in den gebieten, die du ansprichst. Wir haben es so gehalten, dass wir bei Ortswechsel spätestens gegen Mittag dort waren und uns dann erst mal in den Pool gestürzt haben, runtergekühlt und dann flach gelegt haben. Alle Aktivitäten spielten sich in den frühen Morgenstunden oder nach 16.00 Uhr ab. Das ist aber kein Problem, denn die Tiere halten es genau so. Im April ist es durchschnittlich etwa 3 - 5 Grad kühler und die Nächte auch etwas kühler aber noch nicht kalt. Heiße Tage sind aber immer noch möglich. Gruß: Burschi
LEleleThemenstarter29 Beiträge · seit 201309. Aug. 2013 · #6
Hallo Burschi, danke noch für Deine Antwort. Wir konnten unser Problem lösen und bleiben beim bereits gebuchtem Reisetermin Mitte Februar bis Mitte März. Du weist auf das Moskitonetz hin .... meinst Du damit nur Gästehäuser oder auch Fahrzeuge ? Kann man in ein Dachzelt oder wie bei uns im Buschcamper noch ein Moskitonetz über dem Bett anbringen? Ich meine, die Viecher können in ein Fahrzeug genauso gelangen wie in ein Zimmer ... bin ziemlich unsicher, ich ziehe Mücken o.ä. nur so an, während mein Mann nie auch nur einen Stich hat. Alles stürzt sich auf mich, im wahrsten Sinne. Ich komme wohl um umfassenden Schutz nicht rum, wenn ich einigermaßen relaxt diese Fahrt im Norden genießen will ... 🙁 LG lele
Burschi4'140 Beiträge · seit 200909. Aug. 2013 · #7
Hallo Lele, in allen Lodges im Caprivi oder in Botswana waren über den Betten immer Moskitonetze angebracht. Für das Fahrzeug habe ich noch nie eines gesehen. Wäre ja auch irgendwie blöd, wenn der Fahrer hinter einem Moskitonetz sitzen würde. 😄 Tagsüber aber ist das meist sowieso kein Problem. Am Abend ist es sinnvoll den Körper möglichst mit Kleidung zu bedecken und nicht in der Badehose herumzulaufen. Angeblich ist helle Kleidung besser als dunkle. Für das, was nicht bedeckt ist, mit Peaceful sleep einsprühen, dann sind die Probleme sicher zu bewältigen. Trotz allem viel Spaß bei der Reise. Gruß: Burschi
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.
LEleleThemenstarter29 Beiträge · seit 201310. Aug. 2013 · #9
Burschi schrieb: Wäre ja auch irgendwie blöd, wenn der Fahrer hinter einem Moskitonetz sitzen würde. 😄
... ich hab natürlich für nachts gemeint, im Camper über dem Bett ... nachts, wo die Viecher aktiv sind ... da soll man ja eh nicht fahren 😉
Ich bin da im Moment gedanklich echt überfordert. Im Camper ist das unüblich, aber da kommen die genauso rein wie in ein Gästezimmer 🙁 und dass man sich bei der Hitze immer zudeckt oder nachts was langes anzieht .... 😕 , apropo Burschi, wie sind die Temperaturen nachts, wenns tagsüber so 35-38 Grad hat ? Naja ich werd schon irgendeine Lösung finden.
@ Danke Volker, für das anschauliche Bildmaterial 😉 und den Link. Irgendsowas werd ich mir zulegen, aber ich bin ein Bastler, das mach ich mir selbst, es gibt ja diese Fliegennetze für die Fenster, die hab ich immer auf Vorrat 😄, vielleicht nähe ich mir einen Oveall mit Kaputze Ne so lustig ist das nicht ....
LG lele
Burschi4'140 Beiträge · seit 200910. Aug. 2013 · #10
Hallo Lele, nur noch kurz zu den Nachttemperaturen. Bis Mitternacht reicht eine Shorts und ein T-Shirt noch völlig aus um zu schwitzen. Danach wird es langsam angenehm und gegen 4 Uhr kann man die Beine mit einer leichten Decke bedecken. Beim Aufstehen ist es dann angenehm kühl. Will heißen, die Temperaturen bewegen sich zwischen anfangs 28 bis gegen Morgen gegen 15 Grad. Ich kann deine Bedenken wegen der Mossis durchaus verstehen, habe selbst eine Frau, die im ständigen Krieg mit den Viechern steht. Aber mit der entsprechenden Kleidung und den Vorsichtsmaßnahmen, die ich dir beschrieben habe, haben wir auch eine morgenliche Mokoro-Tour durch ganze Wolken von Moskitos schadlos überstanden. Schöne Reise! Burschi