ANAnnagretaThemenstarter97 Beiträge · seit 200829. Juni 2013 · #1Liebe Fomis,
ich stehe auf dem Schlauch. Warum?
Na, wir wollen im Juli 2014 von Jo'burg aus durch den nördlichen Krüger Park über Beitbridge nach ZIM einreisen, dort eine Rundreise machen, über Beitbridge wieder ausreisen, noch ein paar Tage in SA bleiben. Wir wollen von SA aus starten, weil wir dorthin den günstigeren Flug haben, das Auto billiger ist und wir eigentlich 3-4 Wochen unterwegs sein möchten. Außerdem bietet sich so die Gelegenheit, mal den Krüger Park kennen zu lernen.
Hier die angedachte Route:
SA
Beitbridge- ZIM Ruins
Harare
Mana Pools Nyamepi Camp
Kariba
Kariba Fähre nach Milibizi
Hwange- Sinamantella
Hwange Main Camp
Matobo NP
Beitbridge
SA
SA habe ich nicht besonders erwähnt, da ist m.E. alles für mich klar und im grünen Bereich. Was mich interessiert ist ZIM. Den Osten wollen wir weglassen, weil es im Juli dort sehr kalt ist.
Und jetzt kommt "der Schlauch":
Ich lese hier und da von immer wieder von Schwierigkeiten:
Autovermieter, die ZIM nicht zulassen, Kriminalität, Probleme und Kosten beim Übergang Beitbridge, völlig herunter gekommene Camps in den NP- das finde ich super schlimm-, sauschlechte Straßen, wenig Wild, verängstigte Elefanten wohl wegen exzessiver Wilderei....
Also ehrlich, mir rutschte das Herz in die Hose. Hatte ich doch einen Traum von ZIM...Unbedingt wollte ich dieses Land kennen lernen. In Vic Falls waren mir trotz der vielen Touristen die Menschen so positiv aufgefallen. Und ich dachte- dort ist es wenigstens nicht so voll- und nicht so teuer wie in Botswana.
Allerdings, wir sind da echt Greenhorns- und auch schon etwas älter.... Zwar sind wir seit 7 Jahren jedes Jahr in Afrika, und meistens auch individuell mit dem Auto unterwegs, aber Namibia und SA sind da wohl doch eher easy.
Wir wollten keinen 4x4 anmieten, jedoch ein höheres Fahrzeug auswählen. 4x4 sind echt sauteuer.
Könnt ihr mir mal sagen, was da auf uns zukommt? Was sollen wir machen? Habt ihr irgendwelcheTipps oder Hinweise?
Ich hoffe, ihr nehmt euch meiner Probleme an!
Vielen Dank schon mal!
Annagreta
Birgitt1'667 Beiträge · seit 200929. Juni 2013 · #2Hallo, Annagreta
sei völlig beruhigt, und freu dich auf deine Reise.
Du kannst in Zimbabwe wunderbar und entspannt reisen. Wir sind im Nov 2012 dort gewesen. ( siehe mein Reisebericht)
Ich weiss nicht, woher du deine Info hast. Etwas zurückschrauben musst du deine Erwartungen mit TOP gepflegten Camp sites natürlich. Da muss man eben mal etwas bescheidener werden.
Wir buchen immer das Auto in Windhoek, es ist für Zim zugelassen.
LG
Birgitt
Nunanani521 Beiträge · seit 201129. Juni 2013 · #3Hallo Annagreta,
Zimbabwe ist ein wunderbares Land!
Die Campsites sind zwar alt und haben Gebrauchsspuren, dafür sind sie sehr sauber und aufgeräumt. Dafürist man sehr bemüht trotzdem alles schön herzurichten, z.B. werden in alten dosen Blumen gepflanzt und dekorativ aufgestellt. Das einzige, was mich etwas irritiert hat, war dass an den Tiolettentüren sehr oft weder Schlösser noch Klinken noch Tür knäufe sind, aber damit kommt man auch zurecht.
Ich würde wenn möglich nicht über Breitbeidge ein und ausreisen, da es da stunden, bzw. Tagelange Wartezeiten geben kann.
Ansonsten ist zimbabwe ein wunderbares Land mit unglaublich offenen, freundlichen und hilfsbereiten Menschen und die Landschaften sind sehr beeindruckend. Freut Euch auf die Reise!
Gruß,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
URUrlauber218 Beiträge · seit 200729. Juni 2013 · #4Hallo Annagreta, wir waren im April/Mai auch von Joburg aus in Simbabwe und sind heute noch begeistert. Wir waren zwar nur im Westen, d.h. Matobo, Hwange und VicFalls aber wir hatten keine Probleme beim Grenzübertritt (Plumtree) und empfanden den Hwange als tierreich und vorallem nicht so rummelig wie den Krüger. Die Campsite in Sinamatella hatten wir für uns alleine, das Waschhaus haben wir als grenzwürdig eingestuft und gemieden, alles andere war wie hier schon gesagt sehr aufgeräumt und ordentlich. Beitbridge würde ich bei der Einreise auch meiden, drehr eure Tour doch um. Nach Matobo kommt ihr sehr bequem über den Plumtree Grenzübergang. Ihr müßt zwar nach Botswana einreisen, aber das geht in Martins Drift ja fix. Bei der Ausreise aus Sim. gibt es glaube ich nicht so viel Trouble, auch in Beitbridge.
Ach so, unser Auto hatten wir von Kwenda/Bushlore, die erlauben Sim. und hatten das Auto auch entsprechend ausgerüstet 8Reflektoren, Warnwesten...)
Liebe Grüße
Jutta
URUrlauber218 Beiträge · seit 200729. Juni 2013 · #5Hallo Ich hatte schon eine Anfrage, ich wollte die Reflektoren in die Klammer setzen und dabei ist aus dem Klammerzeichen eine 8 geworden!
Also keine Angst - 4 Reflektoren reichen.!
Jutta
GUGuido.Gast30. Juni 2013 · #6Hallo Annagreta,
Annagreta schrieb:Autovermieter, die ZIM nicht zulassen, Kriminalität, Probleme und Kosten beim Übergang Beitbridge,
Einige Vermieter haben Einschränkungen für Zimbabwe, aber es gibt genügend Vermieter, mit denen das kein Problem ist, z.B. Bushlore. Das Kriminalität da ein großes Problem ist, habe ich noch nicht gehört. Beitbridge ist etwas chaotisch. "Schlepper" wollen Dich gern da durch lotsen und ordentlich dafür kassieren, aber man schafft es auch ohne "Schlepper". Wie hier schon vorgeschlagen wurde, kannst Du Deine Route vielleicht noch anders gestalten, so dass Du nicht über Beitbdrige einreist.
Annagreta schrieb: völlig herunter gekommene Camps in den NP- das finde ich super schlimm-, sauschlechte Straßen, wenig Wild, verängstigte Elefanten wohl wegen exzessiver Wilderei....
Zimbabwe hat einen jahrelangen wirtschaftlichen Niedergang, Hyperinflation und einen massiven Einbruch im Tourismus hinter sich. Die berappeln sich jetzt erst so langsam wieder und das merkt man vielerorts an der touristischen Infrastruktur. Die Camps im Hwange sind nicht gerade in traumhaften Zustand.
Aber das Ganze hat immer 2 Seiten. Wenn Du bereit bist, ein paar Kompromisse bei der Infrastruktur in Kauf zu nehmen, dann erlebst Du ein wunderbares Land, dass derzeit alles andere als überlaufen ist und wo Du z.B. im Hwange vielleicht den ganzen Tag kein anderes Auto siehst. Wenn eines Tages die touristische Infrastruktur wieder top sein sollte, dann hast Du wahrscheinlich nicht mehr jedes Wasserloch für Dich allein, sondern teilst das mit x anderen Autos.
Beste Grüße
Guido
ANAnnagretaThemenstarter97 Beiträge · seit 200830. Juni 2013 · #7Ihr Lieben,
vielen Dank erstmal.
Was nicht ersichtlich war, möchte ich anfügen. Wir sind nicht als Camper unterwegs. Wie sieht es also da in den Camps in den Nationalparks aus?
Warum gibt es in Beitbridge eigentlich so viele Probleme bei der Einreise?????
Danke und liebe Grüße
Annagreta
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200930. Juni 2013 · #8Hallo Annagreta,
wir waren im Mai/Juni im Hwange allerdings haben wir gecampt. Von der Atmosphäre der drei Camps hat uns mit Abstand Robins am besten gefallen. Sinamatella haben wir uns angeschaut und uns beglückwünscht, dass wir dort nicht übernachtet haben. Ja, die Lage mag ganz schön sein, aber der morbide Charme des Verfalls war nicht so unser Ding. Zumal wir dort auch das Stuff bei weitem nicht so aufgeschlossen und herzlich empfanden, wie in den beiden anderen Camps. In Robins und Main Camp gibt man sich wenigstens Mühe, die Dinge in Ordnung und sauber zu halten.
Wie gesagt, das ist ein ganz subjektiver Eindruck von uns. Hinsichtlich der festen Unterkünfte in den einzelnen staatlichen Camps kann ich Dir leider keine Auskunft geben.
Wir sind in Pandamatenga eingereist und in Plumtree ausgereist.
Herzliche Grüße
Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de
Nunanani521 Beiträge · seit 201130. Juni 2013 · #9Hallo Annagreta,
Da wir zelten, haben wir uns nur mal im Main Camp die Chalets angeschaut und die waren sehr in die Jahre gekommen, aber blitzsauber. Trotzdem waren die Betten durchgehangen, die stoffe zerschliessen, die Mückengitter nicht dicht...
Aber außerhalb des Hwange waren die privaten Unterkünfte sehr schön, dafür aber auch teurer.
Wir sind von SA aus nach Botswana, haben dort eine Nacht im Khama Rhino verbracht und sind dann von dort aus nach einem Großeinkauf nach Zim gefahren, um Breitbeidge zu umgehen. Würde ich wieder so machen.
Achja, Nahrungsmittel und Getränke sind in Zim im Supermarkt sehr teuer, teurer als hier, also deckt Euch vorab mit allem ein und kauft dann nur auf Märkten ein.
Grüße,
Nunanani
Südafrika, Botswana, Namibia, Zimbabwe, Mosambik,...
Barth_Wolfgang201 Beiträge · seit 200830. Juni 2013 · #10Hallo Annagreta,
Wir waren jetzt schon 4x seit 2009 in Zim und fahren im Oktober das 5.Mal hin, weil es so schön ist und die Leute so freundlich.
Ich kann also meinen Vorrednern nur zustimmen.
Zwei, drei eigene ergänzende Bemerkungen dazu:
Beitbridge haben wir auch bei der Anreise aus JNB gemieden, da wir 1x nach 5 Stunden Wartezeit frustriert aufgaben. Jetzt reisen wir immer über Botswana ein - das letzte mal über den kleinen Grenzübergang Zanzibar und machen eine Übernachtung am Limpopo (letztes Mal Limpopo River Lodge Campsite).
Zu den Camps: Robinson ist am schönsten und nostalgischsten
Sinamantella am spektakulärsten vom Ausblick aber am heruntergekommensten, Main Camp selbst ohne Höhepunkte, aber die Infrastruktur (Tankstelle, Restaurant; kleiner Laden) am besten.
Wie gesagt Zimbabwe wunderschön, die Einwohner nett - wir hatten 1x erste Hilfe bei einem Verletzten geleistet und 1x einen Toyota von Einheimischen 10km abgeschleppt.
Etwas lästig sind die vielen Polizeikontrollen: Wir hatten das immer für ein nettes Gespräch genutzt und wenn es dann zu lange ging und wir weiter wollten, den Kontrolleuren noch kates Wasser angeboten und uns dann schnell ohne noch rumzuzackern verabschiedet. Hat immer bis auf einmal bei VicFalls funktioniert.
Jetzt wünscht euch schöne Ferien! wolfgang
GUGuido.Gast30. Juni 2013 · #11Hallo Annagreta,
Beitbridge ist der einzige offizielle Grenzübergang zwischen Südafrika und Zimbabwe. Entsprechende Massen an Menschen und Waren müssen da abgefertigt werden. Du musst in verschiedene Gebäude um Deine Stempel und Unterlagen für den Grenzübertritt zusammen zu bekommen. Dazu ist das meines Erachtens alles suboptimal ausgeschildert und man hat dann teilweise keinen Plan, wo man als Nächstes hin muss. Damit versuchen die Schlepper/Lotsen ein Geschäft zu machen. Es gibt hier und in südafrikanischen Foren aber hilfreiche Anleitungen, was man da in welcher Reihenfolge machen muss. Aber viele bevorzugen eine entspanntere Einreise über einen der Übergänge von Botswana nach Zimbabwe. Am gemütlichsten und billigsten ist die Einreise über den Buschübergang Pandamatenga.
Wenn Ihr nicht Campen wollt, dann sind die 3 (staatlichen) Camps im Hwange wahrscheinlich nicht so sonderlich empfehlenswert. Dann gibt es zum einen mehrere feine Lodges in und um den Hwange (u.a. von Wilderness Safaris), die aber auch feine Preise haben. Und im Hwange gibt es noch 2 neue private Self-catering-Camps mit überschaubarem Preisschild. Die bieten aber anscheinend eine voll ausgestattete Küche, so dass Ihr nur Lebensmittel aber kein Geschirr, Besteck, Kocher etc. mitbringen müsstet.
http://www.kapulacamp.com/Beste Grüße
Guido
Tom Swiss461 Beiträge · seit 200830. Juni 2013 · #12Hallo Annagreta
Ich werde in drei Wochen ab JNB auch hochfahren und in Hwange gehen.
Die Grenzeübertritte werde ich über Botswana machen. Bei den Einreisen nach Zim ist es immer halt auch etwas Glücksache - Rekord war bei 1 std.
Ihr wollt keinen 4x4 weil sehr teuer, das kann man so sehen. Wir machen immer eine Kombination von campen und Lodge, weil Mana Pools ohne Campen ist für uns zu wenig Africa...
Ich würde über Bostwana rein und einen 4x4 nehmen.
Gruss Tom
Andreas Cierpka2'732 Beiträge · seit 200630. Juni 2013 · #13Vergiss Hwange-Sinamantella!
Das Camp ist fertig und abgewirtschaftet. Schaue lieber, dass du eines der Satelitencamps (Exclusiv Campsites) bekommst. Die sind wesentlich besser und näher an der Natur.
Ein Gast bin ich im fremden Land geworden.
GUGuido.Gast30. Juni 2013 · #14Hallo Andreas,
Andreas Cierpka schrieb:Vergiss Hwange-Sinamantella!
Das Camp ist fertig und abgewirtschaftet. Schaue lieber, dass du eines der Satelitencamps (Exclusiv Campsites) bekommst. Die sind wesentlich besser und näher an der Natur.
Die meisten exclusive Campsites haben auch seit x Jahren keine Investitionen gesehen, kosten aber bis zu 150 USD. Toilette/Dusche am Mandavu Dam war nicht besser als in Sinametalla. An der Guvalala-Platfform waren Dusche und Toilette komplett zerstört, .. und außerdem will Annagreta ja nicht campen 😎 Die neuen Kapula-Camps könnten die Alternative sein.
Beste Grüße
Guido
Rajang1'115 Beiträge · seit 201030. Juni 2013 · #15Hallo Annagreta,
Wir sind auch keine Camper (nur im Notfall) und waren im April 2013 in Zim.
Beitbridge: Wahrscheinlich 80% des Schwerverkehrs geht über diesen Grenzpunkt. Wenn Du mal in Zim die Strasse nach Chirundu (Sambia Border) gesehen hast, bekommst Du eine Ahnung. Die Rohstoffe aus Sambia und Zim donnern in die Häfen von SA, das gleiche gilt dann für die Investition- und Konsumgüter in der Gegenrichtung.
Zudem zahlst Du in Beitbridge offensichtlich die CVG (siehe hier im Forum), was Dich nochmals gegen 100 $ kosten wird, im Gegensatz zu Padamantenga z.B.
Dass 4x4 Fahrzeuge in SA billiger sein sollen, als in NAM wäre aboslut neu - schön wär's!
Hwange: Wir waren in Sinamantella - die Chalets sind einfach, aber - und das galt für ganz ZIM - sauber. Die Aussicht ist atemberaubend.
Main Camp. Die Chalets (Lodges genannt) sind ein wenig besser, zudem Elektrizität und ein gutes Restaurant wie auch Tankstelle - aber die Lage ist in einer Ebene, kein Vergleich zu Sinamantella.
Falls Du dann gegen Mana Pools reisen willst, drängt sich die Musumu Lodge in Binga auf, und auf der anderen Seite der Rute die Makuti Travel Lodge.
Mana Pools ist ähnlich wie Hwange, die Unterkünfte (Lodges) sind sehr einfach, hier wiederum ohne Elektrizität, aber sauber.
Gruss Rajang