Navigationslösung für „Namibia-Normaltouristen“

11 Antworten · 2'941 Aufrufe · gestartet 29. Juni 2013 von Leon
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Themenstarter23 Beiträge · seit 201329. Juni 2013 · #1
Hallo Forums-Mitglieder,

ich habe vor meiner 1. Namibia-Reise hier im Forum ziemlich lange nach Empfehlungen für eine einfache, bezahlbare Navigationslösung gesucht, bin dabei aber nur auf Diskussionen der Forums-Profis gestoßen, die Spezialfragen betreffen. Nachfolgende Navigationslösung ist nur für „Namibia-Normaltouris“ gedacht, die sich nicht eigens für die Namibia-Reise ein Navi-Gerät anschaffen wollen, sondern vorhandene Smartphones verwenden wollen.

1. Da ich im Urlaub mein iPad dabei habe, meine Freundin und ich iPhones verwenden, habe ich mich für die Navigationsoftware „Tracks4Africa Overland Navigator“ (€ 89,99 im App-Store) entschieden.
Ich habe diese Navi-Software auf meine 3 Apple-Geräte geladen: Wenn mal eines den Geist aufgibt oder geklaut wird, kann ich auf die anderen Geräte zurückgreifen.
Die Bedienung ist sehr simple (im Vergleich zu meinem GARMIN 276C, das ich seit Jahren beim Segeln als Skipper verwende). Man kann Zuhause schon mal Waypoints eingeben, Routen abspeichern und deren Länge/Fahrtzeit checken. Die Liste der Sonderziele (Tankstellen, Bank, ATM, usw.) ist hilfreich. Jede Route war eine präzise „Punktlandung“. Mehr Navigation brauche ich auf meiner Namibia-„Standard“-Route (noch) nicht.
Kleiner Kritikpunkt: T4A akzeptiert es nicht, das DOLOMITE CAMP/Etosha als Waypoint zu verwenden, da dieses in einem Sperrgebiet liegt (= unnötige Bevormundung).
P.S. Ich hatte auch die Navi-Software von NAVIGON geladen: gefällt mir persönlich in der Darstellung gar nicht.
(Hinweis: Nie auf den Technik-Mist verlassen; immer eine gute Papierkarte mitnehmen, z.B. die „Tracks4Africa Namibia Landkarte“, € 17,90).

2. Wichtig ist es, eine stabile Halterung für das iPad zu kaufen. Ich habe die „KFZ Halterung für die Windschutzscheibe für das iPad von TecGadgets“ (€ 22,90) verwendet:
Mit einem Saugnapf wird ein flexibler Schwanenhals an der Windschutzscheibe angebracht. Am anderen Ende des Schwanenhalses findet sich eine größenvariable Halterung, in der das iPad eingeklemmt wird (wenn man das Auto verlässt, kann man das iPad mit einem Griff entfernen). Bedingt durch den Schwanenhals werden relativ wenige Vibrationen auf das iPad übertragen. Damit sich das Teil aber nicht „aufschaukelt“, sollte man ein Gummiband vom unteren Ende der Halterung zum Amaturenbrett anbringen und die Rückseite des iPad mit etwas Stoff/Schaumstoff abfedern. Ich hatte erst Bedenken, ob mein iPad die Rüttelei ohne Schaden übersteht; war aber überhaupt kein Problem; das Ding hält doch einiges aus.

3. Das iPad ist ein „Stromfresser“, d.h. ohne ständige Stromzufuhr durch einen 12-Volt-Kfz-Ladegerät dürfte der Akku des iPads nach ca. 5 Stunden leer sein (blöd, wenn die Route mal 6-7 Stunden dauert). Sehr wichtig: Viele 12-Volt-Kfz-Ladegeräte liefern nicht genügend „Power“ zum Laden eines iPads (für ein iPhone reicht es natürlich schon). Also Zuhause testen, ob mit Eurem Ladegerät das iPad geladen wird. Ich habe mir folgendes Ladegerät gekauft: „Wicked Chili Dual Schnellader Kfz-Ladegerät Adapter (12V/24V, 2100mA), € 14,86“. Dieses Ladegerät hat sogar 2 USB-Buchsen, d.h. ich konnte mein iPad und mein iPhone gleichzeitig im Auto laden.

4. Kosten somit:
Navisoftware: € 89,99
Halterung: € 22,90
Ladegerät: € 14,86
Papierkarte: € 17,90
Summe: € 145,65

Mein persönliches Fazit: Wer ohnehin ein Smartphone besitzt und keine speziellen Anforderungen an eine Navi-Software stellt, ist mit obiger Lösung - gut und bezahlbar - bedient. Verbesserungsvorschläge/Alternativlösung sind willkommen.

Euer Leon
zuletzt bearbeitet 29. Juni 2013
33,1k Beiträge · seit 200629. Juni 2013 · #2
Hi Leon,

speziell für "Namibia-Normaltouristen" frage ich mich, wofür und warum man überhaupt eine Navigationslösung braucht? Alle Straßen sind gut ausgeschildert und verfahren ist unmöglich (ich habe mich zumindest auch ohne Navi noch nicht verfahren).

Wenn es um Städte geht oder Hauptstraßen, dann empfehle ich:
- Vollnavigationslösung für Android - kostenlos: OsmAnd
- Karten (keine Navigation) für Android oder iOS - kostenlos: CityMaps2Go

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter23 Beiträge · seit 201329. Juni 2013 · #3
Hi Christian,

ich habe nicht gesagt, dass man eine Navi "benötigt". Nur wer aus Bequemlichkeitsgründen eines benützen möchte, ohnehin ein iPhone/iPad besitzt, fährt mit meiner Lösung ganz gut.

Gruß Leon, der auf dem Beifahrersitz leider stets jemand hat, der keine Papierkarten lesen kann 🙂
271 Beiträge · seit 201029. Juni 2013 · #4
Hallo,
Nur ein kurzer Einwurf. Aber die neuen Smartphones von Nokia (Windows 8) haben eine kostenlose Navigation für Namibia (fur die ganze Welt) dabei. Die Dinger sind insgesamt ziemlich gut. Ist ja vielleicht eine Alternative wenn man sich ein neues Smartphone holt...
Gruß,
Marcus
PS habe trotzdem gerade eine Papierkarte gekauft
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)
2'530 Beiträge · seit 201129. Juni 2013 · #5
Mac73 schrieb:... haben eine kostenlose Navigation für Namibia (fur die ganze Welt) dabei.
Brauchst aber ständig Internetzugang um die Karten zu aktualisieren, was aber nicht überall gegeben ist.
Und wenn dann wird es nicht billig!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
271 Beiträge · seit 201029. Juni 2013 · #6
Nein, brauchst keinen Internetzugang. Du lädst die Karten aufs Handy stellst auf offline und legst los. 🙂
http://www.cherishing-the-moment-photography.com/ (auch Bilder aus Afrika)
Gast29. Juni 2013 · #7
Hallo,

ich kann Christian da voll und ganz zustimmen. Namibia ist im Vergleich zu anderen afrikanischen Ländern sehr gut ausgeschildert und für Standardrouten braucht man eigentlich gar kein Navi, aber es ist recht komfortabel eins zu haben (Wie lange noch bis zum Ziel?).

Für normale Routen reicht dann eine der unzähligen Apps auf Basis der kostenfreien OpenStreetMap-Karten. Wenn es nicht um Offroadrouten geht, dann sind die OSM-Karten den T4A-Karten mittlerweile in vielen Bereichen weit überlegen. Und auch Offroad holt OSM sukzessive auf. Man kann mittlerweile auch mit OSM von Purros über Hoarusib und Khumib ins Marienflusstal oder Hartmannstal bis an den Kunene fahren. T4A wird sich langfristig strecken müssen, wenn die Ihr Quasi-Monopol behalten wollen.

Zum Vergleich mal die Detailtiefe von Okaukuejo in OSM und T4A.

oakukuejo_osm.gif


oakukuejo_t4a.gif


Beste Grüße

Guido
7'296 Beiträge · seit 200629. Juni 2013 · #8
travelNAMIBIA schrieb:
speziell für "Namibia-Normaltouristen" frage ich mich, wofür und warum man überhaupt eine Navigationslösung braucht?
... das ist der Lauf der Zeit.
Viele Leute fahren den täglichen Arbeitsweg, den sie seit 20 Jahren kennen, inzwischen mit einem Navigationsgerät. Ich finde so ein Ding praktisch, wenn ich in einer fremden Großstadt alleine unterwegs bin. In Namibia kann man sich das in den meisten Gegenden echt sparen.

Ich habe aber festgestellt, dass die meisten Nutzer eines Navigationsgerätes überhaupt nicht wissen würden, wo sie sind, wenn man sie am Punkt X aus dem Auto zieht und danach fragt, mal ihre ungefähre Position auf einer Landkarte zu zeigen. 😉

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter23 Beiträge · seit 201329. Juni 2013 · #9
Guter Tipp. Danke.
709 Beiträge · seit 201129. Juni 2013 · #10
Hi,

unser Sohn hatte 2012 auf seinem Smartphone aus dem Android Smartphone Playstore Mapfactor Navigator beta die Namibia OSM 2MB Karte. Die Karte war extrem detailiert. Z.B. sind die Wanderwege auf Rooiklip, Vingerklip, Ameib und Otjihaenamaparero (Dinosaurstracks) kpl. drauf und hat sehr gut funktioniert! Nur in Windhuk, WB und Swakop empfahl das Programm teils große Umwege. Internet, Handyempfang usw. sind für die Navigation nicht erforderlich.

Wir hatten aus D die Karten "Namibia" von T4A und von ReiseKnowHow und vor Ort von unserer Reiseagentin die "The Namibia Tourist Map" von Tasa bekommen.
Die T4A ist sehr gut für die Vorplanung, da hier an den Strecken auch die Fahrzeiten stehen.
Von verschiedenen Einheimischen sind wir auf viele Mängel in den Namibiakarten von T4A und von ReiseKnowHow hingewiesen wurden.
Die Karte "The Namibia Tourist Map" von Tasa wird von Prof. Jäschke vom Fachbereich Vermessungswesen/Kartographie der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden betreut. Von Einheimischen wurde diese Karte als die beste verfügbare angesehen.
Ob man wirklich ein Navi benötigt, sei dahingestellt. Auf den Pisten auf denen wir unterwegs waren, war Alles gut ausgeschildert.

Gruß

Rocky
-------------------------- ...der schon öfter 4x4 in Afrika war... http://www.4x4club-leipzig.de/ http://www.baja-deutschland.de/
13 Beiträge · seit 201230. Juni 2013 · #11
Unsere Lösung war neben einer Papierkarte ein iPad mit directU Africa und MotionX GPS - beides Offline und unter 2 €

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zuletzt bearbeitet 30. Juni 2013
47 Beiträge · seit 201330. Juni 2013 · #12
Hi,

Motion-X hatten wir in Costa-Rica benutzt, zumindest dort waren nicht alle Unterkünfte gut ausgeschieldert. In der Vorbereitung hatte ich diese Ziele gespeichert und dies hat uns einigemale sehr geholfen. Reichte bei uns am iPhone und es reichte wenn der Beifahrer verfolgen konnte, wo man abbiegen musste.

Die Karten lassen sich bei Bedarf vorab in verschiedenen Detailstufen herunterladen und dann auch ohne Empfang nutzen. Ich habe nur wenig Speicher, hat aber dicke gereicht.

Die App finde preiswert genug, sie zum Probieren herunterzuladen, Ich würde schon zu Hause etwas üben.

Viele Grüsse,

Andreas