Oropoko- Lodge geschlossen, Schade!

10 Antworten · 5'225 Aufrufe · gestartet 03. Juni 2013 von uli R.
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33,1k Beiträge · seit 200608. Feb. 2018 · #2
Hi zusammen,

nach mehr als 4 Jahren ist Oropoko mit seinen 11.000 Hektar nun verkauft worden. Käufer ist die namibische Armee, die das Gelände und die Lodge zur Ausbildung von Soldaten nutzen will. Oropoko verfügt über die modernste Schießbahn im südlichen Afrika. Kaufpreis: 45 Millionen Namibia Dollar.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Gast08. Feb. 2018 · #3
Dafür ist Geld da und gleichzeitig müssen die Namibia Defense Forces laut Medienberichteb tausende Soldaten nach Hause schicken, weil sie die nicht mehr ernähren können und nicht in der Lage sind Rechnungen für Essen, Wasser und Strom zu bezahlen.
https://www.namibian.com.na/63861/read/Defence-sends-1000s-on-leave

Viele Grüße

Ulf
33,1k Beiträge · seit 200608. Feb. 2018 · #4
Hi Ulf,

liegt daran, da es im Staatshaushalt bei jeder staatlichen Einrichtung und Ministerium zwei Posten gibt:
- Laufende Kosten
- Investitionen

Der Farmkauf ist eine Investition aus dem Pott, das andere aus dem ausgeschöpften "laufende Kosten"-Pott.

Viele Grüße
Christian
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Gast08. Feb. 2018 · #5
Hallo Christian,
travelNAMIBIA schrieb:Der Farmkauf ist eine Investition aus dem Pott, das andere aus dem ausgeschöpften "laufende Kosten"-Pott.
Das ist keine Erklärung geschweige denn eine plausible Begründung dafür, dass man eine sich eine Luxus-Lodge kauft, während man gleichzeitig kein Geld für Essen, Wasser und Strom hat. Die Regierung kann den Haushalt jederzeit ändern und Mittel umschichten. Jederzeit. Das ist genau das Problem in Namibia. Man macht Dinge, weil man die schon immer so macht. Oder weil irgendwo steht, dass man das so machen kann. Oder weil irgendwer illegal daran verdient. Ob das was gemacht wird, für das Land sinnvoll ist, interessiert niemanden.

Viele Grüße

Ulf
zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2018
33,1k Beiträge · seit 200608. Feb. 2018 · #6
Aktuell zum Thema:

NAMPA
President Hage Geingob says he hopes it is not true that the Ministry of Defence has spent N.dollars 45 million on a farm, whilst having sent thousands of soldiers on leave due to a shortage of funds to house and feed them.
Speaking at State House during the opening of the first Cabinet meeting of 2018 on Thursday, Geingob argued that there was no urgency to buy the farm.
“Today I am reading that Defence bought a farm for N.dollars 45 million while they are sending troops home. I hope it is not true,” he said.
The President said he had contacted defence minister, Penda Ya Ndakolo over the issue.
“I called the minister and he did not answer me. Minister, we must talk,” he said to Ya Ndakolo, who was in attendance.
Geingob’s remarks come in the wake of reports that the Defence Ministry spent at least N.dollars 45 million on the acquisition of Orokopo farm, north-west of Okahandja.
The farm was purchased in September 2017.
Ya Ndakolo could not be reached for comment as his mobile phone was unreachable.
Local daily, The Namibian quoted the ministry’s public relations head, Petrus Shilumbu as saying the farm was bought because of its strategic location and the fact that the farmhouse has a well-developed laundry, conference centre, kitchens and accommodation facilities, among others.
He said it will be used to train soldiers to live in harmony with wildlife and practise their shooting skills. It also has airfield which the Namibian Defence Force intends to transform into a military airport.
The revelation comes at a time when the ministry has sent thousands of troops on leave due to financial constraints.
It also comes at the back of international media reports painting a bleak picture of Namibia’s economy.
The reports are informed by the barring of politicians from undertaking foreign trips; Geingob opting to take a commercial flight to the African Union summit instead of the presidential jet; and the sending on leave of soldiers, among others.
Government has maintained that it is being prudent and efficient in its expenditure and is not broke.
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zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2018
16,9k Beiträge · seit 201208. Feb. 2018 · #7
President Hage Geingob says he hopes
it is not true that the Ministry of Defence has spent N.dollars 45 million on a farm, whilst having sent thousands of soldiers on leave due to a shortage of funds to house and feed them.


What? "He hopes"....

Er hofft, dass das nicht stimmt? Wieso weiß er nicht, was in seinem Laden vor sich geht?

LG
Logi
33,1k Beiträge · seit 200608. Feb. 2018 · #8
Er hofft, dass das nicht stimmt? Wieso weiß er nicht, was in seinem Laden vor sich geht?
Ich glaube nicht, dass Herr Trump oder Frau Merkel über jede (Kleinst)Ausgabe Bescheid wissen 😉 Warum auch, dafür gibt es Minister. Und der weigert sich scheinbar in diesem Fall was zu sagen - wird also vermutlich morgen fliegen (im Zuge der Kabinettsumbildung wäre das ja praktisch "ein Abwasch").

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 08. Feb. 2018
785 Beiträge · seit 200808. Feb. 2018 · #9
Hi,

also, wenn ich das so lese, dann fände ich es durchaus angebracht die jährlichen zig Millionen die von unseren Steuergeldern nach Namibia fließen, deutlich zu erhöhen! 😄 😄 😄 🤢

Viele Grüße

Markus
Gast08. Feb. 2018 · #10
Hallo allerseits,
travelNAMIBIA schrieb:Ich glaube nicht, dass Herr Trump oder Frau Merkel über jede (Kleinst)Ausgabe Bescheid wissen
Für namibische Verhältnisse ist es keine Kleinstausgabe. Wenn man Parallelen zu Deutschland ziehen möchte, dann wäre die Größenordnung im Verhältnis zum deutschen Budget ca. 300-600 Millionen Euro. Ich will glauben, dass Frau Merkel informiert wäre, wenn ein Ministerium eine Einzelinvestition von 300-600 Mio. Euro außer der Reihe tätigen möchte.

Es ist in Namibia kein Geld da, um Schulbücher für Kinder zu finanzieren, aber die Generäle kaufen sich mit Steuergeld eine hübsche private Jagdfarm mit vielen Tieren und großem Pool. Offiziell sagt NDF(Major General Ben Kadhila): "the animals would be used for training troops to live in harmony with animals". Verständlich. Dazu gibt es sonst wirklich keine Gelegenheit in Namibia. Da es dort keine Löwen und somit für viele Tierarten keine Fressfeinde gibt, werden diese Arten sich vermehren und müssen geschossen werden. Das ist das Grundprinzip jeder Jagdfarm. Daran haben die Generäle bestimmt überhaupt gar nicht gedacht, dass sie da zukünftig, Eland, Zebra, Giraffen und mehr schießen müssen. So ein Pech aber auch für die Generäle.

Viele Grüße

Ulf
33,1k Beiträge · seit 200621. Feb. 2018 · #11
Hi zusammen,

Update zum Thema - ich denke da wird jemand gehen müssen...

Viele Grüße
Christian

"Präsident Hage Geingob ist über den Kauf der Oropoko Lodge für die Armee nicht informiert worden, weil er so viel zu tun hat. Das habe Verteidigungsminister Penda ya Ndakolo gestern vor der Nationalversammlung erklärt, meldet die Presseagentur NAMPA. Geingob hatte von dem Kauf aus den Medien erfahren und die Ausgabe von 45 Millionen Namibia Dollar kritisiert, zumal fast zeitgleich wegen knapper Finanzen Tausende Soldaten in den Zwangsurlaub geschickt wurden. Ya Ndakolo betonte, die Farm Oropoko nordwestlich von Okahandja sei seinem Ministerium im April 2016 für 103 Millionen Dollar angeboten worden, dann auf 43,76 Millionen abgeschätzt und im vergangenen März für 45 Millionen Dollar gekauft worden. Im Oktober wurde sie als Regierungseigentum registriert. Auf dem Gelände wurden 1993 eine Lodge errichtet und 2003 ein hochmoderner Schießstand eröffnet. 2013 stellte die Lodge ihren Betrieb ein." (Hitradio Namibia, 21.2.2018, www.hitradio.com.na)
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