JUjumosi2Themenstarter35 Beiträge · seit 201228. Mai 2013 · #1
Hallo Zusammen,
wir planen ein Living Village in unsere Tour einzubauen. Entweder das der Himbas oder das der Buschleute. Hat jemand schon Erfahrungen mit einem dieser Dörfer gemacht? Welche Tour ist interessant? Oder ist das schon total zu einer Show verkommen? Mir ist klar, dass das ganze nur für Touristen veranstaltet wird, aber es sollte doch zumindest den Anschein von Tradition beinhalten. Für alle Infos wäre ich dankbar.
Hallo Jamosi2, ich habe lange überlegt ob ich überhaupt antworten soll, ich versuche es mal so:
Ich war bereits in mehreren lebenden Museen (Nähe Tsumkwe, Damaraland, Omandumba). Ich bekam interessante Einblicke und mir hat es gefallen, auch das Konzept dahinter (wenn man sich dafür denn interessiert). Ob es in DEINEN Augen den Anschein von Tradition beinhaltet oder zur Show verkommen ist, wird dir niemand beantworten können. Für die Himbas empfehle ich dir das Kaokoland, dort wirst du sie antreffen in ihrem normalen Leben, aber das weißt du sicher schon.
Nichts für ungut, viel Erfolg bei deiner Reiseplanung
ich habe 2 Living Museum gesehen: Eines der Damara und eines der San. Beide waren sehenswert!
Es ist nicht mehr und nicht weniger authentisch wie ein Museumsdorf in Deutschland oder Schweden, in dem 200 Jahre alte Bauernhäuser zu besichtigen sind, in denen Menschen in historischer Tracht herumlaufen und altmodische Dinge (wie z. B. am Spinnrad arbeiten) tun.
Lohnt sich also!
Und ob San oder Damara oder Himba ist letztlich für den Touri in erster Linie eine Frage der Route: Was liegt auf deiner Route?
Beste Grüße
rhh64
Burschi4'140 Beiträge · seit 200928. Mai 2013 · #4
Hallo Jumosi, athentisch sind die Dörfer in gleicher Weise wie bei uns die Bauernhofmuseen. Lohnenswert aber auf jden Fall. Empfehlen kann ich dir aus eigener Erfahrung: 1. Historical Living Museum der San bei Grashoek (auf halbem Weg nach Tsumkwe) 2. Damara Living Museum in der Nähe von Twyfelfontein. 3. Ein Besuch in einem Himbadorf, z.B. mit einer geführten Tour beispielsweise von der Opuwo Country Lodge 4. Ein Besuch der Himba bei Ruacana (das ist wohl noch am "authentischsten") vom Hippo Pool aus. Es ist kein "Museum!" 5. Historical Museum der Mafwe im Caprivi Leider nicht zu empfehlen, das Dorf beim Camp Kwando, denn da war beim letzten Besuch niemand, der uns etwas hätte zeigen können, im Gegensatz vor 3 Jahren, da war es recht gut. Gruß: Burschi
wir waren letztes Jahr mit unserem 8-jährigen Sohn in Namibia unterwegs. Wenn man ihn heute fragt, was das beste war, dann gibt es 2 Antworten: Wüstenquell und die San bei Omandumba (die großen Tiere waren für ihn persönlich nicht so spannend...). Auch wir waren von den San beeindruckt. Wir haben einen Bush-Walk mitgemacht und dort viel über die Jagd, Früchte, Feuer machen etc. gelernt. Auch die Schmuckherstellung aus den Straußeneiern war sehr interessant. Wir hatten etwas Bedenken, dorthin zu gehen, aber wir haben es nicht bereut.
Geht auf jeden Fall in die Living Museums! Der Vergleich mit Bauernhofmuseen hinkt. Ihr trefft Menschen, die stolz sind, ihre Kultur zu zeigen und für die auch das Museum eine wichtige Einkommensquelle ist. Foto 1 (Damara) zeigt m.E. deutlich, dass nicht nur pflichtschuldigst ein "Programm abgespult" wird, sondern dass es den meisten Beteiligten auch wirklich Spass macht.
Bei den San auf Omandumba ist es ähnlich. Sobald man ein wenig mehr Interesse zeigt und auf Menschen oder Kinder zugeht und z.B. die Bilder zeigt ist man der König! (Bild 2)
Gleiches gilt für die Himbas. Auch hier kommt es zumeist auf Euch an, ob es ein Erlebnis wird. (Bild 3)
Nur Mut! Ein Besuch kann zu den absoluten Highlights Eures Urlaubs werden.
Hallo Jumosi2, wir kennen nur das Living Museum von Grashoek (San) und können insoweit unseren Vorpostern nur zustimmen - absolut sehenswert und - wie wir finden - sehr authentisch. Aber: das Living Museum von Grashoek ist ohne Führung ( z.B. durch Roys Camp) nicht zu finden, da jeder Hinweis dorthin fehlt. Außerdem: solltet Ihr Videos machen wollen, dann müsst Ihr mit einer Sondergebühr von 600 N$ rechnen. Gruß Joli
Auf der Straße nach Tsumkwe gibt es gleich nach dem Veterinärszaun ein sehr gut sichtbares Schild welches nach Grashoek zum Lebenden museum der Ju/'Hoansi-San führt. Außerdem gibt es auf der Website der Living Culture Foundation Namibia (LCFN) GPS Kooridnaten, Google Maps und normale Karten zum Finden der Museen.
Die LCFN Unterstützt momentan 5 Museen, die alle einen tatsächlich authentischen Ansatz haben. Alles was dort gezeigt wird ist, kommt aus der Zeit vor der Kolonialisierung. Das wird für einheimischen und fremdländische Gäste dann so aufbereitet dass es eben nicht als Show sondern als interaktiver Museumstag verstanden werden SOLL. Manchmal klappt das besser, manchmal schlechter. Noch ein Geheimtipp, aber sehr sehenswert: Das Lebende Museum bei Rundu.
Kann mich hier Sebastian nur anschließen und habe dementsprechend auch kürzlich im Beitrag "Tipps zum Caprivi" geantwortet, Grashoek findet man auch ohne Führung. Es gibt deutliche Hinweise. Die restlichen Kilometer sind teilweise recht Tiefsandig, also m.M ist ein 4x4 für die Strecke von Nöten, wer den nicht hat oder das nicht fahren mag ist mit einer Führung sicherlich gut bedient. Uns hat es dort so gut gefallen, das wir auf der Rückfahrt in die Dunkelheit geraten sind (was man eigentlich vermeiden sollte) und trotzdem haben wir zu unserer Lodge zurück gefunden. Anyhow, es ist lohnenswert und man unterstützt die San mit dem Eintrittsgeld. Auch sollte man etwas von dem angebotenen Kunsthandwerk abkaufen.
wir haben 2010 den Himba Tribe bei Kamanjab besucht und insgesamt fand ich den Tag dort lohnenswert und interessant. Zuvor war ich auch etwas skeptisch und konnte mir nicht ganz vorstellen wie der Tag verläuft, ob man sich wirklich vorkommt wie ein Touri, der mit 100 anderen durch dieses Dorf läuft und die Menschen dort stört, aber so war es wirklich nicht. Wir haben viel über das Dorf und die Menschen erfahren, viel gesehen und erzählt bekommen und mit den Frauen gesprochen die sich gerade die typischen Zöpfe gemacht haben. Sie schienen interessiert, waren nett und nicht genervt, also ich kann den Besuch nur empfehlen.
Hallo Sebastian, hallo Lisolu, danke für Euren Beitrag. Wir waren Ende März diesen Jahres geführt dort und ich habe, weil wir über die Möglichkeiten des Hinfahrens auf eigene Faust diskutiert hatten, inständig nach einem Hinweisschild gesucht - aber vergeblich. Direkt nach dem Veterenärposten ging es links ab über eine Viehweide ins Gebüsch, ohne dass man überhaupt eine Pad erkennen konnte. Erst dort gab es dann auch eine Pad. Wir Ihr sagt - recht tiefsandig und vermutlich nur mit 4x4 befahrbar. Das erste Hinweisschild auf das Living Museum fanden wir in Sichtweite der Hütten. Ich dachte so bei mir, dass das gar nicht so ungeschickt ist - von den Tourguids. So sichern sie sich ihr Einkommen. Dem eindrucksvollen Erlebnis allerdings hat dies keinen Abbruch getan. Gruß Joli
Burschi4'140 Beiträge · seit 200929. Mai 2013 · #13
Hallo Joli, als ich das letzte Mal dort war hat kurz hinter dem Veterinärzaun links der Pad dieses Schi ld auf Grashoek hingewiesen. Von hier geht es dann in sandiger Pad noch etwa 6 km bis Grashoek. Gruß: Burschi