wieder mal ein Beispiel dafür, wie die Chinesen eben so sind........ 😠
Langfristig gesehen wird das sicher nicht förderlich für den Tourismus in Namibia sein. Es werden wohl noch viele Chinesen ins Land kommen, bevor da mal einer "wach" wird? Dann ist es aber mit Sicherheit zu spät!
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200628. März 2013 · #2
Elchontherun schrieb:
wieder mal ein Beispiel dafür, wie die Chinesen eben so sind........ 😠
Elch
Na ja … wie man es sieht. Europa pumpt seit Jahrzehnten Entwicklungshilfegelder in den Kontinent, offensichtlich ohne erkennbaren Erfolg.
Die Chinesen legen selber Hand an und begegnen den Schwarzen auf Augenhöhe … natürlich immer mit einer gehörigen Portion Eigeninteresse. Aber sie bauen z.B. schöne Strassen wie etwa in Mozambique und Sambia, weil dies die korrupten und trägen Eliten dort nicht auf die Reihe bekommen … 😎
Gruss, Tom
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201228. März 2013 · #3
Der Afrikaner fragt nicht, ob seine Eliten durch ehrliche Arbeit, durch Diebstahl oder durch Schmiergelder reich geworden sind. Und je mehr einer zusammen geklaut hat, umso mehr wird er angehimmelt (und gewählt).
Nujoma Junior ist schon mal aufgefallen wegen der Annahme von Schmiergeldern. Aber man lernt ja, und macht das verdeckt wie die korrupten Europäer das vormachen.
So wie die Genehmigung gelaufen ist, darf man vermuten, daß die gesamte Führungsriege der regierenden Partei verdeckt beteiligt ist. Mit dem Unterschied, daß sie nicht auffallen werden, da die chinesische Regierung zu Transparenz nicht verpflichtet ist und chinesische Firmen nicht schmieren, das tun nur die bösen westlichen Unternehmen.
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200628. März 2013 · #4
... mit Verlaub Swakop… unterstellst Du der namibischen Regierung bestechlich zu sein 😉
Wie sagten die Fifa-Anwälte zum Korruptionsskandal:
"Schmiergeldzahlungen gehören in Südamerika und Afrika „zum üblichen Grundeinkommen eines Großteils der Bevölkerung“."
Von der Hand zu weisen ist das sicherlich nicht, und ich sehe den Einfluss der Chinesen mit sehr sehr großem Magengrummeln.
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff
Burschi4'140 Beiträge · seit 200929. März 2013 · #6
Wer sagt denn, dass die Afrikaner die Europäer lieber mögen als die Chinesen? Von den Chinesen bekommen sie doch, was sie wollen, ohne Nachfrage, ob da alles sauber läuft oder nicht. Dass die Chinesen das mit dem entsprechenden Eigennutz (langfristige Verträge für Lieferung von Rohstoffen) machen, ist nur in unseren europäischen Augen verwerflich. Dass Afrika dabei ausgebeutet wird ist klar. Aber was haben die Europäer jahrhundertelang vorher in Afrika gemacht? In Afrika ist willkommen, wer schnelles Geld (oder Straßen, oder Schulen oder Krankenhäuser oder ...) auf den Tisch legt und nicht lange fragt wofür das gebraucht wird (für die Taschen der schwarzen Eliten oder ...) Das heißt nicht, das ich das befürworte, aber so sind die Tatsachen halt eben mal. Gruß: Burschi
SHshanti454 Beiträge · seit 200629. März 2013 · #8
die chinesen pumpen eben kein geld rein, dass verschwindet sondern schaffen infrastruktur etc etc und bekommen davon ihren anteil an bodenschaetzen....damit ist beiden geholfen. im buch der chinese von henning mankell sher schoen und treffend beschrieben. und die chinesen brauchen schon seit jahrzehnten land fuer ihre bevoelkerung....
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201229. März 2013 · #9
Drechselschorsch schrieb:Guten Morgen zusammen,
meine Überlegungen gehen in folgende Richtung. Am 19. April 1960 wurde die Swapo gegründet, einer der Gründer war Samuel Nujoma. der Freiheitskampf der Swapo wurde, nicht uneigennützig von den Chinesen finanziert, jetzt ist eben Zahltag. Wenn ich hier irren sollte, lasse ich mich gerne belehren.
Beste Ostergrüße Georg
Perfekt getroffen! Die Chinesen bekommen dafür die Bauaufträge, die Rohstoffe und z.T. Dauerparkplätze für ihre Strafgefangenen, die Russen haben die Fischgründe bereits 1990 erhalten, von dem Übriggebliebenen, was sie nicht bereits die zwei Jahrzehnte vorher kaputtgeräubert hatten.
Drechselschorsch schrieb:... Am 19. April 1960 wurde die Swapo gegründet, einer der Gründer war Samuel Nujoma. der Freiheitskampf der Swapo wurde, nicht uneigennützig von den Chinesen finanziert, jetzt ist eben Zahltag. Wenn ich hier irren sollte, lasse ich mich gerne belehren.
Ich sehe das nur bedingt so. China investiert in vielen afrikanischen Staaten. So zB. auch in Strassenbauten in Nairobi, Kenya, einer Eisenbahnlinie nach Sambia oder vor rund zwei Jahren in Angola in die Infrastruktur zur Ölförderung. Es geht im wesentlichen immer um den Zugang zu Ressourcen eg. Öl, Kupfer, seltene Erden oder wie jetzt in Namibia um Uran.
Im Gegensatz zum jahrzehntelangen Vorgehen des Westens machen es die Chinesen cleverer: Ein Teil der Investitionen geht immer in Bildung, ein Teil in Infrastruktur. Der Rest wird in Anlagen oder deren Erneuerung für den Zugang zu den Ressourcen angelegt. In Angola erfolgte dies grob im Verhältnis von ca. 20% - 30% - 50%. Damit sichert sich China die Loyalität der jetzigen und der kommenden Eliten für viele Jahre und damit logisch den Zugang zu den Bodenschätzen. China denkt also langfristig und richtig.
Im Gegensatz dazu hat der Westen bisher immer nur Rohstoffe ausgebeutet, andere Aspekte insbesondere soziale oder Umweltaspekte waren ihnen völlig egal. Eg. die Folgen der Ölförderung in Nigeria oder die Überfischung durch Fischtrawler der EU an der Westküste.
Ob das westliche oder das chinesche Vorgehen besser ist lasse ich offen. Sicher ist, dass China als neue Hegemonialmacht und "Werkbank der Welt" den Zugang zu diesen Rohstoffen braucht, diesen konsequent ausbaut und aus den Fehlern anderer lernt. Aus Sicht westlicher Management-Methoden also alles richtig macht. Dies kann man bedauern - muss man aber nicht.
Außerdem wurde der Freiheitskampf der Swapo auch nicht wesentlich von den Chinesen unterstützt. Das war zu der Zeit noch die Domäne der Russen und ihrer Satelliten (wie z. B. Kuba und die DDR). In den 70er und 80er Jahren haben die Chinesen außerhalb Asiens noch nicht besonders viel zu melden gehabt. Im großen Stil investieren die Chinesen in Afrika ja auch erst seit rund 10 Jahren.
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Swakop19522'664 Beiträge · seit 201229. März 2013 · #12
Schade eigentlich, daß Theorien fernab von allen Realitäten und Tatsachen geäußert werden. Wer nicht an der Front war und nicht gedient hat, weiß auch nicht wo welche Waffen eingesetzt wurden, ob chinesisch, ob sowjetisch.
Wissensstand scheinen Stern und Spiegel und der ganze Schwanz an linker Lügenpropaganda zu sein, der damals von beiden vermeintlichen Newsbringern in die Welt geblasen wurde. Und zum nicht unerheblichen Teil in Wikipedia übernommen wurde. Man kann nur immer wieder erstaunt sein wie wenig kritische Hinterfragung diesen Verbreitern dreister Lügenpropaganda entgegengebracht wurde.
So kam z.B. die ganze Bestialität Mugabes und seinen Mörderbanden aus China. Ausbildungsmäßig und waffenmäßig. Diese Mörderbanden kamen noch einmal nach der Machtübernahme durch Mugabe in Zimbabwe Mitte der 80iger Jahre im Matabeleland zum Einsatz. Ich erspare dem Leser lieber mal die Einzelheiten, vor und nach der Machtübernahme, und der Terror gegen Oppositionelle bis heute erfolgt primär mit chinesischen Waffen.
Tatsache ist, daß China offensichtlich primär in die Privatschatullen der heute Regierenden investiert. Der Westen dagegen hat Unmengen Geld in ein Faß ohne Boden für Bildung und Infrastrukturprojekte investiert, die hinterher zerfielen (siehe Zambia, Ghana, Nigeria, Tanzania, Kenia, Uganda etc. etc.).
Nicht umsonst wird seit vielen Jahren deutschen Entwicklungshelfern untersagt, über das Mißlingen der Entwicklungshilfeprojekte zu berichten. Die damalige GTZ war nicht unwesentlich am Verbrennen von Geld beteiligt. Noch in den 80iger Jahren haben wir im Consultingbereich z.B. 25% für Schmiergelder bei nigerianischen Projekten einkalkulieren müssen, um diese dann vor Ort genehmigt zu bekommen. Man möge sich mal genau überlegen: 75% des 100% durch Deutschland finanzierten Projektes flossen in die Planung, 25% waren bestimmt für die dreckigen Taschen der "Genehmiger" vor Ort. Genannt "Nützliche Abgaben". Alles bezahlt aus unseren Steuergeldern.
Das Wenige das heraus kam, das sind zum Teil die heutigen "Eliten". Ein Ingenieur wollte nicht als Ingenieur arbeiten, sondern er wollte Boss spielen, da braucht man sich nicht anzustrengen, und das Geld fließt automatisch in die Taschen (siehe das heutige Südafrika mit der Führung des ANC als Geldgenerator für die Taschen der Führungskader).
Wie gut die Chinesen die heutigen Führungskader im Griff haben, kann man in Namibia erleben. Um das erkennen zu können, muß man sich aber aus seinem klimatisierten 4x4 in den Ortschaften und an Projektorten herausbequemen und mit den Menschen in ihrer Sprache reden. Dazu reicht aber normalerweise Denglisch nicht aus. Man möge sich mal darüber informieren, wie örtliche Arbeiter durch chinesische Vorarbeiter behandelt werden, physisch und finanziell. Zum Teil schlimmer als Hunde vor dem Schlachten. Und: Die Politik und die Gewerkschaften schweigen und lassen das geschehen, wohl weil andernfalls der Geldregen in die Taschen der Kaderspitzen ausbleiben würde. Wenn ein Europäischstämmiger seine schwarzen Arbeiter nur ansatzweise so behandeln würde, wäre sofort die ganze Nation in Aufstand und stände am Pranger der Regierung, gewaltbereiter Gewerkschaften, und der Regierungspostille New Era. Bei den Chinesen haben die Arbeiter ganz einfach Angst aufzumucken, und die Führungskader scheinen dahingehend zumindest für Ruhe zu sorgen.
Man möge mal darüber nachdenken bei der Kreation heißer Theorien, und wie "richtig" sich die Chinesen verhalten. Inwischen werden diese Länder mit Menschenmaterial richtiggehend überschwemmt, genehmigt von den Politikern in ihrer schier grenzenlosen Gier nach Geld. In Namibia sollen es bereits mehr als 100.000 sein. Wenn auch nur jeder 3. ein ausgebildeter Soldat wäre, dann ist das ein Machtfaktor, und die hätten überhaupt kein Problem, die Regierenden zu entmachten und gegen neue geldgierige Marionetten auszutauschen....
Wer nicht an der Front war und nicht gedient hat, weiß auch nicht wo welche Waffen eingesetzt wurden, ob chinesisch, ob sowjetisch.
Sorry, ich vergaß einfach das hier jemand wie Hajo alias Swakop, mitmischt. Da erübrigt sich jeder Beitrag.
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Swakop19522'664 Beiträge · seit 201229. März 2013 · #14
Nein Ulli, das hat nur etwas zu tun mit Wissen über die Geschichte und den Werdegang Afrikas, da braucht man nicht pikiert zu sein und persönlich zu werden. Informiere Dich mal über die Geschichte der Tanzam-Eisenbahn, über den Kampf in Rhodesien und zu welchen Jahren die Chinesen bereits physisch vor Ort waren. Das war bereits in den 1970iger Jahren. Danke.
peter 081'927 Beiträge · seit 200829. März 2013 · #15
Swakop1952 schrieb:.......Um das erkennen zu können, muß man sich aber aus seinem klimatisierten 4x4 in den Ortschaften und an Projektorten herausbequemen und mit den Menschen in ihrer Sprache reden. Dazu reicht aber normalerweise Denglisch nicht aus. Man möge sich mal darüber informieren, wie örtliche Arbeiter durch chinesische Vorarbeiter behandelt werden ....
Siehst Du Hajo,
genau das habe ich ich vor ein paar Wochen getan.
Pausenräume, Sonnenschutz, Toiletten, Schutzkleidung, modernstes Gerät und ein entspanntes Arbeitsklima zwischen Gelb und Schwarz. Die - zugegeben - willigen Einheimischen wurden nicht schikaniert sondern sorgfältig in Arbeitsabläufe eingewiesen und überwacht. Bei den Projekten, die ich mir angesehen habe, kann man den Chinesen bestimmt nichts vorwerfen.
nicht nur in Namibia und wer weiß wo noch ......... 😉
schöne Ostern Cécile 🙂
"I never knew of a morning in africa when I woke up and was not happy". Ernest Hemingway
Reisebericht:2010 "Nach 4 Anläufen als Selbstfahrer in Namibia"
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/140297-nach-4-anlaeufen-als-selbstfahrer-in-namibia.html
Reisebericht 2011 Eine neue Erfahrung....
http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/187663- eine-neue-erfahrung.html
2007 ,2008 ,2009 2mal ,2010,2011 Namibia Botswana.
2011 Shanghai, 2012 Florida Virgin islands Karibik.
2012 Namibia und KTP
2013 Das erste Mal Südafrika Kruger NP
2014 Kapstadt und Kruger NP
2015 Kruger National Park
2016 kruger National Park
2017 Kruger National Park
2 KLICKS auf die "SONNE" und man liest den Reisebericht OHNE Kommentare !!!!!
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200629. März 2013 · #17
peter 08 schrieb:[
Die - zugegeben - willigen Einheimischen wurden nicht schikaniert sondern sorgfältig in Arbeitsabläufe eingewiesen und überwacht. Bei den Projekten, die ich mir angesehen habe, kann man den Chinesen bestimmt nichts vorwerfen.
… wie schon von erwähnt… die Chinesen begegnen den Schwarzen auf Augenhöhe, das macht sie auch irgendwie sympathisch… Gruss aus Asien… nicht China : -)
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201229. März 2013 · #18
Klasse Peter, freut mich zu hören. Der Straßenbau ist ja auch hochgradig mechanisiert. Schau mal die Projekte wo mit hohem körperlichen Einsatz (hoher manpower) gearbeitet wird, wie z.B. beim Kanalisationsbau. Da gab es aber auch ganz andere Ansichten. Gruß, H.