NANabigohThemenstarter1 Beiträge · seit 201320. März 2013 · #1Ich bin erst einmal neu in diesem Forum und bitte, wenn nötig, mir das eine oder andere nachzusehen.
Neu in Fragen Camping bin ich gar nicht. Ich habe vielmehr jahrzehnte Erfahrung in verschiedensten Regionen Europas und auch im Westen der USA (4000 km mit Wohnmobil im Südwesten in 2009). Desweiteren bin ich schon ca. 30.000 km in Regionen der nördlichen Sahara (nicht mit Offroadern sonder PKW und Kleinbus) unterwegs gewesen.
Nun habe ich mir Namibia ausgesucht und damit keine Erfahrung.
Meine Fragen:
1. Wann ist die beste Reisezeit
2. Sollte man 3 Wochen buchen, damit es sich lohnt?
3. Sin geschlossene (wegen Gekräuch und Gefläuch) Bushcamper mit Allrad zweckmäßig (nicht nur
befestigte Straßen befahren)?
4. Sind für dieses Land Komplett- oder individuell geplante Reisen zweckmäßig.
5. Was gibt es sonst noch an Erfahrungen?
otji200917 Beiträge · seit 201120. März 2013 · #2Hallo Nabigoh,
erst einmal herzlich willkommen hier im Forum und Glückwunsch zur Entscheidung, nach Namibia reisen zu wollen - das ist immer eine gute Wahl, wie ich finde 😉.
Zu deinen Fragen:
1. Eine "beste" Reisezeit gibt es, wie für viele andere Ziele auch, für Namibia eigentlich nicht pauschal, sondern hängt vor allem von der Art des Urlaubs und den Erwartungen an denselben ab. Möchtet ihr in den Nationalparks viele Tiere sehen, dann empfiehlt sich der europäische Sommer. Außerdem kann man (bis auf den äußersten Süden) mit durchgehend stahlblauem Himmel rechnen. Allerdings sind die Nächte an der Küste und im zentralen Hochland bisweilen extrem kalt, in den übrigen Landesteilen ebenfalls äußerst "frisch" - das kommt natürlich darauf an, was man beim Campen möchte. Der europäische Winter hat natürlich seinen Reiz (besonders Februar/März/April), weil die namibische Landschaft dann (zumeist) ganz anders erscheint, als im Winter, der Caprivi ist üppig grün und auch die Buschsavanne erhält ein mehr oder weniger grünes Kleid. Die Sonne scheint länger (und geht nicht wie im Winter zwischen 17 und 17.30 Uhr unter), dadurch hat man mehr Zeit für Fahrten bzw. Unternehmungen. Allerdings kann es besonders im Norden sehr schwülheiß werden.
2. Das hängt davon ab, ob man in einer Reise ganz Namibia erkunden möchte oder sich beispielsweise auf eine "klassische" Route oder den Nord- oder Südteil oder eine Region beschränken möchte. Für ganz Namibia halte ich 3 Wochen für das absolute Minimum - wenn man individuell auf Erkundungstour gehen möchte. Die großen Veranstalter bieten ja auch Pauschalangebote für 2 Wochen an.
3. Auch Camper mit Dachzelten oder extra beschaffte Camping-Ausrüstung in einem SUV sind kein Problem. Die Wahl des Autos hängt natürlich (neben der "Masse" der Ausrüstung) auch von den Wegen ab, die befahren werden sollen. Die Toyota Hilux Single/Double Cabs sind auf Grund ihrer Bodenfreiheit und robusten Unterbodens immer eine gute Wahl und verzeihen auch auf schlechten Schotterstraßen viel. Aber ich bin auch schon mit einem Daihatsu Terios auf den Schotterstraßen unterwegs gewesen oder mit einem kleinen Japaner, wenn man Asphalt fährt. Allrad braucht man in der Regel nicht, es sei denn, ihr wollt in der Regenzeit einige bestimmte Straßen fahren, an der Skelettküste direkt ans Wasser etc.
4. Was wollt ihr denn lieber machen 😉? Namibia ist ideal, um es selbst zu erkunden! Ein besseres Land auf dem Kontinent ist, glaube ich (ohne es zu wissen), kaum zu finden für diese Art des Reisens. Pauschalangebote gibt es in den Katalogen reichlich, aber meiner Meinung nach immer etwas für Organisationsmuffel, dem es zu anstrengend ist, in Natur und Kultur des Landes tatsächlich einzutauchen. Aber das ist nur meine persönliche Sicht der Dinge.
5. Namibia ist traumhaft - besonders zum Campen. Wenn man ganz ohne Zelt in den Sternenhimmel gucken kann, vergisst man alles andere ganz schnell 🙂.
Achso: Immer schön ein oder besser zwei Ersatzräder mitnehmen, immer schön tanken, keine Wertsachen im Auto lassen und ansonsten genießen!
In der Hoffnung, ein bisschen geholfen zu haben, wünsche ich einen schönen Abend!
Beste Grüße
Markus
Travelboy705 Beiträge · seit 201020. März 2013 · #3Hallo Nabigoh,
eigentlich hat Markus schon alles gesagt.
Aber vergesst eure Reisen durch USA und sonst wo, Namibia ist ANDERS - von den Straßen, den Entfernungen und den Menschen - ihr werdet es lieben 😉
Für eine gute Rundumsicht zum Tiere beobachten und um auch mal die festen Pads zu verlassen ist ein Fahrzeug mit hoher Sitzposition, ein SUV oder 4x4 das ideale Fahrzeug.
Der Standard für Camper ist in Namibia ein 4x4 mit Dachzelt, wobei ich mich auch immer lieber für ein festes Fahrzeug entscheide. Leider gibt es mein Lieblingsfahrzeug, den Discover X nur noch als Uraltversion und der Nachfolger, der Buschcamper ist nicht ganz billig.
Campingplätze findest du überall, zu Preisen um die 10-15€/Nacht und in den Nationalparks kosten die dann 20€ + 10-15 € pro Person.
Die Campingplätze sind auch sehr unterschiedlich, da findest Du Plätze für 10 €, wo jeder Stellplatz sein eigenes Waschhaus mit Dusche und WC hat und Plätze zu 20€ die nur ein einfaches Freiluftklo haben.
So und nun mal an das Planen der Reiseroute
Viel Spaß
Volker
Seit 1996 bereisen wir die Welt mit dem Motorhome, zuerst USA - Canada - Australien - Neuseland und jetzt Afrika.