michaelThemenstarter281 Beiträge · seit 200608. März 2013 · #1Liebe Fomis,
während der ITB haben wir auf höchster Ebene mit Air Namibia konferiert.
Wir haben den berechtigten Eindruck, dass es einen "Ruck" in der gesamten Organisation gibt. Selbst die Mitglieder des Vorstands verfügen nun minutenaktuell über eine Übersicht über alle Air Namibia Flüge. Hier sind geplante An- und Abflugzeiten, tatsächliche An - und Abflugzeiten, Begründung für Verspätungen mit technischen Details angegeben. ALLE Verantwortlichen sind rund um die Uhr durch die Observation der gesamten flight operations im Bilde und können/werden sofort nachhaken. Die wesentlichen Verantwortlichen sind jederzeit, auch nachts, auf privaten Handy für uns erreichbar und können eingreifen.
Bis zum 26.Juni gibt es die vier bekannten wöchentlichen Flüge WDH-FRA-WDH. In dieser Periode fliegt jeweils einer der geleasten 340 Airbusse. Einer ist zur Zeit noch in der Wartung, und wenn er zurückkommt, geht die andere Maschine zum Service.
Ab 26. Juni erhöht sich die Frequenz auf 7 Verbindungen WDH - FRA - WDH mit beiden gründlich gewarteten Maschinen. Deren Leasing - Verträge sind verlängert bis zur Nutzung der neuen Airbusse der 330 Serie im Oktober und November. Diese kommen zeitversetzt nacheinander zum Einsatz, aber die Flugkette mit 7 Flügen pro Woche bleibt ununterbrochen.
Ab 1.12. erfolgt eine saisonal bedingte Reduktion auf 6 Flüge.
Die Regierung hat sich für die weitere Unterstützung der Air Namibia als National Carrier ausgesprochen und unterstützt deren Geschäft alleine in den nächsten 2 Jahren mit fast 2 Milliarden Namibia Dollar. Das tut man, weil man eingesehen hat, dass man Air Namibia innerhalb einer gesamten wirtschaftlichen Wertschöpfungekette betrachten muß (Touristen bringen Geld ins Land, schaffen durch Nutzung von Infrastruktur wie Lodges, Restaurants, Camps und Fahrzeuge Arbeitsplätze usw., das alles spült Geld in die Steuerkasse.
Die gesamte Flotte der Air Namibia ist am Ende des Jahres so neu wie nie in der Geschichte der Airline.
Buchungen steht also jetzt nichts mehr im Wege, Air Namibia bleibt aufgrund der nonstop - Verbindung alternativlos, will man schnell und unkompliziert das Land erreichen.
Michael Iwanowski
www.afrika.de
www.iwanowski.de
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201208. März 2013 · #2Danke Michael, hast Du nett gesagt.
Mir allein fehlt der Glaube, zumal die Inkompetenzler von der Spitze bis zum Schwanz nach wie vor immer noch in der Reihe stehen.
Und da hilft eine dicke Geldspritze wenig, außer, vielleicht, daß die offenen Sprit- und Wartungsrechnungen bezahlt werden.
Und, ich werde erst daran glauben, wenn sie die Spitze dieser Fluggesellschaft ausgewechselt haben, und die Grundschullehrerin gegen eine kompetente Person, wie der vorige CEO Riedel es war, austauschen. Aber während des Gesundbetens ist schon so mancher gestorben. Auf die nächsten Milliarden!
Dennoch, good luck!
H.
michaelThemenstarter281 Beiträge · seit 200608. März 2013 · #3Swakop,
die besagte Grundschullehrerin war nicht dabei.
Es wäre gut, wenn man in der Diskussion um AN auch sachlich bleibt.
Wir in Deutschland bekleckern uns mit unseren Führungeseliten auch nicht gerade mit Ruhm, siehe - um beim Thema Luftfahrt zu bleiben - Airport Berlin Brandenburg.
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201208. März 2013 · #4Michael,
wenn die besagte Grundschullehrerin nicht dabei war, dann setzt sie sich sowieso über alles hinweg was mit Euch verabredet worden ist. Wie gehabt. Dann ist eh alles Makulatur. Sorry, das so deutlich sagen zu müssen. Ich kenne die Mentalität.
Eine Regel gilt überall auf der Welt:
Wer ein Unternehmen so gegen die Wand fährt, der fliegt. Nicht mit dem Flieger, sondern aus seinem Job. Und das hat absolut nichts mit Unsachlichkeit zu tun.
Der Flughafen Berlin-Brandenburg ist ein ganz anderer Fall. Die Berliner sagen, der mußte eben zurückstehen für die wiederkehrenden Vorbereitungen für den Christophers Street Day. 😄
Aber dennoch wünsche ich Euch viel Erfolg und weiterhin breite Schultern und ein hohes Maß an Schmerzfreiheit.
Beste Grüße
Hajo
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200608. März 2013 · #5Hallo zusammen,
als Update zu Michaels Update:
AN hat heute den zweiten, frabrikneuen A319 aus Hamburg in Empfang genommen. Dieser wird ab Montag auf den Regionalstrecken eingesetzt werden. Nach Auslieferung der beiden A330 Ende des Jahres ist dann die Flottenumstellung und -moderniesierung auf Airbus/Embraer abgeschlossen.
Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
GUGuido.Gast08. März 2013 · #6Hallo,
die Probleme bei Air Namibia in der letzten Zeit wie unbezahlte Rechnungen, seit 8 Jahren bekannter Wartungsbedarf der dann zu plötzlichen massiven Flugreduzierungen führt, miserable Kommunikation etc. waren alles hausgemachte Probleme. Air Namibia war da nicht Opfer externer Ursachen. Das das Management, welches in der Vergangenheit nachweisbar wenig auf die Reihe bekommen hat, nun mit einem Mal alles spitzenmäßig im Griff haben soll, ist wenig plausibel.
Das Touristen Geld ins Land bringen ist richtig. Das man dazu eine eigene, extrem defizitäre, interkontinentale Airline braucht, ist falsch (siehe auch Botswana, Tansania, ...). Die Begründung für die massive Subventionierung von Air Namibia wurde in den aktuellen Haushaltsverhandlungen ganz offen genannt. Es ist für viele SWAPO-Politiker "A National Pride" - eine rein ideologische Geschichte. Alle anderen Begründungen sind rational nicht nachvollziehbar und somit vorgeschoben.
Positiv bleibt zu verbuchen, dass AN durch die Verlängerung der aktuellen A340-Leasingverträge Sicherheit für den Zeitraum von Juli bis November geschaffen hat. Mit Blick auf die Vergangenheit musste man da bisher auch mit schlimmen Provisorien rechnen. Und AN hat bald eine komplett neue Flotte hat, welche für qualitativ deutlich höherwertige Flüge und geringere Kerosinkosten sorgen sollte. Leider wird man die im Kurz- und Mittelstreckenbereich massiv ausgebauten Kapazitäten auf absehbare Zeit wohl nicht auslasten können und somit weiter Verluste anhäufen.
Air Namibia hat in den letzten Monaten mehrfach gesagt, dass sie noch andere Langstreckenziele bedienen wollen. Gibt es dazu schon Erkenntnisse? Wenn es bei 2 Langstreckenmaschinen bleibt, dann würde das bedeuten, dass auf der Frankfurtstrecke einige Flüge zukünftig als Tagflug stattfinden?
Beste Grüße
Guido
michaelThemenstarter281 Beiträge · seit 200608. März 2013 · #7Nein, Guido, letzteres bedeutet: Abends Abflug in Fra, Ankunft morgens in Wdh, Abflug Abends in Windhoek, Ankunft morgens in Fra - wie "früher". Das ist Fakt.
Weitere Langstrecken sind nicht in Planung, es gibt nichts wirklich Machbares. Namibia liegt nun mal abseits, ist nicht Atlanta oder Frankfurt. Alles andere ist spekulativ, und alles ist komplizierter als das Schreiben von Gedanken und Mutmassungen im Forum.
Bitte habe Verständnis, dass ich mich an weiteren Spekulationen über AN nicht beteiligen werde. Verbessungsvorschläge daher bitte direkt an AN und bei genügend Sachkenntnis steht einer Bewerbung nichts im Wege 😉
GUGuido.Gast08. März 2013 · #8Hallo Michael,
michael schrieb:Weitere Langstrecken sind nicht in Planung, es gibt nichts wirklich Machbares.
Es gab zuletzt mehrfach Äußerungen in den Medien, das AN weitere Langstrecken aufnehmen will. Spekuliert wurde insbesondere über Dubai. Wenn das käme, wäre Hin- und Rückflug auf der FRA-WDH-Strecke bei nur 2 Langstreckenflugzeugen eben nicht mehr machbar. Deshalb fragte ich. Vielleicht hat AN davon mittlerweile ja wieder Abstand genommen. Wenn die Chinesen in 1-2 Jahren u.a. im Kaokoveld groß in die Förderung von Bodenschätzen einsteigen, könnte vielleicht auch eine China-Verbindung sinnvoll sein?
Mehdorn ist nun leider wieder vom Markt...
Beste Grüße
Guido
GUGuido.Gast11. März 2013 · #9Hallo Michael,
michael schrieb:während der ITB haben wir auf höchster Ebene mit Air Namibia konferiert.
Wir haben den berechtigten Eindruck, dass es einen "Ruck" in der gesamten Organisation gibt.
Offenbar hat man Euch auf der ITB seitens Air Namibia viele Versprechungen gemacht. Und die Kommunikation soll nun viel besser werden. Die Vorstände sind immer für Euch da. Während auf der ITB die Vorzüge von Air Namibia angepriesen wurden, stand man in Namibia zur selben Zeit schon wieder unmittelbar vor dem Grounding sämtlicher Maschinen. Das war den Leuten auf "höchster Ebene" bei Air Namibia, mit denen Ihr bei der ITB gesprochen habt, sicher bekannt. Es wäre interessant zu erfahren, ob man Euch das auch kommuniziert hat? Oder hat man das verheimlicht?
http://www.az.com.na/wirtschaft/flugstillstand-abgewendet.163904.phpBeste Grüße
Guido
FOfototour132 Beiträge · seit 200711. März 2013 · #10was soll denn den vermeintlichen Ruck ausgelöst haben, der plötzlich durch einen Teil des Managements gegangen sein soll?
Gaben die vergangenen Jahre nicht genug Anlass, über die Handlungs- und Auftrittsweise der AN nachzudenken und die Weichen anders zu stellen?
Man war uneinsichtig und unfähig und es kann wohl aufgrund der Erfahrungen davon ausgegangen werden, daß diese jetzt auf der ITB losgetretene Iniatiative (vor die man dann sicher gerne auch Mittler spannt) wieder nur Augenwischerei ist.
Jetzt auf ein paar nette Worte und einige unsichere Zusagen vertrauen und dann doch real erleben zu müssen, daß wieder nichts klappt, daß erneut Zusagen nicht eingehalten werden ?
Das, was das in Berlin anzutreffende Management von sich gibt, ist so lange wenig wert, wie Frau Lehrerin weiter ungebremst agieren kann.
Ich buche für meinen bevorstehenden Urlaub SAA und kann mit grosser Sicherheit davon ausgehen, auch am Ziel anzukommen - ohne Fragezeichen, Verspätungen durch geplante Flugausfälle oder plötzliche Maschinenstilllegungen.
AN muss erst mal beweisen (!), daß sie wieder in der Lage sind, einen geregelten und zuverlässigen Flugbetrieb anzubieten - und dazu braucht es mehr als nachts eingeschaltete Handys.
GUGuido.Gast11. März 2013 · #11Hallo,
fototour schrieb:Das, was das in Berlin anzutreffende Management von sich gibt, ist so lange wenig wert, wie die Grundschullehrerin weiter ungebremst agieren kann.
Der Fairness halber: Theo Namases war nicht an einer Grundschule sondern an der Jan Jonker Secondary/High School tätig. Und sie hat wohl auch einen Abschluss als Betriebswirtin.
Nichtsdestotrotz: Die Frau steht jetzt seit 3 Jahren an der Spitze von Air Namibia. Zunächst war sie Interims-Geschäftsführerin und seit 2012 ist sie offiziell Geschäftsführerin. Und nach 3 Jahren darf man wohl schon mal fragen, was sie in der Zeit eigentlich gemacht und erreicht hat. Air Namibia ist unzuverlässiger als jemals zuvor. Die Kommunikation ist eine Katastrophe und AN braucht höhere Subventionen als jemals zuvor. Von außen betrachtet scheint es unter ihrer Führung nicht besser sondern schlechter geworden zu sein.
Sicherlich hat AN in Kürze die qualitativ beste und effizienteste Flotte seiner Geschichte. Aber wenn man das Geld dafür nicht selbst erwirtschaftet hat, sondern vom Steuerzahler geschenkt bekommt, kann man das auch nicht als Managementleistung anrechnen.
Beste Grüße
Guido
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200611. März 2013 · #12fototour schrieb:
AN muss erst mal beweisen (!), daß sie wieder in der Lage sind, einen geregelten und zuverlässigen Flugbetrieb anzubieten - und dazu braucht es mehr als nachts eingeschaltete Handys.
…. auf der Langstrecke, mit 2 Flugzeugen ohne Einbindung in eine grosse Allianz ist dies –auch mit dem besten Management- schlicht unmöglich. Punkt : -)
... und mit dem Air Namibia Management eine Frechheit den "Kunden" gegenüber...
Gruss Tom
klaus63630 Beiträge · seit 200811. März 2013 · #13Hallo,
wer nach dem ermutigenden Veröffentlichungen der Air Namibia geglaubt hat, dass die Kommunikation sich nun verbessern würde, sieht sich heute getäuscht. Von Air Namibia kommt kein Kommentar zum abgewendeten Entzug der Flughafennutzungserlaubnis gegenüber der AZ und man heuchelt Unkenntnis gegenüber dem
NamibianWhen The Namibian tried to ascertain the impact such a directive would have on the national airline, Air Namibia’s head of communications, Paulus Nakawa, merely responded: “This is news to me.”
Alles geht gerade so weiter!
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201211. März 2013 · #14Hallo Klaus,
glaubst Du, es läuft in NAM anders als in Deutschland, wenn ein Unternehmen am absaufen ist, oder an der Insolvenz entlangschlittert?
Ich habe es oft genug erlebt, daß angefangen vom kaufmännischen Leiter über Marketing bis hin zum Geschäftsführer sich alle verleugnen lassen, es gäbe keine Probleme etc. etc. , und alle logen, daß sich die Balken bogen.
Am meisten tun mir dann die Personen leid, die das alles an der Telefonzentrale abpuffern müssen.
Ich habe mich auch entschieden, für NAM nach vielen Jahren mal wieder die SAA auszuprobieren. Die hatte aber auch einige schlechte Jahre mit einem saumäßigen Service, wenn ich da an die Jahre 92/94 zurückdenke, wo ich die schlimmsten Peinlichkeiten erlebte als ich mit Kunden nach SA flog und ich mich fragen lassen mußte, welch eine Banana-Airline ich denen angetan hätte: schlimmster Service am Übersee-Segment mit ungeschulten und bewegungsträgen Affirmatives, Service am Inlandssegment perfekt mit erfahrenem Personal. Brachte mir die Frage ein, ob wir nun bei einer anderen Airline an Bord wären. Nein, beides war SAA.
Also ist auch dort nicht alles Gold was glänzt.
Geben wir der AN ihre Chance. Die ganzen Versprechungen mit dem gleichen Management an der Spitze betrachte ich persönlich als Ammenmärchen. Ohne Tabularasa und Rausschmiß des inkompetenten Personalsegments, angefangen bei der Grundschullehrerin, wird sich nichts ändern. In spätestens zwei Jahren ist m.E. der NAM-Steuerzahler wiederum in der Pflicht.
H.