peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #1
Start - 24. Februar 2013
Zum Glück hatten wir bereits vorher den Braten gerochen - die Sicherheitszone des Airport Frankfurt hat den Charme einer Leichenhalle, keine Verpflegung, selbst für den üblichen Toilettengang mußte man sich vorher abmelden und der schwarzen Lady am Schalter die Boardingcard als Sicherheit hinterlegen 😠
Wie schön war es da in München, konnte man sich bei Brezen und Leberkäse telefonisch bei seinen Lieben verabschieden und mit einem Bierchen die nötige Bettschwere für den Flug verschaffen.
Nun, der AN-Flug war pünktlich, der Flieger einen Tick komfortabler als bei AirBerlin, Essen und insbesondere Getränke wesentlich reichhaltiger. Besonders angenehm war, dass man um Mitternacht die Bildschirme hochfuhr und das Bordlicht auf ein Minimum reduzierte, das erleichtert den Schlaf auf der 4er-Sitzgruppe ... trotz Flugplanreduzierung war die Maschine nur halb gebucht.
Ankunft pünktlich am Morgen in Windhoek, der Camper Van 4x4 steht bei African Tracks schon bereit. Es kann losgehen.
Country Lodge Okahandja CP
An und für sich ein schönes Plätzchen. Leider haben die allgegenwärtigen Chinesen eine Großbaustelle im Ort und benötigen deshalb Bausand und Kies aus dem Flussbett, das bedeutet, bis 20.00 Uhr lautstarke Baumaschinen neben dem CP. Der Besitzer, ein Südwester der mit Reetdächern sein Geld verdiente, ist permapräsent. Seine Frau aus Berlin möchte endlich mal wieder in die Heimat, "....aber Deutschland, wissen Sie..." ja, ja, wir wissen 🙁
Im frisch gewässerten Gras schlüpfen Massen von kleinen Faltern. Tokos und Glanzstare fressen ohne Unterbrechung. Die Falter flüchten in ihrer Not in das nächste Versteck, insbesondere auch ins Innere unseres Campers. Mangels Moskitovorhängen finden wir sie in den nächsten Tagen in jeder Ritze.
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #2
Nach Rundu
Leicht genervt und mückenzerstochen verlassen wir Okahandja. Hätten wir nur Hanne`s Tipp befolgt und in Omatuzu übernachtet.
Der SPAR in Otjiwarongo ist die Wucht, ein riesiges Angebot, sogar ein Cafe und Restaurant.
Vor Hobas spinnt unser Navi das erste und einzige Mal. Kurz vor dem Meteoriten zeigt es noch über 1.200 km Entfernung zum Ziel an 🤨
Roy`s Restcamp
Sofort wird ein schattiger Stellplatz gesucht und dann ab in den Pool. Eben doch nicht so einfach für uns verweichlichte Mitteleuropäer von -7 auf + 37°C.
Bei glühender Nachmittagshitze fährt eine zierliche Frau mit Fahrrad und Gepäck ins Camp. Völlig entkräftet starrt sie eine Stunde vor sich auf den Boden. Als sie beim Zeltaufbau heulend zusammenbricht, kommt ihr ein Bediensteter zur Hilfe.
Samsitu Riverside Camp
In Rundu sind wir zum ersten Mal am Okavango mit seinen fruchtbaren Ebenen, ein faszinierender Anblick.
Etwas westlich liegt das Samsitu Camp. Schöne Plätze mit Strom und Wasser direkt am Ufer.
Am Abend platscht etwas ins Wasser. Ein Einheimischer ist - nach längeren Aufenthalt in der Bar - in den Fluss gesprungen und schwimmt die paar km bis Rundu. Nach eigenen Angaben hat er das schon öfters überlebt 🙂
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #3
Im Caprivi
Weil ich weiß, dass einige FoMi`s demnächst dort hin wollen, eins vorab - es ist eine extrem langweilige und einschläfernde Fahrerei. Bei Temperaturen um die 40° haben wir uns alle 50 km abgewechselt und an jedem zweiten Rastplatz angehalten. Die Landschaft ist eintönig, die Strasse schnurgerade, man hofft nur ständig, es queren endlich ein paar Dickhäuter...
Ngepi
Das Camp empfing uns zunächst mit unbeschreiblicher Dummheit. Souverän buchte uns die Dame am PC auf Nr. 1. Nr. 1 war aber schon belegt. Mit gleicher Übersicht wurde die Buchung dann auf Nr. 3 geändert. Da stand dann aber ein Overlander, der sich - alles Grünzeug nieder mähend - auf die Einzelplätze 3 + 4 durchgekämpft hatte. (Obwohl es extra Overlander-Plätze am Camp gibt)
Bei 40° wurde mir das Spielchen dann zuviel, vorbei an der Dame am PC erklärte ich der Chefin, dass wir nun 2 Tage auf Nr. 5 stehen werden und meldete uns zum Dinner an.
Dennoch, der Platz war dann ein Traum. Ein Hippo, ständig direkt vor uns im Fluss, Elefanten, Affen, Kudus, Büffel etc. am gegenüberliegenden Ufer, wie im Kino.
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #4
Am Okavango
Uber das "Dinner" schreibe ich nichts 🙄
Es war eine herrliche Nacht in Ngepi. Zunächst begannen Tausende von Fröschen mit ihrem Klicken, dann setzen die Grillen ihr Zirpen dagegen. Dazwischen das Brüllen der Affen. Dann der Höhepunkt, das Grunzen der Hippos. Der Bulle vor unserem Camp versuchte wiederholt an Land zu kommen. Bei manchem Grunzen hatte man das Gefühl, er steht schon neben dir.
Am nächsten Tag ging es auf den Fluss, besonders freute mich der Malachit Eisvogel
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #5
Popa Falls
Camp Kwando
Über den Caprivi Highway ging es über den Kwando bis Kongola, eigentlich nur eine Tankstelle und ein Laden.
Die C 49 wird massiv ausgebaut.
Das Camp liegt in einem großen Park mit seltenen Bäumen und vielen Vögeln. Die Plätze liegen am Rand, in Parkmitte ein kleiner Pool. Nette Lapa.
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #6
Katima Mulilo
Die Ankunft ist wie eine Erlösung, der öde Caprivi-Highway hat ein Ende. Katima Mulilo ein Zeitensprung, moderne Infrastruktur, Einkaufszentren, zahllose Schulen, sogar ein Campus der Universität, endlich sind die Wasser des Sambesi erreicht.
Namwi Island Camp bei Katima Mulilo
Ein komfortabler CP, Wege gepflastert, Strom, Wasser und schöne Rasenflächen mit toller Aussicht am Ufer über dem Sambesi. Am gegenüberliegenden Ufer plumpsen Hippos ins Wasser. Durch das Unterholz stochern Holzboote, Fischer oder Schmuggler.....
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #7
es geht wieder zurück Richtung Etosha
Riverdance Lodge
Im Gegensatz zu den vielen "liebevollen" Camps, sehr professionell errichtet. Jeder Platz mit eigenem Sanitärhäuschen. Hoch über dem Ufer des Okavangos hat man einen weiten Blick nach Angola. Gegenüber sind ständig angolanische Kinder zu beobachten, die ihren Durst am Fluss löschen.
Stolz zeigt uns Tino, der Besitzer, sein schönstes Chalet
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #8
Rundu
Bisher hatten wir an den Ufern des Okavango, Kwando und Sambesi ständig eine frische Brise. Leider ist der Wind eingeschlafen, das Thermometer klettert bereits kurz nach 9.00 Uhr auf 35°C, dann wurde es langsam wärmer 🤨
In Rundu schwitzen wir wie die Affen, während der örtliche Pizzabäcker in seine fränkische Heimat geflüchtet ist und dort zum munteren FoMi-Treffen einläd. Im gut sortierten SPAR-Markt prüfe ich an der Gebäcktheke den Ernstfall für deutsche Gastarbeiter, "... haben Sie Schweinsohren?" (war aber nicht zweideutig gemeint)
Promt die Antwort der freundlichen Bedienung "...möchten sie die mit Schokolade oder die mit Zuckerglasur" 🙂 Lauter freundliche Menschen in der Stadt, hats der Joerg schön.
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #9
Etosha
Freundlich empfängt uns die Onguma Lodge, wir bekommen Camp "Impala". Wie schön können 32° C sein 🙂
Zum Dinner besucht uns gleich zu Anfang dieser Prachtkerl
Am nächsten Morgen steht ein anderer "Prachtkerl" vor der Lodge
Die Wasserlöcher im Park sind gut besucht, es hat seit Juli `12 nicht mehr geregnet.
Am Abend spazieren wir zum Wasserloch in Halali. In den letzten 4 Jahren haben wir dort schon Stunden gesessen für 2 Springböcke und 5 Webervögel. Dieses Jahr sollte alles anders werden....
In 2 h kamen u.a. 7 Nashörner und zum Staunen der Menge ein Gepard 🙂 🙂 🙂
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200803. März 2013 · #10
Halali - Okaukuejo
Wir verlassen Halali, als uns sofort ein Südafrikaner anhält "..bei Rietfontein haben eben Löwen einen Kudu gerissen" Nach dem Gehörn tippe ich aber eher auf einen Impala.
Am Tatort ist die Futterfolge schön abzulesen: Löwe, Hyäne, Schakal, Geier
In Aus und Olifantsbad jeweils um die 20 Dickhäuter
In Okaukuejo wird entspannt. Am Abend ziehen Unmengen von Zebras am Camp vorbei, eine Empfehlung Platz 37, direkt am Zaun. Das aufgeregte Schnauben und Wiehern der Zebrahengste um ihren Harem ist noch die halbe Nacht zu hören. Bis ein Löwe brüllt......
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200804. März 2013 · #11
Hallo, peter 08!
Vielen Dank für deinen Bericht und die schönen und vielseitigen Bilder!
PS: Au Backe, das war mein Tipp, mit der Campsite auf dem Gelände der Okahandja Country Lodge 🤢 – bei uns war alles ruhig – allerdings war uns das aufgewühlte Flussbett beim Rausfahren schon aufgefallen...(bei der Ankunft wars schon dunkel, es war Fr. und am Sa dürfen die kleinen Chinesen wohl nicht Bulldozer fahren... ) - ja, und tatsächlich, der „permapräsente“ ältere Herr war zwar am Abend nicht anwesend, jedoch stand er bei Sonnenaufgang mit seinem Fahrzeug in Sichtweite und wartete offensichtlich, dass wir aufwachen... - allerdings kam er dann nur zur Kontrolle und fiel uns nicht weiter auf... - wir waren auch ziemlich mit unserer Abfahrt beschäftigt. Das kann ja offensichtlich alles auch ganz anders ausfallen...
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt
Hanne6'152 Beiträge · seit 200604. März 2013 · #12
hallo Peter,
na auf Deiner Tour im Norden waren es ja angenehme 40 Grad und überwiegend am Wasser, das kann man doch gut ab . Die Riverdance Lodge steht schon auf meiner Liste - sieht super aus. Schöne Grüsse Hanne
8 x Südafrika,1x Zimbabwe, 22x Namibia, 4x Botswana, 1x Lesotho, 1 x Swasiland
Hallo Peter, was für schööööne Bilder, toll 😘 Danke für die tollen Impressionen, die ich gestern so kurz vorm zu Bett gehen, verschlungen habe. Das war ja direkt was zum Träumen 😊 Den letzten Eintrag hab ich gerade zur Pause verschlungen 😄 Ich freu mich jetzt schon auf den Rest. Lieben Dank dafür.
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200804. März 2013 · #14
So, so lilytrotter,
ihr habt also die Baustelle bemerkt, ebenso den omnipräsenten Besitzer und trotzdem.....der Tipp 🙁
Dann will ich Dir die Geschichte mal zu Ende erzählen. Bei Einbruch der Dunkelheit hat uns der Besitzer unseren persönlichen Guide zur Seite gestellt, schwer bewaffnet und hoch motiviert
Der Typ hat dann in 30minütigen Intervallen mit seiner neuen LED Taschenlampe das Wageninnere und unsere Augenreflexe bei Halbschlaf kontrolliert. Irgendwann zwischen 2.00 und 3.00 Uhr - das Sternbild des Schützens leuchtete gerade hell über uns - bin ich dann raus und habe ihn mit einer Tüte Chips und einem Tafel Lager versorgt. Danach war schlagartig Ruhe und wir hatten nur noch mit den Mücken zu kämpfen 😠
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200804. März 2013 · #15
Hallo Hanne,
ein Gutes hatte die Hitze, ich habe 3 kg abgenommen, trotz Orxy, Kudu, WHK-Lager und Sauvignon Blanc 🙂
Hallo Claudia,
ich trage noch schwer an den Hinterhältigkeiten des Forums. Wenn ich wieder auf die Beine komme, gehts weiter
peter 08 schrieb: bin ich dann raus und habe ihn mit einer Tüte Chips und einem Tafel Lager versorgt. Danach war schlagartig Ruhe und wir hatten nur noch mit den Mücken zu kämpfen 😠
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200804. März 2013 · #17
Von Okaukuejo in den Westteil der Etosha
Am Morgen ging es in Okaukuejo erst einmal an das Wasserloch. Zwei Elefantenbullen hatten sich breit gemacht, viele Gnus, unzählige Zebras, Schakale griffen sich im Minutentakt durstige Tauben
Im Westteil verändert die Etosha zunehmend ihr Gesicht, wird zur grauen Mondlandschaft. An den Wasserlöchern wieder Unmengen von Tieren auf der Suche nach dem kostbaren Nass
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200804. März 2013 · #18
Dolomite Camp Etosha
Ein wenig mulmig war uns unterwegs schon. 180 km völlig allein mit wilden Tieren, 6 h ohne Handyempfang.
Im Camp wurden wir bereits am Parkplatz empfangen. Für das Auto gibt es schattige Plätze, in das Camp geht es mit einer Art Golf-Caddy. Chalet 13, ein Traum mit Blick zum Wasserloch 🙂
peter 08Themenstarter1'927 Beiträge · seit 200804. März 2013 · #19
Der Morgen im Dolomite
lilytrotter4'129 Beiträge · seit 200805. März 2013 · #20
peter 08 schrieb:
ich trage noch schwer an den Hinterhältigkeiten des Forums. Wenn ich wieder auf die Beine komme, gehts weiter
Ohh, - Asche auf mein Haupt... 😊 das war ja für euch der volle Griff ins Klo... 🤢 der Aufenthalt auf der Okahandja Lodge Campsite
Gruß lilytrotter
Gruß lilytrotter
Always look on the bright side of life... :-)
Walvisbay boomt