Silvi aus H.Themenstarter52 Beiträge · seit 201120. Jan. 2013 · #1Was für Luxusprobleme, gerade sitze ich über der Planung für Namibia im Oktober - da hat mein Freund als Überraschung mal eben einen günstigen Flug nach Johannesburg im Mai gebucht.
Wir werden also 15 Nächte mit normalem Mietwagen vor Ort sein, yippieh...
War noch nie im Norden unterwegs, bisher nur am Kap.
Die ersten 4 Tage haben wir uns frei gelassen, um die Region um den Blyde River zu erkundigen
Dann schon folgendes bei Sanpark gebucht:
1 Nacht Orpen
2 Nächte Satara (wegen Löwen)
2 Nächte Letaba
1 Nacht Mopani
2 Nächte Shingwedezi
1 Nacht Punda Maria
Dann hätten wir noch 2 Nächte um von Punda Maria zurück nach Johannesburg zu kommen. Der Flug geht erst am Abend.
Hat jemand eine Idee, wo man da noch gut Station machen kann?
Noch ein paar Fragen hätte ich zum Krüger:
Mai wird es ja früh dunkel und die meisten Küchen sind im Freien. Wie kalt kann es denn dann werden? Leichte Jacke oder Daunen?
Da wir keine Lust haben jeden Abend im Dunkeln zu kochen, möchten wir die Restaurants in den Camps besuchen und nur Frühstück selbst machen oder mal zwischendurch grillen.
Ein Freund erzählte, alle haben das gleiche Essen, meist Burger, Fritten und Co. Auch am Abend? Er war nur mittags essen, weil er außerhalb des Nationalparks gewohnt hat. Notfalls bekommt man doch was in den Shops, oder?
Ich meine irgendwo gelesen zu haben, das es in einem Camp ein ganz tolles Grillrestaurant gibt. Könnte das in Satara gewesen sein?
Ich freu mich so, denn Hippos, Krokodile, Wasserböcke und Büffelherden werden wir in Namibia ja eher nicht sehen.😃
Silvi
ronald6548 Beiträge · seit 201220. Jan. 2013 · #2Hallo,
war schon mehrfach 1 Woche und länger im Krüger Nationalpark. Meistens aber um die Zeit Februar bis April.
Zu Eurer Planung zunächst einmal folgende Anmerkung: Grundsätzlich ist der südliche Teil des Krüger Parks der "grüne" Teil. Nach Norden hin wird es tendenziell immer trockener. Entsprechend ist nicht nur die Vegetation, sondern auch die Tierwelt in den unterschiedlichen Teil des Parks anders. Beispielsweise halten sich die Nashörner fast nur im südlichen Teil des Parks auf. Man hat schon versucht Nashörner im Norden anzusiedeln, aber die wandern dann anscheinend immer wieder nach Süden.
In Eurer Planung haltet ihr Euch vor allem in der Mitte und im nördlichen Teil auf. Ab Olifants wird es sehr viel ruhiger im Park, da dort die klassischen "Touristenströme" meist enden. Das ist schon einmal ein Vorteil. Bei Satara kann man sehr gut Löwen beobachten. Die sieht man aber auch sonst sehr gut im Park. Zur Löwensichtung ist vor allem wichtig möglichst früh morgens loszufahren (möglichst als Erster bei Öffnung des Camps). Denn die Löwen liegen gerne morgens auf den Straßen herum (insbesondere asphaltierte Straßen). Auf Eurer Route habt Ihr auch sehr gute Chancen Wasserbüffelherden zu sehen. Elefanten sind im Norden auch größer als im südlichen Teil.
Ob ich 2 Nächte in Shingwedzi und 1 Nacht in Punda Maria verbringen würde, weiß ich nicht. Das Gebiet um Punda Maria ist aus meiner Sicht kein Highlight. Toll ist die Strecke bei Shingwedzi Richtung Westen, sowie ganz im Norden entlang des Flusses Luvuvhu.
Ein Geheimtipp ist der Mapungubwe Park an der Grenze nach Simbabwe. Der ist unbedingt zu empfehlen.
Nachts kann es im Krüger Park im Mai schon kühl werden. Aber Daunen halte ich für etwas überzogen.
Mit den Restaurants habe ich wenig Erfahrung, weil ich immer grille. Neben jeder Unterkunft ist ein Grillplatz. Fleisch bekommt man in den Shops der Camps. Diese haben immer auch noch eine kurze Zeit nach der Schließung der Camptore offen. Man kann also noch die Dämmerung zur Pischfahrt nutzen. Das ist nämlich immer die spannendste Zeit, weil der Park dann "lebendig" wird. In den Shops bekommt man aber auch andere Lebensmittel und eigentlich alles, was man im Park braucht.
SFiedler2327 Beiträge · seit 200820. Jan. 2013 · #3Zum Thema Restaurant: Wir ahtten einmal in Lower Sabie ein akzeptables Buffet das gabs aber letzten September nicht. Ansonsten vermeide ich in den Restaurants zu essen. Olifants ist noch einigermassen ok, das wars aber. Maximal Frühstück. Da grill ich lieber. beimersten Mal warem wir auch nur mit dem normalen Mietwagen unterwegs. Aber man kann sich für billiges Geld (z.B. Pick& Pay Hoedspruit) gabeln Messser Teller, tassen kaufen, und dann im Shop im Park einkaufen. Viele Bungalows haben Kochutensliene, do braucht man dann gar nichts. Aber viel besser als ins Restaurant zu gehen. Die Gates machen laut Sanpark www.sanparks.org/parks/kruger/get_there/gates.phpum um 1730 zu, da hat man genügend Zeit für Bier, Wein Kochen. Fleisch, Gemüse etc. gibts in Hoedspruit oder in den Parkshops. (Bestes Fleisch in der Fleischeri neben La Bamba, neben der Tankstelle an der R40)
joli3'491 Beiträge · seit 200620. Jan. 2013 · #4Hallo Silvi,
ist doch ne schöne Überraschung, die Dein Freund da für Dich parat hat. Freu Dich drauf!
Das Essen im KNP ist sicher kein Erlebvnis, aber es ist absolut ausreichend, wenn auch nicht sehr abwechslungsreich. Die Shops sind im KNP aber durchweg deutlich besser geführt und sortiert als im Etosha NP. Es sollte also für Euch kein Problem geben, dort das einzukaufen, was Euch gefällt.
Der Norden vom KNP ist deutlich weniger überlaufen als der Süden. Aber dafür gibt es im Norden noch größere Büffelherden - vor allem von Punda Maria aus. In Punda Maria hat man die Wahl zwischen den alten Ranger-Häusern und 6 oder 7 Zeltunterkünften. Sie kosten in etwa das Gleiche, ich würde aber die Zeltunterkünfte unbedingt vorziehen - sie sind deutlich komfortabler und naturnäher und liegen ruhiger als die festen Unterkünfte. Die Zelte haben auch eine gut eingerichtete Außenküche mit Licht, so dass man auch abends dort gut etwas zubereiten kann. Solltet Ihr in den Zelten nichts bekommen können, dann warne ich vor den sehr tief herunter gezogenen Rieddächern bei den festen Unterkünften. Auch kleinere Menschen kommen sehr schnell mit dem Kopf gegen das scharfkantige Ried und das gibt kräftige Schrammen.
Von Punda Maria aus führt eine gute Straße in Richtung Makhado ( Louis Trichard ) - kurz davor liegt der Albasini Damm und dort gibt es eine sehr gemütliche Lodge - die Shiluvari Lakeside Lodge. Von hier aus kann man sehr interessante geführte Touren ins Vendaland machen. Empfehlenswert !
Gruß Joli
SASASOWEWI3'080 Beiträge · seit 200920. Jan. 2013 · #5ronald65 schrieb:Hallo,
Beispielsweise halten sich die Nashörner fast nur im südlichen Teil des Parks auf. Man hat schon versucht Nashörner im Norden anzusiedeln, aber die wandern dann anscheinend immer wieder nach Süden.
Ob ich 2 Nächte in Shingwedzi und 1 Nacht in Punda Maria verbringen würde, weiß ich nicht. Das Gebiet um Punda Maria ist aus meiner Sicht kein Highlight. Toll ist die Strecke bei Shingwedzi Richtung Westen, sowie ganz im Norden entlang des Flusses Luvuvhu.
Ein Geheimtipp ist der Mapungubwe Park an der Grenze nach Simbabwe. Der ist unbedingt zu empfehlen.
Dem muss ich mal schnell widersprechen, ich habe vor drei Wochen sehr wohl Nashörner im nördlichen Teil des Parks beobachtet, will nicht nicht zuviel verraten sonst ist die Spannung aus meinem Bericht aber sie waren seeeehr dicht...
Und die Landschaft ist einmalig im Norden, dort gibt es z.B. den einzigen zusammenhängenden Fieberbaumwald des Parks, eine absolutes Muss für mich.
lg sasowewi
Silvi aus H.Themenstarter52 Beiträge · seit 201121. Jan. 2013 · #6Erst einmal danke an alle. 😘
In Punda Maria haben wir ein Zelt gebucht, hatten schon Angst es würde zu kalt um diese Jahreszeit.
Den Süden haben wir nicht eingeplant, weil uns überall gesagt wurde dort ist es zu voll. Wenn da ein Löwe liegt, stehen 15 Autos darum herum und im Norden wäre es nicht so.
Na ja, Tiere werden wir sicher überall sehen...
Und die Landschaft soll im Norden schöner sein. Aber wo ist dieser zusammenhängenden Fieberbaumwald des Parks? Davon habe ich ja noch nie gehört.
Die Shiluvari Lakeside Lodge schaue ich mir mal an, aber von dort aus sind es 436 Kilometer zum Flughafen. Schaffst man das am Abflugtag? Ich würde lieber von Punda Maria aus etwas näher an Johannesburg ranfahren und dort dann 2 Nächte zum relaxen bleiben.
Das mit den Restaurants hört sich ja nicht so toll an, mal sehen ob wir dann doch nicht öfters mal Fleisch aus dem Shop auf den Grill legen. Holzkohle kann man ja sicher vor Ort kaufen, oder?
Silvi
ronald6548 Beiträge · seit 201221. Jan. 2013 · #7FLFluchtmann112 Beiträge · seit 200821. Jan. 2013 · #8Hallo Silvi,
ich bin in den letzten Jahren immer im Mai/Juni im Krüger unterwegs. Tagsüber T-Shirt Wetter und abends eine leichte Jacke. Wir verpflegen uns selber, abends grillen wir oder ein paar Nudeln wenn mann faul ist. Wie schon angesprochen kaufe ich vor dem Park ein paar Küchengeräte und eine Kühlbox und Kühlelemente. Man bekommt aber im Park Crasheis, das man in die Box schütten kann. Lebensmitte und Getränke kaufe ich bei Pick&Pay oder Spar, was gerade vorhanden ist ,man hat die größere Auswahl als in den Shops im Park.
Ihr habt genügend Zeit um Einkäufe zu tätigen da ja 4 Tage vor dem Krüger geplant sind. Ich bin der Meinung das könnte man auf 2 Tage verkürzen, dafür aus dem Krüger zum Mapungubwe Park und auf der Rückfahrt eine Zwischenübernachtung in Makhado einlegen und den nächsten Tag bequem zum Airport.
Gruss
Hans-Jürgen
joli3'491 Beiträge · seit 200621. Jan. 2013 · #9Hallo Silvi,
von der Shiluvari Lakeside Lodge bis zum Flughafen Jo´burg in einem Rutsch zu fahren, ist sicher kein Problem - alles gute Teerstraße. Dennoch verstehe ich Deine Befürchtung. Ein normaler Reifenwechsel wäre bestimmt nicht das Problem, aber es gibt ja auch ernsthaftere Pannen - und dann kann es schon knapp werden.
Nördlich von Pretoria in der Nähe von Bela Bela (Warmbath) gibt es noch ein - nach Aktenlage - hübsches Wildschutzgebiet - das Itaga Private Game Reserve. Ob die Papierform allerdings mit der Wirklichkeit übereinstimmt, kann ich Dir noch nicht sagen - wir werden es jetzt selbst erstmal ausprobieren.
Gruß Joli
Eintracht545 Beiträge · seit 200621. Jan. 2013 · #10Hi Silvi,
ihr werdet sicherlich bei allen Übernachtungen mit festen Unterkünften im KNP einen Kühlschrank mit Eisfach haben.
Somit habt ihr euer Versorgungsproblem gelöst!
Kauft euch eine günstige, einfache Kühltasche und im Supermarkt ein paar Eisbeutel.
Dann könnt ihr bevor ihr in den Park fahrt Fleisch, Wurst, Käse , Gemüse u.ä. Einkaufen und wenn ihr im Restcamp seit alles in den Kühlschrank.
Und wenn ihr bei eurer Tour von Letaba nach Mopani fahrt, einfach die H9 zum Phalaborwa Gate raus, etwa 500 Meter in gleichnamige Ortschaft in den Supermarkt und die Vorräte wieder aufgefüllt.
Ich würde das so machen, die Supermärkte sind halt doch besser sortiert und wesentlich günstiger als die Parkshops.
In den Parkshops würde ich nur noch Kleinigkeiten, Getränke und Grillkohle/Feuerholz Ein/Nachkaufen.
Ich persönlich kann nicht mal sagen, ob die Restaurant im Park gut oder weniger gut sind, weil wir uns immer selbst Versorgen.
Am Ende eines schönen Safaritages, gehöhrt es einfach dazu am Feuer/Grill zu sitzen und sein eigenes Essen zuzubereiten.
Einträchtliche Grüße