Wild campieren am Oranje?

8 Antworten · 2'097 Aufrufe · gestartet 18. Jan. 2013 von zimpix
Antworten
Themenstarter107 Beiträge · seit 200818. Jan. 2013 · #1
Hallo Fomis

Auf der Website

http://www.namibia-travel.net/travelguide/southern-namibia/orange-river.html

lese ich, dass man am Unterlauf des Oranje, südlich von Rosh Pinah wild campieren könne. Es wir dort wie folgt beschrieben:

"From the border village of Noordoewer a sandy road, often running directly along the river, leads to the mining town of Rosh Pinah. This stretch is one of the most beautiful routes in Namibia. There is free camping almost everywhere along the river."

Ist das tatsächlich so? Kann man den 4x4 mit Dachzelt einfach hinstellen und dort in der Natur die Nacht geniessen, wenn man die eigene Küche, das Wasser und den Spaten dabei hat?

Vielleicht hat jemand von euch schon entsprechende Erfahrungen gemacht.

Wir werden zweimal in dieser Gegend sein: Einmal auf dem (Um-)Weg von Keetmanshoop nach Klein Aus Vista und einmal auf dem Rückweg von Klein Aus Vista nach Cape Town.

Ich freue mich auf eure Erfahrungen. Herzlich

zimpix
If you don't have a sense of humor, don't go to Africa
652 Beiträge · seit 200718. Jan. 2013 · #2
Hallo Zimpix,
ja das kann ich bestätigen. Wir sind auf dem Weg ins Richtersveld einfach von der Straße abgebogen und haben uns mit unseren 4x4 an verlassene Stellen der früheren Diamantensucher gestellt. Ist natürlich nur wilde Landschaft,aber urig und als Transit durchaus geeignet.
Grüße
Mutsel
33,1k Beiträge · seit 200619. Jan. 2013 · #3
Hallo zimpix,

das ist korrekt, denn offiziell darf man in Namibia überall "wild" campen, ABER:
- auf privatem Farmland muss der Farmer vorher um Erlaubnis gefragt werden (also faktisch ist es damit ausgeschlossen, denn niemand weiß welches Stück Farm welchem Farmer gehört)
- auf kommunalem Land muss die Kommunalverwaltung um Erlaubnis gefragt werden (woher der Reisende wissen soll, wo man die findet....)
- in staatlichen Schutzgebieten ist es nur auf offiziellen Campingplätzen erlaubt.
- in "urban areas" ist wildes campen verboten

Also: Du muss im Prinzip immer jemanden um Erlaubnis fragen... natürlich ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass man z.B. am Oranje "erwischt" wird, aber wenn und Du hast keine Erlaubnis erbeten, dann bist Du eben im Unrecht.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
466 Beiträge · seit 201019. Jan. 2013 · #4
Hallo,
wir sind letztes Jahr über Noordoever nach Nam gefahren - ich würde mir mind. 2x überlegen (alleine!) wild am Oranje zu campen. Warum? Es gibt dort ein paar Siedlungen in deren Nähe ich nachts nicht stehen möchte - da dort viel zu Fuß gegangen wird, bleibt ein Camp wohl nicht lange unentdeckt und auf nächtlichen Besuch kann ich gerne verzichten...
Wenn man den Abzweig Richtung Ai-Ais, Keetmannshob passiert beginnt kurze Zeit später der neue Nationalpark.

NurMalSoAnmerk...
Frank
immer wieder gern im südlichen Afrika unterwegs...
2'530 Beiträge · seit 201119. Jan. 2013 · #5
Da muss ich dem Frank zustimmen, aber es gibt auch offizielle Campingplätze, wie zb Norotshama und andere. Bin mir nicht mehr sicher wer noch, war dort vor 7 Jahren, mag sich also einiges geändert haben.

Unser größtes Problem war aber das wir nicht den Fish River durchqueren konnten wegen Hochwasser vom Orange zu der Zeit. Mußten also umkehren!
Best Regards Adolf Conservation is our passion! Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'! Sponsor of Desert Elephant Conservation. Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA. Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
1'927 Beiträge · seit 200819. Jan. 2013 · #6
Liegt nicht südl von Rosh Pinah das ? Felix Unite Camp ?, an der Abzweigung am südlichen Ende der Teerstrasse ist jedenfalls ein Camp in Richtung Oranje ausgeschildert.

Zu den bereits geäußerten Bedenken von Christian und Frank kommt für uns noch dazu, dass selbst vom kleinsten CP oft 2 bis 3 einheimische Familien leben, zu Essen haben und ihre Kinder zur Schule schicken können 😉

Gruß
Peter
33,1k Beiträge · seit 200619. Jan. 2013 · #7
Hallo Peter,
Liegt nicht südl von Rosh Pinah das ? Felix Unite Camp ?,
Stimmt, das macht aber den Campingplatz nur bei Gruppenbuchungen ab 15 Personen auf: http://www.felixunite.com/accommodation/camping

Sonnige Grüße aus dem 40 Grad heißen Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
23 Beiträge · seit 201320. Jan. 2013 · #8
Danke Christian,

das hast du genau richtig geschildert.

Einen weiteren Punkt gibt es auch noch zu beachten: die Haftungsfrage!
Egal, ob beim Wandern und Klettern was passiert und man dringend ärztliche Hilfe braucht, oder ob die Camping-Ausstattung über Nacht 'privatisiert' wird. Beim 'wilden' Campen bewegt man sich in einer Grauzone, in der alles gut gehen, aber auch alles schief gehen kann.

Jeder muss halt für sich selbst entscheiden, wie riskant der Urlaub in Namibia wirklich sein soll... :-S

Schönen Gruß aus Swakopmund
Andrea - Your VA
7'296 Beiträge · seit 200620. Jan. 2013 · #9
peter 08 schrieb:Zu den bereits geäußerten Bedenken von Christian und Frank kommt für uns noch dazu, dass selbst vom kleinsten CP oft 2 bis 3 einheimische Familien leben, zu Essen haben und ihre Kinder zur Schule schicken können 😉
... das ist für mich der entscheidende Punkt und auch der Grund dafür, dass ich in anderen afrikanischen Ländern oft einfache Unterkünfte aufsuche (sofern vorhanden). Die kosten manchmal nur 1-2 Euro, aber das sorgt dafür, dass Menschen ein Einkommen haben.

Finde ich nichts, übernachte ich halt wild. Dabei achte ich darauf, weit entfernt von einer Siedlung zu zelten. Ist das nicht möglich, weil die Siedlungen zu dicht beieinander sind, fahre ich direkt in ein Dorf und frage um Erlaubnis. In der Nähe eines Dorfes wild zu übernachten, halte ich für keine sehr gute Idee.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...