janetThemenstarter1'419 Beiträge · seit 200925. Dez. 2012 · #1Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
Champagner8'701 Beiträge · seit 201025. Dez. 2012 · #2Hab ich davon nicht neulich hier in einem Bericht gelesen? Wo war das gleich nochmal - kann mir jemand helfen?
LG Bele
Nane421'362 Beiträge · seit 201125. Dez. 2012 · #3Hallo Bele,
Das war im RB von Doc Holiday; Game Drive vom Pafuri Camp im KNP. Scheint leider öfter vorzukommen... 🙁 😮
LG, Nane 🙂
BikeAfrica7'297 Beiträge · seit 200625. Dez. 2012 · #4... und neben den Löwen, die es versehentlich erwischt, trifft es ja vor allem die Tiere, für die die Schlingen ursprünglich gedacht sind. Auch nicht besser.
Vor über 10 Jahren lagen in Namibia in der Nähe von Farmen, aber auch abseits entlang der Piste schon tote Schakale mit Drahtschlingen am Hals herum, die offenbar hinter Autos zu Tote geschleift wurden. Hat mir auch nicht gefallen, zumal mein lustigstes Tiererlebnis überhaupt mit einem Schakal stattfand.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
jaw2'048 Beiträge · seit 200725. Dez. 2012 · #5Hallo Janet,
die Wilderei ist eine Seuche im ganzen südlichen Afrika. Schlingen sind dabei weitgehend unselektiv. Auf manchen Wanderungen auf Farmen haben wir davon um die typischen Anwechelwege bei Wasserstellen gleich 20 oder 30 Stück davon gefunden. Praktischerweise sind die auch Kostengünstig aus den überall vorhandenen Farmzäunen herstellbar. Für die Tiere ein elender Tod.
Häufig ist auch die Jagd mit Hunden verbreitet. Die Hunde stellen das Wild, dass dann relativ still mit einem aus Zaunstangen / Eisenstangen hergestellten Speer ("Assagai") abgestochen wird.
Fährst du mit offenen Augen durch die Siedlungen, so wirst du immer wieder offen angebotenes Wildfleisch oder die noch blutig verschmierten Bakkis der Wilderer sehen. Keiner muss dann aber nachweisen, woher das Fleich tatsächlich kommt. Immer wieder sind es dann nicht nur Wildtiere sondern auch Rinder, die so verloren gehen. Für die Farmer, die davon leben müssen immer wieder ein schwerer Verlust.
Gerade die Farmervereinigung Seeis, östlich von Windhuk hat hier immer wieder Erfolge, weil sie mit dem Polizeistützpunkt am Flugplatz tatsächlich auch Polizeiunterstützung erhält. Von anderen Farmern weiß ich, dass niemand kommt, wenn sie einen Wilderer stellen. Einer hat diesen dann eingesperrt, während er auf das Eintreffen der Polizei gewartet hat und war dann gleich noch wegen Freiheitsberaubung angeklagt.
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
picco6'372 Beiträge · seit 201126. Dez. 2012 · #6Hoi zämä
Ganz schlimm!!!
Ein weiterer Grund nach Afrika zu reisen und mit den NP-Eitritten die Ranger zu unterstützen!!!
Hab mir soeben meine Löwenbilder aus dem Mikumi angeschaut, aber da war dieser Löwe zum Glück nicht drauf!
Hingegen mussten wir in Uganda im Murchison Falls NP eine an einer Drahtschlinge verendete Antilope sehen...schlimm, was die Tiere leiden müssen!!!


🙁
FRFritzmann439 Beiträge · seit 200926. Dez. 2012 · #7Ich bin ein großer Anhänger der Forderung, Wilderer für vogelfrei zu erklären.
BikeAfrica7'297 Beiträge · seit 200626. Dez. 2012 · #8Fritzmann schrieb:Ich bin ein großer Anhänger der Forderung, Wilderer für vogelfrei zu erklären.
... auch wenn ich solche Gedankengänge nachvollziehen kann, halte ich nicht viel davon, zu den Methoden des 18. Jahrhunderts zurückzukehren. Es muss andere Lösungen geben, die den Tieren und den Menschen helfen.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Michael8396 Beiträge · seit 201026. Dez. 2012 · #9BikeAfrica schrieb:Fritzmann schrieb:Ich bin ein großer Anhänger der Forderung, Wilderer für vogelfrei zu erklären.
... auch wenn ich solche Gedankengänge nachvollziehen kann, halte ich nicht viel davon, zu den Methoden des 18. Jahrhunderts zurückzukehren. Es muss andere Lösungen geben, die den Tieren und den Menschen helfen.
Gruß
Wolfgang
Manchmal muss man Methoden anpassen!
BikeAfrica7'297 Beiträge · seit 200626. Dez. 2012 · #10... was gibts an "vogelfrei" denn anzupassen?
Das sind Menschen, die sich fortan versteckt halten und von Kriminalität leben müssen. Das ist einem Land nicht zuträglich, schon gar nicht, wenn es seine Einnahmen zu großen Teilen aus dem Tourismus bezieht. Ich hielte das nicht für den richtigen Weg.
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
FRFritzmann439 Beiträge · seit 200926. Dez. 2012 · #11BikeAfrica schrieb:Fritzmann schrieb:Ich bin ein großer Anhänger der Forderung, Wilderer für vogelfrei zu erklären.
... auch wenn ich solche Gedankengänge nachvollziehen kann, halte ich nicht viel davon, zu den Methoden des 18. Jahrhunderts zurückzukehren. Es muss andere Lösungen geben, die den Tieren und den Menschen helfen.
Gruß
Wolfgang
So? Welche denn?
BikeAfrica7'297 Beiträge · seit 200626. Dez. 2012 · #12... ich muss nicht automatisch den richtigen Weg kennen, nur weil ich einen Weg in die falsche Richtung sehe. 😉
Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
picco6'372 Beiträge · seit 201126. Dez. 2012 · #13Hoi zämä
Den Menschen gehts nicht darum, sich zu bereichern, die wollen schlicht und einfach essen!
Teilweise aus Gier nach Fleisch, teilweise auch aus Hunger!
Hier gehts immerhin um Tansania (beim Löwen) bzw. Uganda (bei meinen Bildern), zwei der ärmsten Länder Afrikas und somit auch der Welt-
Für uns Europäer ist es einfach zu verurteilen, aber mal ganz im Ernst betrachtet: Wir haben unsere Tierwelt durch Jagt und Wilderei schon vor Jahrzehnten bzw. Jahrhunderten beinahe ausgerottet, dort, in einem der ärmsten Länder der Welt läuft das Essen in Form von Antilopen usw. an der teilweise hungernden Bevölkerung vorbei.
Natürlich wäre ein schneller Tod besser, aber die Leute haben keine Schusswaffen und mit Speeren und Macheten kommen sie nicht nah genug an die Tiere ran, Fahrzeuge (mit Auto's kommt man nah genug ran) haben sie auch nicht und vor den relativ wenigen Rangern müssen sie sich auch noch in Acht nehmen, logisch rennen sie nicht mit Speeren durch die Gegend...wie würden sie das den Rangern erklären wollen?
Ich will hier niemanden verteidigen, aber in Relation zur vorhandenen Situation setzen...denn einige Komentare hier empfinde ich als daneben!
Das Mittelalter ist vorbei!
Wie kann man Wilderei bekämpfen, das ist hier die Frage!
Natürlich können drakonische Strafen ein Weg sein, die nützen aber nichts wenn jemand aus Hunger wildern geht...
Dagegen nützen aber (mehr) gut ausgerüstete regionale Ranger, die mit ihrem Lohn gleich auch die Wirtschaftskraft der Region ankurbeln, für deren Anstellung aber das Geld fehlt...
Also mehr Touristen anlocken oder Parkgebühren erhöhen...was wohl wieder Kritiker nach sich zieht...ein unendliches Thema!
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201226. Dez. 2012 · #14Ursprünglich habe ich mir beim Lesen des Thread gesagt: Na und, das ist doch tagtägliche Praxis, da Afrika eine Nachhaltigkeit nicht annehmen will. Wer tagtäglich Tiere in Drahtschlingen vorfindet, in denen sie bestialisch verenden, sei es Wild, seien es Rinder, oder Ziegen, der denkt anders. Wer eben diese Tiere augeschlachtet oder zerstückelt in Katutura, Wanaheda oder sonstigen Märkten anbietet, da ist es keine Linderung von Hunger, sondern reine geldgierige Kriminalität. Wenn man nachts zwischen Windhoek und Gobabis, zwischen Okahandja und Windhoek, oder zwischen Wilhelmstal und Okahandja überladene Windhoeker Taxis mit blutverschmiertem Heck antrifft, dann ist dieses m.E. Kriminalität, wo zu vermuten ist, daß die diensthabenden Polizisten an den Roadblocks wohl für ein Stück Fleisch dieses dreckige Spiel mitspielen.
Ich vermag Fritzmann nicht zu widersprechen, denn das ist wahrscheinlich die einzige Sprache, die Kriminellen verstehen. Und das ist genau die Sprache, die die Anti-Poaching Einheiten Botswanas berechtigterweise praktizieren. Das sind Soldaten, und die verhaften nicht. Sie schießen um zu töten. Die meiste Wilderei ist nämlich nicht zum Stillen des Hungers, sondern um das gestohlene Fleisch weiter zu verkaufen. Zum Teil sind es organisierte Syndikate, d.h. organisierte Kriminalität.
Wir sollten unsere europäischen Illusionen begraben: sie passen einfach nicht auf Afrika. Wer sich damit nicht abfinden kann, sollte sich fragen, ob Afrika das richtige Ziel für ihn oder sie ist, denn anders ist der Wildbestand, den wir alle uns so gerne anschauen, nicht zu schützen, ebenso nicht die hunderttausende afrikanischer Arbeitsplätze, die daran hängen.
BikeAfrica7'297 Beiträge · seit 200626. Dez. 2012 · #15... ich vermute, dass der Begriff "vogelfrei" nicht überall die gleiche Bedeutung hat. Damit bezeichnet man üblicherweise Leute, die verstoßen werden. Sie leben fortan in einem Zustand, in dem sie weiterhin auf Kriminalität angewiesen sind.
Die Touristen werden diejenigen sein, die den Schaden haben, aber sie werden sich nicht mit denen anlegen. Die Einheimischen werden es auch nicht tun, so lange sie keinen Schaden haben. Werden sie nicht haben, so lange genug Touristen unterwegs sind. Also überlegt mal, was ihr da eigentlich fordert. Mal abgesehen davon, dass das genauso toll ist wie der kranke Hass der religiös fanatischen Islamisten.
Und am Ende bedeutet "vogelfrei" noch, dass die Leute nach dem Tod nicht begraben werden. Das wird ihnen aber ziemlich egal sein.
Irgendwie kann ich gar nicht fassen, was ich hier manchmal zu lesen bekomme. Für mich ist das Thema damit beendet.
Viele Grüße
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
picco6'372 Beiträge · seit 201126. Dez. 2012 · #16Hoi Swakop1952
Du sprichts für Namibia, da kann ich's nicht beurteilen, aber da wirst Du schon wissen wovon Du sprichst.
Aber heist das dass alles in Afrika genau wie in Namibia ist?
Das glaubst Du doch wohl selbst nicht!!!
Hier gehts aber um ein Beispiel aus dem Süden Tansania's sowie um ein Beispiel in Uganda, ich denke nicht dass Namibia's Verhältnisse auf diese Länder übertragbar sind.
Ich war im Mikumi (Beispiel des Löwen) und in Uganda und ich hab in Tansania hungernde Menschen gesehen.
Davon spreche ich!!!
Natürlich gibts auch Leute die wildern um das Fleisch zu verkaufen, vorausgesetzt, sie sind in einer Region wo die Leute genug Geld haben um etwas zu kaufen...das ist nicht überall der Fall.
Butterblume3'700 Beiträge · seit 200926. Dez. 2012 · #17Helft den Menschen, dann helft ihr den Tieren!
Investitionen in Bildung, Bildung, Bildung, Infrastruktur und Bekämpfung der Korruption wären erste Maßnahmen!
Grüße Marina
Das Morgen gehört demjenigen, der sich heute darauf vorbereitet. Afrikanische Weisheit
www.butterblume-in-afrika.de
janetThemenstarter1'419 Beiträge · seit 200926. Dez. 2012 · #18... ich hatte das eigentlich gepostet weil ich es bemerkenswert finde wie das Rudel dem einzelnen Tier so lange geholfen hat.
Das war eigentlich das was mich an der Sache so fasziniert hat und was ich wirklich toll finde! (neben dem traurigen Hintergrund - den ich natürlich nicht gut finde).
Gruss
janet
Reisebericht: 3 Wochen Namibia 2009 - "suchen und finden *g*"
Reisebericht Sao Tomé 2011
Diskutiere niemals mit einem Idioten. Er zieht dich auf sein Niveau herab und schlägt dich dort durch Erfahrung!
jaw2'048 Beiträge · seit 200727. Dez. 2012 · #19janet schrieb:... ich hatte das eigentlich gepostet weil ich es bemerkenswert finde wie das Rudel dem einzelnen Tier so lange geholfen hat.
Das war eigentlich das was mich an der Sache so fasziniert hat und was ich wirklich toll finde! (neben dem traurigen Hintergrund - den ich natürlich nicht gut finde).
Hallo Janet,
dann hast du diese Absicht aber in deinem ersten Post sehr effektiv versteckt hinter deiner Formulierung:
Moin,
da wirds einem ganz schlecht-.-
Ich lese da nichts von Sympathie für die Unterstützung durch das Rudel....
Viele Grüße
jaw
Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu werden (Mark Twain)
picco6'372 Beiträge · seit 201127. Dez. 2012 · #20Hoi Janet
janet schrieb:... ich hatte das eigentlich gepostet weil ich es bemerkenswert finde wie das Rudel dem einzelnen Tier so lange geholfen hat.
Das hab ich genau so verstanden, aber das andere Thema regt natürlich immer zu Diskusionen an...:)