Tja, ist ja auch wirklich eine Riesenschweinerei, dass da Nashörner einfach so frei rumlatschen. Hoffentlich kriegt das Tier von der Polizei in Tsumeb eine ordentliche Busse wegen Fahrerflucht. 😄
Gruss Dieter
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201221. Dez. 2012 · #3
Schon als Kinder lernten wir von unseren Eltern, daß Nashörner völlig unberechenbar sind, und daß sie Fahrzeuge und auch Menschen jederzeit urplötzlich angreifen können.
Ein Nashorn in freier Wildbahn ist kein Tier aus dem Streichelzoo, und wer meint, nah heranfahren zu müssen, darf sich nicht wundern, wenn so etwas passiert.
Kann man wohl als höhere Gewalt einstufen. Hier haben die Besucher sich wohl unwissentlich falsch verhalten. Fatal wäre es, wenn jetzt noch Forderungen kämen, das Tier zu erschießen.
Swakop1952 schrieb:Fatal wäre es, wenn jetzt noch Forderungen kämen, das Tier zu erschießen.
Das ist leider allzu oft die letzte Konsequenz, nicht nur in Afrika, sondern auch hier in Europa (M13 lässt grüssen). Der Mensch dringt in den (eh schon sehr dünn gewordenen) Lebensraum der Tiere ein, verletzt sämtliche "Anstandsregeln" (wissentlich oder unwissentlich) und wenn dann was passiert schreit man Zeter und Mordio, rennt zur Polizei und fordert Schadenersatz und Genugtuung. Zu guter Letzt wird der üble Missetäter beseitigt und (fast) alle sind froh.
Pascalinah2'772 Beiträge · seit 200622. Dez. 2012 · #5
Ich glaube das Geplärre der Familie Harreus basiert nur darauf, daß sie den entstandenen Schaden am Fahrzeug wohl selbst bezahlen müssen!
Auch wenn der Etosha NP ein Park ist, sind die Tiere darin nicht angeleint und da kann es schon mal passieren, dass ein sauer gewordenes Nashorn seinen Frust an einem Fahrzeug ausläßt.(Gibts da nicht irgendwo ein Schild / Broschüre, die auf evtl. Gefahren im Park hinweisen????... mir war so...) Die Leute sollen froh sein, das ihnen nichts passiert ist.
Ich verstehe deren Geplärre ehrlich gesagt nicht wirklich: erwarten sie Schadensersatz (Kostenübernahme für die Autoreparatur) von den Rangern?😮 😮 Vielleicht wäre es besser, wenn sie das nächste mal mit ihrem Spössling in den Zoo gingen, oder höchstens per Bus in den Tierpark Hodenhagen...
Sorry: Mitleidsmodus: AUS!
Gruß Pascalinah
ähamm... dazu fällt mir ein, dass uns mal ein Pavian in Zimbabwe ein Brot geklaut hat... kriege ich das evtl. auch erstezt????
Tomcat1'155 Beiträge · seit 200622. Dez. 2012 · #6
Tiere haben immer Recht 😎
Dieser nette Zeitgenosse im Honaib hat vor 2 Jahren mit seinem Stosszahn eine gehörige Delle in unseren Landcruiser gemacht … er sei immer schlecht gelaunt wurde uns später gesagt 😮
Rajang1'115 Beiträge · seit 201022. Dez. 2012 · #7
Hallo zusammen,
Ist ja schon erstaunlich, dass die Diskussion um den Autoschaden im Vordergrund steht. Dabei müsste sich der Tourist doch glücklich schätzen, mal ein Spitmaulnashorn nicht nur von Ferne gesehen zu haben, sondern seinen im von allen attestierten Charakter direkt wenn auch nicht (oder glücklicherweise) am 'eigenen' Leib erfahren zu haben!
Zudem, wenn das so weitergeht, wird der liebe Tourist in wenigen Jahren zu den wenigen zählen, die überhaupt noch ein lebendes Nashorn quasi auf freier Wildbahn gesehen haben!
Gruss Rajang
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201223. Dez. 2012 · #8
Bei Nashörnern weiß man daß sie bekloppt und unberechenbar sind.
Bei widerholt schlecht gelaunten Elefanten hat das oftmals einen Grund, nicht selten sind es schmerzhafte Infektionen. Ich kann mich erinnern an einen Elefanten in der Etoschapfanne, der Autos und andere Tiere angriff, und dann nach zweimaligen Angriff auf Wildwarte im Beobachtungsbunker erschossen wurde. Er hatte auch nur einen Zahn, und am Übriggebliebenen eine dicke Infektion, die dem Tier schlimmste Schmerzen verursacht haben mußte.
Es kommt nicht von ungefähr, daß man darauf achten sollte, bei Wildsichtungen sich selbst einen Fluchtweg bereit zu halten, weiß aber, daß es aus der Situation heraus nicht immer möglich ist.
Hallo zusammen, wenn ich den Tenor des Artikels richtig verstanden habe, dann ging es der betroffenen Familie nicht um das Verhalten des Nashorns, sondern darum, wie die Parkverwaltung auf die Schadenmeldung reagiert bzw. nicht reagiert hat. Dabei hatte ich nicht den Eindruck, dass die Familie von der Parkverwaltung Schadenersatz erwartete, sondern dass die Ranger den Schaden formal aufnehmen und darüber dann womöglich auch eine Bestätigung ausstellen. Und das hielte ich nicht für unbillig, obwohl ich nicht unbedingt erwarten kann, dass man das vor Ort ähnlich sieht.Für die namibische Versicherung mag das vielleicht auch keine Rolle spielen, weil Wildschäden generell ausgeschlossen sind, aber es könnte sein, dass eine eventuell in Deutschland bestehende Mietwagen-Vollkasko-Versicherung einen Beleg darüber verlangt, dass es sich tatsächlich um einen Wildschaden gehandelt hat. Das sind jetzt zwar alles Vermutungen meinerseits, aber dennoch halte ich es für ein bisschen unfair, die Familie jetzt auch noch dafür zu verspotten, dass ihnen das widerfahren ist. Dennoch: allen Fomis ein frohes Weihnachtsfest Gruß Joli
spinstone126 Beiträge · seit 200923. Dez. 2012 · #11
Danke Joli für den sachlichen Beitrag, ich sehe das ähnlich. Die versicherungsrechtliche Seite würde mich auch mal grundsätzlich interessieren, werde mal nach den Feiertagen nachfragen.
Darüber hinaus: Wir kennen alle nur den Artikel aus der AZ, mehr nicht. Wir wissen auch nicht, was vorher passiert ist ("dass die Nashörner zuvor etwa fünf Kilometer vor deren Fahrzeug auf der Straße umher gerannt seien"). Möglicherweise waren die Nashörner gestresst durch andere Touristen oder einfach krank (s. Beitrag von swakop1952). Vielleicht kam aber auch nur ihre *Bekloppteit und Unberechenbarkeit* (swakop1952) zum Ausdruck. In jedem Fall halte ich es für opportun, über so einen Vorfall die Parkverwaltung bzw. die zuständigen Behörden zu informieren.
Und die Verpflichtung zur Einschaltung der Polizei bei einem Unfall ergibt sich wohl aus jedem Mietvertrag, unabhängig von den Versicherungsbedingungen.
Schöne Feiertage Jürgen
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201223. Dez. 2012 · #12
Normalerweise hat man keine Probleme bei der Polizei daß sie einen Vorfall registriert und eine Case No. gibt, vorausgesetzt man kann es kommunikativ herüberbringen. Vorausgesetzt auch, man hat einen Polizisten vor sich, der nicht Analphabet ist, dann muß man ihn bitten, den Station Commander oder dessen 2 IC zu rufen. Man muß wohl mal vermuten, dass es wohl da irgendwo im Argen lag. Wer weiß...immerhin wissen wir auch nicht, ob und wie reißerisch der Zeitungsbericht aufgemacht war.
Sandra#21105 Beiträge · seit 201224. Dez. 2012 · #13
Ich war jetzt auch ein bisschen erschrocken, dass sich hier über die Familie lustig gemacht wird. Ich möchte nicht mit einer Fünfjährigen im Auto von einem Nashorn angegriffen werden. Genauso wenig wie von einem Wildschwein hierzulande. Dass man darüber erschrocken ist, ist doch wohl normal, oder nicht?Und im Artikel stand, die Leute hätten sich richtig verhalten, ja, sie sind den Parkregeln entsprechend noch nicht einmal ausgestiegen um den Schaden zu begutachten, sondern haben andere um Hilfe gebeten. Sie wollte lediglich die Schadensaufnahme gesichert haben. Das muss doch möglich sein. Ich finde es ebenfalls sehr seltsam, dass die Parkangestellten/ Campangestellten kein Interesse zeigten - weder am Sachschaden, noch ob ein Personenschaden entstanden ist. Es hat wohl auch keiner nach den Tieren gefragt - was soll denn sowas? Kein Interesse an den eigenen "Ressourcen"? Schade.
Naja, zum Glück ist den Touristen nichts passiert, von den Tieren weiß man ja nichts - hoffentlich geht es denen auch gut.
Schöne Weihnachten Sandra
Die gefährlichste aller Weltanschauungen
ist die Weltanschauung der Leute,
welche die Welt nicht angeschaut haben.
Alexander von Humboldt (1769-1859)
Reisebericht Namibia 2012:
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/239518-diesmal-namibia-26-mai-13-juni-2012.html Reisebericht Alaska 2013 - Link auf Anfrage ;-)
New York - 2007, 2010, 2013, 2015
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Hallo zusammen Ich frage mich wo da das Problem ist. Kein Personenschaden und wegen ein bisschen Blech so ein Geschrei machen. Die würden besser in den Zoo gehen, das sind die Nashörner hinter dicken Gittern. Gruss Turi
Wenn man die Ruhe nicht in sich selbst findet, ist es umsonst, sie anderswo zu suchen.
Swakop19522'664 Beiträge · seit 201225. Dez. 2012 · #15
@ Sandra
Niemand, glaube ich, hat sich über die Familie lustig gemacht. Man sollte nicht immer jenen Böses unterstellen, die sich darüber gefreut haben, mal von einem so selten gewordenen Lebenszeichen eines Nashornes gehört zu haben.
Des weiteren hat niemand im gesamten Forum mehr Informationen als was die AZ berichtet. Und da gibt es auch gelegentlich ungeprüfte Gerüchte, wie diese auch in Europa bei Zeitungen tagtäglich üblich.
Wie ich bereits schrieb, ist es normalerweise auch kein Problem eine Case No. bei einer Polizeistation für die Versicherung zu bekommen.
Es gibt aber keinen, gegen den man bei Wildunfällen eine Schadensersatzforderung richten kann. Schon mit Eintritt in den Park verzichtet man auf Haftungsansprüche.
Wer außerdem ins Ausland reist, begibt sich in einen anderen Rechtsraum mit anderer Rechtsprechung und anderen Gesetzen. Wer nach Namibia reist muß sich damit abfinden daß die Regeln Namibias und deren Rechtsprechung unter Zurhilfenahme der südafrikanischen Rechtsprechung gelten.
Auch wenn man meint im Recht zu sein, sollte man sehr vorsichtig sein. Beispiel: Im Vorjahr beschädigten mir rasende Wardens im Kafue mein Fahrzeug. Ich schaffte es gegen einen hohen Absatz noch von der einspurigen Pad, aber sie erwischten mich noch am Heck. Du bist Ausländer und zu Zweit, stehst in der Aussage gegen 5 beamtete (bewaffnete) Personen. Wie willst Du denen Fehlverhalten vorwerfen? Um auf der Stelle verhaftet zu werden und im dreckigen Loch zu verschwinden? Oder um bei der nächsten Polizeistation festgehalten zu werden, wenn Du Anzeige erstatten oder eine Case No. holen willst. Das sind Aktionen in einem fremden Land, die man sehr genau überlegen und durchspielen sollte bevor man emotional etwas lostritt, das gegen Dich selbst losgehen könnte. Und so "frißt" man manchmal Schäden, in meinem Fall waren das mehr als N$ 15.000 Reparaturkosten. That´s life!
Es ist zimelich egal, ob sich die Betroffenen richtig verhalten haben und gegen keine einzige Parkregel verstossen haben: Sie haben beim Parkeintritt unterschrieben, dass der Besuch auf eigene Gefahr stattfindet und für Schäden jedweder Art keine Haftung übernommen wird.
Wenn man in einen solchen Park fährt, dann sollte man sich darüber im Klaren sein, dass hier wilde Tiere leben - und es auch gut sein, dass ein solches schlicht mies gelaunt ist und man selber das ausbaden muß. Eigentlich würde ich besonders von Eltern, die mit kleinen Kindern unterwegs sind, erwarten, dass sie sich vor einem solchen Urlaub klar machen, dass Etosha nicht Disneyland ist.
Überings: Mich würde die Story - erzählt von jemanden, der vor mir steht - auch nicht sonderlich interessieren. Jeder muss selber dafür sorgen, dass er einen Fluchtweg für den Fall eines Falles hat. Und wenn nicht, dann kann Blechschaden schon mal vorkommen. Offensichtlich ist niemand verletzt worden, sonst hätte der Mensch vor mir andere Probleme als unbedingt den Verantwortlichen sprechen zu wollen.
Ich bin mir sicher, in einem deutschen Tierpark wäre das vermutlich nicht passiert - und wenn doch, dann wäre vermutlich ein Psychologe gerufen worden, um mit den Betroffenen den Schock aufzuarbeiten. Allerdings sicher nicht aus echter Anteilnahme - sondern um die Schadensersatzforderungen zu begrenzen. Solche haben in Namibia wenig Aussicht auf Erfolg - und damit hält sich auch die Anteilnahme in Grenzen. Alle sind gesund, Auto fährt noch - im Prinzip ist doch gar nichts passiert...
Sandra#21105 Beiträge · seit 201228. Dez. 2012 · #17
@giraffenmog
Ich persönlich finde es gut, dass es Menschen gibt, die anderen Menschen gegenüber Interesse zeigen und Anteilnahme...
PS: Wir haben uns an die Regeln gehalten und einen enormen Respekt vor wilden Tieren (siehe mein Reisebericht), egal in welchem Teil unseres schönen Planeten wir unterwegs sind, vielleicht ist uns aus diesem Grund noch nix passiert außer Rehe im Auto. Andere haben weniger Glück, weniger Wissen (?) und meines Erachtens deshalb nicht weniger Interesse oder gar Ignoranz verdient. Es sei denn, gefährliche Situationen werden provoziert. Und das kann ich hier nicht sehen.
Die gefährlichste aller Weltanschauungen
ist die Weltanschauung der Leute,
welche die Welt nicht angeschaut haben.
Alexander von Humboldt (1769-1859)
Reisebericht Namibia 2012:
http://namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/239518-diesmal-namibia-26-mai-13-juni-2012.html Reisebericht Alaska 2013 - Link auf Anfrage ;-)
New York - 2007, 2010, 2013, 2015
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Swakop19522'664 Beiträge · seit 201231. Dez. 2012 · #18
Von einem Löwen-Angriff auf ein Fahrzeug in Etosha wird hier berichtet:
Wir haben uns an die Regeln gehalten und einen enormen Respekt vor wilden Tieren (siehe mein Reisebericht), egal in welchem Teil unseres schönen Planeten wir unterwegs sind, vielleicht ist uns aus diesem Grund noch nix passiert außer Rehe im Auto. Andere haben weniger Glück, weniger Wissen (?) und meines Erachtens deshalb nicht weniger Interesse oder gar Ignoranz verdient. Es sei denn, gefährliche Situationen werden provoziert. Und das kann ich hier nicht sehen.
Das ist aus meiner Sicht eine Fehleinschätzung. In dem Moment, in dem Du Dich in einen Nationalpark begibst, besteht die Gefahr einer unschönen "Diskussion" mit einm der Tiere. Auch ohne Fehlverhalten von Deiner Seite.
Ich denke da hilft einem auch die Erfahrung, in solchen Situationen dann den kühlen Kopf zu bewahren und sich einen Fluchtweg freizuhalten.
Schläft ein Lied in allen Dingen,
Die da träumen fort und fort,
Und die Welt hebt an zu singen,
Triffst Du nur das Zauberwort.
- Joseph von Eichendorff