Simbabwe Dollar kommt zurück

16 Antworten · 3'923 Aufrufe · gestartet 13. Dez. 2012 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200613. Dez. 2012 · #1
Hi zusammen,

die simbabwische Regierung gab gestern bekannt, dass der Simbabwe Dollar im Laufe des Jahres 2013 wieder eingeführt wird.

Dann gilt:
- Simbabwe Dollar ist fest an den Südafrik. Rand gekoppelt
- US-Dollar bleibt weiterhin zusätzliche gesetzliche Währung
- Euro und Südafrik. Rand werden nicht mehr offizielle Währung sein
- Der chinesische Yuan wird neue, dritte gesetzliche Währung sein.

Einzelheiten findet ihr u.a. auf News24.com.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2012
2'664 Beiträge · seit 201213. Dez. 2012 · #3
Jeder der Rand oder N$ besitzt sollte sich schnell eine andere Währung suchen.
Wenn man nur vergleicht, wie das wirtschaftlich garnicht starke Griechenland den Euro hinunter zieht und deshalb deutsche Finanzämter in NAM und ZA lebende Bezieher deutscher Renten so dermaßen terrorisieren müssen um Schäubles Schuhkartons aufzufüllen....zur Weiterverteilung nach Athen!
Wie soll der Rand Mugabes Sumpf auffangen können? Da kann nur noch eine MickeyMaus-Währung als Ergebnis bleiben.
zuletzt bearbeitet 13. Dez. 2012
Gast13. Dez. 2012 · #4
Hallo Swakop,

das glaube ich nicht. Simbabwe hat nur etwa 2% des BIP von Südafrika. Anders als in Europa entstehen durch die einseitige Kopplung des Simbabwe-Dollar an den Rand auch keine gemeinsamen institutionellen Strukturen, keine gemeinsame Geldpolitik, keine De-facto-Haftungsgemeinschaft und somit kaum Ansteckungsgefahren bei etwaigen Problemen. Wackelstaaten wie Eritrea haben ihre Währung auch unilateral an den Dollar gebunden, ohne dass das den Dollar irgendwie jucken muss.

In Bezug auf den Rand wäre ich aktuell eher skeptisch, weil die politischen Aussichten in Südafrika unsicher sind und weil Südafrika derzeit kein Wachstum zustande bekommt, das unter dem Strich neue Arbeitsplätze generiert. Dadurch dürften die sozialen und gesellschaftlichen Probleme vorerst wohl weiter steigen. Andererseits haben wir ja gerade in den letzten Jahren gelernt, das Finanzmärkte nicht rational agieren und man mit solchen Überlegungen und Prognosen deshalb gern meilenweit daneben liegt.B)

Beste Grüße

Guido
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200613. Dez. 2012 · #5
Hallo Montango,

schön wäre es!


Hi zusammen,

es macht finanzpolitisch durchaus Sinn sich die stabilste Währung der Region als Referenzwährung auszusuchen. Zumal dieses ein weiterer Schritt zur geplanten SADC-Gemeinschaftswährung ist.

Sonnige Grüße aus Windhoek
Christian
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1'723 Beiträge · seit 200914. Dez. 2012 · #6
das wird zwar hier total off-topic aber swakop1952 dein beitrag ist sowas von unsachlich und vor allem faktisch nicht haltbar, das es mir die haare straeubt .. wenn man politik nur aus dem blickwinkel des eigenen vorteils betrachtet, wie es die regel fuer sozalisten ist, dann kann da nur so eine verquirlte kacke bei heraus kommen.. sorry, aber das musste mal gesagt werden !!:
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
23 Beiträge · seit 200914. Dez. 2012 · #7
Hallo Christian,

danke für Deine Info.

M.E. ist der schlimmste Teil der Nachricht, dass jetzt auch der Yuan offizielle Währung sein soll.

Nicht nur, dass die Chinesen überall ihr Finger mit ihm Spiel haben und durch zwielichtige Praktiken an die Bodenschätze der Länder rankommen, jetzt haben sie auch noch ihre Währung in einem afrikanischen Land plaziert.

Wann werden die Regierungen endlich wach und fallen nicht mehr auch diese kolonialistischen Methoden aus dem Reich der Mitte herein?

Gruß
Suricata
0
1'723 Beiträge · seit 200914. Dez. 2012 · #8
hmm suricata, genau diese frage hatte ich mich beim lesen der infos auch gestellt .. es ist einfach entsetzlich ..
[b]"eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz ueberhaupt geschaffen werden musste" theodor heuss
1'457 Beiträge · seit 200614. Dez. 2012 · #9
... aber Euro und Dollar sind ok, oder wie ?
2'612 Beiträge · seit 200714. Dez. 2012 · #10
Miss Ellie schrieb:das wird zwar hier total off-topic aber swakop1952 dein beitrag ist sowas von unsachlich und vor allem faktisch nicht haltbar, das es mir die haare straeubt .. wenn man politik nur aus dem blickwinkel des eigenen vorteils betrachtet, wie es die regel fuer sozalisten ist, dann kann da nur so eine verquirlte kacke bei heraus kommen.. sorry, aber das musste mal gesagt werden !!:
Mit Verlaub, aber die Verbindung von Egoismus und Sozialisten kann ich beim besten Willen nicht als Factotum erkennen - eher das Gegenteil ist der Fall...

Erst mal den Blutdruck senken 😉
Bye bye Forum
2'612 Beiträge · seit 200714. Dez. 2012 · #11
konno schrieb:... aber Euro und Dollar sind ok, oder wie ?
Das sind doch die "Guten" 😉
Bye bye Forum
4'140 Beiträge · seit 200914. Dez. 2012 · #12
Hallo,
die "Guten" sind in Afrika aber meist die Chinesen!!!!
Die fragen nicht nach Menschenrechten und wofür das Geld gebraucht wird und ob da auch keine Eigentumsrechte verletzt werden oder ob da Stämme benachteiligt werden und ob da ja niemand was in der Regierung abzweigt.
Die liefern und zahlen. Basta. Das sind die Guten! 🙁
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
64 Beiträge · seit 201014. Dez. 2012 · #13
Volker schrieb:

Mit Verlaub, aber die Verbindung von Egoismus und Sozialisten kann ich beim besten Willen nicht als Factotum erkennen - eher das Gegenteil ist der Fall...
Sorry für off-topic: Von der Existenz dieser langandauernden und stabilen Verbindung weiß man, wenn man in der DDR aufgewachsen ist....;)

Zur Währung:
Der USD und der Euro sind insoweit okay, da diese Währungen frei gehandelt werden können und daher nur begrenzt als wirtschaftliches Druckmittel eingesetzt werden können. Der chinesische Yuan ist nicht handelbar und ist somit eine "Waffe" in der Hand der chinesichen Regierung. Simbabwe kann nicht mal Kredite in Yuan aufnehmen um sich wenigestens etwas abzusichern. Lange Rede, kurzer Sinn, der Einfluss Chinas in Afrika steigt weiter.....:(
2'612 Beiträge · seit 200714. Dez. 2012 · #14
Afrika_Ti schrieb:
Volker schrieb:

Mit Verlaub, aber die Verbindung von Egoismus und Sozialisten kann ich beim besten Willen nicht als Factotum erkennen - eher das Gegenteil ist der Fall...
Sorry für off-topic: Von der Existenz dieser langandauernden und stabilen Verbindung weiß man, wenn man in der DDR aufgewachsen ist....;)

Zur Währung:
Der USD und der Euro sind insoweit okay, da diese Währungen frei gehandelt werden können und daher nur begrenzt als wirtschaftliches Druckmittel eingesetzt werden können. Der chinesische Yuan ist nicht handelbar und ist somit eine "Waffe" in der Hand der chinesichen Regierung. Simbabwe kann nicht mal Kredite in Yuan aufnehmen um sich wenigestens etwas abzusichern. Lange Rede, kurzer Sinn, der Einfluss Chinas in Afrika steigt weiter.....:(
Gerne genommen: bin zugegebenermaßen nicht in der DDR groß geworden, aber dass die DDR ein Land der Egoisten gewesen sein soll, hmmm. Aber Du musst es ja wissen...

Und was den Yuan anbetrifft: China arbeitet seit geraumer Zeit daran, den Yuan als "konvertierbare" Währung zu etablieren, weil ihnen die ungeheuren Devisenreserven in USD und EUR nicht geheuer sind. Wir sollten uns mit dem Gedanken vertraut machen, dass der Yuan im internationalen Finanzsystem an Bedeutung gewinnen wird, siehe z.B. auch hier:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/waehrungen-china-und-suedkorea-schmieden-allianz-gegen-dollar-a-870810.html
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2012
64 Beiträge · seit 201014. Dez. 2012 · #15
Volker schrieb:

Gerne genommen: bin zugegebenermaßen nicht in der DDR groß geworden, aber dass die DDR ein Land der Egoisten gewesen sein soll, hmmm. Aber Du musst es ja wissen...
Eine kleine Anmerkung dazu: in der DDR gab es nicht nur Sozialisten, auch wenn es von "drüben" so aussah. Daher ist auch die DDR kein Land der Egoisten gewesen. Allerdings haben die Sozialisten schon aufgepasst, dass sie nicht zu kurz kamen...;)

China hätte längst die Möglichkeit gehabt, den Yuan konvertibel zu stellen. Aus guten Grund haben sie es nicht gemacht, da es ihnen mehr genützt hat. Jetzt wird langsam damit angefangen, um die Preissteigerung im eigenen Land in den Griff zu bekommen.
2'612 Beiträge · seit 200714. Dez. 2012 · #16
Afrika_Ti schrieb:
Volker schrieb:

Gerne genommen: bin zugegebenermaßen nicht in der DDR groß geworden, aber dass die DDR ein Land der Egoisten gewesen sein soll, hmmm. Aber Du musst es ja wissen...
Eine kleine Anmerkung dazu: in der DDR gab es nicht nur Sozialisten, auch wenn es von "drüben" so aussah. Daher ist auch die DDR kein Land der Egoisten gewesen. Allerdings haben die Sozialisten schon aufgepasst, dass sie nicht zu kurz kamen...;)
Kleine Ergänzung: bin zwar dort nicht groß geworden, habe aber dort Verwandschaft.

Nur weil etwas Sozialismus genannt wurde, war es noch längst keiner, gerade von den Parteibonzen wurde nur zu gerne Wasser gepredigt und Wein getrunken, viele Idealisten sind von ihrer Staatsführung bitter enttäuscht worden.
China hätte längst die Möglichkeit gehabt, den Yuan konvertibel zu stellen. Aus guten Grund haben sie es nicht gemacht, da es ihnen mehr genützt hat. Jetzt wird langsam damit angefangen, um die Preissteigerung im eigenen Land in den Griff zu bekommen.
Noch etwas Lektüre zum Thema:

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:wechselkurs-peking-macht-renminbi-stark/60091820.html

http://www.ftd.de/finanzen/maerkte/anleihen-devisen/:prestigeprojekt-renminbi-goes-west/50214021.html

http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2012/12/der-manipulierte-renminbi-fluch-oder-segen/
Bye bye Forum
zuletzt bearbeitet 14. Dez. 2012
37 Beiträge · seit 201305. März 2013 · #17
Swakop1952 schrieb:Jeder der Rand oder N$ besitzt sollte sich schnell eine andere Währung suchen.
Wenn man nur vergleicht, wie das wirtschaftlich garnicht starke Griechenland den Euro hinunter zieht und deshalb deutsche Finanzämter in NAM und ZA lebende Bezieher deutscher Renten so dermaßen terrorisieren müssen um Schäubles Schuhkartons aufzufüllen....zur Weiterverteilung nach Athen!
Wie soll der Rand Mugabes Sumpf auffangen können? Da kann nur noch eine MickeyMaus-Währung als Ergebnis bleiben.
Der Euro (einheitliche Währung) ist ein völlig anderes Konstrukt als "nur" eine Währungsanbindung und/oder Kopplung!

Griechenland kann den Euro nicht über Nacht abschaffen. Auch ist eine Abwertung gegenüber den anderen Gemeinschaftsländern nicht möglich, weil es eben eine Währung ist.

Der N$ ist an den Rand jedoch "nur" gekoppelt. Das bedeutet dass die Zentralbank Namibias die Tauschbarkeit 1:1 in Rand garantiert. Das kann die Bank nur tun, solange der N$ der Stabilität des Rand entspricht.

Druckt Namibia plötzlich ohne Ende N$, kann sie den Wechselkurs nicht mehr halten und die Kopplung würde/müsste und könnte(!) (im Gegensatz zum Falle Griechenland) "über Nacht" gelöst werden. Also hat Namibia ein überragendes Interesse daran seine Währung stabil zu halten und nicht sinn-und verstandlos (wie in der Vergangenheit Simbabwe) zu drucken.

Südafrika und seine Zentralbank spielen bei alledem keinerlei Rolle, weil die Anbindung einseitig erfolgt.

Selbes gilt dann in Zukunft auch für den (neuen) Simbabwe-Dollar. Die Anbindung wird einseitig stattfinden, hat also keinen Einfluss auf den Rand und/oder den N$.

Bei der Cleverness Herrn Mugabes würde ich allerdings darauf wetten, dass die Anbindung nicht lange halten wird. Der einfache Zusammenhang: "Stabilität = Kopplungsvoraussetzung" wird in Simbabwe nicht ausreichend erkannt/verinnerlicht. Kaum geht die Anbindung eine Weile gut wird Mugabe die Anordnung geben: Druckt mehr und gebt allen! Prompt wird die Anbindung hinfällig, und Simbabwe steht wieder so blöde da wie zuvor. Ich hoffe es zwar nicht, aber ich würde auf diesen Ausgang wetten.

Auf den Rand und/oder den N$ hätte all dies keine/nur eine indirekte Auswirkung.
zuletzt bearbeitet 05. März 2013