nassierThemenstarter22 Beiträge · seit 201210. Dez. 2012 · #1Hallo,
als Neuling im Forum erst einmal "Guten Tag"!
Wir planen einen 3-4-wöchigen Urlaub in Namibia, wollen dabei natüüüürlich alles sehen, sind aber besonders an Landschaft interessiert. Natürlich auch an Mensch und Tier. Jahreszeitlich sind wir unabhängig (über 60!). Gerne würden wir 2. Hälfte April bis Mitte Mai fahren, befürchten aber, dass in den Tälern (z.B. Hoanib und Hoarusib) zu der Zeit Probleme mit den Durchfahrten sein können. Generell auch die Frage: wann sieht man dort mit "Sicherheit" die Wüstenelefanten? April/Mai oder besser Sep./Okt. (als Alternative)? Und wann ist es am Kuene/Epupa-Falls schöner/interessanter?
Ich denke, im Süden treten die Probleme dieser Art nicht auf, d.h. ist bei beiden Varianten ähnlich?
Topobär5'479 Beiträge · seit 200910. Dez. 2012 · #2Wenn die Regenzeit nicht allzu stark ausgefallen ist, lassen sich Hoanib und Hoarusib im Mai befahren. Am besten lokal die aktuelle Situation erfragen. Mit ein bischen Zeit, lassen sich im Hoanib und Hoarusib eigentlich das ganze Jahr über Wüstenelefanten finden, zumindest haben wir dort immer welche gesehen. Die Epupa Falls sind auf jeden Fall im Mai am schönsten, da der Kunene zu dieser Zeit den höchsten Wasserstand hat.
joli3'491 Beiträge · seit 200610. Dez. 2012 · #3Hallo Nassier,
herzlich willkommen im Forum.
Deiner Frage nach habt Ihr wohl schon einiges hier mitgelesen. Dennoch frage ich mich, ob Ihr Euch für das erste Mal nicht zu Spezielles vorgenommen habt. Mit 3-4 Wochen kann man schon eine Menge anfangen, wobei April/Mai vermutlich schon deshalb nicht mehr in Frage kommen, weil es dafür schon zu spät ist. Macht aber gar nichts, da Oktober uE sowieso die schönere Zeit ist. Außerdem habt Ihr dann auch keine Einschränkungen mit der Befahrbarkeit der Pads zu befürchten.
Da Ihr "Ersttäter" seid, würde ich Euch "Namibia klassisch" empfehlen - bei 3-4 Wochen also mit den Eckpunkten Windhoek - Sossusvlei - Swakopmund - Twyfelfontein - Palmwag - Etosha - Waterberg - Windhoek. Lasst Euch nicht von der Bezeichnung " klassisch" abschrecken. Es ist zwar die Route, die nahezu jeder Namibiabesucher irgendwann mal fährt, aber sie hat sich auch bewährt, weil sie wirklich einen Großteil der Sehenswürdigkeiten des Landes abdeckt. Den Süden Namibias habe ich bewusst nicht einbezogen, da das dann wohl für eine 4-wöchige Reise zu viel werden würde. Gleiches gilt auch für den Caprivi. Hoanib u. Hoarusib sind zwar wunderschöne Regionen, aber die könnt Ihr Euch für eine spätere Reise aufheben. Wüstenelefanten seht Ihr normalerweise auch bei Palmwag, wobei ich meine, "normale" Elefanten sind auch ein Erlebnis und die bekommt Ihr im Oktober garantiert in Etosha zu sehen.
Gruß Joli
nassierThemenstarter22 Beiträge · seit 201210. Dez. 2012 · #4....danke für die schnellen Infos!
Klar - gelesen haben wir schon einiges. Wir sind zwar "Ersttäter" in Namibia, haben aber schon die ein oder andere Erfahrung als Selbstfahrer bzw. Individualreisende (2x Marokko, 1x Mali, 1x Ägypten, 1x Rajasthan...). Wir legen aber wirklich Wert auf landschaftlich besondere Gegenden. Auf Swakopmund oder auch Etosha könnten wir verzichten, glauben aber, dass Kaokoveld, Kuene und Soussusvlei (mit Sesriem Canyon/Naukluft Mountains) für uns ganz oben an stehen.
April/Mai 2013 wäre zu kurz - klar. Gemeint ist Sept/Okt. 2013 oder eben Apr/Mai 2014... Ich vermute eben, dass aber Apr/Mai landschaftlich reizvoller sein könnte (wegen der Vergetation)als Sept/Okt.
Aber - hier suche ich ja die Fachleute mit Infos!
GUGuido.Gast10. Dez. 2012 · #5Hallo Nassier,
ich finde auch April/Mai 2013 überhaupt nicht zu kurzfristig. Dann ist Nebensaison und insbesondere wenn Ihr gar nicht in den Etosha NP wollt, sehe ich da überhaupt keine Probleme. Wir waren die letzten beiden Jahre auch jeweils um die Zeit im Kaokoveld unterwegs und haben erst 2-4 Monate vorher geplant und gebucht. Ich persönlich mag den Mai generell lieber als den Oktober. Die Regenzeit ist vorbei. Es ist nicht mehr alles frisch grün (ich will in Namibia ja nicht die Lüneburger Heide sehen), aber auch noch nicht völlig verdorrt, trocken und staubig wie im Oktober. Für Tierbeobachtungen im Etosha dürfte der Oktober allerdings besser sein.
Im Hoanib würde ich die Chancen im Mai Wüstenelefanten zu sehen, auf etwa 80-90% schätzen. Im Hoarusib auf etwa 30-40%. Das ist natürlich nur meine subjektive, nicht-repräsentative Erfahrung. In normalen Jahren sollten beide Trockenflüsse im Mai befahrbar sein. Nach der extremen Regenzeit 2011 sah es etwas anders aus.
Wenn Ihr durch Hoanib, Hoarusib usw. wollt, sollte ein kleines bisschen Erfahrung mit Offroad und abgelegenen Gebieten vorhanden sein. Aber wenn Ihr Mali und Ägypten nicht als Pauschaltouristen gemacht habt, ist das vermutlich vorhanden.
Beste Grüße
Guido
Topobär5'479 Beiträge · seit 200910. Dez. 2012 · #6Ich bin Wüstenfan, deshalb gefiel mir Damaraland/Kaokovelt im Oktober besser als im Mai. Wenn überall noch das Gras steht (egal ob noch grün, oder schon gelb) ist mir die Landschaft zu lieblich.
norbert_m276 Beiträge · seit 201117. Dez. 2012 · #7Hallo nassier
Waren 2011 und 2012 jeweils im Nov. im Kaokoveld. Wegen der Wasserführung ist es natürlich sicherer im Herbst als im Frühjahr zu fahren. 2011, ein regenreiches Jahr, hatte der Hoarusib noch im Nov. durchgehend 10cm oder mehr tiefes Wasser und man fährt ja die halbe Zeit im Flußbett. 2012 hatte er nur stellenweise Wasser. In beiden Jahren haben wir dort Wüstenelefanten angetroffen, heuer sind sie so nahe gekommen, dass wir einen strategischen Rückzug angetreten haben.
Im Frühjahr 2011 sollen im Hoarusib mehrer Autos versunken sein.
Von Palmwag weg würde ich raten gleich durch das Konzessionsgebiet und die Western Touring Route Richtung Hoanib und Hoarusib bis Purros zu fahren. In beiden Jahren haben wir viele Tiere dort gesehen, auch die Bergzebras. 2011 waren viele Elefanten nahe am Aub Canyon, diesmal nur ein paar und weiter weg.
2012 sind wir von Purros auch noch durchs Marienflußtal und zum Kunene River gefahren.
Ist aber ziemlich einsam dort und wir sind oft tagelang keinem Auto begegnet.
2011 sind wir auch durch den Erongo und das Namib-Naukluft Gebiet. Haben dort etliche längerere Trekkingtouren und auch Klettersteige gemacht.
Ein paar Bilder könnte ich auch schicken, damit man eine Vorstellung bekommt, wie es im Herbst dort aussieht. Einige Tracks, darunter die komplette Kaokoveld Runde habe ich für Garmin als GPS-Track.
Grüße
Norbert